Ooooohkay guys wie lang ist es her? Fast 10 Jahre? Oder doch nur 7? Ich muss gestehen, es ist so viel in meinem Leben passiert, dass ich niemals gedacht hätte irgendwann wieder groß Fanfics zu lesen oder zu schreiben - Tja... so denkt man. Ich bin echt - man soll es ja nicht ich tus hier aber trotzdem - erstaunt, wie gut ich damals geschrieben habe. Und irgendwie hoffe ich dass ich die Geschichte doch ... an der Stelle weiterschreibe und in dem Sinne weiterschreibe wie ich es damals geplant hatte.

Um ehrlich zu sein, hätte ich niemals daran gedacht wieder hier zu starten und weiter zu machen, doch... als ich mir heute Nacht eure Reviews von damals angesehen habe, musste ich einfach... naja mal wieder versuchten mich an das Projekt zu setzen. Ich hoffe auch, ich habe dem Charakter Maeve, nachdem ich extra ein Alibi für sie inszeniert hatte dieses nun nicht zu schnell wieder genommen, but... well - ich habe einen Nekromanten eingeführt, ich habe einen Fluch eingeführt. ich habe so viel Überlegt und es wäre so schade, wenn ich es nun hiermit platzen lassen würde.

Falls das noch jemand von meinen damaligen Reviewern ließt... have fun und bitte sagt mir, wenn ich es eurer Meinung nach vermasselt hab .


Es ist eigentlich ganz einfach. Ihr müsst sterben."

Meine Worte schienen alles andere aufzusaugen: das Licht wurde dämmriger, die Ruhe drückender. Es war als würde der ganze Raum, die Luft anhalten, sogar die Uhren schienen stehen zu bleiben. Bis ein entsetztes „Nein! Niemals!", wie ein Donnerschall durch den Raum zu hallen schien. Sinbad sah mich entsetzt an, die ganze Crew schien außer sich und nicht nur sie der ganze Haushalt brach in einen gefühlten kleinen Tumult aus. Einzig ich und erstaunlicherweise der Junge blieben ruhig und ließen die anderen lamentieren und diskutieren. Er sah mich an und ich blickte ihm ruhig und gelassen in die Augen. „Ich soll also sterben.", sagte er und mein Nicken bestätigte nochmals die Aussage. Er musste sterben.

Nachdem sich die erste Welle der Beschimpfungen und Ungläubigkeit gelegt hatte, erhob ich mich. „Es ist wirklich keine schwierige Überlegung. Ihr habt geschworen euren Sohn zu opfern. Euer Name steht in einem Buch, und solange er nicht durchgestrichen ist – was er erst mit dem Tode Eures Sohnes wird – leidet die Stadt. Daher, muss Euer Sohn sterben.", erklärte Aeryn kühl, doch jetzt kam die listige Überlegung. „Das heißt jedoch nicht, dass er tot bleiben muss." Damit hatte sie wieder alle gebannt an ihren Lippen hängen.
Ich blickte Bryn an. „Bryn kann dich mit ihren Kräften wieder ins Leben zurückholen.", erklärte ich ruhig, denn ich konnte die Fähigkeiten der jungen und untrainierten Magierin in etwa einschätzen. Ich sah wieder zu dem Jungen. „Wir werden dich mit einigen Kräutern töten, dann wird dein Tod durch den Schergen von Hell bestätigt und dann… nun werden wir dir ein Gegenmittel geben und Bryn dich wiederbeleben.", sachliche Erklärung meinerseits, es gab nur ein Problem – „Und was ist, wenn in der Unterwelt seine Seele verloren geht?"

Ich drehte mich zu dem Seefahrer mit den strahlend blauen Augen um, der den Einwand gebracht hatte. „Das wird sie nicht.", sagte ich ernst und erwiderte seinen stechenden Blick. „Und wie willst du es verhindern?", fragte er.

„Ich werde mit ihm sterben."

