Albus kehrte Mitte der Woche zur Arbeit zurück, sobald er wusste, dass er sich nicht mit Erbrechen oder Anfällen von offensichtlicher, sichtbarer Reizbarkeit blamieren würde. Scorpius hatte ihn gebeten wenigsten noch einen Tag zuhause zu bleiben aber Albus konnte es nicht ertragen noch länger eingesperrt zu sein und als er in der kühlen Luft des Rehazentrums der Magiezoologen Gesellschaft ankam wusste er das er die richtige Entscheidung getroffen hatte.
„Ey! Albus!" rief Smith ihm zu. Albus scannte das Chaos im Raum – auch wenn es heute morgen etwas ruhiger war – bis er Magorian an dem langen schwarzen Tisch wo die Eier Inkubatoren waren entdeckte. Albus ging langsam durch den Raum sich jedem Schritt bewusst und jedem Schlag seines Stockes bis er vor einer Reihe gefleckter Eier stand.
„Was ist das?"
„Ah ich dachte mir das sie dich interessieren würden", sagte Smith. „Das sind Eier des walisischen Grünlings. Einer der Auroren hat sie in einem selbstgemachten Stall auf dem Yaxley Anwesen gefunden. Sieht aus als hätte einer von ihnen illegal magische Geschöpfe gezüchtet."
„Entzückend", stöhnte Albus. Er zog sich auf einen Arbeit Stuhl und hob eines der Eier hoch und hielt es vorsichtig in der Hand. „Es ist schwer. Sie sind kurz vor dem Schlüpfen."
Smith schüttelte den Kopf und zog ein Notizbuch zu seinem Platz. „Sind sie und ich bin verdammt froh das das Team deines Dads sie gefunden hat."
Albus lächelte etwas. Manchmal war es so gefangen darin das Harry Dad und der auserwählte war das er vergas das er auch ein wichtiger Teil im Ministerium war.
Nach einigen Augenblicken in denen er die Eier bewunderte sprach Albus. „Hei Magorian?"
Smith sah von dem Eintrag der er bearbeitete auf. „Hm?"
„Ich wollte dir sagen das ich Probleme habe… an manchen Tagen mit meinem Bein. Also gibt es manchmal Dinge die ich nicht tun sollte."
Es war surreal für Albus das ein Geständnis welches ihm so schwer vor kam so alltäglich rüberkam.
„Keine Sorge. Manchmal muss mich Celeste daran erinnern das sie nur eine Hand hat", sagte Magorian und ging zurück zum Register. „Sag mir einfach wenn du einen harten Tag hast. Wir können darum herum arbeiten."
Albus starrte auf Smiths Kopf während er schrieb und hatte plötzlich das Gefühl das die Welt viel weniger kompliziert war als er dachte.
„Was zum Teufel ist das?"
„Es ist ein Niffler!"
Albus hielt das kleine schwarze Wesen welches sich in seinen Armen wand hoch und stellte einen kleinen Käfig neben seine Füsse. Er war gerade nachhause gekommen um Scorpius auf dem Boden umgeben von Pergament und einem offenen Notizbuch auf seinem Schoss und einer Feder hinter seinem Ohr vorzufinden. Zu allen Anblicken zu denen Albus nachhause gekommen war musst das der beste sein und er lächelte warm zu Scorpius hinunter.
Scorpius sah alles andere als zufrieden aus.
„Nun ja. Es ist offensichtlich ein Niffler", sagte er und stiess seine Brille die Nase hoch. „Was macht er hier?"
„Der arme Liebling wurde in einer Muggelstrasse gefangen und wurde verletzt", sagte Albus und drehte den Niffler um, um sein verbundenes Hinterbein zu zeigen. „Es ging ihm nicht so gut aber er scheint mich zu mögen als hat Magorian mir gesagt ich soll ihn nachhause nehmen damit er in der Nacht nicht einsam ist."
Albus liess sich vorsichtig auf den Boden vor Scorpius nieder und hielt seinen Arm und seine Hand fest um den Niffler damit er nicht entkommen konnte auch wenn er aufgehört hatte sich zu winden nun da sie ihr Ziel erreicht hatten.
„Du hast das Flohen nicht gemocht oder?" fragte Albus den Niffler. Er bekam nur ein verwundertes Schnuppern als Antwort.
Scorpius streckte sich neugierig aus und kratzte den Niffler am Kopf. Er antwortete mit einem liebevollen quietschen und schloss zufrieden die Augen.
„Ich sehe er mag dich auch", sagte Albus fing Scorpius' Hand und hielt sie für einen Augenblick. „Der ist sehr besonders. Er mag nur die Besten."
„Das kann ich sehen."
Scorpius fing an die Pergamente einzusammeln.
„Hör nicht wegen mir auf", sagte Albus. Er hob eine der Seiten auf und überflog sie. „Was auch immer das ist…"
„Ich versuchte nur ein paar von Jins Notizen zu organisieren", erklärte Scorpius und rieb sich die Schläfen. „Er hat diese Rollen so schnell durchgeblättert wie ich sie finde. Da ist so viel dort unten – Dinge die unsere Bücher nicht mal abdecken."
„Was denn?"
