AN:
Ich werde wohl nie das Gefühl los, dass ich irgendwas mal wieder falsch verstanden, falsch geschrieben, falsch interpretiert habe oder sonst irgendwie falsch mitbekommen habe.
Ich bin immer noch der fette Muggel, der einfach nur gerne schreibt :D
Wie war das mit dem Gargoyle und dem Aufgang zum Büro des Schulleiters? Vermutlich habe ich es falsch verstanden... egal! :D
Oder wie war das mit dem Denkarium? (Übrigens: Was für ein dummes Wort ist das bitte?!)
Die einen sagen, man erlebt das Ganze als uneingenommene dritte Person. Aber wie soll das bitte möglich sein? Packt man einfach eine dritte Kamera in sein Gehirn und filmt das Ganze für die Drittpartei einfach ab? xD Das ergibt keinen Sinn!
Also habe ich mal wieder meinen Muggelfingern künstlerische Freiheit überlassen.
Und bin ich die einzige, die bei Legilimens, Legilimentik, Legilesceifdnmkf einen Fingerkrampf kriegt?
Muggelprobleme...
Viel Spaß beim lesen! :)
Kapitel 3 - Ein Licht in der Nacht
Es war Nacht.
Die Feuerschalen auf den Säulen tauchten den Vorplatz in ein warmes Rotgelb.
Alle Schüler hatten sich zwischen den herumliegenden Trümmern versammelt. Die Vertrauensschüler hatten sie dazu aufgerufen.
Leises Getuschel raunte durch die Menge.
»Weißt du, was das soll?« fragten sich einige untereinander. Kopfschütteln.
Die Aufräumarbeiten waren für die Nacht beendet worden. Die meisten Feuer waren endlich gelöscht. So zog nur noch der entfernte stechende Geruch von Asche über den Platz.
»Da schau! Da ist Harry Potter!« rief einer und alle Aufmerksamkeit richtete sich auf den jungen Mann, der auf einen heruntergefallenen Strebepfeiler kletterte. Weiter unten stand Hermione und umklammerte sich selbst als würde sie frieren.
»Was ist los?«
»Was soll das hier?«
»Ist der Krieg doch nicht vorbei?«
»Müssen wir wieder kämpfen?«
Auf einmal wurde es sehr unruhig.
Bis Harry die Hand erhob und mit seinem Zauberstab seine Stimme verstärkte.
»Danke, dass ihr alle so zahlreich erschienen seid. Ich weiß, dass ihr müde seid und dass ihr lieber nach Hause möchtet. Wir haben viele Verluste erlitten. Das letzte Jahr war für jeden schwer, sowohl für diejenigen, die hier geblieben sind, als auch für uns, die draußen auf der Flucht waren, um einen Weg zu finden, Voldemort zu vernichten. Er ist wirklich tot. Er kann euch nichts mehr antun oder seine Schergen auf euch hetzen. Das könnt ihr mir glauben!«
Dann wurde die Menge wieder unruhig. »Aber warum sind wir dann hier?« fragte einer lauter als alle anderen.
»Ich brauche nicht lange«, fing Harry an und leckte sich über die Lippen. »Wir haben großes geleistet. Ihr, als Dumbledores Armee, habt so viel Mut bewiesen und so viel durchgemacht und gelitten. So etwas sollte man von Kindern und Jugendlichen nicht verlangen. Aber es ging nicht anders. Das weiß jeder von euch. Ich habe euch hier zusammenrufen lassen, damit ich euch von jemandem erzählen kann, der in diesem Augenblick um sein Leben kämpft und ich möchte, dass ihr ihn in Erinnerung habt, wie er eigentlich war. Denn viele von euch werden mit ihm nur schlechte Erinnerungen verbinden. Ich möchte das ändern und ich möchte, dass ihr mir kurz zuhört.«
Man konnte das Feuer in den Schalen knistern hören.
»Ich werde euch zuerst sagen, was er getan hat, das ihn zu einem Helden macht. Denn wenn ich euch seinen Namen zuerst nennen werde, fürchte ich, dass ihr mir nicht mehr zuhören werdet.«
Mittlerweile hatten sich selbst die Lehrer eingefunden.
»Danke, dass Sie gekommen sind, Professor McGonagall. Ich weiß, dass die Sperrstunde bereits durch ist, und ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir hier so spät noch versammelt sind. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dies hier nur die Schüler betrifft. Die Lehrer haben kein Mitspracherecht«, sagte Harry und hoffte, dass es nicht zu harsch rüberkam. Für irgend etwas musste sein Heldenstatus doch gut sein.
McGonagall verschränkte die Arme vor der Brust, sagte aber nichts.
Die Unruhe legte sich schnell wieder, so dass er ungestört weitersprechen konnte.
»Ich kann es euch nicht beweisen, wovon ich euch erzählen werde. Es liegt auch nicht an mir, alles zu erzählen, weil es nicht meine Geschichte ist. Ich werde euch nur etwas erzählen, damit ihr versteht, warum ich auf seiner Seite bin und warum ich hoffe, dass er überlebt. Der Mann, über den ich rede, hat die letzten sechzehn Jahre im Auftrag von Dumbledore gehandelt und sich in Lebensgefahr gebracht, um Informationen über Voldemort herauszubekommen. Er ist auf einem Grad gewandelt, den keiner von uns hätte beschreiten können. Niemand hätte es gewagt, Voldemort anzulügen. Keiner von uns hätte es überlebt, Voldemort zu hintergehen. Der Mann, der einen Anschlag von Voldemorts Schlange überlebt hat und bis zum Schluss geschwiegen hat, damit Voldemort nicht die Wahrheit herausfindet, ist dafür verantwortlich, dass wir mit unserem Plan überhaupt durchkommen konnten, auch wenn es nicht den Anschein hatte, dass es sein Verdienst war.«
Hermione griff nach seinem Arm. »Du verlierst dich in Einzelheiten, Harry«, flüsterte sie ihm zu.
»Huh?« fragte er verwirrt. »Oh, ja...« sagte er mehr zu sich selbst.
»Willst du damit sagen, dass du uns hier versammelt hast, weil hier noch einer von Voldemorts Männern herumschleicht?«
Harry suchte nach der Quelle des Ausrufs.
Es war Neville. Er war vorgetreten und schaute alles andere als begeistert aus. Ihm hatten sie es zu verdanken, dass Nagini und somit der vorletzte Horkrux beseitigt wurde.
Im Gegensatz zu Harry, hatte Neville hautnah miterlebt, wie dieser Ort, an dem sie sich sonst so wohl und sicher gefühlt hatten, mit einem Mal zum Militärlager umstrukturiert wurde. Und dass die Schüler zum Schluss sich tatsächlich gegenseitig foltern sollten...
Von dem, was Harry mitbekommen hatte, würde er es den Erstklässlern nicht verübeln können, wenn sie nach den Ferien nicht mehr nach Hogwarts zurückkehrten.
»Er gehörte zu ihnen, ja...« Harrys Worte lösten einen kleinen Tumult aus.
Schließlich schälte sich eine Person aus der Menge heraus.
Es war Kingsley Shacklebolt.
