Anm. d. Verf.: Lediglich eine kleine Vokabel vorab, da uns online im Gegensatz zur Buchform leider der Luxus einer Fußnote verwehrt ist …
Katas = einstudierte Bewegungsabläufe und Übungen im Solo-Training eines Kämpfers gegen einen imaginären Gegner
Ansonsten riesiges Danke an Loveta a.k.a. Unlimited Power a.k.a. Nilenium für die Erlaubnis diese Übersetzung anfertigen zu dürfen! Sämtliche Ehre gebührt ihr – Kudos und Kritik bitte gerne an die Originalwerke (Links dazu am Ende)!
Die Nacht war dunkel und bedrückend; gleich einem dunklen Nebel, der an ihrer Haut klebte und an ihren dünnen Kleidern – zum feuchten Dschungelklima passend – haftete. Unsichtbare Energiestrudel der Dunklen Seite durchzogen die Luft, vereinnahmten jedwedes Lebewesen, das töricht genug war, durch die Gemäuer des verlassenen aber dennoch gut erhaltenen Palastes umherzuwandern, und zogen sie so unausweichlich in ihre verräterische Umarmung. Zannah jedoch strich sich lediglich ein wenig Schweiß von der Augenbraue, ehe sie ihren Weg unvermittelt fortsetzte.
Die Atmosphäre machte ihr nicht das Geringste aus. Wo jeder andere pythonhaft-beklemmende, unsichtbare Enge um Hals und Brust vernommen hätte – zu einem langsamen und äußerst qualvollen Erstickungstod führend – nahm sie jeden ihrer Atemzüge mit Leichtigkeit, ließ sich von der Dunklen Seite als Sith die sie war durchströmen. Eine Kreatur der Dunkelheit hatte vor ihr immerhin nichts zu fürchten.
Obwohl es ihr an einer Lichtquelle fehlte, war sie schnellen und steten Schritts. Die Macht leitete sie, beugte sich ihrem Willen wie ein gehorsamer Diener. Zannah wusste nicht genau, wohin sie ihre Schritte trugen; nach zwei Tagen der Ankunft hatte sie bisher noch keine Zeit gefunden, den leerstehenden, alten Palast zu erkunden, den sie und ihr Meister da bezogen hatten. Ohne ersichtlichen Grund konnte sie einfach keinen Schlaf finden und wurde so von ihrer eigenen, inneren Unruhe erst dazu getrieben, in ihrem Quartier rastlos auf- und abzuwandern, und danach gedankenverloren durch die leeren Korridore zu streifen, als würde sie nach etwas flüchtigem, ungreifbarem suchen, dessen Natur sie schlicht nicht fassen konnte.
Die in ihr wachsende Frustration der Ungewissheit trieb ihre Schritte nur noch schneller voran, nur, um zu einem abrupten Stopp zu kommen, als sie einen offenen Innenhof erreichte. Zannah musste ihre Augen vor dem flackernden Lichtschein einiger Fackeln an den Wänden ein wenig überschatten. Dies jedoch war nicht der wahre Grund dafür, dass sie inne hielt – solch geringfügige Hindernisse bedeuteten einem Sith nichts.
Der wahre Grund war von unverhohlener Offensichtlichkeit und sie musste erkennen, dass – hätte sie sich nicht die ganze Zeit von ihren eigenen Gefühlen blenden lassen – sie ganz genau ahnen hätte müssen, wohin ihre Schritte sie trugen. Jetzt konnte sie sich nur noch selbst die Schuld für ihren Fehler geben und musste sich mit der daraus resultierenden Situation spontan und ohne Vorplanung bestmöglich arrangieren. Sie biss die Zähne zusammen – sie würde klarkommen müssen … wie immer.
Sie brauchte ihn nicht zu sehen. Alsbald sie den Innenhof betreten hatte, brandete die unverwechselbare Präsenz ihres Meisters über sie. Die Dunkle Seite umhüllte ihn, bereit, seinem Willen zu gehorchen. Und nun hatte sie Zannah zu ihm geführt.
Geräuschlos verbarg sich die Sith-Schülerin hinter einer Steinsäule und verschleierte ihre Aura in der Macht in der Hoffnung, unentdeckt zu bleiben. Die Arkade um den weiträumigen Innenhof herum gab ihr eine gute Deckung und einen hervorragenden Aussichtspunkt. Mit Zuversicht in ihre Verborgenheit nahm Zannah ihre Umgebung in näheren Augenschein.
