Scorpius warf ihre beider Taschen über seine Schultern als er in den Kamin starrte. Noch ein Transfer und sie würden zurück im Haus der Potters sein, genau noch Zeitplan.
„Ich habe keine Ahnung wie du das machst", sagte Albus und sah auf seine Uhr.
„Was mache?"
„Alles perfekt timen."
Scorpius schlang einen Arm um Albus Schultern und stellte sich leicht auf die Zehenspitzen um sein Kinn auf Albus schwarzen Haarschopf zu stützen.
„Ich hasse es das du das jetzt tun kannst", murrte Albus. Scorpius grinste und zog ihn näher.
„Das ist was ich tu."
Die Hexe die die Flohverbingung des tropfenden Kessel überwachte betrachtete sie verdächtig aber Scorpius ignorierte sie. Es war zu viel Arbeit herauszufinden ob die Leute ihn verdächtig fanden weil er der Sohn Voldemorts, ein Malfoy oder dem Fakt war das er und Albus ihre Zuneigung zueinander die letzten zwei Jahre nicht versteckt hatten. Ausserdem war er zu beschäftigt gerade zu stehen, weil ihn das Gewicht der Bücher die er zurückgebracht hatte hinunterzogen. Er sah sich die Uhr an der Wand genau an und als sie 10 Uhr morgens läutete sah er zu ihr hinunter für ihre Erlaubnis.
„Gehen Sie," sagte sie.
Albus nahm Scorpius Hand und zog ihn langsam und vorsichtig in den Kamin. Es hatte nur eine fehlerhafte Verbindung die sie in ein sehr schäbiges Gasthaus gebracht hatte gebraucht um Albus zu einem der vorsichtigsten Flohreisenden zu machen die die Zauberer Welt je gesehen hatte.
Nur ein paar Sekunden später traten sie in das Wohnzimmer der Potters. Albus hatte nicht einmal Zeit die Desorientierung abzuschütteln bevor er sah das Draco Scorpius bereits fest umarmte, beide hatten sich in den Bändern der Taschen auf Scorpius Schultern verfangen. Scorpius machte einen kurzes erwürgtes Geräusch bevor er anfing zu lachen.
„Ich habe dich auch vermisst", sagte er auch wenn Albus nicht gehört hatte das Draco etwas gesagt hatte.
„Al!"
Albus sah auf und sah seine Mutter und seinen Vater auf der Treppe zum Wohnzimmer sitzen, sie warteten ruhig mit Bechern in ihren Händen. Er grinste als Ginny von der Treppe rutschte und ihn mitten im Raum traf und ihre Arme um seine Schultern schlang.
„Hattet ihr eine gute Zeit?"
„Wir hatten eine grossartige Zeit", sagte Albus und warf seinen Stock auf die Couch. Aus dem Augenwinkel sah er wie Scorpius zu ihm sah während Draco ihn anscheinend noch Verletzungen untersuchte.
Harry umarmte Albus kurz bevor Lily ihn aus dem Weg schob, ihre roten Haare waren plötzlich überall als sie sich auf Albus warf und ihre Arme um seinen Hals schlang.
„Vorsicht – „
„Es geht mir gut", lachte Albus, stabilisierte sich und winkte Scorpius' Sorge geringschätzig ab.
„Al! Hattest du eine gute Zeit? Was hast du mir mitgebracht?"
„Ernsthaft das ist das erste was du fragst? Nicht – geht es dir gut? Was hast du am liebsten besucht? Wurdest du von Drachen gebissen?"
Ginny starrte ihn an. „Um Merlins Willen Al – hat ein Drache dich gebissen?"
„Ja", sagte Albus und streckte die Hand aus um die Narbe zu zeigen. Er war nicht sicher weshalb er stolz darauf war – wahrscheinlich weil jedes mal wen er sie sah er sich daran erinnerte wie der kleine Drache ihm und sonst niemandem vertraut hatte ihn zu füttern.
„Was für einer war es?" fragte Harry.
„Ein rumänischen Langhorn. Ein Baby."
„Wo?" fragte Lily hüpfend. Sie war sechzehn aber ihre kindliche Energie musste noch verfliegen.
„Mirto", sagte Albus ihr. Scorpius befreite sich von Dracos Umarmung um Albus seinen Rucksack zu reichen, in welchen Albus schnell reingriff. Er fand eine kleine Box und gab sie Lily, welche sie schnell öffnete.
„Oh!"
„Das hab ich auch in Mirto bekommen."
Lily zog eine lange Kette aus dunkel grünen Perlen hervor. Sie schimmerte hell im Licht und die grün Töne wechselten schnell wenn sie ihre Hand bewegte.
„Die Perlen sind aus Langhorn Schuppen. Sie häuten sich häufiger wenn sie älter werden und einige der Zauberer machen Schmuck daraus."
„Oh ich kann nicht erwarten sie zu tragen."
Albus lächelte als sie ihre Haare zurückschob um sie anzulegen und er reichte seiner Mutter eine ähnliche.
„Dir habe ich die schwarze geholt. Ich dachte es passt besser zu dem was du zu den Anlässen des Propheten trägst."
Ginny lächelte und küsste Albus auf die Wange bevor sie ihn liebevoll anlächelte.
„Was?" fragte Albus.
„Nichts", sagte sie. „Ich bin nur sehr stolz auf dich. Das ist alles."
Albus lächelte schüchtern und schob die Hände in die Taschen.
„Alles was ich getan habe war einen Urlaub zu überleben Mum", sagte Albus. „Sei nicht stolz bis ich mich nicht am ersten Tag feuern lasse."
Harry schüttelte den Kopf. „Du wirst nicht gefeuert werden, aber wir sind stolz auf deine UTZ Ergebnisse."
„Danke", antwortete Albus und wurde etwas rot um die Ohren. Er sah über seine Schulter zu Draco und Scorpius und war überrascht zu sehen das Ainsley bei ihm war. Sie stand hinter Draco welcher noch immer Scorpius zu überprüfen schien und war merklich frei von ihrem sonstigen Lächeln. Sie war selten ruhig und hatte Albus nicht mal angesehen. Stattdessen rieb sie sich verärgert die Stirn.
„Hallo Mr. Malfoy!" sagte Albus gerade laut genug um zu unterbrechen was sich wie Scorpius' Erzählung ihrer Zeit in Mirto anhörte.
„Du wurdest von einem Drachen gebissen?" Draco umrundete ihn. Scorpius legte seinen Kopf in seine Hände entweder um seine Belustigung oder Verlegenheit zu verstecken und sah nicht auf als Draco sich wieder zu ihm wandte. „Wann zur Hölle bist du in Kontakt mit einem Drachen gekommen Scorpius! Das ist gefährlich!"
„Zu unserer Verteidigung Scorpius hat den Drachen nie berührt!" sagte Albus schnell. „Ich war es! Es war nur ich."
