17. Dezember: Weitere Entwicklungen

Andromeda konnte es kaum glauben, dass Teddy schon mit Hogwarts fertig war. Es kam ihr wie gestern vor, als Nymphadora und sie bei seinem ersten Vollmond darauf gewartet hatten, dass etwas mit Teddy passierte. (Merlin sei Dank hatte sich Remus' Befürchtung nie bewahrheitet und würde es auch nie tun.) Und jetzt war er erwachsen und mit Hogwarts fertig und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er endgültig bei ihr ausziehen würde. Harry und Ginny hatte er schon vor Jahren gesagt, dass sie sein Zimmer in ein Arbeitszimmer für Ginny umwandeln konnten, deren Arbeitsaufwand für den Tagespropheten ständig zunahm. Sie hatten zwar immer noch ein Bett in dem Raum, falls Teddy bei ihnen übernachten wollte, aber ein eigenes Zimmer brauchte er nicht mehr. Wahrscheinlich wäre er schon früher bei Andromeda ausgezogen, aber ihm hatte sich direkt nach seinem Abschluss die Gelegenheit geboten, in der Zaubertränkeabteilung des Mungos anzufangen, das, wovon er geträumt hatte, seit er die Briefe seines Vaters auf dem Dachboden gefunden hatte, und da konnte er natürlich nicht nein sagen.

Leider waren sie in dieser Abteilung chronisch unterbesetzt, sodass er mehr oder weniger sofort sehr lange Arbeitszeiten hatte. Andromeda war das nicht fremd, sie war diese langen Stunden gewohnt, aber es war schon merkwürdig, jetzt manchmal mit ihrem Enkel zur Arbeit zu gehen. (Sie plante, in der nächsten Zeit wieder weniger zu arbeiten. Sie war nicht mehr die Jüngste und das Pensum wurde ihr langsam zu viel. Stattdessen würde sie wohl vermehrt auf die Station zu den Langzeitfluchgeschädigten gehen und Leuten wie Frank und Alice oder Gilderoy Lockhart Gesellschaft leisten. Sie konnte gar nicht mehr zählen, wie viele Bilder mit Autogramm er ihr in den letzten Jahren aufgedrängt hatte. Über zwanzig Jahre war es her, dass er diese verdammte Schreibschrift gelernt hatte und er gab immer noch damit an. Der Mann konnte einfach nicht aus seiner Haut, ganz egal, wie viel Schaden der missglückte Zauber bei ihm angerichtet hatte.)

Als Teddy sich nach ein paar Monaten endlich an seine neuen Arbeitszeiten gewöhnt hatte, suchte er schließlich nach einer Wohnung und fand eine kleine passable direkt in der Winkelgasse. Die ganze Familie suchte alte Möbel zusammen, die sie nicht mehr brauchten, und so war er ruckzuck komplett eingerichtet. Harrys Kinder waren ganz aus dem Häuschen, dass er jetzt schon ganz erwachsen war, ihr Teddy.

„Sein Schlafzimmer ist kleiner als meins", flüsterte Lily Andromeda ungläubig zu. Sie lachte.

„Dafür hat er aber die ganze Wohnung nur für sich", wandte sie ein.

Lily seufzte sehnsüchtig. „Ich kann's gar nicht mehr erwarten, bis ich mir das Badezimmer nicht mehr mit den Jungs teilen muss. Ständig lassen die ihre nassen Handtücher auf dem Boden rumliegen und schrauben nie ihre Zahnpastatube zu. Es ist ein bisschen besser, seit James in Hogwarts ist, aber trotzdem …"

Andromeda lachte und drückte Lily an sich. „Sag das nicht zu laut, die beiden werden dir noch fehlen. Jetzt hast du noch Albus, aber wenn du die einzige zuhause bist …"

Lily nickte. „Ich weiß. Es ist so merkwürdig ohne James. Ich hab gar nicht gedacht, dass er immer so viele lustige Ideen für neue Spiele hat, aber jetzt, wo nur noch Albus da ist, ist es schon etwas langweilig."

Andromeda nickte. „Ja, ich weiß, was du meinst. Als meine große Schwester in Hogwarts war, war das auch merkwürdig ohne sie. Davor ist sie immer da gewesen." Natürlich war es vor allem eine Erleichterung gewesen, Bellatrix für den Großteil des Jahres losgeworden zu sein. Aber merkwürdig war es nichtsdestotrotz gewesen.