Als Widerstandskämpfer waren sich beide wohl bekannt, auch wenn Harry nicht viel mit dem Orden des Phönix zu tun hatte. Er hatte weder an den geheimen Treffen teilgenommen, noch war Harry an deren Aktionen beteiligt gewesen. Aber was hätte er auch als Schüler ausrichten sollen?
Kingsley kam auf ihn zu und blieb ein Stück unterhalb des Trümmerhaufens stehen.
»Sie wissen, dass die Todesser allesamt vom Ministerium gesucht werden, und dass jeder, der einen Todesser versteckt, ebenfalls angeklagt werden kann wegen Mithilfe zur Flucht? Ist Ihnen das klar, Mr. Potter?« fragte Kingsley ruhig aber bestimmt und seine Stimme trug sich von selbst über die Köpfe der Schüler hinweg.
»Ich bin mir über die Konsequenzen bewusst«, war Harrys Antwort.
Etwas in der Art, mit der Harry seine Antwort vortrug, ließ Kingsley zögern. Es war nicht so, dass er an Harry zweifelte. Er war einer der wenigen, die vollstes Vertrauen hatten in den Jugendlichen. Aber es war die lähmende Erkenntnis, die in Kingsley heranreifte als er verstand, von wem die Rede war.
»Es gibt einen Todesser, der nicht Teil dieser Bande war, und der für Dumbledore die Todesser ausspioniert hat«, begann Harry, und konnte keinen richtigen Gedanken mehr fassen.
»Derjenige war ein Verräter. Das wissen Sie genau so wie ich, Mr. Potter!« unterbrach Shacklebolt ihn.
»Und wenn ich Ihnen sage, dass er kein Verräter war? Dass das alles zu einem Plan gehörte, der, so morbide es klingt, trotzdem nur von einer Person durchgeführt werden konnte, weil sonst jeder andere aufgeflogen wäre; ein Plan, den er wider Willen durchführte, obwohl ihm klar war, dass ihn jeder einzelne hier dafür hassen würde, einschließlich mir selbst? Was wäre dann gewesen, wenn es jemand anderes gemacht hätte? Wenn Voldemort erfahren hätte, dass wir von der Spaltung seiner Seele gewusst hätten? Dumbledore selbst hat den Plan so ausgelegt, dass die Informationen immer nur zum richtigen Zeitpunkt gegeben wurden. Ich denke, er wusste selbst nicht, dass der Plan kein Überleben vorsah, weder für ihn noch für mich.«
»Über wen redet ihr?« fragte jemand aus der Menge.
Harry schaute über die Menge hinweg. Er blickte in müde Gesichter, in gefolterte Gesichter, die zu viel gesehen hatten für ihr Alter. Und ihm war klar, dass nicht jeder seine Meinung teilen würde. Er selbst glaubte ja kaum, dass er seinen am meisten gehassten Lehrer verteidigen würde.
»Die Rede ist von Professor Severus Snape.«
Da wurde die Menge unruhig.
»Was? Der Verräter lebt noch?« rief jemand entsetzt.
»Der soll doch laut Prophet gestorben sein!« »Ja, genau, der soll doch gestorben sein!«
»Warum lebt der Feigling noch, aber meine Schwester nicht mehr!« rief eine wütende Stimme.
»Er hat mich tagelang im Kerker allein eingesperrt!«
»Zeig mir, wo der ist! Dem werd ich's mit gleicher Münze heimzahlen!« Einer der Schüler trat vor. Sein halber Oberkörper bestand hauptsächlich aus Verbandszeug. Offensichtlich hatte er sich bei der Schlacht mehrere Knochen gebrochen und doch hatte er noch genügend Energie, die seinen Hass gegen Severus Snape neu entfachte und seine Schmerzen vergessen ließ.
»Ja, zeig ihn uns!«
»Wir werden kurzen Prozeß mit ihm machen, dann hat das Ministerium weniger Arbeit!«
Harry hob die Hand und sprach weiter, doch die Menge übertönte ihn. Er stand auf verlorenem Posten. Anscheinend reichte es nicht, wenn man Voldemort fast im Alleingang besiegt hatte. Die Schüler waren wütend. Darüber, dass man ihnen ein Jahr schwarze Magie aufgezwungen hatte. Darüber, dass man sie zu einer Armee für den Dunklen Lord formen wollte. Darüber, dass man ihnen keine Wahl ließ. Es gab so vieles, worüber sie ungehalten waren. Harry musste einen Weg finden, um ihre Wut von Severus wegzulenken. Sonst würde seine Ansprache nur der Funken sein, der den vertrockneten Nadelwald angezündet hatte, und dann würde es kein Zurück mehr geben.
»Hört mir zu!« Irgendwer entfachte eine Fackel in der Menge.
Die Schüler murmelten und riefen unanständige und bösartige Sachen.
»So hört mir doch bitte zu!« Harry war selbst am Ende seiner Kräfte und seine Verzweiflung spiegelte sich in seinem Gesicht wieder.
»RUHE!« brüllte Hagrid und auf einmal wurde es ruhiger. Der Halbriese hatte sich neben Harry gestellt und machte sich nun seine Größe zum Nutzen. Er hob seine riesigen Pranken und machte sich damit noch viel größer und angsteinflößender. Das Gemurmel erstarb noch bevor Hagrids Echo über dem Platz verstummen konnte. »Lasst den Jungen aussprechen! Und wer noch irgendeinen Pieps dazwischenruft, kriegt es mit Seidenschnabel zu tun!« Seine Stimme donnerte unheilvoll über die Köpfe der Schüler hinweg.
»Danke, Hagrid.« Harry war dankbar für ein wenig Zuspruch. »Ich weiß, wie es aussehen mag für Außenstehende. Professor Snape hat nie eine Gelegenheit ausgelassen, um Hauspunkte abzuziehen oder uns in seinem Unterricht zu schikanieren oder uns Extraarbeit aufzuhalsen. Ich kann mir vorstellen, dass keiner von euch ihn auch nur in Betracht gezogen hat, dass er der schützende Wall war, der sich zwischen euch und Voldemort aufgebaut hatte. Hat er euch in dem letzten Jahr jemals gefoltert? Oder euch mit Zaubertränken gequält oder aus euch die Wahrheit gelockt mit einem Veritaserum?« Leises Gemurmel bestätigte seine Annahmen. »Als Dolores Umbridge mich ausfragen wollte und Veritaserum einsetzen wollte, gab Professor Snape vor, er hätte keinen Vorrat mehr und das Brauen eines solchen Tranks würde einen Monat dauern. Wer in seinem Unterricht aufgepasst hat, weiß ganz genau, dass das nicht stimmt. Aber Umbridge hat es ihm geglaubt, und suspendiert, nur damit mein Wissen und unser Vorhaben nicht auffliegen würde. Luna, hat Professor Snape dich gefoltert, als er dich in Gewahrsam genommen hat?«
Er hatte den Blondschopf in der Menge nur wage wahrgenommen und wusste von ihrer Festnahme durch die Todesser. Luna Lovegood war sehr klein und ging in zwischen all den größeren Schülern unter. Doch jetzt schoben sich ihre Mitschüler von ihr weg, so dass sie in der beengten Masse auf einmal viel Platz hatte.