„Zaubertränke. Alte Zauber. Aufzeichnungen von Konflikten vor 1600 – von überall auf der Welt", sagte Scorpius. „Er übersetzt so viel wie er kann und er – hör dir das an – benutzt Muggel Technologie um Kopien die er nicht selbst lesen kann an Experten von älteren Dialekten zu senden."
„Muggel Technologie?"
„Es ist riskant aber er macht es trotzdem", sagte Scorpius. „Er sagt das wir ein internationales Verständnis vom Magie kriegen müssen anstelle der aufgeteilten Literatur und Praktiken die wir heute haben und ich muss sagen das ich ihm zustimme."
„Ich gehe davon aus das du und Jin euch also versteht?"
Scorpius klopfte die Notizen zu einem ordentlichen Stapel und schob sie in eine Akte. Er schien die Feder hinter seinem Ohr vergessen zu haben. Albus entschied sich zu sehen wie lange es dauerte bis er es bemerken würde und sah wie Scorpius die Akte mit einem Schlenker seiner Hand auf einen nahegelegenen Tisch schickte.
„Ziemlich. Es ist nett. Echtes historisches Zeug zu machen meine ich."
Scorpius' Augen leuchteten und zum ersten mal in jüngster Zeit lächelte über etwas was mit der Arbeit zu tun hatte. Es dauerte einen Augenblick bis Albus merkte wieso er es nicht mochte.
„Sollte… sollte ich mir Sorgen machen?"
„Sorgen?"
„Nun du scheinst diesen Jin wirklich zu mögen", murmelte Albus und seine Stimme verstummte.
Scorpius starrte ihn lange an und Albus wurde schnell nervös. Er hätte seinen Mund halten sollen. So etwas zu sagen – besonders nach seiner jüngsten Aktion mit den schmerzlindernden Tränken – würden seinen Freund sicher aufregen.
Wie auch immer zu seiner Überraschung brach ein Grinsen auf Scorpius' Gesicht aus und er fing an zu lachen.
„Oh Albus", sagte er liebevoll und schaukelte sich au die Knie um Albus' Stirn und Wange zu küssen wobei er seine Brille entfernte. „Wenn ich dich nicht während deiner ´Mein Dad hasst mich also hasse ich alle´ Phase verlassen habe kannst du sicher davon ausgehen das ich nirgendwo hin gehe."
Albus sah ihn gespielt böse an bevor Scorpius aufstand und in die Küche ging.
„Bist du sicher?"
„Absolut", sagte Scorpius.
„ALBUS!"
Scorpius bewegt sich nicht während er Albus oben herumeilen hört. Er zieht sich nicht zurück um zu helfen als er Albus auf der Treppe hört und er dreht sich nicht einmal um als Albus das frisch zerstörte Wohnzimmer betritt.
„Oh nein", murmelte Albus und sah sich um. Bücher und Zeitungen bedeckten den Boden zusammen mit kleineren Gegenständen aus der Küche. Die Kissen vom Sofa waren runtergeworfen und Albus Lieblings Lehnstuhl war komplett auseinander genommen worden.
„Was. Zum. Teufel."
Albus sah zu Scorpius welcher das verunstaltete Buch auf dem Boden beäugte. Er war wütend.
„Wo ist er?" fauchte er.
Albus musste nicht lange auf seine Antwort warten. Ein kleines metallisches scheppern kam aus der Küche und Scorpius als auch Albus gingen langsam – Albus brauchte Scorpius' Arm für die Stabilität – um nachzusehen.
Der Niffler sass in der Besteckschublade sein verletztes Bein merkwürdig ausgestreckt. Er betrachtete eine Gabel von dem puren Silber Set welches Draco in die Küche getan hatte – das Set das er und Scorpius noch nicht angefasst hatten.
Neben ihm starrte Scorpius den Niffler an.
„Bei Merlin", flüsterte Scorpius. „Wie kann eine solch kleine Kreatur ein solches Chaos anrichten?"
„Und auch noch verletzt", sagte Albus stolz. „Der kleine Kerl hat Temperament."
Scorpius' Wut richtete sich auf Albus als der Niffler ihre Anwesenheit bemerkte. Sie waren keine ausdrucksvollen Kreaturen aber Albus hätte schwören können das er entzückt aussah als er ihm die Gabel hinhielt und seinem Lieblingsmensch stolz ein Geschenk anbot. Als Albus ihn nur anlächelte griff der Niffler in seine Tasche und zog eine Taschenuhr hervor – eine die Scorpius Grossvater mütterlicherseits gehört hatte – und hielt sie ihm auch hin.
„Oh komm schon Scorp", sagte Albus flehend. „Wie kannst du bloss wütend auf dieses Gesicht sein?"
„Es ist schwer", gab Scorpius zu. „Aber ich versichere dir ich schaffe es."
Albus trat vor und nahm die Gabel und die Uhr vom Niffler welcher fröhlich an seiner Hand schnupperte. Nachdem er sie auf die Seite gelegt hatte hob Albus die Kreatur hoch und er rollte sich glücklich an seiner Brust zusammen.
„Er ist wie du wenn du besonders müde bist", sagte Albus fröhlich. Scorpius' Gesicht wurde etwas weicher als er den Zauberstab aus der Tasche seines Bademantels zog und sich wortlos daran machen den Schaden zu reparieren.
