Kapitel 5
Als Sakura am anderen Morgen die Augen öffnete errötete sie leicht. Vor ihr lag niemand anderes als Uchiha Sasuke und schaute mit einem verschlafenen Blick auf sie. "Gu-guten Morgen" verkündete die Frau blinzelnd. "Hn" murrte der Mann sich langsam aufsetzend. "Wie spät ist es?" fragte sie sich ebenfalls aufsetzend. "Noch früh" antwortete Sasuke sich am Hinterkopf kratzend als er einen Blick auf seinen Wecker warf. "Ich treffe mein Team in zwei Stunden auf den Trainingsfeldern. Was sagst du zu Frühstück?" fragte die Kunoichi selbst einen Blick auf Sasukes Wecker werfend.
"Aa" antwortete der dunkelhaarige Mann als er aufstand. Sakura tat es ihm gleich und streckte sich, dabei rutschte das übergroße T-Shirt ein gutes Stück ihre Beine hinauf, Sasukes Aufmerksamkeit unwideruflich auf ihre, für ihre Größe, langen Beine ziehend. Die junge Frau schien sich nicht daran zu stören als sie ins Bad ging um sich umzuziehen. Der junge Mann rief sich zur Ordnung und ging hinunter um den Kaffee vorzubereiten. Er war froh, dass er wenigstens genügend Essen für ein einfaches Frühstück dort hatte.
Kurz nachdem er die Maschine gestartet hatte, hörte er leise Schritte, als er sich umdrehte, stand Sakura in ihrem typischen Outfit vor ihm. "Hast du etwas dagegen, wenn ich Marco rufe?" fragte sie zu ihm aufsehend. Der letzte Uchiha schaute zu ihr hinüber und zuckte mit seiner guten Schulter. "Danke" grinste sie erfreut als sie sich in den Finger biss. "Jutsu des blauen Vogels" murmelte sie und der blaue Vogel, den er bereits flüchtig als 'Marco' kennengelernt hatte, erschien in einer Rauchwolke vor ihnen.
"Na endlich, Nee-chan. Es wurde langsam langweilig" verkündete der Vogel bevor er sich umsah. "Langweilig? Mit euch?" fragte die junge Frau mit einem skeptischen Blick. "Okay, das war eine Lüge" grinste der Vogel und pfiff leise. "Wo sind wir?" fragte er. "Bei Sasuke-kun, wir wollten gerade frühstücken, willst du auch was?" fragte die junge Frau als sie zwei Toast in den Toaster machte, dabei Marcos Sicht auf Sasuke freigebend. Beide sahen sich gegenseitig an bevor sie in Begrüßung nickten.
"Ich habe schon gefrühstückt, wir sind euch diesmal einige Stunden voraus, bei uns ist jetzt Nachmittag" antwortete Marco wieder zu Sakura schauend. Was machte sie am frühen Morgen bei diesem Mann? "Oh? Wo seid ihr?" fragte die Kunoichi interessiert als sie sich zu ihm umdrehte. "Einen kleinen Abstecher in den North Blue machen" antwortete der Vogel als er sich einen Stuhl vom Tisch zog und sich darauf setzte. Sasuke beobachtete ihn interessiert. Er hatte noch nie gesehen wie sich ein Vogel auf einen Stuhl gesetzt hatte als wäre er ein Mensch.
"North Blue? Was wollt ihr an diesem kalten Ort?" fragte die Iryonin interessiert als sie die fertigen Toast aus dem Toaster holte und sie zwischen sich und Sasuke teilte. Dieser hörte stumm zu als er den fertigen Kaffee in zwei Tassen goss, er holte Zucker hervor sich an Sakuras süße Ader erinnernd. "Akagami hatte vollkommen Recht, als er meinte, dass es den besten Sake in seiner Heimat gibt" grinste der blaue Vogel als er ihnen dabei zusah. Merkten sie, dass sie sich ohne Worte verständigten?
