Der letzte Tag im Juli! Für alle Leser in Deutschland, die ihre Steuererklärung rechtzeitig abgegeben haben, kommt hier ein neues Kapitel zur Entspannung. Für alle anderen Leser kommt das Kapitel natürlich auch. ;-)


Kurz darauf sank die Witwe Thingleberry laut aufseufzend in ihren Wohnzimmersessel und fuhr sich mit einem Spitzentaschentuch über die Stirn.

,Bin fix und fertig!', dachte sie bei sich. ,In meinem Alter sollte man nachts nicht mehr um Ställe streichen und Spuren verwischen. Und dann wecken mich diese Lümmel in aller Herrgottsfrühe und haben die Maske dabei! Wer hätte gedacht, dass die beiden gleich in derselben Nacht losziehen und auch noch Erfolg mit ihrem Raubzug haben! Die Indianer waren auch schon mal wachsamer. Es lässt eben alles nach!'

Dann raffte sie sich noch einmal auf und bugsierte einen kleinen hölzernen Kasten, der offenbar schwerer war, als er aussah, in einen der Schränke im Zimmer. Dabei sprang versehentlich der Deckel auf und gab für einen Moment den Blick auf ein Gerät frei, das Charles Wentworth von der Western Union sofort als tragbaren Telegrafen identifiziert hätte – und diese Beobachtung hätte ihm gleichzeitig die Erklärung für die Störung am Morgen geliefert.

,Die Kavallerie ist verständigt und wird am frühen Nachmittag hier sein', dachte Mrs. Thingleberry bei sich. ,Und obwohl alles ein bisschen anders gelaufen ist als geplant, habe ich wieder alles unter Kontrolle. Die Daltons liegen in der alten Scheune am nordöstlichen Stadtrand bereit, um mir diese Lehrerin vom Hals zu schaffen, der übereifrige Cowboy ist mit dem Duell beschäftigt, ebenso die beiden Rotznasen. Wenn ich geahnt hätte, dass die Daltons mir zu Hilfe kommen, hätte ich niemals die beiden jugendlichen Taugenichtse angeheuert, einen Vorfall mit den Roten anzuzetteln. So, ein gutes Stündchen kann ich mich noch ausruhen, bevor ich die Lehrerin in den Hinterhalt locken muss.'

Laut rief sie: „Susan! Bring mir einen Milchkaffee! Ich gehe nachher noch mal aus. Richte bitte das Mittagessen auf halb eins."

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Im Dorf der Yuma-Indianer, etwa zwölf Meilen nördlich von Pleasure Gulch, herrschte helle Aufregung. In der Nacht war es unbekannten Bleichgesichtern gelungen, unbemerkt in das Dorf einzudringen und die heilige Maske aus dem Zelt des Medizinmannes Pummeliger Puma zu entwenden! Häuptling Geschmeidiger Geier hatte seinen prachtvollen Federschmuck angelegt und seine tapfersten Krieger sowie die weisesten Männer seines Stammes zu einer außerordentlichen Kriegsratssitzung einberufen, um zu entscheiden, was zu tun sei. Jetzt endlich, nach einem fast zwei Stunden währenden Pow-Wow, schien ein Entschluss gefasst worden zu sein, denn der Häuptling ließ einen jüngeren Krieger von hochgewachsener, schlanker Gestalt in sein Zelt rufen.

„Vergesslicher Vogel möge das Kriegsbeil ausgraben", sagte Geschmeidiger Geier zu dem Eingetretenen. „Der Stamm der Yuma zieht gegen die Bleichgesichter jenseits des kleinen Flusses, die den kostbarsten Schatz des Medizinmannes geraubt haben, in den Krieg. Schnelle Schlange möge unseren Brüdern in den Nachbardörfern Rauchwolken senden, dass sie sich mit uns auf den Kriegspfad begeben. Alle Krieger sollen die Kriegsbemalung auftragen und zum Klang der Trommeln tanzen. Hugh, Geschmeidiger Geier hat gesprochen."

