Lexi musste den Tag in ihrem Kopf durchgehen um ihn frisch zu behalten. Zuerst war Ginny da gewesen und hatte mit ihr über Quidditch gesprochen. Dann war Draco vorbeigekommen und hatte ihr versprochen das sie alle langen Urlaub über die Sommerferien machen würden. Während er da war, war Dania vorbeigekommen um sie zu untersuchen und war geblieben bis die Tränke wirkten. Als sie aufgewacht war, war ihr Dad da gewesen, blätterte durch eine Akte mit Papierkram mit seiner Brille auf seiner Nasenspitze, gekleidet in ein paar alte Jeans und einem T-Shirt von dem deutschen Museum das sie vor ein paar Jahren im Urlaub besucht hatten. Er las weiter bis er bemerkte das sie wach war und warf die Papiere umgehend hin um ihre Hand zu nehmen und stattdessen mit ihr zu sprechen.

Nun hörte sie Scorpius zu wie er sie über die Gesundheit ihres Papas auf den neusten Stand brachte und sie hatte mühe aufzupassen weil er so müde aussah.

„Er schläft noch. Er wacht alle paar Stunden auf aber es dauert länger bis sein Atmen besser wird als bei dir also sagt Dania das es das beste ist wen er im Moment schläft. Schliesslich wird er selbst aufwachen."

„Er kommt in Ordnung oder?" fragte Lexi. Ihre Stimme klang noch immer nicht wie ihre eigene aber es wurde besser und das Sprechen war viel weniger schmerzhaft. Dania versicherte ihr das es nicht länger als ein paar Wochen dauern würde bis es besser war aber Lexi war sicher das sie verrückt werden würde wenn sie so lang im Krankenhaus bleiben musste.

„Es geht ihm gut", versicherte Scorpius ihr. Lexi wusste das sein Lächeln erzwungen war. Unter seiner Brille die normalerweise dunklen Ringe unter seinen Augen begannen mehr wie Blutergüsse auszusehen.

„Dad hast du überhaupt geschlafen?"

„Sicher", sagte Scorpius. „Ich habe einige Minuten gedöst während du geschlafen hast und letzte Nacht habe eine Weile im Zimmer deines Papas geschlafen – „

„Du solltest nachhause gehen", sagte Lexi. Sie bereute ihre Worte sofort als das Gesicht ihres Dads einen verletzten Ausdruck annahm. „Es ist nicht das ich nicht froh bin das du hier bist aber du wirst auch krank. Du musst schlafen."

„Mach dir keine Sorgen um mich", sagte er. „Wirklich mir geht es gut. Ich mache mir nur Sorgen um dich und deinen Papa."

„Dad kämpft zum Spass mit Drachen. Ich bin sicher das er damit klar kommt."

Scorpius schnaubte unelegant und lächelte sie richtig an (es war einfach den Unterschied zu sehen wenn man gut hinsah) was Lexi sich etwas besser fühlen liess bevor sie wieder anfing abzudriften.

Zuerst dachte Albus er würde ersticken. Er fühlte sich gewürgt als hätte jemand seine Hände um seine Kehle ihm beinahe die Luftzufuhr abstellte aber genug Raum liess genug Luft zu kriegen und bei Bewusstsein zu bleiben.

Er öffnete seine Augen in einem Raum der um seine Achse gedreht war. Er drehte um ihn aber er schien sich nicht zu bewegen. Nein er schien ziemlich stationär zu sein wurde von etwas schweren unten gehalten das seine Arme und Beine zurückhielt. Vielleicht war es die selbe Macht die Druck auf seine Brust ausübte? Er konnte nicht sagen was es war aber es war ein Brennen an seinem Hals – etwas juckendes und schmerzhaftes und sein Schädel juckte fest aber konnte sagen das es war weil sein Haar eine Wäsche nötig hatte.

Er versuchte zu denken und den Nebel von seinem Kopf zu klären. Was war passiert? Er erinnerte sich daran von Hogsmeade zurückgekommen zu sein und das er sich etwas unwohl gefühlt hatte. Die Grippe. Er hatte die Grippe und er hatte die Kinder zum Haus seiner Eltern geschickt damit sie nicht krank wurden und er sich etwas ausruhen konnte bevor Scorpius nachhause kam. Er wollte niemandem Sorgen bereiten und Scorpius sollte in einem Tag zuhause sein und Albus war sicher das alles gut sein würde sobald sein Mann zuhause war.

Er erinnerte sich daran das er Abendessen gemacht hatte ihm aber ziemlich schwindlig wurde und eine Eule die ihm sagte das Lexi krank war. Er hatte versucht zu antworten wachte aber auf dem Küchenboden auf ohne zu wissen wie er dorthin gekommen war und dann waren da mehr Eulen und mehr Briefe.

Er war hinunter gegangen um Pergament zu suchen. Ja er hatte einen Brief für Scorpius da lassen und für Lexi ins St. Mungos gehen wollen und erklären das er auch krank war weil Scorpius ihn finden und genau wissen würde was zu tun war.

Also musste er ins St. Mungos gekommen sein und einfach nicht erinnern wie. Er erinnerte sich vage an das Gesicht seiner Mutter und das sie ihm sagte das es Lexi gut ging aber er konnte nicht sicher sein das es kein Traum war weil er sich auch an eine sengende Hitze und Feuer um sie erinnern konnte als sie sprach.

Aber nein da war jetzt auch eine dumpfe Hitze in seiner Brust um sein Herz. Es brannte mit jedem rasselnden Atemzug und da war auch eine Wärme gegen seine Seite und Handfläche.

Albus bewegte sich so viel er konnte um runter zu sehen dankbar für die Kissen die ihn ein paar Zentimeter hochhoben. Da waren keine Flammen um seine Brust also wusste er das das Gefühl innerlich war aber da war etwas gegen seine Hüfte und Hand und es war sehr echt und fassbar.

Scorpius sass an seiner Seite sein Kopf ruhte merkwürdig auf seinem Arm und an Albus' Hüfte. Seine Hand hielt Albus lose im Schlaf und seine Brille sass schief auf seinem Gesicht mit einem Arm der von seinem Ohr hing. Der Raum fing an in Fokus zu kommen und Albus sah zur Uhr hinüber. Es war nun beinahe sieben Uhr morgens und das letzte an was er sich erinnern konnte war Mittag gewesen also musste das gestern oder am Tag zuvor gewesen sein. Er konnte es nicht sagen.