»Professor Snape hat mich mit niederer Arbeit und Aufgaben beschäftigt«, fing sie an. Ihre Stimme war so leise, dass man sich anstrengen musste, um sie überhaupt zu hören. Jemand reichte ihr schließlich seinen Zauberstab, damit sie ihre Stimme verstärken konnte. »Die Arbeit war körperlich anstrengend, aber er hat mich nie gefoltert oder mich zu irgendwelchen Schandtaten gezwungen. Er hat in meinen Gedanken herumgewühlt. Das war unangenehm. Aber er hat mir dabei gezeigt, wie ich mich gegen seine Angriffe wehren kann. Das war sehr spannend und lehrreich.« Die Schüler hingen an ihren Lippen. Für Luna war das ein erstes Mal, denn sonst wollte ihr selten jemand zuhören. »Leider haben die Carrows sich meiner angenommen und mich Lord Voldemort ausgeliefert. Die Zeit war weniger... schön.«
»Was würdest du sagen, warum hat er dich beaufsichtigt? Er hätte dich ebenso gut den Carrows überlassen können.« wies Harry sie drauf hin, in der Hoffnung, die richtige Antwort zu erhalten.
»Er hat jeden zu sich geholt, der von den Carrows bestraft werden sollte. Das hat bei seinen Assistenten zu Unmut geführt, aber Professor Snape war da uneinsichtig und wollte die Bestrafung persönlich vornehmen.«
»Und woher weißt du das? Er hätte es als Druckmittel ausnutzen können«, erinnerte Harry sie.
Luna lächelte in ihrer typisch naiven Art. »Weil er es sagte.« Und ihre Augen leuchteten bei ihrer Antwort als sei es die natürliches und naheliegendste Erklärung überhaupt. »Im Kerker neben seinem Labor hatte er immer ein Auge auf uns und die Bestrafungen waren nicht viel strenger als das, was wir ohnehin schon von Professor Snape gewohnt waren. Er hatte mich sogar einmal vor Übergriffen bewahrt.«
»Welche Übergriffe meinst du, Luna?«, fragte Harry verblüfft.
»Einer der Slytherin... er war ein Todesserrekrut, er hatte sich in den Kerker geschlichen als ich die Kessel für Professor Snape geschrubbt habe. Er stand auf einmal hinter mir und...« Luna brach ab.
»Es war ein Schüler?« fragte Harry erstaunt.
»Ja«, war die schlichte Antwort.
»Warum hatte er Zugang zum Kerker? Warst du nicht eingesperrt?« fragte Harry weiter.
»Professor Snape hat mich nie eingesperrt. Er sagte, dass wegrennen ohnehin keinen Zweck hatte also müsste er mich auch nicht einsperren. Ich konnte kommen und gehen wie ich wollte, aber ich hielt es im Kerker für sicherer. Das heißt... so lange Professor Snape anwesend war.«
»Was hat man dir angetan, Luna?« fragte Harry leise und die Menge hörte gebannt zu. Selbst eine Stecknadel hätte man fallen gehört in der Stille. Im Grunde genommen wollte Harry das Ausmaß der Bestrafungen auf Hogwarts gar nicht wissen, aber den meisten würde es vielleicht helfen, wenn sie darüber sprachen. Normalerweise würde so etwas allerdings weniger öffentlich stattfinden.
»Mir? Hat man gar nichts angetan. Professor Snape kam noch rechtzeitig, um mich aus den Armen des Schülers zu befreien. Er war erbost und hatte den Slytherin von mir weggeschleudert. Er sagte, ich sei für den Dunklen Lord zur Befragung bestimmt. Und das war's dann. Der Slytherin rannte wie gebrandmarkt hinaus. Er wollte es nicht zeigen, aber ich wusste, warum er es getan hat. Er wollte nicht, dass man mir etwas antut. Deswegen war er mein Schutzschild.« Sie sah sich in der Menge um, schaute in die Gesichter der Umstehenden, und sprach sie dann direkt an. »Ihr habt es doch auch erlebt. Die Strafen waren streng und wir haben teilweise bis spät in die Nacht irgendwelche stumpfsinnigen Aufgaben erledigt, aber Professor Snape hat uns nie gefoltert, oder mit einem Fluch belegt, oder Veritaserum an uns verwendet. Sicher konnte er nicht immer Folterungen verhindern. Das hätte zu viel Aufsehen erregt, besonders wenn er sich für diejenigen eingesetzt hätte, die nicht den Idealen der Todesser entsprachen.« Jeder wusste, wovon sie sprach. Schlammblut! »Ich habe eine ganze Weile in Professor Snapes Kerker verbracht, tagein tagaus. Aber den Unterschied von Tag und Nacht bekommt man da unten nicht gut mit. Ich habe mir vorgestellt, dass es eine lange Nacht wäre.«
»Wie oft hat dich Professor Snape festgehalten?« fragte Hermione, die neben Harry trat.
»Dreimal... bis die Carrows dann kamen und mich mitnahmen. Das war außerhalb der Schule. Da konnte mich Professor Snape schlecht vor den anderen bewahren, nicht wahr? Er war schließlich einer von ihnen, und so lange es Voldemort zuließ, würde Snape weiterhin Schüler mit leichten Strafen davonkommen lassen.«
»Danke, dass du so lange durchgehalten hast«, sagte Harry, weil er nichts anderes zu sagen wusste. Das ganze Ausmaß dessen, was während eines Jahres auf Hogwarts passieren konnte, war ihm nicht bewusst gewesen. Er hatte sich zu sehr auf seine Aufgabe konzentriert, die Horkruxe zu finden und zu zerstören.
Harry stand regungslos da.
Luna lächelte trotz allem. Manchmal wünschte er, er könnte in der gleichen Welt leben, in den sich Lunas Geist zurückgezogen hatte. Ihre Ansichten wirkten abstrakt und seltsam auf andere, aber vielleicht war es genau das, was sie zusammenhielt.
Bevor die Menge unruhig werden konnte, sprach er weiter, denn er hatte noch einen letzten Punkt anzusprechen, den dieser Krieg nach sich zog: »Ich möchte euch von den sechzehn Jahren erzählen, in denen Snape... Professor Snape«, korrigierte er sich schnell, »für Dumbledore agiert hat. Obwohl seine Tarnung jederzeit auffliegen konnte, ist er zu allen Todessertreffen gegangen, um Informationen für den Orden des Phönix zu sammeln. Zweifelsohne war es zu bestimmten Zeiten fraglich, auf welcher Seite er wirklich stand. Schließlich hat er auch Informationen unter den Todessern gestreut, um in Voldemorts Gunst zu bleiben. Allerdings hat er Voldemort hinters Licht geführt und diese Aufgabe benötigte ein hohes Maß an Konzentration und Beherrschung über den eigenen Geist, das nur wenige hätten aufbringen können. Voldemort war einer der fähigsten Legilimentoren. Er war dafür bekannt, sowohl im Geist seiner Opfer, als auch in den Köpfen seiner Anhänger herumzuwühlen. Bei seinen Opfern hinterließ er Visionen, welche sie wahnsinnig werden ließ. Bei den Todessern nutzte er die Technik, um Lügen aufzudecken oder deren Loyalität zu prüfen. Es fordert sehr viel Beherrschung, um jemanden wie Voldemort aus seinen Gedanken zu verbannen oder vor ihm die Bilder zu verstecken, die er nicht sehen sollte. Professor Snape ist es aber gelungen. Er hat es nicht nur geschafft, in der Gunst Voldemorts aufzusteigen, sondern auch, das Vorhaben und die Pläne des Phönixordens vor ihm geheim zu halten. Und ihm haben wir es zu verdanken, dass die meisten von uns überlebt haben, und dass euch nichts schlimmeres passiert ist als ein wenig Mehrarbeit oder eine kurze Interrogation.«
Die Menge war still. Keiner wagte es, einen Zwischenruf einzuwerfen oder zu protestieren.
