Kapitel 2 - Epilog eines Traumas

Der Morgen danach...

Es wirkte so unwirklich friedlich. Die große Halle lag in Trümmern. Die Empore war vollkommen weggerissen. Dort wo der Tisch für die Lehrer sonst immer stand, lag ein Haufen Steine, zerbrochene Pfeiler und Glassplitter. Das Fenster fehlte und hinterließ stattdessen ein großes Loch.

Die Anzeige mit den Hauspunkten hatte die Schlacht seltsamerweise überstanden. Die Tafel mit den fest eingebundenen Rohren stand quasi frei und wurde jetzt von der Morgensonne angestrahlt.

Die langen Tische standen an den Wänden aufgereiht. Von den reichen Essensbergen, die sie einst gewohnt waren, gab es keine Spur. Ein paar Schüler hatten die Küche ausfindig gemacht und mit den noch verbliebenen Elfen dafür gesorgt, dass es mindestens ein spärliches Frühstück gab. Ein paar Körbe mit bereits runzeligen Äpfeln standen auf einem der Tische ausgelegt. Dazu gab es provisorisch gebackene Pfannkuchen, die kaum gesüßt waren, weil das letzte Zuckerfass auf dem Boden der Küche verstreut lag, zusammen mit herabgefallenem Gemäuer und Staub. Der Kürbissaft war frisch aus Hogsmeade geliefert.

Die Nachricht über Voldemorts Niederlage hatte sich schnell verbreitet und die Zauberer aus Hogsmeade wollten helfen.

Minerva McGonagall hatte die Nacht nicht geschlafen, auch nicht als feststand, dass Harry Potter über Voldemort gesiegt hatte. Das Leid war zu groß, und irgendwer musste sich doch um die Kinder kümmern.

Sie hatte sie größtenteils in die Gänge umquartiert. In der Bücherei gab es keinen Platz für kleine erschöpfte Kinder und schon gar keine Verletzten. Die große Halle war zur Hälfte abgedeckt. Die Kinder sollten zumindest ein Dach über dem Kopf haben.

McGonagall wollte sie nicht in ihre Häuser zurückschicken. So lange sie nur wenig Personal zur Verfügung hatte, wollte sie die Kinder allesamt überblicken können. Und wer weiß, ob einer der Türme nicht doch einsturzgefährdet oder der Kerker vom Haus Slytherin nicht zugeschüttet war.

Hagrid hing gerade eine Tafel auf zusammen mit einem der Leute aus Hogsmeade. Es wurden Namen darauf festgehalten von denen, die vermisst waren.

Eine zweite Tafel diente dazu, die Namen der Gefallenen aufzuführen.

Die Tafeln würden bei weitem nicht reichen, dachte Minerva sich im Stillen während ein aufmerksamer Schüler ihr eine Tasse Tee anbot.

»Oh, vielen Dank«, rief sie etwas überrascht auf. Der Junge lächelte verlegen. Die Schüler hatten einen Wagen mit mehreren Teekannen bestückt. Die Tassen waren wahllos zusammengewürfelt. Sie hatten wohl jede verfügbare Tasse aus der Küche hinausgetragen, die noch heile waren.

McGonagall begutachtete das Muster ihrer Tasse und stellte fest, dass sie diese Malerei schon lange nicht mehr gesehen hatte. Das Geschirr in Hogwarts war sonst immer einheitlich und auf die Saison und Feiertage abgestimmt. Die Tasse in ihrer Hand sah sehr antiquiert aus und hatte bestimmt seit 50 Jahren keine Verwendung mehr gefunden. Die Schüler mussten sie in einem der Vorratsschränke gefunden haben, die in der hintersten Ecke der Kammern standen.

Minerva saß mitten in der Menge, da der Tisch für die Lehrer nicht mehr existierte. Es war eine eigenartige Situation. Aber es war auch gut so. Mitten in der Menge bekam sie einen anderen Blick. Von der Empore hätte sie einen totalen Überblick. Hier unten war sie ein Teil von ihnen, und das genoss sie jetzt ein wenig.

Dass die neuen Regeln der Todesser über Bord geworfen waren, hatte noch nicht jeder Schüler verinnerlicht. McGonagall erwischte den einen oder anderen Erstklässler, wie er verunsichert um sich schaute als erwartete er oder sie eine Bestrafung für was auch immer er gerade gemacht hatte.

Die unterschiedlichen Häuser hatten sich vermischt. Die Ravenclaws saßen mit einigen Gryffindors und Hufflepuffs zusammen. Die meisten verstanden sich auch so untereinander, das war schon immer so gewesen. Aber heute fiel ihr auf, dass die Aufteilung in Häuser dem natürlichen Gang von Freundschaftsbildungen und Zusammenhalt entgegenwirkte.

Vielleicht sollte man an der Hauseinteilung in Zukunft etwas ändern?

