Kapitel 25

Eine Woche später waren sie fast auf halben Weg nach Wano. Die Piraten und Minks verteilten sich untereinander, wie der wild zusammen gewürfelte Haufen, der sie waren auf den unterschiedlichen Schiffen. Sakura und Team Kitsune hielten sich meist in der Nähe von Raizou auf um bei ihm auf Tuchfühlung zu gehen. Er war nicht sonderlich gut Geheimnisse als Ninja für sich zu behalten und es amüsierte sie ohne Ende. Wenn Sakura nicht bei Raizou war, dann war sie grundsätzlich in Laws Gegenwart zu finden.

Dem Arzt gefiel es nicht sonderlich, dass sie ständig in Raizous Nähe war. Der große Mann fing so langsam an sich etwas darauf einzubilden und es wurmte Law mehr als er zugeben wollte. Raizou saß an Deck der Sunny, mit einigen Herz- und Strohhut-Piraten um ihn herum versammelt als er von seinen Heldentaten in vergangenen Kriegen erzählte. Law stellte sich zu Sakura, die etwas Abseits der Gruppe stand und zuhörte.

"Worüber redet er?" fragte der Pirat und entspannte sich etwas als die pinkhaarige Frau sich an ihm zurück lehnte ohne zu ihm aufzusehen. Sie standen sich ohne jeden Zweifel nahe, doch Law reichte es einfach nicht mehr aus. Er wollte mehr von ihr. "Irgendwas über eine geplante Rettung in einem alten Krieg" antwortete die Kunoichi insgeheim amüsiert. Law legte eine Hand an ihre Hüfte, überrascht über den ungewohnten Kontakt, schaute sie zu ihm auf.

"Ich mag es nicht, dass du in seiner Gegenwart mehr Zeit verbringst als in meiner" murrte er mit gerunzelter Stirn. Die junge Frau blinzelte einige Male perplex, bevor sich ihre Augen weiteten. "Oh" gab sie errötend zurück. "Warum hast du nicht schon vorher etwas gesagt?" fragte sie sich zu ihm drehend. Law biss nur seine Zähne zusammen als er seine Verlegenheit herunter kämpfte, er war tatsächlich eifersüchtig auf einen Mann mit einem überdimensionalen Kopf, obwohl er ein gewisses Interesse an dem Ninja selbst verstehen konnte.

Schließlich traf man nicht jeden Tag jemanden von diesen mysteriösen Legenden, doch selbst dann wollte er Sakuras Aufmerksamkeit nicht mit ihm teilen. "Na komm, lass uns was zusammen machen" sagte sie mit einem sanften Blick als sie Laws Arm erfasste. Sie war wieder vollkommen bei Kräften, auch ihr Pirat war wieder gesund, was wollte sie also mehr? Sie stockte als sie den Schrei eines Vogels hörte. Law runzelte seine Stirn als er merkte wie Sakura neben ihm erstarrte und in den Himmel schaute. Er folgte ihrem Blick und sah einen Falken über ihnen kreisen.

Ein Blick über das Deck verriet ihm, dass auch Shikamaru, Shino und Kiba hinauf schauten. Die Geschichte von Raizou schien vergessen als ihre Blicke ernst wurden. "Hmmm..." murmelte die pinkhaarige Frau von dem Vogel zu Shikamaru schauend. Das Team schaute nun mit ernsten Blicken auf sie, sie nickten sich gegenseitig zu und Sakura änderte ihre Richtung. "Luffy" verkündete sie auf ihren Captain zugehend, der der Geschichte begeistert zuhörte.

"Was gibt's?" fragte dieser zu ihr aufsehend. "Was hältst du davon, wenn wir einen kleinen Abstecher auf eine einsame Insel machen?" fragte sie. "Mann, ja das ist eine tolle Idee. Wir waren schon eine ganze Woche nicht mehr an Land" stimmte Kiba sich streckend zu. "Ja, dann können wir auch mal wieder ein wenig spielen" rief einer der Minks. "Okay! Nami, steuer die nächste einsame Insel an, wir machen eine kleine Pause!" rief Luffy begeistert. "Alles klar" gab die Navigatorin leise seufzend zurück als sie aufstand um den Kurs zu ändern. Einer der Herz-Piraten ging auf die Polar Tang um den Befehl weiterzugeben.

"Was ist los?" fragte Law als die pinkhaarige Frau wieder bei ihm war. Diese packte ihn wieder am Arm und zog ihn unter Deck. "Wir sind aufgeflogen" verkündete sie als sie in ihrem Labor ankamen. "Was meinst du?" fragte der Mann mit gerunzelter Stirn. "Das ist einer von Sasukes Spähern, er wird ihm zeigen wo ich mich befinde und ich würde lieber an Land kämpfen als auf dem offenen Meer" antwortete sie ernst. "Dieser Falke?" fragte Law an das Tier, das kurz über ihnen gekreist war, denkend. "Genau" antwortete die pinkhaarige Frau mit einem ernsten Nicken.

"Kannst du denn schon wieder kämpfen?" fragte der Arzt besorgt. Er konnte sich beim besten Willen noch immer nicht vorstellen, womit sie kämpfte, er hatte keine Waffen an ihr gesehen. Ein Lächeln schlich über ihre Lippen als sie auf ihn zuging und ihren Kopf an seine Brust lehnte. "Dank deiner guten Pflege bin ich wieder fit" versicherte sie. Der Mann schlang automatisch seine Arme um sie, er hatte gemerkt, dass die Funken zwischen ihnen jedes Mal, wenn sie sich berührten anders waren. Mal waren sie aufregend, mal beruhigend, in diesem Moment brachten sie über beide Ruhe.