„Wenn es ein peruanischer Giftzahn gewesen wäre, wärst du tot."
„Es war ein rumänisches Langhorn", verteidigte sich Albus. „Ich bin nicht in die Nähe des Giftzahns gegangen."
Scorpius stöhnte.
„Da war ein Giftzahn?" brüllte Draco. Er sah mit offenen Mund zwischen Albus und Scorpius hin und her. „Wie konntest du nur so unverantwortlich sein?"
„Wir waren nicht unverantwortlich", sagte Scorpius ruhig. „Wir waren bei mehreren Drachenhändlern. Da waren eine Hand voll Kinderdrachen und der Wicht mochte Albus. Er war der einzige dem der Drache erlaubte ihn zu füttern."
Albus streckte sich stolz.
„Dein Onkel Charlie wäre stolz", sagte Ginny mit einem Grinsen.
„Das habe ich auch gesagt!" rief Albus und sah zurück zu Draco.
„Stolz?" fauchte Draco. „Albus wir haben darüber gesprochen."
„Worüber gesprochen?" fragte Scorpius und sah zwischen ihnen hin und her. Albus verengte seine Augen ein bisschen zu Draco, er wollte nichts mehr als das er einfach ruhig war aber er bezweifelte das er kriegen würde was er wollte.
Überraschender Weise hielt Draco seinen Mund aber es war zu spät. Scorpius konnte nicht damit umgehen Dinge nicht zu wissen.
„Worüber habt ihr beide gesprochen?"
„Er hat mich dazu gebracht zuzustimmen dich nicht in Gefahr zu bringen", sagte Albus leise und starrte Draco noch immer an. Hinter ihm schlang Ainsley ihre Arme um sich und sah hinunter.
Ginny seufzte. „Draco, Scorpius muss nicht beschützt werden."
Scorpius' Schultern sanken und das Glück auf seinen leicht sonnenverbrannten Gesicht verschwand schnell und Albus war zerstört. Es war als würde er wie ein Monat voller Arbeit verschwand und er hatte so sehr versucht Scorpius glücklich zu machen.
„Ihr zwei…ihr habt das diskutiert?"
Draco starrte Albus noch einen Moment an bevor er zu Scorpius sah.
„Ich habe ihn nur darum gebeten sicher zu gehen, dass ihr nirgendwo gefährliches hingeht", sagte Draco. „Das ist alles."
„Er hat gedroht einen Sicherheitsbeamten auf uns anzusetzen", gab Albus hilflos zu und erntete einen weiteren bösen Blick von Draco. „Was sollte ich da sagen?"
Scorpius sagte nichts und verschränkte seine Arme und sah zwischen ihnen hin und her. Eine merkwürdige Stille senkte sich über den Raum und Albus sah hilfesuchend zu seinen Eltern aber alles was Harry anbieten konnte war ein Schulterzucken. Sie sahen sich merkwürdig an bis Ainsley schliesslich sprach.
„Können wir sie bitte zum Haus bringen?"
Scorpius verzog umgehend die Stirn.
„Welches Haus?"
„Ihr verarscht mich doch", sagte Albus und sah sich um. Sie waren im Wohnzimmer von Grimmauldplatz 12 angekommen nachdem sie in die Strasse appariert waren und nun baumelte ein Satz Schlüssel von Albus tauber Hand. Der Raum war gefüllt mit blau und grün mit Bücherregalen aus dunklem Holz an den Wänden, gefüllt mit Plunder und Artefakten vom Malfoy Manor und Fotos der Potter Familie. Er sah hinüber zur offenen Küche und sah neue Pfannen und Topfen vom Regal hängen mit einer steinernen Küchentheke die wartete das Gemüse darauf geschnitten wurde.
Albus sah wie Scorpius mit der Hand über den Stoff des Sofas fuhr und hinaus zur Strasse Londons sah. Mit dem Stillezauber konnten sie nichts von dem Lärm der umhergehenden Muggel hören und die Stille wurde nur unterbrochen als Scorpius mit seinen Fingerspitzen über die Tasten des kleinen Pianos in der Ecke strich und ein paar Noten spielte.
„Nun?" fragte Draco erwartungsvoll.
Albus beobachtete Scorpius genau bereit seine Reaktion abhängig von der seines Freundes zu machen.
„Nun…" wiederholte Scorpius schwach.
Albus setzte sich auf die Armlehne der Couch und sah zu seinem Vater auf. Er wusste was dieser Ort war – Sirius Blacks Haus. Es war ein Ort von dem Harry und Ginny überlegt hatten dort zu leben nachdem sie geheiratet hatten aber Harry hatte schnell gemerkt das der Ort zu viele Erinnerungen hatte und er war Jahre leer gewesen. Albus hatte es nicht einmal besucht als sie in London waren.
„Dad wieso sind wir hier?"
„Wir – deine Mutter, Draco und ich – zusammen mit Ainsley, Dania, Lily und James…wir haben dieses Haus renoviert. Wir haben es zu…" Harry sah aus dem Fenster, er hatte mühe Worte zu finden. „Ich denke Sirius wollte das dieses Haus in meiner Familie bleibt als er es mir vermacht hat. Ich wusste das er es mir nicht überlassen hat weil er dachte das ich es verkaufe um nach Hogwarts durchzustarten – er wusste ich hatte genug Geld aber es war eine Katastrophe wie es war. Also haben wir ein paar Wände rausgerissen und die Doxies verjagt und nun gehört es euch. Wenn ihr es wollt."
Albus sah sich verblüfft um. Er hatte sich eine kleine Wohnung in einem Vorort von London vorgestellt nicht ein komplettes Haus nur ein paar Meilen von Westminster Abbey entfernt – ein Haus mit einem Kamin und einem Wohnzimmer und einer richtigen Küche wo er Mahlzeiten für sich und Scorpius zubereiten konnte. Es war ein Ort wo sie Freunde besuchen konnten – ein Ort an dem sie einen Hund oder eine Familie haben konnten.
Albus schüttelte den Gedanken ab und sah zu seinem Vater auf. Harry stand erwartungsvoll vor ihm, seine Hände in seinen Taschen und seine Narbe von seinen Haaren versteckt. Ohne Roben und ohne die Narbe war er ein normaler Vater der seinem Sohn ein Heim anbot – ein Ort um zu beginnen.
„Dad…ich…"
„Es ist entzückend", bot Scorpius an seine Stimme dick. Er sah zu Draco der Ruhig war seit sie das Haus der Potters verlassen hatten.
Ginny lächelte Albus an und wischte ihm die Haare aus dem Gesicht und tätschelte seine Wange. „Das einzige das wir Verlangen ist wenn deine Geschwister oder Cousins einen Ort zum verweilen brauchen ihr sie die Zimmer im Obergeschoss benutzten lässt."
