Harry zischte aufgrund des Schmerzes. Er duckte sich, gerade noch rechtzeitig, denn Helartha startete schon einen weiteren Angriff. 'Nicht denken', dachte er, 'verdammt!'

Er stolperte zurück, kurz darauf klirrten ihre Schwerter gegeneinander. Er biss knirschend die Zähne zusammen.

Helartha grinste. „Du verlierst!"

„Niemals!", knurrte er.

Sie zog ihr Schwert zurück, hastig tat er es ebenso. Eine Weile umkreisten sie sich und warteten auf den Angriff des anderen.

„Du hast dich besser geschlagen, als ich dachte", sagte sie, „ernsthaft, Eldar hätte dich weniger trainieren sollen!"

„Hat er das etwa bei dir zu wenig getan?", sagte er spöttisch, nutzte aber ihre kurze Abgelenktheit und griff erneut an.

Abermals schlugen die Metalle gegeneinander - es klirrte - und dann hatte Harry eine Idee. Er zog sein Schwert zurück und rannte rückwärts über den sandigen Trainingsplatz.

Sie verengte kurz ihre Augen, versuchte vermutlich seine Strategie abzuschätzen. Und dann rannte sie auf ihn zu, die Klinge erneut erhoben.

Immer schneller bewegte sich Harry, er brauchte Abstand. Dann begann die Veränderung. Die metallene Klinge seines Schwertes wurde hölzern, der Griff verschwand vollständig und das Material stärkte sich. Es wurde ein Kampfstock.

Im letzten Moment erhob er ihn. Helarthas Schwert krachte dagegen, doch es hielt stand. Kurz blinzelte sie verwirrt, doch verengte dann ihre Augen. „Das ist unfair!", rief sie. Auch ihr Schwert begann sich zu verändern und verwandelte sich in das Gegenstück. Sie lächelte.

Nun trafen die Hölzer aufeinander. Harry ließ eine Hand davon los, die er vorher an jedem Ende gehabt hatte, verstärkte seine andere Hand damit und stach zu.

Helartha erhob jedoch zu spät ihr Holz und er traf. Sie taumelte rückwärts und hob beide Hände. „Nun", sagte sie schweratmend und stützte sich auf ihrem Stock, nachdem sie sich wieder gefangen hatte, „das war besser als ich erwartet habe!"

„Normalerweise hättest du nicht aufgegeben", erwiderte Harry. Auch sein Atem war schwer.

„Schon", stimmte sie zu, „aber wenn du keine Magie verwendet hättest, hätte ich es auch so geschafft!"

Er lächelte. „Sicherlich!"

Beide ließen sich auf den Boden fallen. Sie sah ihn an. „Trainieren wir morgen wieder mit den Monoise? Ich kann ehrlich gesagt gerade nicht mehr."

„Natürlich", antwortete er. Anfangs war er verwirrt gewesen und hatte sich gefragt, was zur Hölle Monoise waren, aber im Grunde waren es Pferde. Zumindest waren sie ähnlich.

„Gut", erwiderte sie und grinste, „hier!" Sie zog eine Flasche Wasser hervor und reichte sie ihm.

Harry nahm sie dankend an und trank etwas.

„Machen wir eigentlich zusammen?", fragte sie plötzlich.

Er blinzelte verwirrt. „Wobei?"

„Oh", sagte sie und lachte, „beim Turnier."

„Was für einem Turnier?"

„Das Turnier zum Geburtstag von Avourel", erklärte sie ungeduldig, „du weißt schon, unser Anführer."

Harry nickte nachdenklich. „Und du möchtest, dass wir teilnehmen?"

„Ja, überlege doch mal, das ist unsere Chance!", rief sie begeistert.

„Okay", murmelte er.

„Und mit dir haben wir gute Chancen!", meinte sie.

„Oh nein!", rief Harry, „überhaupt nicht!"

„Doch!", sagte Helartha entschieden. Plötzlich runzelte sie die Stirn. „Warum sieht mein Onkel so", sie verengte ihre Augen, „so verärgert aus?"

Harry drehte sich um.

Eldar kam über den Trainingsplatz gestapft und sie hatte recht, er sah wirklich nicht glücklich aus.

„Eldar", rief Harry von weiten, „warum bist du so miesgelaunt?"

