Haftungsausschluss: „Scarecrow and Mrs. King" gehören Warner Brothers und Shoot the Moon Productions. Ich liebe die Serie und diese Geschichte ist nur für den Spaß gedacht. Ein Verstoß ist nicht beabsichtigt.

Diese Geschichte enthält Texte aus dem Skript „Scarecrow and Mrs. King" „The first Time". Sie gehören Warner Brothers und Shoot the Moon Production und sind hier nur verwendet zum Verständnis.

(Am 19.07.2020 wurde eine Korrektur wegen Schreibfehlern bei den Worten "viel" und "fiel" eingespielt.)

Der Mann mit dem roten Hut verändert zwei Leben

Mittwoch, 05. Oktober 1983

Am nächsten Tag war Amanda im Wohnzimmer am Staubsaugen. Dabei lief ein Gymnastik Übungsvideo. Sie hörte nur kaum hin. Ihr gingen die ganze Zeit die Worte von den drei Kärtchen durch den Kopf: „Duck … a la Nathan Hale … , Valley Forge … Flapjacks, … Pilgrims … Peach … Puff. Sie stoppte mit ihren Bewegungen zu dem Video und sagte laut: „Pilgrims Peach …." Sie hatte eine Idee und ging in die Küche.
Dort packte sie die Rezeptbücher aus dem Regal, schaute sie durch und verteilte sie über die Theke. Sie sah sich ein Buch an, schloss es dann und warf es auf den Tisch. Dann nahm sie auch die Rezeptbox ihre Mutter und löste die pinkfarbene Schleife. Sie suchte sich durch die Karten und wählte eine aus.
Amanda: „Ente a la Nathan Hale."
Sie holte eine weitere Karte heraus.
„Valley Forge Flapjacks."
Dotty, Amandas Mutter, kam herein und starrte sich den Chaos an, den Amanda da veranstaltet hatte.
Dotty: „Nun! Schon als Kind warst du nicht sehr ordentlich in der Küche."
Amanda ignorierte den Kommentar ihrer Mutter:
„Mutter, diese beiden Rezepte habe ich in deiner Rezeptbox gefunden, aber sie sind in keinem der anderen Kochbücher."
Dotty: „Nein, natürlich nicht. Sie sind aus der "Colonial Cookery" Show. Das sind nur Originalrezepte von Mrs. Welch."
Amanda: „Mrs. Welch? Hast du die Sendung heute Morgen gesehen?"
Dotty: „Nein. Ich hatte Migräne."
Amanda: „Oh." Amanda war enttäuscht.
Dotty: „Aber wenn der Videorekorder funktioniert hat, habe ich sie auf Band."

Beide Frauen gingen ins Wohnzimmer und Dotty startete die Aufnahme, die funktioniert hatte. Dotty saß bequem auf der Couch. Amanda hatte sich nur auf die Armlehne gesetzt. Sie war viel zu nervös.
Ansager: „Und jetzt ist da Mrs Lydia Welch, die zu Ihnen und aus ihrer eigenen Küche in Virginia kommt."
Mrs. Welch: „Willkommen in meinem Haus. Ich möchte, dass Sie ihre Öfen auf genau 400 Grad einstellen. Hier ist Zeit wichtig. Wir werden genau eine Stunde backen."
Dotty lächelte Amanda an, die zurück lächelte.
Frau Welch: „Und was ist das Gericht? Du fragst."
Amanda beugte sich gespannt näher."
Mrs. Welch: „Ich nenne es "Pilgrims Peach Puff"."
Dotty: „Oh! Wunderbar Was denkst du? Amanda? Sie dreht sich um und fand niemanden neben sich. „Amanda!"
Amanda war aufgesprungen und zum Telefon gelaufen. Sie stand auf der Treppe zum ersten Stock und versuchte die Agentur zu erreichen. Sie Dechiffrier-Abteilung hatte nichts rausgefunden, sie hatte aber nun eine Verbindung, zumindest wusste sie woher sie die Begriffe kannte. Sie wurde mit Billy Melrose verbunden:
„Sir, Heute heißt das Gericht was bei Mrs. Welch Fernsehsendung gekocht wird Pilgrims Peach Puff. Und zuvor die Tage gab es Duck a la Nathan Hale und Valley Forge Flapjacks."
Billy: „Moment, Sie sprechen von der Kochsendung von Mrs. Welch?"
Amanda: „Ja, Sir. Ist Lee da, … ich meine Mr. Stetson?"
Billy musste bei diesen Worten kurz lächeln: „Nein, Lee ist bei einem Auftrag." Er war ganz in Gedanken, sein Gehirn arbeitete an den Informationen, die er gerade erhalten hatte: „Der Kochkurs bei Mrs. Welch. … Oh, Mrs. King, ich glaube da haben wir endlich eine Spur. Der Kochkurs. Ich muss das schnell klären. Bis später. Danke."

