Scorpius,

Ich werde schon lange fort sein wenn du das liest. Es wird beinahe fünf Jahre sein, wenn die Heiler in St. Mungo recht haben und ich weiss das wenn dein Vater dir diesen Brief in die Hand gibt du ein junger Zauberer mit grossem Talent und einem noch grösseren Herzen sein wirst.

Während ich das schreibe schläfst du auf dem Fenstersims meine Arbeitszimmers um ein Buch geschlungen während das Sonnlicht von draussen reinscheint. Unsere Tage werden kürzer und ich weiss das dieser Sommer sowohl der längste als auch der kürzeste in deinem jungen leben war. Du hast meine Seite nicht einmal verlassen auch wenn das Wetter schön war und du einen Brand neuen Besen hast und ich bin selbstsüchtig dankbar. Jede Minute mit dir ist nun noch wertvoller für mich und ich hoffe das wenn du alt genug bist und deine eigenen Kinder genauso liebst wie ich dich, du auf diese Wochen zurückblicken wirst und weisst wie sehr mich deine Anwesenheit beruhigt hat.

Wenn du das liest hast du Hogwarts abgeschlossen. Es tut mir so leid das ich nicht da war aber du sollst wissen das ich dich bei jedem Schritt beobachtet habe und ich hoffe das du auf eine Weise meine Präsenz im Leid und Triumph gespürt hast. Wenn ich dich jetzt sehe, dreizehn und so offen und unerschrocken weiss ich das du zu einen grosszügigen und liebevollen jungen Mann heranwachsen wirst und ich hoffe das deine letzten Jahre in der Schule besser waren als die, die ich bezeugen konnte.

Ich wünschte ich könnte den Mann sehen der du jetzt bist. Vielleicht planst du dem Zauberei Ministerium beizutreten. Vielleicht planst du Heiler oder Historiker zu werden. Vielleicht bist du ein Quidditch Spieler oder ein Weltklasse Zauberschach Meister. Du könntest planen Zaubereiminister zu werden oder ein Lehrer in Hogwarts – egal welchen Weg du gewählt hast erinnere dich immer daran das ich jetzt genau so stolz auf dich bin wie an dem Tag an dem ich diesen Brief schreibe.

Es wird schwer für dich gewesen sein ich weiss ohne mich weiterzumachen und deine Teenager Jahre ohne deine Mutter zu überstehen und es muss schwer gewesen sein deinen Vater trauern zu sehen. Ich weiss das das Leben nach meinem Tot nicht einfach für dich gewesen sein wird und ich hoffe das du Freunde gefunden und diejenigen die du hast behalten hast. Du und Albus habt euch immer um einander gekümmert und ich hoffe das endet nicht mit eurem Abschluss und das du deine Feier mit Freunden umgehend verbracht hast die du behalten wirst während du anfängst dein Leben aufzubauen.

Ich hoffe das du mit achtzehn verliebt bist (oder das du es bald sein wirst) – das du dich jung verliebst hast und das du alle Zeit hast die du willst und ich hoffe das du und die Person die du liebst euch mit Güte und Vergebung behandelt weil am Ende, das kann ich dir versichern ist das alles was zählt.

Mein hübscher Junge – Ich liebe dich so sehr und ich bin so stolz auf dich.

In Liebe,

Astoria

Scorpius sah von dem Brief auf und über die Apenninen während er sich gegen das Geländer des Balkons lehnte. Das milde Wetter liess ihn sich schwerelos fühlen als der Morgen die Baumspitzen erhellte und er sah den Sonnaufgang wie jeden Tag seit sie England verlassen hatten.

Er faltete den Brief vorsichtig und schob ihn zurück in seinen dicken Pergament Umschlag bevor er ihn in seine Tasche schob und einige Tränen weg schniefte. Er und Albus waren seit drei Wochen weg von zuhause, sie gingen über das Flohnetzwerk von Stadt zu Stadt, besuchten gleichermassen Zauberer Siedlungen und Muggel Museen in Italien.

Scorpius hatte ihre Entscheidung zu gehen beinahe sofort bereut. Sein Enthusiasmus weg zu gehen und sein Impuls normal zu sein hatten die Oberhand gewonnen und mit dem Schwung zu entdecken hatte er Albus zu fest und zu schnell geschupst ohne es zu merken. Am ende des dritten Tages hatte er das römische Taxi System in einer Sprache in der er passabel war begreifen müssen weil Albus trotz seiner Anstrengung kaum gehen konnte.

Albus war ein besserer Lügner als Scorpius es ihm gegeben hätte und sein Pokerface war die ersten Tage unerschütterlich. Er bestand morgens darauf das es ihm gut geht und bereit war wieder erkunden zu gehen und Scorpius wollte ihm unbedingt glauben. Er vertraute auf seinen Stock und hatte etwas mehr Pausen gemacht als Scorpius normalerweise tun würde aber er hatte gelächelt bis sie die Zauberer Siedlung Mirto in Süditalien erreichten. Nur dann hatte er um einen Tag gebeten das kleine Dorf zu erkunden und auszuruhen.

„Wieso hast du mir nicht gesagt wie schlimm es war?" fragte Scorpius in ihrem kleinen, gemieteten Zimmer im Herzen der Siedlung. Er verschränkte die Arme und schmollte während Albus sich ein weiteres Glas Wein einschenkte.

„Du hattest so viel Spass", hatte Albus gesagt. „Und es tut nur ein wenig weh – das ist alles."

Scorpius liess sich nicht veralbern und hatte versucht Albus zu überzeugen das es Zeit war nachhause zu gehen aber es hatte keinen Sinn. Er vermutete das Albus au dem selben Grund weiterreisen wollte weshalb sie die Reise begonnen hatten, trotzt Dracos' Bitte das sie bleiben – ihr Leben war zu einer Abfolge von vor und nachher geworden. Vor dem Zeitumkehrer Vorfall. Nach Gordics Hollow. Bevor Scorpius gefangen geworden war. Nachdem Albus verletzt wurde.

Sie mussten etwas tun um dieses nach etwas erfreulicher zu machen.

Jetzt sah Scorpius über seine Schulter durch die schmale Glastür und versuchte seine Kopfschmerzen durch das Reiben seiner Schläfen zu lindern. Albus lag noch schlafend im Bett, verknotet in die Decken die Kissen merkwürdig unter seinem Knie platziert damit es ihm bequem war, die Hand die über ihm auf dem Kissen lag war verbunden weil Albus mit den Drachen im Mirto Reservoir spielen musste und der geschlüpfte rumänische Langhorn ihn gebissen hatte.