Was er wusste war das Scorpius fürchterlich unbequem aussah. Er bewegte seine Hand langsam aus dem Griff seines Mannes – nicht aus Verteidigung seines Schlafes sondern weil er nicht die Kraft hatte sie schneller zu bewegen. Mit zitternden Finger nahm er die Brille von Scorpius' Gesicht und faltete sie. Es dauerte beinahe dreissig Sekunden für ihn seine Hand zum Tisch neben seinem Bett zu bewegen und sie abzulegen. Seine Hand fühlte sich wie Blei an aber er hielt inne um die selbstgemachten Karten die auf dem Tisch aufgestellt waren anzusehen. Sie waren aus gefaltetem Konstruktionspapier mit bewegenden Klebern gemacht und Zeichnungen die er als Charlie, Samuel und Wills Arbeit erkannte. Samuels war leicht zu identifizieren da es ziemlich offensichtlich einen violetten Drachen zeigte der glühendes blaues Feuer spuckte. Er musste sie anlächeln.

Sobald die Brille sicher war liess er die Hand müde an seine Seite fallen. Die Dinge fingen an sich in seinem Kopf zu sortieren. Seine Mutter war da gewesen und hatte ihm gesagt das Lexi in Ordnung war. Er erinnerte sich das sie etwas von Drachenpocken sagte und Albus fühlte als würde er in die steife Matratze sinken als seine bruchstückhaften Erinnerungen zusammenfügte. Er nahm eine Bestandsaufnahme seines Körpers vor und merkte das es die Müdigkeit, die Hitze in seiner Brust und die schmerzhaften Teile seines Hals, Seite, Schulter und Bein erklärte. Es erklärte die Albträume über Feuer und von Todessern und Dementoren festgehalten zu werden und es rechtfertigte wieso er von einem bitteren Geschmack und das er von weissem Nichts umgeben war geträumt hatte. Er muss mit Fieber aufgewacht sein und hatte nur die Decke gesehen haben bevor er wieder eingedeckt worden war.

Und wenn es die Drachenpocken waren die ihn im Krankenhaus hielten dann hatte er sie sicher Lexi gegeben als er die Kinder besucht hatte.

Aber wieso waren die anderen nicht auch Krank? Er zerbrach sein Gehirn – er hatte sie alle umarmt und sie trotz ihrer Proteste das ihre Klassenkameraden sie vielleicht sahen auf die Stirn geküsst. Er hatte beinahe drei Stunden mit ihnen verbracht und hatte sogar ihre Taschen mit Süssigkeiten vom Honigtopf getragen weil Adam eine Zuckerfeder Sucht hatte und Lexi ihr Lieblings Butterbier Toffee haben wollte –

Das Butterbier.

„Verdammt", flüsterte Albus zu sich selber aber die Stimme die er hörte war nicht seine eigene. Sie war heiser – etwas was er von einem alten Mann kurz vor dem Tot erwartete.

Nun wenn er hier war dann wurde ihm sicher die best mögliche Pflege gegeben und Lexi genauso. Albus wusste das Dania ihrer kleiner Slytherin nie etwas zustossen lassen würde genauso wie Scorpius.

Albus sah zu Scorpius hinunter. Er hatte tiefe dunkle Ringe unter seinen Augen und er trug eines von Albus langärmligen T-Shirts und ein altes Paar Jeans – nicht seine übliche Uniform. Seine Haut war blasser als normal und ein hauch leichter Stoppeln zierte seinen Kiefer. Albus fuhr mit seinen schweren Fingern darüber, liess seine Fingerspitzen Scorpius' Lippen und Wangenknochen berühren während er schlief. Er musste die Nacht hiergeblieben sein und sich geweigert haben zu gehen und Albus hoffte das auch jemand bei Lexi war – besonders wenn sie sich so schrecklich fühlte wie er.

Langsam fing sich Scorpius bei Albus' Berührung an zu bewegen. Er fühlte sich schuldig ihn zu wecken aber Albus musste seinen Mann sehen und seine Stimme hören und vielleicht wenn Scorpius sah das er in Ordnung war dann wäre er in der Lage nachhause zu gehen und sich anständig auszuruhen. Sicher brauchten ihn die Kinder.

„Albus?"

Scorpius blinzelte zu ihm hoch und gewöhnte sich an das Licht im Raum. Er blinzelte ein paar mal und Albus musste ihn anlächeln obwohl er fühlten konnte die die trockene Haut seiner Lippen dabei brach.

„Guten Morgen Liebling", krächzte Albus. Scorpius' Gesicht blühte zu einem Grinsen das ihn viel weniger müde aussehen liess und er nahm Albus' Hand von seiner Wange und hielt sie fest zwischen seinen beiden eigenen fest.

„Wie fühlst du dich? Brauchst du etwas Wasser? Du kannst weiter schlafen wenn du musst."

„Wasser", war alles was Albus sagen konnte und Scorpius griff auf den nahegelegenen Tisch und nahm eine Flasche Wasser. Er hob sie vorsichtig an Albus' Lippen und Albus trank gierig davon bis das Wasser weg war. Er nickte dankbar und Scorpius stellte die Flasche zur Seite und quetschte sich auf die Bettkante und beugte sich über ihn. Albus sah wie Scorpius blaue Augen sein Gesicht studierten und Albus liess ihn und sah mit genau so viel Hunger nach Information zurück.

„Lexi?" fragte er als Scorpius sein Haar glättete.

„Gut", versicherte Scorpius ihm. „Es geht ihr gut. Deine Mum ist jetzt bei ihr. Sie ist jung und sie kommt schnell wieder auf die Beine. Sie haben es bei ihrer früher erwischt also ist es nicht…nun es ist bei ihr nicht so weit fortgeschritten wie bei dir."

„Pocken?"

„Ja", bestätigte Scorpius. „Aber es ist in Ordnung. Es hat ein paar Tage gedauert aber du hast angefangen auf die Behandlung zu reagieren. Weder du noch Lexi sind noch ansteckend."

Tage? Albus sah auf die Uhr an der Wand und dann zurück zu Scorpius.

„Wie lang?"

