Beine
Es hatte eine Zeit in ihrem Leben gegeben, in der der Gedanke, den Kopf eines Mannes zwischen ihren Beinen zu haben, Leia – nicht abgestoßen, aber verwirrt hatte; in den glücklichen Tagen ihrer Jugend, als geflüsterte Schulmädchengeschichten sie die vielen Dinge gelehrt hatten, die Mann und Frau im Bett miteinander taten – Dinge, die die oberflächlichen Beschreibungen der Vorgänge, die ihre Mutter ihr geliefert hatte, weit überstiegen – als sie von diesem speziellen Akt erfahren hatte, war ihr ein schneller, schamhafter Gedanke durch den Kopf geschossen – das kann nicht hygienisch sein, und bei den Sternen, wo ist der Sinn –
Der Sinn, wie sich herausstellte, war Verzückung und Glückseligkeit, und oft – so oft Hans Kopf zwischen ihren Beinen vergraben war und seine Zunge Spiralen ursprünglichster Magie auf ihr zeichnete – beklagte sie die prüde Skepsis ihres jüngeren Selbst, während sie die Hände im dicken, goldenen Haar ihres Ehemannes vergrub und die Hüften mit lediglich vager Besorgnis anhob, ihn zu ersticken.
Ihr Hinterkopf stieß gegen das Kopfteil, als sie das Kinn hob, ihre Sicht war verschwommen, ihre Wimpern flatterten hilflos. Hans Handflächen glitten über ihren Bauch, streiften besitzergreifend über ihren Unterleib, um ihre Haut rutschig und fest unter seiner Berührung zu spüren – dann wanderten sie zu ihren Hüften, umfassten fest ihre Oberschenkel und schoben ein Bein über seine Schulter – die bloße Dehnung war erregend – Leia, die nur an Männern interessiert war, schreckte dieser Akt im Besonderen etwas ab, sie konnte sich nicht vorstellen, eine Vorliebe dafür zu haben oder es als mehr als nur eine notwendige Gegenleistung zu betrachten –
– und doch schien Han es zu lieben, ein Charakterzug, für den sie ihn manchmal vergöttern könnte –
Seine Ausdauer war berauschend, seine Zunge eine elegante Waffe, rau und weich zugleich, und als ihre Lippen sich teilten und sie sich unwillkürlichen, lustvollen Lauten hingab, die keine wohlerzogene Prinzessin je von sich geben sollte, bewunderte sie die Sensation von Hans ehrgeizigem Versuch, ihr Herz und ihre Seele durch sie hindurch zu schmecken –
Sie spürte die Intensität in ihren Fingerspitzen, tief in ihren Knochen, in ihrem Blut, in ihren Zellen, in der krampfartigen, schmerzenden Hitze in ihrem Bauch.
„Han", stöhnte sie – ihre Stimme war heiser, aber sie würde schreien, wenn sie könnte – das hier war schließlich die Privatsphäre ihres Schlafzimmers, oder nicht?
Er quittierte es mit einem charmanten, anerkennenden Stöhnen seinerseits, dem festeren Druck seiner Fingerspitzen an ihrem Oberschenkel, und als sie ihm in einer groben, atemberaubenden Bewegung die Beine um den Hals schlang, rieb er anerkennend mit der Hand über ihren Oberschenkel, wobei seine Handfläche ein neckendes, kleines Schmatzen von sich gab.
Sie grub ihre Ferse in seinen Rücken.