Es war wieder komplett still und alle sahen mich an. „Nun… es gibt nur zwei Magierinnen unter uns. Eine von uns muss die Heilung vollziehen, die andere wird seine Seele vor den Toten bewahren. Nachdem ich von Bryn nicht einfach den Freitod verlangen kann, werde ich selbst das Wagnis eingehen.", erklärte ich Sinbad ruhig. Sein Blick sagte mir was er davon hielt: absolut gar nichts. „Totaler Schwachsinn!", entfuhr es ihm. „Lass mich gehen, ich werde kämpfen!"
Ich seufzte genervt auf. „Und womit? Mit welchen Waffen willst du dich verteidigen?", fragte ich ihn ernst. „Na mit welchen wohl? Ich habe ein Schwert und meine Hände.", entgegnete er kühl und ich stellte mich ihm entgegen, Arme vor der Brust verschränkt. „Dein Schwert bringt dir überhaupt nichts, wenn du tot bist. Und deine Arme werden dir wenig nützen gegen Biester die sie dir abbeißen wollen.", meine Stimme war gefärbt mit einem gefährlichen Unterton. Doch seine Sturheit ließ ihn wieder kämpfen. „Ich werde kein Crew-Mitglied für diese Mission opfern! Entweder ich gehe, oder niemand." Ich seufzte, doch was für einen Nutzen hatte die Diskussion – keinen. So sprachen wir ab, wie es gemacht werden sollte. Ich würde die entsprechenden Getränke zubereiten und die Gegenmittel. Bryn hatte nicht so viel Erfahrung im Mischen von Tränken. Sie konnte allerdings die Formeln zur Widerbelebung und Heilung bereits erstaunlich gut. Wir besahen uns den Opferstein im Wald, und entdeckten eine kleine Höhle in der Nähe, in der der sture Sinbad sich selbst opfern könnte, um den Jungen in der Unterwelt zu beschützen.

„Du wirst ihn nicht sterben lassen, oder?", war Dermotts Frage, während ich die Tränke mischte. Ich warf ihm einen ruhigen Blick zu. „Natürlich nicht.", war die Antwort. „Aber wenn du Sinbad nicht sterben lässt, dann… wird er den Jungen nicht beschützen können.", erklärte ihr Zwilling nachdrücklich. „Das wird er auch nicht müssen, denn ich werde dort sein.", stellte ich klar. „Ich muss dort hin Dermott…", sagte ich nach einiger Zeit leise. „Es ist die einzige Chance…", ruhig verschloss ich die letzte kleine Phiole und packte sie sorgsam in meine Tasche.

Der Weg zum Opferstein im Wald war nicht weit, doch in der Nacht erschien er unendlich. Jeder Baum schien eine Fratze zu sein die ihre Arme nach uns ausstreckte und der Wind heulte unzufrieden in der Dunkelheit. Die Crew fröstelte, und auch ich hätte mich unwohl gefühlt, hätte ich die Zeit gehabt darüber nachzudenken. Während der junge und der alte Mr. Witherby am Opferstein die Prozedur vollführten, zog die Crew sich in die Höhle zurück. Bryn beobachtete mit einem von Firouz Apparaten, wie mein erster Trank getrunken wurde. Sinbad kam zu mir und verlangte seine Phiole, ich gab sie ihm. Er stellte sich hin und trank. Kurz darauf schon fiel er in sich zusammen. Vorsichtig betteten die anderen ihn und ich ging ruhig zu ihm. Er sah so friedlich aus, mit den geschlossenen Augen. In Gedanken strich ich ihm die Haare zur Seite als Doubar bemerkte: „Er atmet noch…? Ist das normal?", fragend sah dieser erst zu Bryn und dann zu mir. Ich lächelte. „Ja, das ist nichts Ungewöhnliches bei einem Schlaftrank.", sagte ich lächelnd und während ich langsam neben Sinbad zu Boden rutschte, kullerte eine weitere leere Phiole aus meiner Hand. Mein Kopf sackte zur Seite und…

Es war ein ungewöhnlicher Anblick. Da lag ich… am Boden und das neben dem Mann den ich liebte. Ohne ihn zu berühren, ohne ihm gesagt zu haben, wer ich war. Unerkannt. Und der Schock in den Gesichtern der anderen. Doubar suchte nach meinem Puls, doch dieser existierte nicht mehr, ich war in einem Raum ohne Zeit und in einer Zeit ohne Raum. Sie würden es schon schaffen, es war nicht so schwer… anderes war wichtiger.

