Diese Geschichte wurde ursprünglich in englischer Sprache veröffentlicht und nach Rücksprache mit der Autorin von mir übersetzt, um sie einem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen. Obwohl ich nur als Übersetzerin fungiere, sind Reviews natürlich trotzdem mehr als willkommen. Alexandra, die Autorin, schreibt unter dem Namen madame. alexandra und ist hauptsächlich hier auf fanfiction. net unterwegs.
Autorin: madame. alexandra
Originaltitel: Slow Burn
Langsamer Kurs
Der Todesstern. Sie war auf dem Todesstern. Die bedrohlichen, grauen Metallwände umgaben sie; die Kälte der Luft, der metallenen Bank, war ihr vertraut. Sie fror, sie hatte Angst, aber auf die Art, die sie unfähig machte, sich zu bewegen, unfähig, zu sprechen. Sie sah sich mit einem Gefühl der Distanziertheit um, einem Gefühl tödlicher Ruhe. Sie war nervös, sie wartete und wartete –
Die Tür schwang auf und sie rutschte nach vorne, Besorgnis flackerte in ihr auf; sie zuckte zusammen – niemand hatte sie bisher angerührt – aber sie taten es immer, es war immer das gleiche –
Sie neigte den Kopf zu dem Mann, der die Zelle betrat.
„Han?", keuchte sie und Erleichterung durchflutete sie.
Er streckte seine Hand aus, schenkte ihr das für ihn charakteristische, gewinnende Grinsen. Er sagte kein Wort, aber sie stand sofort auf und nahm seine Hand, warf sich nach vorne – mit einem vagen Gefühl der Verwirrung – und Han zog sie näher zu sich heran – keine Sturmtruppen-Rüstung, kein Chewbacca oder Luke auf seinen Fersen – und so war es ohnehin nicht passiert –
„Han", sagte sie erneut und packte ihn fest an den Ellenbogen.
Er nickte gelassen, grinste und senkte seinen Kopf zu ihrem. Sie hörte einen Alarm losgehen, aber – es war nicht der Alarm, an den sie sich vom Todesstern erinnerte, es war der Alarm der Hoth-Basis – und Han flüsterte ihr ins Ohr –
„Ich habe gesagt, ich würde dich auf dem Falken rausbringen."
Sie löste sich von ihm, um zu ihm aufzusehen und fand sich selbst einer anderen Sorte von Metall gegenüber wieder, nicht bedrohlich, aber tröstlich, verbeult und an manchen Stellen rostig – sie blinzelte und erkannte, dass sie sich in ihrer – seiner – Koje auf dem Falken befand. Einen Moment lang dachte sie darüber nach, und in diesem Moment kam es ihr nicht seltsam vor, dass Han ihren Hals küsste – Han küsste sie am ganzen Körper und da war nichts zwischen ihnen, keine Kleidung, keine Laken –
Seine Lippen bewegten sich ihren Hals hinunter, über ihren Bauch, zwischen ihre Beine.
Sie legte den Kopf zurück.
„Han", wimmerte sie und schloss die Augen.
Sie grub die Zehen in die Koje und drückte ihre Handfläche fest gegen ihren Bauch.
Ihre Lider flatterten und sie zitterte – ihre Hand bewegte sich von ihrem Bauch in seine Haare und umschloss sie fest.
„Han", keuchte sie.
Zur Antwort schlang sich sein Arm um ihren Oberschenkel und hob ihr Bein über seine Schulter. Sie drückte ihre Ferse in seinen Rücken, dachte sich nichts dabei, dachte, dass dies das Natürlichste auf der Welt war – je mehr seine Zunge über sie glitt, desto mehr fühlte sie sich, als drohte sie zu zerbrechen, zu zerbrechen oder Feuer zu fangen.
Sie biss sich auf die Lippe, schnappte nach Luft und stöhnte atemlos auf.
„Han!", rief sie – war das das einzige Wort, das sich noch in ihrem Vokabular befand?
Er hielt inne, seine Hand glitt neckend über ihren Oberschenkel und ihr Körper schmerzte, als er sich seinen Weg zurück nach oben küsste, sie war kurz davor und verweilte doch am Rand der Erlösung – er drückte ihr einen kleinen Kuss aufs Haar und fand dann ihre Lippen mit seinen, seine Hüften schwebten über ihren, sein Gewicht auf ihr war warm und nur allzu erwünscht. Sie dachte, dass sie sich vielleicht in seinen Augen verlieren könnte, und streckte die Hand aus, um sanft über seinen Kiefer zu streicheln, nickend zog sie sein Gesicht näher zu sich heran.
„Prinzessin", sagte er – zischte er, in einem seltsam distanzierten, kaum romantischen Ton.
