Scorpius erwachte langsam zog sich aus einem tiefen Schlaf der drohte ihn wieder zu übermannen. Als er zu Bewusstsein kam fühlten sich seine Augen schwer an und er schlug sich selbst versuchte wach zu bleiben und herauszufinden was ihn überhaupt gestört hatte. Albus war auf der anderen Seite des Raums – zu weit weg um ihn zu berühren und nachzusehen bemerkte er mit Verachtung – und er schien zu schlafen. Dania ging herum und flüsterte mit jemandem.

Scorpius griff nach seiner Brille aber jemandes Hand fiel auf seine als er sich zum Nachttisch beugte.

„Es ist gut", sagte Dania. „Wenn du keinen von ihnen alleine lassen willst ist das wenigste was ich tun kann sie für ein paar Stunden an den selben Ort bringen."

Scorpius erkannte den Flecken wilden schwarzen Haares als Lexi als sie neben ihm aufs Bett kletterte. Sie wurde scharf als sie näher kam und Scorpius bemerkte das sie beinahe wie sie selbst aussah ausser den Verbänden die die heilenden Ausschläge auf ihrem Arm und Schenkel bedeckten.

„Grandma Dania sagte das du beinahe ohnmächtig wurdest weil du nicht geschlafen hast", erklärte Lexi.

„Ich…" Er sah Danias warnenden Blick (offensichtlich auch ohne seine Brille) und schluckte hart. Lügen wäre nutzlos. „Stimmt. Ich wurde zu müde. Du solltest das nicht tun. Tu was ich sage nicht was ich tue."

„Blöd", sagte Lexi. Sie schmiegte sich an seine Seite und legte ihren Kopf gegen Scorpius' Brust wie sie es getan hatte als sie sehr klein gewesen war. Scorpius schlang automatisch seine Arme um sie strich ihr Haar zurück um sie auf den Kopf zu küssen. Wer wusste, wann ihr nächster Anfall von mürrischer Teenager-Attitüde wieder zuschlagen würde? Er musste diese Augenblicke geniessen während er es konnte.

„Dachte du wärst zu alt um von deinen Eltern geknuddelt zu werden", sagte Scorpius.

„Sag es niemandem", sagte Lexi ihre Stimme schläfrig und schwer. Scorpius gluckste und innert Sekunde entspannte sie sich an seiner Seite und ihre Atmung – nun glücklicherweise beinahe normal – verlangsamte sich.

Scorpius sah zu Dania auf. Sie stand mit verschränkten Armen und einem leichten Lächeln auf dem Gesicht in der Nähe.

„Danke", flüsterte er ihr zu. Sie nickte und steckte die dünne Krankenhausdecke um ihn und Lexi fest als Scorpius erneut dem Schlaf erlag.

Als Albus aufwachte war sein Blick verschwommen und sein Bein schmerzte wie die letzten Tage. Es juckte ihn aufzustehen und herumzugehen wusste aber das er das ohne Hilfe nicht konnte. Er wusste das es Stunden später war nachdem er eingeschlafen war nachdem Scorpius sicher auf dem Feldbett abgelegt worden war. Als das Bild wie Scorpius sich zu Unterstützung an Draco lehnte zurück kam fühlte Albus wie sein Herz vor Sorge einen Schlag aussetzte.

Er hätte sich nicht sorgen brauchen. Albus sah durch den Raum und sah das Scorpius auf dem Feldbett schlief. Er war überrascht und erleichtert Lexi an seiner Seite zwischen Scorpius und er Wand mit dem Blick zu ihm zu sehen. Ihr Kopf lehnte an Scorpius' Brust und ihre wilden Haare waren über seine Schulter und seinen Bizeps verteilt während sie mit ihren kleinen Armen um Scorpius' Mitte schlief. Die Verbände die den Pocken Ausschlag auf ihrem Arm bedeckten waren entfernt worden und Albus konnte sehen das die Haut viel schneller heilte als seine eigene.

Albus drehte sich zu ihnen, versuchte sein schmerzendes Bein und protestierenden Muskeln zu ignorieren. Er war froh das sie schnell heilte – Albus war nie gut darin gewesen die Kinder verstört oder in Schmerzen zu sehen aber er hatte es immer geschafft sich zusammenzureissen um zu helfen. Nicht in der Lage zu sein ihr zu helfen und sie nicht zu sehen war Folter gewesen aber wenn es ihr gut genug ging von der Kinderabteilung in sein Zimmer gebracht zu werden dann musste das ein gutes Zeichen sein oder?

Albus sah zu wie Lexi schlief, legte sich auf trotz der Schmerzen die es in seiner Hüfte und seinem Bein verursachte auf die Seite – die Art Schmerz die ihm Flashbacks gaben als er siebzehn war und sich stützend an Scorpius lehnte während sie die Gänge von Hogwarts rauf und runter gingen. Es schien jetzt wie ein anderes Leben – diese Wochen vor ihrem Abschluss waren in Albus' Erinnerungen verschwommen und entstellt. Er dachte nicht viel darüber nach aber jetzt als er das schlafende Profil seines Mannes nach seiner höllischen Woche betrachtete liess er sich in die Erinnerungen sinken.

Es war nicht so quälend wie er erwartete. Stattdessen erinnerte sich Albus das er mitten in der Nacht aufwachte und Scorpius ähnlich hielt wie Scorpius jetzt Lexi hielt – mit einem Arm um ihre Schultern und einer Hand die ihren Hinterkopf liebkoste. Er erinnerte sich daran das Scorpius ihm Abendessen in den Schlafsaal gebracht hatte wenn er sich nicht vorstellen konnte in die grosse Halle zu gehen und lange Nächte die sie auf den Teppichen im Slytherin Gemeinschaftsraum verbrachten während sie die Seiten aneinander gepresst und die Finger zum Trost verschlungen lernten. Er hatte damals geglaubt das es unmöglich war ihn noch mehr zu lieben als er es bereits tat.

Wenn er damals nur gewusst hätte was er jetzt wusste. Er hatte Scorpius so sehr vermisst bevor er von Kanada nachhause kam und Albus merkte das er ihn länger als das vermisst hatte. Selbst wenn sie derzeit zusammen waren, waren sie durch übertriebenes Arbeiten, Erschöpfung, Familien Verpflichtungen und die Hingabe zu ihren Kindern getrennt.

Ein spektakulär lautes Schnarchen kam aus der Ecke des Zimmers und Albus sprang beinahe aus der Haut. Harry sass fest schlafen mit dem Kopf gegen die Wand gelehnt in einem Stuhl für Besucher. Er trug noch immer seinen Reisemantel – ein klares Zeichen das er gerade aus Deutschland zurück war. Er muss direkt ins Krankenhaus gekommen sein und alle schlafend vorgefunden haben.