„Es gibt genügend", sagte Harry schulterzuckend. „Viel zu viele."
„Natürlich", sagte Albus schnell und sah zu Scorpius.
„Ich weiss nicht was ich sagen soll Mr. Potter", sagte Scorpius seine Hände hingen merkwürdig an seinem Körper hinunter.
„Das ist das Haus der Vorfahren deiner Grossmutter", erklärte Draco. „Sie ist hier aufgewachsen."
„Und ich habe etwas Zeit hier verbracht während ich in Hogwarts war", fügte Harry hinzu. „Und während Ron, Hermine und ich nach Horkruxen jagten."
Albus traf Scorpius Blick und wusste das sie beide verstanden. Dieses Haus war auf verschiedene Weise wichtig für ihre Väter und es ihnen zu überlassen stand für ein gutes Zeichen zwischen ihren Familien.
Albus sah wieder zu seinem Vater auf und stellte sicher das er Harry in die Augen sah. Es war eine schwere Sache, das wusste er, für Harry Potter das Haus seines Patens weiterzugeben. Sirius war ihm ehr am Herzen gelegen und den Grimmauldplatz zu behalten war mehr emotional gewesen als rational.
„Danke."
Scorpius sah zwischen Draco und Harry hin und her.
„Also… wir haben entschieden zusammenzuziehen…und ihr beide habt einfach entschieden das wir ein Haus haben sollten?"
„Das ist etwa die Grösse davon", sagte Draco. Harry nickte als Ainsley an Scorpius' Seite trat und ihren Arm mit seinem verhakte und zu ihm aufsah.
„Ausserdem", fuhr Draco fort, „waren diese anderen Wohnungen in London schrecklich. Ich habe die hälfte der Zeit damit verbracht nach Insekten zu suchen anstelle die Räume zu beachten."
Scorpius konnte nicht anders als seinen Kopf ungläubig zu schütteln.
Albus sah sich um und sah seine alte zinnerne Eiffelturm Figur in einem der Regale neben einem ausrangierten Schnatz den Harry nach einer Weltmeisterschaft als Souvenir bekommen hatte einfach weil er Harry Potter war.
„Warte. Habt ihr uns schon eingerichtet?"
„Nun ja", erklärte Ginny. „Wir dachten es würde gut zur Überraschung passen."
„Überraschung!" sagte Ainsley mit getäuschter Aufregung.
„Also kommen wir zurück und wurden bereits zuhause rausgeworfen?" fragte Albus und sah zwischen seinen Eltern und Draco hin und her. „Nett."
„Oh halt die Klappe", lachte Ginny und stupste ihn gegen die Schulter. Albus grinste sie an als Scorpius seinen Arm um Ainsleys Schultern legte.
„Dieser Ort ist ziemlich gross", stellte Scorpius fest. „Kriegen wir eine Tour?"
„Ja!" sagte Ainsley. Sie warf die Arme aus und deutete umher. „Das ist euer Wohnzimmer und die Küche, was die Zerstörung nicht einer sondern zweier Wände benötigt hat."
Sie wackelte mit zwei Fingern bevor sie zu den Küchenschränken hüpfte und mit ihrer Hand über die Pfannen fuhr als wären sie ein Windspiel.
„Neue Pfannen und Töpfe. Neues Geschirr. Normalerer elektrischer Kühlschrank für maximum Komfort genau wie bei den Potters."
„Ich weiss du kochst gerne", fügte Harry hinzu als Albus hinüberhumpelte um sich die Küche selbst anzusehen. Er sprach Scorpius' verwirrten Blick an. „Manchmal haben Muggel tatsächlich einfachere Antworten auf Dinge."
„Ich lerne es", sagte Scorpius und sah wie Ainsley Albus dorthin schob wo alles war.
„Ist sein Bein in Ordnung?" fragte Ginny ihn leise. Scorpius zuckte mit den Schultern.
„Es ist nicht grossartig aber es war schon schlechter", sagte er ihr.
„Kommt hier entlang!" rief Ainsley und scheuchte Albus von der Küche in den Gang.
Sie zeigte ihnen das formelle Esszimmer, von dem Albus und Scorpius schworen ihn nie zu benutzen ausser es war absolut notwendig und das Gästezimmer wo Harry bestanden hatte das sie einen Fernseher hinstellten. Albus hörte auf zu lächeln als sie zur Treppe kamen.
„Oh."
Albus sah mit gerümpfter Nase die lange Treppe hoch.
„Ich hab es in der Schule hingekriegt", sagte er Scorpius leicht. „Ich kriege es hier hin – „
„Eigentlich", unterbrach Ginny, „hat sich herausgestellt das Draco ziemlich gut in Zauberkünste ist."
Scorpius sah zu seinem Vater.
„Stell dich auf die unterste Stufe Albus", wies Draco ihn an.
Albus hielt sich skeptisch am Geländer fest und stieg hoch. Nach einem Moment erhob sich das Holz unter seinem Füssen von seinem Platz und fing an ihn die Treppe hochzutragen. Er gluckste und sah hinunter zu Draco.
„Das ist sehr clever."
„Ich versuche es."
„Ich bin mit den Treppen in Hogwarts klargekommen", sagte Albus ihn und stieg höher. „Ich hätte es schaffen können."
Albus sah wie Scorpius seine Füsse mit Hass und Ärger ansah.
„Brauchst du aber nicht", bemerkte Ginny und stieg die Treppe hinter ihm hoch. Sie sah über ihre Schulter zu Scorpius. „Komm schon. Du musst die Bibliothek sehen."
„Bibliothek?"
„Bibliothek", bestätigte Draco.
Scorpius ran die Treppe hoch seinen Ärger und die traurige Akzeptanz für den Moment vergessen. Er ging an Ginny vorbei und rannte an Albus vorbei sobald er oben angekommen war, er öffnete drei Türen bis er die eine fand. Er stand in der Tür bis Albus ihn erreichte, die anderen nur ein paar Schritte hinter ihm.
Die Bibliothek war blau gestrichen – seine Lieblingsfarbe – und war gefüllt mit Büchern aus der Sammlung von Malfoy Manor zusammen mit ein paar neuen die Draco und Ainsley bei Flourish und Blotts ausgesucht hatten.
„Freya!"
Scorpius ging hinüber zu dem was aussah wie Albus' Schreibtisch – einiger seiner Sachen waren in die kleinen Regale gepackt – wo seine weise Katze faul auf der Oberfläche lag. Er hob sie hoch und streichelte sie und Albus war sicher das er ihr Schnurren sogar aus der Ferne hören konnte.
„Denkst du nicht das ist ein bisschen viel?" fragte Albus Harry. Draco antwortete stattdessen.
„Nichts ist zu viel für meinen Sohn."
Bevor Albus eine abfällige Antwort geben konnte fing Scorpius an zu plappern.