Lily runzelte die Stirn. „War das deine böse Schwester? Die Daddys Paten und Teddys Eltern umgebracht hat? Und die Tante Hermine so wehgetan hat?"

Andromeda schluckte und nickte. „Ja, das war sie. Damals war sie aber noch nicht so böse, nur gemein." Und hinterlistig und skrupellos. Aber sosehr musste sie für die kleine Lily nicht ins Detail gehen.

„James ist auch manchmal gemein. Wenn er Evelyn versteckt oder mich an den Haaren zieht." Evelyn war ihre Lieblingspuppe und Lily war immer völlig aufgelöst, wenn sie sie nicht finden konnte. „Aber er kann auch sehr nett sein, wenn er will. Er sucht manchmal nach Monstern in meinem Zimmer, wenn Mummy und Daddy nicht da sind. Und wenn ich traurig bin, dann erzählt er immer sehr gute Witze."

Andromeda lächelte. „Das ist gut. So sollten Geschwister sein. Meine Schwester war nur gemein, die konnte gar nicht lieb sein, so wie James. Sei froh, dass du deine Brüder hast."

„Das sagt Daddy auch immer", erwiderte Lily ernsthaft. „Ich bemüh mich auch, aber manchmal sind sie schon ziemlich blöd. Nicht so wie Hugo, der ist immer lieb und nett. Und macht meistens, was ich will." Der Sohn von Ron und Hermine war nur ein paar Monate jünger und er und Lily waren wie Pech und Schwefel. Da hatten sich wirklich zwei gefunden. Rose und Albus waren nicht ganz so eng befreundet, wie Ginny damals am Anfang ihrer zweiten Schwangerschaft gehofft hatte, verstanden sich aber auch sehr gut. Ginny war auf jeden Fall immer sehr froh, wenn Rose dabei war, wenn die ganze Gruppe etwas ausheckte, weil sie die Leichtsinnigkeit der Jungs etwas bremsen konnte.

„Wie damals in Hogwarts", seufzte Hermine einmal bei einem großen Abendessen im Fuchsbau. „Da musste ich die Jungs auch immer im Zaum halten, was ihre bescheuertsten Ideen betraf."

„Also entschuldige bitte", empörte sich Ron. „Aber das ist doch nun wirklich nicht wahr! Du hattest doch immer die leichtsinnigsten Ideen von uns allen! Wer hat den vorgeschlagen, in der zweiten Klasse illegal einen Vielsafttrank zu brauen? Oder hat mit Harry Norberta durchs Schloss geschmuggelt? Ganz zu schweigen davon, dass Dumbledores Armee ganz allein deine Idee war! Nein, also das lass ich wirklich nicht auf mir sitzen! Wir hätten wahrscheinlich ohne dich nur die Hälfte von alldem gemacht."

Hermine verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust. „Dann ist es ja gut, dass ich da war, sonst hätte Voldemort schon sehr viel früher sehr viel größeren Schaden angerichtet!"

Ron lachte. „Ich hab auch nichts anderes behauptet. Ich finde es nur unverschämt von dir zu behaupten, dass alle bescheuerten Ideen von uns kamen! Im Nachhinein war der Vielsafttrank absolut unnötig, um den Erben Slytherins zu finden. Und du musstest wochenlang im Krankenflügel bleiben, weil du dich unnötigerweise beinahe in eine Katze verwandelt hättest."

„Rede nur weiter, Ron, dann schläfst du heute Nacht auf der Couch", fauchte Hermine schließlich und stand auf.

Ron schaute ihr lachend hinterher. „Und so jemand ist eine berüchtigte Anklägerin. Kann man sich in diesen Momenten gar nicht vorstellen, was?"

Andromeda schlug ihm scherzhaft auf den Arm. „Du tätest gut daran, deine Frau nicht unnötig zu provozieren."

