Kapitel 5

Die Tage vergingen, in denen Wolfram Yuri aus dem Weg ging. Dieser versuchte immer wieder die Aufmerksamkeit des Blonden auf sich zu ziehen. Eines Mittags ging Wolfram durch den Garten spazieren. Yuri kam ihm entgegen. „Hallo Wolfram." Wolfram verneigte sich förmlich. „Eure Majestät…" Yuri seufzte. „Nenn mich Yuri Wolfram." Der Feuerdämon schüttelte den Kopf. „Das geziemt sich nicht. Ich habe keinerlei Verbindung mehr zu ihrer Majestät. Ihr lasst mich gütiger Weise hier im Schloss wohnen." Wolfram machte eine kleine Pause. „Vielleicht sollte ich fortgehen…" er schien nachzudenken. Yuri schluckte. „Wohin willst du denn gehen? Zu Tanmoku Ki?" Wolfram schaute ihn traurig an. „Er liebt mich so wie du es nie konntest." Damit drehte sich der blonde Mazoku um und ging davon. Yuri schaute ihn nachdenklich nach. Er hatte so viele Fehler gemacht. Wie dumm war er nur gewesen. Der Dämonenkönig musste lächeln. Wolfram war so stur. Aber auch das liebte Yuri so an ihm. Er schaute dem Feuerdämon immer noch hinterher. Er liebte einfach alles an dem temperamentvollen Lord von Bielefeld. Wolfram spürte den Blick seines ehemaligen Verlobten und musste sich zusammen reißen nicht umzudrehen und ihm um den Hals zu fallen. Nein, er würde jetzt nicht nachgeben. Das wäre zu leicht. Wer weiß wie ernst es das Weichei wirklich meinte.

Yuri wusste was er zu tun hatte. Er suchte Conrad. „Weißt du wo Conrad ist?" fragte er Gwendal in dessen Büro. Dieser verneinte. „Nein, was willst du von ihm?" Yuri zögerte. „Es geht um Wolfram. Ich…ich möchte wissen, was er so mag, was ist seine Lieblingsfarbe, welche Tiere mag er am Liebsten, was ist seine Lieblingsspeise, seinen Lieblingsplatz kenne ich, seine Leidenschaft für seine Soldaten kenne ich ebenfalls, aber es geht um Kleinigkeiten. Welche Musik mag er, warum malt er nicht mehr so wie früher…" Yuri fiel auf den Stuhl vor Gwendals Schreibtisch. „Ich möchte alles über ihn wissen. Wenn ich von ihm noch eine Chance bekommen sollte, will ich es nicht noch einmal vermasseln." Er schaute Gwendal verzweifelt an. „Sagst du mir wo Conrad ist?" Gwendal lächelte seinen König zum ersten Mal richtig aufrichtig an. „Ich helfe dir mit deinen Fragen. Auch ich bin Wolframs Bruder." Überrascht schaute Yuri ihn an. Ausgerechnet der sonst so mürrische Lord von Voltaire strahlte ihn zum ersten Mal ehrlich und offen an. „Nur weil ich das Leben ernster nehme als andere, hat das nicht zu bedeuten, dass ich mich nicht um die Belange meiner Mitmenschen kümmere." Er stand auf und öffnete das Fenster. „Conrad!" brüllte er. Erschrocken sprang Yuri auf und schaute ebenfalls aus dem Fenster. Bald sah er seinen Paten aus einer Tür herausrennen. Er schaute sich um. „Gwendal?" Lord von Voltaire rief Conrad zu. „Hier oben. Komm sofort in mein Büro." Conrad schaute zu ihrem Fenster und rannte los. Grinsend schloss Gwendal das Fenster. „Wir wissen zwar nicht, wo er war, aber wir wissen, dass er gleich hier ist. Ziel erreicht." Yuri gluckste. „Ich hab mich total erschrocken." Gwendal guckte ernst. „Ups…" Die Tür wurde aufgeworfen. „Bruder, du hast gerufen? Ist was passiert?" Gwendal nickte und deutete auf Yuri. „Unser Dämonenkönig hat sich vorgenommen seine Fehler nicht zu wiederholen und alles über unseren kleinen Bruder wissen zu wollen. Ich dachte, wir helfen ihm gemeinsam." Conrad sah Yuri erstaunt an. Dieser nickte bestimmend. „Wenn er mir noch eine Chance geben sollte, möchte ich sie nicht nochmal vergeigen."

Nach dem Gespräch mit Wolframs Brüdern ging Yuri gestärkt aus dem Zimmer. Er würde um den hübschen Dämon kämpfen. Und wenn es Jahre dauern sollte. Schließlich hatte er sich Jahrelang dumm gestellt und Wolfram leiden lassen. Jetzt war er wohl an der Reihe. Sein ehemaliger Verlobter war auch weiterhin nicht gut auf ihn zu sprechen und mied ihn wo er konnte. Wenn sie sich mal begegneten, schwiegen sie sich an, oder Wolfram wurde sauer auf ihn. So auch an einem sonnigen Morgen beim Frühstück. Wolfram war schon länger aus dem Schlafzimmer ausgezogen, so dass Yuri keinerlei Einsicht auf die Schlafgewohnheiten seines eigentlich nicht mehr Verlobten hatte. Wie auch an diesen Morgen. Yuri saß bereits mit Gwendal und Conrad am Essenstisch, als Wolfram und Greta herein kamen. Yuri schnürte es das Herz zusammen als er sah wie herzlich der Feuerdämon ihre gemeinsame Tochter anlächelte. „Papa Wolfram, das müssen wir unbedingt wiederholen. Es war so toll!" Wolfram streichelte ihr sanft über das Haar. „Aber gern doch. Jederzeit!" Es waren zwei Plätze neben Yuri frei. Wolfram setzte sich so, dass der Platz zwischen Ihm und Yuri frei blieb, auf den sich nun Greta setzte. Er vernahm das enttäuschte Aufblitzen in Yuris Augen durchaus, tat aber so als bemerke er nichts. Gwendal musste unwillkürlich grinsen. Sonst war es umgekehrt und sein kleiner Bruder wurde in seinen Gefühlen von Yuri ignoriert. Er konnte Wolfram sein Verhalten nicht verübeln.

Während dessen plapperte Greta munter drauf los. „Papa Wolfram und ich haben wettreiten gemacht. Ich hab sogar gewonnen. Fast eine ganze Pferdelänge." Sie streckte ihre Ärmchen auseinander, so dass Yuri und Wolfram ihr ausweichen mussten. Cerie und Conrad mussten lachen. „Na da hast du aber ein schnelles Pony, wenn das gegen Wolframs Wallach siegt." Meinte Conrad anerkennend. Wolfram nickte lächelnd. „Ja, ich hatte einfach keine Chance." Er zuckte mit den Achseln. „Sie hat ihr Pony sehr gut im Griff." Greta nickte zustimmend. „Ja, das nächste Mal reitest du mit Papa Yuri." Sagte sie und stupste Yuri an. „Du wolltest heute schon mitreiten." Wolfram schnaubte. „Das glaube ich kaum, ihre Majestät hat sehr viel zu tun, Papierkram, mit deinem Onkel Conrad Baseball zu spielen, und was es sonst noch zu tun gibt. Für andere Dinge hat dein Vater keine Zeit." Yuri meinte den Schmerz und die Enttäuschung in Wolframs Stimme herauszuhören.