„Das ist fantastisch! All die Geschichtsbücher – und die Muggel Romane! Oh ich liebe Dickens – habt ihr alle davon bekommen? Ja! Sie sind alle da! Und Bagshots komplette Kollektion? Oh das ist wunderbar. Einfach wunderbar."
Albus sah wie er von Regal zu Regal ging, die Bücher beurteilte und Draco übermässig dankte. Es dauerte bis er den Schreibtisch unter dem Fenster erreichte bis er innehielt.
„Was ist das?"
Scorpius hob plötzlich ruhig einen Rahmen hoch und Albus trat an seine Seite.
„Das muss direkt vor Hogwarts gewesen sein", sagte er leise. „So hast du im Zug ausgesehen."
Astoria hatte ihre Arme auf dem Foto um einen jungen Scorpius gelegt. Sie schienen im Garten von Malfoy Manor zu sein und sie lachten. Albus sah wie die Astoria auf dem Foto Scorpius' Stirn küsste und der junge Scorpius noch heftiger lachte.
„Das hat sie oft gemacht", flüsterte Scorpius und seine Hand fuhr zu der Tasche wo Albus wusste das er ihren Brief aufbewahrte.
„Du machst das oft", sagte Albus sanft. Scorpius lächelte einen Augenblick zu ihm hinunter bevor er zu Draco sah, Freya kuschelte sich zufrieden in seine Armbeuge.
„Ihr hättet das nicht tun müssen. Keiner von euch."
„Das wissen wir", sagte Harry. „Aber wir haben uns erinnert wie schwierig es nach Hogwarts war und ihr zwei habt genug erlebt."
„Es war nicht schwer für mich", gab Draco zu. „Mein Vater hat ein Schloss in Frankreich gekauft nur um mich für ein Jahr loszuwerden."
Ginny seufzte genervt während Harry ihn anstarrte.
„Der Punkt ist", sagte Ginny streng, „das Haus stand hier leer und ihr beiden brauchtet einen Ort in London. Also hier ist es. Dracos Abschlussgeschenk war die Reise und unseres ist das Haus."
Harry sah Scorpius und Albus aufmerksam an.
„Nur um sicher zu gehen…wir gewinnen oder?"
Scorpius und Albus blickten einander an.
„Ich beantworte das nicht", sagte Albus.
„Ich auch nicht", bestätigte Scorpius.
Harry stöhnte.
„Du wirst wohl mit der Mehrdeutigkeit leben müssen Potter", sagte Draco.
Als Harry und Draco anfingen sich zu streiten, zwinkerte Ginny ihnen zu und Ainsley zog sie in den Gang um ihnen den Rest des Hauses zu zeigen.
Draco war der letzte der ging und als Scorpius und Albus auf der Wohnzimmer Couch sassen nachdem er ihm Kamin verschwunden war, war die Stille erdrückend. Scorpius fühlte sich etwas einsam nachdem sein Vater gegangen war auch wenn er versprochen hatte am nächsten Tag zum Mittagessen zu kommen.
Er lebte nicht mehr ihm Manor und das würde etwas Zeit brauchen um sich daran zu gewönnen.
„Sie haben uns ein Haus gegeben", sagte Albus schliesslich.
„Sie haben uns ein Haus mit einer Bibliothek und einem Haufen anderer Räume gegeben."
„Wir werden diese Räume niemals alle benutzten", sagte Albus, schüttelte den Kopf und starrte in das Feuer.
„Ich hatte mit einem sechstel des Hauses gerechnet", sagte Scorpius. „Rechnen ist aber etwas viel gesagt. Ich war nicht ganz sicher…"
„Wie das laufen würde?" fügte Albus schwach hinzu. „ Ich auch nicht. Es hat sich bisher nicht echt angefühlt. Der Abschluss oder sonst etwas."
Scorpius sah ihn nervös an und spielte mit den Ärmel seinen Hemdes.
„Haben wir einen Fehler gemacht?"
„Nein", sagte Albus streng. „Denkst du wir haben es?"
Scorpius schüttelte den Kopf.
„Nein. Wenn ich nach dem Abschluss im Manor geblieben wäre, wäre ich nie gegangen oder hätte gelernt mich um mich selber zu kümmern. Ausserdem wüsste ich nicht was ich tun sollte, wenn ich nicht immer neben dir aufwachen könnte. Was ich nicht erwartet habe das ich es mit Achtzehn zu jemandem sage aber hier sind wir."
Albus lächelte und nahm seine Hand. Es schien merkwürdig intim zu sein die Hand seines Freundes zu halten während sie ihn ihrem eigenen Wohnzimmer sassen. Es war nicht aufregend wie das erkunden einer fremden Stadt oder so geheimnisvoll wie das Rumknutschen hinten in der Bibliothek. Stattdessen war es ein ruhiger, schöner Moment wie das Leben für eine Weile sein würde – beständig und sicher in ihrem Haus wo Scorpius mit den Dingen umgeben war die er und Albus liebten.
„Das ist jetzt zuhause."
„Das ist zuhause", bestätigte Albus. Scorpius legte seinen Kopf auf Albus' Schulter und sass eine Weile ruhig da und sah den Flammen beim brennen zu.
„Ich kann trotzdem nicht glauben das sie uns rausgeschmissen haben während wir weg waren", sagte Albus nach einem Augenblick.
„Sehr unerwartet", stimmte Scorpius zu seine Augenlieder wurden schwer. „Ich denke…nun ich denke nicht das sie wollten das du dich verletzt beim Versuch umzuziehen."
Albus murrte etwas unverständliches aber offensichtlich unhöfliches.
Scorpius wollte noch nicht schlafen – er war aufgeregt und er musste von ihrer Reise auspacken. Es gab so viele Bücher im Obergeschoss und wenn er jetzt einschlief würde er sicher Alpträume haben.
Albus wusste es besser. Er löste sich vorsichtig von der Couch und zog Scorpius auf die Füsse.
„Komm schon. Bett."
„Aber ich habe Dinge zu erledigen", protestierte Scorpius zwecklos. „Da sind einige Bücher da oben dich ich noch nicht gelesen habe und ich werde vielleicht nicht die Zeit haben wenn wir anfangen zu arbeiten – „
„Es gibt morgen genug Zeit dafür", versicherte Albus ihm. Scorpius seufzte und löste das Feuer mit einem Schlenker seiner Hand.
„Noch immer gruselig", versicherte Albus ihm als Scorpius seine Brille auszog um seine Augen zu reiben.
„Es war ein langer Tag", sagte Scorpius und folgte Albus aus dem Raum.
„Ich bin erschöpft und ich habe nicht wirklich etwas getan."