Er legte auf und hastete aus seinem Büro: „Wo ist Desmond?"
„Bei ihrem Kochkurs bei Mrs. Welch. Sie hätte aber schon längst zurück sein müssen." Bekam er von einer Sekretärin zur Antwort.
„Und, Mr. Melrose, Scarecrow ist auch überfällig, seit zehn Minuten. Er hat sich nicht zur vereinbarten Zeit gemeldet."
Billy runzelte die Stirn. Der Gedanke, dass Lee der nächste Tote Agent war, schob er schnell zur Seite. Für diesen Gedanken durfte er sich keine Zeit nehmen. Schnell stellte er ein Team zusammen und ließ nach der Adresse von Mrs. Welch suchen.
Was Billy nicht wusste, die Sekretärin hatte auch Amanda gesagt, dass Lee sich nicht zur Vereinbarten Zeit gemeldet hatte.

Amanda stand auf ihrer Treppe, ihr Herz zog sich zusammen. Es schrie nach Lee. Oh Gott, ihm darf nichts passiert sein. Wenn er mit Pilgrims Peach Puff gemeint war. Sie hastete die Treppe hinunter:
„Mutter, wo wird die Show von Mrs. Welch gedreht?"
Dotty: „Oh, das hat mich letztens auch interessiert. Da habe ich danach gesucht. Nach den Angaben ihres Werbeflyers für Kochkurse."
Dotty stand auf und ging in die Küche an die Pinnwand und reichte dann Amanda den Flyer.
„Danke" und mit diesen Worten flog sie aus der Tür und war im nächsten Moment mit dem Wagen fortgefahren. Dotty schaute ihr sehr erstaunt hinterher.

70 Minuten zuvor in einer zwielichtigen Gegend von DC. Lee stieg aus seinem Auto. Im Hintergrund stapelten sich Müll und kaputte Autos. Er befand sich in einer Gegend, in der nur heruntergekommene alte Backsteingebäude standen. Lee ging zu einem der Gebäude und ging die Feuerleiter hinauf. Er arbeitete an der Tür und merkte nicht, dass er von jemanden beobachtet wurde. Dieser hat ein Bild von Lee in seiner Kellner Aufmachung in der Hand und verglich dieses Bild mit dem Mann, den er auf der Treppe sah. Dann sprach er in sein Walkie-Talkie:
„Pilgrims Peach Puff ist pünktlich."
Ein anderer Mann im Gebäude, in das Lee einbrechen wollte, hörte das Signal auf seinem eigenen Walkie-Talkie. Er versteckte sich in einer Ecke, als Lee mit gezogener Pistole in der Hand den Flur entlangging. Ein anderer Mann trat ins Licht. Lee drehte sich um. Bevor er etwas machen konnte, schlug ihm der erste Mann etwas über den Kopf. Lee fiel bewusstlos zu Boden.

Während Billy noch ein Trupp zusammenstellte, kam Amanda bereits bei der Villa von Mrs. Welch an. Sie schaffte es einen Mann, der Gemüse und Obst in die Villa räumte abzulenken, so dass sie in den Keller gelangen konnte. Als sie durch den Gang des Kellers schlich hörte sie eine Stimme und versteckte sich.
„Ich komme wieder, Stetson. Du lügst, es gibt keine Operation Pinocchio."
„Könnte sein." Bekam der Mann von Lee, der am Boden mit zusammengebundenen Handgelenken lag, zur Antwort.
„Wenn ich nicht lüge, waren sie sehr klug, mich in diesem Lagerhaus nicht umzubringen. Wenn ich lüge, kaufte ich mir wenigstens etwas Zeit."
„Nicht viel. Ungefähr zwanzig Minuten."
Mit diesen Worten ging der Mann aus dem Kellerraum und verschwand die Treppe nach oben. Um nicht gesehen zu werden, hatte sich Amanda hinter einer Tür versteckt. Gerade wollte sie gehen, als sie merkte, dass sie sich in einem Speiseaufzug befand, der nun nach oben fuhr. Als dieser im oberen Stockwerk anhielt, konnte sie beobachten, wie Mrs. Welch Francine verhörte, die ganz offensichtlich unter Drogen gesetzt worden war. Amanda hatte riesen Glück, das sie nicht erwischt wurde. Der Aufzug fuhr dann wieder nach unten. Dort konnte sie dann beobachten, wie Lee aus seinem Gefängnis geholt wurde. Sie starrte ihnen hinterher. Ihr Herz raste vor Angst, was tat sie nur hier. Ja, was machte sie hier, sie musste Lee helfen, sie kannte ihn erst so kurz, aber sie hatte eine Verbindung zu ihm, wie noch nie zu einem anderen Menschen. Sie konnte sich noch an das Gefühl seiner Lippen auf den ihren erinnern. Wie ein Art Stromstoß war es durch sie gezuckt. Da war etwas, was sie nicht wagte zu Ende zu denken, zwischen ihnen. Und das wollte sie nicht verlieren. Sie konnte diesen Mann nicht verlieren.

