Zwei Tage später fand sich Harry am Frühstück, während Hermione und Lee sich mit ein paar anderen über … Antriebe unterhielten. "Nein, ich habe dir doch schon gesagt, dass ich letztens so einen Zauber gesehen habe. Vielleicht konnten wir ihn ein wenig umändern." "Wie oft muss ich es dir sagen, solange wir nicht wissen, wie der Antrieb überhaupt funktioniert, können wir nicht versuchen ihn zu reparieren!"
Ein wenig verwundert hörte Harry mit einem Ohr zu, während er weiter sein Essen aß. Hermione und Lee waren in einer heißen Diskussion über die verschiedenen Möglichkeiten, wie das Raumschiff fahren könnte. Als plötzlich einer nach dem anderen zweimal auf den Tisch klopfte, ob es mit dem Becher oder der Faust war. Es war kein lautes Klopfen, gerade so laut, dass es nur der Nachbar hören konnte.
Schnell wurden die wichtigsten Gespräche leise und die unwichtigen alltäglichen Gespräche etwas lauter. Umbridge war am Kommen.
Da die pinke Kröte am angefangen hatte sich an die Schüler zu schleichen und jeden zu bestrafen der über Themen redete, die ihr nicht gefielen, hatten die Schüler angefangen ein Warnsystem zu erarbeiten. Am Anfang hatte dann jeder gar nichts gesagt, was nur dafür sorgte, dass die pinke Kröte noch mehr auf die Schüler achtete. Harry hatte schnell das Problem mit bekommen und ihnen einen kleinen Trick verraten. Hört nicht komplett auf, sondern ersucht die Aufmerksamkeit abzulenken.
Mit den lauten alltäglichen Gespräche über Hausaufgaben oder Unterricht hatten sie das geschafft.
Obwohl er nicht stolz darauf ist, hatte Harry früh gelernt, wie man mit solchen Leuten klarkommt. Sein Onkel Venom hatte auch immer nur darauf gewartet, dass er einen Grund hatte, um Harry zu "erziehen". Also versuchte Harry nun den Schülern das beizubringen, was er gelernt hatte. Wie man seinen Kopf unten behält.
Leider klappte das nicht bei ihm, immerhin hatte Umbridge bereits ein Auge auf ihn.
"Harry, was sehe ich denn da? Ist dein Shirt dreckig?" kam die nervige Stimme. Mit einem tiefen Atemzug nahm sich Harry zusammen und drehte sich um zur pinken Frau. "Wo habe ich denn ein Fleck? Das Hemd hatte ich gerade eben erst gewaschen." versuchte er ruhig zu antworten. Die Frau schaute ihn mit freudigen Augen an "Widersprichst du mir etwa?" fragte sie freudig nach. Harry nahm wieder einen tiefen Atemzug "Nein, Frau Umbridge." "Gut, dann würde ich das Hemd wechseln bevor der Unterricht beginnt. Und 5 Punkte von Gryffindor fürs Widersprechen." verkündigte sie.
Stolz ging sie weiter und Harry drehte sich schnell wieder um. Nicht dass sie nachher noch irgend einen Grund findet, um ihn zu nerven.
Mit einem weiteren Blick nach Hermione fiel ihm ein worüber sie gerade eben noch gesprochen hatten und plötzlich lief ihm ein Schauer über den Rücken.
"Hermione, ich denke, es wäre besser, wenn ihr über solche Dinge nicht hier besprecht. Wo es jeder hören könnte." erinnerte er sie.
Die pinke Kröte hat schon öfter bewiesen, dass sie mehr hört, als man denkt und sie, sobald sie etwas falsches erschnüffelt alles daran setzt, um herauszufinden, was es ist. Er war sich sicher, dass es keiner riskieren wollte, ihr neues Spielzeug aufzugeben.
Hermione folgt seinem Blick zu der immer noch umher gehenden Lehrerin und sie nickt "Habt ihr schon eure Runen Aufgaben, die ich euch gegeben habe erfüllt?" fragte sie stattdessen nach. Harry musste einen leichten Seufzer loslassen bei ihren Worten.