"Ihr habt die Redline verlassen um Sake zu holen?" fragte Sakura sich perplex umdrehend. "Was? Es ist guter Sake" entgegnete Marco als wäre nichts dabei für Sake eine so weite Reise auf sich zu nehmen. Die pinkhaarige Frau schüttelte nur den Kopf als sie sich mit ihrem Teller und Tasse neben Marco an den Tisch setzte. Sasuke tat es ihr gleich und setzte sich ihr gegenüber. "Nicht zu fassen" murmelte Sakura weiterhin den Kopf schüttelnd. "Gibt es sonst was neues?" fragte sie und das erste Mal seit Sasuke wieder zurück war, sah er etwas in ihr, von dem er nie wirklich geglaubt hatte, dass sie es in sich hatte.
Sie sah aus wie eine eiskalte Taktikerin. Er wusste, dass sie unglaublich klug war, jedoch hatte sie trotz des vierten Shinobi Krieges noch eine gewisse Unschuld bewahrt, diese war in genau dem Augenblick verschwunden. Er wusste nicht so ganz, was er davon halten sollte. Natürlich musste sie diese Gabe entwickelt haben. Kakashi beförderte niemand x-beliebigen zum ANBU Captain.
"Hier ist die Zeitung, Schwesterchen" informierte Marco als er unter seinem Flügel eine gerollte Zeitung hervor holte. Sasuke runzelte die Stirn als er die unbekannte Schrift sah. Sakura nahm sie dankend an und faltete sie auf. Der junge Mann blinzelte mehrfach als er einige Bilder von Menschen sah, in der anderen Dimension gab es also nicht nur sprechende Tiere sondern auch Menschen, das war interessant.
"Hmmm... nichts interessantes..." murmelte Sakura die Seiten scannend. "Oh, der Goldpreis ist gestiegen, das wird Nami gefallen" fügte sie mit einem kleinen Grinsen hinzu. "Luffy ist ungewohnt still" sagte sie auf der letzten Seite ankommend. "Wer weiß, was sie planen. Er ist doch noch mit diesem Ex-Shichibukai unterwegs, der wird nicht umsonst Mastermind genannt. Sicherlich ist er dafür verantwortlich, dass sie Ruhe halten" warf Marco ein. "Hmmm... das kann durchaus sein" gab die junge Kunoichi nachdenklich zu. "Keine Nachrichten sind gute Nachrichten, Nee-chan" grinste der blaue Vogel und Sakura nickte die Zeitung schließlich weglegend.
"Dann sag mal, Nee-chan, was machst du so früh bei diesem jungen Mann hier?" fragte Marco einen Blick auf Sasuke werfend, der gerade einen Schluck von seinem Kaffee nahm und eine Augenbraue bei der Frage anhob. "Ich habe ihm gestern ein wenig geholfen hier Ordnung herein zu bekommen und bin die Nacht geblieben" antwortete die Frau ihren scharfen Blick verlierend, mit dem sie die Zeitung gescannt hatte. "Oh? Ist auch nichts die Nacht passiert?" fragte Marco zu der pinkhaarigen Iryonin schauend.
"Wer bist du? Mein Vater?" schnaubte sie ihn unbeeindruckt ansehend. "Nein, aber du bist eine wunderschöne junge Frau, noch dazu ungebunden, darf ich mir da als dein großer Bruder keine Gedanken machen?" entgegnete der blaue Vogel schmollend. Dabei gab er Sasuke, wenn auch unbewusst, so einige Antworten auf seine ungestellten Fragen. "Normal schon, allerdings nicht bei Sasuke-kun. Er würde nichts machen, was mir schaden würde, habe ich nicht Recht?" fragte sie zu dem dunkelhaarigen Mann schauend, dabei flammte ein gefährlicher Funke in ihren Augen auf, während ihre Lippen ein zuckersüßes Lächeln zierten.
