„Ich weiss nicht was ich mit ihr machen soll Scorpius", sagte Ainsley in ihrer Küche und hielt mit zitternder Hand ein Tasse Kräutertee. „Sie will mit niemandem reden. Sie wurde offensichtlich misshandelt. Normalerweise kümmere ich mich selbst um sie wenn es schlimm ist aber sie will keine Frau in ihre Nähe lassen. Ich glaube ihre Mutter muss sie geschlagen haben oder so."
Albus und Scorpius sahen einander misstrauisch an.
„Wir können nicht noch ein Kind adoptieren", sagte Albus streng.
„Ich bitte euch nicht sie zu adoptieren", berichtigte Ainsley schnell. „Ich bitte euch sie zu pflegen bis sie in einer besseren Verfassung ist und wir ihre Mutter aufspüren können. Ich muss zuerst herausfinden wer das Kind ist und etwas an dieser Situation fühlt sich nicht richtig an."
Scorpius sah seinen Mann an. Er wusste das sie nicht nein sagen konnten – da war ein Kind das ihre Hilfe brauchte und offensichtlich vertraute Ainsley ihnen damit zurecht zu kommen – aber er wollte auch nicht das sie mehr abbissen als das sie kauen konnten.
„Was denkst du Al?" fragte Scorpius aber Albus sah Ainsley in die Augen. Scorpius konnte sehen wie sich die Zahnräder in seinem Kopf drehten, beurteilte das Risiko und schätze ab wie ihre anderen Kinder es aufnehmen würden. Sie schliefen alle oben – glücklicherweise war Avery ihre älteste übers Wochenende von Hogwarts nachhause gekommen bevor das Semester auffrischte – und Albus wusste genau so gut wie Scorpius das wenn sie sie fragen würden wären sie zu aufgeregt bei der Aussicht auf einen neuen Freund um zu beurteilen ob es eine gute Idee war oder nicht.
„Los hol sie", sagte Albus schliesslich zu Scorpius. „Ich bleibe hier bei den Kindern."
Scorpius nickte und zog seine Robe über seinen Schlafanzug. Nachdem er seinem Mann einen Abschiedskuss gegeben hatte folgte er Ainsley in den Kamin und durch das Flohnetzwerk ins Ministerium welches spät in der Nacht unheimlich war – gut beleuchtet aber ausgestorben.
„Sie ist mit Darren in meinem Büro", erklärte Ainsley ihre Stimme hallte in der höhlenartigen Vorhalle wieder. „Ich wollte sie nicht ins Kinderheim bringen. Wir haben es vor ein paar Jahren vielleicht aufgeräumt und in Ordnung gebracht aber es ist nur angebracht wenn das Kind bei guter Gesundheit und stabil ist."
„Und du glaubst wir können helfen?"
„Ich glaube ihr seid meine beste Option da sie sich vor Frauen fürchtet", erklärte Ainsley. „Du wirst es sehen."
Sie machten sich auf den Weg zur Abteilung für Familien und Kinder Dienste – ein Büro das Scorpius und Albus sehr vertraut war – sowohl weil sie all ihre fünf Kinder hier adoptiert hatten als auch weil Ainsley die Leiterin der Abteilung war. Scorpius konnte nicht anders als zu lächeln als er beim vorbeigehen das Schild sah.
Abteilung für Familien und Kinder Dienste
Leiterin: Ainsley Malfoy Potter
Sie gingen durch zwei weitere Türen bevor sie in Ainsleys Büro kamen wo ein gequält aussehender junger Zauberer auf einen Gäste Stuhl in der Nähe von Ainsleys Schreibtisch sass und ein kleines Mädchen um die sechs Jahre war zusammengerollt auf Ainsleys riesigem Leder Stuhl ihre Arme um ihre Knie sie trug ein paar von Ministerium zur Verfügung gestellte Trainerhosen und ein T-Shirt. Scorpius entdeckte das schmutzige Kleid welches sie zuvor getragen haben musste auf einen Stuhl in der Ecke geworfen worden war.
Das kleine Mädchen erschrak als sie eintraten und rollte sich noch mehr zusammen. Ainsley trat zurück und stellte sich hinter Darrens Stuhl.
„Ist alles in Ordnung?" fragte sie ihren Assistenten. Scorpius wusste das Darren sehr gut in seinem Job war – er war da gewesen als er und Albus Samuel und Will adoptiert hatten – und selbst er sah perplex aus.
„Das Gleiche", sagte Darren.
Das kleine Mädchen betrachtete Ainsley – misstrauisch und verängstigt – hinter einem Vorhang aus dunklen blonden Haaren genau und ignorierte Scorpius komplett bis er näher zu ihr trat. Bei der Bewegung wurde sie bleich und Scorpius streckte seine leeren Hände aus um ihr zu zeigen das er nichts hatte was sie verletzen konnte. Er bewegte sich langsam um den Schreibtisch und ihre Augen folgten jeder seiner Bewegungen bis er sich in einer respektvollen Entfernung vor ihren Stuhl kniete.
Scorpius sah dem kleinen Mädchen in die Augen und wusste das er erledigt war. Sie hatten nicht den selben Grünton wie Albus – seine waren smaragdgrün und ihre eine heller Sellerieton – aber es war nah genug das diese Angst in ihnen zu sehen etwas scharfes in seine Brust bohrte.
„Mein Name ist Scorpius", sagte er leise. „Wie lautet deiner?"
Das Mädchen betrachtete ihn einen Augenblick bevor sie ihren Kopf gerade genug um zu sprechen hinter ihren Knie hoch hob.
„Charlotte."
Scorpius lächelte sie warm an. Er nutzte die Chance und bot ihr seine Hand zum schütteln an. Er hatte oft gemerkt das wenn man Kinder so grüsste wie einen Erwachsenen man ihren Respekt schneller verdiente als mit sonst etwas.
„Es freut mich dich kennen zu lernen Charlotte", sagte Scorpius. Sie betrachtete seine Hand misstrauisch aber er hielt sie gerade und liess ihr die Zeit sich zu entscheiden ob sie sie schütteln wollte oder nicht. Nach beinahe dreissig Sekunden liess sie ihre kleine knochige Hand in seine gleiten und schüttelte sie kurz bevor sie sie wieder zurückzog.
„Charlotte meine Schwester Ainsley sagte das du es in letzter Zeit schwer hattest", sagte Scorpius. Er sah eine Welle der Erkenntnis in ihren Augen – vielleicht eine Wertschätzung das es jemand verstand – und er fand es ermutigend. „Sie sagte das du vielleicht gerne zu mir und meiner Familie kommen willst bis sich die Dinge geregelt haben."
Das kleine Mädchen sah einige Male mit weiten und unsicher Augen zwischen Scorpius und Ainsley her.
„Ainsley will das du wohin gehst wo du es bequem hast", sagte Scorpius. „Und wir hätten dich gerne bei uns."
Er sah wie sie Ainsley forschend ansah und sah den Schmerz in den Augen seiner Schwester. Kinder vertrauten ihr von Natur aus so wie sie Albus und Scorpius vertrauten und er wusste das es ihr das Herz brach wenn sie nicht in der Lage war zu helfen – besonders wenn er wusste das sie an ihre acht und zwei Jahre alten Kinder dachte die mit James zuhause waren.
Er wagte es – er wollte ihr versichern das es zuhause keine Mutterfigur gab. „Mein Mann macht ausgezeichnete Pancakes. Ich bin sicher er wird dir am Morgen welche machen."
Charlotte starrte ihn für die längste ununterbrochene Zeit an seit sie eingetreten waren. Er konnte sehen das sie zusammensetzte was er gesagt hatte -´Mann´ und nicht ´Frau´. Er fragte sich ob sie mehr Fragen stellen würde – manchmal taten das Kinder und Albus und Scorpius kamen normalerweise gut damit zurecht aber er wusste nicht ob er es um zwei Uhr morgens ohne Albus an seiner Seite konnte.
Als sie zu lange still war legte Scorpius seinen Kopf schief. „Möchtest du das?"
„I-ich glaube schon", murmelte Charlotte. Scorpius grinste sie an – und die Sorge auf ihrem Gesicht liess etwas nach.
„Wir haben sogar ein extra Zimmer. Das Bett ist sehr weich."
„Diese Kleider sind kratzig", murmelte Charlotte und zog an dem groben grauen Shirt.
Scorpius gluckste darüber. „Meine Töchter Lexi und Avery sind zuhause. Ich bin sicher sie können dir einen Schlafanzug ausborgen."
Charlotte wiegte ihre Optionen ab – auch wenn Scorpius nicht sicher war welche Optionen sie abwog. Nach einem langen Augenblick nickte sie und rollte sich im Stuhl auf.
„Okay", sagte sie.
„Ausgezeichnet", sagte Scorpius und sammelte etwas Enthusiasmus um seine Sorge um das Kind zu verbergen. Er wollte das sie sich wie ein willkommener Gast fühlte – nicht ein Pflegefall. Er stand auf und streckte ihr seine Hand hin und sie nahm sie als sie vom Stuhl glitt. Ihre kleine Hand war kalt und zitterte – Scorpius wollte sie so schnell wie möglich nachhause bringen damit Albus ihr wenigstens ein Sandwich zu essen geben konnte bevor sie ohnmächtig wurde.
Darren reichte Scorpius schnell ein Klemmbrett mit einem Formular für vorübergehende Obhut. Scorpius nahm Ainsleys Pfauenfeder – eines der Weihnachtsgeschenke von Draco vom letzten Jahr und er hatte die passende – und unterschrieb mit ´Scorpius Hyperion Malfoy-Potter´ auf der untersten Linie. Ainsley unterschrieb schnell als die autorisierte Ministeriums Mitarbeitende und Darren als Zeuge. Als Darren fertig war fühlte wie Charlotte ihr Gesicht in seiner Robe vergrub und sich daran festhielt um sich in ihrer Erschöpfung zu unterstützen.
Er sah zu ihr hinunter. Ihr Kopf war im Stoff seiner Robe kaum zu sehen und er konnte nicht anders als mit ihr mitzufühlen. Er griff nach unten und legte seine Hand leicht auf ihren Kopf und war leicht zufrieden als sie nicht zurück wich.
„Du bist müde?" fragte Scorpius. Sie nickte an seiner Seite. „Möchtest du das ich dich trage?"
Charlotte sah zu ihm auf und er merkte zum ersten mal wie gerötet das weisse in ihren Augen war. Offensichtlich hatte sie an einem Punkt am Tag geweint.
Als sie nickte fühlte sich Scorpius etwas geehrt ausgewählt zu sein. Normalerweise war es Albus der Kinder anzog da er der Witzige mit Scherzen und Sarkasmus und Geschichten über kuschelige Tiere war. Albus war der kämpferische der bereit war jeden zu verhexen der seine Kinder auch nur falsch ansah und das liess sie sich sicher fühlen. Sie wurden aus den selben Gründen von ihm angezogen für die Scorpius ihn liebte und manchmal fragte sich Scorpius ob es war weil er im Herzen selbst noch ein Kind war.
Scorpius beugte sich vorsichtig hinunter und hob sie überrascht davon wie leicht sie war hoch. Er hielt sie mit einen Arm unter ihren Beinen und den anderen um ihren Rücken, es war ihm egal das sie seine Brille verschoben hatte und sie lehnte schwer mit ihren Armen um seinen Hals an seine Schulter. Ainsley schien erleichtert das das Problem gelöst war – wenigsten für den Moment war das Kind sicher und geliebt in einem Heim dem sie vertrauen konnte aber Scorpius fühlte keine Erleichterung. Er wusste genau was gerade passiert war.
Scorpius kam mit Charlotte in seinen Armen nachhause und fand Albus wartend im Wohnzimmer vor. Es war ein höhlenartiger offener Raum der das meiste des ersten Stocks ausfüllte und war gefüllt mit riesigen Couches, einem Regal voller Spiele, warmen Decken, Familien Fotos und Hundehaaren – genau wie Albus und Scorpius angefangen hatten die Dinge zu mögen.
Albus wie auch immer sah nicht glücklich aus als er Charlotte entdeckte. Er sprang von der Couch und ging zu seinem Mann aber Scorpius schüttelte schnell den Kopf und Albus erstarrte in seinem Schritt.
„Charlotte?" sagte Scorpius sanft.
Sie hob ihren schläfrigen Kopf von seiner Schulter und sah mit halb geschlossenen Augen zu ihm auf. Sie blinzelte einige Male als sie zu Besinnung kam und sah Scorpius erwartungsvoll an bevor sie sich umsah und ihre Umgebung aufnahm. Sie sah auf die hohe gewölbte Decke hoch, das schwere bearbeitete Eisen welches von der Mitte der Decke hing und in die halb offene Küche bevor ihre Augen auf Albus fielen. Scorpius fühlte wie sie sich in seinen Armen anspannte.
„Charlotte, das ist Albus, mein Mann."
„Pancakes", sagte Charlotte und verband das Gesicht mit dem Kommentar. Scorpius grinste sie an.
„Ja Pancakes", sagte Scorpius. „Albus?"
Scorpius sah den Augenblick in dem es passierte. Albus sah in Charlottes Augen und Scorpius sah das er sich in das kleine Mädchen verliebte. Er hatte es zuvor fünfmal gesehen – das intensivste (neben Avery da sie ihr erstes war) war der zweite Tag an dem sie Baby Adam hatten und Albus zugesehen hatte wie er auf Dracos Schulter gekotzt hatte. Scorpius war sicher das von diesem Moment an Adam Albus geheimer Liebling war aber nun war er sich nicht mehr so sicher.
„Hallo", grüsste Albus sie. Er hatte seine Hände in die Taschen geschoben – ein Zeichen das er sich unwohl fühlte – und er starrte sie für einen Augenblick mit einem hilflosen Ausdruck an bevor er Scorpius ansah. Es war eine stilles Verständnis das dieses kleine Mädchen sie brauchte.
Charlotte sah Albus an als ob sie überlegen würde was sie tun sollte – etwas wovon Albus nicht wusste wie er damit umgehen sollte da Kindern normalerweise entschieden der er ihr neuer bester Freund war und sie sofort Spiele spielen sollten also wartete er geduldig, respektvoll vor ihrem Raum und weinerlichen Augen bis Charlotte ihre Hand austreckte wie Scorpius es getan hatte. Es war egal das es die falsche Hand war – Albus grinste und schüttelte sie dennoch.