„Er ist der Wicht im Wurf", hatte Albus liebevoll gesagt während seine Hand auf den Schwanz des Drachen blutete. „Er weiss nicht wie Kontakte knüpfen."

Scorpius schüttelte den Kopf und sah wieder zu den Bergen, er schloss die Augen und genoss die Stille bis er die Zeit vergas.

„Was machst du da draussen?"

Scorpius sprang überrascht auf und sah zu Albus der mit seinem schiefen morgen Lächeln im Türrahmen stand.

„Schnappe nur etwas Luft."

„Du hast diesen Brief wieder gelesen oder?"

Scorpius sah weg, seine Hand bewegte sich instinktiv zu seiner Tasche. Albus humpelte von Türrahmen und kam zu ihm ans Geländer und Scorpius beugte sich zu ihm um ihn auf den Kopf zu küssen.

„Das habe ich vielleicht", gab er zu.

„Wirst du mich ihn je sehen lassen?"

„Vielleicht eines Tages", sagte Scorpius. „Wenn ich ihn lesen kann ohne ihn Tränen auszubrechen."

„Wir weinen viel für Slytherins", sagte Albus nachdenklich.

„Nun du wirst weinerlich wenn du frustriert bist", sagte Albus. „Ich bin nur ein Kind im Körper eines Erwachsenen."

„Das ist nicht wahr", protestierte Albus durch ein Gähnen. „Du bist mindestens ein Erstklässler im Körper eines Erwachsenen."

Scorpius lachte was für Albus auszureichen schien weil er lächelte verschlafen und sank in einen der Terrassen Stühle.

„Wieso gehst du nicht zurück ins Bett?" fragte Albus. „Du siehst noch müde aus."

„Wir müssen Museen ansehen", sagte Albus und wirbelte seinen Zauberstab zwischen seinen Fingern. „Und sicher müssen wir Buchläden besuchen. Wahrscheinlich eine Bibliothek oder zwei."

„Ich denke wir sollten heute nachhause gehen", sagte Scorpius vorsichtig. Albus' Hand wurde still und er sah verärgert hoch.

„Nein wir gehen heute nach Florence", sagte Albus langsam. „Und übermorgen gehen wir nach Turin."

Scorpius wählte seine Worte vorsichtig. „Wir sind schon eine Weile weg", sagte er und lehnte lässig gegen das Geländer. „Ich habe bereits drei Familien erschreckt nur in dem ich Scorpius Malfoy war – „

„Keiner von uns hat erwartet das die Geschichte international gehandelt wird", verteidigte Albus. „Und diese Mutter musste sich beruhigen. Du hast ihrem Kind nur den Spielzeug Zauberstab zurückgegeben."

Scorpius fuhr fort. „Und ich werde langsam nervös ob wir eine Wohnung finden – „

„Du bist ein schlechter Lügner", sagte Albus kühl. „Wir müssen nicht früh zurück. Ich habe Spass und mir geht es gut."

„Du bist gestern beinahe zusammengebrochen und fast über deiner Pizza eingeschlafen."

„Das war der Wein", sagte Albus abwehrend.

„Du warst immer ein billiger Betrunkener."

Albus starrte ihn an.

„Wir gehen nicht nachhause", bestimmte Albus und löste den Verband von seiner Hand. „Ich bin nur etwas langsam das ist alles."

Scorpius setzte sich ihm gegenüber und untersuchte die Bisswunden. Sie waren beinahe verheilt, dank einer speziellen Salbe die ein Mirto Zauberer ihnen gegeben hatte.

„Das wird eine Narbe hinterlassen", sagte Scorpius enttäuscht.

„Stark", erwiderte Albus und grinste als er die Wunden auf seinem Handrücken untersuchte. „Es sieht tatsächlich aus wie ein Drachenbiss. Ich kann es nicht erwarten es Onkel Charlie zu zeigen."

„So die Todessehnsucht…das ist eine Weasley Eigenschaft?"

„Ich habe es von beiden Seiten", sagte Albus und streckte seine Hand ins Licht. „Und es ist keine Todessehnsucht. Es ist nur altmodischer Leichtsinn."

Scorpius schüttelte den Kopf und spielte mit Albus' Fingern. „Du hättest ein Gryffindor sein sollen."

Bevor Albus seine gewöhnliche, abfällig Antwort geben konnte stiessen drei Eulen auf den Balkon hinunter – eine erreichte Albus und zwei landeten vor Scorpius. Er band zuerst den Brief von der unbekannten Eule und sie flog umgehend weg, offensichtlich hatte sie besseres zu tun, aber sein Liebling von den Malfoy Eulen, Noctua, schrie liebevoll und er strich ihr sanft über die Federn als er sie entlastete.

„Oh nein", sagte Albus und betrachtete seinen Brief.

„Was?"

„Es sind unsere UTZ Ergebnisse."

Ja."

Scorpius riss seinen eifrig auf und rollte das Pergament aus, ignorierte das Anschreiben und sprang gleich zu den Ergebnissen in der Mitte der Seite.

„O's und E's" gab Scorpius bekannt. „Was ist mit dir?"

Albus sackte in seinem Stuhl zusammen. Für jemand anderes hätte es wie niedergeschlagen ausgesehen aber Scorpius wusste es besser – Albus war erleichtert. Er reichte seinen Brief wortlos hinüber und Scorpius packte ihn und überflog ihn schnell.

„Du hast ein Ohnegleichen in Geschöpfe, Zaubertränke und Verteidigung gegen die dunklen Künste", sagte er während Albus Scorpius Ergebnisse las. „Das ist ausgezeichnet."

„Nun du hast das auch – ausser Verteidigung. Dad wird das vielleicht persönlich nehmen", sagte Albus. „Und du hast O's in Zaubereigeschichte und Runen."

„Ich hätte auch eines in Astronomie, wenn ich die Nacht zuvor besser geschlafen hätte."

Albus schürzte die Lippen. Er erinnerte sich an die Nacht vor der Astronomie Prüfung und sie war nicht erfreulich.

„Wir haben alle schlechte Nächte", sagte Albus wahrscheinlich zum millionsten mal.