„Du bist seit vier Tagen hier", sagte Scorpius. Albus' Herz sank.

„Vier?"

„Ja. Es ist nicht morgen. Es ist sieben Uhr Abends. Dein Dad hat die Kinder im Moment – hat sie vielleicht vor einer halben Stunde mitgenommen. Ich musste Avery und Adam zurück zur Schule schicken aber sie haben die am Abend besucht und sie werden morgen Abend fürs Wochenende nachhause kommen."

„Donnerstag?"

Scorpius nickte und runzelte besorgt die Stirn. Er machte dieses Gesicht so oft das sie kleine Falten zwischen seinen Brauen bildeten – kleine Falten die die Sorge um seine Familie brachte. Sie waren so leicht das niemand sie bemerkte ausser Albus und Draco wahrscheinlich und Albus liebte es das sie es lange genug geschafft hatten das er sehen konnte wie Scorpius älter wurde. Er konnte sich nicht dazu bringen die Falten zu sehr zu hassen wenn auch sehen konnte wie sich kleine Lachfalten etwas schneller bildeten. So lange er sicher stellte das sein Mann mit mehr Zeichen von Glück und Gelächter als Angst und Sorge in seinem Gesicht alterte machte er seinen Job.

Albus schluckte und versuchte sich zu räuspern. Er spannte seinen Arm auf dem Bett an und drückte sich zum sitzen hoch merkte aber das es eine schwieriger Aufgabe als erwartet war. Mit grossem Wiederwillen liess er Scorpius helfen merkte aber das er sich auf dem halben Weg an die Brust seines Mannes lehnte und war unwillig sich zu bewegen. Er hörte auf es zu versuchen und liess eine Hand stattdessen in einem halb herzigen Versuch ihn zu umarmen an Scorpius' Seite fallen und Scorpius musste es verstanden haben weil er stattdessen seine Arme um Albus' Mitte schlang und sein Gesicht in die ungezeichnete Seite von Albus' Hals wandte.

„Das ist das erste mal das du wirklich bei Bewusstsein bist", sagte Scorpius und legte seine Hand an Albus' Hinterkopf. Albus drehte sein Gesicht in den Hals seines Mannes und atmete den Geruch nach zuhause ein obwohl er mit dem Geruch von Krankenhausessen und Antiseptikum kontaminiert war. „Du bist nur genug erwacht um dir mehr Tränke zu geben. Ich habe sie dir nicht mehr als ein paar Tage Schmerztränke geben lassen weil ich glaubte das du es nicht willst." Albus summte zustimmend und fühlte wie sich Scorpius' Hand über seinen Rücken bewegte. Er war sich eines schmerzendes Fleck zwischen seinen Schulterblättern leicht bewusst – wahrscheinlich ein weiterer Ausschlag – aber war sich dem dumpfen Schmerz über seinem ganzen Körper mehr bewusst. Seine Muskeln unbenutzt und angespannt protestierten bei jeder Bewegung.

Albus wandte sein Gesicht in den weichen Stoff von Scorpius' Hemd und Scorpius hielt ihn einen Augenblick länger. „Du hattest seit mehr als einem Tag keinen Schlaftrank mehr aber du bist nicht aufgewacht. Ich habe angefangen mir Sorgen zu machen."

„Entschuldige", krächzte Albus. „Hast du…" Albus stoppte um rasselnd einzuatmen. Scorpius legte ihn gegen die Kissen zurück und obwohl der Winkel seine Atmung leichter machte bevorzugte Albus den Trost der Arme seines Mannes sehr. „Du warst nicht die ganze Zeit hier?"

Scorpius bewegte sich unwohl. „Nein", sagte er aber Albus wusste das es eine Lüge war und warf ihm einen anschuldigenden Blick zu. „Ich war auch bei Lexi."

Albus sah sich im Raum um und entdeckte des leere Feldbett. Es sah noch unbequemer aus als das Bett in dem er jetzt lag. Er warf Scorpius einen verwirrten Blick zu was ihm ein Seufzen einbrachte. Scorpius beugte sich vor und rieb sein Gesicht bevor er Albus stille Frage mit etwas Wiederwillen beantwortete.

„Nein ich habe nicht auf dem verdammten Feldbett geschlafen", sagte Scorpius. „Ich könnte genau so gut auf dem Boden liegen und die schienst schlecht zu träumen – ich weiss wie es ist wenn du krank bist. Also bin ich einfach…hier geblieben. Es schien zu helfen."

Albus schluckte erneut und versuchte herauszufinden wie er seine Stimme behalten konnte und sich dennoch zu unterhalten. „Zuhause?"

„War ich nicht…nein, ich war nicht mehr als eine Stunde oder so zuhause", gab Scorpius zu. „Deine Eltern haben sich dort um die Kinder gekümmert. Ainsley und James auch. Sie waren wunderbar und Lily wird bald hier sein um zu helfen. Dad deine Eltern und ich haben uns abgewechselt bei dir und Lexi zu sein."

Scorpius murmelte aguamenti und füllte die Flasche und Albus leerte sie gierig als er versuchte zu verarbeiten das sein Mann für vier ganze Tage im St. Mungos geblieben war. Das kalte Wasser beruhigte seine Kehle und Albus lehnte sich zurück in die Kissen als er fertig war.

„Ich erinnere mich nicht daran hergekommen zu sein", gab Albus zu.

„Tust du nicht?"

Er schüttelte den Kopf. „Ich muss gefloht sein?"

Scorpius lächelte ihn schüchtern an und sah zum ersten mal weg. Er drehte seinen Ehering um seinen Finger und spielte für einen Moment mit dem Saum seines Hemds bevor er fort fuhr.

„Nein bist du nicht. Ich habe dich ohnmächtig auf dem Kellerboden gefunden", erklärte Scorpius. „Ich er…ich musste dich hertragen."

„Mich tragen?" fragte Albus lauter als gewollt. Er hustete in seine Hand und Scorpius rieb seinen Arm hilflos aussehend beruhigend. „Ich wiege beinahe zwölf Kilo mehr als du."