Schnell schüttelte er den Kopf. „Das ist nicht wahr. Ich habe immer Zeit für die, die mir wichtig sind." Wolfram starrte wütend auf seinen Teller. „Dann ist dir deine Tochter entweder nicht wichtig, oder du hast es mal wieder vergessen. Sie wartete auf dich, als ich vorbei kam, um eigentlich zum Training meiner Soldaten zu gehen. Sie stand da, völlig verloren, mit hängenden Schultern und meinte, du wolltest eigentlich mit ihr ausreiten. Also bin ich mit ihr geritten." Greta schaute Yuri vorwurfsvoll an. „Seit Papa Wolfram mit Ki zusammen ist, bist du total anders geworden." Yuri zuckte zusammen und Wolfram beschlich eine zarte Röte. Verwundert sahen sich Gwendal und Conrad an. Selbst Greta war Yuris verändertes Verhalten aufgefallen. Ärgerlich schaute der Doppelschwarze seine Tochter an. „Das ist nicht wahr. Von sowas hast du gar keine Ahnung." Wolfram fuhr auf. „Behandle deine Tochter nicht wie ein kleines Kind. Du kriegst einfach überhaupt nichts gebacken. Du bist ein Weichei und ein Dummkopf." Wütend starrte er Yuri an.

Dieser hielt die Luft an, als er merkte, dass dein Herz schneller schlug und in seinem Bauch Schmetterlinge flatterten. Was war das denn jetzt? Wolfram war wütend auf ihn und er reagierte mit Liebesgefühlen. Er liebte einfach alles an diesem Feuerdämon. Und er war ein Dummkopf. Er hatte alles vermasselt. Aber das würde er ändern. „Es tut mir leid Greta. Bitte lass uns alle drei heute Abend zusammen ausreiten. Wolfram du liebst doch den Sonnenuntergang, wir könnten zu deiner Lieblingsstelle vor dem Dorf reiten, an der Eiche und dem Sonnenuntergang zuschauen. Möchtet ihr zwei das machen?" Greta umarmte Yuri. „Ohja. Das ist toll. Du und Papa Wolfram, ihr reitet mit mir dorthin. Und auf der großen Wiese machen wir ein Wettrennen. Ich werde gewinnen!" rief sie glücklich und strahlte. Neugierig betrachtete Conrad seinen kleinen Bruder aus dem Augenwinkel, welcher völlig überrascht drein schaute. „Woher kennst du meinen Lieblingsplatz?" rutschte es Wolfram raus. Yuri schaute ihn zufrieden grinsend an. „Ich vergesse nicht alles was du mir sagst. Nicht mehr. Ich höre dir zu. Ich lese zwischen den Zeilen. Du bist mir wichtig. Und deswegen ist alles was du machst und was du sagst wichtig für mich." Wolfram starrte ihn an. „Seit wann das denn?" Yuri holte tief Luft.

„Seit ich weiß, dass ich dich liebe."

Alle am Tisch starrten den Dämonenkönig an. Hatten sie richtig gehört? Er hatte tatsächlich vor allen in der Öffentlichkeit zugegeben, dass er seinen Verlobten liebte. Yuri wurde rot. Aber es fühlte sich gut an. Er schämte sich nicht mehr dafür Wolfram zu lieben. Und er würde um ihn kämpfen. Wolframs Augen füllten sich mit Tränen. Wütend sprang er auf. „Die ganze Zeit leugnest du deine Gefühle. Du lässt mich all die Jahre warten. Ich liebe dich die ganze Zeit unerwidert und jetzt, wo ich es schaffe, dich endlich loszulassen, erzählst du mir, dass du mich liebst. Ich kann das nicht mehr. Mein Herz will nicht mehr enttäuscht werden. Ich habe die Verlobung gelöst und dabei bleibt es. Auch wenn ich dich immer lieben werde. Du bist zu spät Yuri."

Yuris Herz blieb stehen. Wolfram schluchzte auf und rannte aus dem Speisezimmer. Greta schaute erschrocken zu Yuri. „Wolfram hat die Verlobung gelöst? Warum denn? Er liebt dich doch!" Tränen liefen über ihr Gesicht. Yuri schaute sie traurig an. „Weil ich zu viele Fehler gemacht habe, von denen ich nicht weiß, ob ich sie je wieder reparieren kann." Er wischte seiner Tochter eine Träne weg. „Aber ich werde ihn nicht aufgeben. Ich werde um meinen Verlobten und deinen Papa kämpfen. Das verspreche ich dir Greta."

Wolfram rannte durch den Flur in sein Zimmer. Doch dort fühlte er sich nicht sicher vor Yuri. Er würde bald hier sein und mit ihm reden wollen. Doch das wollte Wolfram jetzt nicht. Plötzlich wusste er wohin er gehen musste. Vorsichtig schlüpfte er aus der Tür, schlich zum Stall, sattelte sein Pferd und ritt los. Einige Zeit später sah er den Tempel vor sich auftauchen. Dort angekommen stieg er ab, ließ sein Pferd grasen und rief nach Murata. Er wusste, dass der große Weise wieder von der Erde zurück war. Er hatte nur Tanmoku Ki zurück gebracht und seiner Familie einen kurzen Besuch abgestattet. Wie erwartet hörte er dessen Stimme als er durch die Gänge lief. „Ich bin hier Lord von Bielefeld. Was wollt ihr von mir?" Wolfram stand einem neugierig lächelnden schwarzhaarigen gegenüber. „Warum hast du Ki wirklich mit nach Shin Makoku gebracht?" Murata seufzte. Da war sie also, die Frage, auf die er eine Antwort hatte, sie aber Wolfram nicht sagen sollte. „Es ist kompliziert Wolfram." Der Feuerdämon wartete. „Du und Tanmoku Ki…ihr seid für einen bestimmten Zweck füreinander bestimmt, bevor du dein Glück mit Yuri finden wirst." Wolfram keuchte. Sein Glück mit Yuri? Er hatte ihm doch gerade eine Abfuhr erteilt. Was redete Murata da eigentlich? Der Weise schaute Wolfram nachdenklich an. Was sollte er ihm nur sagen… „Es gibt eine uralte Prophezeiung, die sich mit dem Yomeishi und dir erfüllt. Das darf ich nicht gefährden in dem ich dir alles erzähle. Nur so viel. Gib deinen Gefühlen für Ki nach und gib dich ihm hin. Wenn es auch nur von kurzer Dauer sein wird. Es ist richtig so. Es muss so sein. Vertrau mir. Das habe ich dir bereits auf unserer Reise gesagt. Bitte. Lebe wie du fühlst. Mehr darf ich nicht sagen. Ich habe dir schon zu viel verraten. Yuri wird seine Chance noch nutzen. Lass ihn ruhig zappeln." Murata und Wolfram grinsten sich an. Dann nickte der Feuerdämon und drehte sich um. „Ich wollte das wohl nur hören. Vielen Dank!"