„Erfreut dich kennen zu lernen", sagte Albus. „Willst du jetzt Pancakes?"
Charlotte sah verwirrt zu Scorpius. „Ich dachte du sagtest Pancakes zum Frühstück."
„Ich werde sie auch zum Frühstück machen wenn du willst", sagte Albus. „Wir können mitten in der Nach und morgen Pancakes haben. Wie hört sich das an?"
Sie lächelte durch ihr leichtes Gähnen, erfreut über die Entwicklung und Scorpius sah wie Albus sich noch mehr verliebte.
Scorpius trug Charlotte in die Küche er ging nah hinter Albus welcher seine Schürze von der Anrichte zog und anfing zu arbeiten. Innert Minuten schlug er den Teig in einer grossen Stahlschüssel und Scorpius setzte Charlotte in der Nähe des Ofens neben ihn auf den Tresen und sah wie ihre kleinen Beine über die Kante hingen.
„Was ist das?" fragte sie und deutete auf Albus' Brust. Das Amulett das Scorpius ihm vor mehr als einem Jahrzehnt gegeben hatte hing zerkratzt und etwas verbeult um seinen Hals aber der Skorpion im Bernstein war noch immer sichtbar. Normalerweise trug es Albus versteckt unter seinem Hemd aber man sah ihn kaum ohne es.
„Es ist ein Amulett", erklärte Albus. „Scorpius hat es mir vor langer Zeit gegeben. Es beschützt mich."
„Oh", sagte sie leise. Sie sah wie Albus sich durch die Küche bewegte, ihre Augen flackerten vom Amulett um seinen Hals zu seinen Händen und zurück zu Scorpius welcher mit einer Mischung aus Sorge um Charlotte und Zuneigung zu seinem Mann beobachtete. Schliesslich musste Albus davon ausgehen das sie sich wohl fühlte weil er anfing Fragen zu stellen.
„Wie alt bist du Charlotte?" fragte Albus sie.
Charlotte hielt eine Hand mit ausgestreckten Fingern hin sah sie aber an als wäre die Nummer nicht richtig. Dann fügte sie ihre andere Hand hinzu und hob ihren Daumen.
„Sechs? Wow", sagte Albus. „Das ist beindruckend."
Er war daran den Teig in die heisse Pfanne zu geben hielt aber einen Augenblick inne und Scorpius wusste was er sagen wollte bevor er es tat. Es war Albus' Trick wenn ein trauriges Kind in seiner Küche war.
„Magst du Chocolate Chips?"
Vorhersehbar, dachte Scorpius und lehnte sich an grossen hölzernen Inseltisch denn sie letztes Jahr gebaut hatten. Vorhersehbar ja aber zu sehen wie Albus kleine Kinder für sich gewann und sie zum lachen brachte würde nie alt werden.
„Ja", sagte Charlotte kleinlaut. Albus griff in den Schrank und zog seinen Notfallkübel Chocolate Chips hervor und goss eine grosse Menge davon in den Teig. Scorpius fragte sich ab es klug war – sie wussten wenig über die Verfassung des kleinen Mädchens und ob ihre Mutter sie zurückholen wollte? Was wenn sie anti Zucker Leute waren und das der Grund war wieso sie so klein und blas war?
Sie kicherte während Albus weiter Chips in die Schüssel warf und sie ansah als wartete er darauf das sie ihm sagte aufzuhören. Es war ein fröhliches Geräusch besonders von einem Kind das so wenig zu sprechen schien.
Charlotte ass eine Unmenge an Chocolate Chips Pancakes während Scorpius und Albus ihr Platz geben vom Tresen aus zusahen. Albus drückte sich an die Seite seines Mannes, suchte in so einem merkwürdigen Moment Wärme, seine Augen blieben immer auf dem Gesicht des kleinen Mädchens.
„Was wissen wir?" frage Albus leise.
„Notiz die elterliches Aufgeben vermuten lässt. Sie wurde beim Besuchereingang des Ministeriums zurückgelassen. Das ist alles."
„Verdammt", flüsterte Albus. Charlotte schluckte etwas Orangensaft bevor sie mit ihrem vierten Pancake anfing. Sie hatte jetzt für zehn Minuten nichts gesagt und Scorpius vermutete das sie nicht viel sagte ausser wenn man mit ihr sprach.
„Ich habe den vorübergehenden Obhut Papierkram unterschrieben", sagte Scorpius ihm. „Ich bin sicher sie werden nachforschen aber es sieht aus als wäre sie verlassen worden.
Albus' Augen flackerten zu seinem Mann hoch. Scorpius sah müde aus. Albus wusste das er eine lange Woche im Ministerium hinter sich hatte in der er sich mit den veralteten französischen Archiv Gesetzten herumgeschlagen hatte um einige Texte für in die Datenbank zu kopieren zu bekommen und er wusste das Scorpius nicht geplant hatte so den Freitagabend zu verbringen. Er musste schlafen. Sie mussten beide schlafen stattdessen aber sahen sie einem verlassenen Kind zu wie es ass als wäre es seit Tagen nicht gefüttert worden.
Albus wusste das er verloren hatte sobald er dem kleinen Mädchen in die Augen gesehen hatte. Es war klar als er sah wie Scorpius sie trug das sein Mann bereits von dem Kind eingenommen war aber dann hatte er gesehen wieso. Sie war bezaubernd mit intelligenten Augen, einem süssen Gesicht und etwas was so schlimm zerbrochen war das er nicht konnte als es reparieren zu wollen.
Er liess seine Hand in Scorpius gleiten, lehnte gegen seinen Arm während Charlotte weiter ass. Es dauerte bis sie langsamer wurde und den Teller mit Pancakes mit etwas Angst betrachtete das Albus anfing sich Sorgen zu machen. Er ging zum Tisch hinüber – sie musste seine Bewegungen für die ersten paar Augenblicke nicht bemerkt haben weil sie etwas in ihrem Stuhl zusammenzuckte als sie merkte wie nah er war und Albus erstarrte.
„Du musst sie nicht alles essen weisst du", sagte Albus mit einem Lächeln.
„Muss ich nicht?"
„Natürlich nicht", sagte Albus und lehnte sie mit den Ellbogen auf den Tisch damit er auf ihrer Augenhöhe war. „Du isst einfach so viele du willst."
„Oh", sagte Charlotte schüchtern. Sie legte ihre Gabel auf den Teller. „Mummy zwingt mich immer alles zu essen aber es war nie so viel."
Albus hörte Scorpius reagieren. Er kam neben ihn und lehnte sich auch auf den Tisch. Es war die Haltung die sie oft einnahmen wenn sie ein ´ernstes´ Gespräch mit einem ihrer Kinder hatten nachdem sie sie mit dem Versprechen auf Essen in die Ecke getrieben hatten.
„Weisst du wo deine Mum ist?" fragte Scorpius.
Charlotte schüttelte vorsichtig den Kopf.
„Gibt es etwas was du uns sagen kannst Charlotte?"
Ihre Augen wanderten von Albus zu Scorpius und wieder zurück als sie entschied wie sie antworten sollte. Es war das selbe Verhalten das Albus bei verletzten Tieren sah wenn sie von Menschen misshandelt wurden und etwas brauchten aber nicht sicher waren wie sie auf einen Menschen zugehen sollten um es zu kriegen. Albus sah zu Scorpius und sah das die Silbernen Augen seines Mannes voller Sorge waren. Vielleicht hatte er dasselbe bemerkt.
„Meine Mum hat mich vergessen", sagte Charlotte leise. Albus' Aufmerksamkeit ging zurück zu ihr und er sah das sie auf ihren Schoss hinunter sah anstatt sie anzusehen. „Sie hat mir gesagt in der Nähe der Telefonkabine zu warten und hat vergessen zurück zu kommen."
Albus konnte beinahe hören wie Scorpius' Herz einen Schlag aussetzte und fühlte wie Scorpius an seine Seite sank. Albus schlang einen Arm um den Rücken seines Mannes seine Augen blieben auf dem kleinen Mädchen.
„Wenn jemand das in Ordnung bringen kann dann Ainsley – die Frau die du im Ministerium kennengelernt hast", sagte Albus und hoffte das es sie genug beruhigte damit sie schlafen konnte.
Scorpius indessen schien noch weitere Fragen zu haben. „Kannst du mir sagen wieso du Angst vor ihr hattest?"
Charlotte wurde peinlich berührt rot und biss sich einen Moment auf die Lippen.
„Sie ist wie Mum", flüsterte Charlotte. „Mum ist gemein."
Okay Scorpius, dachte Albus und hoffte das sein Mann seine Gedanken lesen konnte. Das reicht.
Scorpius hörte nicht auf.
„Aber Dads sind nicht gemein?" fragte Scorpius. Charlotte schüttelte den Kopf und Scorpius nickte und stand auf. Er schien erfahren zu haben was er wissen musste und sah zu Albus hinunter.
„Du musst müde sein", sagte Albus. Charlotte nickte und fing an schnell ihr Geschirr zusammen zu sammeln – so schnell das Albus über den Tisch greifen und ihre Hände still halten musste. Er nahm ihr vorsichtig den Teller ab – das Glas stand unsicher darauf – und stellte es wieder hin.
„Ich werde mich darum kümmern", sagte Albus freundlich. Sie schien es nicht zu verstehen und sah verwirrt und verletzt aus als hätte sie etwas falsch gemacht aber Albus hatte ein Problem damit das Gäste in seinem Haus ihre Dinge aufräumten. Er würde es nicht erlauben (seine eigenen Kinder auf der anderen Seite waren verantwortlich für ihr Chaos und Merlin hilf ihnen wenn sie am Ende des Tages nicht aufgeräumt haben). Ausserdem – war ihre Spüle hoch und sie würde nicht in der Lage sein sie zu erreichen.
„Aber…"Charlotte sah aufrichtig verwirrt und etwas ängstlich zwischen ihnen her und Scorpius fand es furchtbar verstörend. Dieses kleine Mädchen verband Geschirr zurückzulassen oder sich nicht selbst darum zu kümmern mit ernsthaften Konsequenzen. Scorpius brauchte die Details nicht das es ihm den Magen umdrehte.
Aber Albus freundliches Lächeln half ihnen in diesem Moment und sie liess los, erlaubte es Albus das Geschirr in die Spüle zu werfen und sie bis am morgen dort zu lassen. Scorpius drehte sich für einen Augenblick um und hoffte Albus' Augen zu erwischen als Charlotte kurz laut aufschrie und sich bewegte um ihre Beine auf den Bar Stuhl zu ziehen.
„Es ist nur Ridgebit!" sagte Albus schnell und eilte um den Tisch. Scorpius folgte kurz darauf und tatsächlich hatte ihr englischer Schäferhund entschieden aufzutauchen, ihr schwarz braunes Gesicht zeigte Interesse von dem sie wussten das es Neugier war aber für ein verängstigtes Kind welches auf Alarmbereitschaft war bedrohlich wirkte.
Albus kniete sich neben Ridgebit, die ihren Kopf vor Verwirrung schräg gelegt hatte als sie zu Charlotte aufsah. Albus schlang einen Arm um den Hund und kratzte sie hinter ihren Ohren was ihm schnell ihre Aufmerksamkeit einbrachte. Sie leckte sein Gesicht ein paar mal bevor sie wieder zu ihrem Neuzugang sah und auf die Begrüssung wartete die sie immer von Fremden bekam.
„Es tut mir leid", sagte Scorpius zu Charlotte. „Ich habe vergessen dir zu sagen das wir einen Hund haben."
„Es ist in Ordnung", sagte Charlotte und entrollte sich langsam. „Hat mich nur überrascht."
Sie griff vorsichtig nach unten, streckte ihre Hand nach Ridgebit aus welche ihre Angst zu fühlen schien und sich entschied ihre normale aufgeregte Begrüssung auszulassen und nur die Innenfläche von Charlottes Hand liebkoste.
„Weich", murmelte Charlotte.
Albus sah zu Scorpius und Scorpius konnte die Sorge und Verwirrung in den Augen seines Mannes sehen. Sie hatten vieles zusammen durchgemacht aber das war neu.
Scorpius legte eine tröstende Hand auf Charlottes Schulter und war zufrieden als sie nicht zurücksprang. Wenigstens schien sie sich mit ihm und Albus etwas wohl zu fühlen.
„Es gibt oben ein Gästezimmer wenn du dort schlafen möchtest", bot Scorpius an. Er wählte seine Worte vorsichtig da er nicht sicher war was Charlottes Erfahrungen waren – er hoffte aufrichtig das es nicht das schlimmste war was er dachte. „Aber wenn du nicht alleine schlafen willst verstehen wir das. Unsere Töchter Avery und Lexi sind oben und ich bin sicher sie würden gerne mit dir teilen oder ich schlafe unten – du kannst eine Couch für dich allein haben und ich werde die andere nehmen."
„Ich kann oben schlafen", sagte Charlotte. Ridgebit hatte angefangen sanft an ihrer Hand zu lecken und Charlotte schien das zu mögen. „Kann ich…um…was ist ihr Name?"
„Ridgebit", half Albus.
„Kann ich Ridgebit behalten?"
„Natürlich kannst du das", sagte Albus mit einem Lächeln. „Sie ist ein ausgezeichneter Wachhund."
Das war eine Lüge. Ridgebit fürchtete sich vor lauten Geräuschen und würde einen Einbrecher eher zu Tode lecken als ihn anzugreifen aber wenn es sich Charlotte dadurch besser fühlte war die Lüge in Ordnung.
Albus ran voraus und glitt in Avery und Lexis Zimmer um ein paar ihrer älteren kleiner Kleider zu stehlen während Scorpius Charlottes Hand hielt während sie in den zweiten Stock gingen.
„Euer Haus ist gross", sagte Charlotte als sie den Absatz zum zweiten Stock erreichten welcher mit Türen ausgestattet war. Ridgebit folgte dicht an ihrer Seite.
„Wir haben fünf Kinder", sagte Scorpius. „Und eine grosse Familie. Sie kommen manchmal vorbei."
„Oh", sagte Charlotte. Scorpius konnte sagen das das Konzept fremd für sie war.
„Draussen gibt es auch eine Scheune. Albus arbeitet mit Tieren die verletzt wurden und hilft damit es ihnen besser geht. Vielleicht möchtest du das morgen sehen?"
„Du bringst mich nicht zurück?"
