Erneut ein riesengroßes Dankeschön an Loveta a.k.a. Unlimited Power a.k.a. Nilenium für die Erlaubnis diese Übersetzung anfertigen zu dürfen! Sämtliche Ehre gebührt ihr – Kudos und Kritik bitte gerne an die Originalwerke (Links dazu am Ende)!


Ja, es war ein wahrlich glücklicher Tag im Leben von Brendas Kelghor. Bis vor kurzem schien die Glückssträhne, die ihn bis dato immer irgendwie im harten Geschäft der privaten Ermittlungen trotz erbarmungsloser Konkurrenz über Wasser gehalten hatte, gerissen; er sah sich mehr und mehr konfrontiert mit immer unzufriedener werdender Kundschaft und stetig schmähenderen Wertungen. Dieser neue Auftrag jedoch würde eine Wende zum Besseren bedeuten, schwor er sich selbst mit feslenfester Entschlossenheit, als er professionell das Sichtfeld einer der beweglichen Kameras, die er im Haus der reichen Kaufleute Sepp und seiner jüngeren Schwester Allia Omek installiert hatte, schwenkte.

Das Arbeitszimmer auf dem gezeigten Überwachungsvideo war verlassen; genau wie noch vor wenigen Minuten, als er sich verstohlen eingeschlichen hatte, um einiges seines erprobten Obervationsequipments darin zu deponieren. Brendas lehnte sich ein wenig gelassener in seinem Speeder zurück und sinnierte über seinen Job. Ein anderer Kaufmann, Timon Bakard, hatte ihn angeheuert, um das Geschäft der Omeks auszukundschaften. Es hatte den Eindruck als würden sie – obwohl sie ihr noch junges Geschäft erst kürzlich hier nach Ciutric IV verlegt hatten – mit beeindruckender Schnellig- und Stetigkeit zu ungeheurem Ansehen und noch mehr Wohlstand gelangen, was sie zu gefährlichen Rivalen von Brendas Auftraggeber machte.

Und so war der Privatermittler überhaupt erst in dieses Spiel hinein geraten. Wenn seine Dienste angefragt wurden, handelte er ohne zu zögern – er brauchte diesen Job dringendst und er hätte ihn nicht bekommen, hätte ein früherer Auftrag – ebenfalls für Bakard – den er erfolgreich ausgeführt hatte seinen Klienten nicht mit unbezahlbar wertvollen Informationen und Daten über das Ziel versorgt. Die Ansetzung auf die Omeks bot ihm eine Chance, seinen befleckten Ruf wieder rein zu waschen und er würde es nicht vermasseln.


Nach über fünf Stunden ereignisloser Herumsitzerei, in denen er das Büro – in dem sich unterdessen rein gar nichts getan hatte – observierte, hätte sich Brendas selbst in den Hintern beißen können. Weshalb er nicht überprüft hatte, wann und ob die Eigentümer später wieder zurückkehren würden, entzog sich seinem Verständnis. Hin und wieder geriet es bei ihm in Vergessenheit, dass der Hauptteil in der Profession eines erfolgreichen Privatermittlers daraus bestand, erst einmal jedwede Information zu sammeln und diese dann in einem qualvoll langwierigen Prozess zeitintensiven Aussiebens nach Details zu überprüfen, nur, um einen winzigen Diamanten im Dreck zu finden, der noch nicht einmal zwangsweise überhaupt vorhanden sein musste. Jetzt war er einfach nur zu Tode gelangweilt und zog es ernsthaft in Erwägung, einfach die Triebwerke zu zünden und wieder in die Stadt zurück zu kehren.

„Nein! Was denkst du dir da überhaupt?! Du musst auf deinem Posten bleiben! Du weißt nicht, wann sie zurückkehren, und du musst bereit sein!", ermahnte sich Brendas streng im Stillen selbst.

Wie aufs Stichwort schwang zur gleichen Zeit die Tür des Arbeitszimmers auf und die imposante Erscheinung von Sepp Omek trat ein; geradewegs auf den Schreibtisch zugehend. Brendas hätte sich selbst ohrfeigen wollen – als Profi konnte er sich keine Unachtsamkeiten leisten, verdammt! Wenn ihm auch nur das kleinste, aber eventuell umso wichtigere, Detail entging, könnte dies unter Umständen das Ende seiner Karriere bedeuten.

Der Detektiv lehnte sich an seinem Observationsposten zurück und beobachtete sein Ziel ausgiebig, das derzeit abgesehen von Nachrichten schauen und Caf trinken nichts von Interesse tat. Nichtsdestotrotz: Was er sah wurde dienstbeflissen protokolliert.