„Ja", murmelte sie, flüsterte ihre Zustimmung, aber plötzlich fühlte es sich seltsam an – er berührte ihre Stirn mit seiner und brachte seine Lippen dann nah an ihr Ohr heran.
Er packte sie an der Schulter und schüttelte sie.
„Han – was – ?"
„Prinzessin!", brüllte er ihr ins Ohr.
Erschüttert – erschrocken – blinzelte sie ungläubig – schloss die Augen, und als sie sie wieder öffnete, um ihn zu tadeln, war sie – sie war –
Sie war desorientiert und erschrocken; ihr Herz schlug immer noch wie wild, sie fühlte sich gereizt und erhitzt. Sie keuchte auf, blinzelte erneut und erkannte langsam, dass – sie sich auf dem Falken befand, ja, sogar in genau derselben Koje – und Hans Hand lag auf ihrer Schulter. Sie setzte sich auf, hielt die dünne Decke an sich gedrückt und blinzelte ihn an.
„Warum", keuchte sie mit immer noch heiserer Stimme, „schreist du mich an?"
Ihre Stimme war vom Schlaf belegt – die Kabine war dunkel und sie hoffte, dass er die Röte nicht sehen konnte, die ihre Wangen, ihren Hals und ohne Zweifel auch den Rest ihres Körpers überzog, während sie versuchte, die anhaltenden Empfindungen ihres Traums abzuschütteln. Ihre Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit und sie fand ihn, wie er sie mit einer Mischung aus Besorgnis und Belustigung ansah.
„Das tue ich gar nicht", erwiderte er. „Du hast mich angeschrien."
Ihre Brauen zogen sich zusammen.
„Naja, nicht angeschrien", korrigierte er sich und legte den Kopf schief. „Du hast immer wieder meinen Namen gesagt."
Sie bemerkte, dass er nur halb angezogen war – sie musste ihn aufgeweckt haben. Sie blickte über seine Schulter zu der Ersatzkoje, die er geräumt hatte, um auf der Reise nach Bespin darin zu schlafen, und presste die Lippen zusammen. Seine Hand lag immer noch auf ihrer Schulter und schaffte der fast erlangten Befriedigung ihres Traumes keine Abhilfe; seine Fingerspitzen schienen sich durch ihr Shirt hindurch in ihre Haut zu brennen; sie fragte sich, ob er spüren konnte, wie ihr Puls durch ihren Körper hämmerte.
„Ich habe – ich habe laut gesprochen?", fragte sie leise.
„Ja", entgegnete er langsam. „Ich dachte, du hättest einen Albtraum."
„Es war kein Albtraum", antwortete sie schwach – ohne nachzudenken.
Han sah sie einen Moment lang aufmerksam an und räusperte sich dann leise. Er empfand plötzlich eine neue Form der Anerkennung dafür, wie aufgewühlt sie aussah – und versuchte, ein selbstgefälliges Grinsen zu unterdrücken.
„Ah, nun gut, Eure Hoheit", meinte er gedehnt. „Tut mir leid, dass ich dich aufgeweckt habe."
Sie legte die Hand für einen Augenblick an ihre Lippen und strich sich dann die Haare zurück. Er stand nicht sofort auf und sie stellte fest, dass sie die Fingerknöchel leicht gegen die Zähne drückte. Seine Augen verweilten einen Moment auf ihrem Mund und wanderten dann zu dem festen Griff, mit dem sie die Decke an ihre Brust gedrückt hielt. Er riskierte es, seine Hand auf eines ihrer angezogenen Beine zu legen.
„Brauchst du ein bisschen Hilfe, Prinzessin?", fragte er verführerisch.
Seine Stimme war weich wie Seide und so vielversprechend wie die Fantasie, aus der er sie gerade gerissen hatte. Sie war sich sicher, dass sie immer noch im Halbschlaf sein musste, immer noch in der Gewalt ihres Traumes, als sie die Hand ausstreckte, um ihn an sich zu ziehen, und ihre Lippen verzweifelt auf seine drückte, als ob ein Kuss beenden könnte, was ihre Vorstellung gestartet hatte.
Er war überrascht, aber alles andere als unwillig. Einen Moment lang behielt er seine Hände bei sich, dann bewegte er sich, legte seine Hände an ihre Taille und zog sie zu sich heran. Sie kämpfte ihre Beine frei, legte schließlich eines über seinen Schoß und er wandte sich ihr gänzlich zu und lehnte sich gegen sie.