„Ja das ist mir nun sehr bewusst", gab Scorpius zu. „Es war nicht einfach aber ich hatte Panick und ich war nicht sicher welche Magie dich vielleicht beeinflussen würde…"

Albus versuchte sich vorzustellen wie Scorpius sich bemühte seinen leblosen Körper vom Boden zu heben und verzog das Gesicht. Er fand den Gedanken so ins Krankenhaus getragen zu werden peinlich selbst wenn es sein Mann war der es getan hatte.

„Ich wünschte ich könnte mich erinnern", gab Albus zu.

„Dania versicherte mir das es ein ziemlicher Anblick war", sagte Scorpius. „Du bist nicht leicht und ich war sehr müde."

Er bezweifelte es nicht. Albus nahm Scorpius' Hand in seine eigene und spielte mit seinen Fingern, fuhr mit seinen über jeden einzelnen bis er sie miteinander verschlang.

„Wann kann ich die Kinder sehen?"

„Willst du das ich nach ihnen schicken lasse?" fragte Scorpius. Albus konnte sagen das er eifrig war zu helfen und es liess ihn lächeln als seine Augenlider schwer wurden.

„Nein. So lange sie in Ordnung sind", sagte Albus und legte seinen Kopf zurück in die Kissen. „So lange ihr alle in Ordnung seid."

„Uns geht es gut." Scorpius beugte sich über ihn und Albus schloss die Augen. Vor wenigen Minuten hatte er ein erstickendes Gefühl auf seinem Körper gefühlt aber das Scorpius über ihm lag war komplett willkommen selbst wenn es etwas Druck auf seine Brust auslöste. Albus lächelte und fühlte die Wärme der Hand seines Mannes gegen seine Wange und das bekannte Gefühl von Scorpius' Kopf der sich auf seine Schulter legte.

„Du hast mir etwas Angst eingejagt", sagte Scorpius und obwohl es ein Kampf gegen die Schwerkraft war schaffte es Albus seinen Arm um Scorpius zu schlingen. Er mochte vielleicht derjenige sein der Krank war aber Albus wusste sehr gut wie es war die Person die man liebte leiden zu sehen. Vielleicht verstand Scorpius jetzt wie es sich angefühlt hatte bevor sie geheiratet hatten als Albus ihn beinahe an den selben Blutfluch verloren hatten den Astoria mitgenommen hatte.

„Ich weiss", sagte Albus. „Es tut mir leid."

„Du solltest dich ausruhen", sagte Scorpius. Albus konnte die Energie nicht finden seine Augen zu öffnen aber er war nicht überrascht als er eine Hand in seinen Haaren fühlte und das ein vorsichtiger Kuss auf seine Wange gedrückt wurde.

„Bleib?" bat Albus. „Schlaf."

Er fühlte Scorpius an seiner Seite lachen aber das Geräusch war mehr erleichtert als amüsiert.

„Ich glaube nicht das zwei erwachsene Männer in ein Krankenhausbett passen", sagte Scorpius. „Keiner von uns ist wirklich klein."

„Krieg es hin", verlange Albus. Er zwang sich selbst die Augen zu öffnen und nutzte das bisschen Kraft das er hatte um sich auf eine Seite des Betts zu ziehen obwohl die Anstrengung ihn schwerer atmen liess und er sich dadurch schwächer fühlte. Dennoch es war es wert zu sehen wie Scorpius damit kämpfte sich zwischen Albus und das teilweise Geländer des Bettes zu quetschen. Er lächelte als Scorpius sich neben ihn legte und die dünne Decke über sie beide zog.

„Ich muss schrecklich aussehen", sagte Albus.

„Tust du", antwortete Scorpius ehrlich und liess Albus seinen Kopf auf seinen Arm legen weil es nicht viel Platz für etwas anderes gab. „Aber ich liebe dich trotzdem."

Albus hatte noch mehr was er ihm sagen wollte wie was die Kinder in Hogsmeade gesagt hatten und wie sehr Albus ihn vermisst hatte – sowohl als er weg war als auch über die letzten Monate als sie zu beschäftigt waren um sich auch nur einmal alleine zum Essen zu treffen. Er wollte Scorpius sagen das sich die Dinge zum Wohl aller ändern mussten.

Er wusste es würde warten müssen. Sobald Scorpius einen Arm um seine Taille schlang und seine Stirn küsste war es ihm zu bequem und schlief innert Sekunden ein.

Eine Stunde später löste sich Scorpius von Albus' Seite um die Schicht mit Ginny zu tauschen. Lexi fragte nach ihm und Scorpius war mehr als glücklich zu gehorchen und den Gang runter zu gehen um ihr vorzulesen.

Er rann hoch in die Cafeteria um einen Becher Tee für sich und etwas Schokoladenmilch für Lexi zu holen. Während er in der Schlange wartete unterdrückte er ein Gähnen nach dem anderen und betrachtete die müden Gesichter aller die sich hier versammelt hatten. Die meisten der Kunden waren offensichtlich Familie und Freunde von Patienten aber einige trugen Krankenhemden und Bademäntel. Er konnte sich nicht einen Moment vorstellen in dem man ausgeruht und froh war während man das Krankenhaus besuchte selbst wenn es aus einem guten Grund wie einer Geburt war. Alles was in St. Mungos passierte schien erschöpfend zu sein obwohl er glaubte das dies lediglich sein derzeitiger Gemütszustand war der da sprach.

Er betrachtete die Gesichter bis ein bekanntes in der hinteren Ecke seine Aufmerksamkeit erhaschte. Für eine kurze Sekunde dachte er, er sähe sein Spiegelbild in einem Spiegel merkte aber schnell das er nur Orion gesehen hatte, der leer in einen Papierbecher starrte, ein Buch offen vor ihm und ein vergessenes Blatt Pergament lag an der Seite.

Scorpius zahlte für die Getränke, streckte seine müden Schultern und ging zu seinem Bruder hinüber und versuchte wacher auszusehen als er sich fühlte.

„Orion? Ich dachte du wärst in Hogwarts."

Orion sah nicht zu ihm auf. Er drehte einfach die Flüssigkeit weiter in seinem Becher. „Ich habe Mum gefragt ob ich früher nachhause kommen und den Unterricht morgen auslassen kann. Mum hat gesagt ich soll dich und Albus nicht stören und Dad hat Lexi aus Frankenstein vorgelesen also wollte ich nicht bleiben. Du hast immer gesagt wir würden das zusammen lesen."