Vergesslicher Vogel verneigte sich stumm und verließ das Zelt des Häuptlings wieder. Draußen jedoch kratzte er sich den Skalp, in dem zwei lange Bussardfedern steckten, und murmelte: „Der Häuptling ist gut! Das Kriegsbeil ausgraben! Wenn ich nur wüsste, wo ich es das letzte Mal vergraben habe!"

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Die Sonne stand schon recht hoch, als Lucky Luke sich endlich auf den Weg zu Jolly Jumper machte. Es hatte ziemlich lange gedauert, einen Platz für das Duell auszusuchen und alle Details zu besprechen. Als er an der Saloontür vorbeiging, hörte er von innen Frauenstimmen, die sangen:

In 1814 we took a little trip,

Along with Colonel Jackson down the mighty Mississipp'

We took a little bacon and we took a little beans,

And we caught the bloody British near the town of New Orleans."

Der Cowboy hielt inne, zögerte einen Moment unentschlossen, dann schwenkte er nach links um und trat durch die Flügeltür in den Gastraum ein.

Augusta Dweedlecum, die wieder das einfache Kleid vom Vorabend trug und ihr Haar heute durch ein Haarband zusammenhielt, saß am Klavier und spielte, während Molly und Laura rechts und links von ihr standen und aus vollem Halse sangen:

We fired our guns and the British kept a-comin',

But there wasn't nigh as many as there was a while ago.

We fired once more and they began to runnin'

Down the Mississippi to the Gulf of Mexico.

Well, they ran through the briars and they ran through the brambles

They ran through the bushes where the rabbit couldn't go.

They ran so fast that the hounds couldn't catch 'em

Down the Mississippi to the Gulf of Mexico!"

Lucky Luke wartete, bis das Lied beendet war, dann klatschte er Beifall.

„Ah, Luke!", begrüßte ihn Laura fröhlich. „Wie findest du dieses Lied? Augusta hat es uns beigebracht. Ziemlich flott, was?"

„Ja, es wird sicher gut beim Publikum ankommen. Aber lass es um Himmels Willen nicht Lord Buttercup hören!", lachte der Cowboy.

„Sie haben Recht, Mr. Luke!", rief die Lehrerin bestürzt aus. „Die Briten kommen in diesem Lied ja nicht besonders gut weg."

„Geschieht ihnen ganz recht!", brummte Molly. „Was mischen sie sich auch überall in der Weltgeschichte ein? Meinetwegen hätte nie ein Engländer irischen Boden betreten müssen. Die Amerikaner hatten ganz Recht, sie in den Golf von Mexiko zu jagen. Was mussten die Briten ihnen auch New Orleans streitig machen?"

„Was ich an der Schlacht von New Orleans besonders bemerkenswert finde, ist, dass sie erst zwei Wochen nach dem offiziellen Kriegsende stattfand", ließ sich nun Miss Dweedlecum wieder vernehmen. „Am 24. Dezember 1814 wurde im Vertrag von Gent der Frieden beschlossen, aber leider erfuhren die kämpfenden Parteien draußen auf dem Schlachtfeld erst im Februar 1815 davon! Und so kam es zu der denkwürdigen Schlacht von New Orleans am 8. Januar 1815, in der sich Andrew Jackson derart hervortat, dass er 1829 als siebter Präsident Einzug ins Weiße Haus halten durfte."

„Hätten sie damals bereits die Telegrafie gehabt, hätte die Schlacht von New Orleans vermieden werden können", bemerkte Lucky Luke.

„Ja", pflichtete Augusta ihm bei. „Wir können uns das heute kaum noch vorstellen, aber damals mussten alle Nachrichten von berittenen Boten überbracht werden, und die waren oft tage- bis wochenlang unterwegs."

„Und heute schicken wir einfach eine Botschaft über den singenden Draht!", sagte Laura und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Zum Beispiel, um Lucky Luke zu Hilfe zu holen."

„Oder die Kavallerie", ergänzte Molly.

„Apropos – ich muss endlich zu Jolly Jumper in den Stall. Bis später, die Damen."

„Ich werde auch aufbrechen. Schließlich wollte ich mir das Städtchen einmal genauer ansehen", sagte Miss Dweedlecum und erhob sich.

