Disclaimer: Die Comic-Serie Lucky Luke ist das geistige Eigentum von Morris. Die Rechte für die deutschsprachige Ausgabe der Comics hat die EGMONT EHAPA MEDIA GmbH. Die Rechte für die Zeichentrickserien liegen bei Gaumont / Hanna-Barbera Productions, Inc. bzw. bei Dargaud Films / I.D.D.H. / FR3 bzw. bei Xilam Animation / Dargaud Marina / Lucky Comics / France 3 / France 2 / Tooncan Productions.


Hier ist sie, meine allererste Lucky-Luke-Geschichte, die bereits 2007 / 2008 anlässlich des Geburtstags einer Freundin geschrieben wurde. Eigentlich wollte ich sie am 11. Mai veröffentlichen - auf den Tag genau 140 Jahre, nachdem Lucky Luke das Telegramm im ersten Kapitel erhält, das ihn in das vorliegende Abenteuer verwickelt - doch dann habe ich mich für einen etwas geschichtsträchtigeren Jahrestag entschieden, der in Zeiten der Corona-Pandemie nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm gebührt: Am heutigen 8. Mai vor vier mal zwanzig minus fünf Jahren wurde unser Land von selbstverschuldeter Tyrannei und Krieg befreit, und zwar unter maßgeblicher Beteiligung der Nation, der auch unser geschätzter einsamer Cowboy angehört. Da einige seiner Landsleute in meiner Geschichte nicht besonders vorteilhaft dargestellt werden, möchte ich an dieser Stelle sozusagen zum Ausgleich meine Wertschätzung und Dankbarkeit jenen gegenüber zum Ausdruck bringen, die nach dem Krieg im Geiste Lucky Lukes ihre Macht nicht ausnutzten, um Vergeltung zu üben, sondern Gerechtigkeit und Milde walten ließen und damit den Weg für Wohlstand, Frieden und Versöhnung ebneten.

Ich weise darauf hin, dass die in dieser Geschichte vertretenen Anschauungen und Meinungen diejenigen der fiktiven Charaktere sind, die durch deren Epoche und Lebensumstände geprägt wurden, und keineswegs immer meine eigene Meinung widerspiegeln.

Es wurde Wert darauf gelegt, historische und geografische Tatsachen nicht zu verdrehen – dennoch kann eine Geschichte, die auf einer Comic-Vorlage beruht, die den Wilden Westen parodiert, nicht absolut realistisch sein. Grundsätzlich wurde eher Einklang mit dem Lucky-Luke-Universum als mit historischer / geografischer Realität angestrebt.

Für ihre direkte oder indirekte Hilfe bei der Realisierung dieses Projekts möchte ich RR, Sunshine, Lily, DW, AW, AM, ES, JS und ShinyShiny9 danken.

Es handelt sich hier um eine längere Geschichte von ca. 25 bis 30 Kapiteln; geplant sind wöchentliche Updates. Der Fokus liegt naturgemäß für Lucky Luke auf Humor, doch es werden durchaus auch ernste und komplizierte Themen behandelt. Deshalb, sowie wegen Gewalt, makabrer Anspielungen, exzessiven Tabak- und Alkoholkonsums und der derben Ausdrucksweise mancher Figuren wird die Geschichte nicht für Leser unter 12 Jahren empfohlen. In diesem Sinne: Das kann ja heiter werden ... ;-)


Laura Legs steckte eine neue Zigarette in ihre Spitze und ließ sich vom Barkeeper Feuer geben. Zufrieden betrachtete sie das Stück Papier in ihren Händen und las zum wiederholten Male die an sie gerichteten Zeilen: „Nehme Angebot dankend an STOPP Treffe mit der Postkutsche am Dienstag in Pleasure Gulch ein STOPP Molly Mulligan STOPP".

„Bin gespannt, wie die Neue wohl sein wird und ob sie das Geschäft ankurbelt", ließ sich der Barkeeper vernehmen.

