Der Tag des Turniers war schließlich gekommen. In den letzten Wochen hatten Harry und Helartha fast die ganze Zeit trainiert.

Nun standen beide irgendwo. Sie hatten absolut keine Ahnung wo sie waren. Es sah unterirdisch aus, beide standen auf einem Kreis und um sie herum liefen gestresst Leute umher, doch sie konnten nirgendwo Eldar entdecken. Der Tunnel, so sah es jedenfalls aus, lief noch ein ganzes Stückchen weiter. Am anderen Ende waren auch zwei Menschen, so, wie Harry es erkennen konnte, ein Junge und ein Mädchen. Sie schienen fast gleichgroß zu sein, nur der Junge wirkte etwas größer. Allerdings war er sich auch nicht sicher, da er sie nur von weiten sah.

Helartha neben ihm versuchte ihre Atmung in den Griff zu bekommen. „Es wird klappen, es wird klappen", murmelte sie wie ein Mantra vor sich hin.

„Hey, wir werden es schaffen", munterte Harry sie lächelnd auf. „Und wenn nicht", er zuckte mit den Schultern, „ist es auch nicht so schlimm, oder?"

Ein kleines Lächeln bildete sich auf Helarthas Gesicht und sie nickte leicht. „Ich bin einfach nur nervös", gab sie leise zu. Sie warf einen skeptischen Blick durch den Tunnel. „Glaubst du wir werden hier kämpfen?"

Er schüttelte den Kopf. „Hoffentlich nicht."

Plötzlich kam eine Frau auf sie zu gerannt. "Gleich beginnt das Turnier", sagte sie und strich sich eine braune Haarsträhne aus dem Gesicht. "Macht euch am besten schon bereit."

Harry nickte und sah zu Helartha. "Bist du bereit?", fragte er sanft.

Auch sie nickte, aber ihre Nervosität war ihr anzumerken.

"Gleich werde ich mit ihm gleichzeitig anfangen zu zählen", fuhr die Frau lächelnd fort und deutete auf einen Mann, der ihren Kontrahenten etwas zu erklären schien. "Nach zehn Sekunden schwebt dann eure Plattform hoch. Ab diesem Moment habt ihr genau fünfzehn Sekunden bis sich die Schilde senken und ihr rausdürft. Wenn ihr dort ankommt, werden fünf Sekunden verstreichen in denen ihr begrüßt werdet, erst dann wird angefangen zu zählen." Sie nickte ihnen noch einmal zu. "Viel Glück!"

Harry und Helartha sahen sich noch einmal an und nickten. Gleich würde es losgehen. Beide holten tief Luft und spannten sich schon einmal an.

Dann begann die Frau zu zählen. "Zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins, hoch!" Als sie das letzte Wort zeitgleich mit dem Mann schrie erhoben sich die Plattformen.

Jubel empfing sie, als oben ankamen. Sofort begann ein Mann zu reden.

"Meine Damen und Herren!", schrie er laut. "Heute, zum Ehrentag von Avourel werden nun wieder vier mutige Kämpfer in zwei Teams gegeneinander kämpfen. Mögen die besseren gewinnen!"

Währenddessen hatte Harry sich umgesehen. Sie standen am Rande eines dichten Waldes mit dem Blick darauf zugewandt, doch als er sich umdrehte, konnte er noch eine sandige Fläche erkennen, um die in einem Halbkreis Tribünen waren. Es erinnerte ihn an die dritte Aufgabe des Trimagischen Turniers und er vermutete, dass auf dieser Seite vielleicht ihre Unterstützer (sofern sie denn welche hatten) und, wenn es bei den anderen genauso war, die der anderen waren. Vielleicht gab es auch Tribünen entlang des Waldes, aber das erahnte er nur.

Um der runden Plattform, auf der sie standen, gab es Schilde die mit Sicherheit dafür sorgten, dass sie nicht vor dem Startsignal gehen würden.

Harry sah noch einmal zu den Tribünen und entdeckte Eldar. Lächelnd nickte er ihm zu, was der alte Mann ihm gleich tat, dann wandte er sich wieder zu Helartha. In seinem Kopf begann sich ein Plan zu formen.

"Zehn!", begann der Mann zu schreien.

Harry und Helartha spannten sich an und gerieten in Kampfpositionen, sodass sie schnell rennen konnten.

"Also-", begann der Junge.

"Neun!"

"Wir rennen zu diesem Busch dort und verstecken uns erst einmal." Er deutete mit seiner Hand auf einen kleinen Busch.

"Acht!"