Scorpius setzte sich ihm gegenüber an den Tisch. „Es ist einer meiner Lieblinge", sagte er. „Vielleicht über Weihnachten?"

Orion schnaubte kurz das klar sagte das er ihm nicht glaubte. Scorpius hob überrascht die Augenbrauen. Er war gewarnt worden das es lästig sein würde so viele Teenager auf einmal in der Familie zu haben aber das hatte er von Orion nicht erwartet der normalerweise froh war ihn zu sehen. Er wusste das er zu Lexi gehen musste aber Scorpius wollte Orion nicht vernachlässigen wenn er so unbehaglich aussah.

„Hab ich etwas getan um dich zu verärgern?" fragte Scorpius.

Orion seufzte und sank auf seinem Platz zurück.

„Ja", sagte Orion. Scorpius' Herz sank. „Nein. Ich weiss nicht."

„Nun wenn soll ich dann fragen?"

Orion sah Scorpius endlich an etwas amüsiert über den Sarkasmus seines Bruders. Er sah gut genug aus aber Scorpius wusste das sein Ravenclaw Bruder wirklich keinen Unterricht auslassen würde ausser er war wirklich nicht in der Lage hinzugehen und wusste nur das er es tat wenn er krank war.

„Bist du wütend weil Avery und Adam jeden Abend ohne dich hergekommen sind? Weil ich dir versichern kann dass sie keinen Spass hatten. Es war hauptsächlich Hausaufgaben neben Lexi machen und versuchen mit ihr zu sprechen obwohl sie unzugänglich ist und versuchen zu – „

„Das ist es nicht", sagte Orion. Scorpius bemerkte einen kleinen Bruch in seiner Stimme und war nicht sicher ob es von der Erschöpfung und Emotionen war oder weil seine Stimme anfing sich zu verändern. „Ich hätte sowieso nicht mit ihnen hier sein sollen. Ich bin nicht Lexis Bruder. Ich bin nicht eines der Malfoy-Potter Kinder."

Scorpius runzelte die Stirn und faltete seine Hände auf dem Tisch. Er wartete geduldig, da er wusste das Orion nach mehr sagen wollte und er seinen Gedankengang nicht unterbrechen wollte. Orion spielte mit der Spitze seiner Feder. Über seine Schulter sah Scorpius wie Draco die Cafeteria betrat er sah entspannt aus mit seinen Händen in den Taschen. Scorpius sah ihm in die Augen und schüttelt leicht den Kopf was Draco auf seinem Weg stoppte. Draco legte seinen Kopf für Scorpius fragen schief, welcher leicht mit den Schultern zuckte was Orion nicht zu bemerken schien und Draco nahm den Hinweis und trat zurück, ging zum Tresen um sich einen Snack zu holen.

„Es ist nur…"begann Orion doch stoppte schnell. Er warf seine Feder hin und lehnte sich zurück und sah zur Decke. Er schien es einfacher zu finden als Scorpius anzusehen. „Es stört mich normalerweise nicht aber jetzt…es nervt einfach das ich nicht eins eurer Kinder bin also bin ich hier nicht eingeschlossen aber ich kann auch kein guter Bruder sein. Nicht wirklich. Ich bin zwanzig Jahre jünger als du. Also bin ich einfach…da."

Ich hätte die komische Unterhaltung umgehen sollen, dachte Scorpius düster und wusste das nichts womit er in diesem erschöpften Zustand heraufbeschwören könnte genügen würde.

„Du bist ein wunderbarer Bruder", sagte Scorpius. Er fragte sich ob er allen zu wenig sagte wie sehr er sie liebte. Hatte er nicht aufgepasst? Er dachte er hätte…

„Die meisten meiner Freunde können mit ihren Geschwistern über Dinge sprechen", sagte Orion. „Sie können für einander da sein. Ich sollte in der Lage sein dir zu helfen. Ich sollte in der Lage sein mich um meine Nichten und Neffen zu kümmern so wie James und Ainsley. Stattdessen treffe ich mich nach Verteidigung gegen die Dunklen Künste mit ihnen und bin komplett nutzlos."

Scorpius versuchte zusammenzufügen was Orion sagte.

„Sagst du das du es übel nimmst das du so viel jünger als ich bist?"

„Ich nehme es übel das dein Mann und deine Tochter krank sind und du erschöpft bist und das ich meinem eigenen Bruder nicht helfen kann", sagte Orion und spielte mit der Kante des Pergaments. „Du bist mehr wie ein zweiter Vater – und versteh mich nicht falsch ich bin dankbar und ich liebe dich, aber ich habe mich davor noch nie darüber geärgert. Ich habe nie…"

„Du bist ein grossartiger Bruder Orion", versicherte Scorpius ihm, lehnte sich über den Tresen und verlangte Augenkontakt. „Bist du. Ich würde nichts ändern. Diese Woche war einfach schräg."

„Du warst noch nie in einer Situation in der du mich als Erwachsener gebraucht hättest."

Scorpius gluckste. „Es ist witzig weil ich es immer geliebt habe älter zu sein weil es bedeutete das ich mehr für dich tun konnte. Ich habe es nie anders herum betrachtet."

„Das ist das Problem!"

Mehrere Kunden sahen von ihren Pasteten und trösteten Getränken auf. Orion schrumpfte auf seinem Platz, wusste das er zu laut gesprochen hatte und Scorpius verzog das Gesicht. Er konnte bereits die morgige Schlagzeile im Tagespropheten sehen – „Malfoy Brüder streiten sich im St. Mungos während Potters Sohn im Sterben liegt."

Aber er konnte sich darüber jetzt keine Sorgen machen – nicht wenn Draco sie vom anderen Ende des Raums beobachtete, Tee in der Hand und einem besorgten Ausdruck auf dem Gesicht und sicher nicht wenn Orion mit den Händen vor dem Gesicht und einer schiefen Krawatte ihm gegenüber sass.

„Es tut mir leid", murmelte Orion seine Stimme leise und gedämpft.

„Orion hör mir zu. Bitte."

Orions blaue Augen tauchten zwischen seinen Fingern auf und er sah Scorpius wiederstrebend und beschämt an.

„Du bist ein guter Bruder. Wir sind einfach nicht…traditionelle Geschwister", sagte Scorpius. „Du kannst nicht hier bei mir bleiben oder mich auf einen Drink einlade damit ich mich besser fühle, aber weisst du was mich in all dem besser fühlen lässt?"