Sie verließ die Villa auf dem Weg, wie sie sie betreten hatte. Zuvor hatte sie gehört, dass ein Hubschrauber landete. Von Amanda beobachtet, wurde Lee von einem Mann gehalten zum Hubschrauber geführt. Mrs. Welch ging mit, um mit Lee noch kurz zu reden, dann verließ sie ihn wieder und ging ins Haus zurück. Lee wurde in den Hubschrauber geschubst. Als er noch über die Schulter des Mannes blickte, sah er Amanda. Sein Herz setzte vor Schreck einen Moment aus. Seine Reaktion blieb nicht unbemerkt und der Mann drehte sich um. Aber Amanda hatte sich versteckt. Lee war einerseits froh, dass jemand da war, mit dessen Hilfe er hier doch vielleicht rauskommen konnte. Andererseits hatte er Angst um sie. Ausgerechnet die Frau, für die er mehr empfand als für irgendjemand anderes war hier und in Gefahr. Aber vielleicht könnte sie auch seine Rettung sein. Gerade als der Mann ihn ganz in den Hubschrauber schieben wollte:
„Hände hoch." Amanda stand hinter dem Mann. Sie hatte zwar keine Pistole, das konnte dieser aber nicht wissen. Für Lee reichte die Irritation des Mannes. Er trat ihn nieder.

„Du sagst doch: Hände hoch?" fragte Amanda atemlos.
„Ja, normalerweise wenn du bewaffnet bist." Er grinste und drehte ihr seinen Rücken zu: „Binde mich los."
„Oh, nein. Der Killick-Hitch. Den bekomme ich nicht auf.", stöhnte Amanda.
Lee sah andere Mitarbeiter von Mrs. Welch kommen.
„Schnell Amanda steig in den Hubschrauber, schnell. Es kommen noch mehr Russen."
Amanda rennt um den Hubschrauber herum und steigt ein: „Russen?"
„Ja, die sind vom KGB. Du musst fliegen, ich kann nicht mit den zusammengebundenen Händen."
Amanda schaute ihn erschrocken an, erkannte aber, dass dies die einzige Möglichkeit war: „Wie soll ich das machen?"
„Füße auf die Pedale! Rechte Hand an den Stock. Linke Hand runter auf den Gashebel."
Amanda befolgte genau seine Anweisungen und startete den Hubschrauber. Wackelig ging es nach oben. Die KGB-Agenten schossen auf den Hubschrauber.
„Ich übernehme hier die Pedale. Amanda mehr Gas, mehr Stock." Rief Lee, um den Lärm des Hubschraubers zu übertönen.
Er hoffte so, dass Amanda das hinbekam. Sie verloren an Höhe und flogen dummerweise zum Haus zurück. „Du musst nach oben ziehen. Und in die andere Richtung."
Amanda hatte furchtbare Angst: „Ich hasse das."
Verfolgt von Mrs. Welch und anderen Agenten in einem Auto flog Amanda den Hubschrauber sehr wackelig hin und her. Mal rasierte sie fast die Bäume ab, dann erwischte sie auch fast das Auto. Nur mit Lees Anweisungen konnte sie den Hubschrauber oben halten und auch wieder wenden. Das Ganze war eine äußerst schwierige Sache. Und das weiterhin auf sie geschossen wurde, erleichterte die Angelegenheit nicht im Geringsten.

Auch Lee fühlte sich sehr ungut bei dem Flug. Er hatte Angst ihr falsche Anweisungen zu geben und schuld an einem Absturz zu sein. Die Angst und das Adrenalin rauschten durch seinen Körper und er fühlte sich hilflos. Er konnte ihr nicht richtig helfen, die gefesselten Hände am Rücken regten ihn auf. Und es funktionierte nicht so gut mit dem Hubschrauber. Er zweifelte an der Richtigkeit seiner Anweisungen. Er schloss kurz die Augen um sich zu konzentrieren.
In dem Moment blickte Amanda kurz zu ihm und glaubte nicht was sie sah: „Mach die Augen auf." Schrie sie ihn an.
Lee reagierte sofort auf ihre Aufforderung und sah sie gerade sehr nah an einem Baum:
„Whoa, pass auf!"
Amanda reagierte, indem sie irgendwas tat. Sie wusste überhaupt nicht was sie eigentlich machte. Sie handelte einfach nach Instinkt. Der Hubschrauber wechselte wieder die Richtung. Er senkte sich, so dass er praktisch fast auf dem Autodach war.
Lee: „Wir müssen hier etwas falsch machen!"
Der Hubschrauber drehte sich weiter herum. Lee rief Amanda wieder weitere Anweisungen zu.
"Gas geben! Drosseln!"
Der Hubschrauber senkte sich und das Auto raste auf sie zu. Was Amanda dann tat, um das nächste zu ermöglichen, wird sie nie sagen können, aber plötzlich hob der Hubschrauber an und der KGB-Agent am Steuer des Autos fuhr über einer Klippe herunter.
Amanda sah das und rief erleichtert: „Wir haben sie! Wir haben sie!"
Lee schaute zufrieden und meinte dann aber:
„Wir sollten landen."
Sie blickte ihn mit großen Augen an:
„Wie?"
Lee schnappte nach Luft. Er versuchte präzise Anweisungen zu geben. sie schienen diesmal zu stimmen. Amanda konnte damit den Hubschrauber landen. Die Landung war zwar sehr grob, aber sie waren unten. Er ließ Amanda den Hubschrauber ganz aus machen. Langsam erstarb der Krach und die Rotorblätter verlangsamten sich. Kurz vor der Landung hatte Lee die bekannten Fahrzeuge von der Agentur gesehen. Somit würden Kollegen sich um Mrs. Welch und die KGB-Agenten kümmern. Woher die Unterstützung jetzt kam, war ihm nicht klar, aber im Moment auch völlig egal.

