Kapitel 6
Am anderen Tag wurde Sakura auf einer ihr unbekannten Insel wach. "Was ist passiert?" murmelte sie sich ihren Kopf haltend. Sie hatte fürchterliche Kopfschmerzen. "Das wollte ich dich eigentlich fragen" verkündete eine männliche Stimme. Die pinkhaarige Frau schreckte überrascht auf und sah einen älteren, braungebrannten Mann mit verschiedenen Tattoos. Ihn vorerst nicht als Gefahr einstufend, richtete die Kunoichi sich auf und schaute sich um. Sie war in einer kleinen, primitiven Hütte.
Sie hielt ihre Stirn und blinzelte einige Male gegen den Schmerz in ihrem Kopf an. "Ich... wir wurden angegriffen" erklärte sie langsam als sie an die Geschehnisse zurück dachte. Sie suchte nach der Vivre und holte sie mit einem erleichterten Seufzer hervor. "Ich muss zurück zu meinen Nakama" verkündete sie zu dem fremden Mann schauend. "Das wird sich als schwieriger erweisen als du glaubst" antwortete dieser. "Wieso das?"
Keine fünf Minuten später standen sie am Strand und schauten auf die vielen Strudel, die die Insel umgaben. "Wie soll ich nur hier runter kommen?" fragte Sakura erschrocken als sie weit und breit nur Strudel erblickte. "Sie lassen nur einmal im Jahr genug nach um diese Insel verlassen zu können. Das war vor wenigen Wochen" erklärte der Mann bei ihr. "Aber ich muss sofort zu meinen Nakama zurück" konterte sie verzweifelt. "Das wäre lebensgefährlich. Du kannst gerne eine Weile bei mir bleiben" entgegnete der Mann.
"Ich muss einfach zu meinen Nakama zurück, ich kann kein Jahr darauf warten, wir wollten in die neue Welt" verkündete sie zu dem Mann aufsehend. "Du bist also Piratin" sagte er in einem ruhigen Ton. Er war ein ausgezeichneter Menschenkenner und diese junge Frau war trotz ihrer Berufswahl ein guter Mensch. Er sah wie sie ihre Augen verengte und Abstand von ihm nahm. "Ja... ja, das bin ich" sagte sie ihre Arme vor ihrer Brust verschränkend als sie angespannt auf den Mann schaute.
"Keine Sorge, ich habe keine Probleme mit Piraten. Du scheinst ein guter Mensch zu sein, das ist alles, was hier auf der Insel zählt" erklärte er. "Komm, ruh dich etwas aus und dann überlegen wir gemeinsam wie man dir helfen kann" sagte er wieder in Richtung seiner Hütte gehend. Sakura warf einen letzten Blick auf das unruhige Meer und folgte dem Mann. "Ich bin Sakura" verkündete die pinkhaarige Frau als sie den Weg zurück gingen, den sie gekommen waren. "Khan" gab er nickend zurück. "Also , Sakura, wie bist du hier gelandet?" fragte er als sie seine Hütten inmitten eines Waldes betraten.
"Wir wurden von Kuma angegriffen und getrennt" erklärte sie leise seufzend. Sie unterhielten sich über ihre Nakama und über die ungewöhnlichen Verhältnisse, die um dieser Insel herrschten. Laut Khan gab es nur einen einzigen Stamm, der dort auf der Insel lebte. Khan hatte sich von ihnen abgesetzt und genoss die relative Ruhe des Waldes. Sakura ging mit ihm auf die Jagd und musste zugeben, dass er für sein Alter eine unglaubliche Geschwindigkeit an den Tag legte. Außerdem kam es ihr so vor, als würde er wissen, wo er seine Beute zu finden hatte.