Das Geräusch weckte Scorpius aber Lexi nicht. Albus sah wie sich Scorpius blinzelnd und desorientiert umsah bis er den Ursprung des Geräuschs ausmachte. Harry schnarchte leise weiter aber Albus konnte es ausblocken – mit den schrecklichen Schlafgewohnheiten und James' Unfähigkeit ruhig zu bleiben aufzuwachsen hatten ihm beigebracht sich zu fokussieren und tief zu schlafen.

Scorpius' Blick landete auf Albus als Lexi gestört durch seine Bewegung ihren Griff um die Taille ihres Dads verfestigte und etwas unverständliches in sein Hemd murmelte. Albus sah wie sich Scorpius' blasse Hand durch ihr Haar bewegte, sie zurück in den Schlaf lullte und er grinste. Er liebte es Scorpius mit den Kindern zu beobachten und obwohl Scorpius' Sturheit in verwahrloster aussehen liess als Albus ihn seit langem gesehen hatte fühlte er eine steigende Zuneigung für seinen Mann.

Was immer Scorpius dachte er schien Albus' Gefühl zuzustimmen. Er lächelte Albus warm an – es war ein Lächeln das klar sagte ich liebe dich ohne ein Geräusch zu machen von welchem Albus hoffte das er es angemessen erwiderte. Scorpius schien zu kämpfen um wach zu bleiben aber seine Augenlieder sahen bereits wieder schwer aus. Albus betrachtete sie dachte an all die Dinge die er mit seiner Familie tun wollte als Scorpius sich seiner Erschöpfung wieder hin gab. Er schlang seine langen Arme fester um Lexi welche in ihrem Schlaf zufrieden lächelte.

„Das nervt", protestierte Albus und packte die Gitterstäbe des Bettes so fest das seine Knöchel weiss wurden.

„Du könntest mich deinen Stock holen lassen", sagte Scorpius der etwas entfernt stand. Albus konnte seinen zitternden ausgestreckten Hände sehen bereit zu helfen falls nötig.

Nein", sagte Albus. Er wusste nicht einmal wo der Stock war. Er hatte ihn seit mehr als einen Jahrzehnt nicht angefasst und hatte keine Absichten diese Strähne jetzt zu unterbrechen. Ausserdem hatte keines der Kinder ihn ausser auf ein paar alten Fotos (solche die Albus lieber zerstört hätte) gesehen und obwohl er nie darüber gelogen hatte, hatte er ihrem Glauben das sein manchmal schmerzendes Bein von einem Hogwarts Quidditch Unfall stammte nie widersprochen. Zudem wollte er sein Bild als harter Typ aufrechterhalten.

„Dann las mich helfen", sagte Scorpius geduldig wie immer. Albus sah über seine Schulter zu ihm. Nachdem er zwölf Stunden mit Lexi sicher an seiner Seite durchgeschlafen hatte sah Scorpius um Welten besser aus. Er hatte wieder Farbe im Gesicht und seine Augen waren hell und alarmiert als er wartete das Albus seine Hilfe zuliess.

„Oh in Ordnung", stöhnte Albus.

Scorpius war augenblicklich neben ihm. Sein Arm um Albus' Taille geschlungen bot Unterstützung und Stabilität an die sich Albus gerne lehnte. Er liess die Gitterstäbe los und Scorpius führte ihn langsam und vorsichtig zur Tür. Es war ein langer Weg den Gang hoch und zum Kinderflügel aber wenn sie in dieser Geschwindigkeit gingen würde Albus es sicher schaffen.

„Merlin ich bin erschöpft", murmelte Albus nach einigen Minuten voller langsamer qualvollen Bewegungen den Gang hinunter. Es waren Zeiten wie diese wenn Albus seinen Kopf an Scorpius' Schulter legen konnte während sie gingen in denen er ehrlich dankbar war das er kleiner als sein Mann war.

„Ich weiss", sagte Scorpius mitfühlend. „Es braucht viel Energie bis es einem besser geht und du warst…du warst wirklich krank Albus."

Albus sah zu Scorpius auf. Sein Kiefer war angespannt als er mit unfokussierten Augen gerade aus starrte. Während sie gingen gaben ihnen mehrere Mitglieder der St. Mungos Angestellten grossen Platz und Albus war nicht sicher ob es war weil er so krank aussah oder ob es war weil sie so leicht zu erkennen waren.

„Geht es dir gut?" fragte Albus. „Ich meine so gut wie es dir in dieser Situation gehen kann?"

„Ich bin in Ordnung", sagte Scorpius ohne Albus in die Augen zu sehen – ein klares Zeichen das er log.

„Bist du nicht", sagte Albus als sie Lexis Zimmer erreichten. „Aber wir werden darüber sprechen wenn ich nachhause komme."

Scorpius küsste Albus dankbar auf die Schläfe.

Als sei Lexis Zimmer erreichten fühlte Albus wie er sich beim Anblick seiner Tochter entspannte. Lexi sass ihn ihren eigenen Hosen und T-Shirt statt dem hässlichen Krankhausschlafanzug auf der Kante ihres Bettes und wurde von Dania untersucht. Ihre Haare waren aus ihrem Gesicht gewischt und die Verbände die die Beweise für die Pocken abdeckten waren weg und zeigten neue aber heilende Haut. Sie entdeckte ihn und atmete erleichtert aus.

„Hey Papa", sagte Lexi.

„Du siehst aus als wärst du bereit auszubrechen", witzelte Albus als sie hinunterglitt und auf ihn zu kam. Er lehnte sich fürs Gleichgewicht gegen das Feldbett als sie ihn um die Mitte umarmte und ihr Gesicht an seiner Brust vergrub.

„So fühlt es sich an", gab sie zu. Albus hielt sie mit einem Arm fest und versuchte das Gefühl das sein Bein unter ihm nachgeben würde zu ignorieren. Das letzte was er wollte war seiner Tochter Sorgen zu bereiten wenn sie auf ihrem Weg nachhause war.

„Wie viel länger wirst du hier sein?" fragte Lexi. Sie griff hoch und legte ihre Hand gegen seine Stirn und der Anblick erwürgte ihn beinahe. Albus erinnerte sich daran das er sich auf Fieber untersucht hatte wenn sie als Kind krank wurde und nun versuchte sie auf ihn aufzupassen. Es schien erst gestern gewesen zu sein als sie sie nachhause brachten – aber das konnte er wiederrum über alle Kinder sagen.

Lexis Mund verzog sich zu einem Schmollen. „Du hast Fieber."

„Ich werde noch ein paar Tage hier sein", sagte Albus. „Aber das ist gut. Das bedeutet du kannst deinen Dad ganz für dich allein haben. Er kann sich ein paar Tage um dich kümmern bevor du zurück nach Hogwarts gehst."

Lexi sah hinüber zu Scorpius.

„Ich dachte du würdest hier bei Papa bleiben", sagte Lexi. Sie sah zu Dania welche merklich still blieb als sie Lexis Schulbücher in eine Tasche packte. „Ich dachte ich würde bei unseren Grosseltern bleiben - „

„Nein", unterbrach Albus sie. „Du musst nachhause gehen Liebes. Schlaf in deinem eigenen Bett und dein Dad auch."