„Darauf kannst du Gift nehmen, Sam. Molly Mulligan ist eine wahre Größe im Showbusiness", murmelte Laura mit zusammengepressten Zähnen, denn sie wollte auf keinen Fall ihre neue Zigarettenspitze fallen lassen. Als neuer Chefin des Joyful Coyote Saloons gebührte ihr ein solches Statussymbol, um sich von den "gewöhnlichen" Sängerinnen abzuheben, wie sie fand.

„Wenn die Postkutsche morgen Vormittag pünktlich ist, können wir noch am Abend eine große Gala veranstalten. Du wirst sehen, Sam, mit Molly in unserem Ensemble brummt der Laden wie kein anderer in Arizona! Und vor allem werden sich dann nicht nur die üblichen Wilden, die bloß saufen, raufen und grölen können, hierher verirren, sondern auch gebildete Damen und Herren mit Kultur! Solche, die ein anständiges junges Mädchen mit Handkuss begrüßen und mehrere Sprachen sprechen, wie der russische Großfürst und sein Kumpel, die mir mal während meiner Zeit im Drinking Cow Saloon in Abilene, Kansas, begegnet sind. Aber lassen wir das, Sam. Sag mir lieber, ob die Postkutsche in der letzten Zeit oft Verspätung hatte."

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Zur gleichen Zeit ging ein mittelgroßer, brauner Hund von undefinierbarer Rasse, der weiße Pfoten und einen schwarzen Rücken besaß und an einem roten Halsband einen Sheriffstern trug, im Innenhof des Yuma Territorial Prison, Arizona, spazieren. Er trabte gemächlich hinter zwei uniformierten Männern her, die Gewehre geschultert hatten, und dachte bei sich: ,Diese netten Leute mit den langen Knochen auf der Schulter haben bestimmt noch einen Happen für mich übrig. Sicher werden sie sich daran erinnern, dass der Hund des Menschen bester Freund ist, wenn ich die ganze Zeit treu hinter ihnen herlaufe und ein freundliches Gesicht mache.'

Bei diesem Gedanken verzog sich seine riesige Schnauze zu einem dümmlich wirkenden Grinsen und seine Zunge hing zum Mundwinkel heraus.

„Darum sage ich es Ihnen noch einmal, Johnson", ließ sich nun einer der Uniformierten vernehmen. „Haben Sie ein ganz besonderes Auge auf die vier Dalton-Brüder! Sie sind zwar nicht gerade mit Intelligenz geschlagen, aber dafür wahre Ausbruchskönige. Unser Direktor wäre ziemlich unglücklich, wenn die vier ausgerechnet jetzt, wo Senator Reid seinen Besuch angesagt hat, die Kurve kratzten. Die Zelle der Daltons hat einen extra Schlüssel, der für gewöhnlich im Safe des Direktors aufbewahrt wird. Bringen Sie ihn also wieder dorthin zurück, wenn Sie mit der Abendinspektion fertig sind."

„Aye, Sir!", erwiderte Johnson, salutierte vor seinem Vorgesetzten und nahm den großen, gusseisernen Schlüssel in Empfang.

„Ich habe ja gewusst, dass sie noch mehr Knochen dabei haben!", jubelte der Hund und ließ einen freudigen Beller ertönen. Die beiden Offiziere fuhren herum und derjenige, der Johnson Anweisungen gegeben hatte, schrie ihn unfreundlich an: „Rantanplan, was schleichst du hinter uns her? Marsch, in deine Hütte! Und dass du mir ja die Augen aufhältst heute Nacht!"

Johnson hatte mittlerweile den Schlüssel in seine Hosentasche gesteckt, doch da er dabei nicht besonders sorgfältig verfahren war, rutschte der Schlüssel bald wieder heraus und fiel mit einem leisen Klirren, das von den beiden Männern unbemerkt blieb, zu Boden.

„Meine Taktik hat sich mal wieder ausgezahlt", strahlte Rantanplan. „Gleich, als der nette Herr so freundlich mit mir gesprochen hat, wusste ich, dass ich bald einen Knochen bekommen würde – und hier ist er schon!"

