Angst bildete sich langsam. Nachdem Albus' Fieber endlich für den ganzen Nachmittag und Abend unten geblieben war ging Scorpius nachhause um Ainsley zu erlösen (welche nach der Arbeit übernommen hatte) und brachte seine Kinder ins Bett bevor er selbst etwas schlief. Sobald er Charlie – sie hatte sich mit der Sorge im ihren Papa in einen ganz schönen Zustand gebracht – zu Bett gebracht hatte war das Haus komplett ruhig und das besorge Summen kam zurück in seinen Kopf.
Das Gefühl war vertraut. Es passierte oft wenn die Arbeit stressig war oder die Dinge zuhause beschäftigt waren aber das war intensiver. Es wurde lauter und einnehmender als Scorpius nach oben ging, seinen Schlafanzug anzog, ein Kissen schnappte und dem Bett prompt den Rücken zuwandte und wieder nachunten zum Sofa Bett ging. Da er kaum länger schlief als die Kinder hatte niemand bemerkt das Scorpius nicht in seinem Schlafzimmer schlief wenn Albus nicht zuhause war. Er konnte den leeren Platz neben sich nicht ertragen oder die Kälte von Albus' Kissen wenn er sich umdrehte und merkte das er sein Gesicht darin vergrub. Es weckte ihn und machte ihn in der Nacht verwirrt.
Also schwenkte Scorpius seinen Zauberstab mit einem Gähnen und sah wie sich das Hauptsofa entfaltete und zu einem freien Bett wurde welches nur während der Feiertage gebraucht wurde und wenn Lily bei ihnen blieb. Es war bequem genug das er sich ausruhen konnte aber unbekannt genug das er nicht tief schlafen konnte wo Albträume warteten und Scorpius konnte fühlen wie sie hinter seiner Angst und seinem Zweifeln auf ihn lauerten.
Erschöpft fiel er au das Bett und streckte sich aus nahm so viel Platz ein wie er konnte damit er sich nicht so allein fühlte. Es half nicht. Er starrte zu dem aufwendigen eisen Leuchter auf der von der offenen Holzdecke hing und fragte sich ob er in der Lage wäre ihn zu dekorieren. Sie waren bereits in der Mitte der zweiten Dezember Woche und Scorpius war ihm Verzug mit allen Feiertagsverpflichtungen und Albus' Aufgaben.
Bereuen, dachte Scorpius. Bereuen, bereuen, bereuen. Er starrte zur dunklen Decke hoch und zerbrach sich den Kopf versuchte herauszufinden was Albus bereuen konnte. Gab es etwas was er tun wollte was er nicht getan hatte? Gab es etwas wozu Scorpius ihn überredet hatte oder ihm ausgeredet hatte? Es gab mehrere Dinge die sie aufschoben – wie den Bibliotheksanbau zum Haus zu bauen und eine zweite Scheune zu bauen um die Reha Tiere von denen zu trennen die ihnen gehörten. Albus war noch nicht zurück nach Brasilien gegangen und hatte Avery noch nicht wie versprochen in ein Drachen Ressort mitgenommen…und dann gab es die grossen Dinge zu bereuen über die Scorpius nicht nachdenken wollte.
Er schüttelte den Kopf und drehte sein Gesicht in das Kissen. Er atmete tief durch und stöhnte als er den entfernten Geruch von Albus' Shampoo im Stoff roch. Offensichtlich hatte er das falsche Kissen genommen und es brachte eine weitere Welle Angst und Sehnsucht über ihn und Scorpius fühlte wie er noch tiefer hinein sank.
Lexi zurück nach Hogwarts zu bringen war einfacher als Scorpius erwartet hatte. Sie sprang schnell zurück nachdem sie genügend Schlaf hatte und war eifrig für eine Weile zurück zum Unterricht und ihren Freunden zu kommen bevor die Weihnachtferien kamen. Scorpius liess sie versprechen das sie sicherheitshalber jeden Tag schrieb und sie versprach es um ihrer Eltern Willen.
Albus' Verbesserung war stätig sobald das Fieber vorbei war genau wie seine wachsende Ruhelosigkeit und Ärger über die Schwäche seines Körpers nachdem er für Wochen durch Krankheit still und gebrochen war. Er grummelte die Schwestern an bestand darauf überall hinzugehen obwohl er einen Stock brauchte (ein Anblick der Scorpius störte) und biss sich auf die Zähne während Lily an einem Abend ihn über ihre Arbeit informierte als Scorpius ihn besuchte.
