Der Archivkeller wurde kalt als der Oktober in den November überging und Scorpius wechselte zwischen seinen Weasley Pullis – dem den er an seinem ersten Weihnachten mit Albus bekommen hatte und dem zweiten dem Mrs. Weasley ihm nach dem Vorfall (zumindest nannte es Albus so) geschickt hatte als er nach Hogwarts zurückkehrte -und alten Pullovern von Albus welche an den Armen zu kurz und zu weit am Körper waren.

„Was bedeutet dieses Wappen?" fragte Jin eines Nachmittages seine Aufmerksamkeit zwischen der letzten Übersetzung und Scorpius umher schlurfen. Er hatte schon lange aufgehört seine Mahoutokoro Robe zu tragen und trug stattdessen unauffälligere Sachen die er wie Scorpius annahm in der Winkelgasse gekauft hatte nachdem er zu viele schräge Blicke bekommen hatte.

„Oh das?" fragte Scorpius und deutete auf die Schlange auf seiner Brust.

„Ist es das deiner Familie?"

„Oh nein", sagte Scorpius. „Nun es könnte es sein aber nein. Es ist das Slytherin Wappen. Es ist eines der vier Häuser in Hogwarts."

Jin nickte und sah wieder auf seine Schriften. „Ich habe davon gelesen", sagte er. „Sind die Slytherins nicht etwas böse?"

„Einige davon sind es", gab Scorpius zu. „Der Rest von uns ist nur… ehrgeizig."

Jin blickte ihn an als würde ehrgeizig nicht zu dem Mann vor ihm passen.

„Die Malfoys waren alle in Slytherin oder?"

„Hmmm ja", sagte Scorpius und ging mental seinen Stammbaum durch. „Die meisten von uns denke ich, aber die Seite meiner Mutter war ziemlich divers. Mum und ihre Schwester waren beide in Slytherin aber meine Grosseltern waren Ravenclaws und meine Cousine ist in Hufflepuff. Sie ist jetzt ihn ihrem siebten Jahr…"

Scorpius stoppte als er merkte das Jin abgelenkt war. Scorpius verzog die Stirn als er das Pergament gegen das Licht hielt und es untersuchte.

„Hast du was interessantes gefunden?" fragt er, tippte einen Stapel Bücher mit seinem Zauberstab an und verzauberte sie das sie schwebten und ihm folgten. Er war sich ziemlich sicher das Jin die Gerüchte gehört hatte aber er wollte dem einzigen Historiker der mit ihm sprach keinen Grund zu Vorsicht geben. Er blieb bei Zauberstabmagie wenn er nicht alleine war.

„Nur alte Schriften übe Flüche und Gegenflüche", erklärte Jin und klang gelangweilt. Er legte das Pergament hin und rieb sein Gesicht erschöpft. Er hatte sich seit Stunden kaum bewegt. „Alte die seit Jahrhunderten nicht genutzt wurden – ziemlich scheussliches Zeug."

„Oh ja?"

Jin schüttelte den Kopf und beäugte den Stapel mit Notizen und alten Schriften. „Zauberer waren brutal in den dunklen Zeiten. Allles Blutflüche und Leute von innen nach aussen drehen. Es ist schwierig darüber zu berichten – „

Scorpius fügte zusammen was Jin sagte und blockte sofort alles aus.

Flüche und Gegenflüche. Blutflüche. Gegenflüche.

Scorpius starrte auf des kränkliche gelbe und knittrige Pergament, unbewegt und plötzlich taub.

Nach einer Minute winkte Jin mit seiner Hand vor Scorpius' Gesicht.

„Alles in Ordnung?"

„Ja – Ich … sagtest du Blutflüche und ihre Gegenflüche?"

„Ja ergibt nicht viel Sinn. Willst du helfen daran zu arbeiten – „

„Nein", sagte Scorpius schnell sein Herz schlug plötzlich schneller als es ihm gefiel. „Nein will ich nicht."

„Okay", sagte Jin langsam offensichtlich alarmiert. Er war kein sehr ausdrucksstarker Mann aber Scorpius erkannte die verzogene Augenbraue und die gerunzelte Stirn als Sorge. Er hatte Scorpius mit mehreren Dingen helfen lassen und er hatte nie etwas anderes als Enthusiasmus erhalten. „Was ist los?"

Scorpius starrte wieder auf das Pergament plötzlich nicht in der Lage Jin anzusehen. Er hatte bereits früh akzeptiert das seine Mutter sterben würde und das man nichts dagegen tun konnte und der Gedanke das eine mögliche Heilung, egal wie verstrickt, existierte war genug das er sich überlegte sich zu übergeben.

„Ein Blutfluch hat meine Mum getötet", erklärte Scorpius leise. Er fühlte eine bekannte Hitze seinen Nacken hochsteigen und legte die Bücher auf den nächsten Tisch und sah von allem entflammbaren weg. Er fühlte sich zum ersten Mal seit einem Jahr unberechenbar und das letzte was er wollte war ein Feuer in einem Raum voller Papier zu entfachen.

„Ah", sagte Jin merkwürdig und legte das Pergament weg. „Und du willst nicht wissen ob – „

„Nein will ich nicht", unterbrach Scorpius. „Ich will nicht wissen ob es etwas gibt das…"

„Ich bin nicht sicher ob es das besser macht", begann Jin vorsichtig, „aber ich bin mir nicht sicher ob ich es überhaupt übersetzen oder es übersetzen lassen kann. Es ist ein Chaos. Und selbst wenn ich es kann…wer sagt schon das es stichhaltig ist?"

„Es ist mir egal", sagte Scorpius er fühlte sich seit langem komplett irrational. „Ich will es einfach nicht wissen."

Jin nickte langsam und sah Scorpius besorgt an. „Ich verstehe", sagte er und wischte etwas Staub von seinem Ärmel als er aufstand.

„Lass uns etwas essen gehen", sagte Jin und schnappte seine Jacke. Scorpius runzelte verwirrt die Stirn. Jin blieb normalerweise für sich und fragte nie jemanden ihn zu begleiten.

„Bist du sicher?"

„Du siehst aus als könntest du eine Pause brauchen", sagte Jin. „Ehrlich gesagt sahst du als du rein kamst aus als könntest du eine Pause brauchen."

Scorpius stöhnte und fuhr sich beschämt über das Gesicht. Er war heute morgen zu beschäftigt gewesen um zu duschen und war überhastet aufgebrochen.

„Ja es war eine harte Nacht. Mein Freund hat einen Haufen jung Eulen nachhause gebracht weil er es nicht ertragen konnte sie alleine bei der Arbeit zu lassen."

„Jung Eulen?"

„Er arbeitet bei der Magiezoologen Gesellschaft", sagte Scorpius stolz als sie anfingen die Treppen zum Keller hochzugehen. „Er ist in der Reha Abteilung."

„Die Familie meiner Frau hat Eulen gezüchtet", sagte Jin. Scorpius musste zwei mal hinsehen.

„Du hast nie erwähnt das du verheiratet bist."

„Du hast nie erwähnt das du mit deinem Freund zusammenlebst."

„Nun es gibt hier einige Leute die das nicht so gut aufnehmen", sagte Scorpius. „Und unsere Gesellschaft ist etwas beschützerisch gegenüber seiner Familie da sie ziemlich bekannt sind."

„Die Potters sind überall bekannt", sagte Jin als sie oben ankamen und den dunklen Holzboden der Lobby betraten.

„Also hast du es schon gewusst", stöhnte Scorpius.

„Jeder weiss es", sagte Jin. „Ausserdem haben mich drei unterschiedliche Personen davor gewarnt mit dir zu arbeiten als ich her kam."

Scorpius liess seinen Kopf etwas hängen. „Ich bin nicht überrascht."

Jin zuckte mit den Schultern und lächelte ihn an als sie nach draussen in die kalte Dezember Luft traten. „Ich bin mir ziemlich sicher das der Staub im Keller mich eher tötet als du."