Er nahm den Schlüssel ins Maul.

„Dasch ischt aber ein ekschtrem harter Knochen. Schischer von einem Bischon. Ich glaube, ich vergrab' ihn lieber und esch ihn schpäter."

Mit diesen Worten trabte der Hund auf seine Hütte zu, die genau unter dem Fenster der Daltons stand.

Johnsons Vorgesetzter registrierte die Bewegung des Hundes im Augenwinkel und sagte: „Seltsam, Rantanplan tut, was man ihm sagt. Das bedeutet nichts Gutes, Johnson – denken Sie an meine Worte!"

Damit betraten die beiden Männer das Gebäude, um mit der Abendinspektion zu beginnen.

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Rantanplan schnüffelte mittlerweile um seine Hütte herum, um den am besten geeigneten Platz zum Vergraben seiner "Beute" ausfindig zu machen. Am vergitterten Fenster über ihm erschien ein schlecht rasiertes Gesicht mit einem schwarzen Haarschopf und Schnurrbart, einer großen Nase und einem eckigen Kinn. Die Augen in diesem Gesicht blickten jedoch überraschend milde in die Welt, und um den Mund lag ein etwas einfältig wirkendes, aber gutmütiges Lächeln.

„Averell!", erklang eine misstönende, schrille Stimme aus dem Inneren der Zelle. „Wirst du wohl mitmachen, wenn wir Ausbruchspläne schmieden!"

„Natürlich, Joe", antwortete Averell gutmütig. „Ich habe mich nur gefragt, wieso Rantanplan wohl unseren Zellenschlüssel vergraben will."

Joe war sofort hellwach: „Was sagst du da? Rantanplan hat unseren Zellenschlüssel?"

„Ja, Joe, ich bin ganz sicher, dass er es ist. Er hat doch dieses schöne Muster am Ende, das so aussieht wie ein Labyrinth. So einen schönen Schlüssel haben die anderen Gefangenen nicht ..."

„Geh aus dem Weg und halt die Klappe, du Trottel!", fuhr Joe ihn unwirsch an und versuchte nun seinerseits, aus dem Fenster zu blicken. Leider reichte sein Kopf aber nicht hoch genug, denn Joe war nur etwa halb so groß wie sein Bruder Averell, glich ihm, sowie seinen anderen beiden Brüdern, aber sonst aufs Haar. Nach zwei oder drei missglückten Versuchen herrschte Joe den abseits vor sich hin träumenden Averell an: „Heb mich gefälligst hoch! Dass man dir auch alles extra sagen muss!"

„Was siehst du, Joe?", fragte Jack Dalton, einer der beiden Männer in der Zelle, die bisher geschwiegen hatten. „Hat er tatsächlich unseren Zellenschlüssel?"

„Bei allen Banken Arizonas, das hat er tatsächlich!", rief Joe, und seine Augen funkelten vor Freude. „Los, Averell, sag deinem Hundefreund, dass er den Schlüssel herbringen soll!"

Averell setzte Joe auf dem Boden ab und drückte sein Gesicht an die Gitterstäbe: „He, Rantanplan! Bring mir das Stöckchen!"

Rantanplan hielt beim Graben inne und wandte den Kopf zum Fenster.

„Da ist wieder mein großer Freund mit der netten Stimme, der so gerne mit mir spielt. Vielleicht weiß er, wie man so einen harten Bisonknochen weich kriegt. Ich werde ihn einfach mal fragen. Dafür, dass ich den Menschen mit meiner unerschütterlichen Wachsamkeit und meiner unfehlbaren Spürnase diene, darf ich schon mal einen kleinen Gefallen von ihnen erwarten."

Mit diesen Gedanken nahm Rantanplan den Schlüssel wieder in den Mund und trabte auf Averells Gesicht hinter den Gitterstäben zu. Auf der Außenseite befand sich das Fenster nicht so weit über dem Boden wie auf der Innenseite, und so war es für Rantanplan ein Leichtes, mit einem Sprung die Gitterstäbe zu erreichen und den Schlüssel in Averells ausgestreckte Hand fallen zu lassen.