Scorpius sah furchtbar zerrissen aus als er zwischen Albus und Lexi hin und her sah. Sie hatten während dem Frühstück (kalte Eier und festgekochter Speck – Albus konnte es nicht erwarten zurück in seine Küche zu kommen) für ganze zehn Minuten darüber diskutiert. Albus sah seinen Mann streng an und Scorpius nickte.

„Ich bringe dich nachhause", sagte Scorpius ihr.

Lexis strahlendes Grinsen sagte ihm das sie die richtige Entscheidung getroffen hatten. Dennoch freute er sich nicht darauf ohne jemanden von ihnen in St. Mungos festzusitzen. Er hielt den Mund als Dania Tränke in Lexis Tasche packte und ihre Haut nochmal ansah bevor sie sie nachhause schickte. Albus bemerkte das der Fleck an ihrem Arm spektakulär verheilt war aber derjenige an ihrem Schenkel war noch immer verbunden. Dania zog die Ecke davon zurück und Albus konnte die raue unebene Haut darunter sehen und wusste das es eine Narbe geben würde obwohl nicht so eine schlimme wie an seiner eigenen Seite.

„Ein paar Tage und du kannst den Verband entfernen", versicherte Dania ihr.

„Ich muss mir nur eine bessere Geschichte für die Narbe ausdenken", sagte Lexi. „Etwas besseres als Drachenpocken. Vielleicht eine Chimäre?"

Albus schüttelte den Kopf. „Salamander Feuer würde eine ähnlichere Narbe hinterlassen."

„Ermutige sie nicht", schimpfte Scorpius. Albus konnte sehen wie seine Mundwinkel zu einem Lächeln zuckten. Lexi schlang ihre Arme um Albus' Taille und legte ihren Kopf gegen seine Schulter.

„Du wirst bald nachhause kommen oder?"

Dania antwortete für ihn. „Sobald sein Fieber für zwei ganze Tage unten bleibt."

„Siehst du? Das kann nicht zu schwer sein", sagte Albus ihr. „Und bald ist Weihnachten. Weisst du was du willst?"

Lexi dachte einen Augenblick über seine Frage nach ihre kleine Hand drehte nervös den Rücken von Albus' Hemd zwischen ihren Fingern.

„Ich will nur alle für einen Tag zuhause", sagte Lexi. „Nur einen Tag."

Albus sah zu seinem Mann auf. Es war klar das er ähnliche Unterhaltungen mit den Kindern gehabt hatte und es ebenso verstörend fand.

„Das werden wir tun", sagte Albus. Er küsste ihren Kopf als Dania Scorpius Lexis Tasche reichte. „Ich verspreche es."

Diese Versicherung schien für Lexi zu reichen. Sie trat von ihm zurück und liess ihn sich kalt und allein fühlen.

„Ich kann später zurückkommen", sagte Scorpius. „Diesen Abend nachsehen."

Obwohl er nicht allein in St. Mungos sein wollte schüttelte Albus den Kopf.

„Bleib zuhause. Ruh dich aus. Ich werde sowieso schlafen."

Scorpius nickte schien aber nicht glücklich darüber zu sein. Zu Albus grosser Überraschung liess Lexi ihre Hand in Scorpius gleiten und hielt sie fest.

„Stimmt ruh dich etwas aus", sagte Scorpius. „Uns geht es gut. Ich werde nicht kochen. Ich verspreche es."

Albus lachte und Scorpius liess Lexi lange genug los um sich mit einem Kuss von Albus zu verabschieden.

„Machts gut", sagte Albus.

„Schlaf etwas." Scorpius liebkoste Albus' Schläfe für einen Augenblick bevor er mit dem grössten Wiederwillen losliess. Er schlang seinen Arm um Lexi welche erleichtert aussah zu entkommen und zusammen verliessen sie den Raum um nachhause zu gehen.

Ohne die Motivation für seine Tochter stärker auszusehen als er sich fühlte fiel Albus gegen das freie Bett. Dania liess schnell einen Stuhl zu ihm schweben und Albus fiel mit einem stöhnen darauf und packte seinen Oberschenkel.

„Ich wäre glücklich gewesen mich nie mehr damit herzumzuschlagen", murmelte Albus. Dania kniete sich neben ihn ihre Limetten grüne Heiler Robe verteilte sich auf dem sterilen Fliesenboden neben ihr.

„Es ist vorübergehend", sagte Dania. „Du weisst das. Es nur weil du seit zwei Wochen hier festsitzt. Du bist daran gewöhnt viel aktiver zu sein."

„Ich vermisse meine Kinder", gab Albus mit mehr Ehrlichkeit zu als er es bei Scorpius konnte. Er war sich bewusst das er sich mehr wie ein schmollendes Kind anhörte als ein sechsfacher Vater aber er fühlte sich mehr wie ein Kind das zu etwas gezwungen wurde was es einfach nicht mochte. Er hatte das Krankenhaus und sein schlechtes Essen und kratzigen Kleider satt. Er war es müde weg von seinem Zuhause und seinen Tieren zu sein und obwohl er wusste das seine Kinder und Tiere in guten Händen waren fühlte er sich unzulänglich nicht da zu sein um seine Familie zu beschützen und sich um sie zu kümmern. Er war letztens kein sehr guter Vater oder Mann gewesen und hier eingesperrt zu sein gab ihm nicht die Möglichkeit es zu beheben.

Dania seufzte und setzte sich auf ihre Fersen. Albus rieb sich verärgert das Gesicht.

„Du wirst bald nachhause gehen können", versicherte sie ihm. „Aber nicht wenn wir dieses Fieber nicht runterkriegen. Also wie wäre es wenn wir zurück auf dein Zimmer gehen und dir einen Fiebertrank und etwas Schmerztrank für das Bein geben?"

„Kein Schmerztrank", sagte Albus kopfschüttelnd.

„Al es bedeutet nicht das du schwach bist wenn du es brauchst."

„Das ist es nicht", sagte Albus. Er hätte es geliebt keine Schmerzen mehr zu haben aber die kleine Chance das er Probleme hätte von ihnen weg zu kommen war ein zu hohes Risiko. Er erinnerte sich wie schwer es mit achtzehn gewesen war und konnte es sich jetzt wo er älter war nicht vorstellen. „Einfach…keine Schmerzstiller okay?"

Dania hatte immer einen Instinkt gehabt wenn Leute nicht über Dinge sprechen wollten und Albus war dankbar als sie einfach nickte seine Ablehnung verstand und akzeptierte. Sie stand langsam auf – Dania fing endlich an ihr Alter zu zeigen – und streckte ihre Hand aus um Albus aufzuhelfen aber er konnte sich nicht dazu bringen sie zu nehmen.

„Glaubst du, du könntest vielleicht…einen Rollstuhl holen?" Albus verzog beim Gedanken das Gesicht.

Dania sah ihn mitfühlend an und glättete Albus' Haar (er verzog wieder das Gesicht und wusste das er sie dringend waschen musste).