Nach dem Abendessen hielt Yuri Wolfram zurück. „Warte bitte. Ich möchte wirklich mit Greta und dir ausreiten. Bitte schlag Greta diesen Wunsch nicht ab." Wolfram schaute ihn wütend an. „Aha, also Gretas Wunsch ist es mit uns zusammen auszureiten." Yuri wurde heiß und kalt. Wieder hatte er sich blöd ausgedrückt. Warum passierte ihm das immer? „Nein, es ist auch mein Wunsch." Flüsterte er. „Warum jetzt auf einmal Yuri? Warum nicht früher." Wolframs Smaragdaugen funkelten traurig. Yuri konnte ihm nicht in die Augen sehen. Also senkte er den Blick und tänzelte von einem Fuß auf den Anderen. „Weil ich vorher nicht kapiert habe, wie einfach es ist zu meinen Gefühlen zu stehen." Wolframs Blick wurde weich. Oh wie sehr hatte er sich nach einer solch schüchternen Annäherung Yuris gesehnt. Doch nun wusste er nicht, wie er reagieren sollte. Er seufzte leise. „Dann lass uns mit Greta ausreiten. Aber denke nicht, dass ich einfach so zu dir zurück komme." Fügte er hinzu und ließ einen verwirrten Dämonenkönig zurück. Er hatte es geschafft einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Das spürte er. Aber sein Weg war noch weit und würde ziemlich steinig werden.

Und so ritten Yuri, Wolfram und Greta in der Abenddämmerung aus dem Schloss. Conrad hatte Josak beauftragt die drei keinen Augenblick aus den Augen zu lassen. Und so erlebte Josak einen schönen harmonischen Ausritt der kleinen Familie, die eigentlich gar keine mehr war. Doch er wusste, dass sie bald wieder eine sein würden. Er freute sich darauf und hoffte, dass Murata Recht behielt. Hatte er doch Wolfram lieb gewonnen. Hätte ihm jemand vor einem Jahr gesagt, dass er zugeben würde, Wolfram lieb zu haben wie einen kleinen Bruder, derjenige wäre wohl geköpft aufgefunden worden.

Das fröhliche Lachen von Greta holte ihn in die Wirklichkeit zurück. Er sah wie Yuri und Wolfram mit ihrer Tochter fangen spielten und sich gegenseitig durchkitzelten. Auf einmal lag Yuri auf Wolfram und ihre Gesichter waren sich unheimlich nah. Wolfram spürte den beschleunigten Herzschlag des Dämonenkönigs. Schnell rollte er Yuri von sich runter und stand auf. „Wir wollen doch den Sonnenuntergang nicht verpassen, nicht wahr Greta?" Diese sah ihn enttäuscht an. „Ich hätte lieber einen Kuss von dir und Papa Yuri gesehen." Antwortete sie. Josak musste grinsen. Er musste ihr Recht geben. Ein Kuss wäre viel interessanter gewesen. Yuri leckte sich die Lippen und musste sich beherrschen, seine blonde Versuchung nicht voller Begehren anzustarren. So nahm er Greta bei der Hand und lehnte sich an den Baumstamm der dicken Eiche. Wolfram setzte sich auf die andere Seite von Greta. Und so saßen sie still und lauschten den Vögeln und genossen das prächtige Farbenspiel der untergehenden Sonne. Greta lehnte an Wolframs Schulter und war scheinbar eingeschlafen. Yuri betrachtete die zwei von der Seite aus und stand auf. Da Wolfram sich nicht bewegen wollte schaute dieser unsicher zu Yuri. „Was hast du vor?" fragte er misstrauisch. Yuri hockte sich neben den Feuerdämon und betrachtete ihn. Sein seidiges Haar glänzte in der untergehenden Sonne wie Gold. Seine Augen funkelten ihn an wie die tiefe unergründlicher Tümpel. Er beugte sich weiter vor. Wolfram wollte zurückweichen, doch er lehnte an einem ziemlich unbiegsamen dicken Baumstamm und hatte seine schlafende Tochter an der Schulter. Seine Hände wollten Yuri abwehren. Doch dieser ließ sich davon nicht beirren. Stattdessen berührten seine Lippen die Wolframs. Sie schmeckten süß wie Erdbeeren in ihrer prächtigsten Reife. Wolfram reagierte erst nicht, doch irgendwann erwiderte den Kuss. Dann plötzlich bäumte er sich auf und warf Yuri zur Seite. „Wie kannst du es wagen…" Erschrocken war Greta aufgewacht und zur Seite gerollt. „Papa Wolfram…" Dieser stieg auf sein Pferd und galoppierte davon. Greta sah Yuri ärgerlich an. „Was hast du jetzt schon wieder angestellt?" Josak musste lachen und war froh weit genug weg zu sein, dass ihn niemand bemerkte. Yuri schaute der Staubwolke nach. „Ich bin mir gerade nicht sicher." Murmelte er. Wolfram hatte seinen Kuss erwidert. Entweder war der Feuerdämon wütend, weil Yuri ihn so überrumpelt hatte, oder weil er sich nicht gegen seine Gefühle wehren konnte und den Kuss ebenso wollte.

Diese Überlegung teilte Josak auch Conrad und Gwendal mit, als er Bericht erstattete. Alle schauten sich nachdenklich an. „Ich glaube Wolfram genießt seine Rolle als Hahn im Korb." Sagte Conrad grinsend. Gwendal schaute ihn irritiert an. „Hahn? Wieso ist er…" Conrad unterbrach ihn. „Das ist eine Redewendung auf der Erde, wenn zwei Frauen sich um einen Mann streiten." Gwendal brummelte vor sich hin. „Also merkwürdige Dinge sagt man auf der Erde…"Josak lachte. „Aber es trifft genau den Punkt. Nur dass hier zwei Männer kämpfen." Gwendal und Conrad nickten als es an der Tür klopfte. Zwei schwarze und zwei blaue Augen schauten herein. Josak und Conrad schauten erstaunt auf die Besucher. „Shinou und Murata." Gwendal zog erstaunt eine Braue hoch. „Ihr wünscht eure Exzellenz?" Murata setzte Shinou auf den Schreibtisch und setzte sich seinerseits auf einen der gemütlichen Sessel in Gwendals Büro. „Shinou möchte euch etwas Wichtiges mitteilen." Shinou wartete, bis er die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden hatte. „Wolfram muss auf die Erde. Nur dort wird die Prophezeiung erfüllt werden." Conrad schaute ihn erstaunt an. „Warum nur auf der Erde?" „Tanmoku Kis Lebenskraft lässt nach. Er würde hier zu viel Zeit verlieren. Und ich möchte, dass er seinen Sohn dreimal sehen darf. Einmal direkt nach der Geburt, einmal mit einem Jahr und einmal wenn das Kind laufen und sprechen kann." Gwendal runzelte die Stirn. „Nur so kurze Abstände?" Murata nickte. „Wie gesagt, die Lebenszeit Kis ist fast abgelaufen. Er wird in einer Zeremonie in naher Zukunft sein Leben opfern. Davor soll er aber sein Kind noch sprechen hören, damit er den Klang derer die er liebt, nämlich Wolfram und seinen Sohn, mit in den Tod nehmen kann." Gwendal seufzte niedergeschlagen. „Es wird Wolfram das Herz brechen…" Murata schüttelte traurig den Kopf. „Nein, er weiß, dass Ki nicht mehr lang zu leben hat. Er hat es ihm gesagt." Gwendal holte tief Luft. „Wolfram muss also auf die Erde, damit sich die Prophezeiung erfüllen kann…" wiederholte er die Worte des Einzigartigen. Dieser nickte. „Murata nimmt ihn morgen mit." Conrad schaute ihn erschrocken an. „So schnell…" Murata nickte. „Nach allem was ihr erzählt habt, scheinen sich Yuri und Wolfram wieder anzunähern. Wenn wir noch länger warten, gefährden wir die Erfüllung der Prophezeiung." Gwendal schaute Shinou ernst an. „Und Wolfram wird höchstwahrscheinlich schwanger zurückkehren. Sollten wir Yuri nicht von der Prophezeiung erzählen?" Murata nickte. „Ja, aber erst, wenn Wolfram weg ist."