Scorpius hielt an der Tür zum Gästezimmer inne und sah zu ihr hinunter.
„Willst du das?" fragte er und hoffte das es nicht wie eine Drohung klang. Er wusste das Albus vorsichtiger gewesen wäre und es leichter behandelt hätte aber Scorpius konnte in ihren Augen sehen das sie mit der Frage umgehen konnte. Was immer dieses Mädchen erlebt hatte, hatte sie belastbar gemacht.
Charlotte schüttelte schnell den Kopf. „Nein ich möchte hier bleiben. Wenn das in O-Ordnung ist."
„Natürlich ist es das", sagte Scorpius.
„Wird meine Mummy wissen wo sie mich findet?"
Scorpius runzelte die Stirn.
„Wenn deine Mum nach dir sucht wird sie mit Ainsley reden. Willst du das deine Mum dich findet?"
Charlotte sah auf ihre Füsse hinunter. Albus tauchte am Ende des Ganges auf schien aber zu merken das etwas los war und hielt inne bevor er bemerkt wurde. Scorpius schüttelte den Kopf und Albus nickte und blieb still.
Scorpius sank auf ein Knie hinunter, sein müder Körper protestierte bei der Bewegung, um mit Charlotte auf Augenhöhe zu sein.
„Was immer du sagst ist in Ordnung", sagte Scorpius. „Ich verspreche es."
„Nein", murmele sie. „Will ich nicht."
Scorpius schloss die Augen. Er wusste nicht welche Antwort schlimmer war.
„Morgen wird jemand vom Ministerium vorbei kommen", sagte Scorpius ihr. Sie sah ängstlich zu ihm hoch und Scorpius legte seine Hand auf ihre Schulter um sie zu beruhigen. „Sie werden dir ein paar Fragen stellen aber Albus und ich werden bei dir bleiben wenn du willst in Ordnung?"
Charlotte nickte.
„Aber egal was passiert du gehst morgen nicht zurück ins Ministerium und man wird sich um dich kümmern."
„Versprochen?"
„Ich verspreche es", sagte Scorpius und zu seiner grossen Überraschung schlang Charlotte ihre Arme um seinen Hals und umarmte ihn fest.
„Danke", murmelte sie gegen seine Schulter. Scorpius hob sie hoch und stand auf als Albus mit einem von Averys älteren Schlafanzügen in der ihnen kam.
„Der wird dir etwas zu gross sein", sagte Albus Charlotte. „Lexi und Avery sind zehn und elf also sind sie etwas grösser aber sie sollten reichen."
Scorpius trug Charlotte ins Gästezimmer welches nur von Orion benutzt wurde. Mehrere seiner Sachen waren auf den Schreibtisch und auf den Schrank geworfen und Scorpius wurde von einer Sehnsucht nach seinem kleinen Bruder übermannt welcher vor zwei Monaten zurück nach Hogwarts gegangen war. Er würde bald zum Halloween Fest gehen und Scorpius fühlte sich etwas eifersüchtig.
Nachdem er ihr das kleine angeschlossene Badezimmer gezeigt hatte setzte er Charlotte auf dem Bett ab und lächelte sie an und Albus legte den Schlafanzug vorsichtig neben sie. Scorpius dachte wenn er mit sechs Jahren den selben Tag erlebt hätte wie Charlotte würde er sich nach etwas Privatsphäre und Schlaf sehnen.
„Hast du alles was du brauchst?" fragte Scorpius. Charlotte nickte.
„Diese Treppe am Ende des Gangs", sagte Albus und deutete in die Richtung. „Die führt hoch im unser Zimmer in Ordnung? Wenn du etwas brauchst kommst du einfach hoch und klopfst an. Egal was."
Charlotte nickte verstehend und spielte mit dem Saum des Schlafanzugs. Ridgebit – welcher der emotional klügste Hund war den Scorpius je gesehen hatte – legte sich ohne Befehl neben das Bett.
Albus sah Scorpius an als ob er fragen wollte ob es noch etwas gab was sie tun konnten oder sollten. Scorpius sah mit der selben Frage zurück.
„In Ordnung", sagte Albus nach einem Augenblick ohne Antwort. „Wir werden…dich jetzt schlafen lassen und sehen dich dann morgen."
„Okay", sagte Charlotte und sah etwas verloren aber noch mehr etwas müde aus.
Albus und Scorpius traten aus dem Raum, da sie nicht wussten was sie tun konnten und wünschten ihre eine gute Nacht bevor sie in den Gang und die Treppe zu ihrem Zimmer hoch glitten. Albus schloss die Tür hinter ihnen und lehnte sich etwas benommen dagegen.
„Was zur Hölle", murmelte er.
Scorpius fiel auf die Bettkante und fühlte sich genau so betäubt und desorientiert.
„Was zur Hölle", wiederholte Albus. „Wer zur Hölle hat dieses Kind verletzt?"
„Ich weiss es nicht aber ich möchte gerne meine Hände an sie legen", sagte Scorpius.
„Ja deine verrückten Kräfte wären jetzt gerade nützlich", sagte Albus. „Unsere Hände an die Mum dieses Kindes legen und sie zum Reden bringen."
„Verdammte Schande das ich sie kaum noch habe", erinnerte ihn Scorpius.
„Ich würde mich freuen mich darum zu kümmern", sagte Albus seine Hand griff nach seiner Tasche wo Scorpius wusste er seinen Zauberstab verstaut hatte. Scorpius seufzte und nahm seine Brille ab, legte sie auf seinen Nachttisch und rieb sich die Augen.
„Ich soll verdammt sein wenn wir dieses kleine Mädchen wieder seiner Mutter geben", sagte Albus kämpferisch. „Ich weiss nicht was die Mum mit ihr gemacht hat aber ich werde es herausfinden und – „
„Und wirst was tun?" unterbrach Scorpius verärgert. Er stand auf. „Ich bin genau so wütend wie du Al aber das liegt komplett ausserhalb unserer Kontrolle. Wir können nicht tun ausser es gibt dokumentierten Missbrauch oder Vernachlässigung und ich wette das ist das erste mal das jemand davon gehört hat. Es liegt nicht in unseren Händen."
„Tut es das?" fragte Albus und trat auf ihn zu beleidigt das Scorpius überhaupt einen Mangel an Einfluss andeuten würde. „Weil meine Tante ist die frühere Zauberministerin dein Dad hat derzeit mehr Einfluss als jemand sonst über das Zaubergamot und – oh ja – mein Dad ist der verdammte Harry Potter."
„Das heisst nicht das wir das Gesetzt umgehen können – „
„Und! Und Ainsley ist für die Angelegenheiten der Kinder zuständig."
„Albus bitte – „
„Also sag mir bitte wie wir ihr nicht helfen können", sagte Albus und Wut blitzte in seinen Augen auf. Scorpius wusste das es nicht auf ihn gerichtet war – er wusste es besser und stritt sich nicht mit ihm.
„Wir können tun was immer wir können", sagte Scorpius , streckte seine Hände aus und hoffte seinen Mann zu beschwichtigen. „Was immer wir können aber Albus – las uns nichts überstürzen. Im Moment ist sie nur ein kleines Mädchen das unsere Hilfe braucht. Wir können uns nicht auf elterliche Übertreibung einlassen."
Albus starrte Scorpius einen Augenblick lang an wurde aber entspannter als er merkte das sein Mann recht hatte. ´Elterliche Übertreibung´ war ihre Spezialität – ein Ausdruck von Orion geprägt als Albus vor ein paar Jahren zu einem Hund zurück geknurrt hatte der gewagte hatte seine Zähne gegen Adam und Samuel zu fletschen.
„Okay", sagte Albus und atmete langsam aus. „Du hast recht. Wir können dieses Kind nicht einfach in unsere Familie aufnehmen."
„Und wenn es soweit kommt…"Scorpius dachte einen Augenblick darüber nach. „Wir haben gesagt fünf ist unser Limit Albus."
Albus starrte ihn komisch an das Scorpius sagte das er verdammt gut wusste das Scorpius dieses Kind bereits liebte und wenn sie ein ständiges zuhause brauchen würde sie nicht zögern würden es anzubieten. Scorpius wusste das sich seine Instinkte über die Jahre mit Albus verbunden hatten. Sie standen bereits auf der selben Seite.
„Ja, ja", seufzte Scorpius als Albus in seine Arme lief. Er klammerte sich verzweifelt und emotional ausgelaugt an seinen Mann. „Ich weiss."
„Du warst wirklich gut mit ihr", sagte Albus leise gegen seine Schulter.
„Du bist immer gut mit Kindern", erwiderte Scorpius. „Es ist tatsächlich eine beeindruckende Fähigkeit."
„Nun ich hatte geplant dich heute Nacht mit anderen Fähigkeiten zu beeindrucken", gab Albus zu. Scorpius lächelte und liebkoste den Hals seines Mannes und beklagte einen Augenblick die verpasste Möglichkeit.
„Es ist in Ordnung", sagte Scorpius. „Ich finde dich immer beeindruckend."
Albus erwachte am nächsten morgen nicht anmutig. Stattdessen kam er ruckartig wieder zu Bewusstsein und war sich umgehend bewusst das er verschlafen hatte. Seine innere Uhr legte sich auf neun Uhr fest aber seine Uhr sagte das es anderthalb Stunden später war und er schüttelte den Kopf um die Desorientierung abzuschütteln.
„Wach auf", fauchte er zu Scorpius welcher auf seiner Seite zusammengerollt war. Sein Rücken war Albus zugewandt, also packte er die Schultern seines Mannes und rollte ihn wachschüttelnd herum. „Wach auf!"
„Was? Wieso?" jammerte Scorpius.
„Weil wir ein verängstigtes kleines Mädchen in unserem Haus haben und es halb elf ist und unsere Kinder sicher bereits wach sind."
Das weckte Scorpius. Er stand in Sekunden auf den Beinen und suchte nach einem paar Hosen. Scorpius schlief normalerweise im Schlafanzug („Was wenn die Kinder uns mitten in der Nacht brauchen? Ich kann nicht in meinen Unterhosen runter rennen Albus.") ihn also so früh so unordentlich und ohne Kleider zu sehen war ein seltener Genuss denn Albus nicht geniessen konnte. Er kämpfte sich auch auf die Beine, zog ein paar Trainerhosen hervor und zog sie schnell gefolgt von einem T-Shirt der Brasilianischen Quidditch Nationalmannschaft an.
Sobald Scorpius ähnlich angezogen war rannten sie nach unten. Vom zweiten Stock konnten sie Stimmen hören die von noch weiter unten kamen und Albus sprang die letzten zwei Treppenstufen hinunter in die Verbindung zwischen Küche und Wohnzimmer.
Adam und Lexi sassen auf der Couch während Samuel, Will und Avery Charlotte auf den Couchtisch in mitten des Wohnzimmers gesetzt hatten. Jeder von ihnen hatte eine leere Schüssel Cornflakes neben sich und Albus entdeckte mehrere leere Süssigkeitenverpackungen die überall herum lagen. Avery erklärte Charlotte die Feinheiten des Brettspiels Schnatz Jäger! welche neben ihr auf einem kleinen Haufen Kissen sass und Albus war unheimlich dankbar für den Einfallsreichtum und Intelligenz ihrer ältesten Tochter – er verstand komplett wieso sie eine Ravenclaw war.
Adam sah mit gespannter Aufmerksamkeit zu sah aber aus als fühlte er sich zu unwohl um sich zu beteiligen. Albus musste nicht auf ihn zugehen um zu wissen das seine Angst ihn überwältigte – Lexi hatte ihre Hand auf seiner und mit seinen Atemzügen drückte sie seine Finger leicht und liess sie wieder los. Er war jetzt ruhig aber Albus nahm an das es ihn etwas aus der Bahn gebracht hatte Charlotte zu sehen. Er hatte nicht erwartet länger als die Kinder zu schlafen, also wusste er das er und Scorpius sich später bei ihm entschuldigen mussten und Lexi zu danken das sie es wie immer geregelt hatte.
„Guten Morgen?" sagte Albus amüsiert. Sechs Augenpaare wandten sich ihm und Scorpius zu und Samuel sprang von seinem Platz auf.
„Guten Morgen! Wir haben Charlotte kennen gelernt!"
Albus sah in Averys Augen und konnte sagen das es nicht so einfach gewesen war. Scorpius räusperte sich.
„Das kann ich sehen", sagte Scorpius und betrat das Wohnzimmer. „Wieso habt ihr uns nicht geweckt?"
„Ich war als erstes wach", erklärte Avery. „Ich habe Charlotte mit Ridgebit auf der Couch sitzend gefunden und sie irgendwie erklärt was passiert ist."
Avery schien nicht sicher ob alles erklärt wurde aber was immer Charlotte gesagt hatte musste genug gewesen sein um sie zu überzeugen das Charlotte hier sein durfte. Albus war froh das Avery sie als erste gefunden hatte – von all ihren Kindern schien ihr Urteil m fundiertesten zu sein.
„Ich konnte nicht mehr schlafen", sagte Charlotte leise. Neben ihr wimmerte Ridgebit und Will griff nach ihr um sie zu streicheln.
„Das ist in Ordnung", sagte Albus freundlich. Er ging um sich zu den Kindern an den Tisch zu setzten und setzte sich auf einen leeren Fleck während sich Scorpius hinter ihm neben Adam und Lexi setzte. Albus war froh zu sehen das Charlotte bei ihren Kindern entspannt zu sein schien aber er war noch stolzer auf seine Kinder welche offensichtlich die Möglichkeit genutzt hatten es einem Gast – einem offensichtlich verängstigtem und desorientiertem kleinen Mädchen – in ihrem Haus gemütlich zu machen. Er machte sich eine gedankliche Notiz es ihnen zu sagen wenn er die Chance dazu bekam – sie verdienten es alle zu wissen wie besonders sie waren.
Ein Tag verging und Ainsley und Darren kamen vorbei um eine Aussage von Charlotte aufzunehmen – eine bei der sie sich wohler fühlte sie mit Albus und Scorpius in der Nähe zu geben. Sie sprach kaum über ihre Mutter und wie sie zuhause behandelt worden war und es war eine der längsten Stunden in Scorpius' Leben. Sie erzählte ihnen auf eine sehr klinische Art das sie für so viele Aufgaben verantwortlich war – mehr als ein Kind es sollte – und das ihre Mutter sie schlagen oder ihr Mahlzeiten vorenthielt wenn sie nicht alles erledigte. Sie erzählte ihnen das ihr Vater vor einer Weile gestorben war und sie nur wage Erinnerungen an ihn hatte und das sie sich an ihn als den netten erinnerte. Sie erzählte ihnen das ihre Mum mit der Zeit grausamer wurde und sie das Haus die meiste Zeit kaum verliessen und Charlotte wirklich nicht wusste wo sie lebte.