"Dann machen wir es so, wie wir es besprochen haben: Falle suchen und uns dann fortbewegen."

"Sieben!"

Helartha nickte und ihr Gesicht verzog vor Anspannung. "Und wenn wir auf unsere Gegner stoßen, bestmöglich ohne dass sie uns entdecken, sucht sich jeder einen Gegner."

"Sechs!"

"Wenn man den eigenen besiegt hat, kampfunfähig machen und dem Anderen helfen", fuhr sie leise fort.

"Fünf!"

"Oder wir kämpfen zu zweit, wenn sie zu stark sind", fügte Harry hinzu.

"Vier!"

"Im Busch besprechen wir die vorläufige Strategie", endete sie und er nickte.

"Drei!"

"Viel Glück!", flüsterte er.

"Zwei!"

"Dir auch!", erwiderte sie.

"Eins!"

Sie spannten sich noch mehr an.

"Und null!"

Im gleichen Moment, als die Schilde fielen und sich auch hinter ihnen ein Wald bildete und sie so niemanden sahen, rannten Harry und Helartha los.

Sie befolgten Harrys Plan und rannten sofort in das Gebüsch und hockten sich hin.

Gleichzeitig begannen sie mit ihren Händen konzentriert in der Luft zu weben und überprüften die Umgebung.

"Ich habe nichts gefunden", flüsterte Helartha, "du?"

"Ich auch nicht", antwortete Harry in derselben Lautstärke und sah angespannt zu ihr. "Sollen wir weiter?"

Sie nickte und schloss ihre Augen, er tat es ihr gleich.

Ihre Körper veränderten sich: Während beide viel kleiner wurden, bekamen beide Flügel.

Harry wurde ein Wanderfalke während Helartha ein kleinerer Vogel wurde, von dem sie keine Ahnung hatten, was es war. Er sah zu ihr, die ihm, so gut es ging, zunickte. Gleichzeitig erhoben sie sich in die Lüfte.

Einige Zeit kreiste Harry über den Bäumen während Helartha durch den Wald schwebte. Konzentriert spähte er nach unten, in der Hoffnung, etwas zu entdecken.

Ein Kreischen erklang hinter ihm. Er wirbelte herum doch dort war nichts. In einem Sturzflug tauchte er nach unten zu dem Geräusch und glitt in den Wald.

Harry konnte Helartha in ihrer Bisquiry Form in einem Busch versteckt sahen und landete neben ihr. Als sie ihn sah, nickte sie ihm zu und verwandelte sich. Ebenso tat er es.

Beide spähten durch die Zweige. Ihr beiden Gegner waren, wie er schon vermutet hatte, ebenso wie sie ein Junge und ein Mädchen. Sie war ein Stückchen kleiner als er und sah mit ihren schwarzen Haaren ziemlich furchteinflößend aus, ganz im Gegenteil zum Jungen, der mit seinem dunkelblonden Lockenschopf eher nicht so aussah, als würde er kämpfen können, aber Harry wusste, dass man darauf nicht immer vertrauen konnte. Beide unterhielten mit gedämpfter Stimme und warfen immer wieder Blicke um sich herum.

„Was machen wir?", flüsterte Helartha. „Wir können sie unmöglich so besiegen!"

Harry kniff die Augen zusammen und musterte ihre Gegner. Als er nach einigen Sekunden Überlegen sprach, klang er hoffnungsvoll. „Wir müssen sie alleine bekämpfen", murmelte er, „das ist unsere einzige Chance. Also wie in unserem Plan."

„Gut. Ich nehme das Mädchen."

Harry sah besorgt zu ihr. „Bist du dir sicher?"

Helartha nickte und ein raubtierhaftes Grinsen bildete sich auf ihrem Gesicht. „Ja." Eben noch hatte sie ihren Blick auf Harry, nun wandte sich an ihre Gegner. „Und du übernimmst den Jungen."

Er nickte leicht. „Okay." Als er weitersprechen wollte, ertönte plötzlich ein Knacken hinter ihnen und beide erstarrten.

Das Mädchen schoss herum und sah direkt zu ihnen. „Ich glaube, da war etwas", sagte sie so laut zu dem Jungen, dass sie es hören konnten.

Dieser hatte sich auch umgedreht und musterte den Busch, hinter dem sie sich versteckten und Harry und Helartha hielten den Atem an. „Bist du dir sicher? Könnte auch ein Tier oder eine Falle gewesen sein."

Das Mädchen schüttelte entschlossen den Kopf. „Das glaube ich nicht. Wir müssen nachschauen!"