Sasuke wusste nicht wieso, jedoch musste er schlucken, war sie schon immer so furchteinflösend gewesen? "Aa" antwortete er schließlich nickend. "Siehst du, Marco. Deine Sorge ist vollkommen unbegründet" grinste sie zufrieden. "Was machst du den Vormittag?" fragte sie sich wieder zu ihrem alten Freund drehend. "Kartons loswerden und hier und da noch etwas ausbessern" antwortete der dunkelhaarige Mann gelangweilt klingend. "Was willst du heute Abend lieber Essen, Fisch oder Fleisch?" fragte die junge Frau über ein mögliches Abendessen nachdenkend.
"Fisch" antwortete er, er wollte endlich mal wieder Fisch essen, der nicht an einem Stock über dem offenen Feuer gebraten wurde. "Alles klar! Fisch soll es sein! Dann gehen wir nachher, wenn wir die Farbe aussuchen noch auf den Markt um alles andere zu besorgen" grinste die Frau begeistert. Sie wollte ihrem Jugendschwarm zeigen, was Sanji ihr beigebracht hatte. "Du kochst und ich wurde nicht eingeladen?" fragte Marco empört. "Nein, du musst heute Abend wieder zu deinen Jungs und aufpassen, dass sie keinen Mist bauen während ihr zum North Blue wollt" entgegnete Sakura mit einem strengen Blick.
"Ach komm schon, Nee-chan. Die sind alle alt genug, dass sie auf sich selbst aufpassen können. Außerdem sind Jozu und Vista auch da" schmollte der Vogel. "Nichts gibt's ihr wollt tausende von Kilometer für Sake reisen, da kannst du die Reise auch mit ihnen genießen" damit beendete sie die Argumentation. Sasuke verbiss sich einen amüsierten Laut als er Marcos warnenden Blick fing und hielt. Er hob amüsiert eine Augenbraue. "Touché, würde ich sagen" murrte er es sich nicht unterdrücken könnend. "Wir müssen los, Marco" verkündete Sakura jegliche Antwort unterbrechend. Sie brachte ihren Teller und die leere Tasse in die Spüle.
"Bis später Sasuke-kun, wir sehen uns heute Nachmittag" verkündete die Kunoichi grinsend als sie Marco mit sich hinaus zog. "Spring auf" hörte er Marco sagen und sah aus dem Fenster wie Sakura auf den Rücken des blauen Vogels stieg bevor dieser abhob. Das würde sicherlich noch eine interessante Zeit mit dem Duo geben.
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Sasuke war gerade dabei ein weiteres Badezimmer im Erdgeschoss zu reinigen als er Sakuras Chakra Signatur spürte. "Ah, da bist du" verkündete die Frau als sie in der Tür stehen blieb und hinein spähte. "Aa" murrte Sasuke den Lappen in seiner Hand weglegend. "Wollen wir dann los? Ich habe morgen eine Mission und kann dir dementsprechend nicht helfen" informierte sie mit einem Lächeln. "Aa" antwortete Sasuke sich aufrichtend. "Eigentlich sollten wir Kakashi davon überzeugen das Staubwischen einem Genin Team zu überlassen" murmelte sie als sie vor dem Haus standen und sie auf die schiere Größe schaute.
"Ich will es selbst machen" antwortete Sasuke ihren Blick mit einem eigenen, etwas traurigem folgend. "Okay! Dann sollten wir uns aber ranhalten, dass du nicht mehr allzu lange auf dein Training verzichten musst. Ich habe von Kakashi gehört, dass du an der Jounin Prüfung teilnehmen wirst" grinste sie dem Haus den Rücken zukehrend. "Aa" antwortete er ihr folgend.
Nachdem sie die Farben, hauptsächlich warme Gelbtöne, bestellt hatten trafen sie Ino und Sai auf dem Markt. Sasuke wusste noch immer nicht so wirklich etwas mit seinem Ersatz in Team 7 anzufangen, er sah ihm nicht feindlich gegenüber, wie noch vor einigen Jahren, er sah ihn eher neutral an. Er war ihm in gewisser Weise dankbar, dass er in seiner Abwesenheit auf seine beiden Hitzköpfe aufgepasst hatte. "Ich habe gesehen, dass dein Team morgen wieder eine Mission hat" verkündete der noch immer etwas ausdruckslose Sai auf seine Teamkollegin hinab schauend.