Beide saßen atemlos in ihren Sitzen, versuchten sich zu beruhigen. Lee brannte die Haut an den Handgelenken und die Arme taten ihm weh.
„Amanda, bitte, könntest du dich doch noch mal an dem Knoten versuchen?"
Amanda öffnete die Augen, holte noch einmal tief Luft und richtete sich dann auf. Sie wand sich an Lee:
„Ja, dreh dich um."
Lee drehte sich so, dass sie an seine Handgelenke konnte.
Nach wenigen Minuten hatte sie es dann wirklich geschafft. Der Problem Knoten hatte verloren.
Als Lee merkte, dass seine Hände wieder frei waren, drehte er sich schnell zu Amanda um und zog sie stürmisch in seine Arme.
„Woher wusstest du wo ich war? Weißt du eigentlich wie gefährlich das hier gerade war?"
Amanda fühlte sich wohl in seinen Armen, die Angst fiel von ihr langsam ab. Sie konnte wieder klar denken, dazu hatte aber auch ihr erfolgreiches Lösen des Knotens beigetragen.
„Ich hatte bei Mutter Rezepte mit den Namen gefunden und bei der heutigen Sendung war Pillgrims-Peach-Puff. Ich hatte mit Mr. Melrose telefoniert und bin dann hierhergefahren, weil ich erfahren hatte, dass du vermisst wurdest."
Sie zog sich aus seinen Armen und strich ihm zärtlich über die Wange: „Ich hatte Angst um dich."
Lee zog sie wieder an sich, küsste sie auf die Stirn: „Danke. Ich war so erschrocken, als ich dich plötzlich sah. Und ohne Pistole ist das nicht so klug mit dem Hände hoch."
„Hatte aber als Ablenkung funktioniert."
Lee seufzte und musste dabei auch grinsen. Kopfschüttelnd zog er sie noch fester an sich.
„Erschreck mich nie wieder so."
„Dann bring dich nicht mehr in so eine Situation."
„Kann ich nicht vermeiden."
Er schob sie etwas von sich, um ihr ins Gesicht schauen zu könne. Mit einer Hand griff er unter ihr Kinn und zwang sie ihn anzusehen:
„Danke, ich denke, du hast mir mein Leben gerettet."
Er senkte seine Lippen auf ihre und gab ihr einen zärtlichen Kuss.
Kurz danach stiegen sie mit noch immer wackligen Beinen aus dem Hubschrauber. Lee faste sie unter, da sie mehr wankte als er. Langsam gingen sie zur Villa zurück.

Als sie fast dort waren kam ihnen dann Billy, gefolgt von noch zwei weiteren Agenten, entgegengeeilt.
„Was macht ihr? Geht es euch beiden gut?" Billy war über Amandas Anwesenheit irritiert. Er wollte aber gerade nicht fragen. Beide sahen sehr blass aus und es schien ihnen nicht so besonders gut zu gehen.
„Amanda hat den Hubschrauber geflogen. Mir waren die Hände gebunden, ich konnte nicht."
„Das war nicht einfach, wir haben uns viel gedreht und hoch und runter. Mir ist irgendwie schlecht." Bekam er dann noch von Amanda erklärt.
„Sie haben den Hubschrauber geflogen?" fragte Billy überrascht.

Bei der Nachbesprechung in Billys Büro war dann auch Francine Desmond dabei. Sie war von einem Agentur-Arzt untersucht worden. Sie hatte die Drogen soweit überwunden. Es lag ihr nur schwer auf der Seele, dass sie mit an den toten Kollegen schuld war. Sie hatte den Kochunterricht bei Mrs. Welch und wurde jedes Mal unter Drogen gesetzt und über Aufträge ausgefragt. Und was ihr auch nicht passte war, dass sie der Hausfrau aus Arlington dankbar sein musste.