„Die Arbeit lässt nicht zu das ich über die Feiertage nach England komme", sagte Lily auf dem Fussende seines Bettes sitzend. „Ich nehme an sie vermissen mich schrecklich aber die Pause war nett. Ich habe ausgezeichnete Geschenke für alle und habe es geschafft das Haus und den Fuchsbau mit Mum und Dad zu dekorieren. Du wirst es lieben."
„Ich konnte nichts davon tun", murmelte Albus bitter. Scorpius sah von der Ecke des Zimmers wie er sich frustriert in seine Kissen warf und Anspannung sich in den Muskeln in seinem Kiefer breit machte. Obwohl er allgemein besser aussah konnte Scorpius sehen das seine Haut ihre Farbe verloren hatte und seine Wangen eingefallener aussahen als er sie je gesehen hatte. Er war stoppliger als bei seinem fehlgeleiteten Goatee Experiment vor ein paar Jahren da er nicht erlaubte das ihn jemand rasierte aber nicht in der Lage war die Energie aufzubringen es selbst zu tun.
„Ich habe nicht gemacht", sagte er die Wut seines Temperaments erhob sich in seiner Stimme. Scorpius runzelte die Stirn blieb aber stehen als Albus an einem losen Faden in den Lacken spielte und den Saum ausfranste. „Ich habe kein einziges Weihnachtsgeschenk gekauft und das Haus wurde noch nicht dekoriert und ich muss alles holen um Weihnachtskekse und unser übliches Essen am Heiligabend zu machen."
Scorpius wusste was Lily sagen würde bevor sie ihren Mund öffnete aber er hatte keine Zeit sie zu stoppen. Stattdessen lehnte er sich einfach an die Wand und versteifte sich.
„Wieso bringst du nicht einfach alle zu Mum und Dad nachhause? Sie würden das wahrscheinlich lieben."
Albus' Augen verengten sich. „Darum geht es nicht."
„Ich verstehe nicht. Es ist nicht deine Schuld – „
„Ich habe nie – wir haben die Dinge über die Feiertage nie schleifen lassen. Niemals", stammelte Albus wütend über Lilys Vorschlag. „Und das wird Charlies erstes echtes normale Weinachten mit uns sein. Das Fiasko mit ihrer Mutter hat erst vor den Feiertagen letztes Jahr geendet und ich wollte einfach das es perfekt für sie ist. Ich habe es seit Monaten in meinem Kopf geplant."
Lily sah Albus so liebevoll an das Scorpius nicht mal wütend auf das Mitleid in ihren Augen sein konnte. Glücklicherweise schien Albus es nicht zu bemerken. Er war zu beschäftig das Fussteil anzustarren.
„Es tut mir leid Albus", sagte Lily. „Gibt es etwas was ich tun kann?"
Albus' Augen erhellten sich hoffnungsvoll. „Hilf mir auszubrechen?"
„Ja ich habe zu fest angst vor deinem Mann um das zu tun", sagte Lily. „Ich glaube nicht das er will das du gehst bist die Heiler sagen das du bereit bist."
Lily sah zu Scorpius und nickte ernst, steckte seine Hände in seine Taschen als er sich gegen die Wand lehnte.
„Du hast recht", sagte Scorpius.
Albus sank schmollend zurück in die Kissen und Scorpius konnte nur hoffen das Albus' Wut nicht auf ihn gerichtet war.
Wie jedes Jahr hatten Harry und Ginny die Kinder die zu jung für Hogwarts waren unter dem Vorwand sie für einander und ihre Eltern einkaufen zu lassen für ein paar Tage genommen. Natürlich war das eingerichtet worden als Lexi und Avery klein gewesen waren und Scorpius Zeit brauchte im geheimen für sie einzukaufen und es war über die Jahre einfach weiter gegangen (mit der Aussnahme von Charlies erstem Jahr bei den Malfoy-Potters. Als Weihnachten kam war sie noch immer zu unsicher und nervös um Albus und Scorpius mehr als ein paar Stunden zu verlassen).
Dieses Jahr hatte Draco entschlossen sich der Sache anzuschliessen sobald er hörte das Albus bereit wäre am Dienstagmorgen entlassen zu werden. Sobald Harry und Ginny mit den Kindern fertig waren wollte Draco sie zweit Tage nach London mitnehmen um ein Spiel zu erwischen und die Stadt in ihrer Feiertagsprecht zu sehen (und wahrscheinlich eine obszöne Menge an Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben). Scorpius hatte benommen vor Erschöpfung zugestimmt dankbar für seine Familie wenn er wusste das Albus die Erholung am meisten brauchte. Die Kinder waren natürlich verärgert das sie nicht zuhause waren wenn ihr Papa ankam aber waren verständnisvoll als Draco erklärte das es zu Albus besten war das er ein stilles Haus und etwas Ruhe hatte.