Sie keuchte auf und unterbrach den Kuss, ihre Lippen zitterten an seinem Kiefer, als sie den Kopf neigte, und er fand eine bessere Position, drückte sie zurück in die Koje und schob sich über sie. Sein Instinkt sagte ihm, dass er sie zu sich nach oben ziehen sollte, anstatt sie mit seinem Gewicht nach unten zu drücken, und er konnte keinen klaren Gedanken fassen – ihre Intensität hatte ihn unvorbereitet getroffen. Er glaubte nicht, dass sie ihn jemals mit so viel Leidenschaft geküsst hatte, mit so viel Verlangen; seit Beginn der Reise hatte es mehrere langsame Küsse gegeben – und er hatte gewusst, dass diese Form der Leidenschaft unter ihrem kühlen Auftreten siedete, er war nur noch nicht damit in Berührung gekommen –
Er bewegte sein Knie zwischen ihre Beine und sie packte ihn fest an den Schultern und schaute ihn mit geweiteten, warmen Augen an. Er beugte sich vor, um ihre Kehle zu küssen, rollte sich zur Seite und zog sie dicht an sich. Seine Hände glitten über sie und er reichte nach unten, um ihr Bein über seine Hüfte zu ziehen, während er sein Knie fest an sie gedrückt hielt. Sie legte den Kopf zurück und er hörte ein dumpfes Geräusch, als ihre Schläfe gegen den Rand der Koje stieß.
Er hob den Kopf, hob die Hand, um die Stelle zu berühren, und lachte heiser – der Laut war zittrig, atemlos, und er murmelte eine Entschuldigung; seine Hand glitt von ihrem Kopf zu ihrem Shirt und fand ihren Weg unter den Saum. Er beugte sich vor, um sie wieder zu küssen, und sie ließ ihre Hand einen Moment lang an seinem Hals ruhen, bevor sie die Finger in seine Haare schob und ihren Griff verstärkte. Er fühlte das schmetterlingsartige Flattern ihres Herzschlags an seinem Hals und hielt sofort inne, weil er spürte, dass sie nicht aus vollkommener Hingabe heraus an seinen Haaren zog.
Er spürte, was sie dachte.
Stop.
Er zog sich eine Haaresbreite von ihr zurück, seine Lippen waren immer noch nah genug, um ihre zu streifen, wenn er spräche.
„Han", hauchte sie von Schwindel ergriffen. Sie schüttelte leicht den Kopf.
Er erkannte den Ausdruck in ihren Augen – den unsicheren Ausdruck, den zurückhaltenden Ausdruck, den Ausdruck, den sie jedes Mal bekam –
„Leia", sagte er mit belegter Stimme. „Du bringst mich um."
Sie löste sich nicht von ihm, entwirrte ihre Beine nicht; sie biss sich entschuldigend auf die Lippe, aber das Anstoßen ihres Kopfes hatte den Zauber des Traums ziemlich abrupt gebrochen und sie völlig aus dem nebligen Reich zwischen Fantasie und Realität gerissen, und sie wollte nicht, dass es mitten in der Nacht passierte, wenn sie kaum einen klaren Gedanken fassen konnte und das Einzige, was ihre Entscheidung beeinflusste, körperliche Befriedigung war.
Er zog seine Hand unter ihrem Shirt hervor, weg von der weichen, warmen Haut, die er mit immer größerer Ungeduld sehen und berühren wollte, brachte die Hand zurück an ihre Schläfe und tastete sanft die Stelle ab, an der sie sich den Kopf gestoßen hatte. Er stöhnte leise, aber es war nicht leidenschaftlich, es war gänzlich frustriert. Sie schloss die Augen und presste die Zähne fest aufeinander. Er ließ seinen Kopf neben ihr auf das Kissen fallen.
„Du musst aufhören, dir zu viele Gedanken darüber zu machen", bemerkte er.
Seine Stimme hatte einen flehenden Klang und ihr Magen zog sich zusammen. Sie drückte ihre Hand gegen seine Brust, genoss, wie nah sie ihm war, genoss alles – seine Hand in ihrem Haar, sein Knie zwischen ihren Beinen, die Art, wie seine Anwesenheit die Koje gleichzeitig überfüllt und doch vollkommen gemütlich wirken ließ. Sie versuchte, sich etwas Logisches einfallen zu lassen, was sie sagen konnte, einen sehr klaren Grund, warum ihr das alles so schwer fiel; sie wollte ihn nicht ärgern oder ihm Schmerzen bereiten, und sie wusste, dass seine unerbittliche Mission, ihre Mauern zu durchbrechen, ihn verletzt zurückließ – sie durchsuchte ihren Kopf nach beschwichtigenden Worten, die sie ihm liefern konnte, aber alles, was sie fand, waren unzusammenhängende Emotionen.
„Han, ich gebe mir Mühe", erwiderte sie.