Mit den Fingern strich sie durch sein Haar, wobei sie abwechselnd seinen Kopf führte und ihn die Führung übernehmen ließ, ihre Lippen bewegten sich, ihr Atem war unregelmäßig –
„Han, ja, Schatz, du bist so gut –", murmelte sie, während die Anspannung in ihrem Unterleib einen Höhepunkt erreichte – sie keuchte, verlor ihre Stimme, ihre Hände lockerten sich und verkrampften sich in seinem Haar und rutschten schließlich ganz von seinem Kopf, um über ihren Bauch und ihre Oberschenkel zu streifen –
Er nahm eine ihrer Hände in seine und drückte sie fest, die Berührung feucht und warm, und ein Laut erschütternder Befriedigung brach aus ihr hervor, ein Geräusch, das Han erwiderte, wie gedämpft auch immer – sie kam und seine Antwort war ein kalkuliertes, langsames Zurücknehmen seiner energischen, oralen Zuwendung, bis er federleichte, beruhigende Küsse auf jeden Zentimeter ihres Körpers drückte, den Verbindungspunkt ihrer Beine, ihre Oberschenkel, ihren von Schweiß überzogenen Bauch.
Han küsste sich über ihren Bauch und ihr Brustbein nach oben; dabei bewegte er sich langsam, er war selbst immer noch atemlos und seine Brust hob sich in sanftem, kontrolliertem Keuchen, als er sich über ihr abstützte, ihr Gesicht betrachtete und den Kopf senkte, um sich an den zerknitterten Kissen hinter ihr den Mund abzuwischen.
Sie drehte den Kopf, um ihn zu küssen, ihre Hände zitterten, als sie sich streckte, um seinen Hals zu streicheln und seine Schultern fest zu umfassen, ihre Beine waren aneinandergepresst und unter ihm eingeklemmt –
„Ich liebe dich", verkündete sie bestimmt, ihre Zunge bewegte sich über seine Lippen, benommen von ihrem eigenen Geschmack in seinem Mund – „Ohhh, ohhh, Han, ich liebe dich – "
„Ja, ja", erwiderte er gedehnt und ließ ein selbstgefälliges, schurkisches Grinsen aufblitzen, als er sich vorbeugte, um sie fester zu küssen, vollkommen zufrieden damit, die Dinge hier für eine Weile zu beenden, wenn nicht für die gesamte Nacht –
Mit leuchtenden Augen legte sie ihre Hand an seine Wange –
„Du machst das gerne?", fragte sie – oder sagte – stellte sie fest? Die Worte kamen aus ihrem Mund, anklagend und zugleich amüsiert, fasziniert – so viele unzählige Male hatte er sie mit seiner Zunge verwöhnt, und sie hatte sich nie erkundigt, ob es ein Fetisch war, eine Fantasie oder –
Er machte ein leises Geräusch an ihren Lippen und drückte seine Stirn fest gegen ihre.
„Mit dir", antwortete er heiser und holte tief und zufrieden Luft, wobei seine Nase an ihre Wange stupste –
„Du schmeckst", murmelte er und holte erneut tief Luft – „verdammt…unglaublich."
Die Röte auf ihrer Haut war allumfassend und blühte weiter auf, genauso wie die Erregung, die sie erneut durchfuhr, während sie die schwindenden Nachwirkungen ihres Höhepunktes auskostete, und etwas ganz Neues entfachte –
„Du bist voreingenommen", flüsterte sie.
Er zuckte die Achseln.
„Fühlst du dich gut?", fragte er.
Lachend nickte sie, ihre Wimpern zuckten. Mit der Hand strich sie über seinen Kiefer und Han schaute sie aufmerksam an, sein Blick warm und erfüllt von einem berauschenden Schleier der Lust. Er drückte sich dichter an sie, schob ihre Beine auseinander und platzierte sich bequem dazwischen –
„Du fühlst dich gut, ich fühle mich gut", murmelte er und hob dann seinen Kopf, um ihr verführerisch zuzuzwinkern – „und ich stehe auf Beine", fügte er spielerisch hinzu.
Leia legte den Kopf zurück und lachte, während sie seinen Kopf liebevoll an ihren Hals drückte – er gab ihr dort einen Kuss, und er war zart und wohltuend, genau wie der Rest innerhalb der Grenzen dieser Art von Liebe, anstelle einer geflüsterten Theorie kichernder Schulmädchen.
Ende