Sie hatte für den Vormittag eine Konferenz für das verbliebene Personal einberufen, das den Kampf überlebt hatte. Es fehlte ihnen an Organisation und Vorschlägen, was zuerst gemacht werden musste, und genau das wollte sie nun mit ihnen besprechen.

Nicht jeder würde teilnehmen können, das war ihr klar. Einige der Lehrer hatten sich freiwillig gemeldet für die Unterstützung der Heiler. So entschied McGonagall, die Konferenz auf zwei Termine zu unterteilen.

Sogar die Leute aus Hogsmeade hatte sie dazu eingeladen. Sie unterschied nicht, woher die Hilfe und Unterstützung für Hogwarts kam. Es galt: Hauptsache jemand würde ihnen helfen.

»Haben Sie gar keinen Hunger, werte Kollegin?« Es war Horace Slughorn, der auf einmal vor ihr stand mit einem Becher Kürbissaft in der einen Hand und der anderen Hand lässig in die Hosentasche gesteckt. Unter seinem Arm hatte er eine zusammengerollte Ausgabe des Daily Prophet geklemmt. Mit einem Kopfnicken deutete er auf den Teller, der neben Minerva auf der Bank stand. Darauf lagen zwei kleine Pfannküchlein. Von einem Küchlein war ein Stück abgebrochen. Sie mochten nicht den Anschein erwecken, aber sie waren schön saftig und nicht zu süß.

»Der Hunger wird schon irgendwann zurückkommen, aber zur Zeit bin ich froh, wenn ich mich ein wenig ausruhen kann«, entgegnete McGonagall ihm, nahm den Teller auf ihren Schoß und deutete auf den freien Platz neben ihr auf der Bank.

Professor Slughorn nahm dankend an.

»Haben Sie schon die Neuigkeiten gelesen? Die Schlacht ist noch keinen Tag her, schon berichten sie darüber. Selbst auf den Radiosendern, von denen die meisten von uns ja keine Anhänger sind, aber die Jugend hört da gerne mit.« Er reichte ihr sein Exemplar und nippte an seinem Becher Kürbissaft.

Sie wollte eigentlich die Ruhe vor den nächsten anstrengenden Tagen genießen, ohne Pressekonferenzen, Interviews und sonstigen Einflüssen von außen. Doch die Ruhe war ihr wohl nicht vergönnt.

Auf dem Titelblatt war ein Foto von einem zerstörten Hogwarts zu sehen. Es qualmte und rauchte und hinter einigen Fenstern konnte sie das Feuer noch brennen sehen.

EXTRAAUSGABE!

Voldemort besiegt! Ein erinnerungswürdiger Tag! stand auf dem Titelblatt. Und gleich unter der riesigen Schlagzeile stand eine mehr bedenklichere: Ministerium übernimmt Leitung von Hogwarts! war da zu lesen. Minerva schnaufte verächtlich. Das Ministerium war eben erst gestürzt worden, wenn die Interimsminister etwas zu sagen hatten, dann garantiert nicht ohne ihre Zustimmung als Schulleiterin von Hogwarts. Und bisher hatte niemand sie über irgend etwas derartiges informiert.

Die Ausgabe der Zeitung war regelrecht um die gestrige Schlacht herum konzipiert worden. Alles, was man darüber irgendwie berichten konnte, ob nun wahr oder nicht, fand zwischen den Seiten Platz: Berichte, Interviews von entfernten Beteiligten, Beschlüsse des Ministeriums, Kommentare, sowie Briefe von besorgten Zauberinnen und Zaubern.

Minerva seufzte.

Eine Schlagzeile auf der nächsten Seite schaffte es dennoch, ihr Interesse zu wecken.

Es ging um Voldemorts Anhänger, die festgenommenen Todesser, die entweder nach der Schlacht geflohen waren, oder die noch auf Hogwarts gefangen genommen werden konnten.

Unter anderem stachen drei Namen aus dem Artikel heraus: Severus Snape, Lucius und Narcissa Malfoy.

Es ging darum, dass die Auroren bereits begonnen hatten, das Vermögen der Todesser zu beschlagnahmen oder einzufrieren. Die meisten Verliese waren schon eingefroren oder würden es im Laufe des Tages werden. Die damit beauftragten Auroren seien derzeit in Gringotts mit der Öffnung zugange, um eine offizielle Auflistung anzufertigen. Als nächstes stünde die Durchsuchung der Ländereien und Häuser der Todesser auf dem Plan.

»Na, Zeit haben die sicherlich nicht verloren«, kommentierte Slughorn.

Minerva fiel auf, dass sie den Artikel laut vorgelesen hatte.

»Darauf haben diese flinken Finger doch gewartet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur die Hälfte davon stimmt.« Minerva legte die Zeitung beiseite, griff nach ihrer Tasse Tee und nahm einen langen Schluck, während sie den Blick über den Tassenrand schweifen ließ.