"Wie machst du das?" fragte Sakura erstaunt blinzelnd. "Haki" antwortete er als sie zurück zu seiner Hütte gingen. "Was ist das?" fragte die pinkhaarige Kunoichi neugierig. Der Mann schaute auf sie hinab und grinste, bevor er ihr die verschiedenen Farben des Hakis erklärte. "Und man kann es erlernen?" fragte die pinkhaarige Frau interessiert. "Das Bosoushoku und das Kenbunshoku sind erlernbar, das Haoushoku muss angeboren sein" erklärte er. "Kannst... kannst du mir das beibringen?" fragte sie mit großen Augen zu ihm aufsehend. "Natürlich" antwortete er mit einem kleinen Grinsen.
Am nächsten Tag kam die Nachricht über Ace' Hinrichtung. Sakura starrte entsetzt auf die Zeitung. "Was ist?" fragte Khan besorgt als er sah, wie sie blass wurde. "Das ist der Bruder meines Captains" antwortete sie erschrocken von der Zeitung aufsehend. "Ich muss auf der Stelle los bevor Luffy noch irgendeinen Unsinn macht" verkündete sie aufspringend. "Wie willst du von der Insel kommen?" fragte Khan als er ihr aus der Hütte folgte. "Ich werde schon einen Weg finden" antwortete sie entschlossen als sie Richtung Meer lief.
"Sakura, das ist reiner Selbstmord" entgegnete Khan als er sie einholte. "Das, was Luffy vor hat ist reiner Selbstmord. Ich werde schon irgendwie hier herunter kommen" sagte sie entschlossen als sie sich auf die Wasseroberfläche stellte. Khan blinzelte einige Male überrascht bevor er die junge Frau am Arm ergriff. "Selbst wenn du auf der Wasseroberfläche laufen kannst, das Meer hier ist unberechenbar" entgegnete der Mann. "Ich kann Luffy nicht alleine lassen. Ich muss zu ihm!" gab die pinkhaarige Frau entschlossen zurück.
"Dann lässt du mir keine andere Wahl" sagte er und eine unglaubliche Druckwelle prasselte auf die Kunoichi ein. "Nein... ich muss zu Luffy..." murmelte sie als sie merkte, wie sie ihr Bewusstsein verlor. "Luffy" hauchte sie als eine Träne über ihre Wange lief. "Es tut mir leid" sagte der Mann als er sie anfing und in seine Arme hob. Langsam machte er sich auf den Rückweg in seine Hütte.
Zwei Tage später öffnete die junge Frau das erste Mal wieder ihre Augen. "Luffy" verkündete sie erschrocken. "Lebt... hier" sagte Khan als er Sakura einen Zeitungsabschnitt zeigte, auf dem ein Bild von ihrem Captain gemeinsam mit Rayleigh zu sehen war. "Er ist so schwer verletzt" murmelte die pinkhaarige Frau als sich Tränen in ihren Augen sammelten. Ace war tot und mit ihm starb Whitebeard. Ein Yonkou war tot, das Gleichgewicht der neuen Welt war in ein heilloses Chaos gestürzt worden. "Ace ist tot" schluchzte sie als Tränen über ihre Wangen liefen.
"Das tut mir leid" sagte Khan sie aufmerksam musternd. Sakura blinzelte einige Male und schaute wieder auf das Bild von Luffy und Rayleigh. Sie verengte ihre Augen und schaute auf die einzig freie Stelle auf Luffys Arm. Sie blinzelte einige Male und ihre Augen weiteten sich als sie verstand. "Verstanden!" verkündete sie ihre Tränen wegwischend. "Was ist?" fragte Khan neugierig. "Wir wollten uns in drei Tagen an der Sunny treffen, Luffy hat über dieses Bild eine Nachricht geschickt, dass wir uns erst in zwei Jahren treffen werden" erklärte sie begeistert.
"In zwei Jahren?" wiederholte der Mann interessiert auf das Bild schauend. "Ja" antwortete sie nickend. "Würdest du mir die Ehre erweisen und mich im Haki unterweisen?" fragte sie hoffnungsvoll als sie ihren Kopf verneigte. Sie sah überrascht auf als sie eine Hand auf ihrem Kopf spürte. "Aber natürlich" versicherte er mit einem kleinen Lächeln. "Vielen Dank!" verkündete sie erleichtert.