Es war zwar selten geworden, jedoch arbeiteten sie manchmal noch immer als Team 7 für Kakashi, so hatte es Sasuke zumindest gehört. "Was? Schon wieder? Aber du bist doch erst zurück gekommen!" verkündete Ino empört. "Keine Sorge, Ino-pig. Sie ist nur für einige Tage angesetzt, wenn alles glatt läuft sind wir in drei bis vier Tagen wieder hier" versicherte Sakura mit einem Lächeln. "Ständig bist du weg! Ich sollte mal ein ernstes Wörtchen mit unserem Hokage reden, dass du hier auch noch Verpflichtungen hast und nicht ständig in der Weltgeschichte rumreisen kannst" sagte sie ihre Hände in ihre Hüften stemmend.
"Ino, wir sind eins seiner Elite-Teams, Kakashi muss uns hinaus schicken, wenn es etwas wichtiges ist" versuchte die pinkhaarige Kunoichi ihre blonde Freundin zu beruhigen, abgesehen davon sollte sie nicht zu lange im Dorf bleiben um die besorgten Ältesten loszuwerden. Das war allerdings geheim. "Arbeitet ihr wenigstens mit einem anderen Team zusammen oder seid ihr wieder auf euch gestellt?" fragte die blonde Frau offen schmollend. Sakura warf einen hilfesuchenden Blick auf Sai, der sie aufmerksam musterte.
"Komm, meine Hübsche, lass uns weiter einkaufen, ich habe dort hinten ein Kleid gesehen, das deine Figur genau richtig betonen würde" verkündete der Mann seine Freundin in die Richtung des besagten Geschäfts steuernd. Diese war momentan von dem offensichtlichen Kompliment abgelenkt und ließ sich in die Richtung ziehen. "Das ist noch nicht vorbei, Forehead!" rief sie dennoch über ihre Schulter. "Das habe ich mir gedacht" seufzte Sakura erschöpft klingend.
"Klingt nach einem alten Argument" murrte Sasuke als sie weiter gingen. "Da sagst du was. Ino ist einfach zu besorgt um mich, dabei ist Sai selbst auch bei ANBU und bei ihm macht sie sich nicht so große Gedanken" gab die pinkhaarige Kunoichi kopfschüttelnd zurück. "Allerdings ist er auch nicht teilweise auf Monate langen Missionen" murmelte sie leise. Sasuke hob eine Augenbraue als er das hörte. "Bist du wirklich so oft außerhalb des Dorfs?" fragte er zu ihr hinab schauend als sie in den leeren Uchiha Distrikt einbogen.
Sakura seufzte tief und schaute zu ihm auf. "In der Regel werde ich nicht so schnell nach einer Mission wieder losgeschickt, aber es ist wohl wichtig" antwortete sie achselzuckend. "Du? Was ist mit deinem Team?" fragte der schwarzhaarige Mann. "Hehe... sagen wir so, dass ich nicht jede Mission mit meinem Team mache, manchmal schickt Kakashi auch nur mich, dann meist mit Marco" antwortete sie mit einem verschmitzten Lächeln. Sie sah wie Sasukes Sharingan kurz aufflammte, bevor er das Rot aus seinem Auge blinzelte.
"Ich bin durchaus in der Lage auf mich aufzupassen" sagte sie als sie seinen Arm erfasste, damit er sie ansah. "Ich bin nicht mehr das kleine Mädchen, das euren Schutz braucht. Ich kann mich selbst schützen" erklärte die Kunoichi mit einem ernsten Blick. "Das habe ich nicht bezweifelt, trotzdem muss ich es nicht mögen" entgegnete er genauso ernst. Sakura musterte ihn aufmerksam bevor sie ihn mit einem kleinen Lächeln losließ. "Meine Güte, Sasuke-kun, man könnte meinen, dass du dir wirklich Sorgen um mich machst" grinste sie mit einem verspielten Funken in den Augen. Sie hatte keine Ahnung, wie sie nun tatsächlich zueinander standen. War sie eine Schwester für ihn? Eine Freundin? Eine Teamkollegin oder mehr?