»Professor Snape wurde von Voldemorts Schlange mehrmals gebissen. Im Moment sieht es so aus, als würde er einfach verbluten. Die Tinkturvorräte sind ausgeschöpft. Wir haben aktuell keine Möglichkeit mehr, ihm zu helfen.« Als Harry den Satz beendete kamen keine Kommentare, die gegen Snape gerichtet waren oder die auf Rache aus waren.
Die Situation war kritisch. Madame Pomfrey hatte es ihm erklärt, aber Harry hatte nicht alles verstanden oder nur halbherzig hingehört. Wo war der Sinn, wenn Snape es bis hierher geschafft hatte und es doch nicht überleben würde, weil das Schlangengift die Wundschließung verhinderte und ihn langsam ausbluten ließ.
Unter normalen Umständen wäre das kein Hindernis gewesen. Aber auch wenn Professor Snape das ganze Jahr über Zaubertränke neu gebraut hätte, um auf die Schlacht vorbereitet zu sein, wären sie bei weitem nicht damit ausgekommen.
Madame Pomfrey hatte schon bei St. Mungo angefragt, aber die Tränke waren teuer und das Hospital war nicht bereit, die Zaubertränke ohne Befund zu überlassen. Sie war so geistesgegenwärtig gewesen, um keine Informationen herauszugeben, für wen die Tränke bestimmt waren. Die anderen Lieferungen wurden prompt bewilligt, nur die blutbildenden Tränke nicht. Von der angefragten Menge wurden nur 10% geliefert.
Es war so frustrierend!
»Ich habe mir gedacht, wenn wir ihm schon nicht mehr wirklich helfen können, so möchte ich doch wenigstens eine Nachtwache für ihn hier im Hof einrichten«, begann Harry, nun doch weniger von seiner Idee überzeugt.
Es würde ohnehin nichts nützen. Wenn Professor Snapes Körper nachgab, dann würde auch keine positive Energie helfen, welche die Schüler in Gedanken an ihn schickten.
Die Schüler schauten sich gegenseitig an. Allgemeine Hilflosigkeit machte sich breit. Was hatten sie auch sonst zu bieten? Sie waren Schüler, die ihre Ausbildung noch gar nicht abgeschlossen hatten. Niemand würde hier auf die Schnelle einen Blutbildenden Trank herstellen können, geschweige denn so viele, dass sie Severus Snape damit versorgen könnten.
Arthur Weasley war einmal von Nagini gebissen worden, und ihm konnte nur geholfen werden, indem man ihm den Blutbildenden Trank stündlich einflößte über mehrere Tage.
»Kann man ihm denn nicht anders helfen?« fragte ein Schüler, dessen Name Harry auf Anhieb nicht einfiel. Er trug Umhang mit dem Ravenclaw Wappen.
Harry schüttelte resigniert den Kopf.
»Madam Pomfrey rechnet ihm keine große Überlebenschance zu«, erwiderte er.
»Was ist mit der Heilkunde der Muggel?« fragte ein anderer Schüler. Alle Augen richteten sich auf den Jungen.
»Professor Snape ist von einem magischen Wesen angegriffen worden. Da wird keine Muggelheilkunde helfen«, mutmaßte Harry, auch wenn er da nicht wirklich sicher sein konnte.
»Aber er braucht den Blutgewinnungstrank, richtig?« Der Junge ließ nicht nach. »Meine Mutter ist Ärztin. Es gibt bei den Muggeln einen Weg, Menschen zu helfen, die zu viel Blut verloren haben. Derjenige bekommt das Blut eines anderen Menschen.« Der Junge suchte verzweifelt nach den richtigen Worten, und die Schüler um ihn herum verzogen angewidert das Gesicht. Dass jemand das Blut eines anderen Zauberers, injiziert bekam, hörte sich unmöglich und viel zu intim an. »Das hilft bei nicht magischen Menschen, warum sollte es nicht auch bei Zauberern und Hexen funktionieren?« wunderte sich der Junge.
Da trat Professor McGonagall vor. Alle Augen richteten sich ehrfürchtig auf die erfahrene und zierliche Hexe. Wenn sie keine Antwort hatte, würde es keine geben. »Das Blut eines Magiers ist nicht nur magisch aufgeladen. Es trägt auch die Erinnerungen und Fähigkeiten desjenigen in sich, der das Blut gespendet hat. Die Prozedur wurde tatsächlich einmal praktiziert, aber es kam zu recht eigenständigen Nebeneffekten sehr privater Natur. Derjenige, der das Blut erhält, übernahm oftmals für eine kurze Weile Eigenschaften des Spenders, seien es Charaktereigenschaften, magische Fähigkeiten, bis hin zu Erinnerungen und Emotionen. Und die Transfusion erwies sich nicht immer als erfolgreich«, erklärte sie.
»Wenn ich das richtig verstehe«, es war Kingsley, der nun sprach, »ist es möglich, dass wir ihm damit helfen können.«
Der Junge trat näher heran als fürchtete er, man könne ihn nicht hören. »Meine Mutter sagt immer, dass man die Blutsorten in Kategorien einteilt. Ich habe es nie richtig verstanden, weil es mich auch eigentlich nie interessiert hat, aber Blut ist nicht gleich Blut. Wenn jemand Blut bekommen soll, muss es die gleiche Kategorie... oder Klasse sein, die er hat. Ansonsten funktioniert das nicht.«
Kingsley und Minerva tauschten stumme Blicke miteinander.
»Ist deine Mutter eine Hexe?« fragte Kingsley den Jungen.
Ein wenig eingeschüchtert nickte er. Er musste einer der Erstklässler sein, denn Harry konnte sich nicht an seinen Namen erinnern. Wenn dem so war, so zeigte dieses Kind großen Mut, wenn er einem Mann helfen wollte, den er als grausam und unleidig kennengelernt haben musste.
Kingsley und Minerva besprachen die Angelegenheit leise und schnell. Beide nickten sich gegenseitig zu.
Wieder an den Jungen gerichtet sprach Professor McGonagall: »Hat deine Mutter in der Schlacht mitgewirkt?«
»Nein, ich konnte sie nicht darüber informieren. Sie arbeitet im St. Joseph Hostpital in Birmingham«, antwortete der Junge.
Kingsley nickte McGonagall zu. Minerva nahm sich des Jungen an und führte ihn runter vom Platz.