Scorpius lachte aber fühlte noch immer eine Unruhe in seiner Brust wenn er an die Notizen dachte die sie unten zurückgelassen hatten. Als sie Muggel London betraten um nach einer annehmbaren Tasse Kaffee zu suchen hielt Scorpius seinen Blick gesenkt. Jede braunhaarige Frau an der sie vorbeikamen wurde zu Astoria und Scorpius dachte das er in der Stille des Kellers genug Geister hatte.

Scorpius hatte nicht erwartet seinen Vater in seiner Küche vorzufinden als er nachhause kam. Er hatte auch nicht erwartet zu sehen wie Albus versuchte einen Streit zwischen Freya und einem Kniesel zu schlichten aber nach den jung Eulen, dem Niffler und einer ganzen Familie unterernährter Minimuff war er nicht komplett überrascht.

Er begrüsste sie einfach beide und setzte sich für ein paar Erklärungen auf einen Barhocker.

„Der Kniesel wird wegen einem Fluch behandelt", erklärte Albus als Scorpius ein Butterbier von Draco annahm welcher Sushi-Rollen von einer Box zum Mitnehmen auf drei Teller verteilte.

Scorpius nickte verstehend, er fühlte sich noch immer niedergeschlagen. Er nahm einen grossen Schluck von seinem Butterbier und liess es ihn von innen heraus wärmen.

„Geht es dir gut?" fragte Draco. Scorpius nickte nur wieder und nahm einen weiteren Schluck. Er war daran gewöhnt Draco alles zu sagen aber herauszufinden das es vielleicht einen Weg gegeben hätte Astoria zu retten. Nur einer von ihnen sollte leiden.

„Mir geht es gut", sagte Scorpius seine Stimme rauer als sonst. Er räusperte sich und wiederholte sich.

„Bist du sicher?" fragte Albus. Er humpelte zu Scorpius und küsste ihn auf die Wange bevor er sich mit dem Kniesel in seinem Schoss neben ihn setzte. Scorpius konnte hören wie Freya den Eindringling durch den Raum anfauchte hatte aber die Kraft nicht etwas dagegen zu tun.

„Ich denke meine Mum wünscht sich ich hätte die Minimuffs behalten", sagte Albus zu Draco. Scorpius lehnte sich an den Tisch, seine Finger an den Schläfen. Obwohl er einen recht gewöhnlichen Tag gehabt hatte pochte sein Kopf.

„Ich bin froh zu sehen das du eine Arbeit geniest Albus", sagte Draco und stellte die Teller vor sie. Scorpius sah zu Draco auf mit der Absicht ihm zu danken aber die Worte wurden ihm aus dem Mund genommen.

„Merlins Bart", flüsterte er seine Augen geweitet. Er hatte sich daran gewöhnt das Draco mehr lockere Kleidung trug – ein Hemd zum Knöpfen ohne Jacken und elegante Pullover anstelle von Anzügen und formellen Roben aber das… nun, das war unerwartet.

Neben ihm sah Albus auf seine Uhr.

„Zwei ein halb Minuten", sagte er. „Einiges länger als ich dachte das er brauchen würde."

Draco lächelte Scorpius an und rieb sich unsicher über seinen nun freien Nacken.

„Es war Zeit", sagte er.

„Du hast deine Haare geschnitten", sagte Scorpius etwas zu spät. „Du hast deine Haare abgeschnitten."

Draco lächelte ihn unsicher an.

„Du hattest immer lange Haare", sagte Scorpius sinnlos als Draco sich umdrehte um seinen Teller zu holen. Er war sich nicht mal sicher ob er den Nacken seines Dads je gesehen hatte. „Ich habe dich so immer nur auf alten Fotos gesehen."

„Nun es war Zeit für eine Veränderung", sagte Draco und setzte sich ihm gegenüber. „Ich habe ein paar Dinge weggeräumt und habe ein altes Foto von meinem Vater gefunden. Es war als würde ich in einen Spiegel sehen."

Scorpius starrte als Albus anfing sein Essen hinunter zu schlingen und spielte mit seinen Essstäbchen.

„Oh", war alles was Scorpius sagen konnte. Nun war er sich seiner Ähnlichkeit zu seinem Vater mehr als je zuvor bewusst.

Ich frage mich ob ich zurück zu dem zotteligen Haar gehen soll das ich für eine Weile hatte, fragte sich Scorpius. Ein wenig Silber kroch an den Schläfen in Dracos Haar aber ansonsten fühlte es sich für Scorpius an als wäre er ein unheimlicher Spiegel. Er verstand was Draco meinte.

„Nun das ist verwirrend", sagte Scorpius und wandte sich von der plötzlich jüngeren Erscheinung seines Vaters ab.

„Es war Zeit", wiederholte Draco. „Ich muss zugeben – ich fühle mich etwas leichter."

Albus gluckste mit vollem Mund und Scorpius fing an zu Essen und liess die Küche ruhig werden.

Nach einem Moment in dem sie fröhlich assen sprach Draco wieder.

„Ich nehme an du fragst dich wieso ich hier bin", sagte er zu Scorpius.

„Nachdem Tag den ich hatte, habe ich es wirklich nicht."

Draco runzelte die Stirn.

„Hattest du einen schlechten Tag? Wenn dir wieder jemand Ärger macht – „

Scorpius schnitt ihm mit einem Kopfschütteln das Wort ab.

„Nein es ist in Ordnung", log er. „Nur ein langer Tag. Wieso bist du hier ausser dafür sicherzugehen das wir etwas essen?"

„Danke", sagte Albus verspätet bevor er ein weiters Stück Sushi in den Mund schob. Er hatte es aufgegeben mit den Essstäbchen und hatte angefangen seine Finger zu benutzen. Scorpius fand es liebenswert aber Albus erntete einen leicht bösen Blick von Draco den er komplett ignorierte.

„Ich hatte etwas worüber ich mit dir sprechen wollte", sagte Draco zögernd. Sein Ton reichte damit Albus zwischen ihnen hersah.

„Soll ich gehen?" fragte er.

„Nein", sagte Draco und schüttelte den Kopf. Scorpius war dankbar – ohne Albus hier wäre er vielleicht eingebrochen und hätte Draco von den Papieren erzählt die Jin momentan zur Übersetzung wegschickte. „Es ist gut, aber du hast Reis an deinem Kinn."

Albus wischte es schnell weg und Scorpius atmete tief durch um sich darauf vorzubereiten was immer sein Vater zu sagen hatte. Er verschränkte seine Hände in seinem Schoss und sah Draco an, zu Müde um Schlüsse zu ziehen oder Spekulationen von sich zu geben.

„Scorpius wie du weisst habe ich viel Zeit mit Dania verbracht und die aktuellen Geschehen haben mich zum Nachdenken gebracht. Ich wollte mit dir darüber sprechen – „

„Zeig mir einfach den Ring Dad", seufzte Scorpius und streckte seine Hand aus. Draco starrte ihn überrascht an.

„Was?"

„Du wirst sie fragen ob sie dich heiratet", erklärte Scorpius. „Ich wusste schon lange das du es tun würdest und du bist hier um zu fragen ob es in Ordnung für mich ist, was es offensichtlich ist – „

„Ich sollte gehen", murmelte Albus aber Scorpius streckte sich und legte seine Hand auf Albus' Kopf um ihn an seinem Platz zu halten.

„ – und deshalb hast du bereits den Tag damit verbracht den Ring auszuwählen weil du noch nie jemand warst der Zeit verschwendet hat wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat."

Dracos Augen waren weiter als Albus es je gesehen hatte.

„Also lass ihn mich sehen", sagte Scorpius wuschelte Albus durchs Haar bevor er seine Hand wegnahm.

Draco griff ohne zu blinzeln in seine Tasche und zog einen kleinen samtenen Beutel hervor. Auch wenn Scorpius sich für ihn freute konnte er nicht mehr als ein flüchtiges Lächeln aufbringen – das von dem er wusste das es erwartet wurde. Er wusste das Draco mehr von seinem Sohn verdiente und Scorpius grab tief um Aufregung zu finden aber er konnte sie nicht finden.