"Ist das so abwegig?" entgegnete er mit gerunzelter Stirn, die Art wie sie ihre Aussage gemacht hatte nicht mögend. Er sah wie sich ihre Augen kurz weiteten, bevor ihr Blick sanft wurde. "Natürlich nicht, aber wie gesagt, zur Not bin ich nicht alleine und die morgige Mission ist tatsächlich mit meinem Team zusammen" versicherte sie seine Hand mit ihren beiden ergreifend. Zu ihrer großen Überraschung bewegte Sasuke seine Hand so, dass er eine ihrer im festen Griff verlinkt hatte. Ihre Augen weiteten sich überrascht.
"Sas-" der Mann unterbrach sie als er sie an der Hand mit sich zum Haupthaus zog. Sakura blinzelte mehrfach erstaunt als sie ihm folgte, ihr Atem stockte als sie sah, dass seine Ohren eine liebliche Röte angenommen hatten und Schmetterlinge breiteten sich in ihrem Körper aus. Konnte sie tatsächlich hoffen? "O-okay, dann sollte ich mal mit dem Kochen anfangen" verkündete sie als sie ihre Einkäufe in die Küche brachten. Erst dort ließ der Mann ihre Hand gehen, jedoch nicht, bevor er sie sanft zugedrückt hatte. "Aa" murrte er ihren Blick meidend.
Trotz ihrer Verwirrung huschte ein Lächeln über ihre Lippen. "Dann mach dich mal auf was gefasst. Ich habe mich in der Küche um einiges verbessert!" grinste sie und begann alles, was sie brauchte hervorzuholen während sie es Sasuke überließ den Rest des Einkaufs wegzuräumen. Es war schließlich sein Haus. "Ich bin gespannt" gab er leise mit angehobenen Mundwinkeln zurück. Sakura warf ihm seitlich einen Blick zu bevor beide an die Arbeit gingen.
Als er fertig war, setzte sich Sasuke an den Küchentisch und schaute zu wie Sakura kochte. Ein nostalgisches Gefühl stieg in ihm auf als er sich daran erinnerte wie er als Kind immer in dieser Küche gesessen und seiner Mutter beim Kochen zugesehen hatte. Was sie wohl von Sakura denken würde? Sicherlich würde sie sie mögen. Er schloss seine Augen als ein wundervoller Geruch die Küche füllte. "Ein wenig hier von... und... hmm..." hörte er die junge Frau murmeln als sie einem Rezept folgte, das sie auswendig gelernt hatte. Er sah zu wie sie einige reife Tomaten schnitt und musste sich unweigerlich fragen, ob sie speziell dieses Rezept wegen seiner Lieblingsfrucht gewählt hatte.
Keine halbe Stunde später war das Essen angerichtet und beide saßen gemeinsam am Esstisch, den Sasuke zwischendrin gedeckt hatte. "Lass es dir schmecken" grinste die Kunoichi offensichtlich stolz auf ihr Werk. "Hn" murrte er sich etwas von allem auf seinen Teller machend. Er merkte, dass sie ihm angespannt dabei zusah wie er den ersten Bissen nahm. Seine Augen schlossen sich fast automatisch als seine Geschmacksknospen zu explodieren drohten. Im letzten Moment unterdrückte er sich ein Geräusch des Gefallens.
"Wo hast du das gelernt?" fragte er seine Augen wieder öffnete um zu ihr zu schauen. "Ein... drüben... habe ich mich einer Gruppe Leute angeschlossen, einer von ihnen war Koch, er hat es mir beigebracht" erklärte sie erfreut, dass es ihm offensichtlich schmeckte. Sie hatte von Kakashi erfahren, dass Sasuke soweit aufgeklärt war. "Drei Jahre..." murmelte Sasuke seine Stäbchen zur Seite legend und zu Sakura schauend. "Hm?" murrte diese überrascht zu ihm aufsehend.