Brendas studierte aufmerksam seine Zielperson. Zwar hielt er im Sinne seiner Ermittlungen nicht viel davon, der Physiognomie seiner Ziele erhöhte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, wohl aber wusste er durchaus, dass sich gewisse Indizien in den Gesichtszügen von Personen verbergen konnten. Bezogen auf Sepp Omek stach dabei als größtes Merkmal seine vollkommene Kahlheit hervor – er trug nicht nur eine Glatze, nein, sämtliche Gesichtsbehaarung war bei ihm absent; keine Augenbrauen, keine Wimpern, keine feinen Härchen in Ohren oder Nase. Der Ermittler bezweifelte stark, das ausgiebige Rasur der Grund hierfür sein mochte. Sollte es erforderlich werden, würde er wohl nach anderweitig plausiblen, wahrscheinlicheren Gründen die dafür verantwortlich sein mochten recherchieren, doch für jetzt ließ er das Thema vorläufig als irrelevant fallen.

Nach weiteren Momenten intensiver Musterung beschloss Brendas, dass – obwohl Omek durchaus gewöhnliche Merkmale aufwies – er durchaus etwas ganz und gar Ungewöhnliches an sich hatte, dass sich unmittelbar unter der Oberfläche zu verbergen schien; was genau, konnte Brendas indes nicht sagen – noch nicht. Und obwohl der Hüne eine Glatze hatte – die sich noch leicht mittels einer tief sitzenden Kapuze verbergen ließ –, jedoch gut über zwei Meter maß, schien es ihm nicht im Geringsten schwer zu fallen, in der Menge unterzutauchen … ein eigenartiges, eventuell angeborenes oder vielleicht doch anders wie erworbenes, Talent der Tarnung.

Ein flüchtiger Ausdruck des Missfallens huschte über Omeks sonst eher stoische Gesichtszüge und lenkte Brendas Fokus so wieder zurück zum Geschehen. Was konnte den Kaufmann verärgert haben, dachte sich Brendas. Vielleicht etwas in den Holonews?

Ein scharfes Klopfen ertönte an der Tür und, ohne auf weitere Erlaubnis zu warten, betrat die hinreißendste Blondine, die Brendas je zu Gesicht bekommen hatte, den Raum. Verführerisch mit den Hüften schwingend, stöckelte die in einem karminroten Minikleidchen mit unerhört tiefem Ausschnitt bekleidete Schönheit geradewegs auf den Tisch zu, hinter dem Sepp Omek in amüsierter Stille verweilte. Die Besucherin neigte sich ein wenig nach vorn und stützte ihre Hände ausladend auf den Schreibtisch ab, dem Ermittler und seinem Ziel ungewollt einen tiefen Einblick auf ihre opulente Oberweite bietend. Brendas hatte die Geistesgegenwart sich ins Gedächtnis zu rufen, dass er während seiner Vorrecherche über das Ziels keine Informationen über dessen etwaigen Beziehungsstatus gefunden hatte.

„Allia", grüßte der Geschäftsmann ruhig.

„Bruder", raunte sie zurück.

Das war also seine jüngere Schwester! Brendas glotzte verdattert auf den Bildschirm mit den Geschwistern. Sie sahen sich nicht im Geringsten ähnlich; er konnte nicht verstehen, wie sie miteinander verwandt sein sollten. Dennoch … zumindest diese eigenartige, versteckt liegende Eigenheit, die er zuvor bereits bei dem älteren Bruder gespürt hatte, schienen sie einander zu teilen, stellte er fest, als die beiden für einen langen Moment ihre Blicke kreuzten. Außerdem lag da eine ganz ähnliche, unheimliche Kälte – ein besseres Wort wollte ihm hierfür nicht einfallen – in ihren Zügen, wie er feststellte.

Der Anstarr-Wettbewerb endete abrupt, als sich Allia Omek plötzlich ohne Präambel mit einem frustrierten Schnauben wieder vom Tisch abstieß. Ihr Bruder schaute sie lediglich belustigt an.

„Ich glaube du wolltest etwas von mir?", fragte er spitzfindig.

„Ich bin gerade erst von dem Treffen mit Strein zurückgekehrt", informierte sie ihn. Brendas horchte in Anbetracht dieser jüngsten Entwicklungen auf. Andras Strein war ein weiterer, prominenter Kaufmann auf Ciutric IV. Wenn die Omeks irgendwelche Geschäfte mit ihm machten, musste sein Klient das erfahren.

Omek machte eine Show daraus, die Figur seiner Schwester mit anzüglichem Blick zu mustern und hob süffisant eine Braue.

„Nur ein Treffen? Es weckt den Anschein als wäre es ein wenig mehr als ein schlichtes Treffen gewesen … oder dein Verständnis von Treffen ist wesentlich weitläufiger als das meine."

Brendas erwischte sich selbst, wie er nur zustimmend dazu nicken konnte. Ihre Garderobe war viel zu freizügig, um für etwas anderes als ein Date getragen zu werden. Kein Mann könnte dieser wandelnden Versuchung, die sie darin darstellte, widerstehen; ganz zu schweigen vom Konzentrieren auf jedwedes Geschäftemachen.

„Sollte dies deine Art zu fragen sein, ob ich mit ihm Sex hatte, Bruder, lautet die Antwort: nein", sagte sie unverblümt ohne jede Spur von Scham. „Nicht, das er es nicht trotzdem versucht hätte", setzte sie mit einem kehligen Kichern nach.