Es dauerte einen Moment für Albus bis er sich erinnerte wie sie zurück ins Hauptschlafzimmer kamen aber als sie es fanden wurde Scorpius wieder bewusst wie surreal der Tag gewesen war. Er hatte den grössten Teil von sieben Jahren damit verbracht sich mit Albus einen Schlafsaal zu teilen aber jetzt waren sie in ihrem Haus und Scorpius sah sich verwundert und etwas ängstlich im Raum um.
„Ainsley und Draco haben eine gute Arbeit geleitstet", sagte Albus, zog sein Hemd und seine Jeans aus und warf sie in den Waschkorb bevor er auf das riesige Bett fiel.
„Ich kann mir nicht vorstellen wie viel das alles gekostet hat", fragte sich Scorpius laut als er alle Schränke nach Schlafsachen durchsuchte. „Alle Möbel sehen neu oder restauriert aus."
„Aber es passt irgendwie zu uns", sagte Albus. „Oder mindestens zu dir. Es war offensichtlich dein Dad der das meiste ausgesucht hat."
„Er hat einen ziemlich speziellen Geschmack", stimmte Scorpius mit einem Gähnen zu. Sobald er sich umgezogen hatte kroch er neben Albus ins Bett. Die Oberfläche war so gross das er sich die ganze Nacht herumwälzen könnte ohne Albus zu berühren aber anstelle auf gegenseitigen Kanten zu liegen trafen sie sich in der Mitte und lagen sich zugewandt. Die Matratze zog Scorpius hinunter und er fühlte sich schwer als hätte er einen Schlaftrunk genommen.
Dennoch sah er genau wie sich Albus' grüne Augen flatternd schlossen als er versuchte wach zu bleiben.
„Hei Scorp?"
„Ja?"
„Wir haben ein Haus."
„Wir haben ein Heim."
Als Scorpius zu seinem ersten Tag als Junior Mitglied der magischen Archiven Grossbritanniens aufbrach war er aufgeregt und optimistisch. Das, so dachte er, war der perfekte Ort um mit seinem Leben fortzufahren. Er hatte Geschichte immer reizvoll gefunden und sicher mit Leuten umgeben zu sein die das selbe fühlten würde aufregend sein.
Es hatte gut angefangen. Er war zehn Minuten zu früh zur Orientierung eingetroffen und stellte sich höflich den anderen zwanzig Junior Mitgliedern aus England und Europa vor. Einige junge Frauen von Beauxbatons und ein paar Männer aus Durmstrang stiessen zu ihnen und Scorpius war zufrieden das seine Britischen Gegenstücke sie mehr interessierten als die Schlagzeilen von letzten Frühling. Er zog nur ein paar merkwürdige Blicke auf sich aber er hoffte das war nur weil sein Name Malfoy war.
Die Direktorin ihres Programm war gekommen um sie alle in den Archiven zu begrüssen. Scorpius war aufgeregt sie kennenzulernen – Mirabella Cinderford war eine mittelalte Hexe welche einen bescheidenen Erfolg mit ihren Büchern über Muggel Einfluss in der magischen Gemeinschaft hatte auch wenn ein paar Reinblut Schreiber vom Propheten ihre Arbeit als „unnötig", „inkorrekt" und „skandalös schädlich für die Jugend" genannt hatten.
Sie führte sie in einer Tour durch das Archiv und führte die Gruppe in die hohe Haupthalle. Albus hatte Scorpius versichert das er die Archive lieben würde nachdem er sie im letzten Dezember besucht hatte aber seine Beschreibung der Einrichtung war ihm nicht gerecht geworden. Fünf gewaltige Stockwerke voller hoch aufragender Bücherregale streckten sich über ihm in dem offenen Atrium aus und Scorpius war atemlos.
Es dauerte bis sie sie in einen kleinen Lesesaal brachte bis sich die Dinge zum schlechteren wendeten.
„Basierend auf ihren Aufsätzen und den Erklärungen die sie abgegeben haben, haben wir sie ihrer Abteilung zugeteilt wo sie mindestens die ersten sechs Monate arbeiten werden. Scorpius dachte über die Möglichkeiten nach – er könnte Besuchern helfen danach zu suchen was sie suchten oder als Recherche Assistent für die arbeiten die die Textbücher auf den neusten Stand brachten. Er konnte sogar mit Übersetzungen helfen, davon ausgehend das jemand Hilfe mit Französisch oder Deutsch brauchte. Vielleicht konnte er bei Ausstellung in dem kleinen Museum am Eingang helfen – die Möglichkeiten waren endlos.
Jede Position die Cinderord nannte klang so aufregend das er sich keine Sorgen machte wo er landen würde.
„Nicolette Laflèche Sie werden mit Sir Collins an seinem neusten Projekt arbeiten. Er wird Sie um Zwölf in der Haupthalle treffen."
Nicolette schien ziemlich zufrieden und grinste zusammen mit einer anderen Beauxbatons Absolventin.
„Scorpius Malfoy – Sie werden als organisatorischer Assistent im Archivkeller", sagte Cinderfort.
„Der Keller?"
Scorpius bemerkte das er aus der Reiche getanzt war als sie ihn über ihre Brille hinweg ansah. Es war der selbe Blick den Professor McGonagall gehabt hatte wenn er im ersten Jahr aufgeregt geantwortet hatte ohne seine Hand zu heben.
„Ja Mr. Malfoy. Der Keller ist wo wir alle Bücher und Folien organisieren um sie neu einzuordnen."
„Oh."
Scorpius sank in seinen Stuhl und versuchte nicht daran zu denken wie grossartig sich die anderen Aufgaben anhörten.
Niemand sonst wurde mit einer organisatorischen Aufgabe betraut und als er endlich in den Keller kam beneidete er sie das es ihn Krank machte.
Der Hüter des Kellers war ein mürrischer alter Squib namens Daniel Ware. Ware, welcher sich durch sein vorgeschrittenes Alter kaum bewegen konnte, begrüsste Scorpius mit einem Grunzen und einer Liste mit Bücher die er heraussuchen sollte.
„Sir ich habe keine Ahnung wo die sein sollen", sagte Scorpius ihm nach einigen Minuten des Suchens. Zuerst dachte er es gäbe ein Organisationssystem das er einfach nicht verstand aber er merkte schnell das es keinen Grund hatte wie die schrägen Türme von Büchern, Folien und losen Seiten Pergament in dem riesigen Raum verteilt waren.
„Ich auch nicht", grunzte Ware von seinem Schreibtisch als er ein altes Register mit einer Lupe hervorholte. „Deshalb hab ich Sie geschickt sie zu finden."
Scorpius sah auf die Liste hinunter. Zwanzig Titel in diesem Desaster. Es würde mindestens eine Woche dauern sie alle zu finden.
„Sir das wird ewig dauern. Es gibt keine Organisation."
„Dann schlage ich vor Sie fangen an. Weg mit Ihnen – ich bin beschäftigt."