Nach dem Abendessen verkündete Gwendal Wolfram die Nachricht, dass er am folgenden Tag mit Murata für zwei Tage auf die Erde gehen könne. „Wolfram, Murata fragt, ob du ihn auf die Erde begleiten möchtest." Fragte Gwendal seinen kleinen Bruder. Dieser ließ vor Schreck sein Besteck fallen. Eilig hob er es wieder auf, bevor Yuri einen erneuten Fauxpas begehen konnte. Seine Wangen röteten sich und er schaute verlegen zu Conrad. Dieser lächelte ihm aufmunternd zu. Wolfram strahlte. „Ja, gern." Yuri konnte es nicht glauben. „Aber wo willst du denn wohnen? Ich gehe nicht mit, also landest du auch nicht bei meinen Eltern." Gwendal antwortete mit stoischer Ruhe. „Murata hat mit dem Yomeishi Kontakt aufgenommen. Wolfram wird dort wohnen." Wolframs Herz machte einen Sprung. Das Blut rauschte ihm durch die Adern und er musste sich an der Tischkante festhalten. Yuri bemerkte seine Reaktion und wurde wütend. Scheinbar wollten alle, dass er leiden sollte, alle wollten Wolframs Glück mit dem Yomeishi sehen. Beherrscht wandte sich Yuri an seinen ehemaligen Verlobten. "Ich kann dir verbieten auf die Erde zu gehen." Wolfram schaute ihn belustigt an. „Und der Grund?" Yuri schluckte. „Weil …. Weil ich es nicht will." Wolfram stand auf und beugte sich zum Dämonenkönig. „Ach, weil du es nicht willst. Jetzt merkst du, wie es ist, wenn deine Wünsche ignoriert werden. Ich habe keinerlei Verbindung mehr zu dir. Ich kann tun und lassen was ich will." Er küsste Yuri leidenschaftlich auf den Mund. Die Anwesenden hielten den Atem an. Yuri leckte sich die Lippen. „Wenn du zurück bist, werde ich dir beweisen, dass ich der richtige Mann an deiner Seite sein werde." Wolfram lächelte ihn süß an. „Na dann gib dir mal Mühe." Überrascht von der Antwort starrte Yuri in funkelnde grüne Augen. Wolfram richtete sich auf und wandte sich Gwendal zu. „Wann geht morgen los?" Gleich früh um acht Uhr. „Murata und du frühstücken auf dem Anwesen der Tanmoku Familie."

Als Murata und Wolfram an nächsten Morgen tropfnass aus dem Brunnen der Tanmoku Familie in deren Garten ausstiegen, kamen ihnen bereits Tanmoku Ki und seine Schwester entgegen. Ki eilte zu Wolfram und küsste ihn leidenschaftlich bevor er ihm das Handtuch gab. Wolfram musste lachen. „Ich freue mich auch dich zu sehen Ki." Verlegen lächelte er den silberhaarigen Mann vor ihm an. „Du wirst ja ganz nass…" Wolfram wollte ihn von sich wegschieben, doch Ki drückte ihm einen erneuten Kuss auf die Lippen, bevor er antwortete. „Ich hab dich so vermisst. Dein Lächeln, deine Augen, deinen Körper…einfach alles." Wolfram konnte nur nicken. So fühlte sich erwiderte Leidenschaft an. Es war wunderbar. Tanmoku und Jiyun führten ihre Gäste an einen Tisch, an dem bereits die Großmutter des Yomeishi saß. Sie wandte sich an Jiyun. „Bitte lass uns allein." Jiyun schaute sie irritiert an, verneigte sich jedoch als sie den Blick ihrer Großmutter sah und verließ die Terrasse. Das weibliche Oberhaupt der Tanmoku Familie gab Wolfram und Murata ein Zeichen. „Setzt euch." Sie betrachtete den blonden Feuerdämon. Ihr war nicht verborgen geblieben, wie sehr sich ihr Enkel nach dem Dämon sehnte. Er schien ihn tatsächlich zu lieben. „Lord von Bielefeld." Wolfram zuckte zusammen. Er bekam eine Gänsehaut, als sie ihn durchdringend anschaute. „Ihr seid es also wahrhaftig, der die Prophezeiung mit meinem Enkel erfüllen wird." Ki keuchte und Wolfram sah ihn verwundert an. „Um welche Prophezeiung geht es hier eigentlich die ganze Zeit?" Nun war es an der Dame des Hauses verwundert zu gucken. „Ihr wisst nichts von der Prophezeiung?" Wolfram schüttelte den Kopf und schaute zu Ki, welcher blass geworden war. „Der große Weise will mir ja nichts darüber erzählen, um sie angeblich nicht zu gefährden. Ich weiß nur, dass es eine gibt. Aber ihren Inhalt kenne ich nicht." Murata hingegen schien überhaupt nicht überrascht zu sein. Was ging hier vor? „Was empfindet ihr für meinen Enkel, Lord?" Wolfram musste nicht lang nachdenken. „Ich begehre ihn, wie man einen Geliebten begehrt, aber ich liebe ihn nicht so, wie ich einen Ehemann lieben würde." Er dachte an schwarze Augen, die ihn anblitzten als er das Wort Ehemann aussprach. Kis Großmutter sprach weiter. „Aber du würdest dich durchaus mit ihm vereinen, nicht wahr?" Wolfram wurde rot. „Nunja…" er senkte den Blick. „Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll." Tanmoku Ki half seinem Dämon. „Wolfram und ich haben uns bereits geliebt und wir würden es jederzeit wieder tun, wenn wir die Gelegenheit hätten. Ich liebe und begehre ihn Großmutter." Wolfram stockte der Atem. Was ging denn das die Dame des Hauses an? Irgendwas stimmte hier nicht. Er war verunsichert und schaute zwischen Murata und Tanmoku Ki hin und her. Murata lächelte ihn. „Wolfram. Es gibt sowohl auf der Erde als auch im Dämonenreich eine uralte Prophezeiung. Diese lautet:

Angetrauter des Doppelschwarzen Mao

Seine Kraft und seine Leidenschaft ist das Feuer

Seine Augen so grün wie die Tiefen der Meere

Er wird den ersten Yomeishi des Dämonenreichs gebären.