Das Gelände war vollkommen leer, abgesehen von einigen dekorativen Büschen in den Ecken. Im Zentrum befand sich ein kleiner Rechteckpool, dessen Wasser sanft schillerte, die spärlichen Lichtschimmer aus gelb, orange und rot reflektierend – ersteres von den Fackeln an den Wänden stammend und letzteres exklusiv von einem Laserschwert herrührend.
Die respekteinflößende Gestalt von Darth Bane, dem Dunklen Lord der Sith und Zannahs Meister, vereinnahmte spielerisch den gesamten Platz auf ehrfurchtgebietende Weise – ein schier grausamer Prädator in seinem natürlichen Element. Das Areal schien – obwohl durchaus weiträumig – ihn kaum physisch in Gänze fassen zu können; von derart überwältigender Dominanz war die Präsenz des Darth Bane. Ironisch nur, dass ein Mann, der soviel Überlegungen und Aufwand in das Verborgensein vor der Galaxie steckte, gleichzeitig unfreiwillig die meiste Aufmerksamkeit auf sich lenkte, wo immer er auch war, würde er sich nicht willentlich allzeit in die Macht und in unscheinbare Kapuzenroben hüllen. Jetzt, nachdem er von seinem charakteristischen Orbaliskenpanzer befreit war, würde er jedoch wieder einfacher mit der Menge verschmelzen können.
Zannah observierte ihren Meister äußerst aufmerksam, wie er durch seine Katas ging. Jeder seiner Bewegungen war gezeichnet von maßloser Effizienz und größter Ruhe, das Lichtschwert eine wahrhaftige Verlängerung des Arms seines Führers – präzise zuschlagend ganz genau so, wie, wo und wann er es wollte. Zannah konnte beim besten Willen nicht ihren Blick von dieser herausragenden Zurschaustellung der Beherrschung von Körper, Geist und – allem voran – der Macht losreißen.
Es war recht ungewöhnlich für sie, ihren Meister allein trainieren zu sehen, daher war diese seltene Gelegenheit von nochmals ganz besonderem Stellenwert für sie. Und so stand sie nun da, hinter einer Stele versteckt, wie gelähmt vom glorreichen Anblick unermesslicher Kraft und unerschütterlicher Kontrolle, die Bane befahl. Sie erkannte darin einen Ausblick auf das, was ihr – als designierte Erbin des Ordens der Sith – selbst eines Tages zur Verfügung stehen würde und sie lüstete in jenem Moment danach, wie nie zuvor.
Ihre aus dem Nichts aufflammende Gier überraschte sie ein wenig, doch sie konnte sich beim besten Willen nicht davon abbringen. Sie erlaubte ihren habsüchtigen Blicken die Erscheinung ihres Meisters ganz einzusaugen, sie sich ihr ins Gedächtnis einzubrennen.
Zwei soll es geben; nicht mehr, nicht weniger. Einen der die Macht verkörpert, einen der sie begehrt, hallten die Worte der Regel der Zwei auf einem unterbewussten Level in ihrem Geist wieder.
Lediglich mit einem weiten Paar grauer Jogginghosen bekleidet war die durchtrainierte, athletische Physis ihres Meisters zum ersten Mal ihren Augen frei zugänglich. Aufmerksam beobachtete Zannah das aus Dehnen, Anspannen und wieder Lockern bestehende Muskelspiel unter der fahlen Haut, die endlich befreit von den Orbalisken war. Schon allein aufgrund seiner bloßen Erscheinung war Bane die perfekte Verkörperung unbezwingbarer Macht, die sie begehrte.
Das plötzliche Klick-Geräusch riss Zannah aus ihrer Trance. Ihr Meister hatte die scharlachrote Kling verlöschen lassen und befestigte das Lichtschwert, das ihm einst sein Twi'lek-Schwertmeister Kas'im an der Sith Akademie zu Korriban als Zeichen der Anerkennung geschenkt hatte, routiniert wieder an seinem Gürtel. Die nächtliche Übung vollendet, stand er eine Weile gänzlich regungslos da; der feine Schweißfilm, der seine Haut bedeckte, glühte im seichten Licht der Fackeln. Dann, in einer fließenden Bewegung, lockerte er seine Hosen und entledigte sich ihrer.