Schließlich wandte sich Kingsley wieder an Harry: »Sie können Ihre Nachtwache abhalten, Mr. Potter. Ich denke, wir können Ihnen in dieser Sache vertrauen. Aber seien Sie sich gewiss, dass Severus Snape damit nicht unschuldig gesprochen ist. Er wird wie jeder andere Todesser auch vor Gericht gestellt und befragt... sollte er überleben. Haben Sie das verstanden, Mr. Potter?« Kingsleys Augen blitzten ernst und obwohl der Fackelschein den Hof in ein warmes Licht hüllte, wirkte er seine dunkle Haut fahl.
Mit Harrys Reaktion hatte er allerdings nicht gerechnet: »Ich werde ihn nicht an Euch ausliefern!«
Kingsley kniff die Augen zusammen. »Harry, deinen Mut in allen Ehren...«, begann der Auror.
»Nein! Sie haben nicht das gesehen, was ich gesehen habe! Wir tun ihm Unrecht, wenn wir ihn für alles anklagen...«
Kingsley kam zu ihm hinauf auf den Trümmerhaufen und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Der junge Potter wirkte standhaft, aber der Auror merkte ihm die Unsicherheit an. »Harry«, fing er im väterlichen Ton an. »Ich verstehe, dass du ihn beschützen willst. Sein Leben liegt jetzt sozusagen in deiner Hand. Du entscheidest, wen du zu ihm lässt und wen nicht, richtig?« Harry nickte. »Lässt du mich dann zu ihm, wenn ich dir sage, dass ich ihn nicht nach Askaban bringen werde, so lange er bewusstlos ist?«
»Ich möchte nicht, dass er noch länger leidet für einen einzigen Fehler, den er als Jugendlicher begangen hat«, brach es aus Harry heraus.
Kingsley lag es fern, dem Jungen zu widersprechen, auch wenn dieser in Rätseln sprach. »Dann lass mich zu ihm. Ich möchte versuchen, ihm zu helfen«, flehte er den Jungen an. »Du weißt, dass ich mit ihm zusammengearbeitet habe als er noch zum Orden des Phönix gehörte?« Das war der falsche Ansatz und das wusste Kingsley sobald die Worte über seine Zunge gerollt waren.
»Das war bevor Dumbledore gestorben ist!« erinnerte Harry ihn.
»Er hat ihn getötet...« korrigierte Kingsley den Jungen.
Harry hielt inne. Diese Diskussion war sinnlos.
»Sie müssen es versprechen!« sagte Harry bestimmt.
Damit hatte Kingsley nicht gerechnet. Sofort verflog die Anspannung aus seinem Körper, die er angenommen hatte, um auf den Jungen eindringlicher zu wirken. Er seufzte schließlich und nickte.
»Nein, Sie sollen es aussprechen. Kein nonverbales Einverständnis!« bestand Harry und seine grünen Augen leuchteten unnatürlich in dem Schein der Fackeln.
»Also gut. Ich verspreche dir, dass ich Severus Snape nicht ausliefern werde, so lange er nicht genesen ist.«
Das schien den Jugendlichen zufrieden zu stimmen... Nein, zufrieden war das falsche Wort. Er wirkte erleichtert, vorübergehend.
Es war Luna, die schließlich wieder sprach, da Harry offensichtlich vergessen hatte, dass er alle Schüler zusammengerufen hatte.
»Also während andere nach einer Möglichkeit suchen, um Professor Snape zu helfen, was genau sollen wir währendessen tun?« fragte das Mädchen, dessen Augen so unschuldig und naiv glänzten als gäbe es keine Dunkelheit in dieser Welt.
Harry löste sich von Shacklebolt und wandte sich wieder der Schülerschar zu: »Uns bleibt nicht viel, auch wenn sich einige unerwartet hilfsbereit zeigen. Es ist keine Garantie, dass er überlebt. Ich fand, es wäre eine gute Idee, wenn wir ihm den Respekt zollen, der ihm sein ganzes Leben lang verwehrt geblieben ist. Sei es, weil er seine Rolle spielen musste, oder weil er zu Aktionen gezwungen war, die er nicht durchführen wollte. Ich habe eine Kerze in sein Fenster gestellt. So lange sie brennt, heißt das, dass er noch lebt. Man hat vom Innenhof Sicht auf das Fenster.«
Er deutete auf den Hof, der sich hinter dem zerstörten Kreuzgang erstreckte.
»Niemand ist dazu gezwungen, irgend etwas zu tun. Ich dachte nur, es wäre eine nette Geste... und vielleicht kriegt sein Geist ja doch irgend etwas davon mit.« Mehr Worte brachte er nicht mehr über seine Lippen. Er hatte zu viel Schmerz und Tod in den letzten Tagen gesehen und war es leid, Leute zu verlieren.
Neville war der erste, der sich etwas zu sagen traute: »Ich bin kein Fan von Professor Snape. Er hat mich immer schikaniert im Unterricht, ob es nun gerechtfertigt war oder nicht. Er hat mir das Gefühl gegeben, nichts zu können und nichts zu lernen. Ich erinnere mich noch ans Nachsitzen... zu Zeiten als Dumbledore noch gelebt hat. Da wusste ich schon, dass Zaubertränke mein schlimmstes Fach sein würde. Wenn ich auch nur wusste, dass ich am Tag eine Doppelstunde Zaubertränke hatte, konnte ich schon gar nichts frühstücken, weil ich nervös wurde und dann wurd mir schlecht. Er war nie ein guter Lehrer meiner Ansicht nach. Und er hat auch nie nach Lehrbuch gelehrt. Seine Tinkturen hatten immer andere Rezepturen als die im Buch. Das hat das Lernen zusätzlich erschwert, wenn man nicht mitkam. Ich will ihm nicht unterstellen, dass er ein schlechter Mensch ist. Vielleicht werde ich eine andere, objektivere Sicht auf die Situation haben, wenn mehr Zeit verstrichen ist. Aber er kannte sein Fach sehr gut und ich will nicht leugnen, dass er von seinem Fach mehr Ahnung als so manch anderer Lehrer hatte. Ich werde meinen Zauberstab für ihn erheben wie ich es für jeden anderen getan habe, und ich möchte mich der Nachtwache anschließen.«
Neville hatte so viel mehr Mut in den letzten Monaten bewiesen. Harry war stolz auf ihn.
Neville kam zu ihm den Steinhaufen hinauf. »Ich glaube, wir können das hier alleine regeln. Du möchtest bestimmt drinnen wachen oder? Zeig mir das Fenster.«
oOo
Kingsley Shacklebolt stand an Severus Snapes Bett. Das Zimmer war dunkel. Bis auf die einzelne Kerze im Fenster gab es kein Licht.
Der Kamin war angeblich auch verstopft.
Trotzdem war es warm in diesem blanken Gemäuer.
Madame Pomfrey hatte gerade die Verbände neu gewechselt und verließ mit der Schüssel blutiger Mullbinden das Zimmer.
»Warten Sie!« rief Harry ihr im Gang nach.
Die Heilerin blieb verdutzt stehen.
»Ich glaube, wir könnten die noch gebrauchen.« Harry deutete auf die Schüssel.