Lee brachte Amanda nach der Besprechung zu ihrem Wagen.
„War heute viel los. Zu viel für jetzt noch ein Abendessen mit mir?"
„War es zu viel für dich? Bist du zu müde, um mich auszuführen?" wurde er von Amanda geneckt.
Lee musste lachen. „Nein, ich bin so etwas gewohnt. Aber du nicht."
„Ich habe zwei Söhne, bin daher Ärger und Trubel gewöhnt. Ich halte so etwas aus."
„Gut, bleibt es also bei 7 Uhr?", fragte Lee glücklich.
„Ja, ich werde fertig sein. Was soll ich anziehen?"
„Mögen sie französische Küche? Ich hatte an das Entrecôte gedacht."
Amanda schluckte, sie wusste, dass das ein teures französisches Restaurant war:
„Oh, Lee, das ist zu viel. Bitte, einfach nur essen gehen."
Lee fühlte sich jetzt ein wenig dumm, dass er ihr es vorgeschlagen hatte. Aber schnell dachte er um, ganz in der Nähe seiner Wohnung hatte vor ein paar Wochen ein kleines italienisches Lokal aufgemacht. Er war noch nie dort gewesen. Aber das könnte man ja heute probieren.
„Gut, ein kleiner Italiener in Georgetown? Ich war noch nicht dort, aber wir könnten ihn testen."
Amanda war erleichtert.
„Das gefällt mir. Bis später." Sie beugte sich zu ihm und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Lee schaute sie mit warmen Augen an
„Warte." Er öffnete ihr die Autotür und half ihr beim Einsteigen.
„Bis nachher." Verabschiedete er sich.
Amanda fuhr davon und Lee schaute wieder dem sich entfernenden Wagen hinterher.

Als Amanda zu Hause ankam, blieb sie erst auf ihrer Treppe zur Haustür stehen und blickte sich um. Die Straße war so am Nachmitttag heute ungewöhnlich ruhig, man hörte nur leise die Stimmen von spielenden Kindern in einem entfernten Garten. Ihr eigenes Haus lag ruhig hinter ihr. Bis dann die Stimme ihrer Mutter sie aus ihrer Betrachtung riss:
„Wie lange willst du noch auf der Treppe vor dem Haus stehen." Holten sie die Worte ihrer Mutter in die Realität zurück. „Du warst lange weg, was ist denn nur seit gestern los?"
„Es gibt halt so Tage, an denen einiges schiefläuft." Versuchte Amanda zu beschwichtigen.
„Gestern das Problem mit dem Auto, das verpasste Vorstellungsgespräch und dafür habe ich heute wohl einen Job bei der IFF bekommen. Also wieder ausgeglichen."
„IFF, was ist das?" fragte Dotty ihre Tochter, als sie sich in der Küche setzten.
„Eine Dokumentarfilmgesellschaft."
„Das klingt ja nicht schlecht."
„Ich gehe heute Abend übrigens noch Essen. Um 7 Uhr werde ich abgeholt." Versuchte Amanda so nebenbei fallen zu lassen, in der Hoffnung, ihre Mutter würde sie nun nicht löchern. Leider erfüllte diese ihr diesen Wunsch nicht.
„Mit wem gehst du zum Essen?" fragte sie wie immer neugierig.
„Oh, wenn ich den Job bekomme, ist er nur ein neuer Arbeitskollege." versuchte Amanda etwas aus zu weichen
„Ein Kollege. Hmm." Dotty runzelte die Stirn. „Kannst ihn ja dann noch nicht lange kennen. Und gehst dann gleich mit ihm aus?".
„Naja, so ein Art Geschäftsessen." Amanda versuchte nicht rot zu werden.
„Wie alt ist er denn?"
„Weiß nicht. Nicht so alt." Amanda holte vorsichtig Luft und versuchte das Gespräch zu beenden:
„Er holt mich dann um 7 ab und wir gehen Abendessen. Eigentlich wegen der Arbeit."
„Wegen dem Job.? … Dean war heute Nachmittag da, du aber nicht."
„Was wollte er? Wir waren nicht verabredet."
„Er ist dein Freund, er wollte hallo sagen, nachdem er von seiner Dienstreise zurück ist. Er liebt dich Amanda. Und auch deine Söhne."
„Ich weiß, aber …."
„Er liebt dich, Amanda." Sagte Dotty mit einem bestimmenden Ton in ihrer Stimme. „Und du bist heute Abend mit einem anderen Mann verabredet. Du hast einen Freund. Er hat dich schon um deine Hand gebeten."
„Ja, aber ich habe abgelehnt. Es ist noch zu früh."
„Willst du ihn vergraulen. Er ist so nett und wartet. Und du, du gehst mit einem anderen aus."
„Mutter, bitte."
„Was weißt du von dem anderen Mann. Den hast du gerade erst kennengelernt, nehme ich an, da du von IFF bis heute nichts erzählt hast. Und wenn Dean davon erfährt?"
„Er kann es nur erfahren, wenn du es ihm sagst."
„Oder ein Nachbar."
„Und wenn schon."
Die Worte ihrer Mutter machten sie wütend. Eigentlich verstand sie sich immer gut mit ihrer Mutter, aber offensichtlich hatte sie einen Narren an Dean gefressen und wollte ihn unbedingt als neuen Schwiegersohn. Amanda holte tief Luft und versuchte die Wut zu zügeln.
„Daddy war doch die große Liebe deines Lebens? Oder?" fragte sie ihre Mutter.
„Ja, Liebes, das war er, daher fehlt er mir noch immer so. Aber was hat das jetzt hiermit zu tun?"
Amanda stand auf:
„Ok, die große Liebe suche ich auch. Joe war es nicht und Dean ist es auch nicht. Ich liebe ihn nicht. Warum willst du mich in eine Ehe drücken, die nur vernünftig ist? Ich will auch diese große Liebe. Oder wenigstens etwas Leidenschaft, aber die empfinde ich bei Dean auch nicht. Aber Lee weckt meinen Körper auf, nur eine Berührung reicht. Und das habe ich viel zu lange vermisst." Amanda hatte ruhig gesprochen, drehte sich nun um und ging Richtung Tür.
„Kannst du bitte die Jungs nachher ins Bett schicken. Ihr Abendessen mache ich gleich noch." Damit wendete sie sich ab und ging hoch in ihr Schlafzimmer, um sich frisch zu machen und zu überlegen, was sie nachher anziehen sollte.