Zannah stockte der Atem in ihrem Rachen. Es war nicht so, als hätte sie noch nie einen nackten Mann gesehen – das hatte sie durchaus –; es war auch nicht so, dass sie das Gemächt ihres Meisters zum ersten Mal zu Gesicht bekommen hätte – auch davon hatte sie alles gesehen als sie dabei half, ihn vom Orbaliskenbefall zu befreien. Diesmal jedoch war es fraglos das erste Mal, dass sie ihn in Gänze im gesunden Zustand nackt zu sehen bekam und den Anblick in aller Ruhe als solches wahrnehmen konnte. Unbewusst beleckte sie sich ihre Lippen.
Bane tat einen Schritt aus dem Kleiderhaufen zu seinen Füßen und bewegte sich zum Marmorpool in der Mitte des Hofs. Kurz darauf tauchte er in die kühlen Fluten ein, unabsichtlich seinen Körper vor Zannahs Blicken verbergend. Er war sich ihrer Anwesenheit durchaus bewusst, noch bevor sie überhaupt sein neues, temporäres Übungsgelände richtig betreten hatte, störte sich jedoch nicht sonderlich daran, dass ihn seine wissbegierige Schülerin offensichtlich beobachtete. Er sah in ihrer Observation seines Trainings einen taktischen Vorteil …
Wegen der Vergiftung der verletzten Orbalisken hatte sie ihn in seinem schwächsten Moment zu Gesicht bekommen und er wollte sie nicht in dem Glauben lassen, er wäre nun ohne die Parasiten weniger mächtig als zuvor. Tatsächlich war das komplette Gegenteil der Fall – seine Beherrschung der Dunklen Seite war sogar noch weitaus größer und ausgeprägter geworden als sie es je zuvor war. Seine junge Schülerin brauchte einen kleinen Denkzettel, dass sie in Sachen Stärke noch lange keine Herausforderung für ihn darstellte. Und die aktuelle Gelegenheit mochte einen passenden Weg bieten, um genau diese Lektion zeitnah zu vermitteln.
„Komm raus", sagte er ruhig, durchbrach die Stille.
Nach einem kurzen, nahezu unmerklichen Moment des Zögerns trat die Silhouette seiner Schülerin geräuschlos aus den Schatten hervor und nährte sich ihm, trat bis an den Rand des Beckens heran. Bane musterte das Mädchen – Nein, die Frau, korrigierte er sich selbst – gemächlich, während sie seinen Blicken mit dem teilnahmslosen Starren erwiderte, das sie für gewöhnlich wie immer aufgesetzt hatte, wann immer sie mit ihm interagierte.
Ich habe sie gut trainiert, bemerkte Bane zufrieden. Sie war ein Bild vollkommener Gefasstheit, gelöst vom Augenblick wie es schien. Sie hätte mit ihrer augenscheinlichen Gleichgültigkeit jeden anderen hinters Licht führen können, aber nicht ihn; nicht ihren Meister. Er war nicht nur ihr Lehrer – er war ein wahrhaftiger Gebieter über die Macht und so konnte er sie auch auf einem wesentlich tieferen, intimeren Level analysieren; geübt ihre Präsenz nach dem durchforstend, was sie hinter ihrer steinernen Maske zu verbergen gedachte. Banes scharfe Sinne konnten ihre steinerne Fassade unfehlbar durchschneiden und unter dichten Schichten von Eifersucht, Bewunderung und Rastlosigkeit fand er schließlich, was sich hinter dem mysteriösen Glanz in ihren Augen tatsächlich verbarg …
Begierde. Das dunkle, verzweifelte Verlangen tauchte das Innere seiner Schülerin in alles verzehrende, unlöschbare Flammen. Geboren aus geradezu unendlicher Rastlosigkeit und geformt durch den unstillbaren Hunger nach Macht, war es nur einem Sith möglich, diese reinste aller Gefühlsregungen wahrlich und vollumfänglich als das zu erfassen, was sie wirklich war. Leidenschaft in ihrer ursprünglichsten und buchstäblichsten Form.
Frieden ist eine Lüge, es gibt nur Leidenschaft.