Ich machte mich auf den Weg, einen schwierigen Weg zu Vater und Sohn. Ich fand Mr. Witherby Senior weinend über seinen Sohn gebeugt während dieser als geistartige Gestalt neben mir war. „Das ist ja ein komisches Gefühl…", sagte er und war doch erstaunt, er musterte seine Hände und versuchte sich ins Gesicht zu piksen, es entlockte mir ein sanftes Lächeln. „Es ist der Tod. Er ist geruchlos, geschmacklos und schmerzlos.", sagte ich ruhig.

Dann kamen sie die ersten Ghoule, die den Tod rochen, oder mehr die schönen Seelen die hier herumgeisterten und in die andere Welt überführt werden sollten. Sie kamen langsam aber unaufhaltsam, während Hell ihren Handlanger mit seinem Buch schickte. „Bleib bei mir, okay?", sagte ich zu dem Jungen, der gerade erwachsen geworden war. Sanft und fast entspannt, sprach ich leise Zauberformeln um die Ghoule auf Abstand zu halten, allerdings fast zärtlich und so, dass sie uns schmecken aber nicht beißen konnten. Wir wirkten offensichtlich tot genug, denn der Strich durch den Namen Witherby war schnell gemacht.

Ich stieß den Jungen zurück zu seinem Körper, wie mit Bryn vereinbart. Diese – ich konnte es sehen – sprintete bereits auf den Jungen zu. Gleichzeitig wandte ich mich dem Opferstein zu. Die Formel, die ich nun sprach war wesentlich schwieriger, und kraftvoller als die um gegen die Ghoule zu wirken. Doch wozu war ich Meisterin der Magie geworden? Die Wirkung meiner Kraft ließ die Steine erzittern und sie begannen zu singen, alte Magie sprang aus ihnen hervor und während Bryn den Jungen wiederbelebte, glaubte alle Welt ihre Magie würde das hier auslösen, während es eigentlich meine war. Doch… wer sollte darauf kommen wo ich doch in einer Höhle im Sterben lag?

Maeve…? Maeve, bist du das mein Kind? – Die Wärme in der Stimme, ich wollte fast weinen. Ja Mutter! Ich bin's! Wollte ich schreien, als mich ihre Wärme erfasste und umschlang. Du solltest nicht hier sein… bemerkte sie doch ich schüttelte den Kopf. Ich muss hier sein! Ich muss wissen was damals war, was passierte, wieso und wie ich sie besiegen kann! – Nein du musst es ruhen lassen. – Wie konnte sie nur soetwas verlangen? Doch sie begriff selbst, dass das unmöglich war. Das zeigte ihre nächste Antwort. Hell kannst du nicht besiegen, aber du kannst ihre Scharlatane vernichten, nur so vernichtest du sie… doch Maeve, das Geheimnis ist, dass du nicht kämpfen sollst. Das Licht besiegt den Schatten immer, ohne zu kämpfen, denn der Schatten ist ein Produkt des Lichtes. Je größer dein Licht, desto größer dein Schatten. Erst, wenn du beides vereinen kannst wird Gleichgewicht herrschen. Ich begriff, ja Romina war mein Gegengewicht in der Welt, doch… wer war dann derjenige der meine Mutter getötet hatte, woher besaß er seine Kraft, was war er. Doch sie lächelte nur. Du wirst es schon erfahren mein Kind. Du musst jetzt gehen, geh zurück zu deinen Freunden… Aber… Nein, geh! Ich bin bei dir und deinem Bruder, doch auch ich muss jetzt gehen… Geh!

Ich spürte, wie sie schwand, wie die Steine ihre Energie wieder absorbierten. Gleichzeitig fühlte ich einen Sog weg von den Steinen. Doch als ich rückwärts von den Steinen wegflog, zurück zu meinem Körper in der Höhle sah ich sie. Diese feurig glühenden roten Augen. „Haha!", kicherte er und blickte hungrig auf meine Seele hinab. „Ich habe bereits auf dich gewartet. Maeve.", seine Grimasse ließ mich auch jetzt kalt erschaudern. Er schien Funken zu sprühen und grinste. „Wir werden dich schon noch bekommen, keine Sorge.", sagte er und als ob er mich beißen wollte kam er mir näher klapperte seine Zähne und seine Hand griff nach mir, kam näher und ging durch mich hindurch, während ich zurück in meinen Körper fuhr.