Sie sagte ihnen auch ihren Nachnamen. Nott.
Eine Woche verging und das Zaubereiministerium hatte nur einen Namen gefunden – Amara Nott hatte Theodore Nott nach seiner Freilassung aus Askaban geheiratet. Nott war mittleren Alters aber Amara war mitte zwanzig gewesen. Theodore war bei einem betrunkenen Bar Duell gestorben – etwas das niemand aus Charlottes Geschichte herausbekommen hatte – und Amara und Charlotte hatten sich in ihr Haus zurückgezogen und wurden kaum gesehen.
Die Auroren – geführt von Harry dar kaum noch in den Ausseinsatz ging als er sich der Pensionierung näherte – gingen in das kleine Dorf wo sich das Haus der Notts befand. Harry war danach selbst zu Albus gekommen und hatte erklärt das es keine Spur von Amara gab und das Haus die letzte Woche leer gewesen war.
Albus hatte seinen Vater gebeten zum Abendessen zu kommen und danach während die Kinder draussen spielten fragte er seinen Dad was er tun konnte um einem Kind zu helfen das vernachlässigt und misshandelt wurde. Er fragte Harry was er sich als Kind gewünscht hätte was man getan hätte – was er dachte was er gebraucht hätte – und sie redeten für Stunden bis die Sonne untergegangen war und die Glühwürmchen hervor kamen. Sie sprachen bis Harry nichts mehr zu sagen hatte und Albus jeden Rat angenommen hatte den sein Vater bieten konnte. Sie sprachen bis Harry zugeben musste das er stolz war das Albus gefragt hatte und er froh war das er zu ihm gekommen war.
Einige Tage später hatte sich Ainsley an die Abteilung für Aufzeichnungen gewandt und hatte herausgefunden das weder Theodore Nott noch Amara Nott geborene Williams lebende Familie hatten die Näher als Cousin zweiten Grades waren. Draco gab dem zweiten Zauberer Krieg die Schuld – sie viele Reinblutfamilien hatten nur einen einzigen Erben oder gar keinen weil sie entweder gestorben oder in Askaban eingesperrt waren. Natürlich war das jetzt egal hatte er gesagt – und hatte Charlotte mit einem warmen Lächeln einen dritten Keks angeboten.
Scorpius war sicher das sie ihn um ein geflügeltes Pony bitten konnte und er innert einer Stunde eins für sie hätte.
Ein Monat verging und niemand hatte sich gemeldet der sich um Charlotte gekümmert hätte. Albus und Scorpius hatten beim Abendessen eine lange Unterhaltung während ihre Eltern zuhause auf die Kinder aufpassten und danach gingen sie den Fluss hinunter – warm von der Weinflasche die sie geteilt hatten und froh zum ersten mal seit Monaten einen Abend für sich zu haben. Albus hielt die Hand seines Mannes während sie gingen beide dachten über die Dinge nach.
„Wir haben fünf Kinder gesagt", sagte Albus und brach die lange aber angenehme Stille.
„Ich weiss das haben wir", antwortete Scorpius. Er blieb stehen und blickte auf den By Brook in Castle Combe. Albus sah wie Scorpius' Augen einem flatternden Eisvogel zwischen den Ästen eines nahegelegen Baumes folgten. Er sah vielleicht zu aber Albus wusste das sein Kopf ganz wo anders war. Albus wollte seinen Gedankengang nicht unterbrechen also sah er einfach das Gesichts seines Mannes an.
Es gab nun so wenig Möglichkeiten wo Albus Scorpius einfach beobachten konnte ohne bemerkt zu werden. Es war eine seiner Lieblingsbeschäftigungen in Hogwarts gewesen – ihn beim Lernen zu sehen, ihm beim Essen zu sehen, zu zusehen wie er Dinge erklärte die Albus nie verstehen würde es ihn aber trotzdem tun lassen um zu sehen wie seine Augen vor Aufregung leuchteten.
Scorpius war noch immer reizbar – er würde nach ein paar Tagen auf Geschäftsreise (nie mehr als ein paar Tage) mit Geschenken nachhause kommen und würde vor Aufregung hüpfen wenn er sie den Kindern gab. Er würde verzückt nachhause kommen wenn sie eine Übereinkunft mit einem internationalen Archiv zum austauschen von Informationen erreicht hatten und an dem Tag als sie endlich den ersten Trank in die internationale Datenbank hochgeladen hatten hatte er vor Freude beinahe geweint weil er wusste das er mindestens eine Familie in der Zauberer Welt davor bewahrte den selben Schmerz zu erleben den er und Draco erlebt hatten.
Aber Scorpius hatte auch einige dunkle Erinnerungen. Es passierte selten aber er wachte ab und zu noch immer verängstigt und verwirrt von Albträumen auf. Albus war immer dankbar das er da war – er zögerte nie seine Arme ums Scorpius' Taille zu schlingen und ihn an sich zu ziehen und Scorpius zögerte nie den Trost anzunehmen. Sie teilten immer ihre Gedanken und Gefühle – die Zeit und Elternschaft hatte das nicht geändert aber jetzt konnte Albus ihn nicht unter Druck setzten. Er konnte nicht riskieren Scorpius' Meinung zu ändern damit er ihre Entscheidung später bereute.
Also schlang er einfach einen Arm um die Taille seines Mannes und wartete auf das Urteil denn jeder der Albus mit Charlotte gesehen hatte wusste wo er stand. Innert weniger Tagen sie bei ihnen zu haben wurde sie Teil der Familie und Albus hätte jeden der sie verletzte gerne verstümmelt genau wie er es für den Rest seiner Kinder tun würde.
Albus lauschte Scorpius regelmässigem Herzschlag bis er tief durchatmete und zu ihm runter sah. Es war ein Lächeln auf Scorpius' Gesicht – eines das Albus zurück lächeln liess egal was war.
„Ich glaube sie sollte sehen ob sie will das wir sie adoptieren", sagte Scorpius.
Albus warf seine Arme mit so viel Wucht um Scorpius das sie zurückstolperten, Scorpius lachte und Albus grinste glücklich.
„Wenn du so stark empfunden hast hättest du etwas sagen sollen!"
„Ich wollte ich nicht umstimmen", sagte Albus. Scorpius umarmte ihn und wiegte mit ihm auf der Stelle. Es war unelegant aber effektiv und Albus klammerte sich an ihn.
„Dinge die dich glücklich machen ändern meine Meinung immer Albus", sagte Scorpius. Er küsste Albus ein zwei drei mal bevor er wieder zu ihm hinunter lächelte und sein unbändiges Haar aus seinem Gesicht wischte.
„Ich liebe sie auch", sagte Scorpius.
Charlotte weinte ungehemmt als Albus Scorpius und all ihre fünf Kinder sie fragten ob sie bei ihnen bleiben wollte. Sie wechselte den ganzen Abend damit sich an Albus oder Scorpius festzuklammern als hätte sie Angst sie würden verschwinden und am Ende landete sie zwischen ihnen als die Familie sich hinsetzte um einen Film zu sehen und hielt sich als würde ihr Leben davon abhängen an ihren Händen fest.
Ein Jahr verging und Charlotte wurde sieben (mit einer riesigen Party komplett geplant vom Rest der Malfoy-Potter Kinder und Orion) während ihr Adoption Papierkram in der ein Jahr langen Entwicklungsphase war. Avery und Lexi gingen nach Hogwarts und hatten nachweisbar eine gute Zeit mit Orion obwohl Lexi nach Slytherin gekommen war. Scorpius arbeitete an einem Deal mit den französischen Zauberern um Teile ihrer Sammlung europäischer Zauberer Geschichte zu erhalten und musste auf einen drei tägigen Ausflug um zu versuchen einen Deal zu vermitteln. Er war zurückhaltend gewesen aber Ainsley hatte ihm versprochen das Charlottes Papierkram sich in den nächsten drei Tagen nicht bewegen würde – ihr finaler Individualfürsorge Besuch würde wahrscheinlich im nächsten Monat Dezember sein und das er sich nicht zu sehr sorgen sollte.
Scorpius apparierte ausserhalb der Grenzen der Schutzzauber die das Malfoy-Potter Haus umgaben und ging glücklich den Weg zum Haus hinauf. Er hatte dieses mal ausgezeichnete Geschenke – einen Zauberwürfel für Adam, etwas Schokolade für Samuel und Will und einen ausgestopften Niffler für Charlotte. Er fragte sich ob Averys neuen Umhang und Lexis Buch via Eulenpost schicken konnte oder ob er Albus überzeugen konnte persönlich mit ihm nach Hogwarts zu gehen um sie zu bringen. Vielleicht konnten sie alle gehen und sie und Orion zum Abendessen nach Hogsmeade mitnehmen. Sicher würde ihnen das gefallen und Scorpius vermisste die beiden sehr…
Er war so in Gedanken verloren das er nicht mal merkte das Albus, Samuel und Will auf der Veranda auf ihn warteten. Will sah niedergeschlagen aus und Samuel war unruhig aber am alarmierendsten war Albus der mit verschränkten Armen gegen die grosse Holzsäule lehnte sein Gesicht hatte einen ernsten Ausdruck. Das war weit entfernt von ihrer normalen Begrüssung welche normalerweise beinhielt das die Kinder ihn zu Boden rammten und Albus der ihn küsste bis eines der Kinder „ew, eklig!" schrie.
Scorpius rannte die letzten Stufen hoch und warf seine Tasche neben Albus auf den Boden er hatte Angst herauszufinden was passiert war damit er dieses Gesicht machte. War jemand krank? War jemand gestorben? Oh Merlin – war es sein Dad?
„Was ist los?" verlange Scorpius. „Was ist passier?"
„Sie haben sie mitgenommen", murmelte Albus in einem Ton der sowohl bedrohlich als auch zerbrochen war.
„Sie mitgenommen? Wenn?" Scorpius sah zu Will und Sam die zusammenstanden. „Charlotte?"
„Das Ministerium ist gekommen und hat unsere Tochter mitgenommen", sagte Albus als würde eine Klarstellung nötig. Scorpius starrte in erschrocken an und wartete als Albus sich zu sammeln schien, er sah einen Augenblick weg als wäre es zu viel Scorpius anzusehen. Als er wieder hinsah konnte Scorpius sehen das seine Unterlippe begonnen hatte zu zittern auch wenn er nicht sicher sein konnte ob es aus Angst oder Wut oder Schmerz war.
„Ihre Mutter ist zurückgekommen und hat nach ihr gesucht und hat einen formellen Antrag auf Obhut ausgefüllt. Da die Adoption nicht abgeschlossen war wird es eine Anhörung geben aber wir können sie nicht behalten während wir warten", sagte Albus. Er festigte seine Arme um sich als wolle er verschwinden „Sie ist in der Obhut des Ministeriums."
„Aber wir hatten eine vorübergehende Obhutsvereinbarung", sagte Scorpius hilflos. „Wir hatten jedes Recht uns um sie zu kümmern."
„Mum übertrumpft Vereinbarung", sagte Albus. „Und eine Mum mit altem Reinblut Geld von ihrem toten Mann übertrumpft ein schwules Paar das sich aus Harry Potters Rebellen Sohn und dem ehemaligen Sohn von Voldemort zusammen setzt".
Scorpius schnaubte bei dem Titel. Die alte Behauptung das er Voldemorts Sohn war unwissentlich von Odgerel Klulan ausgehebelt worden welche eine lange Analyse über den Trank geschrieben hatte der benutzt worden war um Scorpius und Ainsley von Greengrass Fluch zu befreien. Ihre Erklärung über die Benutzung des Blutes eines Nachkommens der Person die den Fluch gesprochen hatte wie ihre Diskussion über Scorpius gut bekannte Kräfte als Nebeneffekt und der Nutzen von Draco Malfoys Blut im Trank hatten die Gerüchte schlüssig wiederlegt und Scorpius von etwas Spott befreit. Wie immer einige weigerten sich Akademikern zu glauben egal wie schlüssig die Beweise waren und betrachtet Scorpius noch immer mit Hohn und Argwohn.
„Was tun wir Al?"
„Es gibt nichts was wir tun können", sagte Albus und schlang die Arme um sich selbst. „Wir müssen warten, mit Individualfürsorgern reden – Ainsley musste sich bereits vom Vorgehen befreien also werden es Agenten sein die wir nicht kennen. Sie werden uns und Charlottes Mum interviewen und ihre Meinung über uns beide bei der Anhörung preis geben. Abhängend von Richter werden wir unseren Fall schildern können…oder nicht."
„Bekommen wir einen Rechtsbeistand?"
Albus nickte langsam und zum ersten mal seit Scorpius angekommen war lächelte er. Aber es war nicht das Lächeln welches Scorpius liebte. Es war eine gemeine Perversion davon.
„Natürlich werden wir das", sagte Albus.
„Bist du bereits zu meinem Dad gegangen? Ich bin sicher wir haben Anwälte auf Honorarbasis – „
„Wieso sollte ich zu deinem Dad gehen wenn die frühere Zaubereiministerin zugestimmt hat uns zu vertreten?"
Scorpius fühlte wie die Panik in seiner Brust etwas abflaute. Er hatte seit Jahren Geschichten über Hermine Granger im Gerichtssaal gehört. Es gab niemanden den er mehr auf ihrer Seite wollte.
Er sah an Albus vorbei zu Samuel und Will welche aufmerksam zusahen. Scorpius konnte die röte und Sorge in ihren Augen sehen und war umgehend peinlich berührt das er nicht vorher zu seinen Kinder geeilt war um sie zu trösten.
„Kommt her", sagte er und streckte seine Arme für sie aus.
Will erreichte ihn als erstes und fing dicht gefolgt von Samuel an, an seine Brust zu schluchzen. Scorpius schaffte es sie beide in den Armen zu halten und küsste sie auf ihre Köpfe.
„Ich bin froh das du zuhause bist Dad", sagte Samuel seine Stimme gedämpft von Kleidern und Armen.
„Ich auch", sagte Scorpius. „Es tut mir so leid das ich nicht hier war aber alles wir in Ordnung kommen."