„Sicher", sagte sie. „Und keine Sorge ich werde es niemandem sagen."

Albus glaubt ihr vollständig und als sie ging fragte er sich ob seine Töchter Grandma Dania liebten weil sie grossartige Ratschläge gab und Geheimnisse für sich behielt und plötzlich vergass er seinen Schmerz über die Sorge was diese Geheimnisse sein könnten.

Scorpius war mehr als glücklich Lexi zu unterstützen als sie aus dem Kamin in ihr Wohnzimmer traten. Sie atmete tief durch – frei von zittern oder schmerz – und lächelte.

„Das ist besser", sagte sie.

„Ich stimme voll und ganz zu", sagte Scorpius und liess sie nur los um ihre Tasche auf den nahegelegenen Lehnstuhl zu legen. Lexi nutze die Gelegenheit um direkt auf das Hauptsofa im Raum zuzugehen und darauf zu fallen, sie vergrub ihr Gesicht in das weiche Kissen in der Ecke.

„Hast du Hunger?"

Lexi nickt als Ridgebit in den Raum trottete ihr Schwanz wedelte hin und her. Sie sprang auf die Couch und legte sich über Lexis Beine und legte ihren Kopf zwischen ihre Schulterblätter.

„Hi ´Bit´", sagte Lexi drehte sich um und griff herum um Ridgebits Seite zu tätscheln was ihr ein ruhiges Ablecken der Hand einbrachte von dem Scorpius dachte das es sehr zurückhaltend war für ihren sonst so energiegeladenen Hund war.

Das Haus fühlte sich ungewöhnlich trostlos an wie es das tat seit die ganze Totur angefangen hatte. Es näherte sich mitte Dezember und keine der Weihnachtsdekorationen war aufgehängt. Es gab keinen Baum. Das einzige Licht kam durch die Fenster gefiltert durch die schweren grauen Wolken die entweder mit kaltem Regen oder Schnee drohten – Scorpius konnte nicht sagen was. Durch das Küchenfenster konnte er in der Ferne die Scheune sehen. Giana die Magiezoologien im Ruhestand die Albus half wenn er es brauchte war offensichtlich am Morgen da gewesen um sich um die Tiere zu kümmern – die Laternen leuchteten und es gab frische Spuren von den Mondkälbern im Gras und wahrscheinlich dem heilenden Hippogreif den Albus vor Wochen gerettet hatte. Es fühlte sich wie ein Leben an und obwohl Scorpius für einige Stunden auf einmal zurückgewesen war fühlte er das er seit Monaten nicht wirklich zuhause gewesen war. Vielleicht war es das was beschäftigt sein und verrückte Zeitpläne zu balancieren einer Familie antaten.

Es wäre fürchterlich einfach sich auf seinen Lieblingssessel fallen zu lassen und sich unter der letzten Decke die Grandma Molly für sie gemacht hatte – nun abgetragen aber niemand brachte es übe sich sie wegzuwerfen – zusammenzurollen und sich auszuruhen bis das alles vorbei und seine ganze Familie sicher und gesund zuhause war. Er wollte die Welt ignorieren bis die Sonne wieder aufging, es Lexi gut ging, die Kinder von Harry und Ginny nachhause kamen und Albus zuhause war am Weihnachtsmorgen Frühstück machte, seine Lieblingsweihnachtlieder zusammen mit den Kindern falsch sang während Scorpius sie vom Türrahmen beobachtete sie still liebte bis sein Kaffee wirkte.

Aber Lexi brauchte ihn jetzt und das war wichtiger als alles andere. Sie rollte sich auf der Couch herum und Scorpius war erschrocken davon wie blass ihr Gesicht aussah. Es war klar das es ihr nicht gut gegangen war also entschied Scorpius genau das zu tun was Albus in dieser Situation getan hätte.

„Ich bin gleich zurück", versprach Scorpius als sie Ridgebit wieder auf Lexi setzte und ihr Gesellschaft leistete.

Er ging in die Küche und entzündende die Laternen und die Offenplatten mit einem Schlenker seines Zauberstabs. Er betete das Draco seinen wenigen kleinen Bitten nicht vergessen hatte und war erleichtert als er die Kühlschranktüre öffnete und einen grossen Behälter mit Harrys Hühnernudel Suppe, zwei Karton Eier, Milch und eine unerwartete überladene Box von Scorpius' Lieblingsbäckerei in London sah.

Er zog die Suppe hinaus und füllte einen Kochtopf. Er warf Brot in den Toaster und drehte den nahegelegenen Teekessel auf bevor er einen Stapel Papier mit einer Notiz darauf auf dem Tresen entdeckte. Er entdeckte James' Handschrift und überlegte sie ein Glas Whiskey einzuschenken bevor er sie öffnete merkte aber das er sich noch erbärmlicher dafür fühlen würde um 11.00 Uhr morgens zu trinken. Mit einem Seufzen öffnete er den Brief.

Lieblings Schwager

Das sind die nicht dringenden Akten dieser Woche. Während du weg warst haben wir eine Sendung der Kanadier erhalten (du hast da übrigens einen guten Job gemacht) so wie eine zweite Lieferung an Büchern und Aufzeichnungen aus Russland (dort habe ich einen guten Job gemacht). Das sind die Finalen verlangten Papiere die bestätigen das wir sie erhalten und aufgezeichnet haben und sie Frist gerecht zurückgeben werden. Die Berichte in den Akten sind bereits komplett und brauchen nur deine Überprüfung (obwohl ich sie bereits überprüft habe) und Unterschrift.

Ich halte das Team auf Trab also musst du dir im Büro um nichts Sorgen machen. Nur Drei Dinge zur Notiz –

Martha war eine Woche krank und Jimmy hat die Lücke geschlossen also denk daran das er Anerkennung dafür erhält. Alexander hat seine Hochzeit endlich für Mai geplant. Keine Sorge – ich habe uns bereits davon entschuldigt da es am Wochenende von Ainsleys Geburtstag ist. Wir müssen sicher stellen das es eine Party gibt oder so etwas und keiner von uns kann an diesem Freitag zur Arbeit gehen. Entschuldige. Und Sara hat gestern mitgeteilt das sie schwanger ist. Du weiss wie lange sie es versucht haben also müssen wir ihr einen Kuchen organisieren wenn du zurück kommst.

Alle schicken ihre guten Wünsche zu Albus und Lexi und möchten dich daran erinnern das im Moment alles hier in Ordnung ist und du dir die Zeit die du brauchst nehmen sollst.

Ich habe eine frische Flasche Cognac in den Schrank gestellt.

Wir sehen uns bald.