Scorpius legte das Pergament erleichtert hin. Er hatte sowie so kein Ohnegleichen in seiner Verteidigung gegen die dunklen Künste Prüfung erwartet – er hatte mit dem Irrwicht zu lange gezögert und hatte seine Fassung nicht wirklich bewahrt – aber er hatte sich schreckliche Sorgen um Albus' Pflege magischer Geschöpfe Ergebnis gemacht. Nicht nur hing sein Job bei der Magiezoologen Gemeinschaft davon ab, der Test hatte nach ihrer Verteidigungsprüfung stattgefunden und Albus war abgelenkt gewesen.

„Nun", fing Scorpius lächelnd an, „sieht aus als hättest du dir keine Sorgen um deinen Job machen müssen."

„Überhaupt nichts", stimmte Albus zu auch wenn die Art wie er zu den Bergen sah zeigte wie sehr er sich gesorgt hatte.

Scorpius seufzte und packte den zweiten Brief, er erkannte Ainsleys geschwungene Handschrift sofort. Er zog ihren Brief heraus und er war länger als erwartet.

„Von wem ist der?"

„Ainsley", sagte Scorpius. „Sie sagt Dad und Dania haben sie nach London mitgenommen um all die Sachen zu ersetzen die ihr ihre Mutter gekauft hat."

Albus lachte. „Das ist so typisch Malfoy."

Scorpius sah ihn über seine Brille hinweg an.

„Es war mein Vorschlag."

Genau."

Draco Malfoy trat aus dem Kamin und in das Wohnzimmer der Potters ohne Vorwarnung oder Anmeldung und ging schnell in ihre Küche wo Harry und Ginny ihren späten Sonntagsmorgen Kaffee in ihren Schlafanzügen genossen.

„Potters", begann er schnell und warf mehrere Zeitungen auf den Tisch. Ginny sprang auf und sah zu ihm auf. „Wir müssen über unsere Söhne sprechen."

„Dir auch einen guten Morgen Draco."

„Was haben sie jetzt getan?" fragte Harry matt und blätterte die Seite ihres Buches gemütlich um.

„Leg dein Buch wenigstens weg", sagte Draco und als Harry es nicht tat schnappte er es aus seiner Hand und markierte die Seite bevor er es auf die Zeitungen legte.

„Mach nicht das Hermine jemals sieht das du das tust", warnte Ginny. Sie und Harry sahen amüsiert zu Draco was ihn nur noch wütender machte.

„Das ist nicht lustig", fauchte Draco. Harry grinste vergnügt. „Wir haben ein Problem."

„Hat es etwas damit zu tun das du diesen lächerlichen Pulli im Sommer trägst?" fragte Ginny. Harry bedeutete Draco sich zu setzten wurde aber ignoriert.

„Ich habe die letzte Woche damit verbracht einen geeigneten Wohnort für Scorpius zu finden – und auch für Albus", erklärte Draco. Harry sah hinunter und bemerkte das er Muggel Zeitungen gebracht hatte und er sah mit einer in Belustigung hochgezogener Augenbraue in Dracos besorgtes Gesicht. „Und ich weiss das sie gesagt haben das sie die Dinge selbst machen wollen und ich habe es akzeptiert aber habt ihr eine Ahnung wie manche von diesen Wohnungen in London aussehen? Diejenigen die sie sich Leisten könnten?"

„Ja Draco", sagte Harry und schlürfte ruhig seinen Kaffee.

„Kein Sohn von mir wird in so einer Hütte leben", verlangte Draco. „und ich will verdammt sein wenn ich auch Albus so leben sehen würde. Nach allem was sie durchgemacht haben…"

„Draco bitte setz dich", wiederholte Ginny. Sie wurde wieder ignoriert.

„Wie könnt ihr Albus an einem solchen Ort leben lassen? Ihr wisst genau so gut wie ich das der Wohnraum in der Winkelgasse voll – „

„Draco bitte."

„Und um Merlins Willen alle diese Treppen in den Muggel Anlagen und sie könnten nicht einmal Magie regelmässig nutzen – „

„Es ist wirklich süss wie beschützerisch du jetzt zu Albus bist", sagte Ginny süss lächelnd.

„Es ist nicht süss Weasley –„

„Potter", korrigierte Ginny.

„Es ist zweckmässig. Wenn euer Sohn unglücklich ist, ist mein Sohn unglücklich."

„Sie werden nicht unglücklich sein", sagte Harry streng und erhob seine Stimme. „Jetzt setzt dich Malfoy."

Draco funkelte ihn an und fiel auf den leeren Stuhl ihm gegenüber.

„Wir haben bereits einen Plan", versicherte Harry ihm.

„Oh der sollte gut sein – „

„Wenn du nicht die Klappe hältst werde ich das nächste mal nicht helfen wenn dein Sohn gekidnappt wird", fauchte Harry.

Draco verschränkte die Arme und wurde still während er finster dreinblickte.

„Was ist euer Plan?"

„Ich wollte dir deswegen später schreiben. Du wirst die Idee entweder mögen oder hassen", sagte Harry. „Aber es ist die beste die ich habe."

Draco mochte überhaupt nicht wie sich das anhörte.

„Es ist so das ich noch immer ein Grundstück in London besitze", sagte Harry langsam. „Und es würde mir gefallen wenn es endlich gut genutzt wird."

„Grundstück in London?"

„Ja. Warst du…hat deine Mutter dich je mit zum Grimmauldplatz 12 mitgenommen?"

Dracos Augen weiteten sich.

„Nein", sagte Draco schnell und schüttelte den Kopf. Er hatte Geschichten über das windige Haus mit seinen Bewohner die so kalt waren wie der obere Salon gehört. Er erinnerte sich an Fotografien seiner Mutter die den Stammbaum an einer Wand zeigten. Sie hatte ihn sein Gesicht auf einer der Fotografien gezeigt als sie ihm versuchte hatte seine lange, stolze Abstammung zu erklären.

„Scorpius kann dort nicht leben."

„Niemand war seit Jahren dort", sagte Ginny, streckte sich übe den Tisch und tätschelte Dracos Arm um ihn zu beruhigen und er überraschte sich selbst das er nicht zurückwich. „Harry und ich waren vor ein paar Tagen dort. Es ist so trostlos und alt also wollten wir es renovieren."

„Und es wird überhaupt nicht mehr so aussehen wie zuvor?"

„Nein", sagte Harry. „Es wird ein Ort sein auf den Sirius stolz gewesen wäre."