Er nahm den Beutel aus Dracos Hand und öffnete ihn und liess den eleganten Platin Ring in seine Hand fallen. Er glitzerte unter der Deckenlampe und Albus summte leicht zustimmend als er über die Schulter seines Freundes sah.

„Es ist entzückend", sagte Scorpius und hielt in ins Licht. Er war einfach – eine einzelne Linie aus Diamanten um den dünnen Ring mit einem grösseren in der Mitte und das auffälligste war das er überhaupt nicht wie der aussah mit dem Astoria begraben wurde.

„Bist du sicher das es für dich in Ordnung ist?" fragte Draco. Scorpius legte den Ring zurück in seinen Beutel und gab ihn seinem Vater zurück.

„Natürlich ist es das", sagte Scorpius. „Mum war sehr klar das sie wollte das wir beide glücklich sind. Du und Dania liebt einander. Ich habe gesehen wie wohl du dich. Es muss nicht komplizierter sein als es bereits ist."

Draco schüttelte den Kopf und lächelte seinen Sohn stolz an.

„Ich weiss das du deine Weisheit nicht von mir hast", sagte Draco.

„Ziemlich sicher nicht. Von dir habe ich meine Haare und den Sarkasmus."

„Das sind Dracos beste Eigenschaften", sagte Albus. Draco versuchte einen einschüchternden Blick schaffte es aber durch sein Lächeln nicht.

Weihnachten kam schneller als je zuvor und die Kälte und der erste Schneefall brachten schlechte Erinnerungen für Scorpius als auch Albus.

Es begann an dem Abend als Draco und Dania ihre Verlobung bekannt gaben. Sie hatten ein ruhiges Abendessen mit ihren Freunden und Familien so fand sich Scorpius wieder umgeben von den Potter und Weasleys mit ein paar zusätzlichen Beamten des Ministeriums und von St. Mungo. Scorpius war so abgelenkt gewesen das er nicht auf den Wetterbericht geachtet hatte – er verbrachte lange Tage im Archiv und längere Nächte für Weihnachten zu planen und mit Albus unklugen, manchmal haarigen, manchmal schuppigen Hausgästen umzugehen.

„Ich denke einfach das er sich wirklich um sie sorgt", sagte Scorpius zu Draco und Dania als er von Albus' besonderer Liebe zu den Kreaturen mit denen er arbeitete erzählte. Es war das wenig schmerzhafte Thema das er hatte. „Auch wenn ich mir wünsche das sie aufhören würden das Haus zu zerstören."

Als er zum Fenster hinaus sah, ein Glas Champagner zur Feier in der Hand und merkte das der Schnee angefangen hatte zu fallen dachte er daran – der lange Weg nach Hogsmeade im ersten Schneesturm in letzten Jahr und Ainsleys Stimme die durch die Bäume hallte.

Sie wird bald zuhause sein, dachte Scorpius aber seine Stimme in seinem Kopf klang weit entfernt und gedämpft.

Albus war nicht immun. Spät in dieser Nacht schlief er halb sitzend im Bett während Scorpius döste, seine Hände rastlos und bewegten sich zwischen den Seiten seines Buches und Scorpius' Hand welche beinahe angewachsen auf Albus' Schulter blieb.

Scorpius verbrachte den Monat damit nur von Zuhause zur Arbeit und ins Manor zu gehen. Er erledigte all seine Weihnachteinkäufe an einem langen erschöpfenden Samstag der damit endete das er auf der Couch umgeben von Taschen und Boxen die Albus wegräumen musste um den Raum wieder bewohnbar zu machen zusammenbrach.

Er wich nur am Weihnachtsabend von dieser Norm ab. Er hatte Albus gewarnt das er spät kommen würde und ging früh von der Arbeit nachdem er Jin Frohe Weihnachten gewünscht hatte auch wenn er nicht sicher war das Jin ihn gehört hatte. Er war abgelenkt da er wusste das seine Frau später am Abend in London ankommen würde. Das war das meiste das er Jin lächeln gesehen hatte seit sie sich kennengelernt hatten.

Nachdem er einen bestimmten Laden in der Winkelgasse besucht hatte machte sich Scorpius mit gesenktem Gesicht auf den Weg ins Ministerium, er nutzte den Kragen seines Mantels und eine alte Strumpfmütze von Albus um so viel wie möglich von seinem Gesicht zu verstecken. Zur Sicherheit stopfte er seine Brille in seine Tasche und hoffte es reichte um nicht erkannt zu werden.

Er hatte eine längere Schlange erwartet aber nur wenige Familien sassen um Wartezimmer. Sie gingen alle mit Flohpulver in der Zeit die Scorpius brauchte um die Verzichtserklärung zu unterschreiben während er die Papiertüte merkwürdig in seinem Arm balancierte. Er wusste das die Aufzeichnungen öffentlich waren aber das war jetzt egal. Es war zu spät das ihn jemand aufhalten konnte.

Der überarbeitete Beamte winkte ihn zum Kamin – eine famose geschlossene und kontrollierte Flohverbindung von der Scorpius nie Gelegenheit hatte sie zu nutzen. Er wünschte sich das er jetzt auch keine hatte aber… nun er hatte seine Wahl getroffen.

Mit grosser Abneigung übergab er seinen Zauberstab.

Er trat ins Feuer und hielt den Atem an, er versuchte sich nicht der Desorientierung hinzugeben denn wenn er auf der anderen Seite auf den Steinflur von Askaban trat wollte er seine Sinne bei sich haben.

Drei Wächter warteten auf der anderen Seite – Leute die er nicht kannte und nach dem Ausdruck auf ihren Gesichtern zu schliessen Leute die er nicht kenne wollte.

Scorpius reichte still seinen Besucherausweis dem kleinen, breiten Wächter der näher trat. Er betrachtete ihn und sah mit hochgezogener Augenbraue zu Scorpius.

„Ist das richtig?" fragt er schroff. Scorpius nickte zu ihm hinunter als er seine Brille wieder aufsetzte. Zwischen der Dunkelheit und der Verschwommenheit wäre er eine Belastung sobald er einen Schritt machte.

„Ja Sir."

Der Wächter wartete einen Moment gab Scorpius Zeit es sich anders zu überlegen bevor er sich auf dem Absatz umdrehte und Scorpius den Gang hinunter führte.

Das Gefängnis war feucht und dunkel. Es war ein bewölkter Tag und Scorpius wusste anhand der Nordsee die gegen die Aussenwände schlug das ein Sturm aufzog. Er war nicht sicher wo auf dem Gelände er war – er nahm an das es nicht in der Nähe der Aussenwände war – aber er hörte dennoch die Wellen hart schlagen.

Sie kamen an Türen vorbei als der Wächter Scorpius den Gang hinunter führte und sein Herz fing an zu pochen. Er fühlte seinen Puls in seinen Finger und Ohren während sie gingen und er bewegte die Tasche übe seiner Schulter immer wieder nur damit er etwas zu tun hatte.

Er schüttelte den Kopf nervös und versuchte nicht an die unmarkierten Türen die den Gang ausstatteten zu denken. Jede gehörte Delphi. Jede gehörte Daphne. Jede Zelle gehörte einem Todesser der ihn und seinen Vater für den Betrug an der Sache lieber tot sehen würde.

So eine Schande" ,hatte Lucius einmal gesagt, „das Askaban einiges des besten Zauberer Blut welches übrig ist festhält."

Ganze Stammbäume werden hier sterben, dachte Scorpius aber dann dachte er daran das er das Ende seines eigenen Stammbaums war. Die Schuld die Malfoylinie nicht weiterzuführen oder die besten Eigenschaften seiner Mutter nicht an ein Kind weiterzugeben fühlte sich wie ein Gewicht auf seinen Schultern an – eines das er normalerweise ignorieren konnte aber fast behindert war wenn er gestört wurde.

„Hier sind wir", sagte die Wache und deutet auf eine der nicht beschriebenen Türen. Sie war wie all die anderen unmarkiert und Scorpius fragte sich wage wie die Wachen wussten welcher Gefangene in welcher Zelle war. Er hatte nicht den Mut zu fragen als die Wache die Tür mit einer Reihe komplizierter Gegenflüche öffnete und nur stoppte um den patrouillierenden Auror vorbeizulassen. Scorpius wandte sein Gesicht ab.