„Sag bloß", erwiderte Omek mit aufgesetztem Desinteresse.

„Nun …", zog die Blonde in die Länge, während sie um den Tisch herumschriet und sich ohne Weiteres unmittelbar vor ihrem Bruder auf die Tischkante schwang. Das bereits skandalös knappe Kleid rutschte dadurch noch weiter an ihren Oberschenkeln hinauf und ruhte nun gefährlich weit oben. Brendas musste sich mit Gewalt auf seine eigentliche Aufgabe zurückbesinnen, statt sich weiter hungrig am fesselnden Bild der Schwester seines Ziels sattzusehen.

„Er hat mich berührt", gestand Allia mit leiser Stimme, halb-beschwerend, halb-verschwörerisch als würde sie ein wohlbehütetes Geheimnis teilen.

„Und wo hat er dich berührt, liebste Schwester?", fragte Omek ungerührt im gleichen, ruhigen Tonfall zurück.

„Lass es mich dir zeigen", flüsterte sie. Die rechte Hand von der Tischplatte hebend – mit der linken stützte sie sich derweil weiter ab – griff sie nach der großen Hand ihres Bruders und legte sie auf ihr Knie.

„Hier", hauchte sie und schob seine Hand an der Innenseite ihres weichen Schenkels hinauf bis unmittelbar an den Rand ihres Kleides. „Und den gesamten Weg bis hier rauf."

Brendas schluckte nervös; mit einem Mal war ihm der Hals ganz trocken. Was war da los? Dieses Verhalten war bei Weitem zu intim für Bruder und Schwester! Aber die beiden stammten nicht von Ciutric, vielleicht war es dort, wo sie herkamen, akzeptabel, versuchte der Ermittler abzuwiegeln.

„Und was soll nun ich dagegen tun, wenn du doch diejenige warst, die ihn derart provoziert hat?", fragte Omek interessiert nach, seine Augen nicht für eine Sekunde das Gesicht seiner Schwester verlassend.

„Ich erlaubte ihm lediglich zu schauen, nicht anzufassen!", antwortete die Blondine empört.

„Und dennoch kam er so weit", kommentierte Omek mit einem Anflug von Sarkasmus. „Hat er dich so sehr angemacht?"

„Dieses Schwein?! Beleidige mich nicht! Das könnte nur in seinen Träumen passieren!", schnaubte sie bei dem Gedanken daran spottend.

An dieser Stelle war Brendas beinahe überzeugt, dass seine vorherigen Annahmen falsch und vollkommen unbegründet waren. Er war schlussendlich Einzelkind und in keinster Weise Experte in Sachen Geschwisterbeziehungen. Dann jedoch erstarrte er, als er zwei ründliche Erhebungen im Brustbereich des dünnen Kleides von Allia Omek ausmachte – ihre Positionen nur einen Schluss zulassend.

„Gut. Ich würde es hassen, mich mit einem seiner abgelegten Flittchen zu begnügen", knurrte Sepp Omek, während er seine Schwester am Nacken zu sich herabzog, um ihr einen verzehrenden Kuss auf die plumpen Lippen aufzudrücken. Sie packte seine Schultern, um nicht vom Tisch zu stürzen, und erwiderte den Kuss mit ebenbürtiger Leidenschaft, entschlossen um die Oberhand kämpfend. Ein gedämpftes Halb-Stöhnen fiel von ihrer Kehle, als seine bis dahin unbeschäftigte linke Hand auf ihrem Schenkel weiter nach oben zu ihrer heißen Mitte unterhalb des Kleides wanderte.

„Keine Unterwäsche?", riss sich Omek kurz von ihr los, um amüsiert nachzuhaken.

„Spielt es eine Rolle?", nuschelte sie nur atemlos zurück.

Das Fortsetzen des inbrünstigen Küssens war wohl Antwort genug. Diesmal hatte er durch die leicht veränderte Position den Vorteil, mit seinen grobschlächtigen Fingern ihren bereits feuchten Spalt umspielen zu können und sie konnte diesem sinnlichen Angriff beim besten Willen nicht widerstehen, gab sich diesem stattdessen vollends hin. Nachdem er sichergestellt hatte, dass sie keine weiteren fruchtlosen Versuche unternehmen würde, ihm die Kontrolle zu entreißen, ließ Omek seine Zunge ein letztes mal über die roten, geschwollenen Lippen streichen, ehe er seine Aufmerksamkeit ihrem grazilen Nacken widmete, was ihr ein rauchiges Stöhnen im Gegenzug entlockte.

„Mehr …", keuchte Allia.

Zur Antwort erhob er sich und drückte sie weiter zurück. Notgedrungen musste sie die Umklammerung seiner Schultern aufgeben, um sich halbwegs in einer halb-sitzenden, halb-liegenden Position überhaupt auf dem Tisch halten zu können. Die Bewegung seiner Hand in ihrem Schritt verlangsamte sich derweil sichtlich, was auf vehementen Protest ihrerseits stieß. Ihre Augen verdunkelten sich vor Lust.