Draco sah einen Moment auf den Tisch. Es war pragmatisch ein perfekt tönender Plan auch wenn die Idee einen Fuss in das Familienhaus seiner Mutter zu setzten ihm einen kalten Schauer verpasste. Was von der Black Familie übrig war hatte seine Entscheidungen nach Hogwarts nicht gutgeheissen und würden sicherlich den Potter Freund seines Sohnes nicht gutheissen.

„Ist der Stammbaum noch da?"

Harry nickte langsam und Draco sah ihm in die Augen.

„Können wir ihn rausreisen?"

Harry grinste schelmisch und er merkte wieder einmal das Albus einige seiner Ausdrücke von seinem Vater geerbt hatte.

„Mit Vergnügen."

Albus sass auf einer Bank am Piazza Della Repubblica und leckte an einer Nutella Eiswaffel. Die Sonne war hell aber die trockene Luft und der Wind waren den ganzen Tag angenehm gewesen als sie von Ort zu Ort gingen und Scorpius hatte immer Taxis gerufen wenn sie weiter als einen Block gehen mussten. Albus war beeindruckt davon wie schnell er sich das angeeignet hatte.

Er sass und ruhte sich aus, eine Hand tippte gemütlich auf sein schmerzendes Knie, während Scorpius in das Zentrum des Platzes in die nähe des verzierten Karussells ging, einen Reiseführer in der einten Hand und seine Eiswaffel in der anderen. Er sah sich um, zog den Reiseführer immer wieder zu rate und blinzelte in die Sonne während er sich nach Sachen umsah. Albus betrachtete sein Gesicht als er versuchte die Worte über dem grossen Bogen zu übersetzen, er schon abwesend seine Brille hoch und schmierte Eis auf das Glas.

Albus ruhte sein Kin auf seine Hand und lächelte als Scropius sie mit dem Ärmel putze – er trug nun immer lange Ärmel um seine Narben zu verdecken, genau wie sein Vater – zog er die Nase genervt hoch ab der Unterbrechung. Sein Haar war beinahe das hellste auf dem Platz und Albus lachte als zwei kleine Kinder an ihm vorbeirannten und er mit seinen langen Beinen und wedelnden Armen auswich.

Wie, fragte sich Albus, kann er nur ein so guter Tänzer und so ein Tollpatsch die restliche Zeit über sein?

Scorpius' Aufmerksamkeit ging für einen Moment zurück zu seinem Reiseführer als er näher zum Karussell ging – Albus war sich sicher er würde in ein paar Minuten alles über ihre historische Bedeutung hören und die Wichtigkeit welche ein lang vergessener Zauber Architekt bei der Konstruktion des Platzes hatte und das Scorpius sich nur unterhielt bis Albus' Knie entschied wieder aufzuhören zu zucken.

Albus wollte gerade aufstehen und zu ihm gehen als Scorpius grinste und von einer Plakette die er angesehen hatte aufsah – eine der informativen die Albus normalerweise ignorierte. Es war das selbe Grinsen das Scorpius hatte wenn er gut in einem Test abschnitt oder einen schwierigen Zauber meisterte und mit der Sonne in seinen Haaren und der Distanz von dem wo sie jetzt waren zu dem Mobbing und Spotten, fühlte Albus eine Dankbarkeit die er mittlerweile gut kannte.

Er sah dämlich lächelnd zu wie Scorpius zu ihm hüpfte.

„Dein Eis schmilzt", lachte Scorpius als er näher kam. Albus sah auf seine Hand und sah ein Rinnsal seine Hand runterlaufen und er leckte sie ab während sich Scorpius neben ihn setzte.

„Also hast du gewusst das es tatsächlich einer der Vorfahren deiner Tante Fleur war welcher diesen Bogen entworfen hat?" plapperte Scorpius. „Es war auf der Seite ihres Vaters…"

Albus hörte auf zuzuhören, nicht weil er Scorpius' aufgeregte Tirade nicht genoss sondern weil er sich auf ihre Heimkehr freute – egal wie langsam und egal wie spärlich. Er biss abwesend in seine Waffel und sah zu wie Scorpius mit seinen Händen redete und auf Dinge zeigte, seine Stimme froh und interessiert.

„Hörst du zu?" fragte Scorpius.

„Nein", lachte Albus ehrlich. „Aber sprich trotzdem weiter."

Draco und Harry standen Schulter an Schulter in dem leeren Raum und starrten auf den Black Stammbaum. All die anderen Gesichter und Namen verschwammen zusammen mit ihren gemeinen Lächeln oder finsteren Blicken bis Draco das Ende erreichte wo seine Tanten und Eltern waren. Er starrte lange auf sein eigenes Gesicht bevor Harry sprach und ihn aus seiner verächtlichen Träumerei holte.

„Wie willst du das machen?"

„Ist ´aggressiv´ eine Option?"

„Ja aber ´schnell´ ist auch eine."

Ein Krachen und Gelächter aus dem unteren Stock sagte ihnen das Ginny und Dania begonnen hatten die neuen Möbel einzurichten.

„Lass sie uns wegsprengen", sagte Draco. „Die ganze Wand. Wir machen aus diesem Raum einfach die Bibliothek."

„Brauchen sie wirklich eine Bibliothek?"

Kennst du meinen Sohn?"

Harry seufzte und rieb sich seinen Nacken. „Du hast recht. Ausserdem stell ich sicher das die Küche ordentlich ist so das Albus kochen kann."

„Gut denn wenn er es nicht tut werden beide verhungern. Ich glaube nicht einmal das Scorpius ein Sandwich machen kann."

Harry lachte und rollte die Ärmel seines Hemdes hoch, welches schmutzig davon war den zweiten Stock auszuräumen. Magie war gut und recht zum bewegen und putzen und der Staub war unüberwindbar gewesen und Draco fragte sich ob er auch so schlimm aussah. Sie waren seit zwei Tagen dabei und die Sonne war beinahe untergegangen. Sogar mit Ginny und Danias gemeinsamen Kenntnisse in Haushaltszaubern und Ainsleys Auge für Dekoration war noch immer mindestens ein Tag übrig.

Draco zog seinen Zauberstab aus seinem Ärmel und sah wieder zur Wand. Er wusste es war nur eine Wand. Eine Sache aber sie niederzureissen damit sein Sohn in dem alten Haus leben konnte fühlte sich bedeutungsvoller an als er erwartet hatte.

