Normaler Abend mit unvorhersehbaren Ende
(Shizuo´s POV)
Es war mitten in der Nacht als meiner Mutter noch einfiel das ich doch bitte den Müll noch raus bringen solle. Keine große Sache denkt ihr, nun im unserem Wohnviertel schon. Nicht das ich Angst hätte das mich wer überfällt, Gott bewahre, jeder bei dem das Hirn richtig funktioniert mach die fliege wenn er meine gefärbten blonden Haare in der Ferne sieht. Nein, es ist einfach nur nervig.
Es ist so dass alle Haushalte im Viertel, ihren Müll zu einem Sammelpunkt bringen und von unserem Haus aus gesehen war das praktisch am anderen Ende fasst 20 Minuten hin und zurück wenn man sich beeilt, keine große Sache eigentlich aber, es geht um verfickten Müll. Das eigentlich ärgerliche war der Regen.
Aber weil Kasuka zurzeit ein Probe-Shooting in Sapporo hatte und meine Eltern morgen zu einem Urlaub nach Kyoto aufbrachen und bereits zu Bett gingen, tat ich meiner Mutter den gefallen.
Auf der Straße begegnete ich keiner Menschenseele, was auch gut so war, Meine Gedanken führten mich nämlich dazu das mir klar wurde das ich nun mein letztes Halbjahr an der Raira begonnen hatte, natürlich hatte es die Pest wieder einmal geschafft sich, Shinra, Kadota und mich in eine Klasse zu stecken, er hatte die Lehrer bestochen oder erpresst, da konnte der mir erzählen was er wollte, nicht das ich ihm zu hören würde, er hatte da seine Finger im Spiel. Keine Ahnung warum, vielleicht genügte es ihm nicht nur meine Freie Schulzeit zu vermiesen, nein es musste noch der Unterricht sein.
Ich seufzte und dachte an das (hoffentlich) Flohfreie verlängerte Wochenende, als ich den Sammelplatz erreichte. Ich keine zehn Schritte mehr entfernt als ich etwas hörte, es klang fast wie eine sterbende Katze. Und rückblickend hätte ich bevorzugt, wenn es wirklich so gewesen wäre.
Das Geräusch kam von hinter einer der Mülltonnen, aus einem Karton.
Ich sah hinein.
Ein Baby.
Da lag verdammt noch mal ein Baby in dem Karton, es atmete kaum noch, das dünne Tuch in welches es gewickelt war, war bereits mit Wasser vollgesogen und an seiner Haut hangen Blut- und Gewebereste. Seine kleinen Finger um einen Zettel geklammert.
Sofort nahm ich es hoch und lief so schnell ich konnte nach Hause. Meine Eltern schliefen bereits, also rannte ich zuerst ins Bad, das Baby war Eiskalt und wimmerte schwach. Ich trocknete es erst einmal ab und wickelte es in ein Handtuch, doch es schien sich nicht auf zu wärmen also füllte ich das Handwaschbecken mit warmen Wasser und setzte es rein. Plötzlich kam mir eine Idee, mehr eine Person, Shinra. Sofort fischte ich mein Handy aus der Hosentasche und suchte seine Nummer.
„Hallo?"
„Shinra, komm sofort zu mir nach Hause," brüllte ich in das Handy als er endlich ab nahm.
„Shizuo-kun? Ist was passiert, es muss was passiert sein, sonst würdest du nicht anrufen aber kann das nicht bis morgen warten, weißt du überhaupt wie spä.."
„Shinra, SOFORT!"
Damit legte er auf, er würde schon kommen. Das Baby hörte allmählich auf zu zittern und wurde wärmer, ich holte es aus dem Wasser und wickelte es wieder in das Handtuch und wollte mit ihr ins Wohnzimmer als ich den Zettel entdecket den das Baby fest gehalten hatte, ich hob ihn auf und erschrak.
Doch nicht für lange den dann hörte ich jemanden an der Haustür. Ich macht auf und Shinra und Celty standen da.
„Also was ist denn jetzt.. WO HAST DU DAS BABY HER?"
Ohne Erklärung nahm er mir das Baby aus der Hand, griff nach seiner Arzttasche und rannte ins Wohnzimmer.
Celty schien noch zu geschockt um etwas zu tun oder zu fragen bis nach einiger Zeit wo wir beide weiter in Türrahmen standen, ihr PDA in mein Gesicht hielt.