Wolfram ging die Zeilen nochmal durch und konnte es nicht fassen. Was sollte das? War er damit gemeint? Gemahl des doppelschwarzen Mao…er war nur der Verlobte…und nicht mal das momentan. Ja, er war ein Feuerdämon, und ja er hatte grüne Augen. Aber was sollte er? Er sollte den Yomeishi gebären? Das heißt er und Ki würden… Er sah verwirrt zu den anderen Tischgästen. Ki schaute ihn verlegen an, Murata lächelnd und Großmutter ernst. Plötzlich wurde ihm schwindelig. Er stammelte vor sich hin und stand auf. „Murata was soll das? Ich … ich bin nicht der Angetraute des Mao…ich habe die Verlobung gelöst." Murata schüttelte den Kopf. „Du hast die Papiere Gwendal vorgelegt, doch es hat sie niemand außer dir unterschrieben. Das heißt, die Verlobung wurde niemals gelöst und Yuri will um dich kämpfen und dich heiraten. Die Prophezeiung meint dich, Wolfram Lord von Bielefeld." Er bekam keine Luft mehr. War das etwa nur ein Spiel von Ki? Hatte er die ganze Zeit nur gelogen, hatte er ihm etwas vorgetäuscht. Ki stand ebenfalls auf. „Wolfram, ich liebe dich wirklich. Ich habe von dieser Prophezeiung erst gehört, als ich mich bereits in dich verliebt hatte. Bitte glaube mir." Wolfram hörte gar nicht was Ki zu ihm sprach. Er wich zurück und stieß dabei den Stuhl um. „Nein, das…nein. Ich sollte nur deswegen so plötzlich hierher?" Seine Augen füllten sich mit Tränen. Ki wollte nach seiner Hand greifen, doch Wolfram drehte sich um rannte davon. Murata schaute Ki an. „Lauf ihm nach, er braucht jetzt deine Nähe." Die Dame des Hauses legte ihrem Enkel die Hand auf den Arm. „Hol ihn dir zurück."

Wolfram rannte durch den Garten hinaus in den Wald des Berges. Irgendwann wusste er nicht mehr wo er war. Schluchzend sank er zusammen. Da hörte er die Stimme Tanmoku Ki. Wolfram stand auf und lief in die Richtung, aus der er das Rufen vernahm. „Liebst du mich nur, weil du die Prophezeiung erfüllen willst, oder weil du mich…wirklich begehrst?" hörte Ki plötzlich die sanfte Stimme des Feuerdämons hinter sich. Erschrocken drehte er sich um und sah in zwei mit Tränen gefüllte Augen, die ihm fast das Herz brachen. Er nahm Wolfram in den Arm. „Ich liebe dich. Habe ich wirklich auf dich gewirkt, als würde ich mit dir spielen?" Ki drückte sein Gesicht gegen Wolframs Hals. Der Feuerdämon roch so gut. Ki wollte ihn nicht mehr loslassen. „Bitte glaube mir." Er drehte Wolfram zu sich um und lehnte ihn an seine Brust. Zärtlich küsste er ihn auf seine seidenen Locken. „Ich liebe dich so sehr, obwohl ich sehe, wie du deinen Verlobten liebst. Und ich werde dich gehen lassen. Wenn du wütend bist, werde ich dich nicht aufhalten und du kannst sofort zurück kehren. Mir ist die Prophezeiung egal. Ich will dich spüren, weil ich dich begehre. Und nicht weil ich eine Prophezeiung erfüllen will." Er küsste Wolfram zärtlich auf die glänzenden Locken. „Ich kenne von Murata auch die weitere Vorsehung eures Gottes Shinou. Ich bin der Grund, dass der König endlich seinen Verlobten heiratet und Shin Makoku endlich einen Erben erhält. Das erfüllt mich mit einem gewissen Stolz, ist meine Liebe zu dir auch für dich nicht umsonst. Also habe ich die Zeit mit dir intensiv genossen. Ich liebe dich immer noch, aber ich werde dich nicht aufhalten, wenn du ins Dämonenreich zurückkehrst." Wolfram schluchzte. „Wie kann ich so fühlen? Wie kann ich den Mann lieben, der mir das Herz bricht und den Mann das Herz brechen, der mich liebt." Tanmoku Ki schaute den Dämon traurig an. „Wenn du mich heute Nacht noch einmal begehren möchtest, wirst du unser Kind empfangen. Dann werden sich ab morgen unserer Wege trennen, wenn du mit Murata zurückgehst. Doch ich kann mit dem Wissen auf Erden weiterleben und sterben, dass im Dämonenreich mein Sohn lebt und aufwächst und der erste Yomeishi von Shin Makoku wird. Meine Liebe für dich wird in ihm weiterleben." Ki hielt Wolfram noch lange in seinen Armen. Dieser kuschelte sich an die Brust des Yomeishi und schaute in die Sterne. Das Universum war so unendlich weit und unergründlich, so weit und unergründlich wie seine Gefühle, die er momentan empfand. Wolfram hob seinen Kopf. Seine Lippen wollten die Tanmoku Kis berühren. Er versuchte sich ihm entgegen zu strecken. Ki merkte sein Verlangen und beugte sich näher zu Wolfram. Sein Herz pochte wild und die Lippen des Priesters verzogen sich zu einem Lächeln. „Wenn du so weitermachst, stirbst du an einem Herzinfarkt, bevor unser Sohn überhaupt eine Chance hat gezeugt zu werden." Wolfram schluckte. Die Lippen Kis kamen immer näher, bis sie schließlich auf seine trafen und die Zeit stehen blieb.

Ki wollte den Dämon schmecken, er wollte die süße Frucht des Verlangens in ihm schmecken und küsste Wolfram sanft, aber bestimmend. Als er merkte, dass Wolfram seinen Kuss erwiderte, tastete er sich mit seiner Zunge in Wolframs Mund und suchte dessen Zunge, die mit ihm verstecken zu spielen schien und sich beide einen Moment lang umkreisten. Dann löste sich Wolframs Zunge kurz von seiner, bevor sie plötzlich in seinem Mund auftauchte und ihn leidenschaftlich und zu mehr aufforderte. Keuchend entfernte sich Ki etwas von dem Dämon und sah ihn voller Lust an. „Lass uns hineingehen Wolf…" doch dieser küsste ihn einfach wieder und stieß Ki nach hinten auf das Gras. So lag Wolfram auf dem Yomeishi und konnte die Auswirkungen zwischen dessen Beinen deutlich spüren, was den Dämon dazu verleitete, mit seinen Fingern ein wenig nachzuhelfen und dem Yomeishi ein lustvolles Stöhnen zu entlocken. Stürmisch beginnt Wolfram Ki zu küssen während er sich mit einem Arm über dem Yomeishi abstützt. Die andere Hand gleitet wieder zwischen die Beine des Priesters, dessen Erektion nun deutlich zu spüren ist. Wolfram knöpft Kis Hose auf und streichelt sanft den Pilz. Leise keucht Ki in den Kuss und zuckt unter der Berührung wohlig zusammen.
Kis Finger krallen sich in Wolframs Shirt, gleiten am Rücken hinunter zu dessen Hose und beginnen kurz darauf an einem der Knöpfe herum zu fingern, während er unter Wolframs Berührungen erschaudert. Heftig keuchend löst der Dämon sich aus dem Kuss, öffnet Kis Hemd und küsst den Hals hinab, weiter über den Bauch, bis hin zu dessen zuckendem Glied. „Bitte Wolfram, ich…kann mich nicht mehr beherrschen…bitte bring es zum Ende." Ki stöhnte, Wolfram macht ihn wahnsinnig, bringt sein Blut zum überkochen. Immer wieder reckt er seinen Körper Wolfram entgegen, sucht möglichst viel Körperkontakt. Dessen Berührungen werden immer gieriger, fast schon grob massiert er Kis Schwanz und küsst sich über sein Schlüsselbein zu den harten Brustwarzen und weiter hinab, während sich Kis Hände in Wolframs blonden Locken festkrallen. Mit einem heftigen Aufkeuchen bäumt sich Ki auf und wimmert. Wolfram spürte plötzlich eine Hand an seinem Glied und krampfte vor Lust zusammen, bevor er die klebrige Masse zwischen seinen Fingern spürte, als Ki sich mit einem leisen Schrei löste. Wolfram spürte den wachsenden Druck in seinem Penis und sank stöhnend auf Ki, nachdem dieser ihm ebenfalls seinen Höhepunkt bescherte. Schwer atmend lagen die beiden Liebenden aufeinander, ließen sich von ihren Gefühlen treiben und küssten sich immer wieder. Schließlich stand Tanmoku Ki auf und zog den Dämon ebenfalls auf die Beine. „Komm lass uns im Bett weitermachen. Dort ist es weicher und wärmer." Flüsterte er in Wolframs Nacken, während er ihn sanft hinein biss. „Ich weiß doch, dass du es gern heiß magst mein feuriger Dämon." Wolfram nickte grinsend.