Zannah wurde sich bewusst, dass ihr eigentlicher Plan im Begriff zu scheitern war, als sie ihren Meister skeptisch eine Augenbraue heben sah, als wolle er fragen, was als Nächstes käme. Sie wusste ihre rohen Emotionen zu verbergen wäre ab dem Punkt vergebens. Abgesehen davon: Sie war eine Sith! Von ihr wurde erwartet, furchtlos an sich zu reißen, was immer sie auch verlangte, mit jedem nur erdenklichen Mittel und ganz gleich zu welchem Preis – und jetzt verlangte sie nach ihrem Meister; zur Hölle mit den möglichen Konsequenzen!
Mit Erreichen dieser Erkenntnis, haderte Zannah nicht länger mit sich selbst. Mit flinken Händen befreite sie ihren Körper entschlossen von der hauchdünnen, lilafarbenen Robe, die sogleich sanft zu ihren Füßen herniederfiel. Sie konnte ein gewaltiges Beben des Begehrens das durch ihr gesamtes Sein schoss nicht unterdrücken – ein Resultat aus dem plötzlichen Hauch von Kälte, vor allem aber Banes huschenden Blicken über die freigelegten, weichen Flächen ihrer zarten Haut. Ihr Körper sah sich darüber hinaus gar noch genötigt, sie weiter zu verraten – es gab keine verräterischen Anzeichen von Erregung als die steifen Knospen ihrer Brüste.
Das plötzliche Bewusstwerden über die Verwundbarkeit, die sie ihrem fordernden, erbarmungslosen Meister offenbarte, traf sie mit der Gewalt einer über ihr einstürzenden Mauer. Sie bemerkte das – obwohl sie beide nackt waren – sie diejenige war, die mehr von sich preisgab und Bane so einen Vorteil hatte. Ihre Gefühle waren gläsern, während seine im Verborgenen lagen; sein Gesichtsausdruck ausdruckslos wie eh und je. Wenn sein Körper in auch nur irgendeinster Weise auf ihre Nacktheit ansprach, konnte sie es durch das Wasser, das ihn verhüllte, schlicht noch nicht einmal erkennen. Sie musste den Spieß umdrehen – die Schwäche in Stärke umkehren und ihren Feind sofortig vernichtend niederschlagen, ihn nicht die Chance eines Gegenangriffs gewähren!
Durch Leidenschaft erlange ich Kraft.
Mit einem raubtierhaften Lächeln auf ihren vollen Lippen – das sie gleichzeitig wie ein wildes Tier, das seine Fangzähne offenbarte, wirken ließ – tauchte nun auch Zannah in den Pool ein und drang somit in das bisher alleinige Reich ihres Meisters vor. Doch selbst dies brachte ihr noch nicht die kleinste Regung seinerseits ein.
Nicht von Bedeutung, sagte sie sich selbst mit Entschlossenheit, schon bald wirst du mir flehend zu Füßen liegen!
Sie konzentrierte sich auf die Dunkle Seite, schürte die Flammen mit ihrer eigenen Leidenschaft und die Macht antwortete, wie ein hungriges Biest, dass sich gierig auf all die Lust, mit der sie es fütterte, stürzte. Im Gegenzug durchdrang die Dunkle Seite jede Zelle ihres Körpers und erfüllte sie mit unglaublicher Stärke, verstärkte ihre animalische Treibe so noch weiter. Danach begann der Zyklus von Neuem …
Durch Kraft erlange ich Macht.
Die Augen hasserfüllt – von der Dunklen Seite in verstörend-glühendes, krankhaftes Gelb getaucht – watete Zannah entschlossen auf ihren Meister zu, der still auf seinem Fleck verharrte und nicht im Mindesten von der Macht, die sie so offensichtlich ausstrahlte, als sie sich ihm nährte, beeindruckt schien. Die Luft um Schüler und Meister wurde schwer und geladen, vor Statik fast schon knisternd. Seine Passivität war beinahe schon ein wenig zu verdächtig, doch dachte sie darüber nicht weiter unnötig nach – der Sieg würde ihr gehören!