-Dein Lieblings Schwager

„Danke James", flüsterte Scorpius als der Teekessel anfing zu pfeifen. Scorpius vertraute James als Stellvertretender Leiter der Abteilung für internationalen akademischen Zusammenarbeit immer wenn er kurze Reisen machen musste oder nicht im Büro war aber das war das längste das er ohne einen ganzen Tag bei der Arbeit weg gewesen war – Scorpius war nur für ein einziges eiliges Treffen letzte Woche vorbeigegangen – und hatte James vertraut ihm alles dringende was Überprüfung oder Autorisierung brauchte brachte. Er war erneut dankbar für James als er merkte das die Dokumente die nicht Zeit empfindlich waren zur Seite gelegt worden waren damit er sich darum kümmern konnte wenn er nachhause kam.

Scorpius blickte in den Schrank und entdeckte eine vertraute Flasche seinen Lieblings Cadmus Cognac.

„Merlin segne dich James Potter", murmelte Scorpius sogar noch dankbarer dafür als für die perfekt organisierten Akten.

Mit Tee, Suppe, gebuttertem Toast und dem Stapel Akten unter dem Arm kehrte Scorpius in das Wohnzimmer zurück wo sich Lexi in die Decke von Grandma Molly gepackt hatte. Ihr Grinsen bei seiner Rückkehr erleichterte Scorpius schweres Herz merklich.

„Suppe?"

„Granpda Harrys Suppe", bestätigte Scorpius und stellte das Tablett auf den Tisch vor ihr. Sie nahm die Schüssel gierig und fing an zu essen als Scorpius sehr zu Ridgebit Bestürzung neben sie setzte.

Lexi rümpfte die Nase. „Ich mag Papas Lieber."

„Papa benutzt Harrys Rezept", erinnerte Scorpius sie.

„Papas ist trotzdem besser."

„Ja ist sie, aber sag das nicht Harry."

„Natürlich nicht", sagte Lexi mit einem Mund voll Toast. Scorpius wusste das sie hungrig sein musste wenn sie ihre Manieren vergas.

„Brauchst du sonst noch was?" fragte Scorpius und versuchte das Zimmer mehr wie zuhause anfühlen zu lassen indem er die Laternen, den Kamin und die Kerzen in dem grossen schmiedeeisernen Gebilde das von der Decke hing entzündete. „Ich habe dir Tee gemacht aber wenn du einen andren willst kann ich ihn holen. Grandpa Draco hat Kuchen gebracht."

Lexi schüttelte den Kopf. „Mir geht es gut Dad. Wirklich. Ich werde sowieso einschlafen."

Scorpius wurde ruhig fühlte sich irgendwie unzulänglich als sie den Rest ihres Lunch ass. Lexis Kehle war für Tage so schmerzend gewesen das sie auf verschiedene Arten von Brühe abhängig gewesen war. Scorpius stellte sich vor das Harrys herzhafte Hühnersuppe wie ein Traum war. Erst als das Essen alles weg war und sie an ihren Tee schlürfte sank Lexi zurück in die Couch und sah zu ihm.

„Wo sind Charlie, Sam und Will?"

„Sie kommen heute Abend zurück", versprach Scorpius ihr. „Sie sind bei Harry und Ginny."

„Geht es ihnen gut?" fragte Lexi. „Ist Charlie in Ordnung?"

„Charlie ist…nun es hat sie hart getroffen das ihr beide krank seid. Ich glaube sie hatte Angst einen von euch zu verlieren. Adam hatte ein paar Panikattacken aber er ist bei Orion und Avery", erklärte Scorpius. „Ich glaube Avery war wütend das sie dir nicht helfen konnte. Sie nimmt es sehr ernst deine grosse Schwester zu sein."

„Ich weiss", sagte Lexi. „Sie hat meine Haare geflochten weil sie dachte es würde helfen."

„Hat es?"

„Nun ja aber du machst es besser."

Scorpius grinste etwas überlegen als sie ihm ihre Teetasse reichte. Er stellte sie zur Seite als sie Lexi müde und erschöpft mit schweren Augenlidern an ihn lehnte. Er richtete die Decke um sie stellte sicher das sie zugedeckt war und warm hatte.

„Ist das in Ordnung?" murmelte Lexi und klang bereits schläfrig. „Musst du arbeiten?"

„Es ist nichts wichtiges", versicherte Scorpius ihr und küsste ihren Kopf. „Nichts ist wichtiger als das du dich ausruhst damit es dir besser geht."

Lexi schien zufrieden damit und entspannte sich gegen ihn schlief innert Sekunden ein und liess Scorpius in erdrückender Stille. Obwohl er um etwas Ruhe gebeten hatte damit Lexi sich ausruhen und beruhigen konnte wünschte er sich plötzlich der Rest der Kinder wäre zuhause – das sie hier waren spielten und plapperten und die Stille füllten damit er Albus' Abwesenheit nicht sie fühlte und als es zu erdrückend wurde überprüfte er die Dokumente die James dagelassen hatte in einem nicht erfolgreichen Versuch sein Kopf zu beschäftigen.

James genoss es normalerweise das Haus seines Bruders zu besuchen. Er hatte so viele glückliche Feiertage, Geburtstage und gewöhnliche Abende mit Ainsley und ihren Kindern hier verbracht. Er hatte unzählige Stunden genossen in denen mit seinen Nichten und Neffen auf dem Boden und dem Gras draussen spielte, sah wie sie lernten zu laufen und zu sprechen und für sich selbst zu denken und obwohl er es nie zugeben würde wusste er das er einige Dinge von Albus und Scorpius' Beispiel darüber gelernt hatte wie man ein guter Vater war.

Als er nun zwei Tage nachdem Lexi aus dem Krankenhaus nachhause gekommen war in das Wohnzimmer der Malfoy-Potters trat war er sehr nervös mit schlechten Neuigkeiten anzukommen.

Lexi schlief auf der Couch mit Charlie in der Nähe die in einem Buch las das James als eines erkannte das er und Ainsley vor Jahren Avery gekauft hatten. Er hielt einen Moment inne und sah ihr stolz zu das sie so schnell zu ihren Geschwistern aufholte nachdem sie so viel später als sie lesen gelernt hatte. Es war eine der grössten Herausforderungen die Albus und Scorpius gehabt hatten als Charlie zu erst zu ihnen gekommen war – eine der sie Stunden hingaben um mit ihr daran zu arbeiten selbst wenn sie frustriert wurde und weinte weil sie nicht eine ganze Seite von Lexis alten Kinderbüchern alleine lesen konnte.

Nun hatte Charlie ein Buch mit Kindermärchen offen auf ihrem Schoss. Sie konnte noch immer nicht leise lesen und ihr Mund bewegte sich als ihre Augen die Seiten langsam scannten.

Sam lag mit einem der Hand geführten Video Spielen auf dem Boden. Er lag auf dem Bauch völlig eingenommen von dem kleinen Bildschirm drückte die Knöpfe so schnell er konnte während Will auf einen Blatt das den Teppich schützte malte. James erkannte auf die Ferne die Form eines Mondkalb und er wusste das Will ein Bild für seinen Papa malte da sie alle erwarteten das Albus morgen nachhause kam.