Die Kinder verhielten sich noch immer ruhig. Zu ruhig für ihren Geschmack. Kinder sollten laut sein, auch wenn es in den Ohren schmerzte. Es war immer laut gewesen in der großen Halle. Außer zu Prüfungszeiten oder wenn Hausaufgaben auf dem Plan standen.

Aber die Mahlzeiten hatten immer ein Flair von tumultartigen Basaren, auf denen allerlei Tratsch und Gerüchte ausgetauscht wurden. So oder so war es immer laut gewesen.

Außer unter der Leitung von Severus Snape natürlich. Reden während der Mahlzeiten war strikt verboten.

Wie sich jemand wie Severus Snape jemals dazu entscheiden konnte, Lehrer zu werden, war ihr ein Rätsel.

»Na, ob das alles so rechtens ist...«, kommentierte Slughorn neben ihr.

»Wie meinen?« fragte Minerva.

»Voldemorts Anhänger wurden erst dingfest gemacht. Nicht einmal die Verhandlungen stehen fest, aber Hauptsache sie werden jetzt schon enteignet. Das kann nicht richtig sein. Stellen Sie sich einmal vor, einer von ihnen windet sich durch irgendwelche Beziehungen aus einer Haftstrafe heraus. Das Ministerium sollte sich an die eigenen Regeln halten. Severus Snape wird außerdem als verstorben aufgelistet. Ich habe ihn gar nicht auf der Seite von Voldemort gesehen. Wie können die sicher sein, dass er tot ist?«

»Ich sage so etwas ungern über jemanden, den ich einmal zu kennen geglaubt habe, aber Severus Snape war ein Verräter, ein Feigling und ein Bluthund Voldemorts. Wenn es stimmt, dass er tot ist, dann ist er sicherlich nicht im Kampf gestorben. Den Mumm hätte er mit Sicherheit nicht aufbringen können!« Sie ließ noch einmal ein geflüstertes 'Feigling' über ihre Lippen kommen und fühlte sich doch schlecht bei den Worten.

»Malfoy Manor und deren Konten! Na, da wird sicher einiges zusammen kommen.« Horace schnaufte verächtlich. »Fragt sich, ob er immer noch auf seine Verbindungen und seinen alten Einfluss zurückgreifen kann. Dann wird die Enteignung ganz schnell wieder rückgängig gemacht. Aber wer weiß, was dann noch von seinen Reichtümern übrig geblieben sein wird.«

Minerva wusste genau, was er meinte. Die Verliese der Malfoys bei Gringotts waren bestimmt begehbar und jedes einzelne Verlies überfüllt mit Galeonen und anderen kostbaren Gegenständen. Und wenn das Ministerium immer noch so korrumpiert war, wie Tage zuvor, dann würden die einen oder anderen gefüllten Säcke spurlos verschwinden.

Minervas Gedanken blieben bei Severus Snape hängen.

Er hatte das letzte Jahr gezeigt, wie kaltblütig er tatsächlich war, und wie wenig er auf die Schüler von Hogwarts gab. Ob es seine Schergen waren oder er selbst... Sie hatte sich selten von jemandem so hintergangen gefühlt wie von Severus Snape.

Minerva hatte geglaubt, die Person Snapes zu kennen. Er war so ein eifriger Schüler gewesen, auch wenn er immer wieder in Reibereien mit den Gryffindors verwickelt war. Er war einer der besten Schüler in Zaubertränke und Astronomie, und bei seinem Abschluss zählte er zu den Besten des Jahrgangs. Seitdem hatte er Hogwarts nicht mehr verlassen. Klar, wusste sie von seiner falschen Entscheidung bezüglich der Todesser, aber Dumbledore hatte ihm bedingungslos vertraut.

Da dachte sie, sie kenne die Person, die sich hinter dieser ernsten Fassade verbarg, und dann entpuppte er sich doch als der schlimmste Verräter.

Minerva war froh, dass ihr Vorgänger nicht mehr unter diesem Dach verweilte.

Im Artikel stand, dass er in der Schlacht gefallen war.

'Eher auf der Flucht unglücklich gestolpert und dabei gestorben', dachte sie sich schamlos und lachte erleichtert und doch verbittert. »Oh, Severus... Du Feigling! Wie konntest du das den Kindern nur antun?« fragte sie so leise, dass sie sich selbst kaum flüstern hörte.

»Es ist nicht alles schlecht gewesen, wie es auf den ersten Blick erscheint.«

Die Stimme kam von einem Mädchen, das plötzlich vor ihnen stand. Sie schaute mit ihren riesigen Augen auf die zusammengefaltete Zeitung.

»Miss Lovegood?« fragte Professor McGonagall und verbarg ihre Überraschung, bei einem untypischen Selbstgespräch belauscht worden zu sein.

»Es gibt zu allem eine andere Seite, wie bei einer Galeone.« Luna hatte die Neigung, in Rätseln zu sprechen, oder vielleicht die Wahrheit auszusprechen, die nur in ihrer Welt Sinn ergab.