„Kommt Charlotte zurück?" fragte Will. Scorpius Arme schlangen sich fester um ihn als sich die Tür auf der Veranda öffnete. Adam stand dort komplett zerstört. Sein Gesicht war fleckig und seine Haare waren in Unordnung. Seine Augen waren geschwollen vom weinen welches er nicht aufgehört hatte. Scorpius sah wie er ein paar Tränen mit dem Saum seines Ärmels wegwischte.
„Wir werden alles tun was wir können", sagte er und sah Adam direkt an und hoffte das er ein Trost sein konnte. „Ich verspreche das wir alles tun werden was wir können."
Es brauchte beinahe einen Parlamentsakt um ein Treffen mit Charlotte zu arrangieren. Mit Ainsleys Händen gebunden bekamen sie keinen Vorrang – kein Papierkram wurde vorangetrieben keine Bewilligung erteilt über den Fakt das die Erziehung der Malfoy-Potters sowohl auf dem Papier als auch in der Anwendung ohne Tadel war (ausser für das eine Mal in dem Albus Avery für eine Stunde ausversehen in der Scheune gelassen hat aber keiner wusste davon).
Als sie zwei Wochen nachdem sie aus ihrem Haus geholt worden schliesslich eine halbe Stunde bekamen nahmen sich Scorpius und Albus beide den ganzen Morgen frei um sicher zu gehen das sie rechtzeitig kamen. Den gegeben Umständen entschieden sie die Jungs bei Harry und Ginny zu lassen da sie nicht sicher waren wie es Charlotte gehen würde. Stattdessen schrieben sie ihr Briefe – Adam schickte eine kurze Nachricht und ein Buch mit Worträtseln, Samuel schickte eine Zeichnung von Ridgebit und Will schickte einen drei Seiten langen Brief in dem er alles nannte was sie tun würden wenn sie nachhause kam.
Scorpius hielt Albus' Hand fest als sie in einem leeren Ministeriumsbüro mit einem namenlosen Sicherheitsbeamten als Aufsicht warteten. Es war egal das Charlotte mehr als ein Jahr bei ihnen gelebt hatte – das Gericht war ziemlich besorgt das sie mit ihr abhauen würden. Ihr einziger Trost war das Amara Nott die selbe Behandlung bekam.
Charlottes Begleitung brachte sie herein und Scorpius fing direkt an sie zu beurteilen – ihre Kleider waren sauber und sie schien gut genährt aber sie war unglücklich. Es dauerte eine Sekunde bis sie merkte wo sie war aber als sie es tat flog sie auf sie zu.
Albus hob sie schnell hoch und hielt sie fest, liebkoste ihren Hinterkopf als sie sich an ihn klammerte. Scorpius umarmte sie merkwürdig während Albus sie hielt und Charlotte schlang einen ihrer kleinen Armen um seinen Hals. Er musste ihr Gesicht nicht sehen um zu wissen das das Zittern in ihren Schultern davon kam das sie versuchte die Tränen zurückzuhalten.
„Wie geht es dir?" fragte Albus schnell. „Geht es dir gut? Kümmern sie sich um dich?"
Charlotte nickte gegen seine Schulter und klammerte sich fester an sie. Albus war gezwungen sie in einen Arm zu nehmen und den anderen um Scorpius zu legen damit es funktionierte.
„Sie haben dich im Gruppenheim ja?" fuhr er fort. „Sind die anderen Kinder in Ordnung?"
Charlotte nickte wieder und lehnte sich in Albus' Arm zurück um sie anzusehen. Sie liess Scorpius gerade genug los um unter ihren Augen durch zu wischen und Scorpius beschwor ein Taschentuch und reichte es ihr. Sie nahm es dankbar an.
„Sie sind in Ordnung", sagte Charlotte. „Aber ich will nachhause."
„Ich weiss das du das willst", sagte Scorpius und glättete ihr Haar. Es fühlte sich rau an – offenbar war die Wasserqualität im Gruppenheim mangelhaft. „Es wird bald eine Anhörung geben."
„Meine Mum ist gekommen und hat mit mir geredet", sagte Charlotte. „Sie haben mich auch hergebracht."
Albus liess Scorpius los und ging zur Couch die in die Ecke des unbenutzten Büros gequetscht worden war. Er setzte sie darauf und er und Scorpius setzten sich auf je eine Seite. Sie lehnte sich sofort an Scorpius' Seite und er schlang einen Arm um ihre Schultern.
„Willst du darüber sprechen?" fragte Scorpius.
„Sie sagte das sie mich zurückholen wird", sagte Charlotte. „Sie sagte sie hat einen Fehler gemacht und das der Richter mich mit ihr nachhause schicken wird."
Albus sah über ihren Kopf in Scorpius' Augen. Sie mussten eine stille Übereinkunft treffen wer die schwere Frage stellen sollte. Albus nickte bereit aus für das Team zu tun.
„Und nun wo du sie gesehen hast wie fühlst du darüber?"
Sie sah zu ihm auf ihr Gesicht war vor Angst verzogen und ihre Unterlippe zitterte.
„Ich will nicht mit ihr zurückgehen", sagte Charlotte. „Ich will mit euch nachhause gehen. Könnt ihr mich bitte nachhause bringen?"
Sie sah erwartungsvoll und bittend zwischen ihnen her und Scorpius dachte er würde anfangen zu weinen. Er stellte sich jedes seiner Kinder in dieser Situation vor – bettelnd nachhause zu kommen und seine Hände gebunden. Avery würde die Situation analysieren und versuchen ihre Möglichkeiten nachhause zu kommen zu erhöhen. Lexi würde nach Schlupflöchern suchen und herausfinden wie sie den Richter umstimmen konnte. Adam hätte einen nervösen Zusammenbruch in so einer unorganisierten Umgebung um so viele neue Kinder zu sein. Samuel wäre optimistisch das alles gut werden würde. Will würde über die Kälte des Systems weinen.
Charlotte war aufgebracht und weinte aber sie wartete auf Anweisungen. Sie vertraute das sie alles taten was sie konnten. Sie erwartete das Albus und Scorpius alles in Ordnung bringen würden.
„Wir können dich heute nicht nachhause nehmen", sagte Scorpius. Ihr Gesicht ernüchterte. „Aber die Anhörung ist nächste Woche Donnerstag und wir tun unser bestes. Ich verspreche es! Tante Hermine wird helfen und Ainsley genau so."
Hermine, Ainsley, Ginny und Dania waren die vier Frauen zu denen sich Charlotte am meisten erwärmt hatte. Alle vier von ihnen waren sehr geduldig mit ihr gewesen und hatten viel Zeit damit verbracht sie für sich erwärmen zu lassen. Lily hatte es versucht war aber nicht genug zuhause um bereits genügend Eindruck gemacht zu haben.
„Geht es allen gut?" fragte Charlotte die ihr aktuelles Schicksal zu akzeptieren schien. Geht es Adam gut? Er war wirklich aufgebracht als…"
Sie musste es nicht beschreiben. Albus hatte Scorpius von Adam Zusammenbruch erzählt den er hatte als drei Ministeriums Agenten hereinkamen um Charlottes Sachen zu holen und sie in die Obhut des Ministeriums zu bringen. Wenn sie zuvor ohne ihre Zauberstäbe ruhig mit Albus gesprochen hätten wäre es in Ordnung gewesen aber sie hatten Adam auf dem falschen Fuss erwischt.
„Adam geht es gut", versicherte Scorpius ihr. „Tatsächlich haben er, Will und Samuel dir Briefe geschickt! Du kannst sie lesen wenn zu zurückgehst."
Albus reichte ihr das Packet Briefe und Charlotte nahm es mit zitternden Händen.
„Avery und Lexi fragen jeden Tag nach dir", sagte Scorpius ihr. „Sie schicken uns jeden morgen einen Brief und fragen ob es dir gut geht."
„Sag ihnen es geht mir gut", sagte Charlotte. „Sag ihnen das ich Spass mit den anderen Kindern habe."
„Hast du?" fragte Albus. „Hast du Spass mit den anderen Kindern?"
Ihre Stille sprach Bände – genau wie der Fakt das sie wollte das sie Avery und Lexi anlügen um ihre Gefühle zu schützen. Scorpius hielt sie etwas fester.
„Es ist bald vorbei", sagte Scorpius in einem wie er hoffte beruhigenden Ton. „Am Ende der nächsten Woche."
„Ich will einfach nachhause", flüsterte sie.
Albus und Scorpius hielten sie und machten was sie konnten um sie zum Lächeln zu bringen bis ihre Zeit vorbei war. Charlotte schien entschieden keine Szene zu machen und schlang las sie aufstand ihre Arme um das Packet an Briefen. Ein Teil von Scorpius dachte das es einfacher wäre wenn sie weinen und treten und schreien und darum kämpfen würde bei ihnen zu bleiben – vielleicht würden die Schreie eines kleinen Mädchens mehr bedeuten als die guten Argumente von Erwachsenen.
„Wir sehen dich bald", versicherte Scorpius ihr.
„Nächste Woche", spezifizierte Albus.
Charlotte nickte und bewegte ihre Füsse und sah zu Albus auf als die Individualfürsorge Arbeiterin kam um sie raus zu bringen. Charlotte warf ihr einen geringschätzigen Blick zu bevor sie sich wieder zu Scorpius und Albus wandte. Sie umarmte jeden von ihnen noch einmal und sie hielten sie beide so lange fest wie sie konnten.
„Wenn ich nachhause komme wirst du wieder Chocolate Chips Pancakes machen?" fragte sie und wich von Albus zurück. Scorpius konnte in seinem Gesicht sehen das es ihn jedes Stück Selbstkontrolle kostete sie los zu lassen.
„Alle Chocolate Chips Pancakes die du willst", versicherte Albus ihr.
Charlotte nickte und liess sich wiederwillig weg führen. Sobald sie ausser Sichtweite war ging der Sicherheitsbeamte auch und schloss mit einem kalten schnappen die Tür hinter sich. Erst dann versteckte Scorpius sein Gesicht in seinen Händen. Er fühlte wie Albus an seiner Seite zusammensackte und versuchte fest für ihn zu sein – es war so selten das Albus derjenige war der Unterstützung brauchte und sich beschützt fühlen musste das Scorpius die Gelegenheit nutzen musste. Er musste für Albus da sein – Albus der bei so vielen Gelegenheiten alles für Scorpius riskiert hatte und welcher ihn immer unterstützte und welcher genial, leidenschaftlich witzig und fürsorglich war – Albus der ein besserer Vater war als Scorpius es sich je hätte träumen lassen.
„Wir kriegen sie zurück", sagte Scorpius. „Das werden wir. Es ist mir egal was wir tun müssen."
„Du bist wirklich gut mit ihr", murmelte Albus in seine Brust. „Du bist wirklich mit all unseren Kindern. Ich sage dir das nicht genug. Du bist immer so ruhig und du behandelst sie so gut du kannst wie erwachsene. Ich glaube deshalb vertrauen sie dir und deshalb werden sie in Ordnung sein falls Charlotte nicht nachhause kommt. Du bist der beste im Dinge erklären."
„Ich bin nicht so gut mit ihnen wie du es bist", sagte Scorpius peinlich berührt.
„Wir sind uns einig das wir uns nicht einig sind", sagte Albus. Scorpius drehte sein Gesicht in Albus' Hals.
„Ich glaube nicht das ich heute arbeiten gehen kann", sagte Scorpius.
„Ich werde Giana sich um alles kümmern lassen." Albus Assistentin – eine ältere Magiezoologin – war ein zweites paar Hände und eine Deckung wann immer Albus freie Zeit brauchte. „Ich bin erschöpft."
„Deine Eltern haben die Kinder bis zum Abendessen", erinnerte ihn Scorpius. „Was sagst du wir gehen nachhause essen ein paar Erdnussbutter und Marmeladen Sandwiches und machen ein Schläfchen."
„Das ist die beste Idee die ich seit langem gehört habe", sagte Albus. Er stand auf und küsste Scorpius sanft bevor er ihn losliess und auf die Tür zeigte. „Geh voraus."
Hermine hatte ein Packet Papiere in der Hand und blickte finster drein. Albus sah von der Seite zu als sie hinter dem Berater Tisch durch die Papiere blätterte auch wenn er sicher war das sie jedes Wort auswendig wusste. Das war einfach Hermines Art und zu wissen das sie auf ihrer Seite war, war das einzige das ihn sich in diesem Raum wohl fühlen liess.
Albus war vor sechzehn Jahren schon hier gewesen hatte auf beinahe dem selben Platz gesessen. Daphne Greengrass und ihr Komplizen hatten ihren Prozess für das Kidnappen und Foltern von Scorpius gehabt und wenn er zurück auf den Tag sah wusste er nicht was schwieriger war – die ganze Qual noch mal durchzugehen und zu sehen wie Scorpius es wieder erlebte oder die Tage an denen er gewartete und sich gefragt hatte ob sein Freund noch lebte.
Wie vor sechzehn Jahren hielt Albus Scorpius' Hand fest. Es erdete ihn und behielt ihn in der Realität wie nichts anderes während alte Erinnerungen ihn heimsuchten. All die Zeiten in denen sie sich beinahe verloren hatten und hier waren sie und erlebten etwas so melodramatisches wie eine Obhut Anhörung.
„Es ist in Ordnung", flüsterte Scorpius als ihre zugeteilte Richterin – eine mittel alte Hexe die Albus als Martia Gamp erkannte, eine Hexe in ihren Fünfzigern mit offensichtlich gefärbten Haaren und haut so dünn wie Papier – und ein Gremium aus fünf Zaubergamot Mitgliedern hinter ihr herein kamen. Sie nahm ihren Platz am hohen Podium ein und sah hinunter auf die meist leere Kamer.
„Richterin Gamp ist fair", hörte Albus Harry flüstern. „Ich kenne sie nicht gut aber sie ist sehr, sehr fair. Ehemalige Hufflepuff. Ich weiss nicht ob das zu unseren Gunsten sein wird oder nicht."
Die Malfoy-Potter Seite beinhielt Albus, Scorpius, Avery und Lexi (welche sich geweigert hatten in Hogwarts zu bleiben während ihre Väter einen schweren Tag vor Gericht hatten und ihre Grandma Ginny überredet hatten ihr Genehmigungsschreiben zu unterschreiben damit sie ihre Eltern nicht fragen mussten), Draco, Dania und Orion (welcher nie weit weg von einem Familienanlass war wenn er helfen konnte), Harry, Ginny, James und Ainsley.
