Monster? Papa Nein
Izaya´s POV
Kaum hatte ich mich von meinen Lieben verabschiedet wurde ich in eine Gasse gezogen. Meine Perücke fiel mir vom Kopf und ich wurde zu Boden gedrückt, bevor ich nach Shizu-chan rufen konnte. Stopfte mir jemand brutal ein Stoffklumpen in den Mund.
Ich riss die Augen auf.
Vor mir standen 5 Typen, ich hatte schon mal flüchtig gesehen. Es waren Mitglieder der Russischen Mafia, besser gesagt Schläger der Mafia. Mit denen ich morgen einen Termin hatte, für Shiki-san als Dolmanager. Anscheinend wollten sie nun ihren eigenen Übersetzer morgen dabeihaben.
Auf dem Boden fixiert und mein Messer entzogen, sah ich meinem Ende entgegen…
oder so dachte ich, denn als einer der Kerle mich mit meinem eigenen Messer erstechen wollte.
Riss ihn ein Müllcontainer weg, seine Genossen waren so perplex, dass sie nicht merkten das sich ein sehr wütendes Monster sich seinen Weg bahnte. Mit einem weiteren Container auf den Schultern, mein geliebtes Biest.
Shizu-chan riss einen nach den anderen von mir und machte sie fertig. Auch wenn diese Kerle von der Russischen Mafia waren und mehr aushielten als die üblichen Trottel, hatten sie keine Chance, nun er kämpft auch regelmäßig gegen Simon.
Ich war so damit beschäftigt, den Kampf (Massaker) zu beobachten, dass ich nicht merkte wie jemand auf mich zu rannte, erst als dieser Jemand seine Arme um mich schlang in meine Brust weinte, erkannte ich meinen kleinen Engel.
„Shizuka!"
„M-mama." Schlurzte sie, ich schloss sie sofort enger an mich und versuchte sie zu beruhigen.
Mit einem Mal stand Shizu-chan vor uns, er sah besorgt und ängstlich zu uns.
„Shizu-chan?" fragte ich, bei der Erwähnung von ihrem Vater, sah Shizuka auf, sprang zu ihrem Papa und vergrub sich in seinem Bein und weinte weiter. Normalerweise würde er keine Sekunde zögern und sie hochnehmen, was war bloß mit ihm auf einmal los?
Als ich aufstehen wollte gaben meine Beine nach und ich ging erneut zu Boden. Shizu-chan huschte zu mir und hob mich im Brautstyl auf seine Arme. Ich sah in Chibi-chans vom Weinen rot gewordene Augen.
„Mama?... Papa hat Mama schmerzen?" Ich war bloß etwas ausgelaugt, nichts Ernstes.
„Nein, Chibi-chan, Mama ist bloß etwas müde!" gab ich als Antwort, damit hörte sie auf zu weinen.
„Sieht wohl so aus als ob du doch mit uns nach Hause kommst." Kommentierte Shizu-chan schließlich.
„Sieht so aus." Gab ich müde zurück.
Ich bekam nur die Hälfte des Weges mit. Ich wurde von Shizu-chan ins Bett gelegt und hörte wie er Chibi-chan ins Bett brachte. Wenig später kam Shizu-chan zu mir und legte sich zu mir ins Bett.
„Shizu-chan, was war den vorhin los?"
„Was mei-„
„Du weißt was ich meine. Du wolltest Chibi-chan nicht hochnehmen, warum?"
„Ich hatte Angst, dass… es war das erste Mal das ich vor Shizuka meine Kraft gezeigt habe und… ."
„Du dachtest sie jetzt Angst vor dir hat? Alles was sie gesehen hat war wie ihr Papa ihre Mama beschützt hat. Sie hat keine Angst vor dir, glaub mir unser kleiner Engel liebt dich viel zu sehr um Angst vor dir zu bekommen." Noch bevor Shizu-chan antworten konnte, hörten wir das knarren der Tür, Chibi-chan stand darin mit ihrem Plüschhasen, den sie von Celty geschenkt bekommen hatte, im Arm.
„Darf ich heute hier schlafen?" fragte sie leise und ich nickte und rückte ein Stück zur Seite, damit sie sich zwischen mich und Shizu-chan klettern konnte. Shizu-chan traute sich gar nicht sie anzuschauen, was mein Baby sehr unglücklich machte.
„Papa?" keine Antwort.
„Mama? Habe ich etwas falsch gemacht?" Da schreckte Shizu-chan auf.
„Nein, Shizuka. Du hast nichts falsch gemacht, sondern Papa." Shizuka sah Shizu-chan verwirrt an und mich schließlich fragten ansah.
„Papa denkt, du hast jetzt Angst vor ihm, weil du gesehen hast wie er diese Männer verprügelt hat."