Seit sie das Raumschiff gefunden hatten, waren die Ravenclaw dabei, die Runen zu entschlüsseln. Es wurde schnell deutlich, dass die Runen als Hauptsprache des Schiffes dienten. Als er das hörte, hatte Harry nur mit den Achseln gezuckt, was sollte er denn auch weiter machen. Kurz darauf kam Hermione mit Hausaufgaben an. Anscheinend war das Raumschiff wichtig genug, um etwas wie eine neue Sprache zu lernen. Ron und er hatten versucht ihr zu erklären, dass es doch einfach nur etwas ist, was vom RdW erschaffen wurde, aber nein. Sie wollte das sie lernten wie man Runen liest - egal ob so etwas gar nicht mehr gemacht wird oder wenn überhaupt nur von Experten. Sie und bereits ein paar andere hatten bereits angefangen zu lernen, um zu entziffern, was an den Wänden steht. Also wieso sollten die anderen beiden aus dem goldenen Trio nicht auch lernen?
Hermione würde ihn wirklich noch einmal umbringen, mit ihren lernen.
Also hatten Harry und Ron auch angefangen zu lernen. Das Schlimme war, dass Hermione sich mit ihnen hin setzte um zu lernen, das hieß, dass sie nicht einfach "vergessen" konnten zu lernen.
Harry hatte in den letzten zwei Wochen mehr über Runen gelernt, als in all seinen Jahren in Geschichte. (Was nicht allzu schwer war, mit Binns als Lehrer, aber … immer noch ein gewaltiger Unterschied war!)
Mit einem Seufzer zückte Harry ein Blatt "Ich habe immer noch nicht verstanden, was die letzten beiden Runen heißen?" "Wirklich Jungs, die Rune haben wir doch schon zwei Mal durchgegangen. Also … "
Hermione war vom Thema abgelenkt, also hörte Harry gerne zu, wie sie ihm die Runen noch einmal erklärte. Runen war ein Thema, gegen das Umbridge nichts sagen konnte.
Das nächste Mal wo Harry dabei war zum RdW zu gehen, wollte plötzlich einer der Treppen sich nicht mehr bewegen "Echt jetzt?" beschwerte sich Harry, genervt ging er in den Gang des 4. Geschosses. Sobald er von der Treppe gegangen war, entschied sich die Treppe zu bewegen. Für einen Moment schaute Harry einfach nur der Treppe hinterher "Das ist mir auch noch nie passiert." murmelte er vor sich hin resigniert, bevor er sich um schaute. In dem vierten Geschoss war nicht viel, von dem, was Harry wusste.
Harry wartete noch einen Moment, es sah aber nicht so aus als wollte die Treppe bald wieder kommen, also entschied er sich ein wenig umher zu gehen.
Er kam an einigen leeren Klassenräumen vorbei, bevor er plötzlich etwas hörte, sofort anhaltend und Ohren spitzend versuchte Harry das Geräusch noch einmal zu erhaschen. War es Peves? Wen ja, musste er aufpassen in nicht noch eine Falle von ihm hineinzufallen.
Da kam das Geräusch noch einmal. Es kam aus einem der Klassenräume. Leise heran gehend, hielt Harry sein Ohr an die Tür. Als er immer noch nicht aus machen konnte, was das für ein Geräusch war, entschied er sich, die Tür zu öffnen. Seine Neugier hatte ihn schon öfter in heikle Situationen gebracht.
Langsam die Tür öffnend, fand er einen Anblick, den er nicht erwartet hätte. Unter einem der Fenster des Klassenraumes saß Draco Malfoy und schien zu … Weinen. Für einen Moment traute Harry seinen Augen nicht "Malfoy?" fragte er verwundert. Malfoy schaute erschrocken hoch und tatsächlich, dem stolzen und unberührbaren Malfoy liefen Tränen die Wange hinunter. Sobald er sich umdrehte bei seinem Namen und erkannte, wer ihm erwischt hatte. Drehte sich Malfoy erschrocken weg und versuchte die Tränen wegzuwischen "Potter! Was machst du denn hier?" fragte er mit gebrochener Stimme.
Für einen Moment wusste Harry nicht, was er sagen sollte, doch dann kamen alte Gewohnheiten wieder hoch. Seine Arme vor sich verschränkend gab Harry snappisch zurück "Was geht dich das an Malfoy? Ach ja, du musst immer alles wissen. Nicht war?"