Er antwortete nicht. Als der ältere Mann bei ihnen ankam schenkte er ihnen nur einen grummeligen Blick, zog seinen Kampfstock und begann sie mit Magie zu attackieren.

„Onkel, was ist los?" Nur mühsam wich Helartha einem Zauber aus, in dem sie sich duckte.

Harry drehte sich zur Seite. „Eldar! Hör auf!"

Doch der alte Mann dachte nicht daran, aufzuhören, nein, im Gegenteil: Mit immer mehr Magie befeuerte er sie.

Harry zog erneut sein Schwert und blockte mit der Klinge einen Zauber.

Helartha und er tauschten einen Blick und nickten sich zu, doch fast sofort wandten sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Angreifer zu.

Einen Gegenstand einfach zu erschaffen wäre anstrengend und würde zudem zu viel Energie verbrauchen.

Mit einem kurzen Blick zu Eldar streckte Harry aus und schoss einen Zauber auf den Boden vor ihn. Er sah wieder auf und nickte Helartha zu, auch sie sah es und nickte. Sie hörte auf sich zu verteidigen. Stattdessen griff Harry Eldar an, um ihn abzulenken, wie sie es gerade getan hatte.

Helartha verwandelte, so sah er es aus den Augenwinkeln, den winzigen Stein, den Harry erschaffen hatte, in eine Mauer aus relativ bruchsicheren Steinen und schob sie mithilfe ihrer Magie vor Harry. Hastig sprintete sie auch zu ihm.

Sie hörten, wie Eldar die Mauer beschoss, anstatt sich die Mühe zu machen, herumzugehen. Allerdings hatten die Beiden darauf gesetzt und es auch als Falle gebaut.

Beide atmeten einmal kurz ein und aus, sahen sich an und nickten sich erneut zu. Dann, wie auf ein geheimes Signal, schossen beide hinter jeweils einem Ende der Mauer hervor und attackierten Eldar.

Doch dieser hob nur seine Hände, richtete sie in ihre Richtung und schoss aus jeder Hand einen Zauber hervor. Sie waren so schnell, dass Harry und Helartha keine Chance hatten auszuweichen. Er traf sie in die Brust und schleuderte sie nach hinten, wo sie stöhnend aufkamen.

„Habt ihr genug?", rief Eldar und lächelte.

„Hölle!", fluchte Helartha, aber jeder konnte es hören, „du hast uns doch angegriffen!"

Harry richtete sich langsam auf und sah sich um.

Sie lag noch auf dem Boden, aber Eldar kam auf sie. Es hatte keinen Sinn, ihn noch anzugreifen, beschloss Harry und ging, nachdem er aufgestanden war, auf sie zu. Als er bei ihnen ankam, stand Eldar nur mit einem amüsierten Lächeln da, also streckte Harry seine Hand aus und half Helartha hoch.

„Entschuldige, aber was sollte das, Eldar?", zischte Harry.

Dieser seufzte nur. „Nun, ihr habt trainiert, wie ich sehe."

Verwirrt nickte Helartha. „Natürlich."

„Ich bin zufrieden", sagte Eldar leise und sehr zur Verwirrung Harrys, „aber für das Turnier wird es nicht reichen."

„Woher weißt du, dass wird teilnehmen wollen?", fragte der Junge, „wir haben es gerade erst besprochen!"

Eldar lächelte nur geheimnisvoll. „Wie auch immer", sagte er dann, „ihr habt euch zwar verbessert, aber damit werdet ihr nicht gegen die Anderen bestehen können. Deswegen", fuhr er fort, ohne die verwirrten Gesichter der Beiden zu beachten, „werde ich euch etwas beibringen, was die Anderen sicherlich nicht können."

„Und was", fragte Helartha zweifelnd, „ist das?"

„Sei nicht so ungeduldig", erwiderte der Mann, lächelte jedoch dabei. „Ich werde euch lehren, wie ihr Bisquiry werdet." Er seufzte nur, als er ihre verwirrten Gesichter bemerkte.

„Was?"

„Helartha, du kennst die Serigrur, nicht wahr?"

Sie nickte langsam. „Ja schon, aber was hat das damit zu tun?", fragte sie irritiert.

Eldar lächelte bloß. „Folgt mir, ich werde es euch auf dem Weg erklären!"

Beide tauschten verwirrte Blicke, taten aber was er sagte und so gingen sie los und durch das Tor, das zu dem Trainings- und Kampfplatz führte.