Banes Mine blieb unverändert ausdruckslos, als seine Schülerin unmittelbar vor ihm zum Stehen kam. Wie er so gelassen auf der Steinstufe im Wasser vor ihr saß, befanden sie sich nun endlich einmal fast auf Augenhöhe. Ihre Blicke verfingen sich ineinander – Zannahs Augen brannten zornig erfüllt, seine waren kalt und leer wie zwei schwarze Löcher, die alles verschlangen, was ihnen zu nahe kam.
Und ohne es zu realisieren wurde auch sie in ihren Bann gezogen …
Zannah streckte ihre Hand aus und legte sie sanft an ihres Meisters Kiefer. Diese insignifikante, kleine Geste bescherte ihr bereits einen regelrechten Nervenkitzel. Sie fühlte sich, als hätte sie einen unwiderruflichen Schritt in ein Land verbotener Freuden getan. Von diesem Punkt an gab es kein Zurück mehr.
Das Ausbleiben jedweder Gefühlsregung verunsicherte sie nicht im Geringsten, im Gegenteil, es spornte sie an, mit ihrer Entdeckung freiliegender, sehniger Haut vor ihr fortzufahren. Ihre filigranen Finger glitten sanft den breiten Nacken ihres Meisters hinab, nahmen eine abwegige Route über stählerne Brustmuskeln, zeichneten verlockende Muster über darüber aufgespannte Haut und folgten dem Verlauf zahlreicher, tiefer Narben. Frech kniff sie seine Brustwarzen, ehe sie langsam mit den Nägeln über feste Bauchmuskeln kratzte, bevor sie schließlich entlang seiner linken Hüfte kurz über der Wasseroberfläche inne hielt.
Nach einem kurzen Moment verstörenden Zögerns tauchte Zannah ihre Hand unter die Wasseroberfläche, ließ sie tief und tiefer hinabwandern, bis sie schließlich ihren ultimativen Preis fassen konnte. Ihren Meister tief in die Augen blickend, umschloss sie seine Männlichkeit.
Durch Macht erlange ich den Sieg.
Die Schlaffheit des Organs warf sie dann jedoch vollkommen aus dem Konzept; all ihr Selbstvertrauen verdampfte augenblicklich, verstörte Augen suchten in seinem Gesicht nach einer Erklärung, doch ihr begegnete lediglich ein finsteres, halb-amüsiertes Beinahelächeln. Ihre komplette Überraschung ließ sie schutzlos gegenüber jedweden Angriffs zurück – nur darauf hatte er gelauert …
Bane griff die Gelegenheit beim Schopfe ohne zu hadern, wie es von einem erfahrenen Strategen wie ihn nicht anders zu erwarten war. Seine Schülerin hatte keine Chance gegen die überwältigende Übermacht der Dunklen Seite, die er heimlich um sich gesammelt hatte, während sie damit beschäftigt gewesen war, die Stärke, die ihr die Macht verlieh, überheblich offen zur Schau zu stellen. In einer letzten, verzweifelten Tat versuchte Zannah noch, schnellstmöglich Abstand zum drohenden Unheil zu gewinnen, doch er packte sie flink in einem dominierenden Machtgriff, zertrümmerte so ihre Hoffnung eines glücklichen Entkommens. Erkennend, dass sie nun vollkommen der Gnade ihres Meisters ausgeliefert war, stellte sie die futilen Fluchtversuche resignierend ein.
Eine große, schwielige Hand griff ihr Kinn und zwang sie, zu ihm aufzusehen. Ein nun ebenfalls verstörend gelb-leuchtendes Augenpaar musterte sie hämisch, jedoch stellte sie mit Erleichterung fest, dass kein echter, auf sie gerichteter, Hass hinter den durchbohrendem Blick lag.
„Und was, bei allen Geistern, gedachtest du damit zu erreichen, meine törichte Schülerin?", fragte er tadelnd, seine Stimme vor Bosheit tropfend.
Ein vehementer Zug an ihrem Kinn hielt sie davon ab, woanders als auf ihn zu sehen und erinnerte dezent an die ausstehende Antwort.
„Meister …"
„Ja, ich bin dein Meister, Zannah", grollte er leise. Die andere Hand tätschelte ihre Wange liebevoll, ehe sie ihre blonden Haare zurück strich und die langen, goldenen Locken durchkämmte.