Dotty blieb nachdenklich in der Küche zurück. Sie musste eingestehen, dass sie Amanda in die Ehe mit Dean drängen wollte. Und dabei nicht daran gedacht hat, was ihre Tochter sich wirklich wünschte. Ihr verstorbener Mann war ihre große Liebe gewesen und die beste Wahl die sie jemals treffen konnte. Sie wünschte sich so sehr, dass ihre Tochter auch das Glück fand. Und irgendwie hatte sie wohl ihr Ziel etwas verfehlt. Also sollte es Dean nicht sein. Sie musste jetzt wohl geduldig sein, was mit dem geheimnisvollen Mann heute Abend wird.

Amanda hatte Phillip noch bei einer Hausaufgabe geholfen und kam dann zum Abendessen kochen in die Küche zurück. Dort traf sie auf ihre Mutter, die bereits am Kochen war. Die beiden Frauen schauten sich erst schweigend an dann sagte Dotty:'
„Es tut mir leid, Kleines. Du hast recht. Ich werde dich nicht weiter zu Dean drängen. Wenn du ihn nicht liebst, dann ist er nicht der richtige Mann."
Dotty nahm ihre Tochter in die Arme und drückte sie: „Ich mach das Abendessen, gehe dich schick machen."
Die beiden Frauen grinsten sich an.
„Danke Mutter."
Amanda ging wieder in ihr Schlafzimmer um sich für das Abendessen mit Lee umzuziehen.

Um viertel vor sieben kam sie die Treppe hinunter. Ihre Jungs und Dotty saßen beim Abendessen. Jamie schaute seine Mutter an: „Du siehst toll aus, Mom."
Amanda wuschelte durch sein Haar: „Danke. Ich sehe sonst immer etwas verwuschelt aus."
„Heute nicht." Beteiligte sich auch Phillip.
Amanda hatte die Haare hochgesteckt, sich dezent geschminkt, trug Ohrringe mit einer Tropfenperle, einen Knielangen Rock und eine weiße Bluse.
Dotty stand auf und ging zu ihr, öffnete grinsend noch einen Knopf an der Bluse und flüsterte: „Für das Kribbeln im Bauch."
Amanda musste grinsen: „Gute Nacht Mutter."
Dann blickte sie zu ihren Jungs: „Ihr hört auf eure Oma und macht mir keinen Ärger. Bis morgen. Schlaft gut."
„Gute Nacht, Mom!" gaben sie ihr gemeinsam zur Antwort.
Dann trat Amanda aufgeregt vor die Eingangstür. Sie hatte den Porsche gehört und wollte verhindern, dass ihre Mutter noch einmal in die Quere kam.

Das Abendessen in dem kleinen italienischen Lokal in Georgetown schmeckte beiden gut. Sie unterhielten sich angeregt und fühlten sich in der Gesellschaft wohl. Nach dem Abendessen wollte keiner von beiden den Abend schon Enden lassen und sie gingen am Potomac spazieren. Es war recht frisch und zugig und Lee zog Amanda nach wenigen Schritten an sich. Sein rechter Arm lag über ihren Schultern und Amanda hatte ihren Arm um seine Taille gelegt. So schlenderten sie im Mondlicht am Fluss entlang. Beiden war es kalt, aber keiner wollte das Beisammensein stören.