„Es ist nicht zu seinem Besten", hatte Scorpius zu seinem Vater gemurmelt als die Kinder zustimmten.
„Nein es ist zu ihrem Besten. Du und ich wissen beide das Albus seit dem letzten Fieber schlechte Laune hat. Es ist mir egal wie sehr ihr eure Kinder liebt – wenn du krank bist und sie deine Einschränkungen nicht verstehen ist es ärgerlich", sagte Draco und sah Scorpius streng an. Astoria hatte kaum eine Verärgerung gegenüber Scorpius gezeigt aber als sie es tat war es am Anfang ihres letzten Abschwungs nach Scorpius zweitem Jahr in Hogwarts. Sie hatte sich immer umgehend entschuldigt aber Scorpius erinnerte sich wie es sich anfühlte.
„Guter Punkt."
„Ausserdem glaubte ich Albus hat etwas Selbstzweifel wegen dem Stock und er wird in für ein paar weitere Tage brauchen."
Scorpius verzog beim Gedanken das Gesicht aber wurde von weiteren Erinnerungen verschont als Charlie sich ihnen näherten und nochmals nach dem Wohlergehen ihres geliebten Papas fragte.
Nun erwachte Scorpius müde und desorientiert in einem ruhigen Haus. Er hatte ein ungutes Gefühl in seiner Magengrube das ihm sagte das ihn etwas fest störte aber es dauerte eine Minute bis sein Kopf verband was sein Körper bereits wusste – das es Dienstag war und Albus von St. Mungos nachhause kam. Sein Magen zog sich beim Gedanken an Albus' Unglück, seinem Schmerz und was immer darunter lag was ihn Reue und Verlust fühlen liess zusammen.
Er blinzelte zur Decke hoch folgte den Linien der polierten Holzbalken die er und Albus selbst geschliffen hatten als sie das Landhaus gekauft hatten. Was normalerweise eine glückliche Erinnerung war fühlte sie dumpf und grau an als der Himmel draussen drohte sich erneut zu öffnen.
Scorpius blinzelte zum Fenster. Er erwachte normalerweise ziemlich früh aber es war viel heller draussen als es ihm gefiel. Er kroch zur Kante der Matratze, trat die Armlehne der Couch und fluchte und schnappte seine Uhr vom Tisch.
„Verdammt", sagte er mit zusammen gebissenen Zähnen. Es war nach 9.00 Uhr und Dania hatte gesagt das sie bereit wären Albus am morgen als erstes zu entlassen was um auf ihrem Plan um halb neun war.
Scorpius schnappte seinen Zauberstab und sprach ein schnelles incendio auf dem Kamin um das Feuer zum brennen zu bringen und zog die Kleider von gestern an welche vergessen neben dem Sofa lagen. Er rannte ins untere Badezimmer um sich zu waschen – es schien eine Verschwendung wertvoller Sekunden nach oben zu rennen – und warf sich kaltes Wasser ins Gesicht bevor er zum Kamin zurück eilte und willkürlich eine Hand voll Flohpulver in die Flammen warf.
Er war nie im Gleichgewicht und der schamlose Start für die kurze Reise liess ihn aus der Flohverbindung in St. Mungos stolpern und ihn auf die Knie fallen. Er inhalierte auf dem Weg nach unten einen Mund voll Asche und landete husten und spuckend auf der Rezeptionsmatte.
Die Flohassistentin eilte so schnell sie konnte zu ihm. „Geht es Ihnen gut Sir?"
Scorpius hustete in den Kragen seines Hemd als er sich auf seine Fersen setzte und würgte „Mir geht's gut" heraus als sich seine Nase und Lungen klärten. Er sah zur Assistentin auf. Sie war eine ältere Frau mit einem freundlichen Gesicht und tiefen Lachfalten um ihren Mund. Als er damit kämpfte seine Beine unter sich zu kriegen trat die Frau zurück und Scorpius merkte das sie nicht Zeit gehabt hatte ihn zu erkennen bevor er gefallen war. Sie trat mit grossen Augen einige Schritte zurück.