»Aber sicher doch. Ich bringe sie gleich wieder zurück«, antwortete Madame Pomfrey. »Ich werde frisches Verbandszeug mitbringen und ihnen zeigen, wie man diese wechselt.«
»Nein, das meine ich nicht«, erwiderte Harry und wusste nicht, ob es wichtig war. »Es gibt vielleicht eine Methode, mit der wir dem Professor zu mehr Blut verhelfen können.«
»Mr. Potter, ich sagte Ihnen doch schon, dass das das letzte Fläschchen Blutbildenden Tranks ist, die wir haben...«
»Es handelt sich um eine Muggeltechnik«, unterbrach er sie forsch. »Einer der Eltern eines Schülers ist wohl Arzt und Professor McGonagall will herausfinden, ob die Methode in Frage kommt. Dafür bräuchten wir bestimmt Blutproben von Professor Snape.«
»Eine Muggelheilmethode?« fragte sie verwundert. »Ich bin mir nicht sicher, ob das dem Professor gefallen wird.«
»Wenn es sein Leben rettet, darf er sich gerne später darüber bei mir beschweren.« Harry versuchte zu lächeln und deutete mit einem Kopfnicken auf die Schüssel.
»Oh, darauf können Sie sich verlassen! So etwas hat noch niemand gewagt. Die Nebenwirkungen dürften sehr interessant sein«, Madame Pomfrey wirkte sonderbar zuversichtlich, und Harry wollte sich davon anstecken lassen. Wenn da nicht die dunkle Stimme aus den Tiefen seines Bewusstseins wäre, die sehr vertraut klang und ihm alle Fehlschläge vorhielt, die durchaus passieren könnten.
Madame Pomfrey überließ ihm nur zu gern die Schüssel. Er wagte keinen Blick hinein. Allein der Geruch bereitete ihm eine Talfahrt in seinem Magen.
Wieder im Zimmer sah er wie Kingsley sich über die leblose Gestalt beugte, die einmal Harrys Lehrer und schlimmster Albraum gewesen war.
»Hm...«, meinte der Auror. »Ich bin kein Heiler, aber ich könnte ihm meine Energie senden. Das könnte unter anderem helfen.«
»Wie macht man das?« fragte Harry neugierig und stellte die Schüssel auf dem Waschbecken hinter der Tür ab.
»Es ist wortlose Magie«, versuchte Kingsley es zu erklären ohne den Blick von Severus abzuwenden. »Wenn man eine Verbindung zu der Person hat, ist es leichter. Man stellt eine mentale Verbindung her. Dazu braucht es normalerweise etwas Übung, wenn man keine emotionale oder genetische Verbindung mit der Person teilt. Aber sobald man den Kniff raus hat, ist es eigentlich ganz einfach.«
Kingsley tippte sich an den Kopf, als würde dies alles erklären.
»Harry, du weißt, dass Severus und ich im Orden des Phönix waren, bevor alle - einschließlich mir - glaubten, dass Severus uns verraten hätte.«
»Ja, das weiß ich.« Harry hatte nie an solchen Treffen teilgenommen, aber er hatte sie belauscht. Ob der Orden davon nun wusste, stand auf einem anderen Blatt. »Existiert der Orden überhaupt noch? Jetzt, wo Dumbledore nicht mehr da ist...« Er verlor sich in seinen Gedanken. Der Tod Dumbledores schmerzte noch immer, obwohl er nun schon etwas mehr als ein Jahr her war.
»Der Orden hat nie aufgehört zu existieren, Harry«, begann Kingsley und studierte Severus' Hände eingehend. »Wir waren uns nur eine zeitlang uneins, wie wir agieren sollten. Es war eine schwierige Zeit, aber wir haben uns zusammengerauft. Dumbledore hatte mal etwas angedeutet, dass es eine Zeit geben würde, in der er nicht mehr bei uns sein könnte. Aber du kanntest den alten Zauberer ja... Er sprach immer in Rätseln. Alles ergab vorher keinen richtigen Sinn. Aber nach seinem Tod schon. Es war nur sehr schade, dass sich einige Mitglieder nicht an ihre Rollen halten konnten und selbstständig agierten.«
Seine Hände begannen zu flimmern wie ein das Leuchten eines Fernsehgerätes, das abends zu lange an war während das Programm längst für die Nacht eingestellt worden war.
Es war ein kaltes Leuchten.
Harry schreckte zurück.
»Immer mit der Ruhe, Harry. Ich versuche nur eine Verbindung herzustellen. Man sucht nach einem Lebenswillen der Person, der man die Energie schenken will. Manchmal dauert das etwas länger, weil die Person schon zu weit entfernt ist«, versuchte Kingsley zu erklären. Seine Augen hatten sich geschlossen während er beide Hände des Patienten sanft umschloss. »Manchmal kann man diese aber nicht mehr erreichen, weil sie nicht erreicht werden will.«
Der Mann verstummte, und das Leuchten zwischen seinen und Snapes Händen wurde stärker. Kingsleys Stirn kräuselte sich und er verfiel einem angestrengten Schweigen. Nach einer schier unendlichen Weile klarten Kingsleys Augen wieder auf.
»Es tut mir leid, aber ich kann ihn nicht erreichen.«
»Was meinen sie damit?« fragte Harry resigniert.
»Es ist einfacher bei Zauberern, die nicht in Okklumentik bewandert sind. Aber Professor Snape...«
»... ist ein Meister darin«, vervollständigte Harry seinen Satz. Er fühlte sich so nutzlos. »Ich weiß, er hat versucht, es mir beizubringen, damit Tom Riddle es nicht zu leicht haben würde, die Verbindung zu meinem Geist herzustellen.«
Shacklebolt starrte ihn mit einer plötzlichen Erkenntnis an. »Also ist es wahr. Du warst der letzte Horkrux?« fragte er beinahe entsetzt.
Harry nickte. »Dumbledore muss es geahnt haben und ordnete Okklumentikstunden mit Professor Snape an. Wir waren beide nicht begeistert, wie Sie sich vorstellen können.«
Wenn er auch nur an die Stunden zurückdachte und an diese zufällige Entdeckung, wie sein ehemaliger Lehrer von den Herumtreibern schikaniert wurde. Er schämte sich sofort wieder, obwohl ihm nicht klar war, wofür. Die Taten seines Vaters waren nicht die seinen. Er hatte seinen Vater nie kennengelernt. Und doch fühlte er ein ihm unverständliches Gefühl von Hass und Scham gegenüber dem Jungen, der ihm so ähnlich sah. Der Junge wirkte so vollkommen anders in Snapes Erinnerungen als in den Projektionen, die Harry sich im Laufe seines Lebens herbeigewünscht hatte. In seinen eigenen Vorstellungen war sein Vater der liebevolle Mann, der ihm das zählen beibrachte oder mit ihm spielte. In den Augen von Severus Snape war James Potter lediglich das Grauen in Person, das ihm die Schulzeit in einen Albtraum verwandelte.
»Er konnte mit Leichtigkeit in meinen Gedanken herumstöbern. Wenn ich gewusst hätte, dass Tom Riddles Gedanken noch viel schmerzhafter sein würden, hätte ich besser aufgepasst.«
»Severus hat sie in Okklumentik unterrichtet? Das hat uns Dumbledore nicht einmal erzählt. Aber wenn ich deinen Aussagen Glauben schenken kann, dann war Dumbledore mit der Herausgabe seiner Informationen wirklich sehr sparsam«, stellte Kingsley fest.