„Du wirst etwas kitschiges sagen", sagte Orion. „Etwas wie das du froh bist das ich mich in Hogwarts um die Kinder kümmern kann oder sowas."

Scorpius grinste ihn an. Das war genau was er geplant hatte zu sagen.

„Nun ja", sagte Scorpius.

„Du und Albus seid so vorhersehbar", sagte Orion kopfschüttelnd. „Seid immer nett. Immer so unterstützend das ihr niemand anderen braucht."

„Das ist nicht wahr", korrigierte Scorpius. „Ich brauche jetzt sicher meine Familie und ich bin sehr froh das sie hier sind – dich eingeschlossen. Ich musste mich nicht um Charlie, Sam oder Will sorgen weil Harry, Ginny und Dad nach ihnen gesehen haben und ich habe mich auch nicht sehr um Avery oder Adam gesorgt weil ich weiss das du auf sie aufpasst."

„Adam mag mich nicht wirklich", erinnerte Orion ihn. „Aber er hat diese Woche mehr mit mir gesprochen. Er hat um meine Hilfe in Verwandlungen gebeten."

„Adam weiss nicht wie er mit dir umgehen soll weil du genau so klug bist wie er aber du besser mit Menschen umgehen kannst", sagte Scorpius ehrlich. „Wenn er dich nicht mögen würde hätte er dich nicht um Hilfe gebeten."

Orion dachte einen Augenblick darüber nach und nickte dann zufrieden mit Scorpius' Erklärung.

„Ich brauche dich Orion", sagte Scorpius. „Und wir werden Frankenstein während der Weihnachtsferien lesen. Ich verspreche es."

„Kissenburg in der Bibliothek?" fragte Orion und hob den Einsatz. Scorpius musste zustimmen.

„Natürlich."

„Du solltest Lexi sehen gehen", sagte Orion. „Es tut mir leid das ich die abgelenkt habe. Es tut mir leid bin ich…weiss nicht was."

„Es braucht dir nicht leid zu tun mir zu sagen wenn etwas falsch ist", sagte Scorpius als er aufstand sehr bewusst das er sich mehr wie ein Vater als wie ein Bruder anhörte. Um es auszugleichen beugte er sich über Orion und blickte auf das Pergament vor ihm. Es war eine Aufgabe für seinen Zaubertrankunterricht.

„Du hast Nummer vierzehn falsch", sagte er und wuschelte zur Sicherheit durch die Haare seines Bruders als Orion das Pergament beleidigt packte. Scorpius hob seinen Tee grinsend hoch und ging zur Tür wo Draco wartete.

„Alles in Ordnung?" fragte Draco.

„Ja", versicherte Scorpius ihm. „Wir haben es hinbekommen. Ich bin auf dem Weg zu Lexi – du solltest mit mir kommen."

„Ich wollte Orion nachhause bringen und zurückkommen."

„Mach dir keine Mühe", sagte Scorpius. „Er wird eine Weile beschäftigt sein. Ich habe ihn auf eine Zaubertrankaufgabe hingewiesen die er falsch hat."

Draco sah schockiert aus folgte Scorpius aus der Tür und ging zur Treppe.

„Zaubertränke? Orion ist ausgezeichnet in Zaubertränken. Er hat nie etwas falsch."

„Oh ich weiss und es wird eine halbe Stunde dauern bis er merkt das er diese Aufgabe überhaupt nicht falsch hatte."

„Scorpius du weisst wie er ist", schimpfte Draco obwohl er keine Anstalten machen umzukehren und die Taten seines ältesten Sohns zu verbessern. „Ich hätte ihm das nie angetan."

Scorpius grinste und schlürfte seinen Tee. „Genau."

Für mehrere Tage glitt Albus immer in und aus Bewusstsein während Lexi rastloser wurde. Scorpius hatte in dieser Woche mehr vom Innern des Krankenhauses gesehen als er es je gewollt hätte. Zweimal erlaubte er es Ginny ihn überreden zu lassen für die Nacht nachhause zu gehen und er verbachte diese Stunden damit obsessiv nach Sam, Will und Charlie zu sehen während sie schliefen und durch das Haus zu gehen welches ohne Albus grösser und leerer schien. Er hatte sich daran gewöhnt nicht alle Kinder zur selben Zeit da zu haben aber Albus' Anwesenheit während der Nacht war beinahe konstant gewesen. Er schlief nur ein paar Stunden auf einmal unten auf der Couch und selbst dann war es unruhig und voller Sorge und er war früh ins St. Mungos zurück gekehrt um mit Lexi zu Frühstücken und bei Albus zu sein wenn er aufwachte.

Lexi heilte doppelt so schnell wie Albus. Ihre Stimme war beinahe wieder normal und sie schlief weniger und wurde gereizt ab ihrer Einsperrung. Sam, Will und Charlie wechselten sich ab mit ihr Spiele zu spielen und zu zeichnen und wenn Avery und Adam zu Besuch kamen arbeiteten sie an Hausaufgaben damit sie nicht zurückfiel.

Albus auf der anderen Seite schlief oft und war für kurze Zeiten wach und alarmiert. Jedes mal wenn er aufwachte schien er mehr und mehr sprechen zu können was eine Erleichterung war. Nun war er wenigsten in der Lage ihnen zu sagen wenn er mehr Wasser brauchte oder hungrig war aber er schien immer wiederwillig zu sein wieder einzuschlafen. Er hatte Scorpius gesagt das seine Albträume verwirrende und angsteinflössende Bruchstücke waren – übertriebe Clips von Dingen die er gesehen und getan hatte und Ereignissen von denen er Angst hatte das sie einmal geschehen würden und Scorpius versuchte hart dass er mit Gedanken an fröhlichere Dinge einschlief.

Tag für Tag rannte Scorpius zwischen ihren Zimmern her versuchte hart Albus zu erwischen während er wach war ohne das er Lexi zu lange verliess.

Ein einem Nachmittag schleppte er sich in Richtung von Albus' Zimmer während Charlie mit Lexi schlief und Sam und Will Bilder von Eulen, Mondkälbern und Drachen für Albus malte obwohl sein Nachttisch bereits voll damit war.

