23. Dezember: Gute Neuigkeiten
Mittlerweile hatten auch James und Lucy ihren Abschluss gemacht. Lucy war zum Leidwesen ihres Vaters im Scherzartikelladen von George eingestiegen. Percy hatte gehofft, dass sie wie Molly im Ministerium anfangen würde, aber Lucy hatte sich strikt geweigert und George war sofort voll des Lobes gewesen. Durch Lucys Beteiligung an der Entwicklung neuer Scherzartikel steigerte der Umsatz sich sehr bald um einige Prozent und bei der nächsten Weihnachtsfeier redete Percy endlich einmal nicht von seinen Regulierungen für Kesselböden und fliegenden Teppichen und wofür er sich sonst begeisterte, sondern gab die ganze Zeit mit dem Erfolg seiner Tochter an und beschrieb ihre Scherzartikel bis ins kleinste Detail. George schaute lachend zu, während Lucy die ganze Zeit die Augen verdrehte und ihren Vater anflehte, doch bitte wieder von seinen Kesselböden zu erzählen.
„Ich bin froh, dass er vernünftig genug ist, sich seinen Mädchen nicht in den Weg zu stellen", sagte George zu Andromeda, während er ihren Punsch wie immer mit seinem Feuerwhiskey aufpeppte. „Wenn man ihm so zuhört, könnte man meinen, dass sie nichts richtig machen. Molly hat zwar brav den Ministeriumsjob genommen, aber sofort ihren Freund geheiratet. Lucy hat kein Interesse an festen Beziehungen, aber auch nicht am Ministerium." Er verdrehte die Augen. „Mum war genauso, hatte genaue Vorstellungen für uns alle, aber was wir wollten, war ihr herzlich egal. Man musste sie vor vollendete Tatsachen stellen, anders kam man bei ihr nicht weiter."
„Naja, ihr hättet nicht gleich die Schule schmeißen müssen, es waren doch nur noch ein paar Wochen", gab Andromeda zu bedenken.
George zuckte mit den Schultern. „Fred und ich haben das ganze Jahr an unseren Plänen gearbeitet. McGonagall hat uns ein paar sehr gute Tipps gegeben in der Berufsberatung, wie wir die Sache am besten aufziehen, und wir sind ehrlich gesagt nur so lange in Hogwarts geblieben, weil wir in Dumbledores Armee sein wollten und überlegt haben, wie wir Umbridge am besten schaden können. Seit wir unseren Laden haben, hat sich keine Sau dafür interessiert, dass wir keine UTZe haben. Sie waren wirklich nicht notwendig, solange wir das wissen hatten. Daran haben die verpassten Prüfungen schließlich nichts geändert. Und nachdem Mum unseren Erfolg gesehen hat, hat sie das nie wieder für eine Schnapsidee gehalten."
Andromeda schaute zu Percy, der mittlerweile einen Feuerwerkskörper in der Hand hielt und Ginny, Albus und Hugo ausführlich erklärte, wie Lucy ihn entwickelt hatte. „Percy scheint ihr ja auch endlich rumgekriegt zu haben." Sie konnte sich noch gut daran erinnern, wie schrecklich er auf Lucys und James' Abschlussfeier genervt hatte, weil er Lucys Pläne für absurd hielt. (Er hatte darauf geachtet, das nicht in Lucys Hörweite zu tun, denn anscheinend hatte er ihr seinen Segen gegeben, was aber nichts daran änderte, dass er ihre Entscheidung missbilligt hatte.)
„Mein lieber Bruder hatte den Eindruck, dass Lucy ihr Talent bei mir verschwenden würde", sagte George süffisant grinsend. „Mittlerweile hat er endlich eingesehen, dass sie bei mir wahrscheinlich mehr gefordert ist als sie es je im Ministerium gewesen wäre. Merlin sei Dank ist Hermine nicht so blöd. Hugo will nach Hogwarts auch bei mir einsteigen und sie hatte nie was dagegen. Aber Hermine hat uns auch nie so unterschätzt wie der Rest der Familie." Er schenkte Hermine, die gerade mit einem Teller voller Weihnachtsplätzchen an ihnen vorbeiging, ein strahlendes Lächeln, was diese verwirrt erwiderte. „Hoffentlich hat Percy endlich eingesehen, dass seine Töchter seinen Sturkopf geerbt haben und er keine Chance gegen sie hat. Wie Mum damals. Auf Knien hat sie ihn im Krieg angefleht, vernünftig zu werden, aber am Ende musste sie darauf warten, bis er selbst eingesehen hat, dass er die Falschen unterstützt."