„Die Serigrur sind, wie ihr wisst, die, die sich willentlich in ein Tier verwandeln können", begann Eldar das zu erklären, was sie schon wussten und beide verdrehten die Augen, „nun sind die meisten hier Serigrur, Harry, wie nennt man sie bei dir?"

„Ähm… ich bin mir nicht sicher", sagte er langsam, „Animagus oder so ähnlich. Ich habe lange nicht mehr darüber nachgedacht."

Eldar nickte, so als würde es seine Aussage unterstützen. „Nun sind Serigrur hier sehr verbreitet, beinahe jeder Erwachsene ist eine oder einer. Allerdings erinnere ich mich auch, dass Artus einmal gesagt hat, dass sie in eurer Welt selten sind."

„Wirklich?", fragte Helartha erstaunt, „warum?"

„Ich bin mir nicht sicher", gestand und wiederholte Harry leise, als sie ich langsam dem Ort näherten, „soweit ich es weiß braucht man dafür einen speziellen Trank, aber ich habe es auch ohne geschafft. Und so wie ich es bisher mitbekommen habe, kommen alle hierher."

Nachdenklich nickte Eldar. „Es ist fast wie unsere Methode, nur dass sie nicht in eine andere Welt geschickt werden", er musterte die Beiden, „dafür hat es trotzdem mit Magie und den Gedanken zu tun."

Helartha sah aufgeregt aus, mehr Magie zu lernen, aber Harry konnte es ihr nicht verübeln, auch wenn sie ihn damit ziemlich an Hermine erinnerte. Endlich, nach über eineinhalb Jahren, lernte er dies, was sein eigentliches Ziel gewesen war. Sein Blick fiel auf die strahlende Helartha und er runzelte die Stirn.

„Eldar?"

„Hm?" Der ältere Mann sah zu ihm. „Was ist denn?"

„Wäre das nicht verboten?", überlegte Harry laut. „Du hast doch selbst gesagt, dass die anderen es wahrscheinlich nicht können."

Eldar lächelte nur geheimnisvoll. „Während des Turniers gibt es nur eine wichtige: nicht töten. Ansonsten ist alles erlaubt." Er zuckte mit den Schultern. „Nun, solltet ihr vermutlich erst einmal wissen, was Bisquiry überhaupt können."

Helartha hob eine Augenbraue und Harry seufzte innerlich über Eldars Dramatik. Konnte er nicht endlich mal zur Sache kommen?

„Die Bisquiry sind im wesentlichen Serigrur", begann er zu erklären, „es gibt jedoch zwei entscheidende Unterschiede: erstens, die Bisquiry können sich in das Tier verwandeln, das sie möchten. Zweitens-"

„Heißt das, das sie sich immer in jedes Tier verwandeln können, das sie möchten?", unterbrach ihn Harry und wurde rot, als Eldar ihn mit einem tadelnden Blick bedachte. „Entschuldige."

Dieser seufzte. „Nein, Harry, das bedeutet es nicht. Die Form können sie sich einmal aussuchen, danach nicht mehr. Was ich aber sagen wollte, als du mich unterbrochen hast", er warf Harry noch einmal einen strafenden Blick zu, „ist, dass sie die Größe nach Belieben ändern können."

„Heißt das", begann Helartha, als die Erkenntnis sie traf, „dass wir diese Formen am besten im Turnier verwenden können? Und durch das Ändern der Größe können wir uns gut verstecken!"

Eldar nickte. „Genau das bedeutet das. Dafür wäre am besten etwas Praktisches und nicht Imposantes geeignet."

Harry runzelte die Stirn. „Aber Eldar, die Form wäre doch für immer", argumentierte er und seufzte, „ihr beide kennt meine Vergangenheit! Ich weiß nicht, ob mir so etwas helfen würde."

„Ich habe mir gedacht, dass du das sagen würdest", sagte der Ältere lächelnd. Er warf einen Blick auf die auch stirnrunzelnde Helartha. „Deswegen habe ich eine kleine Überraschung für euch beide. Obwohl, es ist eher eine Erklärung."

„Wie wir ähm… Bisquiry werden", schlussfolgerte Harry und Eldar nickte.

„Genau. Das Gute und auch ein Teil der Überraschung ist, dass ihr zwei Formen annehmen könnt."

„Was?", platzte es aus Harry und Helartha gleichzeitig heraus, bevor er fortfuhr: „wie soll das gehen?"