„Fein", sagte der Junge, „aber wenn das wirklich eine Falle gewesen war, ist das ganz allein deine schuld!"

Sie nickte und beide gingen auf sie zu. Als Harry erkannte, dass sich Magie sichtbar in den Händen des Mädchens bildete, sah er panisch zu Helartha. Der Ausdruck in ihren Augen spiegelte seinen exakt wider.

„Jetzt", wisperte sie, „komm schon!"

Harry nickte und auch in ihren Händen bildete sich Magie. „Los!", flüsterte er zurück und beide schossen aus dem Gebüsch hervor, nutzten den kurzen Schockmoment ihrer Gegner und feuerten eine magische Druckwelle hervor, die sie in rückwärts unterschiedliche Richtungen schleuderten. Allerdings war ihre Überraschung doch nicht so sehr wie sie gehofft hatten, da sie es wahrscheinlich irgendwie erwartet hatten. Vielleicht hatten sie auf einfach wahnsinnig gute Reflexe. Aus den Augenwinkeln bemerkte er, wie sich das Mädchen gerade wieder aufrappelte und Helarthas Zaubern auswich. Er schüttelte seinen Kopf und konzentrierte sich hastig wieder auf seinen eigenen Kampf.

Im Gegensatz zu seiner Partnerin hatte er es irgendwie geschafft auf den Füßen zu landen und Harry sofort mit Magie zu attackieren.

Fluchend duckte sich dieser vor einem Feuerball, der ihn beinahe getroffen hätte.

„Ich werde es genießen dich fertigzumachen", sagte der Junge mit einem bösen Grinsen.

Harry hatte ihn eindeutig falsch eingeschätzt. Er antwortete nicht, sondern schoss Magie auf einen Zweig. Das Holz wurde immer stählender bis es ein Schwert war und in seine Hand flog.

„Hm… netter Zaubertrick", kommentierte der Junge und auch er zog ein Schwert.

Bisher war Harry nur in der Defensive gewesen, doch jetzt griff er an. Er schoss einen Feuerball auf den Jungen ab, der aber ausweichen konnte, indem er sich duckte.

Als der Junge einen Ball aus Wasser auf ihn schoss sprang er hinter einen Baum. Er hörte nur das Platschen des Wassers auf das Holz.

Fieberhaft suchte er nach einer Lösung. Er konnte ihn nicht einfach attackieren. Was sollte er bloß tun? Sein Blick fiel auf das Schwert, das er noch immer hielt und plötzlich bekam er eine Idee.

Kurz holte er tief Luft, dann verwandelte er einige Steine in Messer und hob sie auf.

Wieder ein Platschen. Der Junge gab nicht auf und verpulverte seine Magie.

Erneut atmete Harry tief ein und aus, dann sprang er hervor und warf die Messer in einer beeindruckenden Geschwindigkeit auf seinen Gegner.

Schockiert starrte der Junge auf in dem Sonnenlicht blitzenden Klingen. Er schaffte es den ersten auszuweichen und sie zu blockieren, doch dann traf ihn eines in seine linke Schulter. Und noch eines in seinen Oberschenkel.

Kurz schrie der Junge auf und seine Augen weiteten sich, als sich die metallenen Klingen in das Fleisch bohrten. Er zog sein Schwert und rannte auf Harry zu.

Klirren von Metall auf Metall ertönte.

Gleichzeitig beschwor Harry einen kleinen Wirbelsturm und feuerte ihn auf den Jungen.

Er geriet ins Stolpern und als er auf den kalten Boden knallte, war nur ein dumpfes Geräusch zu hören. Schnell schoss Harry einen weiteren Zauber, der ihn bewusstlos machte und einen weiteren, der ihn fesselte.

Nachdem er überprüft hatte, ob der Junge wirklich kampfunfähig war, sah Harry sich um. Durch den Wirbelsturm waren die Bäume und Büsche um sie herum ein wenig in Mitleidenschaft geraten und ein wenig weiter brannte es. Hastig löschte er das Feuer und jagte in die Richtung in der er zuletzt Helartha und ihre Gegnerin gesehen hatte.

Als er dort ankam, erstarrte er. Beide sahen so aus, als würde ihnen gleich die Kraft ausgehen, obwohl Helartha erschöpfter war. Er wusste, wenn er nicht eingreifen würde, würde seine Kampfpartnerin verletzt werden.

Einen schnellen Entschluss fassend, sprintete er auf die Beiden zu. Als sie ihn kommen sah, weiteten sich Helarthas Augen. "Harry!", rief sie und schlug sich sofort erschrocken ihre Hand auf den Mund. Doch zu spät. Ihre Gegnerin hatte es mitbekommen und wirbelte herum.