„Alles in Ordnung?"

„Ja", antwortete Draco. „Es ist nur etwas warm."

Harry seufzte und senkte seinen Zauberstab.

„Du kannst den Pullover ausziehen weisst du", sagte Harry. „Es ist mitten im Sommer und… nun wir wissen alle das es da ist."

Draco sah aus dem Augenwinkel zu Harry und sah das seine Arme verschränkt waren.

„Ich habe nie…" Draco hielt inne und seufzte. „Ich denke Scorpius hat es nur ein- zweimal gesehen."

„Wir haben beide Narben von Voldemort", erinnerte Harry ihn. „Deine ist wenigstens nicht in deinem Gesicht."

Draco lachte über sich selbst, dachte über Harrys Worte nach und nach einem Moment griff er nach dem Saum seines Pullovers und zog ihn aus. Die Temperatur war viel angenehmer nur in einem T-Shirt.

„Besser?"

„Besser", bestätigte Draco.

Harry blickte neugierig auf Dracos Unterarm und er drehte ihn so das Harry ihn besser sehen konnte. Das dunkle Mal war jetzt nicht zu erkennen. Über die Jahre hatte es sich in eine merkwürdig geformte Narbe verwandelt was mehr aussah wie eine Verbrennung was Draco als angebracht ansah. Für ihn war es wie ein altes Brandzeichen – ein Überbleibsel davon als er jemand anderem gehörte.

„Man kann kaum sagen was es ist", sagte Harry schulterzuckend.

Draco sagte nichts und hob seinen Zauberstab, er starrte direkt in Bellatrix Lestranges verrückte Augen.

„Komm schon Potter", sagte Draco. „Diese Bibliothek wird sich nicht selbst bauen."

Scorpius streckte sich über das Bett und starrte durch das Licht nach oben. Mailands Zauberer Gemeinschaft war klein und kaum bewohnt aber ihre Hauptgeschäftsstelle war, wie Scorpius fand, ziemlich beeindruckend. Er drehte seinen Finger in der Luft und liess dabei eine angeblich verzauberte Glasblase schweben und sah wie sich das Licht durch die fliessenden Farben brach.

„Es macht mir noch immer eine Gänsehaut wenn du das machst", sagte Albus vom Schreibtisch wo er einen Brief an seine Eltern schrieb und sie über ihren Aufenthaltsort und ihre Pläne für ihre Rückkehr informierte.

„Entschuldige. Ich kann aufhören."

„Nein es ist in Ordnung", gab Albus zu. „Ich bin sicher es ist einfach natürlich für dich."

„Ist es nicht", gab Scorpius zu. Zauberstablose Magie würde nie natürlich für ihn sein aber er vermutete das sie die merkwürdige Energie die durch ihn floss aufstauen würde, wenn er sie nicht von Zeit zu Zeit benutzte. „Ich denke nicht das es normal sein wird aber ich will nicht wieder vergessen wie man sie benutzt."

Albus sah ihn einen langen Moment an bevor er sich wieder dem Schreibtisch zuwandte und das Papier herum schob.

„Ich schreibe deinem Dad lieber nochmal", sagte Albus. „Ich will nicht das er einen Herzinfarkt bekommt weil es mehr als 24 Stunden sind."

„Ich will definitiv keinen weiteren Heuler."

„Einen Tag!" rief Albus. „Wir haben es einen Tag vergessen."

Scorpius lachte und machte das sich die Blase über ihm drehte. Nach ein paar Augenblicken des Schreibens gab Albus die Briefe Noctua, welche die letzte halbe Stunde gewartet hatte und brachte sie zum Fenster.

„Willst du Mittagessen gehen?" fragte Albus. Scorpius schnappte die Blase aus der Luft und sah ihn an. Albus lehnte mit den Händen in den Taschen gegen die Fensterbank.

„Du hast noch Schmerzen vom vorherigen Ausgehen", sagte Scorpius. Es war keine Frage.

„Es wird schon gehen", versicherte Albus ihm aber Scorpius schüttelte den Kopf.

„Ich hole einfach Sandwiches vom Café nebenan", sagte Scorpius und stand unelegant auf. „Sie sahen im Schaufenster ziemlich gut aus."

Albus hielt einen Moment inne bevor er nickte und auf seine Uhr sah.

„Beil dich", sagte er.

„Ich kann mir selbst etwas zu Mittagessen holen", versicherte Scorpius ihm leicht amüsiert durch seine Zurückhaltung. Dennoch streckte Albus seine Hand aus und Scorpius ging zu ihm hinüber. Die Regel Albus Potters Freund zu sein hatten sich in den letzten 6 Monaten drastisch verändert und er war nur zu glücklich zu gehorchen was die kleinen Dinge betraf.

Scorpius beugte sich hinunter und gab Albus einen kurzen Kuss bevor er seine Arme um Albus' Schultern schlang.

„Ich mache mir einfach Sorgen weisst du?"

„Ich weiss", flüsterte Scorpius gegen seine Haare. Er wollte nicht zugeben das er sich auch sorgte.

Ainsley hatten den ganzen Tag kaum gesprochen. Sie hatte die einsamsten Aufgaben übernommen, glücklich Scorpius' neues Leben zu einem Teil aufzubauen aber sie wollte dennoch etwas Einsamkeit. Es dauerte bis sie spät am Tag die Bibliothek aufbauten bis die anderen es bemerkten.

„Du bist heute schrecklich ruhig", sagte James und liess die letzte Kiste mit Büchern hochschweben und sie in die Mitte des grossen Raums stellte den Harry und Draco geschaffen hatten.

„Versuche nur die Dinge zu erledigen", sagte Ainsley abwesend. Sie nahm eine Kiste beschrieben mit „Albus' Schreibtisch" und stellte sich auf den Tisch bevor sie sie durchwühlte.

„Es geht tatsächlich schneller da du hier bist James", sagte Dania und arrangierte einige Fotos an der Wand.

„Glaub mir Bill hätte mich dieses Wochenende arbeiten lassen wenn er es könnte."

Ainsley sah zu wie Draco und Dania einige gerahmte Fotografien und Plunder auslegten – einen Globus der sich mit der Erde mitdrehte, Scorpius' antike astronomische Uhr und eine massive Slytherin Fahne.

„Danke fürs Helfen", sagte Draco leise als Dania die Fahne ausschüttelte. „Ich schätze es sehr."