„Hör nicht auf!", jammerte sie flehend und schob ihr Becken verzweifelt weiter vor, doch es hatte keinen Zweck.

„Sind wir nicht ganz schön eingeheizt, meine kleine Schwester?", fragte er neckend.

„Ba-Bruder!", schrie sie verzweifelt, besann sich dann jedoch eines besseren. Statt ihn weiter verbal zum Weitermachen zu animieren zu versuchen, entschied sie sich, ihren Bruder mittels eines weitaus gewagteren und kreativeren Manövers zu verführen.

Brendas war kein Asket und hatte sich in seiner Karriere so einige seiner Ziele ihrer Fleischeslust hingeben sehen. Was er jetzt jedoch von den Omeks sah, hinterließ ihn taub und stumm, geradezu geschockt. Er bekam es einfach nicht in seinen Schädel – als Bruder und Schwester war es moralisch einfach nur falsch und verwerflich was sie da taten, fühlte sich an, als würden sie die Bedeutung von Geschwisterliebe derart in eine neue, krankhafte Richtung dehnen und biegen, dass sie nie wieder zu ihrer ursprünglich implizierten Reinheit zurückgeformt werden konnte. Brendas konnte nichts tun als sich zurücklehnen und weiter zusehen, geradezu verstört und beschämt – nicht nur wegen der Verwerflichkeit des Geschehens unmittelbar vor ihm, sondern auch wegen sich selbst, weil er trotz des verruchten Akts – oder vielleicht gerade deswegen – auf unerklärliche Weise erregt war.

Allia setzte ein durchtriebenes Lächeln auf während sie eine Hand hob und in aufreizender Weise quälend langsam die Träger ihres Kleides von ihren Armen streifte. Das rote Kleidungsstück glitt an ihrem Oberkörper hinab und gab schließlich den Blick auf ihre üppige Oberweite und die bis dahin nur als ungenaue Schemen erkennbaren Knospen frei. Mit einem frechen Grinsen, das sie nur noch begehrenswerter erscheinen ließ, fuhr sie verlockend mit einem Finger ihre eigen Figur nach – Omek wortlos herausfordernd, die Initiative zu ergreifen. Doch schien sie das genaue Gegenteil damit zu erreichen – die Hand zwischen ihren Beinen kam zum völligen Stillstand und trug so noch zusätzlich zu ihrer Frustration bei.

Brendas – allen Bedenken zum Trotz – warf sich mit wachsender Anspannung nicht minder enttäuscht in seinem Sitz zurück und wünschte, der ältere Bruder würde der stillen Aufforderung seiner kleinen Schwester doch endlich nachkommen. Als Omek weiterhin regungslos verharrte – offensichtlich damit zufrieden, den sinnlichen Anblick deiner kleinen Schwester lediglich visuell zu genießen – hätte der Privatermittler ihn am liebsten anschreien wollen. Worauf wartete der Kerl? Jeder andere Mann wäre auf diese offensichtliche Einladung haltlos angesprungen, hätte weder sich selbst noch der blonden Schönheit in seinen Armen das Vergnügen weiter vorenthalten. Brendas hätte es definitiv getan!

Vollkommen unerwartet lehnte Sepp Omek sich kurz darauf gar noch in seinem bequemen Stuhl ein wenig zurück, um in kühler, abgehobener Weise auf seine indiskret vor ihm auf dem Schreibtisch liegende, halbnackte Schwester geringschätzig hinabzublicken, was dazu führte, dass ihr selbstgefälliges Grinsen augenblicklich von ihrem Gesicht verschwand.

Es schien, als verfüge Omek über eine gute Portion mehr Selbstkontrolle als für einen gewöhnlichen Mann gut sein konnte. Oder er war schlicht verrückt.

„Ich frage mich, wie viel Strein für so einen … stimulierenden Anblick zu zahlen bereit wäre", sinnierte er mehr zu sich selbst.

„Ba-", kam es panisch von Allia, die sich gleichzeitig gerade ein wenig aufsetzen wollte.

„Still", schnitt er ihr ruhig aber dennoch bestimmt das Wort ab – der Tonfall eines Mannes, der es gewohnt war, dass seinen Befehlen bedingungslos gehorcht wurde und seine Autorität gerade durch das Auslassen der sonst obligatorisch kläffenden Lautstärke eindrucksvoll unterstrich. Auch seine Schwester fügte sich dem nach kurzem Zögern und zwang sich in ihre vorherige Position zurück.

Omek hielt den angespannten Moment noch für einen Augenblick aufrecht, ehe er – als wäre er nie unterbrochen worden – fortfuhr.