Lucky Luke hielt der Lehrerin höflich die Flügeltür auf und trat hinter ihr auf die Straße.

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Dort konnten sie durch die weit offen stehende Tür des Barbiers gegenüber dem Saloon eine Kinderstimme vernehmen, die offenbar die neuesten Nachrichten verlas: „Daltons aus Territorialgefängnis in Yuma ausgebrochen – Trunkenbold Muffin entgeht um Haaresbreite dem Galgen – Neue Lehrerin mit Postkutsche angekommen – Kultur mit Niveau im Joyful Coyote Saloon – Yuma-Indianer trotz Frieden unruhig."

„Lies das mit Lauras und Mollys Auftritt im Saloon vor, Tommy!", rief eine Männerstimme.

„Nein, lieber das vom alten Muffin!", widersprach eine andere.

„Lies einfach die ganze Zeitung von vorne bis hinten vor, Tommy!", forderte eine dritte.

„Aber ich bin ja schon fast fertig rasiert", regte sich die erste Stimme auf. „Dann kriege ich das mit Laura ja gar nicht mehr mit!"

„Also was jetzt?", fragte die Kinderstimme, deren Besitzer mit Tommy angesprochen worden war.

Neugierig war Augusta Dweedlecum näher getreten und hatte durch das große Schaufenster in den Raum geblickt. Dort stand inmitten der Barbierkunden, von denen einige mit eingeseiften Gesichtern auf ihren Stühlen saßen und rasiert wurden, während andere offenbar noch darauf warteten, an die Reihe zu kommen, ein etwa zehnjähriger Junge mit einem Strohhut auf dem Kopf und einer Zeitung in der Hand.

„Der Junge liest den Männern aus der Zeitung vor!", rief die Lehrerin erstaunt aus.

„Ganz recht, Miss Augusta", bestätigte Lucky Luke, der ebenfalls näher getreten war. „Sehen Sie – es hat heute wieder eine neue Ausgabe der Pleasure Gulch Daily News gegeben."

„Miss Dweedlecum!", rief in diesem Moment eine Frauenstimme.

Die Lehrerin drehte sich um und erblickte die junge Farmersfrau, die am Vorabend im Saloon mit ihr gesprochen hatte. Nun eilte sie winkend die Straße entlang. Miss Dweedlecum ging ihr entgegen, und traf genau vor dem Stall mit ihr zusammen.

„Guten Morgen, Mrs. Ravenhurst", begrüßte die Lehrerin die junge Farmerin.

„Guten Morgen, Miss Dweedlecum", erwiderte diese. „Gut, dass ich Sie treffe. Ich habe bereits mit Reverend Billings wegen der Schule gesprochen, und wie erwartet ist er einverstanden! Wenn Sie möchten, bringe ich Sie gleich zu ihm in die Kirche."

„Sehr gerne!", rief Miss Dweedlecum erfreut aus und setzte zum Cowboy gewandt hinzu: „Bis später, Mr. Luke."

„Bis später, Miss Augusta. Mrs. Ravenhurst", antwortete Lucky Luke und tippte sich dabei an den Hut.

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„Ich habe mir schon Sorgen gemacht!", begrüßte Jolly Jumper seinen Cowboy vorwurfsvoll, als dieser endlich den Stall betrat. „Aber wie man sieht völlig zu Unrecht – der Herr hat lediglich mit Damen geplaudert. Miss Augusta! Jetzt sind wir also schon beim Vornamen!"

„Tut mir leid, Jolly", begann Lucky Luke. „Es hat sich alles anders entwickelt als geplant. Der Engländer hat sich in ein Duell verwickeln lassen, und ich bin sein Sekundant. Es sind weniger als zwei Stunden, bis es losgeht, und ich muss noch mit ihm üben. Da lohnt es sich nicht, vorher nach den Daltons zu suchen. Außerdem habe ich noch immer keinen Anhaltspunkt, wo sie sein könnten."

„Und die Rappen von Wells Fargo & Co.? Nach denen wird wohl überhaupt nicht mehr gesucht?"