Dann brach Amanda das Schweigen, sie hatte da noch etwas, was sie schon die ganze Zeit brennend interessierte:
„Bitte verstehe mich nicht falsch. In Krimis im Fernsehen sieht man fast immer, dass sie Kommissare meistens zu zweit arbeiten. Ich weiß, du bist kein Polizist, aber arbeitet ihr immer allein? Ich meine, du warst zumindest immer alleine unterwegs. Am Bahnhof und auch heute."
Lee schwieg erst. Die Frage gefiel ihm nicht, aber er wusste, dass sie es gut meinte. Er verstärkte unbewusst den Griff auf ihrer Schulter:
„Wir sollten eigentlich auch zu zweit arbeiten. Aber ich bin zurzeit ohne Partner."
„Das ist aber doch gefährlich für dich. Warum bist du alleine?"
Lee blieb abrupt stehen. Amanda kam genau vor ihm zum Stehen. Sie konnte im Mondlicht und den Straßenlaternen der Parkbeleuchtung sein Gesicht sehen. Er hatte den Kiefer fest zusammengedrückt und es pochte ein Nerv. Seine Augen blickten traurig in ihre. Amanda hätte am liebsten ihre Frage zurückgezogen. Irgendwie war die angenehme Stimmung durch ihre Neugier zerstört worden:
„Entschuldigung, es geht mich nichts an, ich hätte nicht fragen sollen."
„Nein, es ist ok." Reagierte Lee endlich. „Ich rede nicht gerne darüber. Aber ich sollte." Amanda sah, dass er mit sich kämpfte: „Du brauchst nicht." Lee hob eine Hand und legte ihr einen Finger auf die Lippen, um ihr zu bedeuten, dass sie bitte nichts mehr sagen sollte. „Mein Partner ist vor vier Monaten im Dienst erschossen worden."
Amanda schaute ihn erschrocken an, sagte aber nichts. Lees Finger fuhr ihr gerade zärtlich über das Kinn und er starrte auf ihren Mund, als er weitersprach:
„Ich bin durch die Hölle gegangen. Ich hatte mir die Schuld daran gegeben. Den der es getan hat, habe ich ins Gefängnis gebracht. Aber erst als ich den Endbericht mühsam schrieb, wurde mir klar, dass ich es hätte nicht verhindern können. Wir waren von einem Informanten verraten worden.
Ich habe dann ein sehr ausschweifendes Leben geführt, bis Billy mich ermahnte. Es ging noch kurz weiter, bis ich mit jemanden sprach, der mir wirklich den Kopf wusch. Ich fing an mein Leben zu überdenken. Nichts ist mehr so wie zuvor. Sein Tod hat mich aufgeweckt."
Dann lächelte er: „Wenn du wirklich bei uns einen Job bekommst, wirst du viel Klatsch über mich hören. Bitte erinnere dich an den Mann, der jetzt vor dir steht. Es ist ein anderer als der, über den da erzählt wird."

Amanda hatte ihm genau zugehört und merkte, dass gerade das am Schluss ihm sehr wichtig war. Seine Finger strichen noch immer über ihr Kinn und dann lehnte er sich zu ihr und verband seine Lippen vorsichtig mit ihren. Sie kam ihm entgegen. Vorsichtig teilten sie mehrere zärtliche leichte Küsse. Seine Hände lagen nur auf ihren Schultern. Amanda zitterte kurz unter seinen Berührungen.
Lee murmelte: „Dir ist kalt, ich sollte dich lieber nach Hause bringen." Ein Versuch, das hier zu beenden, damit niemand etwas zu bereuen hatte.
Amanda wollte nicht nach Hause: „Mir ist nicht kalt." Mit diesen Worten ließ sie ihre rechte Hand in seine weichen Haare gleiten und zog ihn wieder zu sich. Sie gab ihm einen festen Kuss und neckte dann seine Unterlippe mit ihrer Zunge.
Lee zog sie stöhnend fester in seine Arme. Er erwiderte ihren Kuss, behielt aber seine Hände auf ihrem Rücken. Am liebsten hätte er sie am ganzen Körper gespürt, aber er hielt es nicht für gut, sie kannten sich ja gerade mal zwei Tage. Zwei Tage, die glücklichsten seit langem. Er spürte, dass sich etwas in seinem Herzen regte, was er noch nie gefühlt hatte. Amanda war gerade seine Rettungsleine, er hielt sich an ihr fest, wie ein Ertrinkender, der sich verzweifelt am Leben klammerte.

„Amanda." Brachte er mit belegter Stimme hervor. Es war nicht nötig, das mehr gesprochen wurde. Er legte wieder einen Arm über ihre Schulter, sie einen Arm um seine Taille und sie gingen den Spazierweg weiter bis sie wieder bei seinem Auto angekommen waren.
Nachdem Lee ihr wieder die Tür aufgehalten hatte und er sich hinter das Steuer gequetscht hatte: „Erzähl mir wie ein normaler Tag bei dir ist. Wenn du nicht gerade am Bahnhof Päckchen an Geheimdienstmitarbeiter weitergibst." Forderte Lee sie auf.