Auf der anderen Seite des Raums sass Amara Nott. Albus hatte nie mit ihr gesprochen und wollte es auch nicht wenn es nicht sein musste. Er war nicht sicher ob er anständig sprechen konnte nachdem er wusste wie Charlotte behandelt worden war und wollte ihre Chancen sie nachhause zu nehmen nicht beschädigen. Normalerweise würde er Mitleid für eine Frau endfinden die ganz alle die Obhut über ihre Tochter beantragte – ohne Familie, Freunde oder ihren Gatten – aber diese besondere Frau hatte seine Tochter überzeugt das ihr Wert darin lag wie viele Aufgaben sie am Tag erledigen konnte und dafür sollte sie leiden.
Albus fühlte eine Hand auf seiner Schulter und sah nach hinten. Er war nicht sicher ob die Anwesenheit ihrer in der Öffentlichkeit stehenden Familien und Eltern eine Hilfe oder Nachteil war aber sah selten eine Gelegenheit in denen rationale Hexen und Zauberer nicht eine Art Zuneigung für Harry Potter zeigten und für ein mal war Albus dankbar für die Narbe die unter dem grauen Haar seines Dad kaum zu sehen war. Er wollte es beinahe wegwischen damit sie aus der Ferne besser zu sehen war.
„Glaubt ihr wir können sie bestechen wen das schlecht läuft?" hörte Albus Draco fragen direkt gefolgt von Ginny die ihn zum Schweigen brachte und dem Geräusch von jemanden der jemanden aufs Knie schlug. „Was? Ich frage ja nur."
„Ich glaube nicht das es so funktionieren wird", sagte Orion. Albus sah über seine Schulter zu seinem Schwager (der sich mehr anfühlte wie ein Teilzeit Sohn). Orion trug seine Schuluniform – er war nach seinem Morgen Unterricht direkt aus Hogwarts gekommen – sein blau gestreifte Krawatte perfekt gerichtet und sein dunkelblondes Haar völlig glatt. Wenn Albus nicht gewusst hätte wie merkwürdig Orion wirklich war würde er durch die Erscheinung glauben das Orion genau so anständig wie sein Vater war. „Ich habe die Prozentzahlen für ähnliche Fälle studiert. Sie haben eine 34.2 Prozent Chance das sie sich für sie entscheiden."
„Witzig", murmelte Scorpius dunkel und schnaubte bei ihren Chancen. „Hermine hat die selbe Nummer gekriegt."
Orion sah zufrieden mit der Gültigkeit seiner Rechnung aus wurde aber still als Martia Gamp das Gericht zu Ordnung rief. Scorpius packte seine Hand fester – Avery legte ihren Kopf gegen Albus' Arm und Lexi beugte sich auf ihrem Platz vor, ihre Augen schmal auf Amara Nott gerichtet.
Das erste schlechte Zeichen war das der Rechtsbeistand der Mutter sich vorzögerte damit Hermine zuerst den Fall der Malfoy-Potters darlegen konnte. Albus sah wie sich der Kiefer seiner Tante unter ihrem wilden braun weissen Haaren anspannte und sah wie sie die Locken hinten sammelte und sie zusammenband – ein sicheres Zeichen das sie es ernst meinte.
Für eine halbe Stunde listete Hermine die Fakten auf – das Albus und Scorpius Muster Eltern waren. Ihre zwei Kinder in Hogwarts perfekte Akten hatten und das ihr Sohn Adam der wohl besondere Bedürfnisse hatte bereits der diesjährige Junior Zaubertrank Champion war (Albus sah wie Scorpius' Mund bei der Bemerkungen sich zu einem leichten Lächeln verformte). Sie zeigte wie Pflege die Charlotte bekommen hatte auf und die schrecklichen Lebensumstände an die sie sich gewöhnt hatte bevor sie zu den Malfoy-Potter gekommen war. Sie erwähnte unnötiger weise das Unterstüzungssystem ihrer Familie, da so viele von ihnen da waren, und zeigte die übertriebene Kette der Obhut und Pflege auf sollte eine Krankheit Scorpius und Albus befallen. Als letztes zitierte sie Interviews von Familien und nicht verwandten Mitgliedern der Zauberer Gemeinschaft welche die Familie und ihre Kinder kannten – welches einen langen Brief von Lily beinhaltete deren aufwändiges Geschäft sie in Tai Pei aufhielt (Albus nahm an das Hermines vorlesen einige ausgewählte Worte ausliess) und eine Unterhaltung mit der verstorbenen Schulleiterin Minerva McGonagall welche gesagt hatte das es keine bessere Familie in Britannien gebe als die Malfoy-Potters und jeder der sich weigerte Vernunft anzunehmen nicht klüger als ein Troll sei.
Gamp hatte wenige Fragen. Hermine liess wenig Raum für sie und sie ging auf das Podium zu und gab ihre Meinung in einer einfachen grauen Akte ab welche Gamp ruhig und unparteiisch annahm.
Hermine trat zurück, ihre dunkle violette Robe fiel still um sie und verschränkte die Arme hinter dem Rücken und wartete geduldig das Notts Rechtsbeistand ihren Fall darlegte. Sie blieb stehen – offensichtlich erwartete sie nicht das das Ereignis lange dauerte – und sah auf ihre Uhr.
Notts Vertreter – ein älterer Zauberer Namens Hawkworth – stand mit einem Lächeln auf dem Gesicht auf. Er fing mit einer Rede über Vergebung an – Albus konnte beinahe fühlen wie Scorpius' Blut neben ihm anfing zu kochen – und ging dazu über wie Amara Nott – jung, verwitwet und verwirrt – eine zweite Chance mit ihrer Tochter verdiente. Ihre Entscheidung zum Aufgeben war in einem Augenblick einer heftigen Krise gefällt worden, eine von der sie sich Zeit genommen hatte sie zu überdenken und sich jetzt entschieden hatte das sie sich nun besser um ihre Tochter kümmern konnte. Er zeigte Bilder des neuen Haus das sie gekauft hatte – viel besser als die alte Hütte die Harry in der Akte verzeichnet hatte. Er zog sogar eine Aussage von einem Doktor in Sankt Mungos hervor der Amaras besseren Geisteszustand bestätigte.
All das jedoch war bedeutungslos als er das Argument hervor zog vor dem sich Albus am meisten gefürchtet hatte – das ein kleines Mädchen eine Mutter brauchte, wenn nicht ihre Mutter.
Er musste nicht über seine Schulter sehen um zu wissen das seine Mutter Hawkworth böse anblickte aber er tat es dennoch. Ginnys normalerweise warmen und braunen Augen waren eng und kalt und Harry schlang einen Arm um sie – ob es war um sie zu beruhigen oder sie festzuhalten sollte sie sich entscheiden Hawkworth zu erwürgen wusste er nicht. Hermine sah über ihre Schulter zu ihnen ein seltenes feixen auf den Lippen als sie Ginny in die Augen sah und dann Ainsley und Dania. Sie vier hatten schon lange entschieden das sie froh waren einen weiblichen Einfluss auf Avery und Lexi (und natürlich die Jungs) zu haben und hatten auch Charlotte schrecklich gerne willkommen geheissen. Kein Kind wäre besser bei einer misshandelten Mutter wenn sie vier der stärksten und unabhängigsten Frauen um sich hatten die Albus je kennen gelernt hatte.
Hawkworth umging den Aspekt das Albus und Scorpius zwei verheiratete Männer waren aber sein Ton zeigte seine Missbilligung und die seiner Klientin. Albus wusste das er riskierte Scorpius' Finger zu brechen als sein Griff sich anspannte aber er konnte die Hand seines Mannes nicht loslassen verdammt seien Blutergüsse.
Hawkworth beendete das Argument damit das Blutsverwandtschaft über alles ging und endete mit der Behauptung das anderes zu entscheiden gegen andere Entscheide das Gerichts stehen würde und die lange Linie in Familienfällen missachten würde. Er sprang zum Podium hoch, übergab seinen formellen geschriebenen Befund und ging zurück zu seinem Platz wo er sich– Albus nahm an – unter der Last des fortgeschrittenen Alters und Engstirnigkeit fallen liess.
Gamp dankte allen für ihre Zeit und scheuchte den kleinen Rat zurück ihn ihre Kammer und Albus sass für einige Augenblicke erstarrt da als alle um sie anfingen zu sprechen.
„Blödsinn wieso sollte jemand denken – „
„Ich hoffe ehrlich das dieser alte Mann unter meiner Aufsicht in Sankt Mungos landet – „
„Papa, wir hatten nie das Gefühl das wir eine Mum brauchen – „
„Dad kommt Charlotte nachhause?"
„Scorpius – Gerüchte zu folge soll Gamp Vorsitzende werden. Ich kann genau jetzt einen grossen Beitrag an ihre Kampagne leisten-„
„Das ist keine gute Idee Dad."
„Ruhe Orion."
Hermine kam auf sie zu und streckte ihre Hände aus. Die Gruppe wurde still als wären sie auch eine Versammlung die Hermine leitete. Albus erwartete halb das sie seine Mutter tröstete welche sehr wütende Tränen hinter ihm vergoss – sie hatten sich immer nahe gestanden – stattdessen aber sah sie zu Ainsley.
„Was denkst du?"
„Die Abteilung für Familien und Kinder Dienste hat detaillierte Akten über all unsere adoptierenden Familien", sagte Ainsley. „Du hast ihnen alles gegeben was wir über die Malfoy-Potters haben und es gibt nichts was nachteilig wäre. Der Entscheid sollte nicht länger als eine Stunde dauern. Es ist sicher. Ich war in hunderten von Anhörungen. Wir sollten kaum Zeit für Mittagessen haben."
James lehnte sich neben ihr vor. „Und niemand kann bestreiten das sie nicht die Besten Eltern hier sind. Ich meine – seht ihre Kinder an! Niemandes Kinder sind glücklicher, gesünder und klüger als ihre – ausser unsere natürlich."
Ainsley stiess ihn lächelnd an.
Albus war ermutigt. Avery seufzte und lehnte sich an seine Seite und er küsste ihren Kopf. Er würde sie und Lexi später dafür zurückweisen das sie hinter ihren Rücken die Schule verlassen hatten – im Moment war er nur froh das sie hier waren.
Mittag kam und ging. Genau wie der Rest des Nachmittages. Als sich sechs Uhr näherte und sie noch immer in Ainsleys Büro gequetscht waren begann Scorpius anzunehmen das sie wirklich erledigt waren. Er sah hinüber zu Albus welcher sich mit Lexi auf dem Schoss auf Ainsleys Schreibtischstuhl gesetzt hatte. Sie schlief jetzt aber Albus war hell wach – starrte ausdruckslos an die Wand einige Meter zu Scorpius' Rechten. Seine Hand strich faul über Lexis Haar während sie an seiner Schulter lehnte und Scorpius war etwas eifersüchtig. Er wollte auch an Albus' Schulter schlafen.
Ein Gerichtsassistent trat ein und alle sprangen auf die Beine – selbst Albus welcher es schaffte eine elfjährige elegant mit der Bewegung hoch zu heben. Lexi bewegte sich kaum. Der Assistent schüttelte den Kopf zu Ainsley und Hermine und Scorpius' Herz blieb stehen und Avery wimmerte an seiner Seite.
Sie hatten ihren Fall verloren und Charlotte war für immer weg. Aber sicher mussten sie zurück gerufen werden –
Ainsley musste den Ausdruck auf seinem Gesicht gesehen haben weil sich ihre Augen weiteten uns sie schüttelte den Kopf.
„Nein, nein", sagte sie schnell. „Das bedeutet nur das sie noch keine Entscheidung getroffen haben! Sie haben es für den Tag aufgeschoben – wir kommen am morgen zurück."
„Aber du sagtest das es sicher sei" sagte Draco grimmig.
„Ich dacht es wäre so", protestierte Ainsley. „Sollte es! Aber…ich weiss nicht."
James sah verloren zu seinem Bruder und Albus sah zurück zu ihm.
„Ich verstehe nicht", sagte James. „Wie kann – „
„Wir wissen beide wie James", sagte Albus bitter. „Es gibt immer noch Leute die glauben das gleichgeschlechtliche Paare nicht adoptieren sollten. Wir mussten vorher noch nie durch eine Anhörung. Der Rest unserer Adoptionen war traditionell und hatten keinen Rechtsstreit."
James sah zu Harry und Ginny als würde er glauben das seine Eltern helfen konnten aber sie schüttelten einfach die Köpfe. Ginny sah aus als wollte sie etwas sagen überlegte es sich aber anders und trat mit dem Gesicht verzogen vor Wut und Irritation nach draussen. Harry wollte ihr folgen aber Hermine hob ihre Hand um ihn zu stoppen und ging ihr selbst nach. Scorpius nahm an das es besonders hart für sie war da ihre eigene Mutter gerade gestorben war bevor Charlotte zu ihnen gekommen war.
Albus sah Scorpius hilflos an – auf die Art das Scorpius die Zeit stoppen wollte um was immer falsch war zu beseitigen bis Albus wieder lächelte. Es war der Ausdruck der ihn sich noch hilfloser fühlen liess als er bereits war.
In dieser Nacht schliefen all ihre fünf Kinder und Orion zum ersten mal seit Monaten in ihrem Haus. Normalerweise hätte das Scorpius getröstet – seine ganze Familie für die Nacht unter einem Dach wo er sie sehen und berühren und sich um sie kümmern konnte – aber es war nicht seine ganze Familie. Nicht ohne Charlotte.
Scorpius starrte die Decke an als das Geräusch von laufendem Wasser im Badezimmer aufhörte. Er hörte wie Albus herumging – sich abtrocknete, seine Zähne putzte, seinen Schlafanzug anzog. Es war spät und er fragte sich bereits ob diese Nacht schlafen konnte – ob es einen Weg gab auf den er sich erholen konnte – und er wollte Albus weil die Anwesenheit seines besten Freundes seinen Geist immer etwas beruhigte.