„Das gibt es ja nicht, Rantanplan hat auf Anhieb das Richtige getan!", entfuhr es William Dalton, der Joe um einen Kopf überragte.

„Das hat nichts Gutes zu bedeuten ...", murmelte Joe düster. „Aber egal. Wir haben den Schlüssel und können hier abhauen – das allein zählt im Moment! Und dann geht es Lucky Luke an den Kragen!"

„Aber Joe, müssen wir denn unbedingt gleich ausbrechen, noch vor dem Abendessen? Wo es doch heute Pflaumenkompott zum Nachtisch gibt und ..."

„Klappe, Averell!"

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Dunkelheit senkte sich über die Wüste, sodass die vier Gestalten im Gänsemarsch, eine immer einen Kopf größer als die vorangehende, kaum zu erkennen waren.

„Beeilt euch, Jungs!", rief Joe, der allen voranging, seinen Brüdern zu. „Mit etwas Glück sind wir in unserem alten Höhlenversteck, bevor sie uns einholen können. Dann knöpfe ich mir diesen Blödmann Averell vor, dafür, dass er mit seiner Dynamitexplosion das halbe Gefängnis aufgescheucht hat. Wir hätten bequem und ohne Aufsehen zu erregen im Wäschereiwagen versteckt hinausgelangen können, aber Averell musste es ja unbedingt auf seine Weise tun!"

„Aber Joe, du hast doch selbst gesagt, dass wir das Dynamit aus dem Pulverlager auf unserem Weg in die Freiheit gut gebrauchen könnten!"

Joe hielt unvermutet an, drehte sich um und stürzte auf Averell los: „Wenn du noch ein Wort sagst, dann zeige ich dir, was man mit Dynamit noch so alles machen kann!"

„Ruhig, Joe! Reg dich nicht auf!", riefen William und Jack Dalton, während sie den wütend um sich schlagenden Joe von Averell abhielten. „Das ist nicht gut für deinen Blutdruck, das weißt du doch, Joe. Gehen wir lieber weiter ins Versteck."

In einigem Abstand folgte Rantanplan den vier Ausbrechern: „Es scheint komplizierter zu sein, als ich dachte. Der nette Mann hat den Bisonknochen noch nicht mal mit der roten Feuerstange, die die Mauer gesprengt hat, klein gekriegt. Jetzt ist er sicher unterwegs zu einem Schmied, der ihn mit seinem Hammer in mundgerechte Stücke hauen soll."

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In einem flachen Seitenarm des Gila-Flusses badete an einer schattigen Stelle ein Cowboy mit blauschwarzem Haar, das ihm in einer auffallend langen Locke in die Stirn fiel, und sang dabei fröhlich Oh My Darling Clementine. Hinter ihm im Wasser stand ein prächtiger Apfelschimmel mit blonder Mähne und schrubbte ihm den Rücken mit einer Bürste, die er zwischen den Zähnen hielt.

„Danke, Jolly Jumper", unterbrach der Cowboy sein Lied. „Das genügt. Den Rest erledige ich alleine. Du kannst ja schon mal die Schachfiguren aufstellen, dann spielen wir noch eine kleine Partie vor dem Abendessen."

„Rücken schrubben, Schach spielen, Kaffee kochen – ich hoffe, er ist sich darüber im Klaren, was ich alles für ihn tue. Ich frage mich, ob er all diese Dienstleistungen auch dann noch verlangen würde, wenn er mich dafür bezahlen müsste."

Mit diesen Gedanken trabte das Pferd gehorsam ans Ufer und machte sich daran, das Etui mit dem Schachspiel aus der Satteltasche zu klauben.

„Telegramm für Mr. Luke!", erscholl plötzlich ein Ruf und zerriss die Gemütlichkeit des sonnigen Spätnachmittags. Kurz darauf bog ein sichtlich erschöpfter Telegrammbote keuchend um den Felsen, auf dem die frisch gewaschenen Kleidungsstücke des Cowboys zum Trocknen in der Sonne lagen, und hielt schließlich kurz vor dem Cowboy am Ufer an.

