Percy
Percy war am Boden zerstört. Sie hatten es zwar geschafft Gaia zu besiegen, es war aber nicht ohne Opfer geblieben. Leo war gestorben (Wirklich, er wird nicht wiederbelebt). Und was ihn noch viel mehr traf. Annabeth. In ihrem letzten Atemzug hatte Gaia ihm noch das wichtigste genommen. All die Opfer die sie gebracht hatten, fühlten sich nun sinnlos an. Er hatte keinen Lebenswillen mehr. Das Gefühl versagt zu haben, machte sich in Percy nach einer Zeit breit. Er hatte versagt sie zu retten. Er fühlte sich lehr. Percy Jackson hatte seinen Lebenswillen verloren.
Kurz nachdem die Gaia besiegt hatten, wurden Percy und seine Freunde auch schon in den Thronraum der Götter teleportiert.
„Helden des Olymps", donnerte Zeus, nachdem sich alle außer Percy vor ihm verbeugt wurden. „Drama Queen", flüsterte Jason nur. „Ihr wart eine große Hilfe im Krieg gegen Gaia", fuhr Zeus unbeirrt fort um sofort von Hera geschlagen zu werden. „Gut", korrigierte sich Zeus, „ohne euch gäbe es den Olymp vermutlich nichtmehr. Deshalb haben wir entschieden, dass ihr alle zu Göttern gemacht werden sollt". „Nein", sagte Percy, „ich möchte kein Gott werden". Die Götter waren wenig überrascht, da diese Reaktion von Percy zu erwarten gewesen wäre. „Hat sonst noch irgendjemand Einwände, ein Gott zu werden". Niemand meldete sich und die Moiren erschienen. Nacheinander wurde jeder Held zum Gott. Als alle sechs Helden zu Göttern gemacht worden waren, wendeten sich die Moiren an Percy. Auch du musst ein Gott werden.
„Aber wieso?", stammelte Percy, „ich möchte einfach sterben. Ich möchte kein Gott werden". Alle Götter, selbst Ares und Zeus warfen ihm traurige Blicke zu. Ihnen war klar, dass Percy ein Gött werden würden müsste.
„Dein Schicksal ist ein anderes. Es wird dir allerdings erlaubt sein, einmal eine Person in der Unterwelt zu besuchen". Percy nickte nur. „Und nun begrüßt Perseus, Gott der Loyalität, Zeit, Schwüre und Helden. Minderer Gott des Meers, der dreizehnte Olympier! Perseus wird außerdem nicht an die Uralten Regeln (Ancient laws) gebunden sein". Sofort nachdem er zu einem Gott gemacht worden war, fiel er in Ohnmacht. Das war allerdings auch zu erwarten gewesen, als er zu einem so mächtigen Wesen erhoben worden war.
Als würde das Schicksal Percy nicht schon genug hassen, träumte er noch.
Percy befand sich einem weißen Raum. „Hallo Perseus", hörte er plötzlich eine Stimme hinter sich sagen. Blitzschnell drehte er sich um. Er erschrak. Vor ihm stand Hekate, die Göttin der Magie. Sofort verbeugte er sich. „Lady Hekate", sagte er, „was führt euch zu mir?" Hekate musste lächeln. „Perseus", sagte sie, „du bist nun ein Olympier. Wenn sich einer verbeugen muss, dann ich vor dir". Percy errötete. Das hatte er komplett vergessen. „Jedenfalls", fuhr Hekate fort, „muss ich dich um einen Gefallen bitten". Percy nickte nur und Hekate fuhr fort. „Du musst wissen, dass ich vor langer Zeit einem Dorf voller Sterblichen meinen Segen gegeben habe. Sie wurden zu Zauberern. Über Jahrhunderte hinweg wurde der Segen immer weitergegeben. Die Welt kommt gerade aus einem Krieg und es kommt ein zweiter auf sie zu. Ich bitte dich sie auf diesen Krieg vorzubereiten, da er vermutlich schon dieses Jahr stattfinden wird. Außerdem bitte ich dich ihnen zu helfen, den letzten Krieg und die damit verbundenen Verluste zu überwinden. Wenn du einverstanden bist, wirst auf das letzte Jahr in ihrer Zauberschule namens „Hogwarts" gehen, wo schon der letzte Krieg stattgefunden hat und welche vermutlich auch den nächsten Krieg beherbergen wird". Percy ließ sich das alles durch den Kopf gehen. Er wollte eigentlich nicht schon wieder durch einen Krieg ziehen, aber es musste wohl sein. Alleine aufgrund seiner Domain der Helden, konnte er sich dort nicht heraushalten. „Wann muss ich los?", fragte er deshalb. Hekate atmete erleichtert auf. „Du wirst in zwei Wochen losmüssen", sagte sie, „ich werde dann kommen um dich abzuholen, dir meinen Segen und deine Schulsachen geben". Damit verschwand sie und Percy wachte auf.