„Ich beisse nicht", sagte Scorpius und unterdrückte den Impuls sie anzustarren. Normalerweise störten ihn verängstige Blicke nicht ausser die Kinder waren bei ihm und sie waren nun so selten das er und Albus sie nicht beachteten wenn sie aus waren aber ab und zu erwischte es ihn unerwartet besonders wenn es von einer älteren Person kam und Scorpius wusste das sie nach einem Überbleibsel von Voldemort in seinen Augen suchten.
Die alte Frau sagte nichts und Scorpius seufzte und sah sich in der grossen Lobby um. Es war ein verhältnismässig ruhiger Tag und seine Augen wurden direkt von zwei bekannten Gesichtern angezogen – Dania stand am runden Tresen in der Mitte des Raums und Albus sass in einem kleinen Bogen aus Stühlen in der Nähe mit seiner Reisetasche und einem Krankenhausstock auf dem Stuhl neben ihm.
„Tut mir leid das ich zu spät bin", stammelte Scorpius als er auf sie zuging versuchte und versagte die Asche von seinen Kleidern zu wischen. Er war bereits zu spät und wollte seinen Mann nicht wie ein Hauself aussehend begrüssen. „Das wollte ich nicht."
Albus lächelte mit verschlafenen Augen zu ihm hoch. Er tippte mit den Zehen auf den Boden und trommelte lässig mit den Finger auf sein Knie – ein klares Zeichen das er den bekannten dumpfen Schmerz in seinem Bein und in seiner Seite spürte.
„Es ist in Ordnung", sagte Albus. „Wirklich. Es ist früh und du musst erschöpft sein."
„Trotzdem. Wie lange hast du hier gewartet?"
„Nicht lange. Versprochen."
Scorpius sah zur Bestätigung zu Dania und sie hielt beim Ausfüllen von Papierkram inne. Sie reichte das Klemmbrett der Rezeptionistin und dankte ihr bevor sie hinüber kam wo Albus wartete.
„Wir sind vor etwa einer halben Stunde runtergekommen", sagte Dania ihm was nichts für Scorpius' Schuld tat. Einfach aufrecht zu sitzen schien erschöpfend für Albus zu sein. Er öffnete den Mund um sich wieder zu entschuldigen aber Albus schüttelte den Kopf.
„Es ist gut. Wirklich."
Dania nahm eine kleine Kiste hinter Albus' Reisetasche hervor und reichte sie Scorpius. Er schüttelte sie und hörte das entfernte Klicken von Glas Phiolen.
„Heiltränke und Fiebersenker für drei Tage nur zur Sicherheit", sagte Dania. „Will nichts riskieren. Wenn es jemand anderes wäre hätte ich sie noch für einen Tag oder so behalten aber ich wusste das er in guten Händen ist." Dania senkte ihre Stimme. „Ausserdem wird er…rastlos."
„Er terrorisiert die tiefrangigen Heiler oder?"
„Zwei von ihnen haben sich strickt geweigert ihn zu behandeln."
Scorpius war nicht sicher ob er amüsiert oder beschämt war aber er gluckste dennoch als Albus auf seiner Seite sprach.
„Redet ihr über mich?" Das Grinsen auf seinem Gesicht zeigte deutlich das er wusste das sie es taten.
„Vielleicht", sagte Dania. „Würden wir nicht wenn du keine Szene gemacht hättest."
Albus sah überhaupt nicht schuldig aus. Stattdessen nahm er den Stock und kämpfte sich auf die Beine nahm Scorpius' Hilfe wiederwillig an und lehnte an seine Seite. Scorpius schlang einen Arm um Albus' Schultern und nahm die Tasche voller Gegenstände die sie in den letzten Wochen ins St. Mungos gebracht hatten – sein Lieblingsbecher, Bilder von den Kindern und einige von Albus alten Lieblingsbüchern.
„Ist alles gut? Brauchen wir sonst noch etwas?"
Dania lächelte sie warm an und schüttelte den Kopf. Wie sie es oft tat griff sich hoch und tätschelte Scorpius' Wange – etwas was er oft sah wie sie es bei Orion tat. Es liess sie ihn noch mehr lieben liess sich ihn aber auch nach seiner eigenen Mutter und nach Grandma Molly sehnen.
„Ihr könnt gehen", versicherte Dania ihnen. „Ich komme vorbei und sehe am Morgen nach euch."
„Danke", sagte Albus zu ihr und lehnte sich trotz dem Stock heftig an Scorpius' Seite. „Für alles."