„Mach dir keine Sorgen wegen dem Duell, Old Boy", fuhr Lucky Luke fort und begann, den Hengst fürsorglich zu striegeln. „Lord Buttercup hat mir verraten, dass er vorbeischießen wird. Sein Gegner, Henry Obermoser, ist noch ein Junge – ein richtiger Lümmel, sage ich dir. Er verdient eine Lektion, aber man muss ihn ja nicht gleich erschießen. Der Lord hat mir gestanden, dass es in England bei Duellen eigentlich nur darum geht, die Form zu wahren. Manchmal wird von den Duellanten sogar vereinbart, dass sie danebenschießen! So hat es der Lord zumindest in seiner Jugend gehandhabt, sagt er. Er hat seit fast dreißig Jahren an keinem Duell mehr teilgenommen, weil sie in England aus der Mode gekommen sind. Darum muss er ja vorher noch üben. Ich werde dafür sorgen, dass dieser Henry dem Lord kein Haar krümmt, und dass auch sein feiner Kumpel Frank keine miesen Tricks probiert. Die zwei mögen ja nicht die Hellsten sein, aber mit dem Colt können sie umgehen, da bin ich mir sicher. Und Ehre haben sie nicht für fünf Cents im Leib."

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Als Miss Dweedlecum und Mrs. Ravenhurst auf ihrem Weg zur Kirche am General Store vorbeikamen, trafen sie auf den jungen mexikanischen Zeitungsverkäufer, der den Laden gerade verließ. Um den Leib trug er seinen Bauchladen, der an einem brandneuen Lederriemen hing, in der Hand hielt er ein kleines Körbchen mit Erdbeeren, die er offenbar gerade zu verzehren gedachte. Seine verletzte Oberlippe war noch immer verfärbt, aber bereits deutlich abgeschwollen.

„Buenos dias, señoras", begrüßte er die Damen höflich und lüftete seinen Sombrero.

„Buenos dias, Diego", grüßte Mrs. Ravenhurst zurück, und die Lehrerin versuchte ihr etwas unbeholfen nachzusprechen und deutete dabei einen Knicks an.

„¿El periódico, señorita? ¡Nuevo!"

„Äh ... sí ... gracias ...", stammelte Augusta und dachte mit Schrecken daran, wie sie wohl den mexikanischen Schülern Englisch beibringen sollte. Zu Mrs. Ravenhurst gewandt fragte sie: „Spricht Señor Diego denn überhaupt kein Englisch?"

„So gut wie gar nicht", antwortete die Farmerin, „denn er ist erst vor ein paar Wochen aus Mexiko hierher gekommen. Aber hier unten an der Grenze verstehen die meisten ja Spanisch, und viele mischen die beiden Sprachen sowieso."

In der Zwischenzeit hatte Diego ein aktuelles Exemplar der Pleasure Gulch Daily News hervorgeholt und der Lehrerin hingehalten. Als diese die Zeitung entgegennahm und dem jungen Mann zwei Centstücke in die braune Handfläche legte, hatte sie plötzlich einen Einfall.

„Mrs. Ravenhurst – können Sie Señor Diego bitte fragen, ob er nicht Lust hätte, mir Spanischunterricht zu geben? Im Gegenzug könnte ich ihn Englisch lehren!"

Nachdem die Farmersfrau das Anliegen der Lehrerin verdolmetscht hatte, strahlte der junge Mexikaner Miss Dweedlecum an.

„¡Sí, sí!", rief er begeistert aus und deutete abwechselnd auf sich und auf die Lehrerin. „¡Español – 'inglisch'!"

Sodann bot er den beiden Damen freudestrahlend von seinen Erdbeeren an.


Mein Dank gilt DW für die Hilfe mit den spanischen Sätzen in diesem Kapitel.

Pow-Wow ist ein indianisches Wort für Konferenz oder Gipfeltreffen.