Scorpius biss sich auf die Zunge und atmete mehrmals tief durch bevor er sich in die Stapel begab. Er musste ruhig bleiben. Ein Funken an diesem Ort und er könnte das ganze Gebäude niederbrennen.
Albus lächelte zu der gläsernen Decke des Hauptgebäudes der Magiezoologen Gesellschaft in London hoch. Überall um ihn kümmerten sich Magiezoologen und Assistenten um verschiedene magische Wesen. Es war laut – voller menschlicher Stimmen die lachten, schrien und redeten und den rufen der Vögel und brüllen der Kreaturen in den Käfigen an den Wänden.
Der Raum war so hell und lebendig das es schwer zu glauben war das sie unterirdisch waren, nicht weit entfernt von den Tunneln und Höhlen in Gringotts.
„Wie sie sehen können", sagte Direktor Cameron Wood freudig, „haben wir hier ein volles Haus! Wir bekommen Kreaturen von überall auf der Welt und studieren sie, sammeln Trankzutaten und rehabilitieren die die verletzt sind.
Direktor Wood war ein älterer Mann mit Narben auf seinen Armen und Schultern. Es traf Albus sofort das niemand Roben trug und er verstand schnell wieso als er sah wie ein Mantikor die Hose eines Wächters mit seinem Schweif aufriss.
„Oy!" schrie der Mann amüsiert als er seinen Zauberstab auf das Biest richtete, welches seine rasiermesserscharfen Zähne bedrohlich bleckte. Er traf es mit einem harmlosen Zauber und der Mantikor setzte sich schläfrig, betäubt, damit das Team sein Bein verbinden konnten.
Albus grinste erfreut.
„Nun all ihre Team Direktoren haben ihre Aufsätze gesehen und sie haben sich ihre Opfer ausgesucht – ich meine neuen Mitglieder – „Wood grinste spitzbübisch als die Gruppe kicherte. „Also sie haben einen Ort zum Beginn aber sie stecken dort nicht fest. Ich erwarte das sie alle sich umherbewegen und forschen bis sie finden worauf sie sich spezialisieren wollen."
Albus sah sich in seiner Gruppe um – eine Mischung aus älteren Zauberern und kürzlicher Absolventen aus Europa und Ägypten. Er hörte wie sich einige von ihnen darüber unterhielten wie weit sie gekommen um hier in einem der führenden magiezoologischen Institutionen der Welt und er fühlte sich erneut glücklich das er hier her kommen konnte und trotzdem nach bei seiner Familie sein konnte.
Albus sah sich nochmal um. Die Haupthalle erinnerte ihn umgehend an das britische Naturkunde Museum, nur lauter und gefährlicher was er mochte.
Einige der Abteilungsleiter kamen auf die Gruppe zu und Albus stützte sich bereits schmerzend auf seinen Stock. Er hatte vorhin an der Seite eine ältere Hexe mit Krücken mit Bowtruckles arbeiten sehen und hatte gesehen das ihr ein Bein fehlte (wahrscheinlich, so dachte er, von einem Kreatur bezogenen Unfall) somit war er hoffnungsvoll das sein Zustand seine Arbeit nicht beeinflussen würde.
Was Albus am meisten bemerkte als er wartete das ihn jemand abholte war das alle zufrieden aussahen. Er sah wie ein mittelalter Zauberer einen Niffler durch den Raum trug, er spielte mit ihm während er ging und dachte ein das Drachenbaby in Mirto.
„Hey! Du bist Potter oder?"
Albus sah sich um, um zu sehen wer seinen Namen gerufen hatte und sah einen grauhaarigen Mann der mit einem Grinsen auf ihn deutete. Ihm fehlten ein paar Zähne und sein Hemd hatte einen offensichtlichen Brandfleck der ziemlich frisch aussah aber es schien ihn nicht zu kümmern.
„Ja."
„Charlie Weasleys Neffe?"
Sein ganzes Leben lang hatte Albus wenn er gefragt wurde ob er ein Potter war, eine Version von „wie Harry Potter?" gehört. Er starrte den etwas länger Mann, perplex von der Änderung des Textes, an als er es hätte tun sollen.
„Magorian Smith", sagte der Mann und bot seine Hand an welche Albus bereitwillig schüttelte. „Ich habe vor einigen Jahren mit Charlie gearbeitet – konnte nirgendwo einen besseren Drachenhüter finden. Habe Sie selbst für die Reha Abteilung ausgesucht."
„Das hört sich grossartig an!" sagte Albus eifrig als drei seiner Kollegen vom Schutz Spezialisten abgezogen wurden.
„Gut so. Kommen Sie", sagte Smith und scheuchte Albus von der Gruppe.
„Sie nehmen niemanden sonst?"
„Ne", sagte Smith abwinkend und Albus bemerkte das ihm ein Teil eines Fingers fehlte. „Brauchte nicht wirklich noch jemanden in der Abteilung aber ich konnte mir jemanden von Charlies Familie nicht durch die Lappen gehen lassen."
Albus grinste trotz dem wachsenden Schmerz in seinen Gliedern als sie den Gang von der Haupthalle hinuntergingen. Er wurde niemals erkannt weil er mit jemandem verwandt war ausser Harry (ausser ein, zwei mal bei Quidditch verbundenen Veranstaltungen wo seine Mutter die Hauptattraktion war.)
„Nun vielen Dank Sir", sagte Albus. „Ich hoffe ich werde ihm alle Ehre machen."
„Aye, ich bin mir sicher das werden Sie."
Smith schulterte eine grosse Türe auf als sich der Korridor teilte und Albus fand sich in einem chaotischen Raum mit zehn anderen Zauberern und Hexen wieder die versuchten verschiedene Kreatur zu betäuben, verbinden oder zu beruhigen.
Albus nahm alles auf und sah wie eine Hexe sich mit einer besonders grossen Feuerkrabbe mit Schockzaubern stritt.
„Ich sagte halt still!" schrie sie sie an. „Ich versuche dir zu helfen."
Ein Zauberer kam auf sie zu, sein Zauberstab gezogen um einem ohnmächtigen Kniesel zu helfen der von seinem Arm hing. Die beiden schoben die Krabbe in einen Käfig und schlugen ihn zu.
„Zu viel für dich Junge?" fragte Smith Albus welcher sich nicht sicher war ob sein Grinsen noch breiter werden konnte.
„Das ist perfekt."
„Whoa geht es dir gut?"
Scorpius sprang von seinem Platz auf der Couch als Albus aus dem Kamin stolperte. Er hatte kaum die Chance gehabt sich zu setzten und sein Kopf schmerze davon den ganzen Tag durch die dunklen staubigen Stapel des Archivs zu wühlen aber Albus hatte offensichtlich Schmerzen auch wenn er lächelte.
„Mir geh es gut", sagte Albus als Scorpius ihm zum Sofa half. „Ich muss mich nur etwas daran gewöhnen."