Er sollte es nicht lustig finden. Es war nicht lustig und Scorpius lachte nicht über den Schmerz und Ängste anderer – besonders dem seines Vaters – aber der Anblick von Draco Malfoy der in seiner Festrobe umherging und sich über eine Hochzeit und ein Geschenk sorgte war eines der merkwürdig liebenswertesten Dinge die er je gesehen hatte und Scorpius konnte nicht anders als Lächeln.
Scorpius lag faul auf dem Wohnzimmer Sofa und spielte mit seinen Manschettenknöpfe seine Beine waren über Albus' Schoss gestreckt während sie auf Ainsley und Dania warteten. Er passte auf seine neue dunkelblaue Festrobe nicht zu zerknittern und hatte die letzte halbe Stunde damit verbracht sicher zu gehen das Albus dasselbe tat.
„Ich verstehe nicht wieso Sie so nervös sind Mr. Malfoy" sagte Albus. „Teddy hat Sie eingeladen. Sie haben geredet. Sie haben die Dinge ins Lot gebracht."
„Wir haben einmal geredet", sagte Draco ohne seinen Schritt zu unterbrechen als er am Sofa vorbei ging. „Und er sagte das er mich nicht hasst aber es ist nicht als ob er mich Onkel Draco oder so nennen würde."
„Teddy Lupin ist einer der nachsichtigsten Menschen die ich kenne", sagte Albus. „Er ist wie ein zusätzlicher Bruder. Er war immer da als ich ein Kind war und ich kann Ihnen versichern das er nie jemandem in seinem Leben gehasst hat."
„Aber ich bin sein Onkel und ich habe ihn die meiste Zeit seines Lebens ignoriert."
„Hauptsächlich weil Grossvater dich von allen weggehalten hat", erinnerte Scorpius ihn. „Du hattest keine Beziehung zu seiner Grossmutter."
„Trotzdem", sagte Draco, seine Augen dunkel. „Ich bin nicht stolz darauf."
Scorpius wurde er still, er wusste das es viele Dinge gab auf die sein Vater nicht stolz war.
„Was haben Sie ihnen gekauft?" sagte Albus und beäugte die Kiste auf dem Tisch. Sie war perfekt mit Silbernen Papier verpackt mit einer hübschen weissen Schleife darauf.
Draco hielt inne und sah die Kiste an.
„Harry hat einmal erwähnt das Teddy seinen Astronomieunterricht in Hogwarts mochte also habe ich das beste Teleskop in der Winkelgasse gekauft."
Albus und Scorpius tauschten Blicke sagten aber nichts. Sie wussten beide das „bestes" „das teuerste" bedeutete.
Dania schlenderte in den Raum und zog die Robe an welche zu ihrem dunkelblauen Kleid passte. Dracos Gesicht brach zum ersten richtigen Lächeln das Scorpius an dem Tag gesehen hatte aus, ausgenommen davon wenn er und Albus angekommen waren.
„Du siehst entzückend aus", sagte Draco. Scorpius sah wie er Danias Hand nahm und sie formell küsste. Dania auf ihrer Seite schien die Geste zu schätzen und wischte ihm eine Haarsträhne hinter sein Ohr.
„Du auch", antwortete sie. Scorpius stand schnell auf und wurde mit seiner üblichen Umarmung begrüsst.
„Und du Scorpius", sagte Dania als sie ihn umarmte. „So gut aussehende Gentleman hier."
„Wir versuchen es", sagte Albus. Scorpius sah zu Draco als Dania Albus auf die Wange küsste. Er sah beinahe krank aus als er wieder anfing umher zu gehen.
„Dad es wird gut gehen", sagte Scorpius und legte eine Hand auf seine Schulter. „Ich habe Teddy ein paar mal getroffen und er hat dich als Widergutmachung zur Hochzeit eingeladen."
„Es ist nicht Teddy um den ich mir Sorgen mache", gab Draco zu. „Es ist seine Grossmutter – meine Tante Andromeda. Da meine Mum tot ist…nun wir wissen beide das dien Grosseltern aus Bosheit starben."
Scorpius nickte zustimmend.
„Tante Andromeda war meiner Mum am nächsten als sie Kinder waren und ich denke das es ihr das Herz gebrochen hat das sie der Spur meines Vaters gefolgt ist und sie verstossen hat nachdem sie Edward Tonks geheiratet hat und es würde mich nicht überraschen wenn sie mir nie verzeihen würde das ich nicht versucht habe sie zu erreichen…"
„Du kannst dich deswegen nicht fertig machen", sagte Scorpius. „Du hattest nicht wirklich die Kontrolle über dein Leben und es ist nicht einfach Dinge zusammen zu fügen nachdem… nun noch so etwas."
Dracos nervöses Gesicht entspannte sich als Scorpius spürte wie sich ein paar Arme von hinten um seine Taille legten – Arme die definitiv nicht Albus gehörten. Er sah hinunter und sah Ainsleys blasse Hände und lange Finger und fühlte wie sie ihren Kopf zum umarmen gegen seine Schulterblätter legte. Er drückte ihre Hände zur Begrüssung.
„Die Malfoy Familie hat weder deine Mutter noch dich verdient Scorpius", sagte Draco liebevoll. „Kein Stück."