Ainsley stoppte ab dem Tonfall von Dracos Stimme. Es war selten das er so weich und sanftmütig klang, auch wenn seine Worte mitfühlend waren. Es war eine Stimme die er eigentlich für Scorpius reservierte und nur einige male für Ainsley benutzt hatte.

„Natürlich", sagte Dania mit einem Lächeln. „Ich habe nicht viel Zeit mit ihm oder Albus verbracht aber sie sind entzückend und ich weiss wie sehr du deinen Sohn liebst."

Draco sah genau zu wie Dania eine der alten Nähte mit ihrem Zauberstab reparierte. Ainsley war nicht sicher ob er verwirrt oder zärtlich dreinblickte aber sie war sicher, dass er es sich nicht bewusst war das die Potter um ihn herumgingen, lachten und Scherze machten. Lily rannte beinahe in ihn hinein als sie James nachrannte und er bemerkte es nicht einmal.

„Oh!"

Dania zog einen silbernen Rahmen aus der Kiste und hielt ihn hoch um ihn lächelnd anzusehen.

„Es sind Scorpius und Astoria. Wo sollen wir es hinstellen?"

Sie sah sich im Raum um und betrachtete die sich schnell füllenden Regale und Oberflächen.

„An die Wand?" schlug Draco schwach vor. Dania schüttelte den Kopf.

„Nein, es muss wo sein wo er es jeden Tag sieht."

Dania ging zu Scorpius' Schreibtisch in der Nähe des Fensters und stellte es in die Ecke – aus dem Weg aber dennoch auffällig.

„Hier?"

Ainsley sah von dem Foto von Astoria und einem zehnjährigen Scorpius zu Dracos hilflosem Gesicht. Sie fand es noch immer schwer Fotos von ihrer Tante anzusehen – aber nicht so schwer wie es war in den Spiegel zu sehen.

„Ist das in Ordnung?" fragte Dania als Antwort auf Dracos Ausdruck. Er starrte sie an. „Wir können es stattdessen an die Wand hängen – „

Draco sagte nichts und legte die Bücher hin die er hielt weg bevor er Dania in die Arme schloss und sie fest umarmte, sein Gesicht war von Ainsley weggewandt und in ihrem braunen Haar. Ginny blickte zu ihnen und sah schnell wieder weg.

Ainsley erinnerte sich kaum an ihren Vater aber sie war sich sicher das er Daphne Greengrass nie so gehalten hatte. Wenn er es getan hätte wäre sie vielleicht nicht hier mit den Malfoys und den Potters.

Draco flüsterte etwas in Danias Ohr und Ainsley sah wie sie lächelte bevor sie zurücktrat und Dracos Hand hielt. Erst dann sah Ainsley wieder in die Kiste mit Albus' Dingen – eine Mischung aus alten Schulsachen und umorientiertem Plunder.

„Ainsely?"

Sie sah zu James auf.

„Es geht mir gut", sagte sie schnell.

„Okay", sagte er langsam. „Ich habe mir eigentlich nur gefragt ob du mir Albus' Sachen überlassen willst. Er ist ein schrecklicher Chaot."

„Ja. Grossartig."

Ainsley trat von Albus' Schreibtisch zurück und verliess den Raum schnell.

Scorpius ging langsam neben Albus her als sie die Strada del Mago ansahen – Turins Version der Winkelgasse. Exzentrisch war so schien es nicht nur eine Eigenschaft von britischen Zauberern und Scorpius macht es überhaupt nichts aus in Albus Tempo zu gehen – es gab viel zu viel zu sehen.

Albus schien für seinen Teil genauso aufgeregt zu sein. All die grellen Farben und interessanten Stimmen überwältigten sie und er hielt an um in einen wie es schien Luxus Quidditch Shop zu sehen.

„Ich frage mich ob die italienischen Rennbesen besser sind als unsere", fragte er sich laut. „Wie Ferraris."

„Was ist Ferrari?"

„Es ist eine Art Auto", erklärte Albus. „Sie sollen wirklich schnell sein. Ich denke nicht das ich je einen gesehen habe."

„Hört sich an wie etwas was mein Vater besitzen würde."

„Es ist genau etwas was dein Vater besitzen würde", stimmte Albus zu. "Ich werde fahren lernen müssen wenn wir zurückkommen. Es gibt keinen Umweg. James sagte bevor wir gingen das er es mir beibringen wird."

„Also versteht ihr euch beide besser?"

„Tatsächlich ja. Jetzt da er sich wie ein vernünftiges menschliches Wesen benimmt sind die Dinge einfacher."

Scorpius sah ihr Ziel voraus – ein kleines Restaurant in einer Ecke der Gasse das wie Dania schwor das beste Tiramisu servierte das sie je probiert hatte.

„Ich glaube das ist der Ort", sagte Scorpius. Albus sah die Strasse runter und fuhr mit der Hand durch seine Haare und liess sie unordentlicher als zuvor zurück. Scorpius fand es hinreissend.

„Nett", murmelte Albus. „Ich verhungere."

Er trat vom Schaufenster zurück eine bisschen ausser Gleichgewicht aber viel besser als am Tag zuvor. Dennoch schlang Scorpius seinen Arm um Albus' Schulter und stützte ihn.

„Ich wünschte du würdest deinen Stock konstanter nutzen" sagte Scorpius.

„Du hörst dich an wie meine Mutter."

„Deine Mutter und ich machen uns beide Sorgen um dich", erinnerte ihn Scorpius. „Und wir mögen es nicht zu sehen, dass du schmerzen hast."

Albus nörgelte ihn an wurde aber unterbrochen.

„Malfoy?"

Scorpius stoppte und sah sich um aber es dauerte nur einen Augenblick um den Sprecher zu finden – eine ältere Frau die in der Tür des Ladens neben dem Café stand. Sie sprach mit einem starken italienischen Akzent und packte die Schulter eines jungen Mädchen fest, ihre faltigen Augen weit und ängstlich.

„Verzeihung?" fragte Scorpius.

Es wurde sofort klar das die Frau wenig englisch sprach als sie schnell mit dem Mädchen italienisch sprach und sie hineinschob. Sie starrte Scorpius an, welcher seinen Nachnahmen während ihrer Triade nicht weniger als dreimal gehört hatte und er war sich nicht ganz sicher aber er dachte das sie auch das Wort „Voldemort" benutzt hatte.