Ron lachte noch mehr. „Wie lange kennst du uns schon, Andromeda? Aus sowas besteht doch die Hälfte unserer Beziehung. Und ich hab doch wirklich Recht, mindestens die Hälfte der richtig gefährlichen Regelbrüche gingen von ihr aus. Das hat mich immer am meisten beeindruckt. Hat Fangzähnige Frisbees beschlagnahmt, weil das gegen die Schulordnung verstoßen hat, aber eine illegale Verteidigungsgruppe zu bilden, was direkt vom Ministerium verboten worden war, war eine hervorragende Idee, ihrer Meinung nach."

„Deine Frau kann eben sehr gut Prioritäten setzen", erwiderte Andromeda, der ganz schlecht wurde bei dem Gedanken, was Ron, Hermine und Harry sich in Hogwarts alles geleistet hatten. So im Nachhinein fragte sie sich, wie Molly damals nur eine ruhige Minute hatte haben können, als ihre Kinder sich andauernd in Lebensgefahr begeben hatten.

„Ich weiß", sagte Ron stolz. „Sie wusste immer, wann der richtige Zeitpunkt war, die Regeln zu brechen. Ich weiß nicht, was wir ohne sie gemacht hätten. Wir wären bestimmt nicht heil aus allem herausgekommen." Er zuckte zusammen, als er plötzlich von hinten von Hermine umarmt wurde, die sich ihm unauffällig wieder genähert und zugehört hatte. Er drehte den Kopf und küsste sie zärtlich. „Ich hab ja nie gesagt, dass du nicht auch die besten Ideen hattest. Aber nicht alle waren ein Glücksgriff."

„Okay, das kann ich akzeptieren. Merlin sei Dank ist Rosie da etwas vernünftiger."

„Unterschätz unsere Tochter da nicht", erwiderte Ron grinsend. „Die hat immerhin die Gene von uns beiden. Hoffentlich gibt es nicht so viele Gelegenheiten für sie, sich in Gefahr zu begeben wie bei uns."

„Teddy ist ja sehr unbeschadet durchgekommen", sagte Andromeda tröstend. Es war in seinen sieben Jahren in Hogwarts kein einziges Mal nötig gewesen, dass er Kopf und Kragen riskierte, um die Zauberwelt zu retten. Seine Prüfungen waren immer das schlimmste gewesen, so wie es bei einem anständigen Schüler sein sollte. Von etwas anderem wusste sie nicht, also konnte nichts allzu Gefährliches passiert sein.

„Ja, und Vicky und die Zwillinge auch. Selbst James musste noch keinen Troll konfrontieren, also sind sie alle auf einem guten Weg", sagte Ron zuversichtlich.

„Ach ja, der Troll", seufzte Hermine mit einem leicht verklärten Gesichtsausdruck. „Wer weiß, ob wir ohne ihn je zusammen gekommen wären. Im Grunde haben wir Rosie und Hugo Quirrel zu verdanken."

Ron verzog das Gesicht. „Jetzt übertreib mal nicht. Wir wären wahrscheinlich auch ohne Troll befreundet gewesen. Es hätte nur länger gedauert, bis ich kein Vollidiot gewesen wäre."

„Na ich weiß nicht. Manchmal muss ich da sehr lange warten", erwiderte Hermine und küsste ihn rasch, bevor er noch etwas erwidern konnte.

Dieses Mal war es glücklicherweise nicht so schlimm, dass Teddy auszog. Andromeda war es ja schon gewöhnt, ohne ihn zuhause zu sein und sie sah ihn jetzt sehr viel häufiger zum Essen, als wenn er in Hogwarts war. Teddy hatte nämlich festgestellt, dass er überhaupt nicht kochen konnte und hatte nicht genug Zeit, es zu lernen, deshalb war er ein sehr häufiger Gast bei ihr und Harry und Ginny. (Albus und Lily waren immer besonders glücklich, wenn er kam, weil sie dann etwas hatten, mit dem sie James neidisch machen konnten, der in jedem seiner Briefe anscheinend sehr ausführlich von Hogwarts schwärmte.)

Mit der Zeit kam Teddy häufig etwas früher, damit er ihr beim Kochen helfen und die Gerichte lernen konnte. So viel Zeit hatte sie schon lange nicht mit ihm verbracht und sie freute sich, dass sie ihren Enkel nicht verloren hatte. Nymphadora hatte sie in dem Alter kaum gesehen, die war voll und ganz mit ihrer Ausbildung beschäftigt. Erst als Voldemort wieder zurückgekehrt war, hatte sie wieder mehr den Kontakt zu ihren Eltern gesucht, auch wenn sie sich häufig eher zufällig im Grimmauldplatz begegnet waren, wenn Andromeda Sirius besucht hatte.