„Ich schätze, der Preis, den er dafür zu bieten bereit wäre, wäre fraglos enorm, meinst du nicht auch? Möglicherweise zehntausend Credits? Vielleicht fünfzigtausend? Er würde schließlich nicht nur deinen Körper bekommen, sondern überdies die Möglichkeit, unseren Namen zu beschmutzen. Dich zu demütigen. Mich zu demütigen. Mich lächerlich zu machen, wegen der Hure von Schwester."

Er schilderte seine Ansicht in einem gnadenlos effizientem Tonfall in fast schon militärischer Weise – die Aussagen kurz und bündig und direkt zur Sache kommend. Wenn er darauf abzielte, Allia zu beschämen, gelang ihm dies – ausgehend von ihren versteinerten Gesichtszügen – vortrefflich; wie das Kaninchen vor der Schlange. Und er war noch nicht fertig.

„Ah, aber das ist ein Thema für ein andermal, nicht wahr? Die entscheidenere Frage ist: Für wen hältst du mich eigentlich, meine liebe aber törichte Schwester?", die Zärtlichkeit in diesem Ausdruck der Zuneigung wurde durch seine Stimme egalisiert, in der ein gefährlich schneidender Unterton mitschwang. Allia atmete mit geöffneten Lippen entsetzt ein, aber ein strenger Blick hinderte sie daran, auch nur den kleinsten Ton von sich zu geben, ehe er auch schon fortfuhr.

„Glaubtest du allen Ernstes, ich würde dein erbärmliches Vorhaben nicht durchschauen können? Dass ich nach deiner Pfeife tanzen würde?", fragte Omek schroff.

„Falls ja, kleine Schwester, hast du dich zutiefst getäuscht."

Die Fragen blieben ohne Antwort und er erwartete scheinbar auch keine. Der Kaufmann dehnte die Stille noch weiter aus; wohlwissentlich genießend, wie unangenehm sie sich für seine Schwester anfühlen musste. Brendas verfolgte das Geschehen mit höchster Alarmbereitschaft, als könnte er ein alles entscheidendes Detail verpassen, wenn er auch nur einmal zu häufig blinzelte. Dankenswerterweise verharrten beide – Sepp und Allia – nicht lange in dieser angespannten Lage.

„Was soll ich bloß mit dir machen?", bluffte Omek seine kleine Schwester an. „Du siehst aus als könntest du, wie soll ich sagen … eine helfende Hand gebrauchen? Das würde dir gut gefallen, oder etwa nicht?"

„Was willst du?!", presste sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor – ihre Wut nur schwer im Zaum haltend.

„Das hängt davon ab, wie viel du für das was du willst zu geben bereit bist", erwiderte er kryptisch.

„Was. Willst. Du", wiederholte sie mit Nachdruck.

„Nun, zuerst …", setzte Omek an, als müsse er es sich erst selbst überlegen, „… bettle."

Mit einem Wimpernschlag war die ruhige aber dennoch gebieterische Contenance wie weggefegt von der Kälte seiner Forderung. Brendas zuckte zusammen – in Sepp Omeks Augen loderte ein dämonisches , gelbes Feuer, das alles und jeden in seinem Weg zu verzehren drohte, sollte er es entfesseln. Das prädatorische, vor Bosheit strotzende Starren der beiden brennenden Sonnen nur notdürftig gebändigten Wahnsinns war fest auf die hilflose Frau vor ihm gerichtet.

Allia richtete sich – nun vollends auf dem Schreibtisch sitzend – auf, ohne sich überhaupt zu bemühen, ihre teilweise Nacktheit zu verdecken. Wie zur Antwort verfärbten auch ihre Augen sich in das kränkliche, vor brennenden Hass leuchtende Gelb. Der Detektiv musste feststellen, dass sie nicht so wehrlos war, wie er zuvor angenommen hatte. Bei Weitem nicht.

„Nimm, was immer du willst; tu, was immer du verlangst – aber erwarte nicht von mir, für etwas vor dir zu flehen, dass ich auch jederzeit hervorragend allein deinem Griff entreißen kann, Meister", stellte die Blondine, trotz ihres Bekleidungszustandes, in fast schon majestätischer Würde klar.

Brendas zog die Stirn kraus. Warum nannte sie ihren Bruder Meister? Warum hatten ihre Augen die Farbe geändert? Es wirkte alles wie ein krankhaftes, perverses Spiel, doch seine geschärften Sinne signalisierten ihm, dass es alles außer das war. Auf einer gewissen Ebene begann er zu verstehen, dass dieses ganze, verstörende Verhalten eine weitaus tiefere Bedeutung hatte als es den Anschein machte. Eine Schande, dass er noch nicht genügend Daten zusammengetragen hatte, um die wahre Signifikanz des Geschehens begreifen zu können. Oder sollte er hierfür vielleicht eher dankbar sein?

Eine angespannte, trügerische Ruhe folgte auf Allias kühnen Vorstoß; klar dazu bestimmt, sie vor Anspannung auf den zweifellos jede Sekunde bevorstehenden, gewaltvollen Ausbruch ihres älteren Bruders fast vergehen zu lassen. Doch es geschah nichts. Statt den in seinen Augen flammenden Hass vernichtend über sie ergehen zu lassen, teilte ein angsteinflößendes, finsteres Lächeln Omeks Gesicht – ein Lächeln gleich einer schrecklich klaffenden Wunde.