Der Wächter winkte ihn in die graue Zelle und Scorpius betrat sie und fand den grauen Bewohner an einem abgenutzten Tisch vor sie trug eine Gefängniskluft und war in eine abgenutzte Decke geschlungen. Nur ein paar persönliche Gegenstände waren im Raum und da das meiste schwarz war spendeten sie keinen Trost.

„Miss Parkinson", grüsste Scorpius mit einem Nicken. Pansy starrte ihn ruhig und überrascht an, ihr Gesicht ausdruckslos.

„Scorpius", sagte sie schliesslich. Scorpius verschwendete keine Zeit und bewegte sich auf die andere Seite des Tisches und legte die Tasche auf seine Oberfläche. Ohne Zögern begann er den Inhalt hinauszuziehen – Schinken, Kartoffeln, Früchte, Pudding – die besten Teile eines Weihnachtsessen.

„Was ist das?" fragte Pansy löste ihre Augen von dem Essen und atmete tief durch. Der Geruch der Mahlzeit hatte Scorpius erreicht und er wusste das er sie auch erreicht hatte. Er stellte sich vor das es das angenehmste war was sie seit beinahe einem Jahr erfuhr.

„Es ist Weihnachtsabend", sagte Scorpius langsam. Er sah ihr zum ersten mal in die Augen und war nicht überrascht Tränen darin zu sehen. „Jeder verdient eine anständige Mahlzeit am Weihnachtsabend."

Er grub ein lächeln hervor – das selbe gezwungene das er seit Wochen trug – aber für sie reichte es. Sie lächelte und nickte ihm zu als er sich ihr gegenüber setzte.

„Danke", sagte sie leise als Scorpius zwei Teller und eine Rolle Besteck herauszog.

Für einen Augenblick dacht er für seinen Besuch aber als er zu ihr aufsah und eine einsame Träne und den aufrichtigen Blick in ihren Augen sah wusste er das sie mehr meinte.

Albus wusste besser als etwas zu sagen als Scorpius eine halbe Stunde zu spät zum Weihnachtsessen bei den Potters auftauchte. Er hatte nicht erwartet das Scorpius einen Umweg nachhause nahm und nach Askaban ging aber er war nicht wirklich überrascht als die Eule für Harry kam.

„Melden sie es dir immer wenn jemand Askaban besucht?" hatte Lily gefragt als Harry die Notiz Albus und Draco vorlas.

„Nur wenn es relevant ist", sagte Harry mit einer Endgültigkeit in der Stimme die sagte das das Thema geschlossen war.

Scorpius stolperte etwas durch den Wind aussehend hinein aber dennoch ordentlich und mit geradem Rücken für die Gelegenheit. Albus seufzte erleichtert als er sah das die Augen seines Freundes klar und unbesorgt waren.

„Wo warst du?" fragte Draco. Albus war nicht sicher ob es ein Köder oder ein Test war. Das Zögern auf Scorpius' Gesicht zeigte das er auch nicht sicher war.

Nach einem Augenblick verdrehte sich Scorpius' Mund zu etwas wie einem Grinsen. Draco mochte vielleicht ein exzellentes Poker Face haben aber Scorpius' Fähigkeit die Leute die er liebte zu lesen war noch besser.

„Askaban. Um Pansy Parkinson zu sehen", sagte Scorpius. „Was du bereits wusstes."

„Wieso zur Hölle würdest du ohne jemanden von uns dorthin gehen?" schimpfte Draco als Scorpius an ihm vorbei ging und auf dem bereits gedeckten Tisch nach einer der frischen Rolle aus dem Brotkorb griff. „Du hättest es mir sagen sollen. Ich wäre mit dir gegangen – „

„Es ist nichts passiert", versicherte Scorpius ihm und klopfte ihm auf die Schulter als er zu Albus ging welcher an seinem Platz an der Küchentür und aus dem Argument heraus blieb. Er küsste Albus leicht und drückte seine Seite bevor er anfing die Rolle auseinander zu zupfen und sie zu essen.

Er sah Ainsleys Blick durch den Raum aber sie sah schnell weg plötzlich sehr interessiert daran was Harry und Rose sagten.

„Nur weil nichts passiert ist bedeutet das nicht das nicht etwas hätte passieren können", sagte Draco. Albus wusste das es dasselbe Argument war das Draco benutzt hatte wenn Scorpius als Kind etwas rücksichtsloses und unkluges getan hatte.

Der einzige Unterschied den Scorpius jetzt sah war das Draco ihn nicht auf sein Zimmer schicken konnte auch wenn das Zucken in Dracos blasser Augenbraue zeigte das er sich wünschte das er es könnte.

Zum Glück tauchte Dania einen Moment später an Dracos Seite auf und er beruhigte sich als sie fragte ob er alle Geschenke gebracht hatte oder nicht – besonders das was Scorpius verlangt hatte – oder ob er entschieden hatte bis morgen zu warten.

„Bist du in Ordnung?" fragte Albus Scorpius leise und zog ihn am Saum seines Pullovers näher. „Ich habe mir Sorgen gemacht als die spät dran warst und dann hat Dad diese Eule gekriegt – „

„Es geht mir gut", versicherte Scorpius ihm. Albus scannte sein Gesicht nach Zeichen von Unglück und Unsicherheit ab. Scorpius war vielleicht gut darin geworden Menschen zu lesen aber Albus war der führende Experte darin Scorpius zu lesen.

„Wenn du sicher bist", sagte Albus langsam. Scorpius nickte, aber Albus wusste das gut nicht glücklich bedeutete also nahm er Scorpius' Hände als sie frei von Brot waren und hielt sie bis die Familie sie zum Essen rief.

„Tun wir es oder nicht?" seufzte Draco an Scorpius' Seite. Die Potters und Weasleys hatten sich mit ihren Getränken und Desserts in das Wohnzimmer zurückgezogen und Scorpius sah von der Tür zu wie sie anfingen sich Geschenke zuzuwerfen.

„Gib mir eine Minute", sagte Scorpius. Er ging umher bis er Lilys Blick auffing und ihr bedeutete hinüber zu kommen. Sie erhob sich zögerlich von der Couch, liess Ainsley, Rose und Hermine redend zurück und bummelte hinüber.

„Ich denke ich habe mit Rose endlich was erreicht!" beschwerte sie sich. „Sie spricht nie über ihren mysteriösen Mann."

„Du kannst gleich zurück", sagte Scorpius. Er sah zu Dania welche eine kleine Phiole aus der Tasche ihres Mantels zog.

„Du musst das nehmen", sagte Dania und hielt sie Lily hin welche sich sofort skeptisch zurücklehnte.

„Das sieht ekelhaft aus", sagte sie über die braune Flüssigkeit. „Was ist es?"

„Es ist ein Allergie Trank", erklärte Dania. „Du…nun musst ihn trinken."

„Vertrau mir einfach", sagte Scorpius. „Bitte."

Lily sah ihn böse an und sah zwischen dem Trio aus Malfoys und baldigen Malfoys umher und nahm dann die Phiole aus Danias Hand.

„Nur weil du so nett gebeten hast", sagte Lily. Draco war bereits weg als sie die Phiole entkorkte und seinen Inhalt trank. Sie verzog bei dem Geschmack das Gesicht.

„Entschuldige", sagte Dania. „Es ist möglich in angenehmer zu machen aber wir hatten die Zutaten nicht zur Hand."

„Ich werde sicher gehen das wir sie zuhause haben", sagte Scorpius ihr.

„Was? Wieso?"

„Warte…einfach", sagte Scorpius. Er sah über ihre Schulter zu Albus welcher vor dem Feuer sass und wild zu seinem Onkel Charlie gestikulierte – wahrscheinlich über einen Drachen.

Eine Minute später kehrte Draco mit einer grossen grünen Box auf dem Armen zurück. Er hatte mühe sie zu balancieren aber sie bewegte sich weiter in seinen Armen. Scorpius nahm sie schnell und fühlte wie sich Vorfreude ihn ihm breit machte als er es tat.