Als Luna keine Antwort erhielt oder überhaupt eine Reaktion, hellten ihre Augen auf und sie presste das Buch enger an ihre Brust, das sie die ganze Zeit vor sich hertrug. »Die Schüler der ersten Klasse möchten wissen, ob sie sich von der großen Halle entfernen dürfen. Ich habe ihnen gesagt, dass Professor Snapes Regeln ausgesetzt wurden, aber sie wollen es erst glauben, wenn sie es aus dem Mund eines Lehrers gehört haben.« Sie wartete lächelnd, besann sich dann aber eines besseren, kehrte auf dem Absatz um und ging demonstrativ an den Tischen vorbei und aus der großen Halle hinaus.

Minerva schaute den hüpfenden aschblonden Locken hinterher.

Schließlich erhob sie sich, ging die Treppe zur Empore hinauf und suchte sich einen Platz auf dem Absatz, auf dem sie zwischen den Trümmern stehen konnte. Mit einem magischen Wink erhob sie ihre Stimme.

»Es wurde mir zugetragen, dass einigen jüngeren Schüler die traditionellen Regeln von Hogwarts nicht bekannt sind.« Das aufgebrachte und angespannte Gemurmel entging ihr keineswegs. Also fügte sie schnell hinzu: »Denen rate ich, dass sie sich an die jeweiligen Vertrauensschüler ihres Hauses wenden. Natürlich steht es Ihnen frei, die Halle zu verlassen, wie es Ihnen beliebt. Es wird niemand gezwungen, zu essen, noch sind wir darauf bedacht, die Mahlzeit als Gruppe gemeinsam zu beenden. Wer fertig ist, bringt sein Geschirr weg und verlässt den Raum. So einfach ist das.«

Da löste sich der Knoten und einige Schüler begannen schüchtern untereinander zu tuscheln.

Ein einzelner Schüler stand auf und traute sich tatsächlich, die Halle zu verlassen. Vielleicht würde es dauern, aber es gab Hoffnung für die Schüler, das vergangene Jahr unbeschadet hinter sich zu lassen. Ihr fiel auf, dass Harry Potter gar nicht anwesend war. Sie verübelte es dem jungen Mann nicht. Er hatte sich tapfer geschlagen und lag bestimmt noch in den Federn.

Wenn es ihre Zeit zulassen würde, dann läge sie jetzt auch im Bett... für die nächsten drei Wochen.

Hermione Granger war ebenfalls nicht zum provisorischen Frühstück erschienen. Professor McGonagall erwog auf einem Kontrollgang nach ihnen zu suchen, nur um sicher zu gehen, dass es ihnen gut ging.

»Professor McGonagall!« Sie sah sich mit einem sehr hektischen Ron Weasley konfrontiert. Er kam auf sie zugerannt als wäre er von einem Dementoren verfolgt.

»Mr. Weasley? Beruhigen Sie sich erst einmal! Sie sind ja völlig aufgelöst!«, tadelte sie den jungen Mann.

Er überging ihre Anweisung jedoch. »Wir brauchen Sie im Krankenflügel!« rief er aufgeregt und außer Atem.

»Was hat das zu be...« Doch weiter kam sie nicht.

»Bitte, kommen Sie!« unterbrach Ron Weasley sie und ging im Stechschritt voran.

Es blieb ihr also nichts anderes übrig als ihm zu folgen.

Sie spürte die fragenden Blicke in ihrem Rücken und das Getuschel blieb ihr ebenfalls nicht verborgen, das ausbrach als sie die Halle verlassen hatte.

Minerva versuchte, den Weasley Sprössling einzuholen, um zumindest unterwegs einen oder zwei Fakten aus seinem Mund herauszubekommen. Doch Ron blieb ihr immer zwei bis drei Schritte voraus!

Es verärgerte sie. Vielleicht sollte sie dem Haus Gryffindor den einen oder anderen Punkt von der Gesamtpunktzahl abziehen.

Auch wenn diese Tradition gar nicht fortgeführt worden war in diesem Jahr. Also gab es dieses kleine Druckmittel im Grunde genommen gar nicht.

»Mr. Weasley, es mag Ihnen aufgefallen sein, dass die Schule in Schutt und Asche liegt. Sie werden verstehen, wenn ich wenig Zeit und schon gar keine Geduld für solche Spielchen habe! Ich verlange eine sofortige Erklärung!«

Aber sie erhielt keine.

Ron ignorierte sie absichtlich.

»So sagen Sie mir doch wenigstens, wer so krank ist, dass die Heiler damit überfordert sind!«

Er rief ihr etwas über die Schulter hinweg zu, was sie aber nicht ganz verstand. Die um sie herumlaufenden Schüler, die aufgeregt durch die Gänge eilten oder an der nächsten Ecke standen und sich unterhielten, übertönten fast alles außer ein 'das glauben Sie nicht'.