Tanmoku Ki kam aus dem Bad, nur mit einem Handtuch um die Lenden gewickelt und betrachtete Wolfram. Sein Atem ging schneller, er konnte sich kaum mehr beherrschen als er den Dämon gedanklich sein Nachthemd auszog und am ganzen Körper streichelte. Wie er so vor ihm auf dem Bett lag und mit geschlossenen Augen vor sich hin döste, während er auf ihn wartete. Seine Haare umrahmten das wunderschöne weicher gewordene Gesicht und fielen ihm bis auf die Schultern. Seine Taille war deutlich sichtbar, obwohl er ein männlicher Mazoku war. Sein gesamter Körper schien zu leuchten, besonders jedoch seine smaragdgrünen feurigen Augen, die ihn voll Verlangen ansahen. Moment, er schlief doch bis eben… Verwirrt lenkte Ki seine Konzentration auf das Gesicht des hübschen Dämons und sah diesen nun grinsen. „Nun, Priester. Was möchten Sie gern mit diesem Körper anfangen, den Sie so begehrlich betrachten?" fragte Wolfram ihn süßlich. Ki beugte sich über ihn und küsste ihn sanft auf die weichen Lippen. Gerade, als er sich von ihnen lösen wollte, umschlangen ihn zwei kräftige Arme und zogen ihn auf das Bett. „Bitte Ki. Ich will dich spüren. Ich will dich in mir spüren. Bitte… Nimm mich diesmal ganz!"

Ki zog Wolfram das Nachthemd aus. Dann tat er wie ihm befohlen und ließ Zeige- und Mittelfinger in dem Blonden tanzen. An den Armen des Dämonen traten Muskeln und Sehnen hervor, als sich seine Hände noch mehr im Laken verkrampften. Er warf den Kopf zurück, und sein wunderschöner Leib spannte sich. Die Finger in Wolfram, beugte Ki sich vor und begann an der harten Erektion des Gemarterten zu lecken. Ein Wimmern war die Antwort. Ki selbst glaubte, den Verstand zu verlieren. Sein Schaft stand in Flammen und vor ihm wand sich dieser Prachtkerl von Dämon im selben Verlangen. Jede noch so winzige Bewegung seiner Finger brachte den Blonden zum Aufbäumen, er war wie ein Spielzeug in seinen Händen.
Da überkam es ihn beinah, er wollte nicht länger warten - er wollte ihn, jetzt und sofort, aber vor allem wollte er es auch von ihm hören. Und so bezwang er noch einmal seine Begierde; er zog die Finger aus dem Dämon und verharrte mit den Lippen dicht vor dem erwartungsvollen Schaft.

"Bitte ... Ki ... bitte ...", flehte der Blonde.
Tanmoku hauchte einen Kuss auf die feuchte Spitze seines Ahornstabes.
"Um was bittest du mich?", flüsterte er und leckte genüsslich über die Stelle, die er gerade geküsst hatte. Der goldene Schaft zuckte wild.
"Erlöse mich, Yomeishi, nimm mich ...", brach es aus dem Dämon heraus.
"Wie, mein schöner Wolfram - wie soll ich dich ... nehmen? Sag es mir ... sag es mir ganz genau ..."

Da ließ der Blonde das Bettlaken los, an dem er sich die ganze Zeit festgehalten hatte, nahm Kis Hand und führte sie direkt an sein Glied. Dort spürte Ki plötzlich eine Öffnung, welche bei einem männlichen Körper sonst nicht zu finden war. Erregt keuchte er, als er seine Finger darin versenkte. Der Dämon hatte eine Vagina. Er war sowohl männlich als auch weiblich.
"Ich will dich in mir spüren, will von dir durchbohrt werden ...", hörte Ki Wolframs fast schon versagende Stimme. "Bitte ... nimm mich ... gib dich mir mit all deiner Kraft ... Nimm mich!"

Und als der Priester seinen glühenden Schaft in des Dämonen Öffnung versenkte, wusste er, dass er noch nie in seinem Leben solche Lust und solches Vergnügen empfunden hatte wie jetzt, wo der von ihm Bezwungene sein Verlangen erwiderte und jeden seiner Stöße gierig in sich aufnahm. Durch das Öl glitt sein Schaft mühelos bis zum Anschlag in die pulsierende Öffnung, und doch nahm es nichts von deren berückender Enge. Hart schlossen sich die inneren Muskeln des Blonden um sein Glied, das in jeder Sekunde mehr und mehr anschwoll.
Blind vor Erregung umfasste Ki den Leib des Feuerdämonen und tastete nach dessen Erektion. Sein Schweiß vermischte sich mit dem Schweiß des Dämons, und sein Verlangen wurde das des Dämons, und in dem Rhythmus, mit welchem er seine Begierde in ihn stieß, bewegte er auch seine Hand. Er wusste nicht mehr - verspürte er die eigene Lust oder die Wolframs? - und es war ihm einerlei, denn Wellen der Lust überrollten sie beide, sein Keuchen war wie das des Dämons, und gemeinsam beschleunigten sie das Tempo, und endlich, endlich!, geschah es: durch seine Hand schoss in heftigen Krämpfen die Erlösung des Blonden, und während Wolfram seine Begierde aufs Bett verspritzte, verspürte Ki das wilde Melken verborgener Muskeln an seiner Härte, und im selben Moment löste sich auch bei ihm all die aufgestaute Anspannung der Nacht und ergoss sich in einer nicht enden wollenden Flut ... und er verströmte sich ... endlich ...

Nach einem langen Moment kam er wieder zu sich.

Noch immer lagen sie, heftig atmend, eng aneinandergeschmiegt auf dem Bett. Die Haare des Blonden kitzelten ihn in der Nase, und das Glied in seiner Hand hatte die stählerne Härte verloren. Die flammende Hitze seines Unterleibs war einer angenehmen Wärme gewichen.

Vorsichtig löste der Yomeishi sich aus dem Dämon. Glücklich und völlig atemlos sah er seinen Geliebten an. Beide wussten, dass dies ein besonderer Augenblick war, in dem etwas Großes geschehen war. Die Prophezeiung war erfüllt worden.