Andromeda lächelte. „Das ist sehr weise von dir, George. Hoffentlich kannst du dieses Wissen bei deinen Kindern später auch mal anwenden." Es war ihr manchmal sehr schwergefallen, aber sie hatte sich immer nach Kräften bemüht, Nymphadora und Teddy bei allem zu unterstützen und sie hatte es nie bereut.
George grinste. „Keine Sorge. Meine Kinder wissen, dass ich sie nicht enterben werde, wenn sie einmal im Ministerium arbeiten wollen." Er erschauderte übertrieben. „Ich werde vielleicht an ihrem Verstand zweifeln, aber ich werde ihnen nicht im Weg stehen."
Andromeda lachte laut. „Das ist die richtige Einstellung", versicherte sie ihm. Einige Zeit später fand sie sich bei James wieder, der Ron, Hugo und Scorpius um sich herum versammelt hatte. James war nach seinem Abschluss als Jäger bei den Chudley Canons untergekommen. Die Mannschaft war zwar noch lange nicht, was man als erfolgreich beschreiben konnte, aber sie war durch ihn um einiges besser geworden, als sie es vor James gewesen war. Ron, Hugo und Scorpius waren die einzigen Leute, die sie kannte, die tatsächlich Fans der Mannschaft waren und jede Gelegenheit nutzten, James nach den Canons auszufragen. In diesen Momenten vergaß Ron sogar, dass er Scorpius eigentlich zutiefst verabscheute. Denn als Fans waren sie auf einer Wellenlänge.
Nur James war mittlerweile schon zutiefst genervt von ihrem intensiven Interesse. „Onkel Ron, ich hab dir doch schon hundert Mal gesagt, dass ich nicht für die Spielzüge verantwortlich bin! Ich hab dem Trainer deine Ideen gesagt und er hat gesagt, ‚das ist nett, aber sag ihm, er soll bei seinen Todessern bleiben und Quidditch den Profis überlassen'." Ron schaute James empört an, während Andromeda nur mühsam ein Schnauben unterdrücken konnte. Es war wirklich sehr vermessen, die Canons als Profis zu bezeichnen. „Ich werde wahrscheinlich sowieso nicht mehr lange bei ihnen bleiben, ich hab für die nächste Saison schon einige Angebote von anderen Mannschaften."
Hugo schaute James entsetzt an, während Scorpius heftig mit dem Kopf schüttelte. „Kannst du nicht noch eine Weile bleiben?", fragte er flehend. „Ohne dich haben sie doch überhaupt keine Chance und es ist schön, mal was Positives über die Canons zu lesen, das hab ich noch nie, seit ich ein Fan bin."
James klopfte Scorpius mitleidig auf die Schulter. „Tut mir Leid, Scorp, aber ich will auch endlich mal gewinnen. Die Canons sind ein gutes Sprungbrett, aber ich wollte nie lange bleiben."
Ron, Hugo und Scorpius fingen sofort an, auf James einzureden, der schließlich hilflos in Richtung seiner Mutter schaute, die am anderen Ende des Raumes in ein Gespräch mit Angelina vertieft war und ihm den Rücken zudrehte. „Was sagst du, Mum? Ich komme schon." Schnell entfernte er sich von den drei Fans, die seinen Rückzug kaum bemerkten und stattdessen lautstark über Statistiken und Siegeschancen und fallen gelassene Quaffel diskutierten.
„Ich bin ja froh, dass Scorpius und Dad etwas gemeinsam haben", sagte Rose seufzend, die unauffällig dazu gekommen war. „Wenn er zu mir zu Besuch kommt und Dad den Bogen langsam überspannt, fangen Mum und ich immer von den Canons an und wir haben für den Rest des Abends unsere Ruhe. Wenigstens etwas."
Andromeda schaute sie mitfühlend an. „Kommt Ron immer noch so schlecht damit klar?"