"Du warst drei Jahre spurlos verschwunden und ich hatte keine Ahnung" sagte er sie suchend ansah. Ein kleines Lächeln huschte über ihre Lippen als sie seine Hand, die auf dem Tisch lag, erfasste. "Mach dir keine Gedanken darüber, Sasuke-kun. Ich bin wieder hier und das ist alles, was zählt" sagte sie sanft. "Die Zeit dort drüben... sie hat mir viel Gutes gebracht, so wie die Verbesserung meiner Kochkünste" grinste sie und verstummte als er seine Hand unter ihrer drehte, sodass er sie ergreifen konnte.
"Ich habe so viele Leute kennengelernt, die mir alle wichtig geworden sind, habe so viel gelernt. Das hätte ich hier alles niemals gekonnt, also ja, ich war drei Jahre lang nicht in dieser Dimension und du hattest keine Ahnung, aber ich habe es wieder zurück geschafft, ich hätte es immer zurück geschafft, selbst wenn es in fünf oder zehn Jahren gewesen wäre" erklärte sie mit einem willensstarken Blick. "Woher willst du das wissen?" fragte er sie aufmerksam musternd und sah wie sich sich über ihre Antwort Gedanken machte.
"Weil ich ein Versprechen einzuhalten hatte. Seit ich mein Gedächtnis wieder hatte, hatte ich nur das im Kopf" erklärte sie mit einem kleinen Lächeln als sie sich ihre Stirn antippte. "Es war Glück, dass ich vor dir noch zurück gekommen bin" grinste sie, wenn auch etwas traurig. So unglaublich viel hatte sich in ihrem Leben verändert. "Ich hätte dich gesucht" gab der schwarzhaarige Shinobi leise zu. "Ich habe die Kraft und die Fähigkeit in andere Dimensionen zu reisen. Ich hätte jede nach dir abgesucht" fügte er ernst hinzu.
Wieder schaute sie ihn überrascht an, bevor sie ihn sanft anlächelte. "Du hättest nicht einmal lange suchen müssen, wärst du in der richtigen Dimension gelandet" informierte sie mit einem kleinen Grinsen. "Wieso?" fragte er mit gerunzelter Stirn. "Das wirst du sicherlich irgendwann noch erfahren" antwortete sie sich leichter fühlend. "Danke, Sasuke-kun" fügte sie seine Hand leicht drückend hinzu. "Hn" murrte er etwas verlegen. "Und jetzt lass uns essen, bevor es kalt wird" grinste sie ihre Hand von seiner lösend. Beide aßen in einer angenehmen Stille.
"Ich sollte mich so langsam auf den Heimweg machen, ich muss morgen relativ früh raus" verkündete Sakura aus dem Fenster schauend. Es war bereits dunkel, wie es in den Wintermonaten immer üblich war. "Bleib" gab Sasuke zurück. "Sasuke-kun... meine komplette Ausrüstung ist zuhause und ich kann nicht noch eine Nacht hier schlafen. Ich will deine Gastfreundschaft nicht überstrapazieren" gab sie mit gerunzelter Stirn zurück. Machte er sich noch immer Gedanken darüber, dass ihr etwas auf dem Heimweg passieren könnte?
"Dann stehst du morgen etwas früher auf, also bleib" argumentierte er den Kommentar mit der Gastfreundschaft komplett ignorierend. "Sasuke-kun..." murmelte sie unsicher zu ihm aufsehend. "Bleib... Sakura" murrte er leise ihr tief in die Augen schauend. "Na gut, aber du musst mir versprechen, dass du es mir sagst, wenn ich gehen soll" gab sie schließlich seufzend zurück. "Hn" murrte er nickend. "Als nächstes sollten wir ein Gästezimmer freiräumen, wenn das hier öfter vorkommt" murmelte sie nachdenklich als sie gemeinsam die Treppe hinauf gingen.