„Was ist das?" fragte Ron durch den Raum. Albus und Charlie folgten Rons Blick zu Scorpius welcher die Box festhielt damit sie ruhig war.

„Es ist für Al", sagte Scorpius.

„Wir sagten wir machen keine grossen Geschenke", beschwerte sich Al durch ein aufgeregtes Lächeln.

„Ja nun es ist genauso für dich wie für mich", sagte Scorpius. Er quetschte sich seinen Weg durch die Leute die auf dem Boden verteilt waren bevor er es sich vor Albus kniete und die Box vor ihn stellte.

„Was ist es?"

„Öffne es und finde es heraus", sagte Scorpius.

Albus streckte sich nach dem Deckel aber die grosse Schleife darauf wackelte als die Box wackelte und er zog seine Hand skeptisch zurück.

„Ist es gefährlich?"

„Wieso sollte ich dir etwas gefährliches geben Albus?" seufzte Scorpius. „Zudem – du hast letzte Woche mit einem ukrainischen Eisenbauch gespielt als wäre er ein Kätzchen. Bitte öffne es."

Albus summte zustimmend bevor er hinunter griff und den Deckel von der Box hob. Er blickte hinein was absolut unnötig war da ein felliger, schwarz, weiser Kopf aus der Box auftauchte und sich umsah.

„Oh mein Gott", sagte Albus mit geweiteten Augen. Um sie erhob sich ein Chor aus bewundernden Geräuschen.

Albus starrte auf das Hündchen – ganz flauschige Haare und spitze Ohren – als es zu ihm hochhechelte offensichtlich froh aus der Box zu sein.

„Oh mein Gott", wiederholte Albus seine grünen Augen weit und strahlend. Das Hündchen sprang und legte seine grossen Pfoten auf den Rand der Box und jaulte aufgeregt. Die Box zitterte als er auf Albus wartend mit dem Schwanz wedelte.

Scorpius sah zu Albus. Einen Hund zu holen ohne vorher darüber zu sprechen klang wie ein Risiko aber Scorpius kannte Albus und Albus konnte so einem Gesicht nicht wiederstehen.

„Ich weiss das du sie magst also haben ich nach einem deutschen Schäfer gesucht", erklärte Scorpius. Das Hündchen folgte dem Klang seiner Stimme und sah ihn an. „Aber dieser kleine Kerl war einfach zu süss um ihn zurückzulassen und er war ganz alleine. Sie sagten er sei ein Mischling aber ich dachte das wäre dir egal. Er wird wahrscheinlich riesig werden…"

Albus griff noch immer geschockt hinunter und hob das Hündchen hoch was ihm ein kleines dankbares Wimmern brachte. Der Hund hatte zwei schwarze Augenmasken und sein Fell war hauptsächlich schwarz durchbrochen von kleineren weisen Flecken. Er leckte gleich Albus' Gesicht als Albus ihn gegen seine Brust drückte. Charlie räumte die Box zur Seite er sah genauso aufgeregt aus ab dem neuen Mitglied.

Auf der anderen Seite des Raums nieste Lily. Scorpius sah sie mitfühlend an und sie zuckte mit den Schultern. Er war froh zu sehen das sei lächelte.

Scorpius sah zurück zu Albus welcher das Hündchen nun wiegte und seinen Bauch mit einem erschreckend weiten Grinsen auf dem Gesicht kratzte. Ein aufgeregter Albus mit einem Hündchen war vielleicht das süsseste was Scorpius je gesehen hatte und er machte sich eine mentale Notiz es ihm später zu sagen wenn seine Familie nicht zuhörte.

„Magst…magst du ihn?" fragte Scorpius.

Albus sah ihn an seine Wangen waren voller Farbe. Er biss sich auf die Lippen um sein Grinsen zurückzuhalten und versagte kläglich.

„Ernsthaft?" Das ist das Beste", sagte Albus. „Weisst du wie viele Weihnachten ich um ein Hündchen gebeten habe."

„Alle", bot Ginny an.

„Jedes einzelne davon", fügte Harry hinzu.

„Dein Dad hat mir geholfen ihn auszusuchen", erklärte Scorpius. „Aber wir haben ihm keinen Namen gegeben oder so."

Albus setzte das Hündchen auf seinen Schoss und der Hund rollte sich sofort auf seinen Rücken und trat Albus' Hand bis er anfing wieder seine Brust zu kraulen.

„Ich weiss nicht…" sagte Albus. „Ich habe kein Hündchen erwartet. Ich wünschte James wäre hier."

„Du kannst ihn ihm hoffentlich morgen zeigen", sagte Ginny traurig. Albus gab ihr einen wissenden Blick. James wurde durch Gringotts Geschäfte aufgehalten und es waren die ersten Feiertage ohne ihn.

„Dad sagte das er sich während dem Tag um ihn kümmert bis er trainiert ist", sagte Scorpius.

„Wir hatten einige Hunde als ich ein Kind war", sagte Draco. „Bis Vater sie loswurde um sie durch die Pfauen zu ersetzten…"

Lily tätschelte Dracos Schulter mitfühlend.

Für beinahe eine halbe Stunde wechselten sich alle damit ab das namenlose Hündchen zu streicheln, sie kamen zu Albus um ihn hinter dem Ohr zu kraulen und über sein weiches Fell zu schwärmen. Als schliesslich Harry an der Reihe war schüttelte Albus Scorpius welcher sich zwischen Albus und Charlie gequetscht hatte und grinste ihn an.

„Ich hab es!" rief Albus.

„Hast was?" fragte Harry überrascht.

„Sein Name!"

„Nun?"

Scorpius' rieb den Rücken des Hündchens als Albus ihn angrinste.

Salazar."

Harry und Ginny stöhnten reumütig während Draco anfing zufrieden zu lächeln.

„Das ist was ihr verdient Potter", sagte er.

Während Harry, Draco und Ginny anfingen sich zu streiten (Harry bestand darauf das alle Gründer von Hogwarts für ihn in Ordnung waren während Draco bemerkte das Harrys Ausdruck und Ginnys Liebe mit der Farbe rot zu dekorieren etwas anderes sagten) setzte Albus Salazar auf den Boden damit er umher gehen und entdecken konnte.

„Wirst du jetzt aufhören zerstörerische Kreaturen nachhause zu bringen da du nun dein eignes hast?" sagte Scorpius. Er versuchte genervt zu klingen aber Albus so glücklich zu sehen… nun er konnte nicht anders als auch ein wenig glücklich zu sein.

„Ja", stimmte Albus zu. „Wird Freya mit ihm zurrechtkommen?"

„Freya könnte es nicht weniger kümmern", sagte Scorpius. „Dad und ich haben das gestern getestet während du mit Lily einkaufen warst."

„Ausgezeichnet", sagte Albus, nahm Scorpius' Hand von seine Seite und hielt sie mit seinen beiden fest. „Vielen Dank. Ich wollte schon immer einen Hund."

„Ich kenne dich schon immer Albus", erinnerte ihn Scorpius. „Deine Liebe zu Hunden und allen felligen Tieren ist wohl bekannt."

„Das ist… unendlich besser als letztes Weihnachten", sagte Albus sein Lächeln schwand. Scorpius nickte. Er konnte sich nicht an viel von letzter Weinachten erinnern – die ganze Erfahrung des Einführens verschwamm – aber er erinnerte sich daran das er am dem Morgen als Travers kam um ihn loszumachen spektakuläres Nasenbluten hatte…

„Das war der Punkt", sagte Scorpius. „Ich wollte einfach etwas machen um dich glücklich zu machen."

Albus sah ihn einen Augenblick lang an als würde er etwas suchen und als er nichts fand glitt er einfach näher um seinen Kopf gegen Scorpius' Schulter zu legen. Sie sahen wie Salazar Rose Hand über dem Boden nachjagte und seine merkwürdig grossen Pfoten auf den Boden schlug als er sie ansprang.

„Ich liebe dich", sagte Albus schliesslich.

„Ich liebe dich auch."