„Du hast viel gelernt, meine Schülerin", murmelte er mit einem Hauch von Zustimmung, jedoch ohne jegliche Wärme, die mit einem Lob eigentlich für gewöhnlich einherging. Noch bevor sich Brendas ernsthaft darüber wundern konnte, warum Omek seine Schwester nun auch noch Schülerin genannt hatte, erhob sich der Kaufmann wieder.

„Ich sollte dich beim Wort nehmen."

Dieses Mal gab es keine Verzögerungen, keine Zurückhaltung und auch kein Gerede – nur die reine, unstillbare Leidenschaft, die unermüdlich zwischen ihnen flammte und sie in ihrer Intensität zu Asche zu reduzieren drohte. Kleidungsstücke wurden rasch abgelegt oder lediglich hastig beiseite geschoben; die nervigen Hindernisse umgehend von ungeduldigen Händen aus dem Weg geräumt. Gleichzeitig streiften sie damit auch – gleich einer sich häutenden Schlange – sämtliche Scheinvorwände voneinander ab; legten offen, was roh und unaussprechlich darunter lag – verborgen von Schichten über Schichten sorgfältigst aufgebauter Täuschungen, die sonst selbst genauster Beobachtung standhielten. Die maßlose Gier ließ sich auf dem Weg der Erfüllung nicht von unnötigem Gefummel abbremsen – und es dämmerte dem einsamen Beobachter, dass ein solcher Akt wohl nicht zum ersten Mal zwischen beiden stattgefunden haben musste.

Die kostbare Schönheit legte sich mit gespreizten Beinen selbst auf dem Tisch offen und warf ihrem angehenden Geliebten einen sinnlichen Blick zu – mehr Zeichen der Ermutigung brauchte er nicht. Mit einem kraftvollen Vorstoß seiner Hüften waren sie schließlich vereint; beiderseitig quittiert von einem befriedigten Stöhnen.

Die geschmeidigen Bewegungen der beiden Körper aneinander waren schnell, aber nicht überhastet, wie man es eigentlich aufgrund der vorhergehend aufgebauten Anspannung erwarten hätte können. Sie waren perfekt aufeinander abgestimmt und synchronisiert; viel zu vertraut miteinander, als dass es nur eine einmalige Affäre sein hätte können. Doch unabhängig davon konnte Brendas aus noch einem ganz anderen Grund als diesen ultimativen Beweises inzestuöser Beziehung nicht wegsehen.

Seine eigenen, männlichen Bedürfnisse übergehend, bemerkte Brendas als vollendeter Ermittler umgehend eine Besonderheit, die jedem anderen beim Sichten dieser hitzigen Szenen entgangen wäre. Eine Besonderheit die ihm – jetzt, wo er sie einmal entdeckt hatte – im Gegensatz zum Anblick nackter Haut – ganz gleich, wie viel noch folgen würde – so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen würde. Während der gesamten Zeit hielten Allia und Sepp Omek den intensiven Blickkontakt aufrecht, als wären sie durch ihn wie mit einer unsichtbaren Fessel der Leidenschaft miteinander verbunden. Eine unsichtbare Fessel, die das einzige war, das sie zusammenhielt – ihre Kraft in ihrer Wirkung entgegengesetzt der der inneren Kälte, die sie wiederum auseinanderzureißen schien; für die Dauer des Geschlechtsaktes jedoch klar in der Übermacht.

Die erregten Ausdrücke auf ihren Gesichtern bargen neben Genuss außerdem ein ungewöhnlich hohes Maß an Konzentration in sich; und je fokussierte sie wurden, desto größer schien ihr Vergnügen zu werden. Die Unheimlichkeit des Geschehens wurde zusätzlich noch durch ihre verstörend gelb leuchtenden Augen verstärkt, die, wenn das Licht in einem bestimmten Winkel auf sie fiel, geradezu zu glühen schienen. Der Beobachter spürte, dass hier noch etwas wesentlich Bedeutsameres von statten ging, als dem bloßen Nachgeben fleischlicher Gelüste; die zugrundeliegende Kälte schloss jedoch sämtliche Überlegungen – es könne sich auch nur ansatzweise um so etwas ähnliches wie Liebe handeln – derweil nahezu grundlegend aus.

Plötzlich übermannte Brendas das Bild zweier dämonischer Ungeheuer, in einer tödlichen Umarmungen verschlungen, die sich einander die Köpfe abbeißen wollten, sich dann jedoch – erkennend, dass sie zu gut geschützt voreinander waren, – damit zufrieden gaben, sich einander stattdessen schwere Fleischstücken auszureißen, wo immer sie hinlangten. Instinktiv wusste er, dass die Metapher eine akkurate Repräsentation der Realität war – Sepp und Allia Omek labten voneinander. Von was genau sie sich derweil ernährten, davon hatte er keinen Schimmer.