Als er erwachte, überkam Percy wieder die tiefe Trauer. Er hatte versagt und trotzdem war er jetzt ein Olympier. Er würde alles tun um das rückgängig zu machen. Er wusste auch, dass er nie wieder eine romantische Beziehung eingehen können würde. Es sei denn… Da fasste er seinen Entschluss. Er würde jetzt in die Unterwelt gehen um noch einmal mit Annabeth zu reden. Die Moiren hatten es ihm ja sogar erlaubt. Er beschloss auf dem Weg zur Unterwelt allerdings auch noch das Teleportieren zu üben. Das konnte in der Welt der Zauberer bestimmt nützlich sein.
Auf einmal fiel ihm noch etwas ein. Seine Mutter machte sich bestimmt sehr große Sorgen. Er würde sie als erstes besuchen müssen.
Percy schloss also seine Augen und stellte sich die Wohnung seiner Mutter vor. Als er sie wieder öffnete war nichts passiert. Er versuchte es nochmal und wieder funktionierte es nicht. Beim dritten Mal hatte er mehr Erfolg. Als er seine Augen wieder öffnete war er bei der Wohnung seiner Mutter. Auf dem Dach. „Typisch Percy", dachte er, „immer am auffälligsten Ort landen!" Er konzentrierte sich also darauf auf der Straße vor dem Apartment zu landen und diesmal hatte er Erfolg.
Kaum hatte er geklingelt, wurde die Tür auch schon aufgerissen und Percy wurde in eine Umarmung gerissen, die Tyson Konkurrenz machen könnte.
Nachdem er fertig erzählt hatte was im Kampf gegen Gaia passiert war, waren sowohl Sally als auch Paul den Tränen nah. Sally umarmte Percy erneut. „Das ist schrecklich!", sagte sie. Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort. „Das ist aber noch nicht alles, oder? Es gibt noch etwas". Sally kannte Percy einfach zu gut. „Es könnte sein, dass die Schicksalsdamen mich gezwungen haben, der dreizehnte Olympier zu werden", flüsterte Percy in einem leisen, kaum hörbaren Ton. Nun brach Sally wirklich in Tränen aus. „Es tut mir so leid Percy", schluchzte sie. Erst nach zehn Minuten konnte Percy sie beruhigen. „Ich muss los", sagte er dann, „ich muss meinem Lieblingsonkel noch einen Besuch abstatten. Damit löste er sich in einem hellen Licht auf.
Als Percy beim Eingang der Unterwelt in Los Angeles ankam, wurde ich schon von Hades erwartet. „Hallo Perseus", grüßte er ihn. „Für euch ist es Percy, Lord Hades", sagte Percy in einer kleinen Verbeugung. „Dann ist es für dich auch Hades", sagte Hades mit einem kleinen Lächeln, „komm jetzt aber, du willst bestimmt möglichst schnell deine Freundin sehen". Kaum hatte Hades fertig gesprochen teleportierte er Percy mit sich ins Elysium. „In zwei Stunden hole ich dich wieder ab, okay?", fragte Hades und Percy nickte nur.
Als Annabeth Percy sah, lächelte sie. „Luke", sagte sie zu dem sich im Hintergrund haltenden Luke Castellan (Für mich ist Luke im Elysium und jeder der anderes behauptet hat die Botschaft des Buchs nicht verstanden), „ich muss kurz alleine Sprechen".
Nachdem Luke gegangen war, wandte sich Annabeth an Percy. „Ich weiß, dass du ein Gott gemacht worden bist. Du musst über mich hinwegkommen und jemand neuen finden", sagte sie mit einem traurigen Lächeln. „Ich weiß nicht, ob ich das kann", sagte Percy den Tränen nah. „Du musst", warf Annabeth ein, „du wirst jetzt ewig Leben. Es hilft dir vielleicht zu wissen, dass ich hier mit Luke glücklich bin". Percy nickte nur.
Für die nächsten zwei Stunden unterhielten sich Luke, Annabeth und Percy. Percy wurde klar, dass Annabeth und Luke früher oder später ein Paar werden würden (Alter zählt im Elysium nicht!). Als Hades kam, um Percy abzuholen, gab Annabeth Percy noch einen Brief. „Von Leo", sagte sie, „er durfte nicht hier sein, aber hat mich gebeten, dir diese Nachricht zu überbringen. Percy umarmte sowohl Luke, als auch Annabeth noch einmal und wurde dann von Hades zurück auf den Olymp teleportiert.
Da Percy natürlich noch keinen Palast hatte, setzte er sich in eine ruhige Ecke und öffnete den Brief. Der Brief bestand nur aus drei Wörtern, aber Leo hätte vermutlich eh nicht die Ausdauer gehabt, mehr zu schreiben. Percy lächelte bei dem Gedanken traurig.
Als er den Brief las, erstarrte er. Leos letzter Wunsch. Das würde Überzeugungsarbeit bei Zeus benötigen, aber er musste es schaffen. Er las den Brief wieder und merkte, dass Leo recht hatte. Leos letzter Wunsch lautete:
Mach Calypso glücklich