Zu sagen das der Fuchsbau voll war, war eine absolute Untertreibung. Seit langem waren der ganze Weasley und Potter Clan versammelt zusammen mit ein paar Delacours und den Grangers.

„Und wie genau funktioniert das noch mal?" fragte Mr. Weasley Mr. und Mrs. Granger und deutete auf Mrs. Grangers Smartwatch – ein Weihnachtsgeschenk ihrer Tochter. Die Grangers, welche so viel wie möglich von der aufgenommen Welt ihrer Tochter gelernt hatten, waren zu einer Faszination von Arthur Weasley geworden welcher noch immer aufgeregt war wenn er herausfand das sie vorbei kamen.

„Nun ich bin mir nicht ganz sicher wie sie funktioniert", sagte Mrs. Granger. „Aber hier lass mich dir das zeigen…"

Albus fand ihren vorsichtigen Umgang mit seinem hoch aufgeregten Grossvater liebenwert und er sah genau wie viele Mitglieder seiner Familie um sie herum gingen, vorsichtig nicht zu unterbrechen was offensichtlich der Höhepunkt von Arthur Weasleys Woche war.

Er ging mit Salazar auf den Armen durch seine Familie. Es dauerte zwanzig Minuten um Scorpius zu erreichen da ihn alle aufhielten um das Hündchen zu sehen. Auch wenn er ihre Faszination über das neue Mitglied verstand verärgerte ihn die Verzögerung. Etwas an diesem Weihnachten machte ihn etwas anhänglicher als normal.

„Er ist ziemlich süss", sagte Teddy und kraulte Salazars Ohr. Victoire richtete das Halsband des Hundes – ein grün grau gestreiftes das Draco heute früh gebracht hatte. Albus nahm an das es weniger ein Geschenk war und mehr eine freundliche Beleidigung gegen Harry.

Albus entschuldigte sich höfflich er wollte sich endlich neben seinen Freund setzten (und wenn möglich etwas seiner heissen Schokolade stehlen) aber sah Ainsley in der Nähe in einem Kreis mit Ginny und Rose – offensichtlich sprachen sie über Quidditch. Ihr Gesicht wirkte düster im Kontrast zum aufgeregten Grinsen und wilden Gesten seiner Mutter und Cousine also wandte er sich besseren Wissen ihnen zu.

„Alles in Ordnung?"

Fragte Albus sie vorsichtig Ginny und Rose nicht zu unterbrechen als sie die offensiv Strategien der beiden führenden Teams der Liga diskutierend.

„Ja", sagte Ainsley mit einem gezwungenen Lächeln. „Alles in Ordnung. Ich hatte nur gehofft deinen Bruder während der Ferien zu sehen."

„Ich denke das haben wir alle", gab Albus zu und versuchte Salazar zu ignorieren als er anfing an seinem Ohr zu knabbern. „Es gab eine Art Notfall. Bill ist nicht gegangen aber er hat sich auch die ganze Woche damit beschäftigt."

Ainsley zuckte traurig mit den Schultern.

„Ich wollte wirklich wissen wie einer seiner Fälle geendet hat. Er hat mir davon erzählt als er es letzten Monat zu einem meiner Quidditch Spiele geschafft hat. Er konnte nicht lange bleiben aber es war nett von ihm aufzutauchen."

„Komisch genug James kann tatsächlich nett sein wenn er nicht ein kompletter Idiot ist."

Rose die Albus' Tone hörte drehte sich um.

„James ist immer ein kompletter Idiot", fügte Rose hinzu und erntete einen gut gewollten Schlag aufs Knie von Ginny.

„Wir sind gleich dort drüben", sagte Albus Ainsley und nickte zu Kamin bevor er seine Mission fortsetzte.

Als Albus endlich Scorpius' Seite am Kamin erreichte schmerzte sein Bein aber er war glücklicher als seit langem. Er sagte nichts als Scorpius Salazar aus seinen Händen nahm und ihn liebevoll knuddelte.

„Ich bin froh das er uns beide mag", sagte Albus. „Es wäre furchtbar wenn es nicht so wäre."

„Ich war besorgter darüber wie er dich aufnehmen würde", gab Scorpius zu. „Ich weiss wie sehr du einen Hund wolltest."

Albus hob Scorpius' Becher hoch und merkte das er leer war. Er seufzte enttäuscht und sah stattdessen dabei zu wie Scorpius mit dem Hündchen spielte.

Auf der anderen Seite des Raums gab Albus' Grossmutter bekannt das es Zeit für Geschenke und für ihr jährliches Foto in ihren Pullovern war.

Albus stöhnte.

„Aber ich habe mich gerade gesetzt."

Scorpius rieb seinen Rücken mitfühlend und setzte Salazar auf den Boden damit er herumgehen konnte. Auf der anderen Seite des Raums sah Draco ihnen von Danias Seite zu.

„Wenigstens ist es besser als letztes Weihnachten", sagte Scorpius leise.

Albus musste nicht zustimmen. Er schlang einfach beide Arme um einen von Scorpius und hielt ihn einen Augenblick lang fest bevor sie zum Rest der Familie gingen and als sie es taten hielt er Scorpius' Hand so fest das seine Finger taub wurden.

Albus wollte sich gerade über das Wirrwarr um ihre Pullover zu bekommen beschweren – es ist nicht als hätten sie nicht einige die in einer dunklen Ecke ihrer Schränke auf sie lauerten – aber Scorpius Aufregung stoppte ihn. Er liebte die verdammten Dinger.

Mrs. Weasley gab Pullover und Kleinigkeiten zusammen mit Küssen und Haar wuscheln aus. Sie war immer froh ihre Familie an Weihnachten um sich zu haben aber dieses Jahr schien sie besonders zufrieden – alle waren in Sicherheit und Gesund und als sie Teddy seinen Pullover reichte schien die Handlung mehr Gewicht zu haben.

„Hier mein Lieber", sagte sie und reichte ihm das Bündel. Er entrollte es und grinste ab dem besonders hellen Gelb.

„Danke Nan", sagte er. Sie strahlte zu ihm hoch.

„Oh der ist entzückend", sagte Victoire als sie ihren hellblauen Pullover entrollte. „Es ist eine Schande das er in ein paar Monaten nicht mehr passen wird."

Teddy verschränkte die Arme vor der Brust und umklammerte seinen Pullover erwartungsvoll. Es dauerte eine Sekunde bis Albus Victoires Worte verarbeitet hatte – genau wie alle anderen die in Hörweite waren – und er hatte keine Zeit Scorpius zu warnen bevor es anfing.

Das Geräusch das Molly Weasley machte hörte sich weniger menschlich als wie eine Todesfee an, wenn Todesfeen schreien könnten und dabei mit einem Kilometer in der Stunde Worte bilden könnten. Victoire hüpfte noch immer grinsend während Fleur, Bill und die Delacours am Rand der Menge wissend lächelten.

Mrs. Weasleys Arme waren umgehend um Victoire und Teddy während sie schrie und hüpfte.

„Oh ich bin so glücklich! Ein Baby! Herzlichen Glückwunsch!"

Albus bemerkte das sie in Rekordzeit schluchzte. Seine Grossmutter war eine starke Frau aber sie versteckte ihre Tränen nie. Er hatte sie bei mehr als einer Gelegenheit offen weinen sehen aber er hatte sie nie so schnell voll schluchzen sehen.

In Momenten war Albus in eine riesige Umarmung gezogen als seine Familie den frisch Verheirateten zu ihrem Neuzugang gratulierten. Er sah wie sie grinste und ihre Tanten und Onkel und Cousins umarmten und Albus sah wie sein Vater liebevoll von der Seite zusah, seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt.

„Danke", sagte Victoire immer wieder. Teddy strahlte ermutigend zu ihr hinunter, er war stolz und komplett verliebt und Albus konnte nicht anders als auch zu lächeln.

„Ein Teil Veela und etwas Weasley mit der Chance ein Metamorphmagus zu sein?" rief Harry zu Teddy hinüber. „Riecht das nicht nach Ärger?"

Teddy lachte herzlich, schlang beide Arme um Victoires Schultern und küsste sie auf den Kopf.

„Bitte ich nicht immer um Ärger?"