Nach kurzem Zögern drehte sich Malfoy zu ihm um, um ihn einen Hass erfüllten Blick zu geben, was von den roten Augen zerstört wurde "Potter, bist du etwas so niedrig, dass du mich noch nicht einmal in so einem Moment in Ruhe lassen kannst?" fragte er genervt wider "Ich habe gerade wirklich keine Zeit für dich." sagte er leiser, bevor er wegschaute. Als würde das, dass Gespräch beenden "Ach so ist das. Wenn es mir mal nicht gut geht, kannst du alles machen, aber bei dir muss natürlich immer eine Ausnahme gemacht werden. Was ist, wenn ich nicht gehe, sagst du es deine lieben Daddy? Der wird doch sicher kommen, um dich zu retten. Ist doch so, Malfoy?" sagte Harry wütend.
Malfoy schaute ihn einen Moment an, bevor er sich einfach nur um drehte "Kann dir doch egal sein. Lass mich einfach alleine." Harry wurde wütend, so oft hatte er etwas in diese Richtung gesagt, und jedes Mal hatte Draco sich immer etwas Neues ausgedacht, um ihn zu nerven. "Nein, ich denke, ich bleibe schön hier, um zu sehen, wie der junge Draco Malfoy alleine vor sich hin heult."
Bei diesen Worten drehte sich Malfoy wütend um und fing an zu schreien "Hörst du jetzt auf! Du hast doch von nichts eine Ahnung! Du und deinem ahnungslosen Leben, wo dir immer alles hin gelegt wird. Einige andere müssen für das, was sie wollen, auch mal etwas tun. Also wäre es nett, wenn du dich einfach mal verziehst, ohne über all deine Nase hereinzustecken." Harry schaute ihn überrascht an, bevor er wieder wütend wurde. Das hat er nicht gerade gesagt! "Ahnungsloses Leben?" fragte Harry leicht ungläubig. Hatte dieser blonde, arrogante Schnösel das wirklich gerade gesagt? Harry ballte seine Fäuste zusammen, als er so etwas hörte - eine glühende Wut kam in ihn hoch.
"Hast du irgend eine Ahnung, was ich durchmachen musste!? Mein ganzes Leben musste ich mir anhören, was für ein Freak ich bin. Wie gut ich es doch habe, dass ich für meine Tante und Onkel kochen und putzen darf. Im Gegenzug für eine kleine räudige Matratze unter der Treppe und die dreckigen Klamotten meines fetten Cousins. Das ich selber schuld bin, wenn mich Onkel Venom schlägt! Das alles hatte ich ertragen, um in einen Traum zu steigen. Ich dachte, hier würde es endlich anders werden. Aber weißt du was, aus einem Traum wurde ein Albtraum. Jedes verdammte Jahr schaffe ich es, dass ich in Lebensgefahr bin. Mal abgesehen von den Leuten, die mich in einem Moment einen Helden nennen, bevor sie mich im nächsten wie einen Teufel malen. Und jetzt hast du denn Mut auch noch so etwas zu behaupten! Du verzogener Schnösel!"
Harry versuchte seinen Atem wiederzufinden, das letzte Mal wo er so einen Wutausbruch hatte wurde Tante Marg aufgeblasen. Erst wo er sich wieder ein wenig unter Kontrolle hatte schaute er wieder zu Malfoy hoch, nur um in verwunderte Augen zu schauen "W-Wovon redest du? Du bist, doch Harry Potter? Du bist doch bei einer guten Hexen-Familie untergekommen." fragte Malfoy verwundert nach.
Harry schaute ihn einen Augenblick lang nur an, bevor er laut loslachte "Hätte meine Tante das gehört, hätte sie mich grün und blau geschlagen." sagte Harry, nach dem er sich beruhigt hatte. "Von wo hast du denn quatsch? Ich wurde bei meiner Muggel Tante und Onkel untergebracht. Eines kann ich dir sagen, sie hassen nichts mehr als Magie oder Hexer." erklärte Harry ihm ein wenig trocken. Nach so einem emotionalen Ausbruch fühlte er sich plötzlich wie leer gesaugt. Er verdeckte mit seiner Hand die Augen.