Am nächsten Tag kam Murata, um Wolfram abzuholen. Er wurde von Keika auf die Terrasse geführt, auf der Ki und Wolfram frühstückten. „Oh großer Weiser. Ihr seid bereits angekommen." Tanmoku Ki verneigte sich vor Murata. Dieser nickte ihm zu, bevor sein Blick auf den Feuerdämon fiel. Überrascht zog er die Luft ein. Wolfram leuchtete von innen, obwohl sein Blick voller Traurigkeit war. „Haben wir noch etwas Zeit?" fragte der Dämon. Murata nickte und wandte seinen Blick wieder dem Yomeishi zu. Dessen Augen strahlten in einer Art und Weise, wie sie es vorher nicht getan hatten. „Es scheint vollbracht…" flüsterte Murata andächtig. Wolfram schluchzte und verdeckte sein Gesicht mit den Händen. Ki ging zu ihm und umarmte ihn sanft. „Ich werde dich immer lieben und du weißt, dass meine Liebe in unserem Sohn weiterleben wird. Das habe ich dir gestern gesagt und meine es immer noch so." Er küsste den Blonden auf die Stirn. „Sei vorsichtig und pass auf euch auf." Zärtlich legte Ki seine Hand auf Wolframs flachen Bauch. Murata konnte nicht verhindern, dass sein Herz klopfte.

Die Zeit des Abschieds nahte. Vor dem großen Brunnen im Garten der Tanmoku Familie waren nur Tanmoku Ki, Murata und Wolfram versammelt. Ki hatte allen mitteilen lassen, dass er in diesem Moment von niemandem gestört werden wolle. Nicht einmal von seinem Schattengeist. Doch dieser beobachtete die Szene aus einiger Entfernung. Er wollte seinen Herrn in dieser Situation nicht allein lassen. Murata stellte den Strudel her, mit dem Wolfram und er zurück ins Dämonenreich gelangen sollten. Er wollte schon losgehen, als er sich noch einmal umsah. Wolfram stand unschlüssig und wusste nicht wohin mit seinen Gefühlen. Sollte er Ki noch einmal küssen, oder sollte er einfach gehen? Wie er so überlegte, rollten ihm die Tränen über die Wangen. Zögernd drehte er sich zu dem Yomeishi der Erde um. Grüne Smaragdaugen trafen silbergraue Sterne, die ihn voller Liebe anstrahlten. Sein Herz pochte. „Ich habe Angst zurück zu gehen. Was ist, wenn Yuri mich nicht so lieben kann wie ich ihn liebe?" Ki küsste ein letztes Mal Wolframs weiche und süße Lippen. „Er liebt dich noch tausendmal mehr als ich dich liebe. Vertrau mir. Ich weiß es." Wolfram fuhr mit seiner Zunge vorsichtig über seine Lippen, um ein letztes Mal den Geschmack Tanmoku Kis aufzusaugen. „Es tut mir so leid." Flüsterte Wolfram, drehte sich um und trat an Murata vorbei in den Brunnen. Der große Weise und der Yomeishi schauten sich eine Weile an. Dann sprach Murata zu Ki: „Ich danke euch Yomeishi der Erde. Ihr habt die Zukunft von Shin Makoku gerettet. Ich hoffe, das wisst ihr. Wolfram hat euch wirklich begehrt. Vielleicht hat er euch auch geliebt. Und trotzdem wird sein Herz immer unserem Dämonenkönig gehören." Tanmoku Ki senkte den Blick. „Ich weiß." Mit einem wehmütigen Blick sah er Murata an. „Bitte versprecht mir auf Wolfram und unseren Sohn achtzugeben." Murata nickte. „Das verspreche ich!" Als der Strudel versiegt war, hielten seine Beine ihn nicht mehr. Schluchzend sank er auf die Knie und wurde von zwei schlanken Armen aufgefangen. Überrascht sah er auf. „Keika." Flüsterte er. Dieser hielt Ki einfach nur fest und wartete bis dieser sich beruhigt hatte. „Ich wusste, warum ich euch nicht allein lassen wollte in dieser Situation." Ki schaute ihn dankbar an. „Ich bin froh, dass du da bist. Ich liebe Wolfram wirklich, aber sein Herz gehört nicht hier her." Seufzend lehnte er sich an seinen Schattengeist. „Hoffentlich reicht meine Zeit noch aus, unseren Sohn kennenzulernen."

Yuri lief in Gwendals Büro auf und ab. „Was? Wolfram kann schwanger werden?" Er setzte sich zum X-ten Mal auf einen Stuhl. „In der Tat Heika." Antwortete Gunter ernst. Wenn Heika mir im Unterricht einmal zugehört hätten, wüsstet ihr das." Yuri schluckte. Er erinnerte sich an das Gespräch mit seinen Eltern vor der Kirche. „…er kann keine Kinder kriegen…" Wolfram hatte es gehört…wie sehr musste er verletzt gewesen sein. Oh Shinou! Er war so dumm! Plötzlich bemerkte er die Blicke der Anderen. Yuri dachte an den wunderschönen Dämon. „Und er wird zurück kommen und das Kind des Yomeishi tragen?" Conrad nickte. „So wird es wohl sein." Yuri schaute zu seinem Paten. „Wusste Wolfram davon?" Gwendal schüttelte den Kopf. „Nein, er wird es erst dort erfahren." Yuri schaute die Brüder ängstlich an. „Habe ich denn dann überhaupt noch eine Chance, wenn Wolfram zurück kommt und ein Kind des Mannes, der ihn so begehrt, unter seinem Herzen trägt?" Tränen traten ihm in die Augen. Conrad stand auf und ging zu Yuri. Sanft legte er einen Arm um den König. „Ja, das hast du, denn Wolfram hat dich die ganze Zeit geliebt. Er sagte es auch beim Frühstück letztens, erinnerst du dich?" Yuri nickte. „Wolfram begehrte Ki weil er ihm das zurück gab, was du ihm nie gegeben hattest. Jetzt weiß Wolfram, dass du ihn wirklich liebst und um ihn kämpfen willst. Damit wird er eines Tages zu dir zurückkehren. Er weiß, dass er Ki nicht so liebt wie dich." Yuri musste lächeln als er sich Wolfram mit einem Babybauch vorstellte. „Woran denkst du?" fragte Conrad. „Ich stelle mir meinen Verlobten mit einem süßen Babybauch vor." er strahlte seinen Paten an. „Und weißt du was? Ich finde es toll und wünsche mir, dass eines Tages mein Baby in ihm wächst. Ich finde es nicht mehr schlimm und nicht mehr abnormal einen Mann zu lieben. Oh wie konnte ich nur so lang so dumm sein." Yuri schlug die Hände vor sein Gesicht. „Du hast ihm bereits gezeigt, dass du dich geändert hast." Conrad strich Yuri über das Haar. „Er wird stolz sein, euer Kind in sich zu tragen. Du wirst sehen." Gwendal war selten glücklich und strahlte Yuri an. „Ich glaube, Murata hatte tatsächlich mit allem Recht. Es wird alles gut ausgehen für euch beide und das Königreich." Überrascht schauten ihn vier Augen an. Doch Gwendal tat so als bemerke er es nicht. „Wolfram und Murata werden bald hier sein. Wir sollten zum Brunnen gehen."