Der Weg führte über den Hof, wo die Elfen und einige ältere Schüler die großen Gesteinsbrocken beiseite schafften. Staub wehte über den Hof wie die Asche von verbrannten Leichen. Der Geruch von Rauch stieg beißend in ihre Nase, so dass sie sich ein Tuch vor die Nase halten musste.

Die Tore zum Krankenflügel standen weit offen. Es hätte sie auch keiner mehr schließen können. Das linke Flügeltor hing an verbogenen Angeln. Vor dem rechten Flügel lagen einzelne Steine und zerborstene Holzbalken.

Sie notierte sich gedanklich jeden Schaden für die Personalkonferenz, die eigentlich jeden Augenblick beginnen sollte.

Im Moment jedoch verfluchte sie ihr fortgeschrittenes Alter. Ron Weasley nahm überhaupt keine Rücksicht auf ihre körperliche Verfassung. Es musste also ein wirklich triftiger Grund sein, warum sie gebraucht wurde.

Sie musste Slughorn wohl damit beauftragen, neue Tränke zu brauen. Die Heiler waren gut, aber die meist gebrauchten Tränke dürften wohl zuneige gehen. Sicherlich würden einige Schüler über die Ferien bleiben.

Der Weg führte McGonagall die Wendeltreppe hinauf. Minerva nahm sich vor, Horace mitzuteilen, dass er sich seine besten Schüler zur Seite nehmen solle, um die Produktion der Zaubertränke zu verdoppeln.

Ihnen kamen etliche Heiler entgegen oder überholten sie.

Am Ende der Treppe war sie reichlich außer Atem und hatte genug von der Scharade. »Mr. Weasley! Wenn Sie mir nicht endlich sagen, wieso sie mich durch die ganze Schule scheuchen, werde ich ihre gesamte Familie und alle Nachkommen bis in die Ewigkeit von dieser Schule verweisen!«

Demonstrativ blieb sie am Ende der Treppe stehen und versperrte jedem den Weg, der an ihr vorbei wollte.

Ron drehte sich schließlich um. Die Treppe endete in einem Zwischengang. Am Ende stand ein langer Tisch, an dem eine Heilerin saß und die Listen der Kranken und Besucher verwaltete. Der Tisch war überladen mit Papieren und Pergamentrollen. Links und rechts davon führten zwei Türen zu den Krankensälen.

Jedes Bett war belegt. Wer nicht bewusstlos war, wurde gleich wieder entlassen. Die schwer Verwundeten lagen auf provisorischen Tragen und Feldbetten an den Wänden entlang. Ron Weasley stand in der Mitte des Ganges und deutete wortlos in eine Richtung, der sie bisher keine Beachtung geschenkt hatte. Der Seitengang wirkte gedrungen im Gegensatz zu den hohen Decken des Krankenflügels. Ron ging voraus, dieses Mal langsamer und... unsicher? Bei der zweiten Tür blieb er stehen.

»Mr. Weasley, was sollen wir im Personaltrakt?« fragte sie verärgert.

»Bevor Sie hineingehen, müssen Sie versprechen, nichts zu unternehmen. Es ist wichtig... glaub ich«, forderte er und versperrte ihr den Weg mit seinem Arm.

McGonagall verdrehte die Augen. »Also gut, Mr. Weasley, ich verspreche es. Sollte es sich als Zeitverschwendung herausstellen...«

»Das wird es nicht. Denken Sie an ihr Versprechen.«

Die Tür öffnete sich und gab den Weg frei auf...

»Severus Snape!« rief sie überrascht aus und griff reflexartig nach ihrem Zauberstab. Doch plötzlich fand sie sich gegen das Holz der offen stehenden Tür gedrückt.

»Sie haben es versprochen!« erinnerte Ron sie.

»Dieser Mann ist ein Mörder! Nennen Sie mir einen Grund, warum ich ihn nicht auf der Stelle ausliefern sollte?« Ihre Augen waren auf das blasse Abbild eines Mannes gerichtet, den sie eins als Freund wähnte.

Sein Gesicht wirkte fahl, beinahe grau. Im schummrigen Licht, das durch das dreckige Fenster einfiel, war es kaum von dem Laken zu unterscheiden, auf dem er lag.

»Weil Harry nicht davon überzeugt ist. Sie haben ihn nicht sterben sehen. Wir dachten, er würde es nicht schaffen... Aber es ging alles so schnell... und diese ekelhafte Schlange hat ihn übel zugerichtet.«

Ron brabbelte noch weiter, aber McGonagall hörte nicht mehr richtig hin.

»Voldemorts Schlange...?«

»Mehrmals zugebissen. Mit einer solchen Wucht... die Glasscheibe hat bei jedem Biss geklirrt. Ich hatte Angst, dass das Glas zerbricht und unser Versteck auffliegen lassen würde...«

Sie verstand nicht, wovon der Junge redete, aber es war ihm anscheinend wichtig.