„Dafür ist Familie da", sagte sie.
Als sie sich umdrehten und zurück zum Kamin gingen fokussierte sich Scorpius allein auf Albus – wie er sich bewegte, die relative Kälte seiner Haut und wie er dringend ein langes Bad zuhause mit seiner Lieblingsseife brauchte damit er wieder mehr wie er selbst roch. Er war so von der Erleichterung eingenommen Albus endlich, endlich nachhause zu bringen wo er hingehörte das er kaum bemerkte wie Dania zur Flohassistentin ging um mit ihr zu sprechen oder den Reporter des Tagespropheten der ein Foto von ihnen schoss als sie das Krankenhaus verliessen bemerkte.
Albus war sicher das er nie glücklicher gewesen war in sein Wohnzimmer zu treten. Sicher das Haus schien etwas kalt und merkwürdig aber es war sein zuhause und es roch nach Zeder und Ridgebit und Wills Acrylfarbe. Er entdeckte eines von Charlies Bilderbüchern auf einem Ecktisch und ein frischer Fleck Traubensaft auf Averys Lieblingssessel der sicher von Lexi stammte. Selbst in seiner Unordnung war es zuhause.
„Ich glaube Dad hat die Hauselfen für den Morgen an Weinachten bevor die Kinder zurückkommen organisiert", sagte Scorpius. „Also etwa in drei Tagen. Es tut mir leid das es so ein Chaos ist. Es war belebt und – „
„Es ist gut", versicherte Albus und verfestigte seine Arme um Scorpius' Taille. Er überblickte den Raum als Scorpius die Tasche zur Seite warf und seine Schuhe wegtrat bevor er Albus die Unterstützung gab dasselbe zu tun. Sein Bein schmerzte nun so selten das sich von Scorpius stützen zu lassen anfühlte wie es sich immer anfühlte Hogwarts zu besuchen – als würde er nicht ganz dazu gehören aber es brachte trotzdem Wellen der Nostalgie.
„Danke", sagte Albus als Scorpius seinen Hoody nahm und seine Schuhe zum Kamin warf und Albus fühlte sich schwer und schläfrig. Für einen kurzen Moment fürchtete sich Albus die Treppen in Angriff zu nehmen. Sie waren steil und es waren zwei Etagen zum Dachboden den sie zu ihrem Schlafzimmer umgebaut hatten aber dann merkte er wieso das Wohnzimmer so merkwürdig schien.
„Wieso ist das Sofa ausgezogen?" fragte Albus.
„Ich um…Ich dachte du würdest nicht hochgehen wollen."
„Aber es sieht aus als wäre darin geschlafen worden."
Scorpius seufzte und trat weg um sich auf die Kante der Matratze zu setzen. „Ich schlafe nie oben wenn du nicht hier bist", sagte Scorpius. „Nicht wenn ich es umgehen kann und ich habe verschlafen und bin rausgeilt um dich zu holen und ich…habe es einfach vergessen."
„Du schläfst immer hier unten?" fragte Albus und deutete mit seinem Stock auf das Bett. „Du bist noch ein wählerischer Schläfer als Adam."
„Ja ich weiss", sagte Scorpius und rieb sein Gesicht. Albus bemerkte wie bleich Scorpius aussah. Starke dunkle Ringe standen unter seinen Augen und er sah aus als hätte er seit Tagen nicht geschlafen und vielleicht hatte er das auch nicht.
„Also wieso…?"
„Ich schlafe sowieso nicht gut wenn du weg bist. Nicht in unserem Bett zu schlafen hilft oder das ist wenigstens das was ich mir sage."
Albus starrte ihn bestürzt an. Er fragte sich wie er so etwas nicht bemerkt hatte – das frische Lacken frisch blieben wenn er auf einen Routine Arbeitsausflug ging oder das Kissen getauscht wurden. War er die ganze Zeit so abgelenkt? Was hatte er sonst noch verpasst?
„Merlin Scorp", murmelte Albus. „Das wusste ich nicht."
„Es ist in Ordnung", sagte Scorpius.
„Ich mach irgendwie… das Gegenteil", gab Albus zu. „Ich schlafe auf deiner Seite des Betts wenn du nicht zuhause bist."
Scorpius senkte seine Hände und lächelte ihn an. „Ich weiss", gab er zu.