Prustend kamen Murata und Wolfram im Brunnen an. Yuri stand mit Conrad und Greta am Rand und warteten bereits. Wolfram stieg aus dem Brunnen und wischte sich das Wasser aus den Augen. Greta rannte auf ihn zu und umarmte ihn. „Du bist wieder da." Wolfram lachte. „Du wirst ganz nass kleine Prinzessin. Und es waren doch nur fünf Tage." Er hatte ein Handtuch vor der Nase und sah in zwei grinsende schwarze Augen. „Wir haben dich eben vermisst Wolfram." Wolframs Herz hüpfte vor Freude. Yuri hatte ihn noch nie am Brunnen empfangen. Yuri konnte sich denken, was in Wolframs Kopf vorging. „Ich weiß, ich werde einiges ändern in Zukunft." Wolfram lächelte ihn schüchtern an. Greta strahlte ihre beiden Väter an. Yuri schien wirklich sein Versprechen wahr zu machen und um Papa Wolfram kämpfen zu wollen. Vielleicht würden sie ja wirklich eine richtige Familie werden. „Du solltest trockene Kleidung anziehen, sonst erkältest du dich noch." Sagte Yuri. Wolfram traute seinen Ohren nicht. Klang die Stimme des Dämonenkönigs etwa besorgt? „Ich erkälte mich nicht du Weichei." Antwortete der Feuerdämon sanft und stapfte ins Schloss. Conrad sah Yuris unsicheren Blick und ging zu seinem Patensohn. „Du bist auf dem richtigen Weg." Sagte er und lächelte ihn aufrichtig an. Yuri nickte und folgte seinem Verlobten. Die nächste Tat würde sein, Wolfram davon zu überzeugen, die Verlobung nicht zu beenden.

Wolfram hatte sein eigenes Zimmer wieder bezogen und war Yuri weitgehend aus dem Weg gegangen. Allerdings weniger, weil er ihn nicht sehen wollte, sondern weil er nicht wusste, wie er sich ihm gegenüber verhalten sollte. Yuri hatte in den letzten Wochen einen großen Schritt auf den Feuerdämon zu gemacht. Doch Wolfram wusste, dass in ihm die gemeinsame Frucht der Leidenschaft mit dem Yomeishi zu wachsen begann. Nun, es war ein Prophezeiungsbaby. Trotzdem. Würde Yuri ihn unter diesen Umständen überhaupt zurück wollen? Er musste lächeln als er an die strahlenden Augen dachte, die ihn am Brunnen empfangen hatten. Er liebte Yuri mehr als alles andere. Doch er würde ihn zappeln lassen. Das Weichei sollte ruhig um seine Liebe kämpfen.

Einige Tage später. Als der Dämonenkönig sich an den Frühstückstisch setzte und seinen Verlobten suchte, kam dieser gerade zur Tür herein. Yuri hielt den Atem an. Der Feuerdämon schien zu leuchten. Seine goldfarbenen Haare glänzten in den Sonnenstrahlen, welche durch die großen Fenster fielen. Die Smaragdaugen bohrten sich in die tiefe jener Seele, deren Blick sie trafen. Auch Gwendal und Conrad schienen die Veränderung an ihrem jüngsten Bruder zu bemerken. Cherie sprang auf und umarmte ihren Sohn. „Wolfram, du siehst wundervoll aus. Die Liebe scheint dir gut zu tun." Yuri zuckte bei den Worten zusammen und senkte den Blick. Gwendal konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Mutter musste ihm aber auch wirklich unsanft Wolframs Liaison mit dem Yomeishi unter die Nase reiben. Wolfram errötete leicht und wollte sich gerade auf einen freien Platz neben Conrad setzten, als Greta durch die Tür stürmte. „Papa Wolfram, es ist so schön, dass du endlich wieder hier bist." Sie umschlang Wolfram innig. Dieser küsste sie sanft auf die Stirn. „Wir haben dich alle vermisst hier. Nicht wahr?" Sie sah in die Runde. Alle nickten. Wolfram bemerkte, dass selbst Yuri heftig nickte. „Papa Yuri hat dich ganz besonders vermisst. Stimmt's?" Yuri strich sich verlegen durch die Haare. Eine typische Geste, wenn er etwas abwiegeln wollte, dachte Wolfram. Doch zu seinem Erstaunen antwortete Yuri mit fester Stimme: „Ja, wir haben dich alle sehr vermisst Wolfram." Dieser schaute erfreut zu seinem Ex-Verlobten. „Ihr auch Heika?" Yuri nickte. „Ja, ich wohl am meisten…" antwortete er und sah Wolfram fest an. „Nenn mich endlich Yuri Wolfram. Wir sind verlobt." Wolfram lächelte, nahm Gretas Hand und setzte sich zwischen Conrad und Greta, so dass Greta zwischen Yuri und Wolfram saß. Conrad hob eine Braue. Sein kleiner Bruder hatte zum ersten Mal nicht widersprochen, als Yuri sagte, sie seien verlobt. Als er Gwendal anschaute, sah er ebenfalls ein leichtes Lächeln auf dessen Lippen. Sein Blick gab ihm zu verstehen, dass ihm diese Tatsache ebenfalls aufgefallen war. Wolfram war verändert von der Erde zurück gekehrt. Er war sanfter geworden.

In Gwendals Büro fand im Anschluss an das Frühstück die allgemeine Morgenbesprechung statt. Da Wolfram noch nicht da war, nutzte Gwendal die Zeit, um Yuri und Conrad zu instruieren. „Wir müssen behutsam herausfinden, ob Wolfram von der Prophezeiung weiß und was passiert ist. Wir dürfen nicht erreichen, dass er denkt, er habe den Yomeishi nur kennenlernen sollen, um diese alte Prophezeiung in Erfüllung zu bringen. Ich möchte nicht, dass Wolfram sich als Marionette des Schicksals fühlt, welches Shinou ausgeheckt hat." Plötzlich vernahmen sie eine sanfte Stimme. „Ich weiß, weshalb ich Tanmoku Ki kennenlernen sollte." Wolfram stand in der Tür. Erschrocken fuhr Gwendal herum. „Wolfram…" dieser schüttelte den Kopf und kam herein. „Ki hat es mir bei meinem letzten Besuch gesagt. Er erfuhr ebenso spät wie ich von der Prophezeiung. Da hatten wir uns bereits ineinander…naja…verliebt." Wolfram schaute Yuri entschuldigend an. „Er gab mir dass, wonach ich mich so sehr sehnte." Yuri schluckte. „Ich weiß. Und es tut mir leid. Ich möchte dir beweisen, dass ich es wert bin an deiner Seite zu stehen und dich meinen Ehemann nennen zu dürfen." Wolfram zog überrascht die Luft ein. „Yuri weißt du, was du da sagst? Ich trage das Baby des Yomeishi in mir." Gwendal stockte der Atem. „Das weißt du jetzt bereits?" Wolfram nickte lächelnd. „Ich hab es im Moment der Zeugung gewusst." Flüsterte er. „Und Ki ebenfalls." Tränen traten ihm in die Augen. „Dabei weiß er nicht einmal, ob er seinen Sohn je kennenlernen wird…" schluchzend sank er in die Knie und wurde von Conrad aufgefangen. Wolfram vergrub sein Gesicht in Conrads Brust. Yuri wollte zu ihm gehen, doch Gwendal hielt ihn fest. „Gib ihm Zeit Heika." Murmelte er leise. Yuri verstand und schaute zu dem hübschen Dämon, der sein Herz gestohlen hatte. ‚Eines Tages wirst du unser Baby in dir tragen'. Dachte Yuri zärtlich. ‚Ich werde dir beweisen, dass ich dich nie wieder verlassen werde, dass ich immer an deiner Seite sein werde und dass ich dich als mein Ehemann auf Händen tragen werde'.