„Aber Papa hat das gemacht, weil die Männer dir weh getan haben, oder?" sie wand sich zu Shizu-chan.
„Papa du hast nichts Böses gemacht."
„Doch das hat Papa." Meinte Shizu-chan mit gesenktem Kopf.
„Papa hat diesen Männern schwer verletzt, weil er seine Wut nicht unter Kontrolle hatte und…"
„Papa hat angst auch dich und Mama verletzt würde." Shizuka sah mich erschrocken an und klammerte sich an Shizu-chan.
„Nein, Papa würde Mama und mir nie weh tun. Papa du darfst nicht denken das du böse bist. Das bist du nicht." Shizuka begann zu weinen. Shizu-chan zögerte weiterhin sie anzurühren. Ich nahm seinen Arm und legte ihn um Shizuka. Damit hörte sie auf zu weinen, ich kuschelte mich noch dazu und sah in Shizu-chans goldenen Augen. Die wieder etwas aufhellen. In den Armen des jeweils anderen schließen wir ein, mit unserem kleinen Engel schließen noch tief und fest, es war ein so goldiger Anblick, ähnlich goldig wie ihre Augen. Und da kam wieder mein Verdacht auf.
‚Waren die beiden doch miteinander Verwandt?'
Selber Haarfarbe, selbe Augenfarbe, selber Geschmack (Pudding und Erdbeeren). Es stimmte schon niemand käme auf den Gedanken das Chibi-chan nicht Shizu-chans Tochter sein könnte. Weshalb wir damit noch nicht soviel Schwierigkeiten hatten. Wenn das Jugendamt tatsächlich angetanzt kam. Regelte ich das auf meine Weise. Nicht das es einen echten Grund gab Chibi-chan wegzuholen. Shizu-chan war ein guter Vater und sorgt hervorragend für Chibi. Nur die Tatsache, dass das Monster von Ikebukuro, ein Kind hatte, reichte einigen schon um panisch zu werden. Ich stand nun in der Küche und machte Frühstück fertig und ich bereits an der Türschwelle als etwas nach meinem Bein griff und mich aufhielt.
„Mama, bleib bitte." Chibi-chan sah mich mit einem treuen Hundeblick an, denn ich ihr beigebracht hatte. Dumm nur ich war immun, auch wenn es von meinem kleinen Engel war.
„Das geht nicht, Mama muss zur Arbeit, sonst wird Mamas Boss Shiki-san sauer und das ist etwas was Mama nicht will."
„A-aber, da werden wieder die bösen Männer von gestern sein, oder?"
„Da hast du Recht, aber da können sie mir nichts tun. Shiki-san und seine Leute passen dann auf Mama auf, also ist alles gut."
„Du lügst." Ich sah Shizuka verblüfft an.
„Was meinst du?"
„Du hast Angst auch wenn das Shiki-sans Leute sind. Du vertraust denen nicht." Mein Staunen um.
„Warum denkst du das?"
„Ich weiß es einfach außerdem, vertraust nur Papa." Ich begann zu lachen.
„Du hast recht! Papa vertrau ich am meisten und das diese Kerle Mama gestern angegriffen, hat mir schon Angst gemacht, aber (jetzt kommt das große ABER) man darf sich nicht von seinen Gefühlen ausbremsen lassen. Dein Papa zum Beispiel hat sehr viel Angst!"
„Wovor?"
„Vor sich selbst, diese Art von Angst ist die schlimmste und auch wenn dein Papa diese Angst hat lässt er sich nicht unterkriegen. Die meisten Menschen die so eine Angst vor sich selber hätten würden verrückt werden oder zerbrechen. Nun es kann auch daran liegen, dass Papa so unvorhersehbar ist aber… nun Papa ist etwas Besonderes."
„Warum nennst du ihn dann Monster?"
„Das sag ich zwar aber du und Papa sind eine absoluten Lieblings Menschen. Sag ihm das aber nicht sonst denkt er noch ich werde weich." Und zwinkerte ihr zu und nahm sie in den Arm und gab ihr eine herzliche Mama Umarmung.
„Frühstück steht auf dem Tisch, drück Papa für mich, ja." Sie nickte „Bis später Chibi-chan."
Damit verließ ich die Umarmung, Shizuka war unglaublich, sie wirkt unschuldig und hilflos. Aber wenn ich mich manchmal mit ihr alleine Unterhalte, kam es mir so vor als spreche ich mit einer erwachsenen Frau, welche intelligent und kühl meinen Provokationen trotzt. Und wie vorhin.
„… du lügt." Sie kann fast genauso gut Menschen lesen wie ich nur ist sie dem selbst nicht bewusst oder sie will keinem zeigen was sie wirklich kann. Nun kann auch an Shizu-chans Erziehung liegen, wer weiß. Wie dem auch sei sie ist auch meine Tochter, etwas von mir muss sie ja haben.