Was macht er denn hier?
Wenn er bei einer leichten Provokation, sein ganzes Leben herum schreit, sollte er vielleicht wirklich versuchen ein wenig länger zu schlafen. In letzter Zeit hatte er kaum geschlafen, plus der Stress durch Umbridge, der DA, die Albträume und dem Raumschiff hatten ihn zu schaffen gemacht.
"Was?" hörte Harry die verwunderte Stimme von Draco. Seine Hand wegnehmend schaute Harry ihn an, um ein verzwicktes Gesicht zu sehen "Du bist bei Muggel aufgewachsen? Die dich hassen?" fragte er nach, als hätte er nicht richtig gehört. Harry hob eine Augenbraue, so hatte er Malfoy noch nie gesehen. Eigentlich sollte er am besten nichts weiter sagen, aber … "Die Narben zum Beweis habe ich genug." antwortete er trocken. Harry schaute Draco in die Augen "Mich wundert es, dass es dich interessiert."
Malfoy wollte für einen Moment seinen Mund öffnen, bevor er ihn schloss. Kurz darauf ließ er seinen Kopf in die Hände fallen "Das würde so viel erklären." hörte Harry ihn grummeln.
"Wovon redest du?" fragte Harry skeptisch nach. So hatte Malfoy noch nie reagiert. Wo bleiben die nervigen Sprüche und Beleidigungen? Besonders nach einem kleinen Anblick in sein Heimleben. Malfoy hob seinen Kopf und schaute ihn einen Moment lang an "Das heißt, dass wenn du bei Muggel groß geworden bist. Es für dich schwer ist zu wissen, dass du mich im ersten Jahr mehr als einmal schwer beleidigt hast."
Jetzt schaute Harry unsicher hinein "Wie habe ich dich denn beleidigt?" So wie Malfoy das sagte, hörte es sich ein wenig schlimmer an als die paar Streite, die sie hatten im ersten Jahr. Das hörte sich fast so an als würde der blonde behaupten er hätte mit ihrer Rivalität begonnen. Was Schwachsinn war. Jeder wusste doch, dass Malfoy ihn immer wieder provozierte "Potter, wir sind praktisch Cousin. Wir sind Familie. In der magischen Welt ist Blut sehr wichtig, das heißt auch Verbindungen zu Blutverwandtschaft ist sehr wichtig genommen - egal wie dünn. Also war ich natürlich sehr wütend, als du mich nicht erkannt hast. Jede vernünftige Hexer kennt seinen Stammbaum und weiß genau, wer zur Familie gehört. Die Frechheit habe ich guten willens ignoriert, aber du hattest mich wieder vor so vielen Leuten abgelehnt, wo ich dir doch extra noch eine Hand in Freundschaft reichen wollte. Selbst danach hattest du die Frechheit mich noch nicht einmal zu begrüßen oder auch nur ein Gespräch zu führen. Wie es sich gehört! Selbst Tante Bellatrix hatte in ihren Schuljahren genug Würde, dass sie Onkel Sirius begrüßt hatte." Auf ihre eigene Art und weiße, dachte Draco bei sich selbst. Malfoy schaute ihn leicht genervt an "Du hast praktisch vor der ganzen Schule verkündet, dass du mich nicht als Familie siehst. Du hast mich abgelehnt." erklärte Malfoy ihm.
Harry schaute ihn einen Moment an, ohne zu wissen, was er sagen sollte. Seine Gedanken drehten sich - Malfoy hatte ihn die Dinge deswegen übel genommen? Es hatte einen tieferen Grund als einfacher verletzter Stolz?
Mit einem mal sah Harry zurück zu ihren vorherigen Interaktionen. Hatte Malfoy ihm am Anfang nicht ein paar mal begrüßt? Hätte er die ganze Rivalität mit Malfoy verhindern können, wenn er einfach zurück begrüßt hätte?
Es waren so viele Fragen, die ihm noch nie in den Sinn gekommen waren. Aber das, was als Nächstes aus seinem Mund kamen, war "I-Ich habe Familie?" fragte Harry unsicher. Leise, in einer Stimme, die verletzlicher klang als er es wollte. Aber die Worte konnte er nicht zurücknehmen, ein großer Teil von ihm wollte es auch gar nicht.