Amanda lachte über seinen Scherz, wurde aber schnell wieder ernst, als sie merkte, dass er nicht mit ihr lachte.
„Ernsthaft, da gibt es nicht viel.", gab sie ihm zur Antwort.
„Ich glaube schon. Sie sind völlig anders als meine. Bestimmt." Diesmal lachte Lee mit seinen Worten.
„Hmm, damit könntest du vielleicht recht haben." Kicherte Amanda.
Auf der Fahrt nach Arlington erzählte sie ihm, was sie so normalerweise machte.
„Und da willst du nun auch noch eine Arbeit aufnehmen?" Fragte er sie verwundert, als er den Wagen vor ihrem Haus im Maplewood Drive abstellte.
„Ich muss, ich will nicht mehr so finanziell von Joe abhängig sein. Er soll nur noch für die Kinder zahlen. Ich will kein Geld mehr von ihm für mich. Jetzt, nach einem Jahr, bin ich bereit dafür, bereit mein Leben endlich mal in die eigenen Hände zu nehmen. Ich habe zum Glück meine Mutter, die mir bei den Jungs hilft. Sie versteht auch, warum ich den Job haben möchte."
„Wie alt sind deine Jungs?"
„Zehn und acht. Und Joe ist irgendwo in Afrika."
„Hmm, sie haben ihre Mutter und ihre Oma. Das ist mehr als manch anderer."
„Wie meinst du das?"
„Ach, nichts."

Amanda merkte, dass er nicht bereit war, diese Aussage weiter zu verfolgen. Daher fragte sich nicht weiter.
Lee schaute sie an, drehte sich etwas zu ihr, legte den einen Arm auf die Rückenlehne des Beifahrersitzes und strich ihr mit der Hand über die Haare und Wange. Ein kleines Lächeln lag auf seinen Lippen und erhellten sein Gesicht. Dann räusperte er sich:
„Darf ich deine Telefonnummer verwenden, um dich privat anzurufen?"
„Das hoffe ich doch." Amanda hatte plötzlich Angst bekommen, er würde bei diesem einen Treffen bleiben. „Es war ein schöner Abend und …" sie blickte auf ihre Hände und nahm dann allen Mut zusammen: „Ich würde mich über eine Wiederholung freuen."
Lee atmete aus, er hatte nicht gemerkt, dass er die Luft angehalten hatte.
„Ja, es war schön und wir müssen es Wiederholen."
Er nahm ihre Hand und gab ihr einen Kuss auf die Handfläche.
Seine Augen blitzten vor Freude. Dann stieg er aus und half ihr aus dem Wagen. Er führte sie noch bis zur Haustür und gab ihr dann einen vorsichtigen Kuss auf die Wange:
„Gute Nacht."
Amanda hielt ihn an der Jacke fest. Ihre Blicke trafen sich. Er trat näher an sie und sie küssten sich noch einmal zum Abschied.
„Gute Nacht, Lee." Flüsterte Amanda. Er strich ihre noch einmal über die Wange, lächelte sie an und ging zu seinem Wagen. Als er einstieg winkte er ihr noch einmal zu und wartete dann bis sie im Haus verschwand, bevor er davonfuhr.

Amanda schloss die Haustür hinter sich und lehnte sich an sie. Sie brauchte plötzlich einen Halt. Ihr Herz raste und sie wollte das Gefühl seiner Lippen sich einprägen.
Das Haus war dunkel, sogar ihre Mutter war ins Bett gegangen. Oft kam es vor, dass Dotty auf dem Sofa lag, da sie unbedingt warten wollte, bis ihre Tochter abends zu Hause war. Heute war dies aber nicht der Fall und dafür war Amanda dankbar. Sie wollte mit niemanden über den Abend reden. Sie wollte ihn fest in ihrem Herzen einschließen, bevor durch reden irgendetwas zunichte gemacht wurde. Schnell machte sie sich fertig für das Bett, stellte noch ihren Wecker für morgens und schlupfte in ihr Bett. Der Schlaf holte sie schnell und die träumte von dem Mann, dem sie einen wunderschönen Abend verdankte.

Lee war in Gedanken nach Hause gefahren. Nachdem er sich fürs Bett fertig gemacht hatte lag er nun in diesem und starte die Decke an. Es war ein sehr schöner Abend gewesen. Er war mit einer wunderschönen Frau unterwegs gewesen, die ihn offensichtlich auch gern hatte. Die Anziehungskraft hatte er fast vom ersten Moment an gespürt. Spätestens seit ihrem Zusammentreffen im Krankenzimmer. Aber auch zuvor auf dem Bahnhof, warum hatte er sie ausgewählt? Seine Gefühle für sie erschreckten ihn. Sollte er sich tatsächlich in Amanda verliebt haben. Er wusste, dass er so schon lange nicht mehr gefühlt hatte. Das letzte Mal bei Eva. Aber bei Amanda war es doch anders. Was genau konnte er nicht greifen. Was ihn auch beschäftigte, waren ihre Kinder. Er wollte die Frau, aber wollte er auch ihre Kinder? Das war dann doch ein verdammt großer Schritt für ihn. Nein, über Kinder hatte er sich noch nie Gedanken gemacht. Er seufzte, legte sich auf die Seite und beschloss die Gedanken auf den nächsten Tag zu verschieben. Er brauchte seinen Schlaf, damit er seinen Job gut machte und überlebte. In seinen Träumen war die Frau, die ihm einen sehr schönen Abend beschert hatte. Die Frau, für die er leben wollte.