Und als er ein paar Monate nach seinem Abschluss mit seiner Freundin Celia Schluss gemacht hatte, hatte er sogar noch mehr Zeit, die er mit ihr verbringen konnte. Zu Weihnachten sah das etwas anders aus, als er kurz vor den Feiertagen für eine Konferenz nach Russland geschickt wurde, aber glücklicherweise war er zur Weihnachtsfeier im Fuchsbau wieder da und wurde gleich von James in Beschlag genommen, der ihm alles von Hogwarts erzählen wollte. Da war es völlig unerheblich, dass Teddy vor ein paar Monaten selbst noch auf diese Schule gegangen war und dank Victoire auch bestens mit dem Gryffindorgemeinschaftsraum vertraut war. Die war die andere Person, mit der Teddy den ganzen Abend redete. Andromeda war ungemein erleichtert, dass die beiden wieder die besten Freunde zu sein schienen. Ohne sie fehlte einfach etwas in Teddys Leben.

Im nächsten Jahr änderte sich dann allerdings auch das. Kurz nach der Quidditchweltmeisterschaft, die dieses Mal wieder in England stattfand (auch wenn England natürlich nicht im Finale dabei war, wie schon in vielen Jahrzehnten zuvor) brachte Teddy Victoire zu einem ihrer Abendessen mit und stellte sie als seine neue Freundin vor.

Andromeda klatschte begeistert in die Hände und umarmte Victoire herzlich. „Wie schön! Endlich!" Sie grinste. „Jetzt schuldet mir Molly zwanzig Galleonen."

„Wieso?", fragte Teddy verständnislos und führte Victoire zum bereits gedeckten Esstisch. Er hatte Andromeda gesagt, dass sie das Essen dieses Mal ohne ihn kochen sollte und jetzt, wo Victoire da war, wusste sie auch, warum.

„Weil wir damals auf der Hochzeit von George und Angelina gewettet haben, wie lange es dauern würde, bis ihr beide ein Paar werdet. Sie dachte, ihr kommt noch in Hogwarts zusammen, aber ich hab mir schon gedacht, dass es zumindest bis zu deinem Abschluss dauern würde, Teddy."

Victoire schaute sie überrascht an. „Aber wieso auf der Hochzeit von George und Angelina?"

Andromeda lachte. „Weil du damals jedem erzählt hast, dass du Teddy einmal heiraten wirst."

„Ach ja?", fragte Victoire skeptisch. „Daran kann ich mich gar nicht erinnern."

„Du warst ja auch erst fünf. Du warst nur so begeistert von der Hochzeit und allem Drumherum und du wolltest unbedingt auch eine Braut sein und der einzige Junge in etwa deinem Alter, mit dem du nicht verwandt warst, war Teddy, da war es naheliegend."

„Ich kann mich da noch dran erinnern", sagte Teddy grinsend. „Ich war so genervt davon, das kannst du gar nicht glauben. Ständig wolltest du mich küssen, sodass ich mir irgendwann sogar unter einem Tisch versteckt habe."

Victoire lachte. „Jetzt beschwerst du dich aber nicht mehr darüber."

Er beugte sich vor und küsste sie auf die Wange. Sie lief ein bisschen rosa an. Andromeda hätte am liebsten ihre Kamera geholt, so niedlich war das. „Ja, aber jetzt weiß ich küssen auch zu schätzen. Damals war das einfach nur eklig. Und ich hatte solche Angst, dass du mich wirklich zwingst, dich zu heiraten und am Ende noch den Typen vom Ministerium dazu überredest."

Victoire verdrehte die Augen. „Als ob mein Vater das erlaubt hätte! Ganz abgesehen davon, dass das illegal war."

„Wo wir von deinem Vater sprechen", wandte Andromeda ein, um eine Diskussion zu verhindern, „was sagen deine Eltern zu eurer Beziehung?" Fleur würde sich bestimmt sehr freuen, die hatte Teddy schon immer gemocht. Bill wahrscheinlich auch, selbst wenn er überfürsorglicher war, als Andromeda erwartet hatte.