Scorpius sass während Teddy und Victoires Hochzeitzeremonie, welche liebevoll von Hermine Granger-Weasley abgehalten wurde, umgeben von den Potter und Weasley Familien zwischen Albus und Draco.
Auch wenn Scorpius keiner der beiden sehr gut kannte konnte er sagen das ihre ausgewählte Location ideal war. Victoires Kleid glänzte mit dem Meer hinter ihr und Teddy – welcher für den Anlass sein eigenes Gesicht und seinen natürlichen braunen Haare trug – konnte seine Augen nicht von ihr abwenden.
„Sie haben Dad gefragt es zu tun", flüsterte Albus während einer Pause in der Zeremonie. „Du kannst sehen wieso er abgelehnt hat."
Scorpius sah um Albus und sah wie Harry der am nächsten am Gang sass eine Hand vor den Mund presste und mit der anderen Ginnys umklammerte. Tränen flossen über sein Gesicht und er musste seine Brille abnehmen um sie wegzuwischen. Die einzige Person in der Nähe die mehr weinte war Bill Weasley.
Ginny welche Scorpius und Albus' Aufmerksamkeit bemerkte beugte sich hinüber.
„Dar grosse Harry Potter", flüsterte sie ihnen zu. „Durch die Hochzeit seines Patensohns auf ein heulendes Knäuel reduziert."
Scorpius lachte etwas als Ginny wieder ihren Ehemann tröstete. Albus griff um seine Mutter und legte seine Hand unterstützend auf Harrys Schulter und Scorpius merkte das er ziemlich stolz war.
Es dauerte bis der unbrechbare Schwur gemacht wurde und Hermine sie zu Mann und Frau ernannte das Scorpius sie Albus' Hand in seiner bewusst wurde und er fragte sich ob sie beide eines Tages heiraten würden. Er hatte vorher schon vage darüber nachgedacht aber zu sehen wie Teddy Lupin – ein entfernter Verwandter von ihm – Albus' Cousine heiratete liess es wie eine greifbare Möglichkeit erscheinen.
Als die Zeremonie endete und Victoire und Teddy sich küssten und umarmten, standen die Versammelten auf um das neu verheiratete Paar zu begrüssen und Albus drückte seine Hand fest.
„Irgendwann?" fragte Albus.
Scorpius lächelte und nickte.
„Irgendwann."
Draco fühlte sich unwohl – so viel stand fest. Er blieb in Scorpius' Nähe als Harry erklärte wie er, Bill, Charlie und Percy die enorme Plattform neben Shell Cottage gebaut hatte, welche nun den Empfang abhielt und das George und Ron die meiste Zeit des Morgens damit verbracht hatten Kerzen und Lichterketten zu verzaubern die nun umherflogen.
„Ihr Gentlemen habt viel Arbeit für sie geleistet", bemerkte Ginny und hackte sich bei Harry ein. Daneben lehnte sich Albus gegen ihren Tisch während sich die Potters und Weasleys versammelten, sie kamen und gingen während die Lieder wechselten.
„Wir haben es versucht", sagte Harry. Draco konnte sehen das seine Augen noch etwas rot vom weinen während der Zeremonie waren und er grub tief und versuchte Potter für die Wasserfälle zu verurteilen aber er wusste genau das er durch Scorpius' Hochzeit hindurch heulen würde wenn der Tag kam.
Draco schlürfte nervös seinen Champagner – er trank bereits seine dritte Flöte – als Rose ihn ihrem Brautjungfernkleid näher kam, sie war atemlos und lachte und hatte Victoire und James im Schlepptau. In der Ferne tanzte Lily übertrieben mit Luna Lovegood, ihre Arme wedelten ziellos über ihren Köpfen.
„Onkel Harry!" sagte Victoire. Die Braut sprang auf Harry welche sie in einer Umarmung auffing.
„Du warst die schönste Braut", sagte Harry ihr, seine Stimme plötzlich angespannt und wieder emotional.
Nicht wieder Potter, dachte Draco. Du blamierst dich selber.
Neben ihm räusperte sich Ginny laut.
„Zweit schönste Braut", korrigierte Harry schnell und zwinkerte Victoire zu. Ginny trat vor und umarmte ihre Nichte bevor Albus an die Reihe kam. Scorpius sah genau zu, stellte sein Butterbier zurück auf den Tisch und hielt seine Hand frei falls Albus das Gleichgewicht verlor.
Victoire begrüsste alle mit Umarmungen und Küssen und Lächeln – sogar Scorpius dar ziemlich überrascht wirkte ab ihrer Umarmung – und Draco blieb zurück nicht bereit den Familien Moment zu stören.
In der Ferne riefen Dominique und Fleur nach ihr.
„Einen Augenblick!" rief Victoire zurück. Zu Dracos grosser Überraschung wandte sie sich ihm zu.
„Mr. Malfoy", grüsste Victoire und setzte eine Formalität und Haltung auf die Draco stark an ihre Mutter erinnerte. Fleur Delacour war so anmutig gewesen als sie zum Podium hinaufging als sie ihren Platz als Trimagischer Champion akzeptiert hatte das sogar Draco Malfoy – ein verbissener vierzehnjähriger der oft in seinen Gedanken gefangen war – sie bezaubernd gefunden hatte.
„Mrs. Lupin", antwortete Draco mit einer kleinen geübten Verbeugung.
Zu formell, dachte er schnell aber es war zu spät um seine Instinkte zu überprüfen. Er trat sich beinahe selbst.
Teddy tauchte an Victoires Seite auf und schlang seinen Arm um ihre blossen Schultern.
„Ich nehme an das macht Sie jetzt zu meinen Onkel oder?" fragte Victoire und verschränkte die Arme. Die hinzugefügte Frechheit liess sie sich weniger wie ihre Mutter anhören und mehr wie eine Weasley.
„Ich nehme an", wiederholte Draco unsicher was er sagen sollte. Er spürte wie sich seine Schultern anspannten als er auf einen Hinweis wartete was er als nächstes tun sollte, seine Augen flogen schnell über die Menge um Dania auszumachen. Er wünschte sich plötzlich das sie hier wäre – sie war sehr gut darin geworden seine Nerven zu beruhigen und die formellen und steifen Tendenzen die ihm im jungen Alter eingeprügelt worden waren zu mildern.
„Nun, Onkel Draco", fuhr sie in einem Ton fort der sowohl Teddy als auch Harry ihre Augenbrauen alarmiert hochziehen liess. „Ich nehme an das du dann mit mir tanzen solltest."
Er spürte wie sich ein Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitete als er ihre Hand nahm und ein leichtes erleichtertes Lachen hören liess. Victoire strahlte zu ihm hoch und küsste Teddy als sie auf dem Weg zur Tanzfläche an ihm vorbei gingen.
„Tritt ihr nicht auf die Zehen Draco", rief Teddy ihnen nach. „Sie hasst das!"
Es waren mindestens hundert Personen auf der Hochzeit und Ainsley war froh zu sehen das die meisten freundlich lächelten. Alle feierten das neue Paar mit Tanz und Gelächter und auch wenn Ainsley Teddy und Victoire nur einmal getroffen hatte, konnte sie nicht anderes als das die Aufregung etwas auf sie abfärbte.
Sie seufzte zufrieden als sie ein paar Snacks und ein frischen Getränk aufhob. Auch wenn sie sich freute sie glücklich zu sehen brauchte sie eine Pause davon Albus und Scorpius zuzusehen wie sie kitschige Blicke tauschten während sie mit ihren Fingern und Haaren spielten.
„Ah Miss Greengrass."
Ainsley drehte sich um und sah eine mittel alte Hexe die sie noch nie zuvor gesehen hatte.
„Hallo", sagte sie höfflich. „Kennen wir uns?"
„Gemma Farley" sagte sie und streckte ihre Hand aus. Ainsley legte ihren Teller hin um sie zu schütteln. „Ich bin eine alte Freundin Ihrer Mutter."
Ainsley liess ihre Hand schnell los.
„Ich verstehe", sagte Ainsley. „Nun, ich werde am besten – „
„Wie geht es ihr?" fragte Gemma. Ainsley sah sie lange und intensiv an und fand nur Funken des Wiedererkennens. Vielleicht war sie auf einem der alten Fotos im Haus ihrer Mutter.
„So gut wie es einem in Askaban gehen kann nehme ich an", antwortete Ainsley kühl.
„Was für eine Schande", sagte Gemma und schüttelte den Kopf. „Ich erinnere mich an Daphne als sie eine Erstklässlerin war. Sie war so eifrig sich zu beweisen. Ich war ziemlich überrascht als ich hörte was passiert ist – sie schien immer ein kluges Köpfchen auf den Schultern zu haben. Sagen sie mir – hält sie sich gut?"
„Ich habe sie noch nicht besucht."
„Oh Liebes", schnalzte Gemma. „Sie sollten wirklich gehen und sie sehen. Die Askaban Gästebücher sind öffentliches Wissen. Was glauben Sie wie wird es aussehen wenn Sie es nicht tun?"
„Hoffentlich als wollte ich nichts mit ihr zu tun haben," sagte Ainsley kühl. „Das wäre das beste."
„Meine Liebe", begann Gemma und kam näher. Ainsley musste den Instinkt zurückzuweichen unterdrücken damit sie nicht ängstlich wirkte. „Sie müssen respektieren das sie zur Familie gehört. Alles was unser eins hat ist Familie."
„Unser eins?"
„Reinblüter Liebes", sagte Gemma. „Wir müssen zusammenhalten sonst vermischt sich unser Zaubererblut und die Magie stirbt aus."
Ainsley legte ihren Kopf verwirrt schiff.
„Wieso sind Sie hier?" fragte sie streng. „Auf einer Hochzeit eines, wie meine Mutter es gesagt hätte, ´Blutsverräter Köter und einem Halbblut´?"
Gemma richtete sich auf und zog ihre kunstvolle Robe zurecht. Sie musste jedoch nicht antworten als ein junger Mann, welcher in Teddys Alter schien (zumindest Teddys Alter wenn er wie er selbst aussah) näher kam. Er war gut aussehend wie Draco – er hatte ein aristokratisches Gesicht nicht gezeichnet durch Lachfalten oder anderen Zeichen von Glück.
„Ah – Niles. Das ist Ainsley Greengrass. Ainsley – erlauben Sie mir meinen Sohn Niles vorzustellen", sagte Gemma. Ainsley streckte ihre Hand wiederstrebend aus welche Niles nahm und an seine Lippen hob. Sie hielt sich zurück das Gesicht zu verziehen.
„Hoch erfreut", sagte Niles.
„Woher kennen Sie das glückliche Paar?" fragte Ainsley und wischte ihre Hand heimlich an ihrem Kleid ab.
„Ich habe mit Teddy für ein Jahr oder so Quidditch kommentiert", sagte Niles. Ainsley bemerkte den Slytherin Pin an seinem Revers als er sie abschätzte. „Und Sie?"
„Freund eines Freundes", erklärte Ainsley. „Musste herkommen und meinen mit Hufflepuff unterstützen."
Gemma lächelte auch wenn es ihre Augen nicht erreichte. „Vielleicht solltet ihr beide tanzen? Es gibt heutzutage nur wenige Orte an denen sich junge Hexen und Zauberer treffen können."
Ainsley schnitt Niles schnell das Wort ab. Er sah zu einverstanden mit der Idee aus auch wenn sein Gesicht etwas pink geworden war.
„Ich werde passen müssen", sagte Ainsley.
„Miss Greengrass", flehte Gemma. Niles sah hinunter nun offensichtlich beschämt ab dem Verhalten seiner Mutter. „Sie sind eine der letzten Reinblüter in England. Und da ihr Cousin ist…nun was er ist hoffe ich Sie wissen wie wichtig das ist."
Ainsley starrte sie ungläubig an.
„Ich lasse Sie wissen das mein Cousin einer der besten Personen ist die ich kenne", fauchte sie. „Und sein Freund ist ehrlich einer der mutigsten Menschen die ich je getroffen habe und Sie wären verdammt glücklich sie zu kennen."
„Miss Greengrass machen Sie keinen Fehler – „
„Entschuldigen Sie mich."
Sie presste sich zwischen ihnen durch und leerte ihr Champagnerflöte in wenigen Sekunden. Zwischen Gemma Farleys Worten, Niles Farleys Augen die über sie glitten und dem Wissen das alle Versammelten wussten wer sie war fühlte sich Ainsley sehr ausgestellt.
„Ist alles in Ordnung?" fragte Albus als sie zum Tisch zurückkehrte.
„Es ist gut. Mrs. Farley wollte nur über meine Mutter und Heiratsaussichten sprechen", versicherte sie ihm. Er und Scorpius sahen den anderen neben einander sitzend beim Tanzen zu. Ainsley war sich nicht sicher wie Scorpius es schaffte so zusammengerollt auf dem Stuhl elegant zu wirken aber er schaffte es so das er seinen Kopf auf Albus' Schulter legen konnte.
„Farley? Ist Andrew hier?"
Ainsley schüttelte den Kopf und lehnte sich gegen den Tisch.
„Es ist seine Tante", erklärte Ainsley. „Es ist nichts woran ich nicht gewöhnt wäre."
Scorpius sah leicht enttäuscht aus und legte seinen Kopf wieder gegen Albus' Schulter. Ainsley sah wie Albus seinen Arm um die Schultern ihres Cousins schlang. Albus sah weniger wie ein Potter aus wenn seine Haare zurückgekämmt waren und Scorpius sah mit dem warmen, glücklichen Lächeln auf dem Gesicht und wenn er nervös mit dem Saum seiner Ärmel spielte weniger aus wie ein Malfoy.
Zwei Familien von verschiedenen Seiten des Spektrums, dachte Ainsley, und die beiden schaffen es sich in der Mitte zu treffen.
„Du solltest tanzen gehen", sagte Albus und stiess ihn an.
„Ich bin absolut zufrieden hier", versicherte Scorpius ihm. Albus argumentierte nicht und strich einfach mit den Fingern durch Scorpius' Haar.
Ainsley beobachtete sie einen Augenblick bis es sich aufdringlich anfühlte. Sie sah sich um und fühlte sich dennoch als würde sie sich selbst beobachten – entfernt von allen anderen – so schwerelos und getrennt wie die Lichter die über ihren Köpfen schwebten. Sie sah zu ihnen auf, dachte an die grosse Halle und fühlte wie etwas Furcht sich in ihrem Magen breit machte. Zwei Nächte in ihrem Zimmer im Malfoy Manor zu übernachten war nicht genug und sie mochte den Gedanken nicht am Sonntag Abend zur Schule zurückzukehren.
„Ainsley?"
Ihre Augen fokussierten sich nach einem Moment auf James der zögerlich aber lächelnd auf sie zukam. Er hatte seine äusseren Schichten abgelegt und stand in seinem Hemd und seiner Weste mit gelockerter Krawatte vor ihr. Er hatte sich seit dem letzten mal als sie ihn vor ein paar Wochen gesehen hatte die Haare geschnitten und sie fragte sich ob sein Haar so weich war wie es aussah.
Nun sie wusste das es so war aber sie wollte es dennoch überprüfen.
„Ich habe überall nach dir gesucht", sagte er leise. Sie sah zu ihm auf und merkte das er nah genug zum Umarmen war und so tat sie es.
„Ich war hier", sagte sie gegen seine Schulter. Nach einem Augenblick erwiderte James die Umarmung seine grossen Händen drückten gegen ihren Rücken.
„Teddy und Victoire haben mich beschäftigt gehalten", sagte er als sie ihn losliess und sprach ebenfalls zu Scorpius und Albus. „Ich wollte niemandem aus dem Weg gehen."