„Sind Sie Mr. Luke?", fragte der Bote und rang nach Luft.

„Yep", antwortete der Angesprochene kurz und bündig und fasste nach seinem Hut – und bemerkte im selben Moment, dass er ihn gar nicht auf dem Kopf hatte!

Der Bote streckte eine Hand aus, beugte sich, so weit er es wagte, nach vorne und reichte Mr. Luke ein Telegramm. Dieser nahm es vorsichtig mit zwei Fingern entgegen, damit es nicht gänzlich durchnässt würde. Mit der anderen Hand fuhr er sich an die Brust – doch statt der Westentasche, in der sich immer genügend Münzen befanden, um ein Lächeln auf das Gesicht eines abgehetzten Telegrammboten zu zaubern, fühlte er nur nackte Haut.

„Jolly!", rief er dem Apfelschimmel zu. „Sei doch bitte so gut und erledige du das. Ich bin gerade verhindert, wie du siehst."

„Jetzt lässt er mich auch noch seine Geldgeschäfte erledigen! Wo das noch enden wird, wenn ich nicht aufpasse!", grummelte der Hengst, während er geschickt eine Münze aus der geöffneten Satteltasche zog und sie dem Telegrammboten zuwarf. Dieser hatte sich mittlerweile wieder etwas erholt. Mit einer Handbewegung, die jahrelange Routine verriet, fing er das Geld auf, lüftete seine Mütze als Geste des Dankes und verabschiedete sich.

In der Zwischenzeit hatte der Cowboy den Text des Telegramms gelesen:

From: Laura Legs
Joyful Coyote Saloon
Pleasure Gulch

To: Lucky Luke
Lonesome Cowboy
Far Away From Home

Postkutsche aus Gamble Town nicht in Pleasure Gulch eingetroffen STOPP Molly Mulligan wird vermisst STOPP Erbitte Hilfe bei Suche STOPP Dank im Voraus STOPP Laura

(Received via Western Union Telegraph at Pleasure Gulch, 2:07 p.m. May 11th, 1880)

„Von Laura Legs", murmelte Lucky Luke versonnen. „Hätte ich mir eigentlich denken können. Sie bringt es doch tatsächlich fertig, mich sogar dann beim Baden zu stören, wenn sie meilenweit weg ist."

Zu seinem Pferd gewandt sagte er: „Ich fürchte, aus unserer Partie Schach wird vorerst nichts werden, Jolly. Bring mir bitte das Handtuch."

„Und ich fürchte, dass aus dem Abendessen genauso wenig werden wird und wir uns wahrscheinlich mal wieder die halbe Nacht um die Ohren schlagen dürfen. Dieser Cowboy sollte endlich damit aufhören, immer für andere den Retter in der Not spielen zu müssen!", maulte Jolly, während er Lucky Luke das Handtuch um die Schultern legte.


Das Abenteuer mit dem russischen Großfürsten im Drinking Cow Saloon in Abilene kann man im Band Der Großfürst (erstmals erschienen 1973) nachlesen. Laura Legs war damals sehr angetan von den guten Manieren der russischen Gäste, die sich sehr von denen des üblichen Saloon-Publikums abhoben.

Die Frage, ob Jolly Jumper und Rantanplan "sprechende Tiere" sind (wie etwa der gestiefelte Kater im Märchen) oder nur den Lesern und Zuschauern ihre Gedanken mitteilen, wird in den Lucky-Luke-Alben bzw. den Fernsehserien nicht eindeutig geklärt. Für diese Geschichte wurde angenommen, dass die Menschen die Worte der Tiere nicht verstehen können, wohl aber umgekehrt (wobei Rantanplan allerdings seine Schwierigkeiten damit hat ...). Darum geht Jolly grundsätzlich auf das ein, was Lucky Luke zu ihm sagt, aber nicht umgekehrt.