Einer von Harry's früheren Träumen war, dass vielleicht jemand ihn retten kommen würde, weg von den Dusleys - in ein besseres Leben. Meistens war es Familie, die nichts von ihm wusste - die ihn lieb haben würde.
Malfoy schaute ihn einen Moment an, als würde er schauen wollen, wie ehrlich die Frage war "Ja, Potter, du hast Familie. Du bist verwand mit der Black Familie, Prewett Familie, die Johnsens Familie, die Bulstrode und der Fleamont Familie. Zwar nur entfernt, aber in irgend einer Art und Form sind alle alten Hexenfamilien verwandt."
Harry hatte Familie. Harry nahm einen tiefen Atemzug, bevor er sich einfach neben Malfoy hin setzte, seinen Kopf an die Wand lehnte und die Augen schloss. Konnte ihm doch egal sein, dass er alleine in einem alten Klassenraum, mit einem weinenden Draco Malfoy war - er hatte Familie!
Und wusste nicht, was er davon denken sollte.
Malfoy schaute ihn unsicher an "Was soll … das?" fragte sein Cousin.
Hatte sich Potter gerade eben ernsthaft einfach so neben ihn gesetzt?
Harry öffnete nach einem Augenblick die Augen, um Malfoy anzusehen. Malfoy hielt seinen Blick und für eine Minute schauten die beiden sich einfach nur an.
"Es tut mir leid, ich wollte dich mit meinen Taten nicht beleidigen. Ich hätte anders gehandelt bei besserem Wissen." entschuldigte sich Harry endlich. Vielleicht konnte Harry es ja noch ein wenig gerade biegen. Er glaubte kaum, dass Malfoy und er sich jemals gut verstehen könnten. Aber wenigstens eben "Hallo" zu sagen wie mit einem bekannten, wäre doch noch möglich. Harry hoffte es.
Draco schaute Potter einfach nur an - er sollte vielleicht nach prüfen, ob er nicht vielleicht unter einem Illusionszauber leidet. Allerdings hatte sein Vater ihn von früh auf beigebracht, wie man am besten mit anderen reden sollte: "Offensichtlich! Trotzdem hättest du nachher mehr über die Traditionen deiner Leute Nachforschungen anstellen können." war das Ergebnis.
Harry schaute ihn genervt an "Echt jetzt? Ich entschuldige mich, nur dass du dich besser über mich lustig machen kannst?" "Dann solltest du dich schlauer anstellen! Ich habe seit Jahren auf diese Entschuldigung gewartet. Hättest du einfach Madame Pins gefragt oder sogar eine andere Person aus einer alten Familie hättest du es schon längst richtig stellen können! Mach es in Zukunft besser."
Harry schnaubte und drehte sich weg. Malfoy sagte nichts weiter, seine Augen auf Harry gerichtet, er wartete auf etwas.
…
Als es immer noch nicht kam nach toten Stille, gab er auf "Das heißt, dass ich dir helfen werde, das Nötigste zu lernen. Als dein nächster Verwandter bin ich berechtigt genug, also solltest du keine Probleme damit haben sollen."
Harry schaute ihn wieder an, seine Emotionen wechselten schnell zwischen überrascht zu skeptisch "Wieso?" Malfoy schaute stur gerade aus "Ein Freund, außerhalb des Einflusses meines Vaters zu finden, ist schwerer als du denkst. … Danke für deine Entschuldigung." Der letzte Teil wurde so leise gesagt, dass Harry ihn kaum hören könnte. Aber das machte es nicht weniger wichtig.
"Du kannst ja doch manchmal ganz in Ordnung sein, Malfoy." kommentierte Harry mit leichtem Herzen. "Bilde dir bloß nichts ein." kam die grobe Rückantwort und weil Malfoy wirklich seine Momente hatte, fügte er noch hinzu "Ich bin dein Cousin Harry, also denke ich kannst du mich Draco nennen."
"Also, Draco, weswegen hast du hier alleine geweint?"
Harry konnte seine Neugier wirklich nicht zügeln.