»Es ist gut, dass Sie mich informiert haben, Mr. Weasley. Wären Sie jetzt so freundlich und würden mich wieder loslassen?«

Seine Augen wurden riesig. Er stieß sich von ihr los und prallte mit dem Rücken gegen den Schrank hinter ihm. »Tut... tut mir leid!« stammelte er.

»Nun beruhigen Sie sich wieder. Sie sagten, Harry hat das Ganze hier eingefädelt?« Das waren eigentlich nicht seine Worte, aber Mr. Potter war anscheinend involviert.

»Naja... ich weiß es nicht. Wir hörten nur, dass Snape überlebt hätte und im Krankenflügel aufzufinden wäre. Daraufhin ist Harry losgerannt.«

»Und wo ist Mr. Potter jetzt?« fragte McGonagall und versuchte den blassen Mann im Krankenbett mit aller Macht zu ignorieren.

»Ich weiß...«

Da platzte auf einmal besagter Mr. Potter herein, den Arm voller Decken und Laken und einer Öllampe.

»Mr. Potter, erklären Sie das hier!« McGonagall ließ ihm keinen Moment Zeit zum nachdenken. »Und nennen Sie mir einen Grund, warum ich ihn nicht gleich deportieren lassen sollte?«

Harry interessierte sich aber reichlich wenig für ihre Einwände. Er wirkte zwar ein wenig überrascht, aber das hielt ihn nicht von seiner geschäftigen Tätigkeit ab. Die Öllampe fand ihren Platz auf dem Nachtschränkchen neben dem Bett, worauf auch schon etliche Tinkturfiolen standen. Teure Tinkturen wohlgemerkt.

Die Decke breitete er als zusätzliche Decke über Severus aus und deckte ihn damit zu. Eine rare Begebenheit von Fürsorge, mit der man Severus Snape normalerweise nicht behandelte. Wenn er bei Bewusstsein gewesen wäre, hätte die Person, die ihn versorgte, schon längst einen schnippischen Kommentar zu hören bekommen.

»Mr. Potter!« Als dieser endlich aufsah, sprach sie weiter: »Auf ein Wort!« Und damit verließ sie die leicht überfüllte Kammer.

oOo

Sie ging auf und ab und Harry wusste sofort, dass er in Schwierigkeiten steckte. Vor einem Jahr hätte ihn das zumindest noch einschüchtern können, aber jetzt fragte er sich, ob er es wagen konnte, ihr zu widersprechen. Gegen was auch immer.

»Mr. Potter, haben Sie die Güte, mir zu sagen, was dieses kleine Schauspiel soll? Wieso verstecken Sie einen Mörder und den letzten Todesser, den das Ministerium noch suchen würde, wenn er nicht offiziell für tot erklärt worden wäre?«

»Weil er kein Mörder ist. Dumbledore wollte von Professor Snape getötet werden als ein Akt des Erbarmens und um Dracos Seele vor Schaden zu bewahren...« Er merkte, dass es selbst in seinen Ohren unglaubwürdig klang. Auch in ihren Augen konnte er erkennen, dass sie ihm wenig Glauben schenkte.

»Ich weiß, dass es jetzt im Moment wirklich wenig Sinn ergibt, aber ich bitte Sie mir zu glauben! Liefern Sie ihn nicht aus! Wenn ich alles erklärt habe, wird sich herausstellen, dass wir alle noch leben, weil Professor Snape alles dafür getan hat, damit Voldemort keinen Verdacht schöpft!«

»Snape hat die Schüler in Hogwarts foltern lassen!«

Verdammt! Warum war es so schwer, sie davon zu überzeugen?

»Ich weiß... ich habe davon gelesen.«

McGonagall blieb stehen und überlegte. »Also gut, dann erklären Sie es mir. Hier und jetzt.«

»Ich habe seine Erinnerungen gesehen...«, begann er und wusste, dass das kein Ansatz für eine Erklärung war.

»Severus Snape war... ist ein ausgezeichneter Okklumentor. Ich bezweifle es, dass Sie, Mr. Potter, in der Lage sein könnten, in seinen Geist einzudringen.«

Verdutzt schüttelte er den Kopf. »Ich habe mir seine Erinnerungen nicht gegen seinen Willen geholt.« Allein der Gedanke verstörte ihn sehr. Da ahnte er, dass Professor McGonagall vielleicht nichts von dem Denkarium wusste. »Dumbledore hat immer wieder Gebrauch gemacht von einem magischen Objekt, in dem man die eigenen Erinnerungen oder die anderer verstauen und ansehen kann. Professor Snape wusste, dass ich darin unterwiesen wurde und hat mir einen Teil seiner Erinnerungen übergeben.«

Just in diesem Moment fiel ihm auf, dass so vieles hätte schief gehen können, so dass er sich erst einmal an die Wand lehnen musste. »Voldemort hatte seiner Schlange befohlen, Professor Snape zu töten. Wenn wir nicht da gewesen wären und er mir seine Erinnerungen nicht überlassen hätte, dann hätte ich so vieles nicht erfahren und er wäre einfach gestorben, ohne mir etwas von Dumbledores Plan mitzuteilen, den er 17 Jahre lang penibel befolgt hatte...« Er verlor sich in seinen eigenen Gedanken und murmelte nur noch unverständlich.