Als er die Tür auf schulterte war er überrascht das Albus sass, mit zitternder Hand ein Glas Wasser hielt und mit seiner Mutter sprach. Als er Scorpius sah grinste er. Es war ein echtes ehrliches Lächeln – nicht eines dieser erzwungenen das versuchte Scorpius und ihre Familie davon zu überzeugen das er in Ordnung war und sicherlich nicht das unbewegte und gequälte das er bei den Kindern benutzte.

„Scorpius", keuchte er. Er streckte seine Hand aus und Scorpius glitt schnell zwischen Ginny und die Bettkante um sie zu nehmen. Scorpius setzte sich neben Albus' Knie, vorsichtig ihn nicht zu stören und nahm seine Hand fest in seine eigene. Ginny lächelte sie an, bedeckte ihren Mund als würde sie über etwas lachen und versuchte nicht fortzufahren.

„Was?" fragte Scorpius.

„Mum hat mir eine interessante Geschichte erzählt", sagte Albus.

„Worüber?"

„Deine eifersüchtige Ader."

Scorpius fühlte wie seine Ohren pink wurden. Er schmollte Ginny an welche weiterhin sinnlos ihr Grinsen verdeckte. Es war ersichtlich das sie versuchte nicht zu lachen. Albus biss sich auf die Unterlippe um das Gelächter zurück zu halten und versagte. Nicht nur waren seine Lippen rissig und trocken genug um anzufangen zu bluten, lachen führte zu einem Hustenanfall der mehr als eine Minute dauerte und sich schrecklich schmerzhaft anhörte.

„Siehst du das hast du davon mich auszulachen", sagte Scorpius obwohl er sehr gut wusste das er dasselbe getan hätte.

„Sag schon", sagte Albus als er sich beruhigte und lehnte sich in die Kissen zurück und einige grosse Schlucke Wasser nahm um seine Kehle zu beruhigen.

Scorpius seufzte und sah zur Decke auf und verwünschte Ginny insgeheim das sie es ihm gesagt hatte.

„Ich wollte nicht einfach jemanden meinem bewusstlosem Mann ein Schwammbad geben lassen", sagte Scorpius. „Kannst du dir die Schlagzeilen des Tagespropheten vorstellen wenn jemand ein Foto von dem Tattoo auf deiner Schulter gemacht hätte?"

„Oh Merlin", lachte Ginny. „´Böser Malfoy zeichnet Potter Mann als sein Eigentum´", spekulierte sie.

„´Die verdrehte Malfoy-Potter Ehe´", fügte Albus hinzu. „Vielleicht hätten sie es als eine Art neues dunkles Mal bezeichnet."

„Ja, das war sicher deine Absicht", sagte Ginny vorwurfsvoll zu Scorpius. „Gespött zu umgehen. Es hatte nichts damit zu tun das du nicht wolltest das diese hübsche blonde Krankenschwester sein Krankenhemd entfernt."

Scorpius fühlte wie sein Nacken warm wurde als er einen sauberen Lappen von Albus' Nachttisch nahm und das Blut von der Lippe seines Mannes wischte. Ginny hatte recht – Scorpius war eifersüchtig gewesen.

„Nun ich habe eine Schwäche für Blondinen", sagte Albus. Scorpius sah ihn böse an. „Also bist du es wieso ich nicht so schlecht rieche wie ich mich fühle?"

„Vielleicht", sagte Scorpius. Albus fuhr über seinen Kiefer.

„Hast du mich auch rasiert?"

„Vielleicht", wiederholte Scorpius.

„Du hast einen Fleck vergessen."

Scorpius runzelte die Stirn. „Du bist schrecklich nervig wenn du krank bist."

„Wenn ich so nervig bin dann will ich vielleicht das du hübsche blonde Krankenschwester mir mein nächstes Schwammbad gibt."

Scorpius starrte ihn an und Albus grinste ihn seine gespaltene Lippe vernachlässigend an. Zum ersten Mal seit Scorpius ihn auf dem Boden gefunden hatte hörte er sich nicht furchtbar schmerzerfüllt an. Seine Augen waren klar und er klang signifikant besser als vorher.

„Dir scheint es besser zu gehen", sagte Scorpius und stellte das Sticheln zur Seite.

„Ich fühle mich besser. Viel besser."

„Sein Fieber ist runter", fügte Ginny hinzu. „Dania ist vor ein paar Minuten vorbeigekommen – sie sagte es ist beinahe weg."

„Gut", sagte Scorpius. „Es ist Dienstag. Du bist seit mehr als einer Woche hier. Lexi wird bald nachhause gehen können."

„Ich habe mein Zeitgefühl verloren." Albus' Stimme war düster und Scorpius verstand das Gefühl der Desorientierung das vom krank sein kam. Ginny legte vorsichtig und beruhigend eine Hand auf seinen Arm. Scorpius konnte sich kaum daran erinnern als Kind krank gewesen zu sein und das seine Mutter sich um ihn gekümmert hatte aber die Erinnerungen die er hatte fühlten sich warm und sicher an. Er war froh das Ginny hier war für Albus – er war sicher das es nichts wie Mutterliebe gab wenn man krank war obwohl er sich selbst nicht daran erinnern konnte.

„Wo ist Harry?" fragte Scorpius.

„Er ist mit Charlie in Deutschland. Sie helfen dem Ministerium das Ressort zu sichern in dem Albus krank geworden ist. Sie versuchen die Pocken zu stoppen bevor sie sich verbreiten", erklärte Ginny. „Er hat das sehr persönlich genommen."

„Natürlich hat er das", stöhnte Albus. Scorpius konnte sehen wie sich seine Augenlider bereits schlossen. Er nahm das Glas Wasser aus Sicherheitsgründen. Obwohl die Farbe in sein Gesicht zurück gekehrt war, war es Albus' Kraft nicht und Scorpius wusste je länger er in diesem Bett war desto schwächer wäre er wenn er rauskam.

„Er wusste das es das ist was du willst das er es tut", sagte Ginny. Albus nickte bestätigend als sich die Tür öffnete.