Ihre fieberhaften Bewegungen wurden verzweifelter, weniger koordiniert, als sie den ersehnten Höhepunkt, auf den sie so eifrig hingearbeitet hatten, schließlich erreichten. Einem Blitzschlag gleich durchfuhr sie die erlösende Erfüllung und löschte vorübergehend alle Überreste bewusster Wahrnehmung und jedweder Gedanken in ihnen aus; ein flüchtiger Augenblick alles umfassender Vervollkommnung, der ihre Körper mit bis an die Belastungsgrenze angespannten Muskeln lähmte, ehe er sie erst Sekunden später wieder freiließ. Beide brachen – nach Atem ringend – für einen Moment einfach nur schwer auf dem Schreibtisch zusammen, bevor sie sich – erst eine gute Minute später – wieder gefangen hatten und allmählich wieder zu Verstand kamen. Ihre erschlaffende Umklammerung gestattete es Omek, sich schließlich matt in seinen Stuhl zurückfallen zu lassen. Zu Tage traten sich schnell lila färbende Verdunklungen – in der Form verdächtig stark Handabdrücken ähnelnd – an Allia Omeks Hüften und aus tiefen Kratzwunden langsam hervorquellendes Blut auf Rücken und Schultern von Sepp Omek.

Keine Worte wurden gewechselt, als beide sich wieder anzogen und einige kleine Fältchen hier und da glattstrichen, um die äußere Ordnung wieder halbwegs herzustellen. Sie hinterließen keine sichtbaren Spuren ihres aufgewühlten Zustandes, der jemanden auf die richtige Fährte ihrer privaten Aktivitäten lenken hätte können, in ihrem Äußeren. Allia kämmte sich gedankenverloren mit den Fingern einige Male durch die etwas zerzauste Mähne, ehe sie sich halbwegs-elegant vom Tisch schwang und am Boden nach ihren Stilettos suchte, die sie im Eifer des Gefechts zuvor verloren hatte. Sie fand sie hinter dem Stuhl ihres Bruders liegend und wie sie danach griff, fiel Brendas mit Entsetzen ein, dass er auch dort einen Holotransmitter installiert hatte. Glücklicherweise bemerkte sie ihn nicht und er konnte erleichtert aufatmen.

Allia schlüpfte zurück in die sündig-hohen, roten Stöckelschuhe und machte sich schwungvollen Schritts – der nur dürftig das Hinken kaschieren konnte, das ihr gewiss noch für den Rest des Tages erhalten bliebe – auf den Weg zur Tür. Auf halber Strecke machte sie halt und kehrte sich nochmal nach ihrem Bruder um.

„Wie möchtest du gegen dieses kleine Problem vorgehen?", fragte sie aus dem Blauen heraus, doch scheinbar wusste er, wovon sie sprach.

„Kümmere dich darum", erwiderte er ruhig.

Sie nickte stumm – verstehend, dass er ihr in dieser Angelegenheit freie Hand ließ – und schloss die Tür mit einem sanften klick hinter sich.

Brendas fühlte sich ausgelaugt als all die Anspannung aus ihm wich und fiel erschöpft in seinem Pilotensitz mit herabgesacktem Haupt zurück. Er musste einräumen, dass das eindeutig die ereignisreichste und verstörendste Observation seiner gesamten Karriere war. Die geheime Beziehung, die er entdeckt hatte, würde – sollte sie zu Tage treten – die Omeks gesellschaftlich ruinieren und sie permanent von der großen Bildfläche der Handelstreibenden auf Ciutric IV verschwinden lassen. Doch so oder so, er war nicht derjenige, der dies zu entscheiden hatte. Fraglos wäre sein Auftraggeber zufriedengestellt, dass er ihm ein solch profundes Erpressungsmittel beschafft hatte. Dieser Gedanke munterte den Privatdetektiv ungemein auf. Freudig motiviert hob Brendas wieder den Kopf, um mit der Überwachung fortzufahren …

… und blickte geradewegs in Allia Omeks verächtlich dreinschauende Miene.

Zweifelsohne war das die Blondine, die er noch vor wenigen Minuten beim leidenschaftlichen Liebesspiel – und dies auch noch mit ihrem eigenen Bruder – beobachtet hatte, die nun unmittelbar vor seinem Speeder stand, die Hände gebieterisch in die Hüften gestützt, und ihn unvermittelt anstarrte. Er versank in Panik.

Mit einem erschrockenen Aufschrei langte der Ermittler panisch nach der Zündung, wollte nur noch schnellstmöglich fliehen, dachte gleichzeitig jedoch nicht, dass er es in sich gehabt hätte, sie einfach zu überfahren. Die Unternehmung wurde jäh unterbrochen, als Allia Omek in überwältigender Geschwindigkeit neben dem Speeder auftauchte, den Verschlag aufriss und ihn kurzerhand hinaus zerrte. Unvermittelt wurde er zu Boden geschleudert und fand sich atemlos auf dem Rücken liegend wieder. Sein Versuch wieder aufzustehen glückte lediglich bis er sich halbwegs aufgesetzt hatte, ehe sie auch schon über ihm stand und somit alles Weitere ausweglos unterband.