Die Geräusche im Raum hatten sich von leiser Gemeinschaft und Feier zu Begeisterung, Freude und Erwartung geändert. Der Effekt ging nicht an Albus vorbei und er sah sich um, um Scorpius zu finden aber er konnte ihn nirgendwo bei seiner Familie entdecken. Er war nie schwer auszumachen – er war sehr gross und seine Haare waren sehr hell – und Albus geriet etwas in Panik bis er ihn am nun verlassenen Kamin mit einem unverkennbar finsteren Blick der Erkenntnis auf dem Gesicht entdeckte.

Uh oh, dachte Albus. Er wandte sich seinen Weg ungeschickt durch seine Cousins, stimmte ihm zu das dies die besten vorstellbaren Weihnachtsneuigkeiten waren bis er sich dort wieder fand wo er gestartet war.

„Scorp?"

Scorpius schüttelte den Kopf als Albus' Familie anfing sich zu beruhigen aber das junge Paar noch immer umgab um Fragen zu stellen.

„Du ziehst ein Gesicht", sagte Albus. „Und nicht dein fröhliches ´es ist Weihnachten´ Gesicht."

„Ich habe einen besonderen Ausdruck für Weihnachten?"

Albus summte zustimmend. „Es ist ähnlich wie dein ´oh gut – Pfefferkobolde´ oder ´frisches Brot´ Gesicht."

Scorpius musste lachen und Albus zog etwas Hundehaar von seinem Hosenbein. Er blieb ruhig und es brauchte noch ein paar Minuten zu sehen wie Ginny, Fleur und Molly aufgeregt über Baby Sachen diskutierten bis Albus verstand.

„Oh."

Scorpius beugte sich vor auf seine Knie und spielte noch immer still mit seinen Schnürsenkeln.

„Ich dachte…" begann Albus. „Ich bin einfach immer davon ausgegangen das wir einmal adoptieren werden."

Scorpius sah zu ihm auf und studierte offensichtlich Albus' Gesicht. Albus hoffte das er nicht mit dem Wunsch aufkam.

„Ja?"

„Es gibt immer Kinder die ein Zuhause brauchen", sagte Albus. „Und ich… nun ich denke du wärst ein guter Dad."

„Es hat mich bisher nie getroffen wie sehr ich eine Familie will", gab Scorpius zu, seine Stimme zaghaft und unsicher als er sich zu Albus drehte. „Ich glaube ich habe es wage in Betracht gezogen. Beiläufig. Aber nie…"

„Ich auch", stimmte Albus zu. „Ich habe es nicht viel betrachtet aber ich habe nie daran gezweifelt das es etwas ist das wir eines Tages hinkriegen werden. Ich habe nie daran gedacht es aufzubringen."

Scorpius' Mund verzog sich langsam zu einem Lächeln.

„Wir wären grossartige Eltern."

„So weit würde ich nicht gehen", sagte Albus. „Wir wären passable Eltern. Unsere Kinder würden bis zum Erwachsenenalter überleben. Das wäre die einzige Erwartung die ich habe."

Als Scorpius lachte sah Albus wie James den Raum windgepeitscht und wild aussehen betrat, sein Haar stand merkwürdig ab, mehrere Tage Stoppeln am Kinn und Schnee auf den Schultern.

„Ich hab es geschafft!" rief James. Er besah sich die Szene im Raum und kratzte seinen Kopf als seine Cousins Begrüssungen und Beleidigungen wegen seiner Verspätung durch den Raum riefen. „Was hab ich verpasst? Ich habe etwas verpasst."

Er wurde schnell in den Schwall von Gratulationen und Pullover Verteilung hineingezogen.

„Ich kann später mit ihm reden", sagte Albus. James winkte ihm über Ginnys Kopf zu als Molly die guten Neuigkeiten teilte und Albus nickte zurück.

„Ihr zwei seid sehr Unterschiedlich", bemerkte Scorpius. „Aber ihr scheint euch zu verstehen."

„Das glaube ich gerne."

„Ich wünschte mir wirklich ich würde mich besser mit ihm verstehen", seufzte Scorpius. „Lily mag mich!"

„Alle mögen dich", konterte Albus. „James hat… es nur hart getroffen das ich ihn nicht mehr brauchte als ich nach Hogwarts kam und dich hatte."

Scorpius nahm die Pullover von Rose entgegen welche zum Verteilen eingeteilt worden war. Als er ihr dankte wuschelte sie ihm durch die Haare bevor sie wegging.

„Siehst du?" sagte Albus. „Alle mögen dich und Rose mag nicht jeden."

Scorpius fiel in eine angenehme Stille als sie die Atmosphäre beruhigte was Albus gut passte. Schliesslich legte Scorpius seinen Kopf auf Albus' Schulter und sah wie Salazar von Person zu Person ging um seinen Kopf gekrault zu kriegen.

„Wir sollten uns zuerst darauf fokussieren ein Hündchen gross zu ziehen", sagte Scorpius.

„Stimmt. Wie ein Testlauf."

Albus schlang seinen Arm um Scorpius' Schulter und hielt ihn nahe beschützend und beruhigend bei sich. Sie sassen still und sahen zu wie sich Albus' Familie unterhielt, lachte und sich umarmten und waren zufrieden für den Moment zusammen Zuschauer zu sein. Er war nicht komplett sicher wieso Scorpius so depressiv und ruhig gewesen war. Auch wenn er erwartet hatte das dieses Weihnachten schwer sein würde hatte er nie ein Thema gehabt das sie nicht diskutieren konnten aber er gab ihm trotzdem seinen Raum.

Er wird schon zu sich kommen, dachte Albus.

Nach einer Weile jedoch fing etwas Scorpius' Aufmerksamkeit.

„Oh!" rief Scorpius schüttelte Albus' Arm dringend und deutete auf die Treppe. „Schau! Hat lang genug gedauert!"

Auf James' Verlangen hatte Ainsley ihren Hufflepuff Quidditch Pulli gegen ihren neuen mit ihren Initialen getauscht.

„Burgunder?"

James zuckte mit den Schultern und rieb noch immer seine Hände zusammen um sie zu wärmen. Der Gang von ausserhalb der Schutzzauber war nicht kurz und er hatte sich auf dem Weg zur Tür des Fuchsbaus eine Erkältung zugezogen.

„Es ist eine schöne Farbe", sagte James. Sein eigener Pullover war grau, was ihr gefiel wichtiger aber er war sowohl warm als auch trocken im Gegensatz zu dem Pullover den er vorhin ausgezogen hatte.

Ainsley sah auf das ´A´ hinunter welches zu ihr hochstarrte und lächelte trotz ihrer Zweifel.

„Ich bin nicht sicher das ich das verdiene", sagte sie. „Ich bin eine Cousine des Freundes deines Bruders. Das ist ein bisschen weit hergeholt oder?"

„Unsinn", sagte James endgültig. „Ausserdem steht es dir."

Ainsley schenkte ihm ein halbes Lächeln.

„Du warst zu spät", sagte sie vorwurfsvoll.

„Ich weiss", antwortete James sanfter. Sie setzten sich nebeneinander auf eine der Stufen und Ainsley drehte ihr Armband nervös um ihr Handgelenk wie schon den ganzen Tag. Trotz der warmen Begrüssung die sie von Draco und Dania erhalten hatte als sie nachhause kam (was vor Weihnachtsgeschenke und ihren Lieblingskuchen beinhaltete) und den Weihnachtsgrüssen die sie von den Potters und Weasleys bekommen hatte fühlte sie sich allein wie bei der Hochzeit von Victoire und Teddy.

„Ich war in Kambodscha. Es war nicht zu helfen", erklärte James. „Ein Zauberer haben Wertsachen von Muggel Häusern gestohlen und haben Flüche hinterlassen damit die Muggel vergessen das sie die Gegenstände je besessen haben – über hundert Galeonen Wert als wir alles zusammen hatten! Aber er wurde unvorsichtig und seine Zauber hatten einige widerliche Nebeneffekte. Ein Mann hat sich daran erinnert das er dieses antike Schloss besitzt – hat aber komplett vergessen wie er seinen linken Arm benutz als er die Kiste berührte. Es war verrückt."