Rose nickte deprimiert. „Er bemüht sich mir zu liebe, und ich glaube, er hat langsam kapiert, dass er Scorpius selbst nichts vorwerfen kann, aber an den Malfoys lässt er nach wie vor kein gutes Haar. Ich glaube, er hofft immer noch, dass wir uns bald trennen werden."
„Aber das werdet ihr nicht, oder?"
Sie schüttelte entschieden den Kopf. „Nein, auf keinen Fall. Er ist der Richtige, ich weiß es. Nach Hogwarts wollen wir zusammenziehen. Er wird auf jeden Fall ins Ministerium gehen und ich hoffe, dass meine UTZe fürs Mungos ausreichen werden."
„Wollt ihr es wie Molly und Justin machen und gleich heiraten?", fragte Andromeda interessiert. Narcissa war beinahe schon davon überzeugt, dass es auf eine Hochzeit direkt nach der Schule hinauslaufen würde und versuchte sich schon emotional darauf vorzubereiten.
„Nein, eigentlich nicht. Wir wollen erst mal eine Weile zusammenwohnen und sehen, ob es funktioniert. Vicky hat gemeint, dass sie sehr froh war, sich etwas Zeit gelassen und nicht gleich so unter Druck gesetzt zu haben. Außerdem hoffe ich, dass Dad sich bis zu unserer Verlobung endlich mit unserer Beziehung abgefunden hat. Es wäre schön, wenn er sich wirklich darüber freuen würde."
Andromeda bezweifelte, dass Ron dazu je in der Lage sein würde, aber es geschahen ja immer wieder noch Zeichen und Wunder. „Wollte Scorpius nicht irgendwann nach Amerika, weil das Ministerium dort schon viel weiter ist?"
„Ja, das will er auch immer noch, aber so ein Austausch ist gar nicht so einfach. Wir werden sehen, was sich machen lässt und ob er nicht auch gleich nach der Schule schon ein paar gute Veränderungen herbeiführen kann." Das klang alles sehr vielversprechend, auch wenn ihre Schwester natürlich anderer Meinung war.
Wie Rose Andromeda zu Weihnachten erzählt hatte, zogen Scorpius und sie nach ihrem Abschluss in eine kleine Wohnung in Muggellonden. Das Mungos hatte sie mit Kusshand genommen, um sie als Heilerin auszubilden, und Scorpius stürzte sich sofort im Ministerium in die Arbeit. Albus hingegen fing bei Gringotts an und wurde sofort auf eine neu entdeckte Grabstelle in Peru geschickt, um sich dort mit einem Team internationaler Zauberer um die alten Runen zu kümmern.
„Ich weiß, es war vielleicht naiv von mir zu glauben, dass er noch Vernunft annimmt, aber ich kann nicht glauben, dass er wirklich im Ministerium arbeitet", sagte Narcissa bedauernd. „Und dann auch noch in der ehemaligen Abteilung von Arthur Weasley! Es ist, als ob er wirklich alles, was für die Malfoys wichtig ist, mit Füßen treten will."
„Ich glaube nicht, dass er das so sieht", ergriff Andromeda Partei für ihren Großneffen. Scorpius hatte nie geklungen, als würde er irgendetwas tun, um es seinen Großeltern heimzuzahlen. Er hatte nur auch nie etwas gemacht, auf das sie stolz sein würden. Aber mit Absicht geschah das alles bestimmt nicht. „Er macht nur, was er für richtig hält. Mit dem Ansehen der Malfoys hat das nichts zu tun."
„Was noch schlimmer ist!", erwiderte Narcissa deprimiert. „Fast alles, was ich in meinem Leben gemacht habe, habe ich zum Wohle des Rufes der Malfoys gemacht!"
„Und bist du damit glücklich geworden?"
Narcissa verdrehte die Augen. „Darum geht es nicht." Andromeda hatte im Laufe der Jahre den Eindruck gewonnen, dass Narcissa nie wirklich glücklich gewesen war. Sie war vielleicht nie so unglücklich gewesen wie Andromeda in den dunkelsten Momenten des Krieges, aber Andromeda konnte wenigstens an wunderbare Zeiten zurückdenken, in denen sie nicht glücklicher hätte sein können.