Als sie ihn erblickte, weiteten sich ihre Augen, ebenso wie Helarthas es kurz zuvor getan hatten. Sie wusste was das bedeutete, das konnte er erkennen. Er sah die Angst. Wahrscheinlich hatte sie ihre Strategie schon nach einigen Momenten durchschaut. Und da Harry alleine zurückkehrte, bedeutete das nur eins: Ihr Kampfpartner war kampfunfähig und sie alleine.

Harry nutzte ihren Schock und griff sie mit Feuerbällen an. Helartha nutzte die Zeit um sich einige Augenblicke auszuruhen ehe sie sie ebenfalls attackierte.

Ihre Gegnerin war schon am Rande ihrer Kräfte und nun von zwei attackiert zu werden, war nicht förderlich. Die ganze Zeit wirbelte sie herum und erstellte Schilde, wich aus oder blockte die Zauber.

Harrys Angriffe wurden stärker. So stark, dass sie Helarthas nicht mehr ausweichen konnte. Sie traf sie, genau wie er es mit ihrem Kampfpartner getan hatte, mit einem Zauber, der sie bewusstlos machte und einem, der sie fesselte.

Helartha kam auf Harry zu und strahlte über das ganze Gesicht. "Wir haben gewonnen!", rief sie mit lodernder Begeisterung in den Augen. "Wir haben die verdammt nochmal besiegt!"

Auch auf seinem Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. "Wir haben gewonnen!", wiederholte er flüsternd und dann umarmte er Helartha.

Langsam verschwand der Wald vor ihnen und sie standen auf einer, mit Sand bedeckten Fläche in einer Arena. Um sie herum konnte er die ganzen Menschen jubeln hören.

Harrys Grinsen hatte sich auf ein Lächeln verringert, aber er war trotzdem vollkommen glücklich. Als er aufsah, konnte er Eldar erkennen, der auf sie zueilte. Auch er hatte ein Lächeln im Gesicht.

„Harry, Helartha!", rief er kaum, dass er bei ihnen angekommen war. „Glückwunsch!"

„Onkel!" Helarthas Jubelschrei ging fast in seinem Hemd unter, als sich zu Eldar umgewandt und auch ihn umarmt hatte.

„Ich glaube, da möchte jemand mit euch reden!", sagte er dann, noch immer mit einem Lächeln und Harry und Helartha wirbelten herum.

Die Beiden, gegen sie gekämpft hatten, kamen auf sie zu.

„Meinen Glückwunsch", sagte das Mädchen und strich sich eine Strähne ihrer schwarzen Haare aus dem Gesicht. Anscheinend waren sie schon wiederbelebt worden. Sie lächelte, obwohl es nicht ganz so herzlich wie das von Eldar aussah, war es allen Anschein nach echt. „Es war ein guter Kampf." Sie lächelte Helartha noch einmal an und wandte sich dann Harry zu. „Ich habe zwar nur kurz gegen dich gekämpft, aber du bist anscheinend ziemlich gut." Sie wedelte mit ihrer Hand in Richtung ihres Begleiters, dessen grimmige Miene mit Snapes oder Filchs konkurrieren konnte. „Ian ist nur zu stur, um zu akzeptieren, dass du besser bist." Sie verdrehte sie Augen und streckte ihnen die Hand entgegen. „Ich bin übrigens Lynn."

Helartha ergriff sie mit einem Grinsen im Gesicht. „Freut mich. Ich bin Helartha und das da", sie deutete auf Harry, „ist Harry."

„Ähm hey", murmelte dieser bloß. Er fühlte sich unter ihrem forschenden Blick ein wenig unwohl.

„Übrigens sollen gleich die Plätze angesagt werden", sagte Lynn grinsend.

„Schon?", platzte es aus Helartha heraus. Sie tauschte einen verwirrten Blick mit Harry. „Der Kampf hat doch gerade erst geendet!"

„Ja, aber sie haben trotzdem schon das Ergebnis", erwiderte die Andere. „Kommt schon, ich will das nicht verpassen!" Sie packte die überforderte Helartha am Arm und zog sie mit sich. Harry und Ian hatten keine andere Wahl als zu folgen.

Sie kamen vor einem größeren Podest an, auf dem schon ein älterer Herr mit grauen Haaren stand. Avourel, Larnoks Anführer und der, der heute Geburtstag hatte.