Eldar lachte. „Nun, ihr könnt ein Serigrur und ein Bisquiry sein. Das würde dir dann auch in deiner Welt helfen, Harry."

Dieser nickte nachdenklich und sah auf. „Danke, Eldar, für deine Hilfe!"

Er nickte lächelnd. „Gern geschehen, Harry."

Mittlerweile waren sie im Ort angekommen und gingen an Merlaras Haus vorbei. Sie waren seit dem ersten Mal, als er Helartha seine Geschichte erzählt hatte, noch oft dagewesen und Harry hatte sie besser kennengelernt und festgestellt, dass sie noch netter war, als er erst gedacht hatte.

„Meinst du, du schaffst es, es uns vor dem Turnier beizubringen?", fragte Helartha nachdenklich, „es würde uns einen großen Vorteil gegenüber den anderen geben sofern sie es natürlich nicht auch beherrschen."

Eldar nickte. „Ihr seid beide sehr talentiert, also würde ich es schon annehmen."

„Gut." Die Erleichterung stand Helartha auf dem Gesicht geschrieben. „Was… was ist los, Harry?", fragte sie, als sie seinen traurigen Gesichtsausdruck sah. „Freust du dich nicht?"

Harry hob leicht seinen Kopf und lächelte sie an, obwohl es ziemlich gezwungen aussah. „Ich freue mich", sagte er leise, „aber ich habe Angst, Helartha."

„Angst?", fragte sie verwirrt, während Eldar nachdenklich aussah. „Wovor?"

Ein echtes Lächeln erschien auf seinem Gesicht, aber es war ein bitteres und zugleich trauriges, einen, dass einem sagte, dass die Antwort einem nicht gefallen würde. „Wenn das Turnier vorbei ist und ich die Formen beherrsche muss ich vermutlich zurückgehen. Ich habe schon länger hier verbracht, als ich sollte, nicht wahr, Eldar?"

„Dein Geist kann unmöglich in einer so kurzen Zeit beide Formen lernen zu beherrschen", sagte dieser anstelle einer Antwort, „entweder bleibst du hier oder du kehrst irgendwann zurück. Dein Geist kann die Verbindung zu unserer Welt aber auch nicht viel länger standhalten."

Harry schluckte, obwohl er die Antwort gekannt hatte. Auf Helarthas Gesicht erschien nur blankes Entsetzen.

„Nach dem Turnier wirst du vermutlich wirklich gehen müssen", beendete Eldar leise seine Antwort. „Allerdings kannst du immer wieder zurückkehren und wenn es nur dafür ist, ein Serigrur zu werden." Den letzten Teil fügte er schon fast scherzhaft hinzu.

Nickend fokussierte sich Harry auf den Weg. „Ich hoffe, dass ich es schaffe, noch einmal hier zu kommen", murmelte er, „ich liebe eure Welt und ihr seid mir auch echt ans Herz gewachsen!"

„Harry", sagte Helartha aufmunternd, „wir haben wenigstens die Zeit bis zum Turnier. Und bis dahin kannst du das sicherlich verschieben, oder?"

Zögernd lächelte er, nickte aber schließlich. „Ich weiß. Wir genießen einfach die Zeit bis dahin."

„Genau." Auch Eldar schaltete sich nun wieder in das Gespräch ein. „Und euer Sieg im Turnier wird sicherlich auch eine schöne Erinnerung sein. Und irgendwann kommst du zurück. Vielleicht kannst du ja mal jemanden mitbringen oder wir schaffen es die Tore der Welten zu öffnen."

„Oh ja!", rief Helartha begeistert, „dann kann ich auch mal deine Welt sehen!"

Harry nickte. „Das wäre schön. Dann zeige ich dir alles." Er lächelte beide an. „Gut, wir werden die anderen besiegen und die restliche Zeit genießen!"

Lächelnd betraten sie den Hof von Eldars Haus und steuerten auf eine größere, verzierte Tür zu.

„Oh, Onkel", sagte Helartha und ihre Augen weiteten sich, „betreten wir den Raum, bei dem du mir immer gesagt hast, dass ich da nicht reindürfe?"

„Genau", Eldar lächelte beide an. „Ihr beide werdet es schaffen!"

„Gut", sagte Helartha, während Harry „Danke" hinzufügte.