„Was ist passiert?"
„Nichts", sagte Albus abwinkend und legte seinen Stock gegen den nahegelegenen Tisch. „Ich bin nur den ganzen Tag herumgelaufen. Es wird schon wieder."
„Es sieht nicht gut aus", murmelte Scorpius. Albus lehnte sich gegen die Armlehne des Sofas und sah ihn mit einem zufriedenen Lächeln an.
„Der Zoo ist unglaublich."
„Das Archiv ist furchtbar."
„Was?" rief Albus entsetzt. „Nein ich war dort. All diese Bücher und die Leute reden über Geschichte und schreiben noch mehr Bücher? Das ist dein Traum."
„Ist es", stimmte Scorpius traurig zu. „Das meiste davon ist wunderbar, aber wir wurden zugeteilt wo wir arbeiten und ich wurde in den Keller gesteckt wo sie dies Chaos an alten Büchern und Folien und Zeitungen haben welche sonst nirgendwo hingehören. Es ist wo sie Teile organisieren die zurückkommen damit man sie zurückbringen kann wohin sie gehören und – „
„Es ist als wärst du bei Flourish und Blotts", sagte Albus wütend.
„Nun irgendwie. Ja. Nur viel unordentlicher und…wütender."
Scorpius sah auf seine Hände und rollte seinen Zauberstab zwischen seinen Fingern.
„Nun vielleicht ist es vorrübergehend?" sagte Albus hoffnungsvoll. „Und vielleicht kannst du Spass mit den anderen die mit dir dort unten sind haben. Sie sind alle in deinem Alter – oder? Vielleicht ist es ein Einführungsritual?"
Scorpius schüttelte den Kopf.
„Es bin nur ich. Alle anderen haben Assistent Recherchen bekommen oder arbeiten im richtigen Archiv oder im Museum."
„Ich verstehe es nicht", stöhnte Albus. „Du bist genial."
„Ich denke ich tu es", sagte Scorpius langsam. „Sie haben mich akzeptiert bevor…alldem Anfang des Jahres. Ich denke sie haben jetzt Angst vor mir."
„Nun ich bin sicher Tante Hermine würde liebend gerne etwas deswegen unternehmen", sagte Albus und schnappte sich Scorpius' Zauberstab. Einige harmlose grünen Funken stoben davon. „Ich rufe sie einfach an und – „
„Das wirst du nicht tun!" kreischte Scorpius und schnappte sich seinen Zauberstab zurück. „Ich kann nicht zulassen das andere meine Kämpfe für mich bestreiten. Du und Dad glaubt nicht einmal das ich mich um mich selbst kümmern kann."
„Aber es ist Diskriminierung!"
Scorpius lachte düster. „Diskriminierung? Gegen einen Malfoy? Klar. Jeder wird das glauben."
„Nun du bist kaum mehr nur ein Malfoy", sagte Albus. „Jeder weiss du bist auch…nun du bist auch Teil meiner Familie! Und wir sind es nicht gewöhnt das einer von uns missbraucht wird."
„Ich stimme dem umgehend nicht zu und beziehe mich auf unsere ersten vier Jahre in Hogwarts", erinnerte Scorpius ihn. „Nein. Ich muss das einfach durchstehen."
„Es ist dumm", schmollte Albus, verschränkte die Arme und zeigte eine frische glänzende Verbrennung an seinem Unterarm.
„Oh Al", stöhnte Scorpius und schnappe seine Hand um es sich anzusehen. „Was hast du gemacht?"
„Knallrümpfiger Kröter", gab Albus zu. „Eine von Rubeus Hagrids interessanteren Ideen."
Scorpius schüttelte den Kopf und lies Albus seine Beine über seinen Schoss strecken. Er fuhr mit seiner Hand über Albus schlimmes Bein, er nutzte etwas Magie um seine Handfläche zu wärmen bevor er abwesend den schmerzenden Muskel rieb – das einzige was er tun konnte. Scorpius fragte sich ob es Albus überhaupt beruhigte oder ob es einfach eine Entschuldigung für ihn war ruhig zu sitzen und zu reden.
„Das fühlt sich gut an", gab Albus zu und entspannte sich auf der Couch. Er sah erschöpft aus.
„Wie war dein Tag?"
„Er war grossartig bis ich herausfand das deiner schlecht war", gestand Albus. Scorpius lächelte etwas. Es gab etwas über Albus Potter Beschützerinstinkt zu sagen.
„Jemand der mit Onkel Charlie gearbeitet hat, hat mich zur Reha Abteilung gebracht und ich mag es ziemlich. Ich konnte nicht viel machen weil es ein verwirrendes Irrenhaus ist aber ich konnte helfen einen Doxiflügel zu heilen und half den Kröter am Ende des Tages einzusperren.
„Hast du so dein Bein verletzt?"
„Nein", gab Albus zu. „Es hat schon vorher weh getan. Es ist ein grosser Ort."
Scorpius sah besorgt zu ihm auf und sah das Albus seine Augen geschlossen hatte.
„Bist du in der Lage diesen Job zu machen Al?"
Er nickte kaum merklich und Scorpius wusste das er einschlief.
„Alle die eine Weile dort sind, sind etwas angeschlagen", sagte Albus. „Ich beginne einfach mit einem Frühstart."
Er gähnte herzlich und Scorpius' Hände stoppten. Die einzige Zeit in der Albus so alt aussah wie er war, war wenn er sich um nichts sorgte – und das schien nicht häufig zu sein. Es schien als wäre seit dem Abschluss ein Leben vergangen und das ganze Frühlingssemster war voller verschwommener schlafloser Nächte und langer Tage voller Wiederhollungen das sich Scorpius nur an Bruchstücke erinnerte und die meisten dieser Teile waren wie Albus sich um ihn kümmerte.
Freya sprang auf den Rücken der Couch und schnurrte Scorpius an bis er hochgriff und sie hinter dem Ohr kraulte.
„Du denkst nicht das ich böse bin Freya oder?" fragte er. Sie sah ihn mit ihren Kristall blauen Augen erwartungsvoll an. „Bist du hier um mich zu trösten weil ich einen schlechten Tag hatte?"
Freya starrte ihn weiter an, ihr Schwanz sauste hin und her.
„Du bist nur hier weil du willst das ich dich füttere oder?"
Miau.
„Entzückend."
Scorpius rutschte vorsichtig unter Albus' Beinen hinaus und sah wie er reagierte, er rollte sich mit seinem Gesicht in der Couch zusammen. Nachdem er Freya hochgehoben hatte ging Scorpius in die Küche und fing an etwas zu Abendessen zusammen zu packen.
„Was zum Teufel hast du gemacht?"
Albus humpelte in die Küche in der Scorpius hilflos stand, Zauberstab in der einten Hand und einem Holzlöffel in der anderen, Pasta Sauce bedeckte sein Hemd, seine ruinierte Weste leg über einem der Barhocker.