Victoire biss sich auf die Lippe und Teddy wandte den Blick ab. „Sie wissen noch nichts davon", gestand Victoire kleinlaut. „Wir wollen es ihnen sagen, bevor ich wieder nach Hogwarts zurückmuss. Es ist nur, das zwischen uns ist so neu und wenn meine ganze Familie davon weiß, dann haben wir keine ruhige Minute mehr. Außer dir wissen nur Dominique und Teds Freund Simon davon und es wäre ganz lieb von dir, wenn du meinen Eltern nichts verrätst und wartest, bis wir es ihnen gesagt haben."

Andromeda tätschelte ihr beruhigend die Hand und lächelte wohlwollend. „Keine Sorge. Ich fühl mich geehrt, dass ihr mich eingeweiht habt, und ich werde nichts verraten, wenn ihr nicht wollt. Ich hab Ted jahrelang vor meiner Familie versteckt, ich hab Übung darin. Und es hat auch Spaß gemacht, diese Heimlichkeiten." Sie zwinkerte ihnen zu. Teddy schnappte empört nach Luft, aber Victoire lachte nur erleichtert.

„Grandma!", rief er schockiert.

„Was denn? Solange Bellatrix in Hogwarts war, hätte ich den Teufel getan und jemandem gesagt, dass ich mit einem Muggelstämmigen zusammen war. Besonders, weil sie einmal aneinandergeraten sind und Bella ihm liebend gerne etwas getan hätte. Es wusste nur Narcissa davon, aber auch nur, weil sie uns einmal erwischt hat."

„Und deine kleine Schwester hat nichts gesagt?", fragte Teddy skeptisch. „Ist die nicht genauso blöd wie die anderen reinblütigen Schnösel?"

„Narcissa und ich hatten immer eine stillschweigende Einkunft, dass wir uns in Ruhe einfach unser Leben leben lassen, ganz egal, wie wenig wir mit den Entscheidungen der anderen zufrieden waren. Sie hielt Ted für eine furchtbare Wahl und ich glaube immer noch, dass fast jeder Mann besser als Malfoy gewesen wäre. Aber solange wir beide vor Bella Ruhe hatten, haben wir alles in Kauf genommen." Sie seufzte. „Ich hab meinen Eltern sowieso nur von Ted erzählt, weil ich schwanger wurde und er mir einen Antrag gemacht hat. Die Hochzeit hätte ich vielleicht noch verheimlichen können, aber ein Baby nicht. Und zu diesem Zeitpunkt war ich froh, dass ich meine Familie endlich los war."

„Das tut mir leid", sagte Victoire überrascht. Andromeda hatte ihr nie im Detail von ihrer Familiengeschichte erzählt, sie wusste nur, dass Bellatrix skrupellos fast alle wichtigen Menschen in ihrem Leben auf dem Gewissen hatte, aber mehr auch nicht. Und Teddy hatte ihr offensichtlich nichts davon erzählt. Aber sie konnte es ihm nicht verübeln, dass er nicht gerne von der Mörderin seiner Mutter sprach. Andromeda erwähnte sie auch nicht häufig, außer im Gespräch mit Narcissa, aber sie weigerte sich, sich von ihrer verhassten Schwester die Stimmung vermiesen zu lassen. Das würde sie sich nicht auch noch von ihr nehmen lassen.

„Ist schon gut, seine erste Familie kann man sich nicht aussuchen", sagte Andromeda. „Aber alle anderen Familien waren großartig. Teddys Großvater und seine Mum, später auch noch Remus, und dann Harry und die Weasleys. Abgesehen von meinen Eltern und Schwestern hatte ich wirklich viel Glück und ich möchte keinen wieder hergeben. Und jetzt gehörst du sogar noch mehr zur Familie!"

Teddy richtete sich erschrocken auf. „Jetzt mach mal halblang, Grandma, Vic und ich heiraten noch lange nicht!"

Andromeda lachte. „Das macht nichts. Solange ihr vor deinem fünfundzwanzigsten Geburtstag heiratet. Dann schuldet mir Molly nämlich fünfzig Galleonen."

„Grandma!", rief Teddy entsetzt, während Victoire sich vor Lachen ausschüttete.

TBC…