Ihre Stimme brach und ein Teil seiner Frustration ließ nach. Er fuhr mit der Hand durch ihre Haare, strich mit den Fingern über ihren Rücken und ließ seine Knöchel an ihrem unteren Rücken ruhen.
Es gefiel ihr nicht, dass der Traum auf dem Todesstern begonnen hatte – sie war sich nicht sicher, was es bedeutete. Sie war überrascht, dass es kein Albtraum gewesen war, und obwohl es etwas unglaublich Beruhigendes an sich hatte, dass ein Traum sexuelle Themen enthielt, die so anders waren als der Übergriff auf dem Todesstern, wollte sie Intimität mit Han nicht im Ansatz mit dem Todesstern in Verbindung bringen.
Sie wollte nicht, dass ihre Gefühle für Han befleckt wurden.
Leia schluckte schwer und berührte sanft seinen Kiefer.
„Du ängstigst mich zu Tode", gab sie flüsternd zu.
Sie, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, als Führungskraft und in der Öffentlichkeit furchtlos zu erscheinen, war so erschüttert von ihren Gefühlen für ihn – und er war nur ein Mann.
Seine Augen waren leicht geschlossen, sein Kiefer angespannt.
„Leia", fragte er leise, „auf wie viele weitere Arten kann ich dir zeigen, dass ich dir nichts vormache?"
Sie öffnete die Lippen und hielt den Atem an.
„Du kannst es mir sagen", murmelte sie.
Er öffnete die Augen und streckte die Hand aus, um ihr Gesicht zu berühren, ahmte die Art nach, wie sie seinen Kiefer berührte. Er seufzte schwer, zurückhaltend, und seine Nase streifte entschuldigend ihre Wange – er konnte es nicht in Worte fassen, noch nicht. Er wurde von ihrer Unfähigkeit gelähmt, sich verletzlich zu zeigen, weil er zu stur und zu abgestumpft war, Schwäche zu zeigen, wenn sie es nicht konnte. Er lebte in einer Welt, in der er nie etwas Ähnliches wie Liebe gestanden hatte, ohne dass zuvor eine lange, andauernde Affäre stattgefunden hatte, und sie schien das genaue Gegenteil zu sein.
Er beugte sich vor und küsste sie leicht, verweilte einen Moment, übte aber keinen Druck auf sie aus. Er nickte langsam und nickte dann erneut – sie hatten immer noch einen durchgebrannten Hyperantrieb, sie hatten noch eine lange Strecke vor sich. Han begann, sich aufzurichten, schob sanft ihr Bein von sich herunter und war überrascht, als sie ihm den Ausgang verwehrte, indem sie den Arm um seine Taille schlang.
„Nein", sprach sie leise und fing seinen Blick fast schüchtern auf. „Du kannst hierbleiben."
Er schaute sie aufmerksam an, legte sich dann wieder hin und rutschte herum, sodass es für sie beide bequemer war. Sie legte ihren Kopf auf seinen Arm, schloss die Augen, grub ihre Nase in seine Brust und atmete tief ein. Er berührte die Stelle an ihrer Schläfe, an der sie sich den Kopf gestoßen hatte, und sie fühlte, wie er leise auflachte, das Geräusch kitzelte in ihrem Ohr. Errötend lächelte sie.
„So, Prinzessin", bemerkte er gedehnt. „Du schläfst also jetzt mit mir?"
Sie lachte und kuschelte sich näher an ihn.
Er strich mit der Hand durch ihre Haare.
„Sag mir wenigstens, was ich in diesem Traum mit dir gemacht habe", bat er.
Sie dachte einen Moment darüber nach, nicht wirklich bereit, ihm eine obszöne Erzählung zu liefern. Dann streckte sie die Zunge heraus und drückte sie gegen seine Brust. Sie ließ sie einen Augenblick lang dort verweilen, dann presste sie die Lippen zusammen und ein Schauer durchlief sie.
Han grinste, vergrub seine Nase in ihrem Haar und gab sich für diese Nacht damit zufrieden, sie einfach nur zu halten – aber zumindest hatte er sie in seinem Bett und – wenn überhaupt – träumte sie zumindest von ihm, anstatt gegen diese entsetzlichen Albträume vom Todesstern anzukämpfen.
Leia für ihren Teil lag noch lange, nachdem er eingeschlafen war, wach und lauschte seinem beständigen Atem – ihre Träume verwandelten sich normalerweise in Albträume, aber in dieser Nacht war das, was ein Albtraum hätte sein können, zu etwas zusammengeschmolzen, was sie wollte, zu etwas Gutem, und vielleicht sollte ihr das sagen, dass der Rest ihres Lebens nicht so dunkel verlaufen musste, wie es vor drei Jahren den Anschein gehabt hatte.