„Das klingt schrecklich", gab Ainsley zu. „Und faszinierend."

James lachte und Ainsley bemerkte das er blasser war als sie ihn je gesehen hatte – möglicher weise auch dünner. Er war immer stark gewesen – beide Potter Jungen schienen was das anging nach ihrem Onkel Charlie zu kommen und Charlie war unbestritten der Stärkste von Molly und Arthur Weasleys Söhnen – ein Fakt den er seine Brüder Bill und Percy nie vergessen liess (Ron, so viel wie Ainsley von den Streitfetzen mitbekommen hatte schien es nie zu stören.)

Aber das stoppte James nicht davor ausgelaugt und müde auszusehen – komplett leer von seiner grenzenlosen spitzbübischen Energie.

„Geht es dir gut?"

„Habe nur viel gearbeitet", sagte James. „Ich bin sicher ich sehe fürchterlich aus. Ich bin seit gestern Nachmittag gereist. Ich wollte wirklich hierher zurück kommen."

Sie wollte fragen wieso aber Harry kam mit Mrs. Weasley im Schlepptau näher. Er trug bereits seinen ´H´ Pullover und seine Brille war verschmiert vom Helfen in der Küche. Manchmal verwunderte es Ainsley noch das sie Zeit mit dem legendären Harry Potter verbrachte und das er sie mit einer Umarmung begrüsste und sie fragte wie es ihr ging.

Sie sahen beide zufrieden aus mit Mehlstaub an den Händen als Mrs. Weasley ihrem Enkel einen Becher Kaffee reichte.

„Danke Gran", sagte James mit einem erleichterten Seufzer. Er nahm sofort einen grossen Schluck und sie schwor sie konnte sehen wie die Farbe sofort wieder in sein Gesicht kam.

„Geht es dir gut mein lieber?" fragte Mrs. Weasley.

„Einige lange Wochen", sagte James. „Ich bin seit der ersten Dezember Woche weg."

„Das hast du mir in deinen Briefen nicht erzählt", sagte Ainsley vorwurfsvoll. James sah sie schüchtern an und sank gegen die Wand.

„Ich wollte nicht das du dir Sorgen machst."

„Grossartiger Job mit den Pullover Farben dieses Jahr", sagte Harry zu Mrs. Weasley und deutete auf James und Ainsley. Sie lächelte stolz. „Sie stehen ihnen wirklich gut."

„Ja danke Mrs. Weasley", sagte Ainsley. „Ich bin wirklich dankbar. Ich denke nicht das ich vorher jemanden hatte der sich die Zeit genommen hat so etwas zu machen."

Manchmal sagte Ainsley Dinge die sie traurig machten und merkte es nicht bis die Worte bereits draussen waren.

„Natürlich Liebes", sagte Mrs. Weasley. Sie streckte sich und kniff in James' Wange was angespannt duldete. „Alles für Jamies Freundin."

Harrys Augen weiteten sich. Er legte eine Hand auf Mrs. Weasleys Arm.

„Eigentlich Molly – „

„Das ist süss", unterbrach Ainsley unsicher woher die Worte oder der Mut herkamen. Sie fühlte eine Unsicherheit in ihrem Magen als James sich wieder mit seinem Kaffee beschäftigte. „Ich schätze es wirklich."

Zufrieden drehte sich Mrs. Weasley um klopfte Harry auf die Schulter als sie ihre Schürze richtete und zurück in die Küche ging. Harry sah James fragend an bevor er ihr folgte.

Auch wenn Ainsley sicher ging das sie James nicht ansah war sie sich sehr bewusst das er sie ansah. Wieso hatte sie Harry Mrs. Weasley nicht korrigieren lassen? Es war einfach – sie war nicht James Freundin – und sie hatte keinen Grund das zu sagen…

Sie schielte zu James. Dieses warme, selbstsichere, verspielte Lächeln – deshalb hatte sie es getan. Weil James sie nie gedrängt hatte. Er hatte sie nie gebeten mehr oder weniger zu sein als sie war und er hatte auf sie gewartet.

Weil sie ihn wirklich mochte uns sie hatte vorher noch nie jemanden wirklich gemocht. Also was war falsch daran ihn das wissen zu lassen?

„Deswegen…" sagte er nicht in der Lage sein Lachen zu unterdrücken.

„Halt die Klappe", sagte Ainsley und spielte mit den Ärmeln ihres Pullovers. Ihre Wangen und Ohren waren unglaublich rot und sie wollte sich verstecken bis ihr Herz aufhörte zu rasen.

„Ich will aber nicht die Klappe halten", sagte James. „Ich will darüber reden. Du hast meiner Grossmutter gerade gesagt das du meine Freundin bist."

„Eigentlich habe ich einfach nicht mit ihr argumentiert."

„Das ist das selbe Ainsley", sagte James. Sie sah endlich zu ihm auf und stützte sich auf ihre Hände während ihre Füsse nervös auf die Treppe schlugen. Sie war bereit schnell wegzulaufen.

James stellte den Becher zu seinen Füssen und sah sie an, sein Grinsen schräg und boshaft.

„Sieh mich nicht so an", sagte Ainsley.

„Wie?" fragte James komplett bewusst wie er sie ansah. Ihr Gesicht brannte.

„Als hättest du etwas gewonnen."

„Oh aber das habe ich", versicherte James ihr. „Vor einem Jahr habe ich die kennengelernt und seither bin ich verliebt."

„Hast du gerade wirklich das Wort verliebt benutzt um dich zu beschreiben?"

„Ja und ich denke das war das erste mal."

Ainsley lächelte. James war nicht verrückt – tatsächlich sah er ermutigt aus – und ihr Herz fing an sich zu beruhigen.

„Du bist unverbesserlich."

„Du magst es", konterte James. Ainsley seufzte resigniert.

„Ja das tu ich."

James lächelte sie einen Augenblick länger an bevor er näher glitt – nicht das es viel Platz gab den man füllen musste – und Ainsley schlang ihre Arme um seine Schultern. Sie spürte wie er sein Gesicht in ihrem Nacken vergrub als er die Umarmung erwiderte und ein Schauer lief ihr über den Rücken.

Es war da das sie dachte das sie ihn warnen sollte – das sie nur auf wenigen Hogsmeade Dates gewesen war und nie jemanden geküsst hatte – aber er war so warm und roch so gut das sie es nicht ruinieren wollte und als James sich zurückzog war es zu spät.

James küsste sie zaghaft – als ob sie seiner Grossmutter nicht gerade gesagt hätte das sie zusammen waren. Als würden sie sich nicht ein Jahr kennen. Als würde sie nicht einen Weasley Pullover tragen und als ob sie nicht das ganze Semester Briefe mit ihm ausgetauscht hätte.

Als hätte er Angst sie würde davon rennen.

Sie erwiderte den Kuss so gut sie konnte, nervös folgt sie seiner Führung und ging mit ihren Finger über seine Arme bis sie seine Hand fand und ihre Finger mit seinen verschränkte. Er lachte gegen ihre Lippen und sie lächelte (war das erlaubt wenn man jemanden küsste? Sie war sich der Regeln nicht sicher) bis er sie schliesslich löste und sie ansah.

„Ich mag dich wirklich", sagte James als wäre es ein Geständnis.

„Ich mag dich auch wirklich", sagte Ainsley und drückte seine Hand. Seine Haut war hart und trocken und nur warm wo er seinen Kaffee gehalten hatte. Sie biss sich auf die Unterlippe – sie kribbelte noch wo er sie berührt hatte – und er fuhr mit einer seiner Hände über ihren Rücken. Es war etwas was sie Albus eine Million mal bei Scorpius tun gesehen hatte und sie fragte sich wo sie diese Gewohnheit aufgeschnappt hatten – war es eine Weasley Sache? Etwas was Harry tat?

Sie hatte nicht Zeit sich lange zu fragen. James küsste sie erneut und sie hörte auf an mehr als seine Hand an ihrer Seite und den zufriedenen Geräusche die er machte zu denken.