Allia musterte ihn geringschätzig, was ihn sich nur noch weiter in sich selbst zusammenkauern ließ.

„Du bist also das Geschmeiß, das uns ausspioniert?", fragte sie mit Abscheu. „Wie ich sehe hast du dich gut amüsiert."

Reflexartig bedeckten Brendas Hände beschämt seinen Schritt, doch es war zu spät. Er verfluchte sich im Stillen selbst, diese unangenehme Situation über sich gebracht zu haben, die er vermeiden hätte können, hätte er nur besser aufgepasst und sich nicht so sehr von seiner Umgebung ablenken lassen.

„Miss, ich …"

„Schnauze!", blaffte sie ihn an und ihre plötzliche Wut traf ihn – erneut – überraschend, sodass er verängstigt weiter zurück zu kriechen versuchte. Was, wenn sie sich entschied, ihm ins Gesicht zu treten? Etwas Abstand zu gewinnen konnte nicht schaden, doch leider erlaubte sie auch dies nicht und machte einschüchternd noch einen halben Schritt weiter in seine Richtung.

„Wer hat dich geschickt?", verlangte sie zu wissen.

„Niemand", erwiderte er tapfer – er würde die Identität seines Klienten nicht einfach so preisgeben oder er würde für immer aus dem Geschäft sein.

„Du lügst", stellte sie ruhig fest – der Zorn war plötzlich vollkommen aus ihrer Stimme gewichen und kühle Berechnung trat an seine Stelle, legte sich auch in ihren Blick, als sie ihn mit neuem Interesse begutachtete. Dies wiederum verängstigte Brendas auf skurrile Weise nun noch um einiges mehr als die zuvor drohende Gefahr körperlicher Versehrtheit.

Flink hockte sie sich vor ihn, packte sein kurzes Haar in einem eisernen Griff und riss seinen Kopf ein wenig nach hinten, sodass er nicht anders konnte als ihr in die Augen zu sehen. Ihre Blicke trafen sich und er konnte einen kühlen Schauer, der ihn überkam, nicht länger unterdrücken. Ihr Lächeln wirkte wahrlich unheilverkündend – seine Gedanken schossen zurück zu dem geistigen Bild der beiden voneinander zehrenden Ungeheuer. Eines von ihnen hielt ihn jetzt gefangen – er würde aufgefressen werden! Seine Atmung wurde schnell und flach und sein Puls begann zu rasen, als sein Nervensystem seine Venen mit Adrenalin überschüttete. Doch vergebens – er konnte ihr schlicht nicht entkommen, war gefangen in undurchdringlicher Schockstarre.

„Beruhig' dich. Es wird nicht weh tun … nicht sehr", flüsterte sie sanft, während sie mit der freien Hand seine Wange tätschelte. Ihre Augen verfärbten sich gelb – triefend vor Bosheit wie die Fangzähne einer zubeißenden Schlange vor Gift.

Ihr Eindringen in seinen Kopf war schnell und brutal. Seine Gedankenwelt wurde gewaltsam überfallen, Informationen aus seinem Gedächtnis ans Licht gezerrt und begutachtet – er hätte vor Schmerz aufgeschrien, wäre er vor dunkler Magie nicht vollkommen gelähmt gewesen. Doch dies war noch nicht das Schlimmste, was sie für ihn auf Lager hatte. Gleichzeitig durchschnitt etwas Grausames seinen Verstand – riss Fetzen aus seinen Erinnerungen, verdrehte sie und schlug grobe, brennende Flicken über die resultierenden, schmerzhaft klaffenden Löcher. Dann begann das Spiel von Neuem …

Brendas verlor nach wenigen Augenblicken – in denen tausende Bilder schmerzvoll in unerträglichem Schnellvorlauf vor seinem inneren Auge durchgespult und teilweise ausgelöscht wurden – das Bewusstsein und fiel in den erlösenden Abgrund.


Der Tag war hell und Brendas konnte nicht anders, als sich ausgesprochen gut zu fühlen, während er sich zufrieden das Überwachungsvideo aus dem Büro seines Ziels – Sepp Omek – in seinem Speeder nochmals ansah. Abgesehen davon, dass es nichts von Interesse zu berichten gab, war er nicht übermäßig besorgt. Er wusste einfach, dass sich früher oder später schon noch etwas ergeben würde. Ganz sicherlich.

Ein milchiger Schleier legte sich über seine Augen als er die Bilder von Allia und Sepp Omek auf dem Schreibtisch sah. Und er löschte sie ohne jeden weiteren Gedanken daran.

Brendas Kelghor starrte gedankenverloren mit einem sorgenfreien Grinsen in den blauen Himmel – dies war definitiv der glücklichste Tag seines Lebens.

Ende

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