„Merlin Al. Du siehst schlimmer aus als Drachenkotze", sagte Lily und kam gefolgt von Draco herein. Orion glitt leise hinter ihm hinein und blieb nahe am Fussende des Bett des nun gefüllten Zimmers. Scorpius schlang einen Arm und Orions Schultern und grinste seine Schwägerin an als sie ihre teuer aussehende Tasche unter das leere Feldbett warf und ihre Mutter umarmte.

„Danke", sagte Albus und verdrehte die Augen. Lilys Persönlichkeit drohte manchmal ganze Räume einzunehmen aber Scorpius war es egal. Sie sahen dieser Tage so wenig von ihr da sie als Geschäftsberaterin von Zauberer Läden um die Welt reiste. Sie war vor mehr als einem Jahrzehnt für die Globalisierung von Madame Malkins verantwortlich gewesen und hatte seither nicht aufgehört.

„Es tut mir leid das ich nicht früher gekommen bin", sagte sie, beugte sich über Albus und küsste seine Stirn. Er drückte ihren Arm leicht bevor er Scorpius' Hand wieder nahm und sie fest hielt. „Ich war in Hong Kong. Ich habe die Nachricht zuerst verpasst und als ich Kontakt mit Mum hatte warst du bereits stabil. Ich habe die Dinge abgeschlossen damit ich endlich etwas Zeit in meinem Zuhause verbringen kann."

„Es ist in Ordnung", sagte Albus. „Wirklich. Ich hätte es nicht einmal bemerkt wenn du hier gewesen wärst."

„So schlimm huh?"

Albus versuchte ihr die letzten Tage zu erklären aber zwischen seiner Verwirrung mit der Zeitlinie und Pausen um zu husten mussten Ginny und Draco übernehmen. Scorpius hörte still zu und fuhr mit dem Daumen über Albus' Handrücken. Draco erklärte wie es Lexi ging und Scorpius sah wie Albus' Augen anfingen sich zu schliessen. Er sah seinem Mann in die Augen und schenkte ihm das wärmste Lächeln das er konnte hoffte das Albus nicht eine weitere Runde schlechter Träume bevorstand und unterdrückte ein Gähnen als Albus' Kopf schwer in das Kissen zurück fiel.

„Lexi sollte bald draussen sein", sagte Draco. „Dania sagte das Albus wahrscheinlich ein paar Tage länger bleiben muss."

„Gut", sagte Orion. „Sie wird viel Zeit haben ihre verpasste Arbeit aufzuholen."

Das Gähnen das Scorpius unterdrückte kam endlich durch und er schüttelte den Kopf um ihn zu klären. Er musste wach bleiben. Sobald er sicher war das Albus gut schlief musste er zurück in Lexis Zimmer und ihr mit ihrer Verwandlungsaufgabe helfen…

„Scorpius bist du in Ordnung?" fragte Lily.

Scorpius lächelte sie gezwungen an und nickte als er zur Bettkante rutschte um aufzustehen. Sobald seine Turnschuhe den Boden berührte schienen sie die sterilen Fliesen darunter zu bewegen, brachten ihn aus dem Geleichgewicht und verwandelten seine Beine in Gummi. Seine Knie gaben nach und er packte die untere Halterung des Betts.

„Pass auf", sagte Orion, fing Scorpius um die Taille und stabilisierte ihn.

„Entschuldige", sagte Scorpius und schüttelte seinen Kopf erneut.

„Hast du überhaupt geschlafen?" fragte Ginny und stand von ihrem Platz auf. Die Aufregung war genug um Albus aus seinem leichten Schlaf zu wecken und er sah besorgt zu Scorpius der von Orion gestützt wurde und kämpfte sich in eine sitzende Position zurück.

„Ich habe letzte Nacht etwas geschlafen", sagte Scorpius runzelte einen Moment später aber die Stirn. War es letzte Nacht gewesen? Oder war es gestern Nachmittag gewesen? Er konnte sich nicht erinnern – es fing an sich alles zu vermischen Tage wurde zu Nächten.

„Scorpius geh Nachhause," sagte Albus. „Dania sagte Lexi geht es gut und ich bin in Ordnung."

„Ich muss Lexi mit ihrer Verwandlungsarbeit helfen", protestierte Scorpius.

„Ich werde Lexi mit ihrer Verwandlung helfen", sagte Lily ihre Stimme so fest und unnachgiebig wie die ihrer Eltern. „Ich bin etwas eingerostet aber wir kriegen das hin."

Scorpius beruhigte sich und Orion zog seine Hand vorsichtig weg. So sehr wie Scorpius Lilys Fähigkeiten als Hexe respektierte hatte sie gerade eine lange Reise hinter sich und sah erschöpft aus (nun so erschöpft wie Lily aussehen konnte ohne das ihr die Haare abstanden). Lexi hatte genug durchgemacht ohne das ihre Schulbücher ausversehen in Mäuse verwandelt wurden. Scorpius sah wie Draco ihn besorgte ansah als er einige male blinzelte um seinen Blick zu klären.

„Eigentlich…Orion du bist der beste in deiner Klasse in Verwandlungen. Glaubst du, du könntest ihr helfen?" fragte Scorpius. Orions Augen leuchteten und Scorpius konnte sehen wie die Winkel seines Mundes beim Versuch ein Lächeln zu unterdrücken zuckten. „Du bist mit dem Material sowieso vertrauter."

„Natürlich", sagte Orion.

Scorpius lächelte in schläfrig an und die Erleichterung das er wusste das er etwas getan hatte um Orion glücklich zu machen und Lexi zu helfen liess ihn sich wackelig fühlen. Sein Knie gab nach und obwohl er sich nicht bewegte verlor er das Gleichgewicht und griff nach der Bettkante. Albus setzte sich auf, zuckte bei der Bewegung zusammen aber griff dennoch nach Scorpius. Scorpius schüttelte den Kopf und winkte ihn ab um zu sagen das es nichts war.

„Du musst dich ausruhen Scorpius", sagte Draco trat umgehend näher zu Scorpius und schlang seinen Arm für Stabilität um Scorpius' Taille.

„Ich will nicht nachhause gehen", sagte Scorpius. Er wollte trotzig klingen aber seine Stimme kam hauchend und müde heraus. Das letzte an das er sich erinnerte bevor Draco ihn zum extra Bett zog war Albus der erklärte das er ohnmächtig werden würde. Da er recht hatte bekam Scorpius nie die Chance um zu Protestieren.