Albus kam nur in einem paar Trainerhosen heraus und warf sein feuchtes Tuch in den Korb. Scorpius sah wie er sich in den Spiegel beugte, versuchte sein Haar zu glätten und bei dem bedürftigen Ergebnis die Stirn runzelte – eine altehrwürdige Tradition die Scorpius liebte. Albus zuzusehen alltägliche Dinge zu tun – kochen, mit den Kinder spielen, ihre Familie zu einem Spielabend einladen und erschöpft von einem langen Tag ins Bett zu schlurfen war etwas von Scorpius Lieblingsbeschäftigungen besonders wenn sein Mann kein Hemd trug und das Tattoo mit der Skorpion Konstellation auf seiner Schulter sichtbar war.
Albus fiel neben ihm aufs Bett und streckte sich mit den Händen auf dem Bauch gefaltet auf dem Rücken aus.
„Ich bin müde", verkündete Albus. Scorpius summte zustimmend und studierte das Profil seines Gesichts. Selbst mit nur einem Licht im Raum war das grün in Albus' Augen lebendig. Sie wurden beide älter – kleine Falten tauchten hier und da auf, die Haarfarbe verblasste und Narben wo vorher keine gewesen waren aber Albus' Augen waren konstant.
„Ich weiss", flüsterte Scorpius. Albus schluckte hart und lag komplett still als würde ihn jede Bewegung schmerzen. Er drehte sich um und legte eine Hand auf Albus' Bauch und bemerkte wie angespannt er war – seine Muskeln waren vor Stress gespannt und sein Kiefer war zusammengepresst. Scorpius zerbrach sich den Kopf um etwas zu sagen was trösten und komplett wahr war fand aber nichts.
„Sie werden unser kleines Mädchen wegnehmen", sagte Albus seine Stimme belegt und schwer. „Sie werden sie nicht zurückgeben und wir werden uns jeden Tag fragen müssen ob es ihr gut geht."
Jedes mal wenn Scorpius sah wie sehr Albus ihre Kinder wirklich liebte wurde er daran erinnerte wie sehr er seinen Mann liebte. Scorpius legte seine Hand auf Albus und fuhr über den Ring an seinem Finger – der Gold Ring der einst James Potter I gehört hatte – und sagte das einzige was er konnte.
„Ich liebe dich."
Albus einzige Antwort war eine die Scorpius nicht erwartet hatte es aber hätte sollen da es dasselbe war was er den ganzen Tag fest selbst getan hätte. Albus drehte sich direkt in Scorpius' Schulter und fing an zu weinen – nicht das leichte schniefen das er gezeigt hatte als Samuel gefragt hatte ob Charlotte nachhause kam und falls nicht ob sie das extra Bett aus seinem und Wills Zimmer nehmen konnten weil Orion das Gästezimmer zurück haben würde?
Nein das war schluchzen. Albus hatte nicht mehr so geweint seit Grandma Molly gestorben war und damals hatte Scorpius nicht das Gefühl gehabt stark für ihn sein zu müssen wenn die komplette Potter und Weasley Familie auch geschluchzt hatte. Aber nun suchte er etwas in sich um stabil zu bleiben und sich selbst davon abzuhalten unter dem Druck zu zerbrechen und er versagte schrecklich.
Scorpius nahm Albus in die Arme und hielt ihn und erinnerte sich stark an die Nacht nachdem er in seinem siebten Jahr vor Daphne gerettet worden war. Sie waren den ganzen Tag von der Familie umgeben gewesen und Scorpius hatte sich zusammengerissen während er mit Heilern sprach und seine Freunde und Familie gesehen hatte die alle helfen wollten aber nicht konnten. Es fühlte sich sehr wie heute an als sie zusammen ins Bett gefallen waren – damals zum ersten mal – unter widrigen Umständen und später in der Nacht hatte er in Albus' Armen geweint.
Ihm stand nur eine Option zur Verfügung. Er schlang seine Arme um Albus und weinte auch.
Als der Freitagmorgen kam standen sie leise auf. Scorpius öffnete das Fenster um die Eule rein zu lassen und nahm den Brief den er erwartet hatte. Er brach das Ministeriumssiegel mit seinem Malfoywappen Brieföffner und las den Brief. Sie wurden umgehen vorgeladen.
Scorpius reichte Albus seine Kleider und half ihm sein Hemd zuzuknöpfen da Albus nicht in der Lage schien es selbst zu machen. Bevor sie hinunter gingen schickte Scorpius Dania eine Nachricht auf ihr Handy – er hatte schliesslich aus Not gelernt sie zu benutzen – und bat sie darum bei den Kindern zu bleiben. Wenn die Dinge schlecht liefen – und er sorgte sich das die lange Beratungszeit darauf schloss das es das tat – wollte er es den Kindern selbst zuhause sagen.
Scorpius hielt Albus für eine lange Minute bevor sie nach unten gingen. Er konnte seinen Mann nicht versichern – es gab nichts zu sagen wenn die Dinge ausserhalb ihrer Kontrolle waren. Sein einziges Angebot war einfach „wir haben alles getan was wir konnten." Es war nicht genug.
Sie verabschiedeten sich schnell von der Kindern als Dania kam. Sie versuchte sie zum Essen zu zwingen bevor sie gingen aber keiner von ihnen konnte Essen ansehen. Sie flohten ins Zaubereiministerium wo sie Ainsley, James, Harry und Draco trafen. Offenbar schien sich Ginny nicht in der Lage zu fühlen da zu sein und hatte entschieden Dania zu helfen auf die Kinder aufzupassen und dort auf Albus und Scorpius warten.
Es war ein langer Weg zum Gerichtsaal – einen denn Albus jedes mal hasste weil es ihn daran erinnerte wie unter ziemlich anderen Umständen durch das Ministerium gegangen war. Draco ging ihnen voraus und Albus fragte sich ob er sich daran erinnerte durch genau diesen Gang zu einer Notfall Anhörung gegangen zu sein und Albus draussen zu lassen während gesichtslose offizielle versuchten zu entscheiden was sie wegen Scorpius Malfoys Verschwinden tun sollten.
Draco erinnerte sich vielleicht nicht aber Hermine schien sich daran zu erinnern Albus benommen und verwirrt auf dem Boden gefunden zu haben. Während sie gingen schlang sie einen Arm um die Schultern ihres Neffen.
„Wenn ich muss werde ich tausende Beschwerden ausfüllen bis wir einen Richter haben der Vernunft zeigt", flüsterte Hermine ihm zu. „Ich bin im Halb Ruhestand. Ich habe sowieso nichts besseres zu tun."
Albus lächelte bei ihrem Angebot aber es war nicht aufrichtig und als sie um die Ecke in die Hauptkammer des Zaubergamots bogen bezweifelte er aufrichtig das er mit einem Lächeln gehen würde.
Sehr zu ihrer Überraschung sass Charlotte mit einer Vertreterin des Kinderheims des Ministeriums hinten in der Kammer. Sie sah traurig und verängstigt aus und als sie sie sah sprang sie auf nur um von der Offiziellen an ihrer Seite aufgehalten zu werden. Die Frau sagte etwas – Charlotte sah besorgt aus und Albus überprüfte sie auf Schaden – Physisch oder anders – aber was immer die Frau sagte liess Charlotte sich wieder setzten. Ihre Augen wiederrum verliessen Albus und Scorpius nie und Albus zwang sich zu einem Lächeln und winkte für sie. Sie schien es nicht abzukaufen bot aber wiederum ein trauriges halbes winken.
„Es geht ihr gut", flüsterte Harry ihm zu als er sie weiter scheuchte. Albus wusste das sein Vater recht hatte – sie mussten sich auf die richtigen Plätze setzten – aber Albus wollte Charlotte einfach fragen ob es ihr wirklich gut ging.
„Komm schon Al", sagte Ainsley. Albus seufzte und folgte ihr und setzte sich zwischen Scorpius und Harry. Ainsley und Draco setzten sich auf Scorpius andere Seite und Albus fühlte James' Hand von hinten auf seiner Schulter.
Trotz all seiner Fehler als Kind war James ein grossartiger Bruder geworden auch wenn er etwas spät dran war und Albus schätzte seinen manchmal etwas verdrehten Sinn für Humor.
„Weisst du wenn ihr wirklich noch eine Tochter wollt bin ich sicher Ella würde gerne mit ein beiden abhauen", flüsterte James. „Sie hasst mich derzeit weil ich sie gezwungen habe Brokkoli zu essen."
Albus schnaubte bei dem Gedanken. James und Ainsleys achtjährige Tochter hasste Brokkoli und alle anderen grünen Gemüse.
„Wie kannst du es wagen", murmelte Albus ihm zu. „Deshalb mag sie mich lieber. Ich mache Brownies."
Richterin Gamp trat ohne den Rest des Rates ein – Albus hatte das auch nicht erwartet. Er sah zu Hermine und Ainsley welche besorgt aussahen und er war erstarrt vor Furcht. Charlotte, welche klug genug war um zu wissen das Hermine die erfahrenste auf ihrer Seite war wenn es um Ministeriums Angelegenheiten ging hatte es mitgekriegt und sank auf ihrem Stuhl zusammen.
„Guten Morgen", grüsste Gamp sie. Sie nickte Amara Nott zu und dann Scorpius, Albus und ihrer Familie bevor sie ihren Platz einnahm. Sie faltete ihre Hände auf einer Akte und seufzte.
„Das ist sehr ungewöhnlich", sagte Gamp. Scorpius sah hinunter. „In einem Gremium aus fünf Leuten sollte es unmöglich sein zu keiner Entscheidung zu kommen und trotzdem hatten wie ein Unentschieden aus vier Stimmen und einem Mitglied welches nicht in der Lage war zu entscheiden und sich selbst gerettet hat."
Hermine runzelte die Stirn sah Albus aber in die Augen und zuckte mit den Schultern. Offensichtlich war das ungewöhnlich aber nicht unbekannt.
„Deshalb liegt es an mir die endgültige Entscheidung zu treffen, welche ich entschieden habe ohne den Rat zu treffen da ich bereits ihre schriftliche Meinung habe. Ich habe die Meinung der verbleibenden vier Ratsmitglieder zu Rate gezogen. Wie auch immer es gibt noch etwas was ich wissen möchte", sagte Gamp."
Albus sah in Scorpius' Augen und sah das sie voller Besorgnis waren. Persönlich hätte Albus gerne ein altertümliches Duell mit Amara Nott um zu entscheiden wer Charlotte mehr liebte. Das einzige Problem war wer gegen sie kämpfen würde – er oder Scorpius.
„Charlotte Nott würdest du bitte ins Zentrum des Raums kommen?"
Albus sah Gamp erschrocken an. Wie konnte sie es wagen Charlotte so auszustellen wenn sie offensichtlich so viel durchgemacht hatte. Er sah zu Charlotte welche von ihrem Platz aufgestanden war sie sah zittrig aber entschlossen aus. Sie ging zum Tor und einer der Aufseher öffnete es für sie. Sie bedankte sich höfflich und hielt inne als sie zu ihrer Mutter sah.
Albus sah Amara Nott zum ersten mal wirklich an. Sie beugte sich auf ihre Knie nur begleitet von dem alten Mann der sie gestern vertreten hatte, Hände gefaltet, die Augen auf jeden von Charlottes Bewegungen gerichtet aber nicht wie es Scorpius waren. Es war nicht liebevoll und voller Sorge. Es war besitzergreifend und bedrohlich auf eine Art die Albus nicht verstehen konnte aber er wusste das Charlottes Geschichte nicht besonders war – es gab immer verlorene Kinder mit schlechten Eltern oder überhaupt keinen Eltern welche in schlechte Situationen gerieten. Albus würde ihnen allen helfen wenn er könnte und fühlte sich ziemlich hilflos zu wissen das er es nicht konnte und fragte sich wieso versuchen wir es überhaupt?
Aber dann dachte er an alle ihre fünf Kinder zuhause – alle von Eltern aufgegeben die sich nicht um sie kümmern konnten oder Weisen und gerettet vor dem System
Waren. Er konnte sie nicht alle retten aber diese fünf…diese fünf hatten er und Scorpius geliebt und er wollte eines mehr retten – nur eines mehr weil dieses kleine Mädchen besonders war und wenn jemand diese riesige, merkwürdige liebende Familie mit Geschwistern und Cousins und Grosseltern verdiente dann sie.
Charlotte ging in das Zentrum des Raums und Gamp lächelte von Podium zu ihr hinunter. Sie stand so aufrichtig wes es eine siebenjährige konnte, ihre Hände hinter dem Rücken gefaltet und Albus hoffte das er die Möglichkeit hatte ihr zu sagen wie mutig er sie fand. Er hoffte das er die Chance hatte ihr viele Dinge zu sagen.
„Hallo Miss Nott", sagte Gamp. Charlotte hob ihren Kopf etwas höher.
„Charlotte", verbesserte sie. Albus grinste. Sie hasste es wenn ihr Nachnahme verwendet wurde und war bei der Aussicht Charlotte Malfoy-Potter zu sein sehr aufgeregt gewesen.
„Charlotte", berichtigte Gamp mit einem Lächeln. Albus hoffte das die Richterin Kinder hatte – dann konnte sie vielleicht auch sehen wie mutig Charlotte war. „Charlotte ich habe ein paar Fragen an dich wenn es dir nichts ausmacht."
Charlotte verdrehte die Finger hinter ihrem Rücken – ein klares Zeichen das sie nervös war. Albus wollte nichts mehr als zu ihr zu gehen und Scorpius' Hand verfestigte sich um seine eigene und sagte ihm das sein Mann dasselbe fühlte. Er entschied sich seinen Arm durch Scorpius zu schlingen und zwang sie beide still zu sitzen.
„Okay."
„Charlotte kannst du mir sagen was du am Leben bei deiner Mutter am meisten mochtest?"
Charlotte sah zu Amara ihr Rücken Albus und Scorpius zugewandt. Ihre Finger wurden schneller und Albis biss sich auf die Lippen.
„Um…" murmelte sie ängstlich und nervös.
„Nimm dir Zeit", sagte Gamp freundlich.
„Er…ich mochte es wenn ihr gegessen haben u-und sie nicht wütend auf mich war", sagte Charlotte. „Wenn ich nichts falsch gemacht hatte."
„Okay", sagte Gamp. „Und was mochtest du am Liebsten am Leben bei den Malfoy-Potters?"
Charlotte sah zu ihnen, ihre hellen Augen gingen über die Gesichter die sie beobachteten und hielt bei Albus und Scorpius inne.
„Ich mag es wenn Dad uns vorliest", sagte Charlotte. „Am Abend. Manchmal liest er uns Geschichten vor."