„Ich weiss es nicht", sagte Scorpius und sah sich das Chaos in der Küche überrascht an. „Ich habe versucht Spaghetti Sauce zu machen und etwas ist schief gelaufen."
Albus konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mal erkennen was für ein Durcheinander herrschte und nahm den tropfenden Löffel vorsichtig aus Scorpius' Hand und legte ihn auf den Tresen.
„Hast du jemals etwas gekocht Scorp?"
Scorpius schüttelte den Kopf und sah ihn mit einer Mischung aus Scham und Verlegenheit an. Albus konnte nicht anders als zu lächeln.
„Hast du versucht Magie zu benutzen um es zu beschleunigen?"
Er nickte und sah hinunter auf seine Kleider.
„Ich habe versucht es so zu machen wie du letzte Woche da alles hier war", sagte Scorpius wuschig. „Und ich habe alles geschnitten und das ging gut aber ich habe versucht es zu kochen und…"
Er wedelte Wild mit den Armen um auf das Durcheinander hinzuweisen. Albus nahm Scorpius' Zauberstab vorsichtig aus seiner Hand und hatte in wenigen Augenblicken das meiste des Desaster sauber gemacht.
„Wie hast du das gemacht?"
„Mum hat uns alle Hausarbeitszauber beigebracht die wir brauchen", sagte Albus. „Ich musste sie nur zuhause benutzten aber da Mum und Dad beide arbeitet haben wir viel selber im Haus gemacht."
„Oh."
Scorpius schlurfte mit den Füssen und Albus besah sich die Verwüstung seiner Kleider an. Die Hosen konnten gerettet werden aber sein weises Hemd war ruiniert.
„Vielleicht sollte ich das Kochen übernehmen", sagte Albus und setzte sich auf den Tresen. „Zumindest für den Moment."
„Dein Bein hat dich gestört", murmelte Scorpius. „Ich habe nur versucht zu helfen."
Albus zog ein seinem Ärmel bis er aufsah. Scorpius' Augen waren vor Erschöpfung blutunterlaufen und die dunklen Ringe unter seinen Augen liessen ihn noch mehr aussehen wie sein Vater.
„Es ist in Ordnung", versicherte Albus ihm. „Du wirst es lernen."
Scorpius nickte auch wenn er ihm offensichtlich nicht glaubte und Albus zog ihn näher bis er nachgab und seinen Kopf gegen Albus' Schulter legte.
„Ich kann nichts richtig machen", murmelte Scorpius gedämpft.
„Es war ein schlechter Tag Liebling", sagte Albus, streichelte sein Haar und hielt ihn fest. „Morgen wird es besser sein."
„Können wir zurück in Urlaub fahren?" fragte Scorpius. „Nicht mal der umhergehen und Museen besuchen Teil. Lass uns zurück zu den Essen und Nickerchen machen Teilen gehen."
„Oh das können wir nicht tun", sagte Albus und versuchte beruhigend zu klingen. Es war nicht leicht – manchmal wusste er nicht was Scorpius brauchte und er wollte so verzweifelt das er einfach glücklich war. „Du bist derjenige der gesagt hat, das du dich nicht dein ganzes Leben auf den Malfoy Tresor verlassen willst."
„Ich nehme das zurück", sagte Scorpius. „Ich werde den ganzen Tag herumliegen und lesen. Ich werde ein Einsiedler."
„Du wärst ein furchtbarer Einsiedler", sagte Albus. „Erinnerst du dich daran was du gesagt hast als wir im Januar zurück nach Hogwarts sind?"
Scorpius zog sich zurück und sah ihn an, er legte seine Hände auf Albus' Knie.
„Das wenn ich mich verstecke sie gewinnen."
„Genau", sagte Albus. „Und das wenn ich nicht tu was ich tun will Daphne das bekommt was sie will – unsere Leben zu zerstören."
Scorpius zuckte beim Klang des Namens seiner Tante zusammen und Albus studierte sein Gesicht vorsichtig bis Scorpius zu ihm aufsah und seinen Blick erwiderte.
„Ich will nur nicht mehr der Sohn Voldemorts sein", sagte Scorpius. „Und ich hasse es dich in Schmerzen zu sehen. Es tut mir auch weh."
„Ich komme klar", versicherte Albus ihm und strich vorsichtig mit seinem Daumen über seinen Handrücken. „Und das beste was wir tun können ist grossartig in dem sein was wir tun wollen. Ich werde ein paar magische Kreaturen retten und du wirst ein exzellenter Historiker und wirst allen zeigen das sie falsch mit die liegen."
Scorpius nickte offensichtlich zweifelnd.
„Nun…Ich glaube wir sind besser dran mit Suppe – oder?"
Später an diesem Abend lag Albus im Bett und starrte an die Decke hoch. Er hätte an vieles denken sollen – an seinen Tag im Zoo, die Doxy die er geheilt hatte, den Drachen den er am ende eines verlassenen Korridors gehört hatte oder sogar den hoffnungslosen Versuch seines Freundes zu kochen.
Stattdessen dachte Albus an seinen Vater.
Sein ganzes Leben lang hatte Albus den Ablauf der Leben seiner Eltern einfach akzeptiert. Harry war siebzehn gewesen als er Voldemort besiegt hatte – beinahe genauso alt wie Albus jetzt war. Albus erinnerte sich daran wie Harry einmal erwähnte wie verloren er sich danach gefühlt hatte ohne Hogwarts wohin er zurückkehren konnte und keinem wirklichen zuhause. Er erinnerte sich daran wie seine Mutter gesagt hatte das sie nicht wusste was sie tun sollte da ihr ganzes Leben in so jungen Jahren auseinandergerissen wurde.
Albus lauschte Scoprius' Atemzüge und er dachte an das Haus das er bekommen hatte. Er dachte an die Freunde die er bald einladen würde und all die Möglichkeiten die vor ihm lagen und er dachte daran wo er vor einem Jahr gewesen war – er hatte den Sommer zuhause bei seinen Eltern und Geschwistern verbracht, sich zwischen seinem Haus und dem Malfoy Manor bewegt und seine Tage mit Fliegen und Scorpius beim Lesen zuhören verbracht.
Er hatte es viel leichter als sein Dad und dennoch fühlte er sich sehr alt.
Neben ihm zuckte Scorpius leicht ihm schlaf, sein langer Körper um ein Kissen geschlungen und er schnarchte leicht. Albus sah in lange an bis er sicher was das das Zucken nur ein Zucken war und kein Alptraum. Er streckte sich, jeden seiner steifen Glieder schmerzlich bewusst und hoffte das er sich bald wieder so alt fühlte wie er war.
Siebzehn fing an sich mehr wie vierzig anzufühlen.