Sie starrte bis sie das wiederstrebende Mädchen erfolgreich hineingescheucht hatte und ihr in den Laden folgte, sie schlug die Tür hinter sich zu.

Scorpius seufzte etwas ernüchternd und bewusst das wenn er wollte er der alten Frau etwas geben konnte wovor sie Angst haben musste.

„Was war das? Das fünfte mal das das passiert?"

„Sechs und vergiss nicht die homophobe Bedienung."

„Nein natürlich nicht", sagte Scorpius matt. „Das können wir zuhause kriegen. Ich dachte wir könnten es wenigsten für eine Weile vermeiden."

Scorpius deutete zu der Frau welche ihn noch immer genau beobachtete.

„Es ist in Ordnung", versicherte Albus ihm. „Wirklich. Lass sie Angst haben. Es bedeutet das dich niemand verletzt."

Scorpius sah zu ihm hinunter und sah das Albus aufmunternd lächelte.

„Ich denke ich bin bereit nachhause zu gehen Al", gestand er. Albus sah zum Schaufenster wo die Frau sie noch immer anstarrte, sie hatte ihren Zauberstab gepackt und er nickte langsam.

„Okay", stimmte er schliesslich zu. „Wir gehen am morgen zurück aber zuerst Tiramisu."

Es kamen so viele Geräusche aus dem Obergeschoss – Gelächter, das umherschieben von Kisten, das Geräusch von Möbeln die zum Schweben gebracht und auf den alten Boden gestellt wurden – und Ainsley konnte sich nicht konzentrieren. Sie steckte ihren Zauberstab zwischen die Zähne und beschäftigte ihre Hände damit Pfannen und Töpfe im grössten Schrank zu arrangieren. Mit nur einer Woche übrig bis zu ihrem siebzehnten Geburtstag kam sie mit kleineren Zaubern davon während sie von anderen Zauberern umgeben war aber sie hatte den Fokus nicht ganz um das Kochgeschirr genau zu stapeln.

„Brauchst du Hilfe?"

Ainsley sah nicht auf. James Stimme war leicht zu identifizieren.

„Ich denke ich habe es", sagte sie durch den Zauberstab zwischen ihren Zähnen erschwert. Kaum hatte sie es gesagt bewegten sich die Pfannen und fielen von ihrem Regal einige von ihnen fielen auf den Boden.

„Verdammt", fluchte sie, warf ihren Zauberstab auf die Theke und kniete sich hin um die Pfannen aufzuheben. James kam zu ihr.

„Ist alles in Ordnung?" fragte James sanft. Ainsley sah zu ihm auf und seine Augen schienen so aufrichtig das sie innehielt und hinunter sank um auf dem Boden zu sitzen.

„Wieso sollte es nicht?"

„Ich weiss nicht. Deswegen frage ich."

James legte die kleineren Pfannen in die grösseren und liess den Stapel in den Schrank schweben bevor er sich auf den Boden vor sie setzte.

„Du musst es mir nicht erzählen wenn du es nicht willst", sagte James gleichgültig. Ainsley verschränkte ihre Hände ihm Schoss und sah ihn an. Wenn sein Ruf ihm nicht vorauseilen würde hätte Ainsley beim ersten Blick angenommen das James Potter alles war was warm und beruhigend war. Im Gegensatz zu Albus, dessen dunklen Haare, manchmal blasse Haut und hellgrünen Augen Kontrast schrien wie ein herannahender Sturm, kam James nach seiner Mutter. Sein unordentliches zimtbraunes Haar und seine warmen braunen Augen ergaben den Eindruck eines orangen Sonnenuntergangs und Ainsley fand es reizend.

Kein Wunder hatte er sich durch ganz Gryffindor gedatet.

„Ein Tanz erlaubt dir nicht den Zugang zu all meinen privaten Gedanken", sagte Ainsley und drehte ihr Armband um ihr Handgelenk. Der Dachs Anhänger war eine stete Erinnerung daran das sie nicht dahin gehörte wo sie her kam aber auch nicht ganz dorthin gehörte wo sie war.

„Nein", stimmte James zu. „Tut es nicht, aber du kannst mich nicht davon abhalten mich zu sorgen. Die bist allen den ganzen Tag aus dem Weg gegangen und alle machen sich Sorgen."

Sie sah zu ihm auf ihre Lippen zusammengepresst.

„Nun nicht alle", räumte er ein. „Draco sagt immer es ist keine grosse Sache wenn Mum und Lily fragen."

Ainsley atmete langsam aus. Sie war nicht gut darin über ihre Gefühle zu sprechen und war sogar noch schlechter darin Familienprobleme anzugehen, was ein heikleres Thema wurde seit dem letzten Winter.

„Das Ministerium hat vor etwa einer Woche meinen Vater lokalisiert", sagte sie ihm. James sah sie ruhig an und wartete das sie fortfuhr.

„Er war ein französischer Zauberer – Reinblüter, natürlich, aus einer alten Familie – aber das ist alles an was ich mich erinnere. Er und Mum liessen sich scheiden bevor ich alt genug war mich an etwas zu erinnern und sie hat nie von ihm gesprochen. Ich habe nur ein Foto gesehen."

„Es tut mir Leid", sagte James. Er sah auch so aus stellte Ainsley fest und so fuhr sie fort.

„Ich dachte immer sie hätte ihn davongejagt. Ich meine wir wissen sie ist böse."

James sah finster drein, offensichtlich dacht er daran wie sie seinen Bruder verkrüppelt hatte sagte aber nichts.

„Als sie nach Askaban geschickt wurde hat das Ministerium angefangen nach ihm zu suchen weil ich bis nächste Woche technisch noch minderjährig bin und dann haben sie ihn gefunden er lebt in Lyon und haben die Situation erklärt und er hat sofort seine Elterlichen Rechte abgelegt und klar gestellt das er nichts mit mir zu tun haben will."

„Was?"

Ainsley zuckte scheinbar gleichgültig mit den Schultern.

„Er hat mich nicht gesehen seit ich ein Baby war", sagte sie ihm „Ich weiss nicht was ich erwartet habe."

James streckte seine Hand aus als wollte er ihre nehmen überlegte es sich aber anders.

„Es tut mir so leid", wiederholte er. „Das ist – „

„Es ist was es ist", unterbrach Ainsley und stand auf. Sie hatte die Sache mit niemanden ausser Draco besprochen welcher sofort versprochen hatte das sie immer ein zuhause in Malfoy Manor haben würde und sie immer wieder daran erinnerte das sie für ihn und Scorpius zu Familie gehörte.