»Mr. Potter, Sie sind keine Hilfe mit Ihrem Gebrabbel. Sprechen Sie deutlich!« McGonagalls Geduld war scheinbar am Ende. Er konnte es ihr aber auch nicht verübeln. Die letzten Tage waren für jeden anstrengend. Dabei hatte er das letzte Jahr damit verbracht, Hogwarts zu meiden. Sie hingegen war in Hogwarts geblieben und musste ein ganzes Jahr unter Snapes Herrschaft über Hogwarts ertragen.

'Professor, Sie haben sehr viel Talent an den Tag befördert, um böses Blut gegen Sie zu schüren', dachte Harry sich.

»Ich weiß, dass das wenig erklärt, aber bitte glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass alles, was geschehen ist, Dumbledores Plan gegen Voldemort war. Wenn Sie das nicht glauben, dann glauben Sie es bitte um meinetwillen«, flehte er sie an. »Ich wäre der Letzte gewesen, der sich für Severus Snape eingesetzt hätte. Sie könnten Dumbledores Portrait fragen.« Vielleicht konnte er sie so überzeugen.

»Dumbledores Portraits reden bekanntlich nicht«, gab Professor McGonagall zurück.

Das überraschte Harry ein wenig. »Nicht mit Ihnen... Aber mit Professor Snape.« Das ließ sie aufhorchen.

Was sah er in ihren Augen? Erkenntnis? Oder Zweifel?

Nein, es war Demütigung. Was war an Severus Snape besonderes, dass Dumbledore es für notwendig erachtete, seine Portraits personenbezogen reagieren zu lassen?

»Also gut, Mr. Potter. Was ist Ihr Plan? Wie lange soll das gut gehen, ohne dass das Ministerium hier einmarschiert und Severus Snape an den Haaren gezogen von Hogwarts entfernt... bewusstlos oder nicht?«

Das war eine berechtigte Frage.

»Ich weiß es nicht«, gab er geschlagen zu.

»Das ist reichlich wenig für einen Plan, wenn Sie wollen, dass er aufwacht bevor man ihn hinter verschlossenen Türen verbarrikadiert.«

»Deswegen brauchen wir Sie!« Er hoffte inständig, dass er sie endlich für seine Überzeugung gewinnen konnte.

oOo

Die Konferenz wurde in dem Flügel abgehalten, der am wenigsten beschädigt wurde.

Die Schäden waren überraschend übersichtlich. Ein Großteil betraf natürlich den Vorderbereich. Die Brücke müsste erneuert werden. Darüber sollte man keine Schüler schicken, wenn man ihre Sicherheit nicht garantieren konnte. Ein Schutzzauber, der die Brücke notdürftig zusammenhalten sollte, würde zwar vorerst reichen, aber auf Dauer wäre dies keine Lösung. Und obwohl das provisorische Gremium nun heftig abwies als Nichtigkeit, musste Minerva ihre Kollegen davon überzeugen, dass sie für die Sicherheit der Schüler Sorge zu leisten hätten. Ansonsten würde der nächste Jahrgang nicht zustande kommen, sollten sich die Eltern dazu entscheiden, ihre Kinder woanders unterrichten zu lassen.

»Wir müssen zunächst festlegen, wer vom Personal über die Ferien hier bleibt«, beendete sie eine hitzige Diskussion, die sofort abebbte als sie ihre Stimme erhob. »Ich weiß, dass ich viel von Ihnen verlange. Es werden mit Sicherheit auch nicht alle Schüler nach Hause zurückkehren. Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, haben wenige unserer Schüler im Kampf ihre Eltern verloren. Was mit ihnen passiert und wie wir sie unterstützen können, bleibt noch aus. So lange Hogwarts nicht wieder aufgebaut wurde, können wir keine Schüler aufnehmen oder gar an Unterricht überhaupt nur denken. Wir brauchen Personal, das ständig auf Hogwarts stationiert bleibt. Ihre Aufgaben werden hauptsächlich sein, den intakten Zustand wiederherzustellen.«

Vögel flogen durch ein zerbrochenes Fenster und irrten zwischen den Regalen umher.

»Ich bitte nun um Handzeichen derer, die freiwillig hier bleiben wollen. Euer Dienst soll nicht vergebens sein. Wer sich freiwillig meldet, dem soll lebenslanges Wohnrecht auf Hogwarts gewährleistet werden.« Sie notierte sich die Lehrer und Angestellten, die sich meldeten. Es waren nicht alle, zu ihrem Bedauern. Professor Slughorn meldete sich nicht. Dieser senkte den Blick auf seine auf dem Tisch gefalteten Hände - beinahe beschämt.