Ein kleines Keuchen erlangte seine Aufmerksamkeit und sah zurück zu Charlie die grinste und zeigte eine Lücke auf der Seite seines Mundes wo sie kürzlich zwei ihrer Milchzähne verloren hatte.

„Onkel James!"

James musste lächeln als sie das Buch wegwarf und zu ihm eilte. Er hob sie hoch und umarmte sie fest mehr zu seinem Trost als zu ihrem. Innert Sekunden fühlte er wie Sam und Will ihn von der Seite umarmten.

„Onkel Jamie!"

„Hast du uns Tante Ainsleys Biskuits mitgerbacht?"

James sah zu ihnen runter nicht sicher welcher Junge was gesagt hatte. Ihre Stimme, anders als ihre Interessen und Persönlichkeiten waren beinahe identisch. James fühlte sich immer wie ein unzulänglicher Onkel wenn das passierte.

„Es ist auch schön euch zu sehen", sagte James. „Und nein habe ich nicht. Tut mir leid."

„Awww", sagte Sam gänzlich enttäuscht.

Lexi setzte sich auf der Couch auf und rieb sich die Augen. James tat es leid das er sie stören musste aber es war eine unglückliche Notwendigkeit.

„Wie fühlst du dich Lex?"

„Geht besser", sagte Lexi und rieb sich die Augen. „Nach etwas wund aber ich glaube ich kann in einem Tag oder so zurück zur Schule."

„Das ist ausgezeichnet", sagte James erleichtert. „Ich bin froh das zu hören."

Scorpius kam von der Küche herein und trocknete seine Hände. Normalerweise wäre James beim Gedanken das Scorpius in Albus' Küche herumwühlte und versuchte zu kochen in Panik ausgebrochen – er erinnerte sich an die grosse Crepe Katastrophe an Adams Geburtstag vor drei Jahren – aber er hatte andere Dinge im Kopf und es musst offensichtlich sein.

„James? Was ist los?"

„Nichts ernstes", log er und stellte Charlie auf den Boden. „Ich muss einfach mit dir sprechen."

„Geht es um die Arbeit?"

James hielt eine Sekunde inne und zog Wills Arm vorsichtig von seiner Taille.

„Yup."

Scorpius blinzelte einige Male und James wusste das er die Lüge verarbeitete. Scorpius kannte alle seine Angewohnheiten sowohl weil sie seit Jahren zusammen arbeiteten als auch weil er die meisten davon mit Albus teilte.

„Dann las mich dir einen Drink holen", sagte Scorpius. Die Kinder, gelangweilt von der Idee das Erwachsene in der Küche sprachen machten mit ihren Beschäftigungen weiter und James folgte Scorpius zur Kücheninsel. Die Kühe war offen gestaltet – Albus wollte in der Lage sein zu Kochen während er die Kinder am Abend beobachtete – und James entschied sich die Situation so ruhig wie möglich anzugehen.

„Albus ist krank", flüsterte James.

Wieder blinzelte Scorpius ihn an. Er sah müde und geschlagen aus und schien träge. James erwartete das der anhaltende Stress einen kranken Partner und ein krankes Kind zu haben genug war um jemanden zu brechen und er verabscheute es der Überbringer von mehr schlechten Nachrichten zu sein.

„Ich weiss. Deshalb bleiben die Leute gewöhnlich im Krankenhaus…"

„Nein ich meine es geht ihm schlechter. Sein Fieber ist über Nacht hochgegangen. Ich bin vor der Arbeit vorbei gegangen um ihm Muffins zu bringen die Ainsley gestern Abend gemacht hat und ich glaube es hat gerade angefangen ausser Kontrolle zu geraten. Er ist…nun er ist etwas verrückt. Ich glaube er halluziniert."

„Halluziniert?"

„Ich glaube er erinnert sich daran wie Avery geboren wurde", erklärte James und sah wie sich Scorpius' Ausdruck zu etwas verformte das sei besorgt und hilflos war das er es bereute hergekommen zu sein, weil er sicher besser dran war es nicht zu wissen. „Weisst du weil er in St. Mungos ist, aber er murmelt auch von Craig Bowker und er will nicht das Dania ihm Medizin gibt."

„Merlin", flüsterte Scorpius und das bisschen Farbe das er hatte verschwand aus seinem Gesicht. „Ist er dort allein?"

„Dania ist noch bei ihm", versicherte James ihm.

„Du wolltest nicht bleiben? Du hättest einen Patronus schicken können."

„Er braucht dich. Nicht mich. Ich wollte sicher gehen das du es weisst", sagte James. Sein innerer eifersüchtiger Teenager rebellierte beim Gedanken das sein kleiner Bruder jemanden mehr brauchen konnte als James aber er kämpfte den Impuls hinunter. Jetzt war nicht die Zeit.

„Ich bleibe bei den Kindern", bot James an. „Geh."

Scorpius nickte schnell und schnappte seinen Zauberstab vom Tisch und steckte ihn in seine Tasche. Er ging zum Küchenausgang hielt aber inne die Sohlen seiner Schuhe machten ein quietschendes Geräusch auf den Fliesen. Er wandte sich um und zog James in eine brechende Umarmung – diejenige die James' Gefühle der Unzulänglichkeit stillten weil Scorpius im Herzen wirklich ein Potter war.

„Danke", sagte Scorpius drückte James fest bevor er ihn losliess. Er eilte aus der Küche und James bliebt stehen sah vom Tresen zu als er sich schnell von den Kindern verabschiedete. Lexi starrte ihn nieder da sie wusste das etwas nicht stimmte. Sie glaubte seine Versicherung das es sich wirklich um einen Arbeitsnotfall handelte offensichtlich nicht – nichts worüber man sich Sorgen musste – aber nichts sagte als er das Flohpulver in den Kamin warf liess eine Spur davon auf dem Stein vor dem Rost zurück und verschwand.

Vier paare neugieriger Augen wandten sich James zu und er rieb sich seufzend das Gesicht. Das waren die Malfoy-Potter Kinder und es gab nur einen Weg sie abzulenken.

„Sandwiches?"

Scorpius wurde sehr schlecht vom Geruch in St. Mungos. Nun als er den Gang zu Albus' Zimmer hinunter ging – und es war nun Albus' Zimmer nicht nur das Zimmer in dem Albus war da er so lange hier war – war ihm übel sowohl von der Unsicherheit was ihn erwartete als auch vom Geruch des aggressiven Reinigungstrank den die Krankenhaus Mitarbeiter jeden Abend brauchten um den Boden zu reinigen.

Er hörte die Stimme seines Mannes noch bevor er die Tür öffnen konnte – ein fanatisches hauchendes Geräusch das Scorpius nie zuvor gehört hatte. Er hörte seinen Namen und Averys Namen in der schnellen zerbrochenen Unterhaltung und selbst wenn er es wollte konnte er nicht inne halten um durchzuatmen nachdem er den panischen Ton in Albus' Stimme hörte als er über Dania sprach welche ihr bestes tat ihn zu beruhigen.