Der ältere Mann lächelte sie noch einmal an und öffnete dann die Tür. „Willkommen im Heiligtum", sagte er dramatisch.

Nacheinander betraten die Drei den Raum. Er war nicht so groß wie Harry es gedacht hatte, sondern eher klein, dafür aber mit verzierten Wänden, an denen Bilder von Tieren gezeichnet waren.

Auf dem Boden lagen elegante Teppiche, sonst gab es kaum andere Möbel und die wenigen Anderen waren kunstvoll gestaltet.

„Das ist der Raum, wo wir lernen wie wir Bisquiry werden?", fragte Harry zweifelnd, „irgendwie sieht das für mich nicht so aus."

Eldar lächelte ihn beruhigend an. „Doch, hier werde ich es euch lehren. Setzt euch auf einem der Teppiche."

Stillschweigend kamen die Beiden der Aufforderung nach und sahen sich skeptisch an.

„Und jetzt?", fragte Helartha.

„Schließt eure Augen", fing Eldar lächelnd an zu erklären. „Habt ihr es?"

Beide schlossen ihre Augen und nickten.

Plötzlich hörten sie ein lautes Klatschen und beide zuckten zusammen.

„Habt ihr euch erschreckt?", fragte Eldar und Harry konnte schon fast sein Grinsen sowie Helarthas darauffolgendes Augenrollen sehen.

„Nein, überhaupt nicht", sagte sie trocken.

Er lachte. „Perfekt, dann kann es ja losgehen: Meditiert, denkt an euren Magiekern und versucht ihn zu ergreifen."

Einige Minuten lang war es still im Raum, als Helartha und Harry versuchten, zu ihren inneren Kernen zu gelangen. Er hatte dank Artus schon Erfahrung, als er nach Larnok gelangt war. Jetzt verstand er auch langsam, warum dieser gesagt hatte, dass er sich halbwegs ein Tier aussuchen könne. Es konnte sein, dass der alte Mann von beiden Formen gewusst hatte und sich nicht sicher war, ob Harry ein Bisquiry werden konnte. Er nahm sich vor, Eldar nachher zu fragen und wenn er zurück in seine Welt kam, auch Artus.

Langsam näherte sich Harry seinen Kern. Er war noch immer pulsierend wie beim letzten Mal und vorsichtig streckte er eine innere Hand aus.

„Funktioniert es?", hörte er plötzlich Eldar neugierig fragen, aber der Junge beschloss nicht zu antworten. Wenn etwas schiefgehen würde, würde er es Eldar mit Sicherheit sagen und wenn er jetzt antworten würde, würde er wahrscheinlich aus seiner Konzentration gerissen werden.

„Ich sehe meinen Kern", sagte Helartha leise und er vermutete, dass sie ihre Augen geöffnet hatte. „Und was jetzt, Onkel?"

„Greife nach ihm", antwortete Eldar in der gleichen Laustärke, „strecke deine Sinne, deine Magie aus. Ich schätze mal, Harry tut es gerade. Funktioniert es bei dir?"

Der Junge beschränkte sich auf ein winziges Nicken.

„Gut", hörte er Eldar noch laut sagen, bevor sich seine Stimme so weit senkte, dass er sie zwar noch leise hören, aber nicht verstehen konnte, was er sprach. Vermutlich erklärte er Helartha noch etwas und wollte ihn nicht stören.

Harry konzentrierte sich wieder auf seine Magie und seinen Kern. „Ich glaube, ich habe mein Tier gefunden", sagte er nach einer Weile leise und sowohl Eldar aus Helartha sahen überrascht aus.

„Hast du dir eines ausgesucht?", fragte der ältere Mann. „Weißt du komplett, wie es aussieht?" Nach Harrys Nicken fuhr er fort. „Gut, dann versuche schon einmal dich zu verwandeln. Ich werde in der Zeit noch Helartha helfen. Wenn ihr es beide könnt, werdet ihr es euch im Turnier leichten fallen. Also, übt!"


Jup, nach Monaten lade ich endlich Kapitel zehn hoch! Momentan arbeite ich an mehreren Projekten deswegen hat das auch eine Weile gedauert. *räusper* Ich kann leider nicht versprechen, in genau zwei Wochen Kapitel elf hochzuladen, vielleicht wird es auch ein wenig später was ich aber nicht hoffe. Im nächsten Kapitel wird dann das Turnier kommen. Bis hoffentlich dann! (: