Als der Sommer vorbeiging fand Scorpius das der einzige Weg war seinen Verstand zu behalten darin bestand an alles ausser die Arbeit zu denken wenn er nicht im Archiv war. Die langen Tage die er vergessen im Archivkeller verbrachte verschwammen und erinnerten ihn zu sehr an einen gewissen Kerker ausser wenn er seine Tage mit Büchern und Filmen und Zeit mit seinen Freunden und Familie versetzte.
Er hatte die Aufgabe angenommen etwas Ordnung in den Archivkeller zu bringen was sich als extreme Herausforderung herausstellte. Sobald er anfing die Gegenstände zu untersuchen bemerkte er weshalb sie nie eingelagert wurden – die Aufgabe schien unüberwindbar aber wenn niemand hinsah konnte Scorpius einen ganzen Stapel Bücher bewegen während er nach einem besonderen Gegenstand von Wares Liste suchte bis er sie zumindest in organisierten Bergen hatte.
„Ein Tag nach dem anderen", sagte er sich eines Tages als Ware ihn beschimpfte weil er zu viel Lärm machte.
Scorpius kam eines Abends nach Hause, verärgert das er mit mehreren Staubschichten bedeckt war aber zu abgelenkt um viel dagegen zu tun. Er war am verhungern und Albus hatte ihm versprochen das sie mit einer Sammlung klassischer Muggel Filme ausgeliehen von Opa Weasley anfangen würden.
„Scorp! Wir sind hier!" rief Albus aus der Küche.
Scorpius stöhnte. Mit Gesellschaft hatte er nicht gerechnet.
Er betrat die Küche und fand Albus in einem alten T-shirt und Jeans mit einem frischen Verband an seinem Arm und Ainsley welche auf einem der Barhocker sass.
„Was geht hier vor?" fragte Scoprius und trat an den Ofen nur um Albus kurz zu küssen bevor er wegtrat und zu Ainsley ging. Er war sich nicht ganz sicher ob er in der Nähe von Kochbezogenen Aktivitäten sein durfte.
Albus lächelte ihn an und benutzte seinen Zauberstab um Burger in der Pfanne zu wenden.
„Ich habe einfach entschieden vorbei zu kommen", sagte Ainsley und spielte unsicher mit einer Feder auf dem Tresen. „Ich hoffe das ist in Ordnung."
„Natürlich ist es das!" sagte Scorpius ihr, zog seine Robe und Weste schnell aus und warf sie auf einen Stuhl. Aus den Augen aus dem Sinn. „Ist alles in Ordnung?"
„In ein paar Tagen geht's zurück nach Hogwarts", erinnerte sie ihn. Anhand ihres Gesichtsausdruck wusste Scorpius das sie nicht begeistert ab der Idee war.
„Es sind nur ein paar Monate", sagte Scorpius ihr. „Nächstes Jahr um diese Zeit hast du deinen Abschluss und du bist für Weihnachten zuhause bevor du es merkst."
Ainsley sah ihn nicht an. Sie musste es nicht sagen – Scorpius verstand. Es gab keinen Ort mehr der sich für sie wie zuhause anfühlte. Er sass auf dem Stuhl neben ihr und lehnte sich auf den Tresen und hielt ihre Hand für einen Moment. Scorpius hatte gelernt das Ainsley manchmal einfach still sein musste also sahen sie zu wie Albus langsam das Abendessen zubereitete.
Albus beim Kochen zuzusehen war aus mehreren Gründen zu einem von Scorpius Lieblingsdingen geworden. Da die Malfoys immer Hauselfen angestellt hatten hatte Scorpius nie darüber nachgedacht wie viel Aufwand und Aufmerksamkeit es brauchte um eine annehmbare Mahlzeit zu machen und in Hogwarts hatte er sich nicht wirklich darauf geachtet auch wenn er Zeit in der Küche verbracht hatte.
Albus hatte ihm immer gesagt das Kochen das einzige war das er als Kind gerne mit seinem Vater gemacht hatte und Scorpius wusste das es die Aktivität war die er nach dem vierten Jahr wieder aufgenommen hatte als er konkret versuchte seine Beziehung zu Harry zu reparieren. Er hatte letzten Sommer zugesehen wie die beiden Mahlzeiten zubereiteten aber es war etwas an dem ruhigen selbstbewussten Albus den er in der Küche sah das Scorpius innerlich etwas schmelzen liess. Er steckte immer etwas Aufwand in die Mahlzeiten auch wenn es nur sie beide waren.
„Also wie geht es James?" fragte Ainsley. Albus sah sie über seine Schulter hinweg an.
„James geht es gut", sagte Albus. „Ich habe gestern mit ihm zu Mittag gegessen. Er hat nach dir gefragt."
„Oh", murmelte Ainsley. Sie schien sich ziemlich für eine gewöhnliche Feder zu interessieren und Albus sah Scorpius leicht grinsend an. Scorpius fragte die Frage die seine Cousine nicht stellen wollte auch wenn er die Antwort bereits kannte.
„Und was hat er gefragt Albus?"
„Oh das übliche", sagte Albus leichthin. „Wie geht es Ainsley? Hat Ainsley mich erwähnt? Kannst du Ainsley daran erinnern das drei Jahre Altersunterschied nichts ist sobald du aus Hogwarts raus bist?"
Scorpius bemerkte das Ainsleys Wangen leicht pink geworden waren als sie die Spitzen der Federn auseinander zog.
„Ich werde nicht in der Mitte stehen oder dir sagen was du tun sollst", fing Albus an als er die Hamburger in ihre Brötchen lud. „Aber ich sage dir das das die längste Zeit ist in der James Single ist seit er vierzehn ist und das er dich nicht weiter auf ein Date einlädt weil du hart zu kriegen spielst."
Ainsley protestierte als Albus ihre Teller vor sie hinstellte. Scorpius atmete tief ein. Es roch fantastisch.
„Ich spiele gar nichts!"
„Und das ist gut. Ich will nur das du weisst das es nur eine Hand voll Leute gibt um die sich mein Bruder kümmert und das sind nicht viele. James hat nur wenig Freunde und die meisten davon sind in meiner Familie. Ich weiss er hat einen Ruf und er hat verdammt hart daran gearbeitet ihn zu verdienen. Denk einfach darüber nach."
Ainsley nickte als Albus zu seinem Platz humpelte und die Theke packte als er sich bewegte. Scorpius bemerkte das er nicht einmal versuchte den Schmerz zu verstecken.
„Geht es dir gut?"
„Ja – es war nur ein sehr geschäftiger Tag und ich habe mich viel bewegt."
Scorpius sah wie sich Albus mit verzogenem Gesicht auf seinen Platz zog.
„Gibt es etwas was ich tun kann?" fragte Ainsley. „Es tut mir leid das ich nicht kochen helfen konnte."
„Es ist in Ordnung. Weder du noch Scorpius mussten es jemals lernen", sagte Albus und fing an zu essen.
„Das ist fantastisch", sagte Ainsley mit vollem Mund. „Wo hast du so kochen gelernt?"
„Mein Dad", antwortete Albus. „Und ich haben letzten Sommer ein bisschen gelesen und ich habe ein bisschen gelernt."
„Das ist mein Werk", sagte Scorpius stolz. „Albus hat vorher nicht gern gelesen aber ich habe ihn endlich gebrochen."
Albus lächelte ihn über Ainsleys Kopf an während sie ass.
„Albus hat mir erzählt wie die Arbeit für ihn läuft aber ich habe dich kaum gesehen", sagte Ainsley zu Scorpius. „Wie ist das Archiv?"
Scorpius nahm einen Schluck von Albus' Kürbissaft und dachte nach bevor er antwortete. Er und Ainsley hatten gerade erst angefangen Freunde zu werden bevor sie aus ihrem alten Leben gerissen wurde und zu seiner Familie gekommen war aber sie war immer verständnisvoll gewesen. Er wollte sie nicht verärgern auf der anderen Seite aber hatte er einen besonders fürchterlichen Tag gehabt.
„Ich bin eigentlich im Keller wo sie alles verstauen was im Obergeschoss keinen Platz hat", sagte Scorpius ihr. „Also organisiere ich eigentlich nur Dinge und finde was die Historiker brauchen."
Ainsley sah zu ihm auf und kaute langsam.
„Das ist dumm", sagte sie schluckend. „Du bist genial."
„Ich denke es ist vorübergehend", sagte Scorpius leicht. Albus blickte ihn hinter ihrem Kopf finster an. „Ich bin mir ziemlich sicher – nun ich weiss faktisch das sie Angst vor mir haben wegen letztem Winter."
Ainsley stöhnte und warf den Rest ihres Burgers auf ihren Teller.
„Wird das jemals vorbeigehen?" fragte sie.
„Ich bezweifle es stark", murrte Albus. „Und was meinst du, du weisst es? Hat jemand etwas zu dir gesagt?"
„Ich habe heute Mittag vielleicht einen Teil einer Unterhaltung mitbekommen", gab Scorpius zu. „Ich hatte recht damit das der Bericht des Aurorenbüros die ´Sohn von Voldemort´ Theorie wieder anfeuern würde."
Explosive Kräfte zu haben schien kein guter Weg zu sein sich in die magische Gemeinschaft einzufügen.
„Aber du bist eine der nettesten Personen die ich kenne", sagte Ainsley. „Wenn nicht die netteste Person und ich bin in Hufflepuff."
„Es ist in Ordnung", versicherte Scorpius ihr und pickte an seinen Pommes. „Es wird einfach eine Weile dauern bis alle weitermachen können. Der Prophet muss einfach neue sensationelle Schlagzeilen finden."
„Ich schicke eine Eule an Dad", sagte Albus. „Mal sehen ob er einen anderen dunklen Lord zum vernichten finden kann."
„Das wäre hilfreich danke."
Albus grinste ihn an und Scorpius sah zu Ainsley hinunter welche ziemlich düster dreinblickte.
„Die Dinge werden besser", versicherte Scorpius ihr. „Ich verspreche es."
Am 1. September ging Albus früh in den Mittag und flohte hinüber zu Kings Cross wo er Harry, Ginny und Lily auf Gleis 9 ¾ traf. Er beäugte Lily etwas neidisch als er näher kam, er sah seinen alten Rennbesen auf ihrem Rücken als Hugo und Ron zu ihnen stiessen.
„Albus! Du bist hier!" rief Lily als sie ihn sah. Als sie ihre Arme um seinen Hals warf sah er das sie die Kette trug welche er ihr aus Mirto gebracht hatte.
„Natürlich", sagte Albus als sie ihn losliess. „Du bist auf dem Weg zu deinem sechsten Jahr. Musste kommen um dich daran zu erinnern wie alt du bist."
Sie streckte ihm die Zunge raus und Albus wischte einen Flecken mit dem Daumen vom Besenstiel.
„Ich dacht es würde dir nichts ausmachen", sagte sie vorsichtig. „Deiner war schneller und ich hatte bereits den langsamsten im Team. Ich hätte gefragt aber es war eine Sache in letzter Minute."
„Es ist in Ordnung", versicherte Albus ihr auch wenn es etwas schmerzte. „Ich hätte ihn dir sowieso gegeben wenn ich daran gedacht hätte."
Lily schlang ihre Arme wieder um seine Taille und vergrub ihren Kopf an seiner Brust.
„Alles in Ordnung?" fragte Albus und tätschelte ihren Rücken. Lilys Freunde riefen nach ihr aber sie bewegte sich nicht.
„Yep", sagte Lily nickend. Sie liess nicht los. „Es ist nur das erste mal das ich ohne dich oder James in Hogwarts sein werde."
James tauchte an Albus' Seite auf.
„Und denk daran wie viel Ärger du machen kannst mit dem Wissen das wir Mum nicht schreiben können".
Lily kreischte und umarmte ihren ältesten Bruder. Es war offensichtlich das sie mit keinem von ihnen gerechnet hatte und Albus sah den Blick seiner Eltern als sie die drei beobachteten. Sie waren stolz.
„Ich dachte nicht das du hier sein würdest."
„Natürlich", sagte James. Er zog einen Sack von Weasleys Zauberscherze hervor und reichte ihn ihr. „Konnte dich nicht losschicken ohne die notwendigen Schulsachen."
„James das ist absolut unnötig", stöhnte Ginny. Lily grinste und nahm sie dankbar.
„Ich werde sie gut benutzten."
„Einfach nicht an Hugo", erinnerte Albus sie. „Vergiss nicht das letzte mal…"
Lily zitterte. „Nicht an Hugo."
Draco, Scorpius und Ainsley tauchten hinter Ginny auf und Albus grinste als sie näher kamen.
„Ich dachte nicht das du wegkommen würdest" rief er Scorpius zu, aber der Ausdruck auf dem Gesicht seines Freundes liess ihn innehalten.
„Es ist nicht als ob jemand merken würde das ich weg bin", murmelte Scorpius. Draco sah auch nicht glücklich aus aber Ainsleys Gesicht erhellte sich sobald sie James sah.
„Und jetzt wissen wir wieso James aufgetaucht ist", murmelte Lily zwischen ihren Brüdern.
„Oh halt die Klappe", maulte James. „Ich bin gekommen um dich zu sehen. Das ist einfach eine Zugabe."
Albus lehnte sich an eine nahegelegene Säule als Scorpius alle kurz begrüsste und streckte seine Hand aus als er näher kam. Scorpius nahm sie dankbar offensichtlich zu vertieft in dem was geschehen war um das Starren und das Geflüster zu bemerken welches er auslöste.
„Was ist los?" fragte Albus.
„Nichts neues", sagte Scorpius. „Ich habe vorher nur jemandem Bücher gebracht und habe eine Unterhaltung mit der Direktorin mitbekommen in der es darum ging das der Malfoy Junge besser für eine Position wo anders geeignet wäre."
„Ernsthaft meine Tante Hermine ist genau da", sagte Albus ungehalten. Er deutete auf Hermine welche beschäftigt damit war zu überprüfen ob Hugo alles hatte was er brauchte. „Bitte las es sie wissen. Du musst sie nicht mal bitten etwas zu tun – sie wäre dankbar. Sie liebt es zivile Ungerechtigkeiten zu lösen und Onkel Ron ist nicht einmal hier um sie zu beruhigen."
„Nein", protestierte Scorpius und schüttelte den Kopf. Der Kampf war aus seiner Stimme verschwunden und Albus stellte sich vor selbst ins Archiv zu gehen. Er hatte zuvor schon Ministeriumsangestellte angeschrien – eine Gruppe Akademiker konnte nicht viel anders sein.
Verloren schlang Albus seinen Arm um Scorpius' Taille und zog in Näher als Ginny Scorpius eingesunkene Schultern auffielen.
„Ist alles in Ordnung?" fragte sie und kam näher.
Scorpius zuckte mit den Schultern und Ginny schürzte die Lippen.
„Kommt heute zum Abendbrot", verlangte sie. „Lasst euch von Harry eine hausgemachte Mahlzeit auftischen."
„Hei!" rief Albus. „Ich koche die ganze Zeit."
„Es ist anders wenn Eltern es machen und das weisst du."
Scorpius nickte mit einem traurigen Lächeln während Albus grummelte das seine Kochkünste perfekt ausreichte.
„Wir werden kommen."
Ginny lächelte und wuschelte durch seine Haare. Albus wusste das sie die einzige Person war die damit durchkam und Scorpius schenkte ihr ein leeres Lachen.
„Draco – Scorpius und Albus kommen zum Abendessen. Du solltest auch kommen."
Draco blickte zu Scorpius wie er es immer tat wenn die Potters ihn einluden. Scorpius nickte kurz und Draco stimmte zu.
„Das klingt entzückend Ginny."
„Er ist immer so formal", sagte Albus mit einem schrägen Lächeln. „Es ist wie du ohne die schlechten Witze und Trotteligkeit."
Endlich, dachte Albus als er Scorpius ansah. Ein echtes Lächeln. Es ist Tage her.
Ainsley sah wie James ihren Koffer neben Lilys im Gepäckfach des Hogwarts Express sicherte. Die jüngste Potter verabschiedete sich schnell von ihm als ihre Freunde sie wegzogen und James stand gerade schnell genug auf um sie auf die Wange zu küssen bevor sie verschwand.
„Sie ist niemals ruhig" kommentierte James und beugte sich wieder hinunter um die Riemen zu richten.
„Ich denke es ist gut", sagte Ainsely. „Er ist sowieso neu, also sollte das Schloss halten."
„Wir haben in Albus dritten Jahr angefangen vorsichtig mit den Koffern zu sein", sagte James ihr als er das Abteil schloss. „Er und Scorpius haben es manchmal nicht bis Hogwarts geschafft mit den Sachen die sie eingepackt haben und…"
James musste seinen Satz nicht beenden. Ainsley konnte die Augen von Eltern und Schülern in ihrem Rücken spüren als die Pfeife vorne am Zug ertönte.
„Ich glaube ich gehe dann besser", sagte Ainsley und zog an ihren Ärmeln. Mit seinen Händen in den Taschen und dem dämlichen Lächeln auf seinen Gesicht schien James nicht so gross und eindrucksvoll.
„Hast du dich von allen verabschiedet?"
„Ja. Draco schien sowieso in Eile gewesen zu sein. Ich denke er wollte Scorpius hier rauskriegen."
„Ich kann es verstehen", sagte James und starrte einen Erstklässler nieder des sehr interessiert an Ainsley zu sein schien.
„Nun ich hoffe die Arbeit hält dich nicht zu beschäftigt", sagte Ainsley mit einem Lächeln. „Scheint als wärst du häufig dort in letzter Zeit."
„Mein Onkel tritt von seiner Position zurück also lässt er uns alle Überstunden machen bis er es tut", erklärte James. Ainsley wusste nicht was sie sagen sollte, also sah sie auf ihre Schuhe, plötzlich sehr zögerlich überhaupt nach Hogwarts zurückzugehen. Sie hatte es den ganzen Sommer gefürchtet und die ruhigen Nachmittage und Abendessen mit verschiedenen Freunden aufgesogen. Sogar Draco benahm sich behaglicher um sie herum und nun musste sie alles zurücklassen.
„Ich sehe dich an Weihnachten?"
„Richtig! Weihnachten", sagte Ainsley nervös. „Ausser…"
„Ausser?"
„Vielleicht könntest du mich dieses Semester in Hogsmeade treffen? Wenn du Zeit hast – „
„Sag mir einfach wann und wo Ainsley", sagte James mit einem erleichterten glucksen. Seine Augen kräuselten sich an den Ecken und sie lächelte noch mehr. „Ich werde mein bestes tun."
Der Zug pfiff erneut und Ainsley verzog das Gesicht.
„Ich muss gehen."
„Hab ein gutes Semester okay?" Und glaube nichts was sie sagen", sagte er und nickte zum Zug.
Ainsley hielt einen Moment inne und starrte noch immer zu ihm hoch. Der Zug würde nun jeden Augenblick losfahren und wer wusste wann sie wieder ein freundliches Gesicht ausser Lily und Hugo sehen würde?
Wortlos sprang sie auf ihn zu und stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihn zu umarmen. Sie fühlte wie James einen Augenblick zögerte bevor er die Umarmung erwiderte.
„Pass auf dich auf", sagte sie sanft.
„Du auch", sagte er und drückte sie nochmal bevor er sie losliess. Ohne darüber nachzudenken oder die Konsequenzen zu berücksichtigen küsste sie ihn auf die Wange bevor sie zurückwich und etwas rot wurde und ihre Haare nervös hinter ihr Ohr strich.
„Bis bald", sagte er grinsend – nicht das wölfische grinsen wenn er etwas vorhatte oder das sarkastische Lächeln an das sie sich gewöhnt hatte wenn er mit seiner Familie witzelte. Es war ein echtes aufrichtiges James Potter Lächeln was sie bemerkte eine seltene und mächtige Sache war.
„Bis bald", stimmte sie zu bevor sie auf den Zug sprang und verschwand.
Es dauerte einen Moment bis James die Bewegung an seiner Seite bemerkte. Als er durch das nächste Abteilfenster sah hatten Lily, Hugo und Louis ihre Hände gegen das Fenster gepresst und machten übertriebene Kussbewegungen in seine Richtung.
„Ich hasse euch alle", sagte er laut genug das sie es durch das Glas hören konnten. Er deutete auf ihre Gesichter als sich der Zug in Bewegung setzte. „Erwartet meine Heuler."
Scorpius stand hinter Albus' Stuhl am Küchentisch der Potters während Harry trotz Ginnys Versuchen zu helfen, versuchte zu kochen.
„Ginny bitte" flehte Harry sie an. „Geh und trink etwas mit den anderen."
„Aber ich wollte helfen."
„Mum lass ihn", grummelte Albus. Scorpius beugte sich vor und schlang seine Arme um Albus' Schultern, versteckte sein Gesicht kurzzeitig in seinem Nacken als Ginny sich gleichgültig mit ihrem Glas Wein gegen die Theke lehnte.
„Ich wünschte wir könnten zurück nach Hogwarts", murmelte Scorpius.
„Ich hätte nie gedacht dich das hören zu sagen", gab Albus zu, zog an seinem Arm bis Scorpius nachgab und sich auf den Platz gegenüber von ihm setzte. „Fühlst du dich bei der Arbeit immer noch nicht besser?"
Scorpius schüttelte den Kopf bevor er einen Schluck von Albus' Butterbier nahm.
„Nein. Es macht mich unglücklich – den ganzen Tag dort unten gefangen zu sein. Aber ich habe einige faszinierende Bücher gefunden. Offenbar haben wir eine ganze Abteilung mit alten chinesischen Rollen die nie katalogisiert wurden und einige antik aussehenden amerikanische Akten auch wenn ich keine Ahnung habe woher wir sie haben."
„Du würdest das faszinierend finden", sagte Albus liebevoll. In dem etwas harten Licht der Küche sah Albus so blass und ausgelaugt aus wie Scorpius sich fühlte.
Draco sank auf den Stuhl neben ihm.
„Es ist nur…nun es fühlt sich an wie ein Kerker."
Albus' Augen flackerten zu Dracos. Plötzlich wurde ein deprimierender Job unendlich viel mehr.
„Ich bin mehr als glücklich dem Archiv einen neuen Flügel zu spenden wenn du dort rauskommst", sagte Draco ernst. „Sie können ihn den Malfoy-Greengrass Flügel nennen."
„Das ist genau das was ich nicht will das du es tust", sagte Scorpius ihm. „Ich weiss das ich keinen Job brauche. Wenn ich mit meinem Nachnamen auskommen wollte müsste ich nicht arbeiten."
„Also wieso tust du dir das an?" fragte Draco. „Du bist unglücklich."
„Ich bin nicht unglücklich. Ich habe eine schlechte Position an einem Ort an dem ich sein will. Ich bin sicher ich werde einen Weg hinaus finden. Ich habe bereits angefangen den ganzen Keller um zu organisieren – teilweise weil ich will das jemand bemerkt das ich gut darin bin, teilweise weil ich wissen will was ich dort unten finden kann aber hauptsächlich weil es nicht ertragen kann Bücher in einem solchen Zustand zu sehen."
„Es ist eine Schande das du so nicht über Haus empfindest", murmelte Albus. Ginny sah ihn fragend über den Rand ihres Glases an. „Scorpius ist Müll bei allem Heimischen. Er hat beinahe die Küche in Brand gesteckt."
Scorpius zuckte bei der Erinnerung zusammen.
„Einmal."
„Einmal ist alles was es braucht", erinnerte Albus ihn. „Du musst nicht unglücklich sein."
„Ich kaufe Flourish und Blotts wenn es Bücher sind die du willst", sagte Draco geringschätzig. „Du kannst den Laden führen – „
„Das wird es nicht erledigen", unterbrach Harry. „Scorpius – und korrigier mich wenn ich falsch liege – will nur an seinen eigentlichen Leistungen gemessen werden anstelle an den Dingen die ihm passiert oder über ihn gesagt worden sind."
Scorpius sah hinüber zu Harry welcher abwesend den Rindereintopf rührte während er sie ansah. Von allen Leuten die es verstehen konnten war Harry nicht zuoberst auf seiner Liste gestanden.
„Danke", sagte Scorpius langsam. „Genauso ist es."
Harry lächelte ihn warm an und nicht zum ersten Mal wusste Scorpius das er sah wie Albus in zwanzig Jahren aussehen würde.
Draco und Albus sassen in verärgerter Stille während Ginny und Harry die Stille mit ruhigem Geschwätz über Arbeit und James' Entscheidung in Bills alte Eigentumswohnung in der Winkelgasse zu ziehen füllten.
„Geht es James gut?" fragte Draco.
„Es scheint so", sagte Harry. „Er mag seinen Job ziemlich auch wenn ich glaube das er es hasst mehrere Tage die Woche weg zu sein."
„Und wie geht es ihm ausserhalb der Arbeit gut?"
Draco wirbelte den Wein in seinem Glas umher während Ginny ihn verdächtig musterte.
„Ja", sagte sie langsam. „Wieso?"
„Wenn mein einziges Kind mit eurem Sohn zusammenlebt glaube ich ist es mir erlaubt Interesse an der Stabilität eurer Familie zu haben", sagte Draco.
„Er fragt wegen Ainsley", erläuterte Scorpius mit einem Grinsen. „Er weiss das James sie mag."
„Um fair zu sein ich hätte eine gründlichere Untersuchung von Albus gemacht wenn ich gewusst hätte das ihr beiden zusammenkommt bevor ihr tatsächlich zusammen wart."
„Hast du eine gründliche Untersuchung meiner Söhne durchgeführt?" fragte Ginny und stellte eine Schüssel mit Rindereintopf vor jeden von ihnen. Es roch hervorragend und Scorpius fing an alle Potters – Albus inklusive – in Verbindung mit dem Geruch von warmen Essen zu bringen.
„Vielleicht."
„Also haben Sie einen Hintergrundcheck bei mir durchgeführt!" rief Albus.
„Ja hab ich", antwortete Draco. „Und ich finde deine frühen Verwandlungsnoten Besorgnis erregend. Bitte brauche keinen dieser Zauber in eurem Zuhause."
Albus starrte ihn unsicher an.
„Ich mache Witze Albus", sagte Draco matt.
„Wie sollten wir das wissen?" murmelte Harry als er sich setzte.
„Dad ha einen ausgezeichnet Sinn für Humor", sagte Scorpius absolut ernst. Es sah wie sich alle Potters umwandten und ihn ansahen.
„Das war auch ein Witz", sagte er mit einem Grinsen und alle ausser Draco lachten.
Während Albus mit seinen Eltern die besseren Punkte von Rubeus Hagrids Verrücktheit was magische Geschöpfe betraf diskutierte, nutzte Draco die Gelegenheit seinen Sohn in das Wohnzimmer der Potters zu ziehen.
„Es ist grossartig weil Albus ehrlich mochte als er ein Kind war aber sie haben diese Knallrümpfigen Kröter und er hasst sie", schwafelte Scorpius. „Er beschwert sich jeden Abend über sie."
„Das ist schön", sagte Draco abwesend und setzte sich auf das Sofa neben Scorpius welcher ihn genau ansah.
„Was ist los?"
„Was meinst du?"
„Du hast das Gesicht als möchtest du mit mir über etwas unangenehmes sprechen", sagte Scorpius. „Es ist das Gesicht das du gemacht hast als du mir gesagt hast das Mum stirbt und wenn du mir ´den Vortrag´ gehalten hast und beides sind Situationen die ich lieber vergessen würde."
„Ich glaube ´der Vortrag´ war besonders nutzlos oder?" sagte Draco nervös. Scorpius wurde rot bei der Erinnerung.
„Was immer es ist sag es einfach."
Draco setzte sich auf die Kante seines Platzes und beugte sich vor um sicher zu gehen das er Scorpius' Aufmerksamkeit hatte. Sein Vater hatte sich in den letzten Jahren entspannt, aber die formelle herrische Haltung brachte Scorpius auf die Palme.
„Oh Merlin. Stirbst du?"
„Was?"
„Vor ein paar Jahren hast du etwas davon gesagt sicher zu gehen das es mir gut gehen wird wenn du nicht mehr bist", sagte Scorpius schnell, seine Augen weit und sein Herz raste. „Und ich habe mir zur derzeit nichts dabei gedacht aber ich habe es auch nicht vergessen – wie könnte ich? Dad wenn du stirbst müssen wir herausfinden – „
„Ich sterbe nicht Scorpius", unterbrach ihn Draco. „Ich bin absolut gesund, dass versichere ich dir."
„Oh gut", sagte Scorpius und sank in die Ecke. „Denn wie mein Glück sich dieses Jahr verhielt – „
„Scorpius." Draco hob seine Hand um ihn zur Ruhe zu bringen und Scorpius schloss schnell seinen Mund. „Ich wollte wissen was du von Dania hältst?"
„Dania? Was meinst du?"
„Magst du sie?"
„Klar sie ist grossartig", sagte Scorpius. „Und sie scheint dich glücklich zu machen und das macht mich glücklich."
„Ich bin…erleichtert das zu hören", sagte Draco. Er sah auf zu Scorpius sein Herz machte etwas merkwürdiges in seiner Brust aber er war nicht sicher weshalb. Draco sah so besorgt aus das Scorpius' Hirn sich beschleunigte, er berechnete allen furchtbaren Dinge die Draco ihm sagen könnte und er realisierte schnell als Draco lächelte das es vielleicht gar nichts furchtbares war.
„Scorpius", begann Draco vorsichtig. „Wäre es für dich in Ordnung wenn sie im Manor leben würde?"
Scorpius sah ihn perplex an. „Wieso sollte es das nicht sein?"
„Ich will dich nicht verletzten oder etwas tun von dem du das Gefühl hast das es die Erinnerung an deine Mutter nicht respektiert."
„Hier geht es nicht um mich", sagte Scorpius schnell. „Geht es nicht. Es geht um dich und es geht um Dania und es geht darum was dich glücklich macht und Mum hat es sehr klar gestellt das sie wollte das du weiter machst."
Draco starrte ihn an als hätte er eine Solche Reaktion nicht von Scorpius erwartet aber was konnte er sonst sagen? Es gab nichts in der Welt das er sehen wollte als das sein Vater nach so vielen Jahren der Trauer glücklich war. Dania brachte ihm zum Lachen und sie war nichts mehr als grosszügig und unterstützend zu Scorpius und respektierte Astorias Platz in ihrem Leben.
Wenn Draco mit jemanden zusammen sein wollte war Dania so nah an perfekt wie Scorpius es sich vorstellen konnte.
„Dad ich denke es ist grossartig. Wirklich. Gibt es etwas was ich tun kann? Merlin wirst du sie heiraten? Weil das ist in Ordnung – ich bin sehr gut darin Dinge zu planen weisst du und Ainsley hat ein Auge für Dekoration. Wir brauchen einfach etwas Zeit. Ich bin sicher wir könnten – wieso lachst du?"
Draco sah ihn mit einem amüsierten, schrägen Lächeln an während er gluckste.
„Ich habe sie noch nicht einmal gefragt ob sie zusammen leben will", sagte Draco ihm. „Ich wollte zuerst mit dir sprechen."
„Sie wird ja sagen", sagte Scorpius selbstbewusst. „Ich habe gesehen wie sie dich ansieht."
„Sie mag dich auch Scorpius", erinnerte Draco ihn. „Und sie weiss das wir ein Paket Angebot sind."
„Vergiss Ainsley nicht."
„Ich könnte Ainsley nie vergessen", seufzte Draco. Er entspannte sich als wäre ein Stein von seine Brust gefallen. Scorpius sah wie er sich austreckte und zurücklehnte. „Es war tatsächlich ziemlich schwer sie heute gehen zu sehen. Es war nett sie diesen Sommer um mich zu haben besonders wenn ihr beide im Manor wart."
„Ich hoffe sie werden ihr nicht ein all zu schwere Zeit bereiten", gab Scorpius zu.
„Sie wird uns schreiben wenn etwas falsch läuft", versicherte Draco ihm. „Sie hat es mir versprochen."
Scorpius schätzte es aber etwas sagte ihm das sie weniger ihnen schreibe würde und wahrscheinlicher James rufen würde welcher vielleicht oder vielleicht auch nicht das Schloss selbst stürmen würde um die Tyrannen zu verhexen.
„Ist Albus in Ordnung?" fragte Draco leise. Die Stimmen der Potters waren noch immer sicher in der Küche aber seine Augen wanderten dennoch zu Tür.
„Ich denke schon. Wieso?"
„Er sieht ein bisschen krank aus", meinte Draco. „Ein bisschen blass. Vielleicht liegt es an der Arbeit."
„Er war oft müde", bestätigte Scorpius. „Er stellt sich ein. Das machen wir beide."
„Scorpius er sieht aus…nun er sieht beinahe so aus wie als du vermisst wurdest."
Er öffnete den Mund um zu antworten aber Albus und seine Eltern kamen in den Raum und Draco wurde schnell reingezogen seine Begegnung mit Seidenschnabel dem Hippogreif zu erzählen. Es war eine peinliche Geschichte und er lachte die meiste Zeit befangen.
Albus setzte sich neben Scorpius und versuchte eine Grimasse zu verbergen und Scorpius nahm schnell seine Hand und hielt sie fest. Er war glücklicher für Draco als er es gedacht hätte und wollte es mit seiner zweiten Familie teilen aber es war nicht an ihm die Geschichte zu erzählen und Draco so schien nur Scorpius' Zustimmung zu wollen.
Albus hörte aufmerksam zu als Harry und Ginny ihnen mehr von Hagrids Pflege magischer Geschöpfe Unterricht erzählten und Scorpius sass still und sah zwischen ihnen umher und fühlte sich etwas verloren in ihrem Gelächter und auch wenn er begeistert von der Idee war das sein Vater in einer stabilen verpflichteten Beziehung war die er verdiente konnte er Astorias Gesicht nicht aus seinem Kopf kriegen.
Er fragte sich wie lange es dauerte bis er sich nicht mehr wie ein verlorener Junge ohne Mutter fühlte.
Ainsley setzte sich auf einen leeren Platz unter den anderen Siebtklässlern am langen Hufflepuff Tisch. Sie hatte die meiste Zeit der Reise im Hogwarts Express leise in einer Ecke in Lily, Hugo und Louis' Abteil verbracht während sie sich über Quidditch und Unterricht und darüber unterhielten das sie im Oktober für Teddy und Victoires Hochzeit nach Hause gingen. Es war schön, dachte sie Leute zum zuhören zu haben aber sie wusste meistens nicht was sie zu den Potters oder Weasleys sagen sollte.
Sie sah sich am Tisch mit ihren Klassenkameraden um, lächelte sie an und fragte sich wie ihre Sommerferien gewesen waren aber sobald sie sie ansahen sahen sie schnell wieder weg, ähnlich wie in dem Semester nach der Verhandlung ihrer Mutter.
„Hei Sara!"
Ainsley rief ihrer Zimmergenossin, welche ein Paar Plätze weiter sass zu. Sara, welche damit beschäftigt gewesen war ihren schwarz gelben Nagellack zu betrachten sah hinüber zu Ainsley.
„Oh. Hallo Ainsley."
Ainsley bemerkte das sie nicht lächele. Sie sah nicht wütend aus – niemand in ihrem Haus war besonders jähzornig oder reizbar. Ainsley sah wie sie schnell wieder hinuntersah überinteressiert in ihre Nägel (welche wie Ainsley bemerkte perfekt zu ihren blau schwarzen Haaren passten.)
Sara sah besorgt aus.
Ainsley sah auf die andere Seite und sah Casey Murphy – ein Sechstklässler den man eher dabei sah wie er mit den jüngeren Schülern spielte anstelle seine Hausaufgaben zu machen.
„Casey! Wie war dein Sommer?"
„Oh! Oh er war gut", sagte Casey überrascht. „Er war grossartig. Wie war deiner?"
„Er war wirklich toll", sagte Ainsley ermutigt. „Bist du irgendwohin gegangen? Irgendwas aufregendes gemacht?"
„Ähm…nein. Nicht wirklich", sagte er. „Ich war die meiste Zeit zuhause mit meiner Grossmutter…"
Ainsley sah hilflos zu als er seine Aufmerksamkeit zu einem seiner Zimmergenossen wandte, seine Schultern eingefallen und sein Gesichtsausdruck mehr als unbehaglich.
Sie hassen mich nicht, dachte Ainsley und sah zu ihren Hausgenossen. Sie wissen nur nicht was sie mit mir machen sollen. Sie haben Angst.
Ainsley sah auf ihre Hände als Professor McGonagall anfing mit den Schülern zu sprechen. Wo sie die Stimme der Schulleiterin normalerweise beruhigend fand erinnerte sie es nur daran wie weit entfernt sie nun von den wenigen Leuten war die sich um sie sorgten. Sogar der klare Nachthimmel und die schwebenden Kerzen verzauberten sie nicht.
Ich wünschte Scorpius und Albus wären noch hier, dachte sie traurig und sah hinüber zum Slytherin Tisch wo ihre Plätze mit putzmunteren Erstklässlern gefüllt werden würden.
Durch das Fest hindurch spielte sie mit ihrem Armband an ihren Handgelenk und versuchte die Tage bis zu den Winterferien zu zählen, dachte immer wieder daran wie sie James' Wange geküsst hatte und wie er gelächelt hatte als sie ihn bat sie zu besuchen.
Ich hoffe er vergisst mich nicht.
Sie sass still als die Erstklässler eingeteilt wurden und wurde angerempelt als die Hufflepuffs ihre neuen Mitglieder voller Freude begrüssten und sie blieb am Ende der Meute als das Fest endete. Zum ersten Mal nach den Ferien in den Hufflepuff Gemeinschaftsraum zu laufen war einer ihrer Lieblingsdinge gewesen und sie fühlte sich ihrer letzten Möglichkeit es zu tun beraubt.
Ainsley kam nicht zurück zu Realität bis sie ihren Schlafsaal erreichte und ihren Koffer öffnete um ihre Zahnbürste zu suchen. Sie starrte für einen Moment auf seinen Inhalt bewusst das etwas nicht an seinem Ort war aber nicht in der Lage zu sagen was es war. Es dauerte bis ihre Augen sich fokussierten als sie das Bündel braunen Flaums als etwas erkannte das nicht ihr war.
Verwirrt und etwas ängstlich zog Ainsley ihren Zauberstab und liess das Objekt aus ihrem Koffer schweben und sah wie es sich in der Luft entfaltete und Form annahm.
Da in der Luft vor ihr hing ein kleiner ausgestopfter Hase mit hellbraunem Fell und einem weissen Gesicht und um seinen Hals hing ein kleines Schild. Ainsley nahm in aus der Luft und legte ihn auf ihr Bett, sie hielt das Schild gegen die Laterne damit sie es lesen konnte.
Ainsley,
Falls du dich einsam fühlst.
In Liebe,
Draco
Ainsley sah in das freundliche Gesicht des Hasen und in seine warmen, braunen Augen und rieb seine Ohren zwischen ihren Fingerspitzen. Als sie es tat bewegte sich seine Nase und sie stiess ein Geräusch aus eine Mischung von Lachen und weinen aus. Es war genau die Art Zauber die Scorpius auf seinem Kindheit Teddy Bären hatte.
Sie umarmte den Hasen und schloss ihre Augen als ihre Mitbewohnerinnen um sie herumgingen und sich unterhielten. Vielleicht war sie nicht so weit weg wie sie dachte.