„Albus bitte beruhige dich – „

„Ist Delphi noch da draussen? Sie wird jemand anderen umbringen sie hat Craig umgebracht – „

Scorpius zuckte bei Craigs Namen zusammen. Es gab kaum einen Tag an dem ihm Craig Bowker Jrs letzte Minuten nicht in den Sinn kamen aber es war normalerweise nicht gezwungen und direkt. Es liess ihn inne halten und er hörte wie Dania weiter versuchte Albus zu beruhigen.

„Al bitte."

„Wo ist Avery? Ich muss meine Tochter sehen – „

„Avery geht es gut ich verspreche es. Bitte leg dich wieder hin."

Albus sah schlimmer aus als er klang. Scorpius öffnete die Tür und sah Dania mit ihren Händen auf Albus' Schultern sie versuchte ihn zu zwingen sich wieder hinzulegen. Albus' Haar war schlaf vor Schweiss und seine Haut welche noch immer heilte und Gott sei Dank frei von neuen Ausschlägen blieb (zumindest was Scorpius sehen konnte) war kränklich und blass mit einem grau Stich der ihm gar nicht stand.

„Scorpius bitte", zischte Dania.

„Wo ist Avery?" verlangte Albus als er Scorpius sah. „Wieso hast du sie verlassen? Ist sie in Ordnung?"

„Avery geht es gut", sagte Scorpius und zwang sich ruhig zu bleiben so wie wenn Adam eine Panikattacke hatte. Er ging durch den Raum und liess die Tür hinter sich zufallen. „Ich verspreche es. Ich habe heute morgen eine Eule von ihr bekommen."

Albus runzelte verwirrt die Stirn und er hörte auf Dania zu bekämpfen welche zurücktrat und Scorpius Platz machte. Scorpius war nicht sicher ob er dachte das es eine gute Idee ist – er hatte keine Ahnung was er tun sollte aber er wurde dennoch an die Seite seines Mannes gezogen. Er quetschte sich auf die Seite des Betts und seine Hüfte drückte sich an Albus' Seite. Die Decken waren feucht vor Schweiss und Scorpius suchte Albus' Hände und fand das sie rutschig und viel zu warm waren.

„Eine Eule?"

„Sie ist in Hogwarts", sagte Scorpius. „Sicher und gesund. Sie und Adam haben sich Sorgen um dich gemacht."

„Hogwarts?"

„Hogwarts. Sie sind in der Schule. Lexi ist noch zuhause. Sie wird übermorgen zurückgehen."

Albus sah verwirrt hinunter. „Oh."

Scorpius sah hilflos zu Dania. Er entdeckte zwei Flaschen Fieberreduzierungstrank auf dem Tisch neben ihr.

„Was ist passiert? Es ging ihm gestern Abend so viel besser."

„Sein Fieber muss gestiegen sein während er geschlafen hat", sagte Dania. „Ich bin gekommen um nach ihm zusehen bevor ich meine Runde mache und James war gerade reingekommen. Ich habe alles gegeben was ich kann – wenn ich ihm mehr geben kommt es nur wieder hoch aber es sollte in den nächsten Zehn Minuten anfangen zu wirken. Manchmal verursachen Drachenpocken einen herben Fieber anstieg bevor er es ganz aufhört und verschwindet. Es ist selten aber es passiert in extremen Fällen. Ich hab es nur nie so spät passieren gesehen."

Scorpius verzog das Gesicht und hörte auf das Geräusch von Albus kurzen Atemzügen. Das war anders als die Rauheit seiner verbrannten Lungen und Kehle. Das war verschwunden und er hatte für Tage beinahe normal getönt aber nun war er kurzatmig und erschöpft. Dania kam vor und Scorpius roch den entfernten Geruch von einem Zaubertrank der mit Schafsgarbe, Holunderbeere und Mutterkraut gebraut war. Sie griff nach vorne aber Scorpius schüttelte und nahm den Trank getränkten Lappen aus ihrer Hand und merkte das er gekühlt war. Die Flüssigkeit sank in seine Haut, kühlte sie und betäubte beinahe seine Fingerspitzen.

Die all der Fassung die er aufbringen konnte hob Scorpius Albus erschöpften Kopf an seinem Kinn hoch und drückte den Lappen auf seine Stirn. Albus zuckte zusammen gehorchte aber wahrscheinlich weil er nicht die Energie hatte zu kämpfen.

„Es ist in Ordnung", versicherte Scorpius ihm. „Alles ist in Ordnung."

Albus wimmerte und lehnte sich in Scorpius' Schulter vor statt sich zurückfallen zu lassen und in die Kissen zu liegen. Scorpius war es egal das die Flüssigkeit von Albus' Haut sich durch das dünne Hemd saugte das er trug oder das Albus ganzer Körper schlaf vor Erschöpfung war. Er hielt ihn hoch und rieb seine Haut weiter mit den kalten Lappen, liess den Trank einsinken und hielt ihn still wenn er etwas Energie aufbrachte sich von der Kälte zu entfernen.

„Sind Sam und Will in Ordnung?" murmelte Albus gegen Scorpius' Brust, seine Stimme gedämpft und leise.

„Ihnen geht es gut", sagte Scorpius ihm. „Sie gestern Abend damit verbracht mit Charlie in einen Kissenschloss zu lesen. Ich wünschte du hättest es sehen können bevor Ridgebit alles eingerissen hat."

„Und Lex? Sie hat – „Albus zitterte als Scorpius den Lappen in seinen Nacken drückte. „Sie hat das überhaupt nicht mehr oder?"

Scorpius biss sich auf die Lippe, fühlte wie Albus' Hände zitterten als er sie schwach um den Saum von Scorpius' Hemd schloss. Er war kaum bei Bewusstsein nach einer Woche stetiger Erholung und nun war er mehr besorgt über ihre Kinder als über seinen eigenen Zustand.

„Ihr geht es gut", versicherte Scorpius ihm. „Ich verspreche es. Kaum eine Narbe."

Albus lehnte sich fest an seine Seite.

„Scorp? Wird mich das umbringen?"

Scorpius verzog das Gesicht und wandte sein Gesicht in Albus wildes feuchtes Haar. Er wünschte sich so sehr das er derjenige wäre der Krank geworden wäre – das er statt seinem Mann gefährdet wäre. Albus war zu wertvoll für die Kinder, ihre Familie und die Gesellschaft – viel wertvoller als Scorpius.

Scorpius musste zu lange gebraucht haben um zu antworten weil Albus sich aufs Bett fallen liess rollte sich in einem merkwürdigen Winkel zusammen damit er seinen Kopf auf Scorpius' Schoss legen konnte. „Ich glaube schon."

„Du wirst nicht an Drachenpocken sterben", sagte Scorpius ihm. Albus stöhnte drehte sich auf den Rücken und Scorpius konnte es ihm nicht übel nehmen das er so fühlte. Er hatte es selbst erlebt und Albus sah furchtbar blass aus. Selbst seine Lippen hatte ihre Farbe verloren. „Du hast nur Wahnvorstellungen vom Fieber."