An dieser Stelle möchte ich mich von dem von meinen Figuren bisweilen an den Tag gelegten und für US-Amerikaner charakteristischen Nationalstolz distanzieren. Insbesondere problematisch finde ich die von einigen Charakteren glorifizierte "Eroberung des Westens" durch die Euro-Amerikanischen Siedler, und weise ausdrücklich darauf hin, dass ich die damals begangenen Gräueltaten gegen die einheimische Bevölkerung ebenso wie Grausamkeiten der Indianer gegen die Siedler missbillige und keinesfalls durch meine Geschichte verharmlosen möchte. Diese versteht sich jedoch als sogenannte "Fan-Fiction" zu einer Comic- und Zeichentrickserie, die wiederum eine Parodie auf das Genre Western darstellt. Demzufolge ist mein Hauptanliegen nicht, historisches Unrecht anzuprangern, sondern lediglich, den Lesern hin und wieder ein amüsiertes Lächeln abzuringen und ihnen das eine oder andere historische Detail sowie Einzelheiten aus dem Lucky-Luke-Universum näherzubringen. Eigene Gedanken und eventuell weitere Recherchen zu den in der Geschichte behandelten Themen durch die Leser sind natürlich willkommen.

Das in der Geschichte auftretende Volk der Yuma gibt es tatsächlich, allerdings bevorzugen seine Angehörigen heute den Namen Quechan (sprich: Kwuh-tsan oder K-wichhna). Es gibt noch mindestens ein Dutzend weitere Namen für diesen Stamm, und je nach Autor werden (relativ willkürliche) Unterteilungen in Unterstämme bzw. Zusammenfassungen mit anderen (Teil-) Stämmen vorgenommen. Da jedoch alle diese Gruppen Sprachen sprechen, die zur Familie der Yuma-Sprachen gehören, wurde für die Geschichte dieser Name als Stammesbezeichnung gewählt. Bevor die Yuma 1884 ins Reservat umgesiedelt wurden, lebten sie auf beiden Seiten des Colorado (etwa 50 oder 60 Meilen nördlich seiner Mündung), ebenso wie im Gebiet des Zusammenflusses von Gila und Colorado. Das nach ihnen benannte Fort Yuma lag ungefähr im Zentrum ihres Stammesgebietes und bildet auch heute in etwa das Zentrum der Reservation. Die Stadt Yuma wurde ebenfalls nach diesem Volk benannt.
In der Geschichte
Wissen ist Macht wird angedeutet, dass die Yuma in Zelten lebten, was in Wirklichkeit nicht zutrifft. Tatsächlich lebten nur die sogenannten Prärie-Indianer in den Great Plains östlich der Rocky Mountains in Zelten (Tipis). Allerdings werden in den typischen Hollywood-Western Indianer grundsätzlich als in Tipis (spitz zulaufenden Zelten) lebend dargestellt, unabhängig von Stamm und Gebiet. Darum leben natürlich auch im Lucky-Luke-Universum die Indianer grundsätzlich in Zelten, und somit auch die Yuma in der Geschichte Wissen ist Macht.

Ein Tipp für Englisch-Lernende: Das Lied "Battle of New Orleans", das von den Frauen im Saloon gesungen wird, enthält eine sehr eigenwillige Grammatik, die man sich besser nicht zum Vorbild nimmt. ;-) Und dabei wurde der Text angeblich von einem Lehrer geschrieben - aber eben in der damals üblichen und lokalen Mundart.
Das Lied handelt übrigens vom sogenannten "Krieg von 1812" zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich, der von den USA durch eine Kriegserklärung begonnen wurde und in einem Unentschieden endete. Die wahren Verlierer waren - wie so oft - die Indianer (insbesondere, nachdem der eingefleischte Indianerhasser Andrew Jackson Präsident geworden war). Die Kanadier hingegen wähnen sich als Sieger dieses Krieges, da sie eine Invasion ihres Landes (das damals freilich noch nicht eigenständig war, sondern eine britische Kolonie) durch die US-Amerikaner erfolgreich verhindert hatten. Sie schreiben sich auch die Niederbrennung von Washington D.C. (mit Weißem Haus und Kapitol) auf die Fahnen und rühmen sich, die einzige Nation der Welt zu sein, der es jemals gelang, die Hauptstadt der Vereinigten Staaten einzunehmen. (Ob das ein Anlass zum Prahlen ist, sei dahingestellt.)