„Mum und Dad waren hier", sagte Albus. „Und Rose hat nach dir gesucht aber irgendwie denke ich hat sie etwas besseres zu tun gefunden…"
James und Ainsley folgten seinem Blick zur Tanzfläche wo Rose die Aufmerksamkeit eines jungen Zauberers gefangen hatte welcher Viktor Krum ziemlich ähnlich sah.
„Armer Trottel hat keine Ahnung worauf er sich da eingelassen hat", sagte Scorpius und schüttelte den Kopf. Rose hielt ihn an der Hand und sie tanzten so wild das die anderen ihnen extra Platz machten damit sie nicht geschlagen wurden. Von der Seite sahen Hermine und Fleur sowohl amüsiert als auch erschrocken aus. Ron sah einfach nur erschrocken aus.
Nachdem sie dem Spektakel einige Minuten zugesehen hatte, sah Ainsley hinunter und sah das James seine Hand ihre hatte gleiten lassen. Sie spürte seinen Augen auf ihr als sie auf ihre verschlungenen Finger sah. Als sie zu ihm aufsah fragte sein Ausdruck: „Ist das in Orndung?"
Sie lächelte ihn an und drückte seine Finger leicht und fühlte sich plötzlich geerdet.
„Möchtest du tanzen?" fragte er.
„Bist du sicher das du diesen Artikel im Tagespropheten willst?" fragte sie gleichgültig. „´Held Potters Sohn von Todesser Tochter umworben´ hört sich nicht sehr gut an. Ich wäre nicht beleidigt wenn du es nicht willst."
James lachte. „Ich denke nicht das wir ´Potters Sohn steht auf Malfoy erben´ schlagen können", sagte er und sah dann um sie herum zu Albus. „Soll keine Beleidigung sein."
„Die Wahrheit ist nicht beleidigend", sagte Albus. Sie konnte sich nicht vorstellen das Scorpius mit dem ganzen Lärm einschlafen konnte aber er lehnte sich zufrieden mit geschlossenen Augen gegen Albus' Seite. Für eine so grossen jungen Mann konnte er sich sehr klein aussehen lassen.
Ainsley zog ihre schwarze Robe aus und legte sie über die Stuhllehne. Das Gewicht von James' Augen auf ihr fühlte sich ganz anders als bei Farley an.
„Dann komm", sagte sie.
James folgte ihr gehorsam zur Tanzfläche wo Rose und der junge Zauberer, welcher bei näherem Hinsehen offensichtlich Viktor Krums Sohn war sehr langsam mit einander tanzten. Ainsley sah wie James' Augen beschützend über sie flog als er den Platz der Hände des Jungen überprüfte.
Neben ihnen sahen Hermine, Fleur und Viktor Krum selbst amüsiert zu während Ron ziemlich wuschig und verärgert neben seiner Frau stand.
„Nun jetzt weiss ich worüber wir beim Weihnachtspudding sprechen werden", sagte James und zog Ainsley mit einer Hand auf ihrer Taille näher und die andere hielt leicht seine Schulter. Er hielt einen respektvollen Abstand – die Art die sie schätzte aber nicht sicher war ob sie ihn wollte.
„Wie laufen die Dinge bei Gringotts?"
„Gut. Bill zieht sich zu einem harmloseren Schreibtisch Job zurück. Weniger Arbeit – mehr Vergnügen also arbeite ich eine Weile mit seinem Ersatz bis ich vielleicht die Position übernehmen kann."
„Reist du immer noch viel?"
„Immer weniger", gab James zu. „Jetzt nur noch einige Tage auf einmal."
„Also…bist du zu Weihnachten vielleicht hier?"
„Das hoffe ich wirklich", sagte James und lächelte zu ihr hinunter. Zum ersten Mal störte es Ainsley nicht etwas kleiner zu sein. „Sie die Dinge in Hogwarts in Ordnung?"
Lüg, dachte Ainsley wusste aber gleich das sie es nicht konnte.
„Ich bin meistens alleine", sagte sie. „Nach allem mit meiner Mum und das die Leute sich vor Scorpius fürchten will niemand wirklich viel mit mir zu tun haben."
Sie sahen hinüber wo Scorpius und Albus sassen, welche glücklich miteinander redeten. Scorpius gestikulierte wild über etwas, seine langen Glieder schlugen um sich was Albus zum Lachen brachte. Mit diesem dämlichen Lächeln auf dem Gesicht wirkte er wie die harmloseste Person auf der Welt.
„Ausser ein paar verschlagener Slytherins – es gibt einige in meinem Jahr", fügte Ainsley hinzu und sah wieder zu James.
„Nun du hast Fortesues Nase gebrochen."
„Das bereue ich überhaupt nicht", versicherte sie ihm. „Sie haben keine Angst vor mir und niemand ist wirklich gemein. Ich…rede einfach mit niemandem mehr. Aber ich sitze immer wenn ich kann bei Lily und deinen Cousins."
James schmollte etwas, wegen ihren Worten als auch ab dem Paar das in ihn stiess.
„Ich wünschte es gäbe etwas was wir tun können", sagte James.
„Du und deine Familie haben viel gemacht James", sagte Ainsley. „Ich denke das ist das erste mal im Leben das ich echte Freunde hatte."