Dania legte ihre Hand auf Scorpius' Schulter. Sie sah bereits erschöpft vom Tag aus bevor sie ihre Runde begonnen hatte.

„Dir wird es gut gehen Albus", sagte Dania zu ihm. Albus sah offensichtlich ungläubig mit einem Auge zu ihr hoch. „Du fühlst dich nur als ob du sterben würdest."

Scorpius sah zu ihre auf um sicher zu gehen das sie glaubte was sie sagte. Sie schenkte ihm ihr übliches ermutigendes warmes Lächeln – das welches Scorpius sah sehr an Orion und seine Ehrlichkeit erinnerte das er ihr einfach glauben musste – und nickte.

„Ich gebe auch beiden eine Minute und sehe nach Patienten am anderen Ende des Ganges", sagte Dania. Scorpius seufzte dankbar für ihr Verständnis. „Wenn ihr mich braucht schreit einfach. Ich höre euch."

Er nickte und akzeptierte einen mütterlichen Kuss auf den Kopf dankbar. Dania ging und als die Tür hinter ihr schloss wurde der vollgestopfte Raum ruhig und fühlte sich noch kleiner an. Scorpius fühlte sich unglaublich warm und nicht nur weil sein Mann sich wie an menschlicher Offen an seiner Seite anfühlte. Er fühlte sich unwohl in seiner Hilflosigkeit und Erschöpfung. Enttäuschung über den Rückschritt fing an sich breit zu machen. Er sah zu Albus hinunter welcher zitterte als er seinen Kopf auf Scorpius' Schoss legte.

„Wieso geht es mir schlechter?" fragte Albus. „Ich habe mich besser gefühlt. Ich dachte…ich dachte ich könnte nachhause."

Scorpius atmete langsam aus, fuhr mit der Hand so beruhigend wie möglich über Albus' Arm und fühlte das ungewollte Zittern in Albus' Muskeln.

„Ich weiss es nicht", flüsterte Scorpius. „Du warst so krank als du herkamst. Vielleicht haben wir überschätzt wie schnell es dir besser geht."

„Ich fühle mich nicht als würde es mir besser gehen", murmelte Albus und wandte sein Gesicht in Scorpius' Bauch. Scorpius versuchte seine gewöhnliche Unsicherheit über das zusätzliche Gewicht welches er nun um seine Mitte mittrug (er gab Albus' Kochkünsten die komplette Schuld) abzulegen. „Ich will wirklich nicht auf die Art sterben wie deine Grosseltern oder etwas zu bereuen."

Scorpius' Hand stoppte und er sah zu Albus hinunter. Sein Gesicht war kaum zu sehen aber Scorpius konnte die Anspannung in seinem Kiefer und die Falten um Albus' Augen sehen die ihm sagten das Albus Schmerzen hatte. Scorpius wusste das er Lucius und Narzissa nicht erwähnt hätte wenn er bei klarem Verstand wäre – das Albus wusste das dies anders war und Scorpius nicht daran denken musste seinen Mann an die gleiche Krankheit zu verlieren die seine Grosseltern geholt hatte. Er legte seine Hand gegen Albus' Schläfe und fühlte die Hitze seiner Haut. Es gab keine Möglichkeit das Albus klar dachte.

„Bereust du etwas?" fragte Scorpius vorsichtig.

Albus stöhnte. „Weniges."

Scorpius starrte zu ihm hinunter. Er sollte nicht nachhacken sagte er sich selbst. Albus war krank und im Delirium und offensichtlich nicht er selbst aber wenn Albus etwas in seinem Leben bereute dann musste Scorpius es wissen…oder vielleicht wollte er es nicht.

Er schluckte den Kloss in seinem Hals und streichelte Albus' Haar da er nicht wusste was er sonst mit seinen Händen tun sollte als Albus zitterte, seine Augen schlossen sich aber sein Atem war unglaublich gleismässig als er in die Zwischenphase zwischen Schlaf und Wachen glitt. Scorpius suchte wieder den feuchten Lappen, vergessen in den Lacken und fing an ihn auf jeden Flecken von Albus' Haut den er erreichen konnte zu drücken es war ihm egal das sich seine Hände dadurch wie Eis anfühlten.

Für einige lange Minuten sass Scorpius in der Stille. Die Hitze die von Albus' Haut kam welche Krankheit und Schmerz helfen nicht seinen Geist zu beruhigen als er anfing eine Liste mit den Dingen die Albus im Leben bereuen konnte zu machen. Er konnte die kleinen Dinge bereuen wie die Nacht in der er Rose und Teddy erlaubte hatte ihn sich zu einem drei tägigen Kater betrinken zu lassen oder die grossen Dinge wie Scorpius zu heiraten und keine Kinder zu haben die seine glänzenden Augen und wilden Haare teilten.

Vielleicht hatte Albus die Zeit in der er eingesperrt war damit verbracht zu überlegen was er tun wollte und würde mit einer neuen Bucketliste nachhause kommen und vielleicht wäre es drastisch…Dania sprach ständig von Patienten die Krisen hatten die durch Krankheit und Nahtoderfahrungen stammten und es war nicht das Scorpius der Gedanke fremd war. Als er mit zwanzig krank gewesen war, war er sich der Kürze des Lebens bewusst geworden und war bereit zu heiraten und sofort eine Familie zu gründen.

Als die Tür sich öffnete und Dania zurückkam – diesmal dicht gefolgt von Draco – merkte Scorpius das er nur für wenige Minuten alleine gewesen war. Mit der Angst um Albus der brannte und zitterte und dem Wort bereuen welches wie ein ständiger Mosquito in Scorpius' Kopf herumschwirrte hatte es viel länger erschienen.

Dania griff hinüber und fühlte Albus' Stirn und erntete ein verachtendes Stöhnen als sie ihn auf den Rücken rollte.

„Seine Temperatur fängt an runter zu kommen", sagte sie. Sie sah zu Draco und er lächelte sie an und legte eine stolze und beschützende Hand auf ihre Schulter. „Es sollte in einer halben Stunde zurück auf einem leichten Fieber sein. Ich überwachen ihn von hier an. Hoffentlich war das der letzte Angriff der Pocken auf sein System und er wird sich ganz erholen."

„Ich will ihn nachhause bringen", murmelte Scorpius. „Er ist schon zu lange hier."

„Bald", versicherte Draco ihm. „Er wird bald nachhause kommen und an Weihnachten wird alles in Ordnung sein."

Irgendwie liess es Scorpius es glauben als er es von seinem Dad hörte – wenigstens ein bisschen. Als er Albus vorsichtig unter der Decke richtete und ihn bequem auf das Kissen legte welches Scorpius ihm von zuhause gebracht hatte versuchte er sich Albus zuhause vorzustellen, gesund und glücklich während er die Weihnachtsgeschenke der Kinder verpackte und ihren jährlichen Weihnachtsstreich an Onkel Charlie planten.