"Nein" gab Sasuke leise zurück. "Wieso nicht?" fragte sie erstaunt zu ihm aufsehend. "Ich habe nicht vor Gäste zu unterhalten" antwortete der Mann mit gerunzelter Stirn. "Oh... aber was... Sasuke-kun?" fragte sie verwirrt, wenn er keine Gäste unterhielt, was war dann mit ihr? Der Mann antwortete ihr nicht als er die Tür zum Schlafzimmer öffnete. "Hier" sagte er nur ihr das selbe T-Shirt von dem Morgen gebend. "Da-danke" stotterte Sakura etwas perpelex über den Wandel ihrer Unterhaltung. Was war sie, wenn kein Gast?
Sasuke seufzte leise als sie ins Bad ging um sich fertig zu machen, wie konnte er ihr sagen, dass er sie an seiner Seite in diesem Haus, eigentlich überall haben wollte? Er konnte es einfach nicht in Worte fassen. Ein weiteres Mal seufzend, nahm er sich einige Klamotten und ging runter um sich im anderen Bad fertig zu machen. Als er wieder hinauf kam, saß Sakura auf ihrer Seite des Betts und schaute aus dem Fenster. Das T-Shirt hing diesmal soweit hinab, dass er ihr ANBU Tattoo auf ihrer Schulter sehen konnte.
Ihm fuhr es kalt den Rücken herunter. Sakura war eine Heilerin, jemand, der Leben rettete und sie nicht zerstörte wie alles was für ANBU stand. Er runzelte die Stirn, wieso war es ihm den Tag über nicht aufgefallen oder am Vortag? "Ich habe es mit etwas Make-Up verdeckt, es muss schließlich nicht jeder wissen, dass ich bei ANBU bin" verkündete sie seinen Blick spürend. "Hn" murrte er auf das Bett zugehend. "Wann wirst du wieder auf Missionen gehen?" fragte sie sich hinlegend und zu ihm aufschauend. "Kakashi hat mir Zeit gegeben bis ich mit den Ausbesserungen am Anwesen fertig bin" antwortete er sich unter seine Decke legend.
"Oh, das kann Jahre dauern bei der Größe" gab Sakura mit einem amüsierten Blick zurück. Sasuke biss einen amüsierten Laut hervor. "Ich würde sagen, es reicht, wenn dieser Flügel fertig ist, den Rest kann ich nach und nach machen" informierte er zu ihr schauend. "Was machst du mit dem Rest des Distrikts?" fragte sie ihren Kopf auf ihr Kissen bettend. "Ich habe mit Kakashi geredet, ich werde es herrichten lassen und einige der Häuser an Shinobi vermieten, dem Anschein nach gibt es hier ein Problem mit Zivilisten" erklärte er als er das Licht löschte.
"Hmm... hast Recht. Es ist schwierig als Shinobi hier eine Wohnung zu bekommen. Ich hatte Glück" stimmte die Kunoichi nachdenklich zu. "Dann kommt endlich wieder Leben in den Distrikt" fügte sie erfreut hinzu und sein Atem stockte als er sie im Mondlicht betrachtete. "Aa" sagte er nur leise. "Weißt du schon welche Häuser du vermieten willst?" fragte sie interessiert. "Ich habe schon eine Vorstellung, aber zuerst müssen sie wieder hergerichtet werden" antwortete er nachdenklich.
"Aber das willst du nicht alleine machen, oder?" fragte sie blinzelnd, kaum lag sie, war sie unglaublich müde. "Tss... garantiert nicht" antwortete er sichtlich amüsiert. "Es sollen Shinobi einziehen, die können dabei helfen" fügte er hinzu und sah wie sie in Zustimmung nickend lächelte. "Schlaf, du hast morgen wohl viel vor" murrte er leise und sie nickte ein weiteres Mal, diesmal seufzte sie leise als sie ihre Augen schloss und einschlief. "Du gehörst an meine Seite und in kein Gästezimmer" murrte er leise als er sich sicher war, dass sie schlief. Er schaute noch eine Weile auf die junge Frau, ihre alleinige Anwesenheit beruhigte ihn, bevor auch er seine Augen schloss und einschlief. Darauf hoffend, dass sie ihre Mission schnell und unbeschadet hinter sich brachte.