Er sah besorgt aus und öffnete seinen Mund um zu protestieren wurde aber unterbrochen als Ainsley nervös mit seinem Kragen spielte.
„Nun", fing James langsam an. „Es wäre sehr schwer für uns dich nicht zu mögen. Ich spreche natürlich für mich und meine Familie."
„Wieso das?"
„Wenn Harry Potter dein Dad ist lernst du ziemlich schnell das man Leute die nicht mit einem Verwandt sind genauso mögen kann wie die welche dein Blut teilen. Oder in meinem Fall Haarfarbe", sagte James. „Also Scorpius…und Draco irgendwie – gehören jetzt zur Familie und somit bist du eine von uns. Was grossartig ist weil du klug bist und stark und witzig – „
„Und Lily ist eifersüchtig auf meine Haare."
„Du hast ausgezeichnete Haare ja", lachte James. „Du, ich, Rose und Victoire sollten einen Club gründen."
Etwas hinter Ainsleys Schulter zog James' Aufmerksamkeit auf sich und er blickt finster drein. Sie drehte sich um, vorsichtig nicht wegzugehen und sah wie Niles Farley seinen Blick schnell abwandte während er stoisch mit einer Weasley Cousine tanzte. James zog sie nur ein Stück näher.
Sie sah hinunter nicht in der Lage sich zu erinnern wann sie das letzte Mal so viel gelächelte hatte das ihr Gesicht schmerzte. Um sie lachten und sprachen bekannte Stimmen und sie konnte keine ernste Note in der Menge hören. Für einmal waren bekannte Stimmen beruhigend.
Klug und witzig, dachte sie immer wieder. Klug und stark und witzig.
Als die Musik sich änderte trat sie näher an James den es kein bisschen zu stören schien und legte ihre Wange gegen seine Brust. Scorpius beobachtete sie während Albus mit einem der Weasleys sprach und als er ihr in die Augen sah gab er ihr ein überschwängliches Daumen hoch. Ainsley spürte wie sie rot wurde und sie wandte ihr Gesicht zu James' Brust bis es vorbei ging.
Ich weiss nicht wie lange das anhalten wird, dachte sie als James sich mit ihr zur Musik wiegte. Sie spürte seine Hand in ihrem Haar wie er mit den Locken spielte die Dania ihr vorsichtig ihren Rücken hinunter gelegt hatte.
Ich geniesse es solange ich kann.
Die Party fing an abzuflauen als die Tänzer müde wurden und die älteren Anwesenden den Effekt des Champagners zu spüren begannen. Draco ging durch die Menge und suchte nach Dania welche vor einer Stunde verschwunden war. Als er an Scorpius und Albus vorbei kam, welche glücklich ein Stück Hochzeitstorte teilten, entschied er sich sie nicht zu stören.
Er fand Dania neben Harry an einem kleinen Tisch gegenüber von Andromeda Tonks und Teddy Lupin sitzen.
Draco schluckte hart und wappnete sich selbst als er näher ging.
„Mrs. Tonks", grüsste er. Dania und Harry sahen zu ihm auf und Teddy sah grinsend weg und wischte sich Lachtränen aus dem Gesicht. Draco bereute es sofort unterbrochen zu haben – offensichtlich hatten sie eine gute Zeit.
„Hallo Draco", sagte Andromeda. Auch wenn sie wie Bellatrix aussah so das Draco einmal tief durchatmen musste um sich zu beruhigen hatte sie die Augen seiner Mutter und es war herzzerbrechend. Narcissa Malfoy hatte viele Fehler aber die Liebe die sie für ihren einzigen Sohn hatte war keiner davon und im Nachhinein verstand Draco sie viel besser als er es als Kind getan hatte.
Er deutete auf den freien Platz neben Dania. „Darf ich?"
Andromeda nickte und Draco setzte sich auf die Stuhlkante, sein Rücken gerade und offensichtlich war es ihm unangenehm. Danias Hand fand den Weg in seine und er war unglaublich dankbar.
„Harry hat mich gerade deiner entzückenden Freundin vorgestellt", erklärte Andromeda.
„Ich habe Mrs. Tonks erzählt – „
„Bitte nenn mich Andromeda."
„Andromeda", verbesserte sich Dania. „Ich habe gesagt sie soll nächste Woche zum Tee vorbeikommen. Du hast gesagt das du keinen Zusammenhang zu ein paar dieser alten Fotoalben hast und ich bin sicher sie wird einige der Gesichter erkennen."
„Wir können sie mit einigen von meinen vergleichen", sagte Andromeda unsicher. „Wenn du willst. So werden Teddy und Scorpius und die anderen eine Aufzeichnung ihrer Vorfahren haben."
Draco lächelte sie traurig an, er stellte sich einen Augenblick vor wie anders seine Kindheit gewesen wäre wenn seine Tante Andromeda teil davon gewesen wäre – wenn er nur ein wenig ihrem netteren Ausblick auf das Leben ausgesetzt gewesen wäre. Er konnte die Vergangenheit nicht ändern aber vielleicht gab es noch ein paar Dinge die er für seinen Sohn bereitstellen konnte.
Er hielt Danias Hand aus Dankbarkeit fester und wusste sie würde es verstehen.
„Das würde ich sehr gerne."