Es war schon ziemlich voll und alle warteten darauf, dass die Plätze verkündet wurden. Es ging nach Teams. Sie hatten den anderen Kämpfen nicht zuschauen dürfen, sodass Harry keine Ahnung von deren Leistungen hatte. Soweit er wusste, hatten die Zuschauer alles über verzauberte Teppiche mitbekommen, die das Geschehen wie ein Fernseher verfolgten und sie quasi live zeigten. Nur dass hier keiner wusste was ein Fernseher geschweige denn Strom war. Allerdings mochte Harry das. Es war alles viel einfacher und lebendiger.

Avourel räusperte sich und die gedämpften Gespräche verstummten schlagartig. Dann lächelte er. „Ich weiß, ihr alle wartet darauf. Allerdings muss ich euch leider noch eine Weile auf die Folter spannen, da es einige Worte gibt, die gesagt werden müssen." Erneut räusperte er sich. „Ich denke, dass wir uns alle einig sind, dass jeder einzige dieser mutigen Kämpfer großartig war. Alle haben wahren Mut bewiesen und ich weiß aus Erfahrung, dass es nicht immer einfach ist, gegen andere zu kämpfen. Aus diesem Grunde möchte und muss ich es noch einmal wiederholen: Es gab fünf Kämpfe, zehn Teams und zwanzig mutige Kämpfer. Jeder davon soll heute erwähnt werden und selbst der letzte Platz ist natürlich großartig! Ich werde nun die einzelnen Teams ihrem Platz in der Rangfolge aufrufen. Zuerst beginnt der letzte Platz und der erste endet. Gut, da alle bereit sind, können wir ja loslegen!"

Angespannt warteten die Kämpfer. Harry und Helartha warfen sich nervöse Blicke zu.

Noch einmal räusperte sich Avourel. „Platz zehn: Nylia und Juio. Meinen Glückwunsch!" Die beiden sahen betreten aus, als sie auf die Bühne traten und den Glückwunsch entgegennahmen und wieder gingen.

„Oh Gott die Armen", raunte Helartha Harry ins Ohr. „Ich hoffe, dass wir nicht so weit hinten sind." Aufmunternd drückte er ihre Hand.

Das ging eine ganze Weile so weiter. Langsam kamen sie den ersten Plätzen näher.

„Platz sechs: Paige und Derrick!"

„Platz fünf: Ella und Alex!"

„Platz vier: Eve und Priscilla!"

„Platz drei: Lynn und Ian!" Das Mädchen, mit dem sie sich gerade angefreundet hatten und ihre Gegnerin im Kampf stolperte mit dem immer noch missmutig dreinblickenden Jungen auf das Podest und nahm strahlend den Glückwunsch entgegen.

„Platz zwei: Ryiah und Darren!" Ein Mädchen mit feuerroten Haaren und ein Junge mit kinnlangen, schwarzen Haaren liefen nach vorne und nahmen freudestrahlend ihre Glückwünsche entgegen.

Harry sah zu Helartha und merkte, dass sie genau das Gleiche dachte wie er: Sie waren noch nicht aufgerufen worden und da nur noch ein Platz war- „Platz eins: Helartha und Harry!" Sein Mund wurde trocken und er schluckte. Sein Blick schnellte erneut zu seiner Kampfpartnerin, der die Überraschung ins Gesicht geschrieben stand. Zwar hatten sie es sich eben schon gedacht, allerdings war es etwas ganz anderes, es auch wirklich zu hören.

Halb laufend, halb stolpernd, kamen sie bei Avourel an. Dieser lächelte sie an und wandte sich dann wieder dem Publikum zu. „Harry und Helartha haben in der Arena gezeigt, dass sie Strategie, Mut und Loyalität besitzen. Wenn man dazu noch ihre beeindruckenden Fähigkeiten, egal ob im Kampf oder nicht, denke mit Sicherheit nicht nur ich, dass beide den ersten Platz verdient haben! Meinen Glückwunsch an euch beide!"

Und hier ist Kapitel elf! :) Ich muss noch ein oder zwei kleine Sachen sagen (beziehungsweise eher schreiben). Erstens, Ginnys Haft werde ich von 200 auf 100 Tage kürzen. Das liegt einfach daran, dass ich, als ich das Kapitel geschrieben habe, kaum in die Zukunft gedacht habe. Wir müssten uns übrigens gerade ungefähr in der Hälfte des sechsten Jahres befinden. Zweitens, ich weiß nicht ob ich es schaffe, in zwei Wochen zu updaten. Ich versuche es, aber kann leider nichts versprechen... Dafür geht es dann leider für Harry zurück nach Askaban. Bis dann!