„Ihm aber schon. Die Jugend von heute hat einfach andere Ideale und Prioritäten als du."
Sie seufzte. „Ich weiß, ich weiß. Draco sagt auch immer, dass Scorpius jetzt erwachsen ist und ich nicht mehr von ihm erwarten kann, dass er seinem Sohn Vernunft einbläut." Sie verdrehte die Augen. „Als ob Draco das jemals getan hätte! Er war doch von Anfang an Astoria völlig hörig! Wenigstens hat Scorpius nicht gleich dieses Mädchen geheiratet. Beziehungen nach Hogwarts sind nicht so einfach wie während der Schule, vielleicht kann ich wenigstens hier hoffen, dass sich die Sache noch zu meinen Gunsten entwickelt." Das Ausbleiben einer Verlobung hat ihr neue Hoffnung gegeben, dass Scorpius seiner Beziehung vielleicht doch überdrüssig werden würde, was Andromeda stark bezweifelte. Aber sie mischte sich grundsätzlich nicht ein, auch wenn sie Scorpius und Rose zuliebe natürlich immer versuchte, ihre Schwester positiv zu beeinflussen. Was Narcissa auch sagte, sie war bestimmt glücklicher, wenn Scorpius ein Teil ihres Lebens blieb.
Dann wurde ihre Aufmerksamkeit aber auf etwas ganz anderes gelenkt. Auf dem großen Abendessen, das Molly jedes Jahr vor Schulanfang im Fuchsbau veranstaltete, um sich von ihren Enkelkindern zu verabschieden, verkündeten Teddy und Victoire freudestrahlend, dass sie ein Baby bekamen. Bill fiel vor Schreck sein Glas aus der Hand, während Fleur glücklich aufsprang und ihre Tochter und ihren Schwiegersohn mehrmals umarmte. Percy schien unglaublich erleichtert, dass er nicht auch noch als erstes Großvater werden würde, nachdem seine Tochter schon als erste geheiratet hatte. Molly hatte Tränen in den Augen und murmelte die ganze Zeit fassungslos „Mein erstes Urenkelchen", während Andromeda sich vorzustellen versuchte, was ihre Tochter wohl davon halten würde, dass sie jetzt Großmutter werden würde. Teddy war jetzt genauso alt wie Nymphadora damals, als sie gestorben war. Wenn das Baby da war, würde er älter sein, als Nymphadora es je gewesen war. Merlin, war Nymphadora wirklich schon so lange tot? Hatte sie die letzten fünfundzwanzig Jahre wirklich ohne ihre Tochter und ihren Mann verbracht?
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Teddy ein wenig zögerlich auf sie zukam. „Hey Grandma", begrüßte er sie. „Bist du sauer, dass wir es dir nicht schon früher gesagt haben?"
„Wieso?", fragte sie überrascht. Warum sollten Victoire und er es nicht der ganzen Familie auf einmal sagen? Eine bessere Gelegenheit als heute gab es wohl kaum. Das nächste Mal würden sie erst wieder zu Weihnachten alle zusammen sein und da war der Trubel immer viel größer und Victoires Bauch würde dann wohl kaum mehr zu verstecken sein.
„Na weil du nicht gleich zu uns gekommen bist um uns zu gratulieren." Er schaute sie schief an. „Und du guckst so komisch."
Andromeda schüttelte lachend den Kopf und zog Teddy in ihre Arme. „Natürlich nicht, mein Schatz. Ich freu mich sehr für euch. Ich hab nur gerade an deine Mutter gedacht …"
Teddys Gesicht verdunkelte sich. „Oh", sagte er.
Sie lächelte ihn an. „Es ist nur so eine merkwürdige Vorstellung, dass sie jetzt Großmutter werden würde. Sie war kaum älter als du, als sie gestorben ist, und in meinen Gedanken ist sie nie älter geworden. Dabei wäre sie jetzt älter als ich, als du auf die Welt gekommen bist …" Sie hatte Nymphadora schließlich schon mit zwanzig bekommen. „Wie die Zeit vergeht …"
„Denkst du, sie hätte sich gefreut?", fragte Teddy besorgt.
„Natürlich hätte sie das. Sie wäre so stolz auf dich. Dein Vater auch. Dass du deine Arbeit so gern machst und jemanden gefunden hast, den du liebst und vor allem, dass du glücklich bist. Du bist doch glücklich, oder?"