Minerva konnte es ihm nicht verübeln. Er war alt. Seine Zeit war vorüber. Sie hatte schon damit gerechnet, dass sie einen neuen Meister für Zaubertränke suchen musste.

Obwohl... vielleicht musste sie das nicht...

'Nein, vergiss das gleich wieder!' schollt sie sich in Gedanken.

»Gut, da wir das jetzt geklärt haben, benötigen wir einen Schichtplan. Wer macht was und wo und braucht wie viele Helfer. Wendet euch da bitte an Mr. Filch. Er hat sich dazu freiwillig gemeldet, die Organisation der Schichten zu übernehmen. Der zweite Punkt, den wir besprechen müssen: Wir werden die Ferien verlängern müssen, damit wir nicht in Zeitnot geraten, wenn das neue Schuljahr beginnt. Das wird außerdem den Lehrplan beeinflussen. Die Lehrer werden dazu angehalten, den Lehrstoff schneller durchzunehmen. Das wird sich bei einigen Fächern als schwierig erweisen, besonders bei den Zaubertränken. Eventuell müssen wir einen oder zwei Tränke vom Lehrplan nehmen. Somit bleiben wir wenigstens bis zu den Prüfungen im Zeitplan und müssen das Ministerium nicht damit behelligen, die Prüfer zu einem späteren Zeitpunkt zu schicken.«

Sie sah es nicht, aber sie hörte, wie jemand leise gähnte. Minerva hasste solche Konferenzen auch, aber es musste sein.

»Von wie vielen Wochen sprechen wir?« fragte ...

»Ich denke zwei Wochen müssten ausreichen. Außerdem brauchen wir einen Vertrauenslehrer, der für die Schüler da ist, wenn sie reden möchten. Die Schüler sind viel zu jung, um zu kämpfen, da sind wir uns wohl alle einig. Und doch waren sie dazu gezwungen, sich im Unterricht auf Dunkle Künste einzulassen und sie an anderen auszuprobieren. Die Schüler werden nicht sofort einfach so weitermachen können wie bisher, deswegen brauchen wir jemanden, mit dem sie reden können.«

Was die Personalfrage betraf, musste Minerva sich wohl noch vieles einfallen lassen, damit der Lehrplan im nächsten Jahr überhaupt zustande kommen würde.

Die Konferenz endete erst zwei Stunden später zur Erleichterung aller. Der Hunger trieb sie alle in die große Halle.

Minerva ließ die Beschlüsse ausrufen. Ihre Stimme hallte durch ganz Hogwarts, damit sie keiner verpassen würde. Anschließend ließ sie sich etwas von den Hauselfen auf ihre Gemächer bringen. Von dort würde sie die Briefe für die Eltern aufsetzen. Als Schulleiterin hatte sie das Recht, die Angelegenheiten im Büro des Schulleiters zu erledigen, doch irgendwie war ihr nicht danach. Das Büro des Schulleiters war groß und Erinnerungen flüsterten von den Wänden von dunklen Zeiten. Die Gemälde, die sie begrüßten. Gemälde von vorherigen Schulleitern. Sie waren allesamt recht geschwätzig. Alle bis auf eines: Die Portraits von Dumbledore schwiegen. Dumbledore hatte wohl keine Zeit gefunden, ihnen etwas beizubringen.

Das große Portrait Dumbledores zeigte ihn schlafend. Die Pose fand sie sehr merkwürdig und beinahe fühlte sie sich von dem Bild verhöhnt. Oft ertappte sie sich dabei, wie sie sich schnell herumdrehte, um in das gleiche schlafende Gesicht zu starren. Es hatte sich keinen Deut bewegt.

Kurzum: Sie fühlte sich dort nicht wohl.

Vorher schon nicht, und jetzt, da sie den Grund wusste, warum Dumbledores Portraits nicht redeten, erst recht nicht.

Und so zog sie ihre eigenen Gemächer vor.

Es war nur eine Frage der Zeit und das wusste sie. Früher oder später musste sie sich im Büro der Schulleitung einfinden.


AN:
Hier ist erstaunlich wenig Snape drin. Dabei wollte ich eigentlich nur eine flauschige Happy End Story haben für mein Lockdown geplagtes Hirn... Soll wohl nicht sein.
Wo dieses Kapitel herkommt, kann ich mir gar nicht erklären. Es beinhaltet grade mal 10% meiner Notizen für dieses Kapitel und der Rest musste verschoben werden...
Meister der Verplanung... Haha! :D
Achja, gibt es Ungereimtheiten?
Wenn ja: Ich bin immer noch ein Muggel und habe die Bücher nicht gelesen. Aber ich horche ständig auf Youtube irgendwelchen Fantheorien... Also entweder this is based on falschen Informationen oder meinem nach Schlaf schreienden Hirn :D