-Wo hast du das Baby her, Shizuo? Was ist passiert?-
Ich ließ sie erst mal ins Haus und erzählte ihr wie ich es oder besser sie gefunden hatte, ja ein Mädchen, ein kleines hilfloses Mädchen aussetzen und dann noch der Zettel ich zeigte ihm Celty darauf stand –Shizuka- und das heutig Datum vorne ein Stern hinten ein Kreuz wie auf Grabsteinen von Babys die Tot zur Welt kommen.
„Warum ausgerechnet Shizuka?"
-‚Shizu' bedeutet Stille, oder? Vermutlich eine Geschmackloser Scherz von den Eltern! Widerlich-
„Das kommt noch dazu warum haben sie, sie ausgesetzt an so einem Ort! Das waren doch keine Menschen!"
-Wir werden von vielen als Monster bezeichnet aber ich gebe dir recht, wir sind vielleicht Freaks aber diese Leute sind die richtigen Monster-
Wie aufs Stichwort kam Shinra mit dem Baby im Arm. Er gab sie mir dann, sie schlief, ihr kleiner Brustkorb hob und senkte sich leicht und sie saugte an ihren Daumen. Ich strich lachte über den braunen Flaum auf ihrem Kopf.
„Ich denke ich lasse ihr den Namen Shizuka, auch wenn das etwas komisch ist sie nach sich selbst zu benennen."
„Shizuo-kun, ich hab kaum Hoffnung, dass sie die überhaupt die Nacht überlebt." Meinte Shinra plötzlich monoton. Ich blickte ihn nur erschrocken an.
„Sie ist gerade mal ein paar Stunden alt, war längere Zeit unterkühlt und ist schwer unterentwickelt, entweder war sie ein Frühchen von mehreren Wochen oder die Mutter hatte mehre beinah Fehlgeburten, vermutlich selbst ausgelöst."
Ich sah wieder zu den kleinen Bündel in meinem Arm, ich spürte wie Angst in mir wuchs ich wollte das, sie sollte leben. Aber ich konnte nichts tun, nur..
„Shinra, kannst du überhaupt nichts tun, egal wie klein die Chance wäre?"fragte ich klein laut. „Bitte, Shinra."
Nach einer kurzen Pause meinte er schließlich.
„Ich arbeite zurzeit an einem Serum, welches zurzeit den Effekt hat einen längere Zeit physisch Robuster zu machen. Es könnte ihr helfen, aber die Chance liegt gerade mal bei 40%."
„Wie hoch sind die Chance das sie ohne dieses Mittel überlebt?"
„Etwa 5%, schätze ich."
„Dann mach es, wenn du sie damit retten kannst, dann tu es bitte." Shinra nickte holte ein Flaschen aus seiner Arzttasche und stach mit einer Spritze in den Deckel und zog etwas der Flüssigkeit hoch, schnippte leicht gegen die Spritze um die Luft raus zu lassen und hielt dann die Spritze an Shizukas Arm, ein letztes Mal sah er mich noch einmal an bevor er in ihre Vene stach.
Ihre Babyblauen Augen sprangen auf und sie begann zu weinen. Ich wippte sie leicht und sie beruhigte sich langsam wieder. Noch währenddessen gab Shinra mit Instruktionen für die Nacht und den Morgen und gab mir noch Milchpulver für Babys, wobei ich mich fragte wozu er bitte das mit sich rum schleppte, beschwerte mich aber nicht.
Ich bedankte mich und verabschiedete die beiden. Daraufhin ging ich mit Shizuka schlafen, wir hatte zwar irgendwo auf dem Dachboden das alte Babybett von mir und Kasuka aber ich hatte jetzt keine Lust mehr danach zu suchen, also schlief sie so mit mir im Bett, ich lang noch etwas wach mit ihr im Arm, ich hoffte sie überlebte.
Am nächsten Morgen wurde schlug ich verträumt und entnervt, die Augen auf, irgendwas patschte in meinem Gesicht herum. Doch sofort besserte sich meine Laune als ich sah wer das war.
Aus ihren großen blauen Augen sah mich Shizuka an und klatschte noch mal gegen meine Nase. Für ein unterentwickeltes 1 Tage altes Baby ganz schön fest.
Dachte ich bevor ich aus dem Bett stieg und sie mit in die Küche nahm.
