Marcus war verwirrt. Warum war da kein Brief von Hogwarts? Stattdessen waren da nur Rechnungen, und ein schwarzer Brief aus dem Zaubereiministerium.

Das muss ein Irrtum sein dachte sich der Junge während er auf die Umschläge herab sah. Vielleicht hat sich die Eule nur verflogen? Oder vielleicht erhält er seine Einladung persönlich von Professor Snape, mit der Bestätigung, dass er im Hause Slytherins leben wird. Marcus schüttelte seine Panik ab und entschied sich Geduldig zu bleiben.

Er machte sich auf den Weg zur Küche um sich etwas zum Frühstücken vorzubereiten. Nichts weltbewegendes. Lediglich ein Rührei und ein Butterbrot, quasi das standard Frühstück der Muggel. Ihm fehlte nur ein wenig Speck.

Während er da so saß und sein frühstück aß fiel ihm aufeinmal etwas auf: Um diese Zeit müsste seine ganze Familie hier sein. Brüder, Eltern, Angestellte - Alle. Aber keiner war da.

Er stand auf und ging ins Schlafzimmer seiner Eltern. - Keiner da. Als nächstes machte er sich auf den Weg zum Zimmer seines ältesten Brudern - Leer. Marcus beginn sich sorgen zu machen und lief zu allen Zimmern nur um festzustellen, dass er alleine war. Als letztes betrat er das große Wohnzimmer. Als er vor der rießigen Holztür stand fragte er sich: Ist das nicht normalerweise eine Glastür? Er betrat den Raum, nur um dann wieder panisch rauszurennen. Das war nicht das Wohnzimmer, das war ein riesiger Speisesaal, fünf mal so groß wie das ihm so vertraute Wohnzimmer.

Hogwarts? Marcus war verwirrt und fasste sich an den Kopf, als ein stechender Schmerz durch seine Wange fuhr und er Dumpfe, schrille rufe um sich hörte. Die Umgebung um ihn herum wurde Schwarz.

Panisch schaute er um sich in die dunkelheit die ihn langsam verschling. Es half nicht das er aufeinmal noch mehr rufe - mittlerweile Schreie um sich hörte die alle, fast schon gelangweilt oder genervt seinen Namen riefen.

Auf einmal schnellte Marcus auf und sah sich um: Er war in seinem Bett, in seinem schlafanzug, den er jede Nacht an hat. An seinem Bett standen 3 Diener, seine Mutter, und einer seiner Brüder, die ihn alle besorgt ansahen. "Endlich bist du wach, Schlafmütze!" - Ein Traum? also ist alles beim normalen? Er schaute sich um und sah den Brief mit der Einladung von Hogwarts vor sich. Seine Laune änderte sich schlagartig und er lächelte seine Familie an, "Nur ein komischer alptraum" seine hohe, kindliche Stimme versuchte er so sicher wie möglich klingen zu lassen, mit dem Gedanken im Kopf, dass angst in seiner Familie nicht toleriert wird. Klar verspürten sie alle manchmal Angst, doch versuchten sie alle es stets zu verbergen um das "Gute Image" der Familie nicht zu ruinieren. "Könntet ihr mich allein lassen?" seine Familie, und die Diener nickten nur und verließen den Raum.

Er war jetzt allein. Und stumm. Zittrig nahm er den Brief auf und konnte sich nicht vom grinsen abhalten. Endlich dachte er. Endlich kann ich wieder Mensch sein. mit diesem Gedanken im Hinterkopf erinnerte er sich genervt an die vielen verschiedenen regeln - von Verboten arten zu grüßen, bis schlechter Haltung - die ihm über die Jahre einprogrammiert wurden. In Hogwarts, dachte er, wären diese Regeln nur Richtlinien und er müsste sich nicht daran halten, könnte Regeln brechen wann er wollte.

Zumindest mit Slytherin