Scorpius grinste sie tränend an.
„Und ich mag es mit Papa auf den Bauernmarkt zu gehen. Manchmal kommen Grandpa Draco und Granpa Harry auch mit und ich mag es wenn Tante Hermine und Grandma Ginny zum Essen kommen und wir Zauberschnippschnapp spielen."
„Das ist sehr gut – „
„Und ich mag es auch wen wir draussen spielen – ich und Avery und Lexi und Sam und Will und Adam und Adam hat mir beigebracht Glühwürmchen zu fangen – „sie hielt ihre Hände als Beispiel zusammen und Albus' Schulter zitterten mit leisem Gelächter weil nur eines ihrer Kinder es wagen würde einen Richter so zu unterbrechen.
Gamp grinste zu ihr hinunter.
„Ist das alles?"
„Nein", sagte Charlotte nicht verstehend das es eine rhetorische Frage war. Albus musste seinen Mund mit seiner Hand bedecken. „Ist es nicht. Ich mag es auch wenn Orion vorbeikommt er ist witzig und nett und erzählt mir von Hogwarts. Er sagt ich werde wie er ein Ravenclaw sein aber Lexi glaubt das nicht und Grandpa Harry sagt das ich ein Gryffindor wie er sein werde."
„Dein Granpa Harry würde das sagen", sagte Gamp. Harry verdrehte die Augen entweder weil es wahr war oder weil jeder vermutete das er mit dem Ministerium vertraut war.
Glücklicherweise wurde Charlotte still. Sie trat zurück wechselte dazwischen ihre Finger zu drehen, ihre Füsse zu bewegen und an ihren Kleider zu ziehen während Gamp auf die Papiere sah.
„Traditionell hat sich unser Gericht wann immer möglich für die biologischen Eltern entschieden", sagte Gamp. Albus fühlte wie eines seiner Gelenkte unter Scorpius' Griff brach. Er hörte auf zu atmen.
„Wie auch immer ich habe das Gefühl das sich jeder Fall auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kindes fokussieren muss nicht auf die Prozentzahlen vorheriger Fälle", sagte Gamp. „Deshalb ist es die Entscheidung dieses Gerichts das die Obhut von Charlotte Nott an Albus und Scorpius Malfoy-Potter gewährt wird und ihre Adoption umgehend abgeschlossen ist."
Albus fühlte sich als wäre alle Luft aus seiner Lunge gewichen und sein Körper fiel aus Erleichterung zusammen aber er hatte nur eine Sekunde es zu geniessen und zu fühlen wie Scorpius sich an seine Seite lehnte. Charlotte verarbeitete was sie gesagt hatte und sah sie an, ihr Mund stand für eine Sekund in einem überraschten ´O´ offen bevor sie rannte. Sie rannte direkt auf sie zu es schien sie nicht zu interessieren das eine Absperrung so hoch wie ihre Schultern zwischen ihr und den Rängen war und Albus kämpfte sich auf die Beine, stolperte über sich und fing sie als sie ihn erreichte, zog sie hinüber und hielt sie gegen seine Brust.
„Oh wir haben dich vermisst", sagte Albus zu ihr und wärmte sich an der Erleichterung sein vermisstes Kind wieder in seinen Armen zu haben. Scorpius hatte seine Arme in einer Sekunde um sie beide und Charlotte drehte sich um seine Wange zu küssen.
„Wir haben dich so sehr vermisst", fügte Scorpius hinzu. „So, so ,so sehr."
Charlotte kicherte und Albus liess Scorpius sie nehmen – es wäre selbstsüchtig ihm seine Umarmung zu verwehren. Als Scorpius seine Arme um ihre Tochter schlang und sie auf dem begrenzten Raum herumwirbelte sah Albus hinüber zu Amara Nott. Sie redete mit bewegten wütenden Gesten mit Richterin Gamp und ihr Rechtsberater an der Seite stellte Fragen. Gamp schüttelte mit verschränkten Armen gefasst den Kopf. Albus musste es nicht hören um zu wissen was gesagt wurde – der Entscheid war endgültig.
Draco sprach von Albus' Seite. „Erinnere mich daran Richterin Gamp einen äusserts grossen Früchtekorb zu schicken", sagte er.
„Den grössten Früchtekorb", fügte Harry hinzu. Albus lächelte sie dankbar das sie da waren an. Hinter Harry hatte James seinen Arm um Ainsley.
„Weisst du", hörte Albus zu seiner Frau sagen, „ich bin wirklich froh das wir das mit unseren Kindern nicht durchmachen mussten. Ich hätte es getan. Sofort, aber ich hätte nicht gewollt das die Kinder durch dieses ganze Gesetzeszeug leiden."
„Deshalb tu ich was ich tue", sagte Ainsley. „Wenn ich es für ein Kind leichter machen kann habe ich genug getan."
Albus sah sie an überrascht wie immer über die Freundlichkeit die durch die Greengrass Linie floss. „Du hast vielen Kindern geholfen", rief Albus zu ihr hoch. „Mehr als du zählen kannst und mehr als du wahrscheinlich weisst."
Ainsley wurde rot und schlang ihren Arm um James' Taille.
„Weisst du", murmelte Hermine mit so leiser Stimme zu Draco und Harry das Ainsley sie nicht in der Lage war sie zu hören. „Ich glaube sie würde eines Tages eine gute Zaubereiministerin sein."
Vielleicht eines Tages dachte Albus aber er konnte nicht über den Rest des Tages hinaus denken als Scorpius mit Harrys Hilfe Charlotte auf seine Schultern setzte. Er grinste sie an – Charlotte hatte zwei Väter die sie unheimlich liebten und fünf Brüder und Schwestern die Zuhause eifrig aus sie warteten und alles was er wollte war sie dorthin zu bringen wo er wusste das sie beschützt, geliebt und glücklich war.
Es dauerte eine Minute bis alle zurück in Malfoy-Potter Haus gefloht waren und sie fanden das Wohnzimmer leer vor. Draco – welcher bis dahin nicht weniger als drei Umarmungen von Charlotte bekommen hatte und es dennoch ungenügend fand – hob sie hoch und warf sie über seine Schulter, liess sie vor Freude aufschreien als sich alle nach den Kindern, Dania und Ginny umsahen.
„Sie sind draussen", sagte Harry nachdem einer von Samuels erkennbaren Schreien über das Feld wiederhallte.
Sie traten auf die Veranda um zu sehen das Dania und Ginny Tee tranken und die Kinder über das Gras rollten und einen Schnatz jagten den Albus verzaubert hatte damit er nahe am Boden blieb. Es war eine gute Ablenkung und Scorpius war froh das sie daran gedacht hatten.
„Oh Merlin sei Dank", hauchte Dania. Ginny drehte sich herum und war direkt zu Tränen gerührt als sie Charlotte auf Dracos Schulter sah, kichernd und an seiner Robe ziehend.
„Lass mich runter!" schrie sie.
„Sag bitte", verlangte Draco grinsend.
„Bitte."
Draco ging in die Knie und setzte sie auf den Verandaboden und Dania und Ginny umarmten sie eilig. Scorpius lehnte sich an die Holzsäule zurück und sah wie Charlottes Nase sich rümpfte als sie die Umarmung erwiderte.
„Viele Umarmungen", sagte sie in Ginnys Haar.
„Gewöhn dich daran", sagte Ginny.
„Oi", rief Albus zu den sechs Kindern. Orion stoppte als erster und Adam welcher nicht gemerkt hatte das er aufgehört hatte zu rennen rollte direkt in Orions Seite und liess sie beide zu Boden fallen. Samuel und Will hörten auf mit Lexi zu kämpfen und Avery welche ziemlich gelangweilt von alle dem zu sein schien setzte sich wo sie im Gras gelegen hatte auf. Der Schnatz schwirrte vernachlässigt von ihnen weg.
„Du kannst spielen gehen wenn du willst", sagte Scorpius zu Charlotte welche derzeit nicht umarmt wurde. Er war sicher das sie mit den Kindern im Gruppenheim nicht viel Spass gehabt hatte und sie rannte bei der ersten Chance davon. Sobald ihre Geschwister und Orion sie sahen, jubelten sie und umschlangen sie in einer chaotischen Gruppenumarmung welche damit endete das sie alle lachend am Boden lagen.
Dania lächelte als sie sie beobachtete. „Können wir bis Montag damit warten Orion, Avery und Lexi zurück zu schicken?"
Draco nickte und Scorpius drehte sich um, um den Kindern beim Spielen zuzusehen. Sie waren aufgestanden und jagten den Schnatz als wäre nichts passiert ausser das Adam jetzt Charlottes Hand festhielt und nicht aussah als wollte er loslassen und sie sah nicht aus als würde es sie stören.
„Ja lasst uns ihnen das Wochenende geben", sagte Scorpius.
„Lass uns selbst das Wochenende geben", fügte Albus hinzu und Scorpius nickte zustimmend. Er glaubte nicht das er arbeiten konnte selbst wenn er es wollte – er war zu glücklich, zu erleichtert und zu sehr voller Liebe für seine Familie das er an nichts anderes denken konnte.
Spät am Abend nach einem Abendessen mit jedem vorstellbaren Pancake hatten Albus und Scorpius die Kinder in der Nähe des Kamins mit Becher mit heisser Schokolode (ihre eigenen hatten vielleicht einen grossen Teil Baileys darin) in Decken gepackt. Charlotte kuschelte sich an Albus' Seite nachdem sie lange auf Scorpius' Schoss gesessen hatte und hörte zu wie er eine Geschichte die zu verrückt war um wahr zu sein über Zeitreise, böse Auguries und ihre Helden Grossväter die dunkle Zauberer und Exfreundinnen bekämpften erzählte.
„Ich glaube nicht das Draco sie wirklich mit Pansy duelliert hat", verbesserte Albus.
„Wer erzählte diese hundert Prozent erfundene Geschichte Albus?" sagte Scorpius. Sie tauschten ein Grinsen und Orion von welchem sie wussten das er einen teilweise und etwas genaueren Teil gehört hatte lächelte sie unter seiner Decke an.
Während Will verlangte das Scorpius mehr von der Augurey Hexe erzählte tippte Charlotte auf Albus' Schulter.
„Ja?"
„Kriege ich jetzt einen neuen Namen?"
Albus runzelte die Stirn. „Ein neuer Name?"
„Ja. Sie können mich nicht mehr wegnehmen oder? Ich bin eine Malfoy-Potter?"
„Nein sie können dich nicht wegnehmen", versicherte Albus ihr. „Und du bist jetzt eine Malfoy-Potter. Alle Papiere wurden diesen Nachmittag fertig gestellt. Deswegen mussten dein Dad und ich zurück ins Ministerium."
„In Ordnung, aber kriege ich jetzt einen neuen Namen?"
„Einen neuen Nachnahmen ja. Du bist nicht mehr Charlotte Nott."
„Aber du und Dad habt alle anderen benannt oder?" fragte Charlotte.
„Wir haben Avery, Adam und Lexi benannt", berichtigte Albus. „Wir haben Avery und Adam direkt nach ihrer Geburt adoptiert und Lexis Eltern sind gestorben als sie ein Baby war und sie wurde nie identifiziert also haben wir keine Ahnung haben wie ihr Name vorher lautete. Sam und Will waren etwas älter und hatten ihre Namen bereits."
Scorpius hatte angefangen zuzuhören während die anderen darüber stritten wer jetzt ein Duell gewinnen würde, Draco, Harry oder Ginny. Albus kannte die Antwort aber wollte das sie selbst darauf kamen das Ginny sowohl Draco als auch Harry duellieren konnte und mit ihrer Zauberstabhand auf den Rücken gebunden gewinnen konnte.
„Also kriege ich keinen neuen Namen?" sagte Charlotte niedergeschlagen.
„Magst du deinen Namen nicht?" fragte Scorpius. „Ich denke es ist ein sehr hübscher Name."
„Mum hat ihn mir gegeben", sagte Charlotte kopfschüttelnd. „Ich mag ihn nicht. Ihr seid meine Eltern."
Albus wollte das sie aufhörte zu sprechen weil sie weiterhin Dinge sagte die ihn zum Weinen brachten und er hatte genug davon. Er sah zu Scorpius dessen sanftes Lächeln Albus sagte das er bereits eine Antwort hatte.
„Wie wäre es wenn wir dich Charlie nennen?" fragte Scorpius. „Es ist ein Spitzname für Charlotte und es ist der Name von Albus Lieblingsonkel."
„Nicht das ich Lieblinge habe", bemerkte Albus schnell. Es war nutzlos. Alle wussten das Charlie der Drachenhüter sein Liebling war da so viele gute Nacht Geschichten der Kinder ihn als zentralen Charakter hatten.
„Charlie?" sagte Charlotte. Sie verzog ihr Gesicht dachte für einen Augenblick nach bevor beschloss das sie es mochte und nickte. „Charlie Malfoy-Potter. Das gefällt mir."
„Perfekt!" sagte Scorpius und klatschte in die Hände. „Es gefällt mir sehr."
„Also.." sagte Charlotte und sah mit grossen Augen zu ihnen auf von denen Albus vermutete das sie bereits wusste das sie damit alles kriegen konnte. „Kriegt Charlie Malfoy-Potter am Morgen mehr Pancakes?"
Albus gluckste, lehnte sich in der Couch zurück und schloss seine Augen. Er griff nach Scorpius' Hand und fühlte wie sie in seine eigene fiel und er verschränkte ihre Finger miteinander.
„Vielleicht nur morgen", sagte er. Das schien genug zu sein weil er fühlte wie sie ihren Kopf wieder auf seine Schulter legte und Scorpius glitt auch näher. Albus fühlte das Kinn seines Mannes auf seiner Schulter.
„Ich glaube sechs war immer unser Limit", murmelte Scorpius. Albus grinste hörte wie die Stimmen der Kinder durch den Raum hallten während sie lachten und stritten und Kissen aufeinander warfen. Er sah zu Scorpius hinüber welcher furchtbar nahe war – nahe genug um die heisse Schokolade und den Alkohol in seinem Atem zu riechen und die Pfefferminz Seife von der er behauptete das sie besser putzte als alles andere.
„Ich glaube das war es", stimmte Albus zu und küsste ihn für eine Weile bis die Kinder es mitbekamen und einen Chor aus „ew" und „eklig" und „Yuck" abstimmten und ein Kissen mit der Seite von Albus' Gesicht kollidierte.