Teddy nickte. Ein breites Lächeln vertrieb seine Sorgenfalten. „Ja. Wir haben das Baby geplant." Er kratzte sich am Kopf. „Nun ja, geplant ist vielleicht übertrieben, aber seit ein paar Monaten haben wir gedacht, sollte sie schwanger werden, dann hätten wir nichts dagegen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so darüber freuen würde."
Andromeda strich ihm über die Wange. „Dann ist das das erste Baby seit langem, das in unserer Familie geplant war. Deine Mutter war ein Unfall, du auch … Nicht, dass wir uns nicht sehr darüber gefreut hätten, als ihr auf der Welt wart, aber es ist schon schön, wenn einen die Schwangerschaft nicht völlig überrumpelt. Und das mitten im Krieg!" Sie schüttelte ungläubig den Kopf.
Er schluckte. „Ja, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie beängstigend das gewesen sein muss. Ich meine, es ist so schon beängstigend genug, die Vorstellung, dass man bald für ein neues Leben verantwortlich sein wird …"
„Es war immer ein wunderbarer Lichtblick", erwiderte Andromeda. „Es war eine Erinnerung, wofür wir kämpften, wogegen wir uns wehrten. Dass unsere Kinder sicher und behütet aufwachsen können in einer guten Welt. Es war so schrecklich, als du geboren wurdest, dass wir in genau der gleichen Situation waren wie damals, als Nymphadora geboren wurde. Sogar noch schlimmer, durch Teds Tod! Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, dass du das nicht mehr erleben musst. Dass ihr Opfer nicht umsonst war." Sie schluckte schwer und unterdrückte erfolglos ihre Tränen.
„Harry hat gesagt, mein Dad hat nur gewollt, dass ich einmal in einer besseren Welt aufwachse."
„Ja, und das hat er geschafft. Ich wünschte, sie wären noch am Leben, um das alles mitzuerleben, aber das wichtigste für sie war, dass du am Leben bist." Sie wischte sich ein paar Tränen aus den Augen. „Ich bin so stolz auf dich, Teddy. Und du wirst bestimmt ein wunderbarer Vater."
„Das hoffe ich. Aber ich hatte ja genug Vorbilder." Er schaute zu Harry, Bill, Ron und Arthur, die oben am Tischanfang in ein Gespräch vertieft waren.
„Ja, die hattest du. Auch wenn du dir vielleicht kein Beispiel an Bill und Ron nehmen solltest, was spätere Beziehungen angeht."
Teddy wurde blass. „Vic ist gerade mal in der siebten Woche, das wird noch eine Ewigkeit dauern, bis es soweit kommt!"
Andromeda lachte und kniff ihn in die Wange. „Das geht schneller, als man denkt. Mir kommt es manchmal wie gestern vor, als ich dir die Windeln gewechselt habe."
Er verdrehte die Augen. „Grandma, bitte! Fang nicht so an!"
Sie zuckte mit den Schultern. „Du wirst schon noch sehen, was ich meine." Sie grinste. „Mein erster Urenkel! Wer hätte gedacht, dass ich das noch erleben werde."
Teddy verdrehte lachend die Augen. „Jetzt übertreib nicht, Grandma. Du bist doch erst einundsiebzig, du stehst doch nicht schon mit einem Fuß im Grab!"
Sie seufzte. „Nach zwei Kriegen und einer Schwester wie Bellatrix hab ich ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich mal so alt werde, dass ich noch Urenkel haben werde." Besonders, nachdem sie auf einen Schlag so viele Familienmitglieder verloren hatte. Ohne Teddy wäre sie wahrscheinlich wirklich nicht so alt geworden, sondern vor Gram gestorben. Er war immer ihr größter Lichtblick gewesen. Und jetzt würde er bald selbst ein Baby haben. Wie die Zeit verging!
TBC…
Bezug auf andere Geschichte im 10-kleine-Dinge-Universum:
Momentaufnahmen, Kapitel 19: Zweifelhafte Wahl (Percy hat Probleme mit Lucys Berufswunsch)
ABC-Adventskalender, Kapitel 26: Z für Zwillinge