»Ich glaube wir wurden alle auf die eine oder andere Weise von Dumbledore getäuscht.« Harry wollte eine Meinung hören, die nicht von irgendwem beeinflusst wurde, der irgendwie in diesem Plan mitgefangen war und voreingenommen antworten könnte. »Kennen Sie das Denkarium?« traute er sich schließlich zu fragen.
Kingsley starrte ihn angestrengt an. »Ja, es gibt wenige davon, aber ich habe bisher noch keins von ihnen verwendet. Man sagt, es kann Erinnerungen extrahieren oder auslagern, damit der Kopf wieder empfänglicher wird für neue Erinnerungen.«
Harry ließ die Schultern fallen. »Also kennen Sie sich nicht damit aus, wenn sie es noch nie benutzt haben?« Er stützte sich auf den Tisch auf der gegenüberliegenden Wand ab und verschränkte die Arme.
»Du hast Snapes Erinnerungen gesehen?« fragte der Auror, und es klang viel mehr nach einer professionellen Frage vor Gericht. Harry sah sich nicht einem Ordensmitglied gegenüber, sondern jemandem, der ein ernsthaftes rechtliches Interesse andeutete, auch wenn er es nicht aussprach.
Harry nickte benommen.
»Das sollte dich ehren. Auch wenn du mit Professor Snape nicht gerade gut ausgekommen bist. Das war ja nicht nur in Hogwarts bekannt. Aber wenn ich es mir recht überlege, kam wohl keiner so wirklich gut mit ihm zurecht.«
Er starrte wieder auf die beinahe leblose Gestalt, die umrahmt von den schwarzen Haaren sich farblich kaum von dem grauen Kissen unter seinem Kopf abhob. Ansonsten wirkte seine Haut aschfahl und beinahe leblos blass.
»Er hatte eine recht verschlossene Persönlichkeit. Im Nachhinein betrachtet war das wohl notwendig, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Ich frage mich, wie man ein solches Leben führen kann.« Kingsley ließ sich auf der Bettkannte nieder und schaute zu Harry auf. »Du hast bestimmt einiges mitbekommen, während du mit den anderen in Grimmauldsplatz warst. Glaub ja nicht, dass wir eure Spitzelversuche nicht bemerkt hätten. Snape kam immer regelmäßig, um Bericht zu erstatten, und dabei wurde er nicht selten übelst von manch anderen Mitgliedern beschimpft.«
»Sirius?« fragte Harry, obwohl er die Antwort schon wusste.
Kingsley nickte.
»Unter anderem. Er war nicht selten der Auslöser für Zwiespalt im Orden. Dumbledore verbürgte sich für Severus' Glaubwürdigkeit, aber die meisten misstrauten ihm. Wenn es also stimmt, was du sagst, Harry, dann haben ihm alle Unrecht getan... für viel zu lange Zeit. Das erfordert sehr viel Selbstdisziplin und starken Willen, um nicht an diesem Druck von außen zu zerbrechen.«
Harry nickte und blinzelte die Feuchtigkeit in seinen Augen weg. »Ich hätte das nicht geschafft. Und wenn ich daran zurückdenke, war Professor Snape fast im gleichen Alter wie ich als er sich auf Dumbledores Seite schlug. Ich könnte mir nicht vorstellen, ein solches Leben zu führen...« stellte Harry fest und wollte gar nicht an die Einsamkeit denken, die er unweigerlich in Professor Snapes Erinnerungen gefühlt hatte.
»Was ich sie zum Denkarium fragen wollte: Gibt es eine Möglichkeit, diese Gefühle zu tilgen, die man unfreiwillig mitbekommt, während man in die Erinnerungen anderer schaut?«
Kingsleys Blick veränderte sich. Er wirkte nicht mehr wie der verständnisvolle Freund, an dem man sich die Augen ausweinen konnte nach einem anstrengenden Tag. Seine Gesichtszüge wurden kantig und es brach der Auror durch. »Denkarien sind nur dazu gedacht, um Erinnerungen zu verstauen oder sie mit jemandem zu teilen. In früheren Zeiten wurde dies als Beweismittel vor dem Zaubergamot genutzt, weil es unter Veritaserum den Effekt hatte, dass die Jury sich ein Bild von dem Geschehen machen konnte. Nachdem aber feststand, dass die Erinnerungen stets eingefärbt waren von dem Gemütszustand der Befragten - auch unter dem Wahrheitstrank - ließ man vom Denkarium als Beweismittel ab. Es geriet sogar mehr oder weniger in Vergessenheit. Woher weißt Du von der Existenz von Denkarien überhaupt, Harry? Meines Wissens ist das kein Bestandteil des Unterrichts«, wollte der Auror wissen.
»Dumbledore hat eins im Schulleiterbüro und er hat es sehr oft benutzt. Ich glaub bei seinem Gedächtnis oder seinen Gedankengängen war das auch notwendig«, ereiferte Harry sich zu antworten. »Er hat mir gezeigt, wie man es benutzen kann. Er wusste wohl, dass ich es irgendwann benötigen werde. Wenn er uns nur alle vorher voll eingeweiht hätte, dann hätte so vieles anders verlaufen können...«
Seine Gedanken verzweigten sich schon wieder im Nichts. Dann schüttelte er den Kopf als würde er die Gedanken so leicht wieder loswerden können.
»Was allerdings bei Sna... Professor Snapes Erinnerungen anders war: Sie waren voller Emotionen. In Dumbledores Erinnerungen - zumindest die, mit denen er mich üben ließ - waren geordnet und ergaben vollkommen Sinn. Professor Snapes Erinnerungen hingegen sind ein bloßes Chaos von hastig aneinander gereihten Ereignissen, die völlig überlagert sind mit Emotionen, die mich völlig einnehmen, je öfter ich darüber nachdenke.«
Kingsley starrte einen Augenblick auf die Kerze, die vor dem Fenster über dem Ablagebrettchen schwebte. »Harry, wann hat er dir die Erinnerungen überreicht?« fragte er schließlich wohl überdacht.
»Nachdem Nagini ihn gebissen hatte...« antwortete Harry ohne nachzudenken.
»Er lag also im Sterben, als er die Erinnerungen produzierte?«
Harry nickte stumm.
»Das war sein letzter Moment, von dem er dachte, den er jemals erleben würde. Und ich fürchte, Dumbledore hatte dies nicht vorhergesehen oder es war nicht im Plan berücksichtigt. Er muss überrascht gewesen sein. Unvorbereitete Erinnerungen können durchaus chaotisch wirken. Normalerweise sollte man im Denkarium die Erinnerungen nur als stummer Beobachter erleben. Was hast du gefühlt, als du die Erinnerungen gesehen hast?« fragte Kingsley.