„Allerdings hast du deinen Platz vergessen. Lass mich deinem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge helfen …"
Das war kein Vorschlag. Bane informierte sie lediglich über sein Vorhaben, das er so oder so – ob sie es nun wollte oder nicht – in die Tat umsetzen würde. Um seinen Punkt zu unterstreichen, riss er ihren Kopf gewaltvoll an den Haaren nach hinten und trieb ihr so jegliche Befreiungsversuche, aus dem Haltegriff aus eigener Kraft entkommen zu können, aus. Zannah war machtlos – alles was sie noch konnte, war sich zu beugen und die Konsequenzen die sie über sich gebracht hatte bestmöglich zu durchleiden.
Mit weit zurückgedehntem Kopf lag ihr zierlicher Hals schutzlos vor ihm ausgestreckt. Banes Hand verließ ihre vorherige Position an ihrem Kinn und wanderte daran hinab, unerbittlich über die sensiblen Stellen unter ihrer Haut streifend. Langsam, langsam mäanderten seine groben Finger weiter auf ihrer genießerischen Entdeckungsreise nach unten über scharf-gezeichnete Schulterblätter und sinnliche Schlüsselbeine, was ihre inneren Flammen des Verlangens einmal mehr zum Auflodern brachte.
Mit dem Erreichen ihres Ziels, umschloss die Hand eine ihrer Brüste, was Zannah ein tiefes Stöhnen entlockte und ihre Augen vor Ekstase zufallen ließ. Sie spürte, wie ihr Meister sich zu ihrem Ohr hinabbeugte, nur noch wenige Millimeter zwischen ihnen.
„In dieser Beziehung bin ich derjenige, der entscheidet, mein Schüler, nicht du", raunte Bane. „Ich kann dir so manche Freiräume gewähren, doch am Ende hängt es stets von mir ab, was oder was ich auch nicht über dich ergehen lasse – sei es nun Schmerz …"
Rücksichtslos verdrehte er brutal eine ihrer Brustwarzen, was sie umgehend zum Aufschreien brachte.
„… oder Vergnügen."
Seine Hand glitt ihren festen Bauch hinab zwischen ihre Beine, nach dem kleinen Nervenbündel der weiblichen Lust tastend. Den kleinen Knubbel massierend und gleichzeitig gezielt Energiewirbel der Dunklen Seite von seinen Fingern durch die Nervenenden jagend, übersteigerte Bane das Lustempfinden seiner Schülerin nahezu augenblicklich – unmittelbar bäumte sich ihr gesamter Körper kraftvoll auf, ehe er kurz darauf krampfhaft von dem durchzuckt wurde, was ihr bis dahin extremster Orgasmus seit jemals gewesen sein musste.
Der Sieg zerbricht meine Ketten.
Ein lautes, in Mark und Bein fahrendes Wimmern entkroch ihrer Kehle und hallte laut im leeren Innenhof wieder. Als die intensiven Wellen der Lust langsam wieder abebbten, wurden daraus – von unregelmäßigen nach Luft schnappen unterbrochene – Schluchzer. Erst jetzt lockerte Bane den Griff um seine Schülerin, die auf der Stelle erschöpft an ihm herab sackte und so beinahe vollständig im Wasser unterging.
Unterdessen erhob sich der Sith Lord ungerührt – eindeutig fertig mit seinem erlebnisreichen Bad. Dem Pool entsteigend rief er mithilfe der Macht seine Hosen und den Gürtel samt Lichtschwert zu sich, zog sich jedoch vorerst noch nicht an. Zannah, die sich schließlich nach und nach wieder zusammenraffte, blickte seiner entschwindenden Form mit wieder erwachender Begier sehnsuchtsvoll nach. Sie konnte die schmachtende Gier nach ihrem Meister nicht mehr unterdrücken, war er schließlich die Verkörperung all dessen, nach dem sie ihr ganzes Leben lüstete.
Bane hielt kurz inne und wandte den Kopf mit regungslosem Gesichtsausdruck zu ihr herum.
„Worauf wartest du, meine Schülerin? Du bist noch nicht entlassen. Komm, wir werden diese Lektion in meinem Schlafgemach fortführen", grollte er brüsk.
„Ja, mein Meister", erwiderte Zannah mit einem verstohlenen Lächeln untertänig und folgte seinem Befehl ohne weiter zu zögern.
Die Macht wird mich befreien.
Ende
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