Anders als der Junge vorhin schrak ich hoch und atmete schwer. Ich war im Schock, meine Augen weit aufgerissen produzierte ich einen heftigen Schild, der durch meine Crew hindurchging und die Höhle nach außen hin absperrte. Schweißgebadet ließ ich mich nach hinten fallen und japste nach Luft. Was war geschehen, was war gerade passiert – was wollte er von mir, der Nekromant?

Ich war so in Gedanken gewesen, dass ich gar nicht bemerkt hatte, wie still alles um mich herum geworden war. Erst als eine Hand mich vorsichtig an der Schulter berührte und ich in zwei müde, aber dennoch klare blaue Augen blickte, runzelte ich die Stirn. „Du solltest schlafen…", bemerkte ich mit Aeryns Kühle. Doch diesmal wich er nicht zurück, diesmal war er nicht zu einem Streit aufgelegt. Ich runzelte die Stirn und sah auch zu den anderen. Firouz hatte den Mund leicht offenstehen und sein Fernrohr fiel ihm fast aus der Hand. Doubar kratzte sich mit großen Augen am Bart und Rongar rieb sich die Augen.

„Bist das… wirklich du?", fragte Sinbad und mit einem Mal begriff ich. Der Tod, bedeutete dass ich meinen Schutzzauber hatte fallen lassen. Sie konnten mich sehen, sie konnten mich sehen wie ich war. Gleichzeitig erfasste mich Panik. Wenn sie mich sehen konnten und hatten können – hatte dann jeder, mich so sehen können? War mein Geheimnis damit endgültig gelüftet? Der Nekromant, hatte er es durchschaut? Wahrscheinlich und er würde es bestimmt… Romina erzählen, oder? Ich rieb mir die Schläfen, es gab so viel zu bedenken, zu überdenken.

„Du bist es wirklich, oder?", sagte Sinbad erneut und mir feil auf, dass ich ihm gar nicht geantwortet hatte. „Du warst es die ganze Zeit und du hast keinen Ton gesagt!", seine Stimme hatte einen anklagenden Unterton, oder irrte ich mich. „Du hast uns an der Nase herumgeführt und uns alle betrogen und belogen!", er redete sich in Rage. Sein gutes Recht – vielleicht, aber er war doch gerade auch erst von einem soliden Schlafzauber aufgewacht, oder? Hatte mein Schutzzauber, mit dem ich die Höhle abgeschirmt hatte (ungewollt natürlich), sein Aufwachen beschleunigt. Und warum hatte ich so ein verdammtes Stechen im Kopf, als würde jemand tausend Pinnnadeln hineinstecken? Es war verdammt schwer sich so zu konzentrieren.

„Weißt du eigentlich, wie schwer es für mich war, als du über Bord gegangen bist?", fluchte er und schrie mich förmlich an. Ich hatte mich aufgerichtet, hielt seinem Blick und seiner Wut stand und wappnete mich. Er war sauer, aufgebracht, doch… eigentlich war er wütend auf sich, weil er es nicht gespürt hatte, richtig?

„Wie konntest du mir – uns das antun uns so zu belügen."

„Sinbad.", ruhig versuchte ich ihm zu erklären. „Es gab nur diese Möglichkeit… Es gab nur diesen Weg…", doch er konnte nicht hören, ich sah es ihm an, er war so wütend, so stolz, so gekränkt.

„Du hast alles versaut und ich hoffe für dich, dass es dem Jungen gut geht und dass es das alles wert war!", er blinzelte so als könnten seine Augen mich in Flammen aufgehen lassen.

Ich wollte etwas entgegnen, doch das Pfeifen in meinen Ohren wurde Ohrenbetäubend und das Stechen in meinen Schläfen wurde grausam und so ging ich in die Knie, während Sinbad und Bryns Armbänder aufleuchteten, als wollen sie eine Gefahr für die beiden schwächen und dimmen.