Ainsley wünschte sich verzweifelt das ihr Cousin da wäre.

James sprang auf die Füsse und klopfte sich schnell ab.

„Du musst wissen das es sein Verlust ist", sagte James leise. „Jeder der dich kennt würde mir zustimmen."

Ainsley sagte nichts und beschäftigte sich damit die Bestechablage zu organisieren und sie war sich sehr bewusst das James sie beobachtete. Sie standen still da bis James eine Hand auf ihre Schulter legte.

„Du verdienst es mit den Malfoys und deinen Freunden neu anzufangen – Leute dich sich wirklich um dich Sorgen."

„Ich habe nicht mehr viele Freunde seit der Verhandlung meiner Mutter", gab sie zu.

„Du hast Scorpius und Albus und Lily mag dich – auch wenn es vielleicht ist weil sie eifersüchtig auf deine Haare ist."

Ainsley kicherte und legte die Ablage in die Schublade bevor sie scourgify benutzte um die Krümel von der Theke zu fegen.

„Und ich sehe nicht das Scorpius und Albus irgendwohin gehen, also macht das dich auf eine Art zu einem Teil der Potter-Weasley-Grangers. Ich stelle sicher das du dieses Weihnachten deinen ehren Weasley Pullover bekommst."

„Das ist nicht nötig."

„Sie sind ziemlich modisch", erinnerte sie James und sie lächelte zu ihm hoch auch wenn es nicht ganz ihre Augen erreichte. Ich bin sicher es wird die Hufflepuff Jungs um dich rumschwänzeln lassen."

Ich eigener Vater wollte sie nicht und ihre Mutter konnte ihre Reinblut Agende nicht lang genug weglegen um zu überlegen was ihre Taten für Konsequenzen für ihr einziges Kind haben könnten. Ainsley war sich ziemlich sicher das die meisten Schüler in Hogwarts ihr während ihrem siebten Jahr aus dem Weg gehen würden, das beinhaltete auch die Hufflepuff Jungen.

„Ich denke nicht das viele der Hufflepuff Jungs sich für die Tochter eines Neo Todessers interessieren", gab Ainsley zu. „Ausserdem sind sie alle so…"

„Nett?"

„Langweilig."

Sie lehnte sich gegen die Theke und sah auf ihr verschwommenes Spiegelbild in der Marmor Oberfläche und wünschte sich erneut das sie weniger wie eine Greengrass aussehen würde. Sie würde ihre geraden Gesichtszüge und glatten honig braunen Haare sofort aufgeben wenn es bedeutete das sie als irgendwas anderes durchgehen konnte.

„Genauso gut" sagte James, lehnte sich gegen den Tresen und verschränkte die Arme. „Gibt mir mehr Chancen dich zu überzeugen mit mir auszugehen."

„Oh wirklich?"

Ainsley sah das wölfische Grinsen auf seinem Gesicht – die einzige Eigenschaft die er mit seinem Bruder teilte.

„Natürlich. Nur weil du bisher meine Einladungen für Drinks, einen Ausflug nach Hogsmeade, Abendessen in London - „ er zählte die Nachfragen an seinen Fingern ab „über das Land zu fliegen und diese Party im Finnigan-Thomas Haus ignoriert hast bedeutet das nicht das ich aufgegeben habe."

Ainsley wurde rot und hasste sich dafür.

„Ich dachte du wärst darüber hinweg", räumte sie ein. „Das ist dein modus operandi nicht?"

„Vielleicht war er das vorher", räumte James ein. „Aber ich bin entschlossen, dich dazu zu bringen mich zu mögen."

Ainsley schlurfte mit den Füssen.

„Es ist nicht das ich dich nicht mag James", murmelte sie.

„Ist es nicht?" fragte James überrascht. Sie sah wieder zu ihm auf und fühlte sich klein und unbedeutend.

„Natürlich nicht. Es ist nur…" Ainsley sah weg und konzentrierte sich stattdessen auf einen Stapel Becher die darauf warteten weggeräumt zu werden. „Es ist viel passiert. Es ist viel zu verarbeiten – viele Veränderungen."

„Ich kann warten", sagte James. „Du wirst merken das ich sowohl geduldig als auch hartnäckig sein kann. Ich habe einen mal ein einwöchiges Schweigegelübte abgelegt damit ich einen neuen Besen bekomme."

„Wie hat das geklappt?"

„Hat es nicht, aber meine Eltern haben ein neues Level an Respekt für meine Starrsinnigkeit bekommen."

Ainsley konnte nicht anders als über ihn zu lachen, sie spielte wieder nervös mit ihrem Armband.

„Nimm so lang wie du brauchst", sagte James, seine Stimme plötzlich schwer und ernst. „Ich werde hier sein."

„Danke", flüsterte sie.

Harry, Ginny und Draco waren hinunter zur Küche gegangen um Butterbier zum Feiern zu holen da sie das letzte Gästezimmer fertiggestellt hatten hielten aber inne als sie in die Szene in der Küche stolperten. James war ein ausgezeichneter Tröster gewesen wenn seine Geschwister oder Cousins als Kinder geweint hatten aber Harry hatte nie gesehen das er diese Fähigkeit bei jemandem ausserhalb der Familie benutzte.

Die drei standen ausserhalb der Türe, ausser Sichtweite und hörten den Rest von James und Ainsleys Unterhaltung mit elterlicher Neugier. Ginny unterdrückte ein Lachen ab James' Erwähnung seines Kinder Schweigeprotest und grinste zusammen mit Harry.

Als das Paar den Raum auf der anderen Seite verliess so das Ainsley James zeigen konnte was sie mit der Terrasse gemacht hatte verschränkte Draco die Arme und sah zu Harry.

„Was zum Teufel ist des mit deinen Söhnen und den Greengrass Kindern?" fragte er bestürzt.

„Ich habe keine Ahnung", gab Harry zu und hob die Hände kapitulierend.

„Was ist mit diesen Greengrass Kindern und den Weasley Jungs?" gab Ginny zurück. Sie und Draco sahen sich in die Augen, sie starrten sich nieder bis alle drei anfingen zu lachen.

„Verdammte Weasleys", sagte Draco, schüttelte den Kopf und schlenderte in die Küche. Harry grinste.

Genau."