»Verzweiflung... Liebe... und eine unendliche Traurigkeit, mit der ich mich nicht abfinden kann.« Wegblinzeln half nichts mehr. Harry schob die Brille hoch und wischte sich über die Augen. »Wenn ich jetzt zurückdenke, wie ich ihn betrachtet habe, während er so da lag... und sich sein eigenes Blut um ihn herum wie eine Lache sammelte... dann schäme ich mich, weil ich für ihn kein Mitgefühl aufbringen konnte. Da lag ein Mensch im Sterben und mir konnte es nicht ferner egal sein... ich hätte eher etwas für jemanden völlig fremden empfunden. Aber für ihn? Ich konnte mich nur hinknien und wollte die letzten Augenblicke eines Verräters beobachten, den ich abgrundtief gehasst habe. Und ich konnte mich nicht dazu bringen, Mitleid für ihn zu haben... Was stimmt denn nicht mit mir, dass ich so eiskalt neben einem Menschen sitzen kann, der gerade stirbt und mich flehend anstarrt und genau weiß, dass es vorbei ist? Ich war so geblendet...«
Seine Sicht verschleierte sich und seine Schultern bebten als er die Erkenntnis zuließ, die er die ganze Zeit verdrängt hatte.
Kingsley stand auf einmal neben ihm und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Eine unangenehme Stille breitete sich zwischen ihnen aus. So gut kannten die beiden sich nicht, dass sie irgendeine gemeinsame Basis für freundschaftliche Gespräche hatten. Und doch war es genau das, was Harry es so erleichterte - dieses ekelhafte Gefühl auszusprechen, das sich durch seine Fasen frass seitdem er in das Denkarium geschaut hatte.
»Du hast genau das gesehen, was er alle anderen auch sehen lassen wollte. Er war ein Spion durch und durch. Dumbledore wusste, dass er sich auf Severus' Loyalität verlassen konnte, und er war der einzige, der diese Rolle so glaubhaft ausfüllte. Mach dir nichts draus, dass du darauf reingefallen bist. Er hat uns alle sehr gut getäuscht.«
Kingsley wusste, dass ihm die Erklärung das Leben nicht leichter machen würde. Was Harry jetzt brauchte, war Zeit, um seine Gedanken um die Wahrheit zu wickeln und sie zu verstehen. Der Junge weinte still an seiner Schulter. »Du sagst, du hast Gefühle gespürt während du in die Erinnerungen geschaut hast. Bist du dir sicher, dass das nicht deine eigenen Empfindungen waren, Harry?«
Er spürte nur das Kopfnicken an seiner Schulter. Der Junge konnte ihm nicht antworten. Kingsley murrte etwas vor sich hin und stieß scharf die Luft aus.
»Dann hoffen wir, dass er überlebt. Er ist wohl der einzige, der jetzt weiß, wie man ein Denkarium verwendet. Ich wüsste nämlich niemanden, der dies noch praktiziert. Hat er das von Dumbledore?« fragte er schließlich. Seine Stimme durchschnitt warm die unangenehme Stille.
»Dumbledore hat es regelmäßig benutzt. Ich denke, er wird Severus darin unterwiesen haben... genau wie mich.«
»Einen Moment...« fing Kingsley an. »Wo ist das Denkarium?« fragte er plötzlich und klang auf einmal sehr verwundert.
»Im Büro des Schulleiters. Wieso?« gab Harry irritiert zurück.
»Wie bist du in das Büro des Schulleiters gekommen? Das muss doch während der Schlacht gewesen sein, oder nicht?«
»Worauf möchten Sie hinaus?« Eine Falte bildete sich zwischen Harrys Augenbrauen als er diese konsterniert zusammenschob.
»Das Büro des Schulleiters wird vom Gargoyle bewacht und soweit ich mich erinnern kann, war Minerva die ganze Zeit bei mir. Ich weiß zwar nicht, ob sie überhaupt Zutritt bekommen hatte zum Büro, aber der Gargoyle öffnet nur demjenigen, der die Berechtigung hat als Schulleiter. Nur das richtige Passwort wird nicht reichen. Das Biest verweigert Unberechtigten gerne den Zutritt.« erklärte Kingsley.
»Sie haben also die Geschichte von Dolores Umbridge gehört?« informierte Harry sich. Der Schatten eines verschmitzten Lächelns huschte über sein Gesicht. Er erinnerte sich nur zu gern daran, als Umbridge kurzzeitig zur Schulleiterin ernannt wurde durch das Ministerium. Doch sie musste ihr Büro behelfsmäßig verlegen, weil der Gargoyle zum Schulleiterbüro ihr den Zutritt verweigert hatte.
Kingsley stieß die Luft scharf aus. »Das war der letzte Schrei unter uns Ordensmitgliedern. Dumbledore hat's nicht im geringsten gewundert. Er meinte, der Gargoyle erkennt den echten Schulleiter und verweigert denen den Zutritt, die Hogwarts nicht würdig sind. Das war einer der Gründe, warum so viele Lehrer in Hogwarts geblieben sind unter seiner Leitung.« Er deutete mit einem Kopfnicken auf Severus.
»Der Aufgang zum, Büro ist teilweise zerstört. Deswegen hatte ich Zutritt zum Büro« erklärte Harry und erntete ein simples hm als Antwort.
Sie schauten eine Weile still auf den Patienten. Von draußen drangen schwermütige Klänge herein. Eine dunkle Melodie, die von einer verirrten Seele erzählte, die in der trostlosen Finsternis nach Licht sucht. Sie beide kannten das Lied, das vor dem Fenster gesungen wurde. Es war ein bekanntes Lied von Professor Flitwick und es wurde mindestens einmal pro Schuljahr aufgeführt.
»Scheint so als hätte deine Rede großen Anklang gefunden«, stellte Kingsley fest. Er war zu dem schmalen Fenster gegangen und sah hinunter in den Hof. »Wer hätte gedacht, dass sich so viele Schüler einmal für Severus Snape einsetzen würden?«
»Er war nicht sonderlich beliebt...« sagte Harry.
Kingsley schnaufte. »Das ist eine vage Untertreibung.« Er warf ihm einen Blick über die Schulter zu. »Aber die Schüler vertrauen auf Harry Potter. Du hast einen Einfluss auf die Menschen, Harry. Nutze den Einfluss bedacht.«
Es war ein gut gemeinter Ratschlag, aber es klang wie eine ferne Drohung.
»Wie wär's wenn ich die Wache für jetzt übernehme und du dich erst einmal hinlegst?« Er bemerkte schnell, wie Harry zögerte.
»Lass mich dir helfen...« Er zückte seinen Zauberstab.
»Formam Mutatio!«
Der Tisch, gegen den Harry lehnte, veränderte prompt die Form in ein Sofa, das sich gedrängt und ächzend in die viel zu kurze Lücke quetschte, die der Tisch hinterließ. Mit einem dumpfen Aufprall fiel er dem Hintern voran auf die weiche Sitzfläche.
»Ich verstehe, dass du ihn nicht aus den Augen lassen willst. Du fühlst dich schuldig.« Wieder griff er nach Harrys Schulter. »Aber das ist nicht deine Schuld, Harry. Severus hat seine Entscheidung getroffen. Er hatte seine Gründe, diesen Weg zu beschreiten. Schlaf ein wenig! Du siehst furchtbar aus.«
Harry wagte es nicht zu widersprechen. Er starrte lediglich zu ihm hinauf. Selbst seine Brillengläser konnten die dunklen Augenringe nicht mehr verstecken.
»Ich werde dich wecken, wenn er sich regen sollte«, versprach Kingsley.
AN 2.0:
Der obligatorische Satz zum Schluss:
Reviews sind des Fanfictionschreibers Futter für Leib und Seele. Also keine Schüchternheit vortäuschen! ;)