„Natürlich tust du das", sagte Albus sowohl amüsiert als auch beschämt über sich selbst. Er machte einige unsichere schwerfällige Schritte auf Scorpius zu und lehnte den Stock gegen das Ende des Tisches. Er liess Scorpius ihn zu sich ziehen und fühlte wie er sein Gesicht in seinen Bauch wandte. Albus lächelte und fuhr mit der Hand durch Scorpius' Haare überrascht wie immer das es über die Jahre so glatt geblieben war.
„Ich bin froh das ich zuhause bin", flüsterte Albus obwohl niemand da war der ihn hören konnte.
„Ich bin auch froh darüber", sagte Scorpius mit gedämpfter Stimme. Albus trat zurück – um sich selber seiner Jeans und dem schweren Flanell Hemd das Scorpius ihm gebracht hatte zu befreien aber sobald er es tat verfestigte Scorpius seinen Griff und hielt ihn fest.
Albus fragte beinahe was los war hörte in der Stimme aber ein leichtes Schniefen und fühlte ein leichtes Zittern von seinem Mann. Irgendwie erinnerte es ihn an einen Abend vor mehr als einem Jahrzehnt als er 12 mit Scorpius an seiner Seite zusammengerollt auf einem Sofa im Grimmauldplatz gelegen hatte. Sie hatten stundenlang Fernsehen geschaut und Albus hatte sich an ihn geklammert zum ersten mal seit Monaten zuversichtlich das sie eine Zukunft haben würden nachdem Scorpius und Ainsley vom Greengrass Fluch befreit worden waren. Er erinnerte sich daran wie es sich angefühlt hatte nach Wochen der Unsicherheit zuhause und sicher zu sein.
Oh, dachte Albus. Er trat näher und verlagerte sein ganzes Gewicht auf sein gutes Bein. Er liess Scorpius sich an ihn klammern und fühlte wie sich Scorpius lange Finger sich in seinem Hemdrücken vergruben und ihn an sich zog.
„Mir geht es gut", versicherte Albus ihm und liess seine Hand auf Scorpius' Nacken liegen. „Ich weiss es waren ein paar harte Wochen aber mir geht's gut. Den Kindern geht es gut. Alles ist in Ordnung."
„Wenn du das sagst", sagte Scorpius kaum hörbar.
Albus runzelte bei seinem Ton die Stirn. „Was ist los?"
„Nichts", sagte Scorpius. Er setzte sich einige Zentimeter zurück und liess Albus los sah ihm aber nicht in die Augen. „Nichts ich bin nur müde und albern."
Albus runzelte die Stirn als sich Scorpius gegen die freien Gästekissen die er aus dem Kellerschrank geholt hatte sinken liess. Er war dennoch dankbar für den Raum und setzte sich auf die Matratze und seufzte erleichtert als der Druck von seinem schmerzenden Bein abfiel. Er zog sich schnell bis auf seine Unterhosen und Unterhemd aus – es war sowieso niemand da den er kümmerte – und zog sich selbst neben Scorpius auf das Bett.
„Was brauchst du?" fragte Scorpius. „Ich sollte mich um dich kümmern nicht wahr?"
„Du musst hier bei mir bleiben und ein Nickerchen machen", sagte Albus. „Du siehst aus als hättest du seit Wochen nicht geschlafen."
„Ich bin nicht sicher ob ich das habe", gab Scorpius zu. Albus seufzte zerrissen zwischen seinem Bedürfnis etwas zu tun – irgendwas damit ihre Welt etwas heller schien egal ob es Weihnachtsdekorationen oder der Geruch von eine selbst gekochten Mahlzeit war der aus der Küche schwebte – und der nachlassenden Energie seines Körpers. Als Scorpius nachgab und sich neben ihm ausstreckte seinen Kopf auf Albus' Brust legte gewann die Bequemlichkeit und Albus schloss die Augen. Sicher waren diese Probleme für den morgigen Albus…oder sogar für den übermorgigen Albus…
„Ist die Arbeit in Ordnung?" fragte Albus. „Ich hoffe du bist nicht begraben…"
„Es gibt einen kleinen Berg an Dingen die ich tun muss", sagte Scorpius und gähnte in Albus' Schulter. „Aber James hat alles gebracht damit ich hier bleiben und mich um dich kümmern kann."
„Mach es morgen", verlangte Albus als sie seine Augenlider von selbst schlossen. Er kuschelte sich in die Kissen und legte sein schmerzendes Bein auf Scorpius' Knie und als er anfing einzuschlafen fühlte er wie eine ausserordentlich warme über die schmerzenden Stelle an seiner Seite fuhr.
