Scorpius,
Es ist dein zwanzigster Geburtstag Liebling! Ich hoffe du hast für dich einen schönen Tag geplant – das du und dein Vater und diejenigen die du liebst diesen Meilenstein auf die Art feiern die du als angebracht empfindest. Es ist Frühling – während du aufwuchst fand ich es immer passend das du ein Frühlingskind bist – also nimm dir etwas Zeit um heute für mich an den Blumen zu riechen.
Es war leicht für mich mir dich an deinem Abschluss vorzustellen aber ich muss zugeben das es während ich das schreibe schwierig für mich ist dich mir etwa zwei Jahre später vorzustellen. Wo wirst du sein? Wirst du noch immer zuhause bei deinem Vater leben? Wirst du am anderen Ende der Welt leben? Was wirst du tun?
Ich weiss das du nun da du das dritte Jahrzehnt deines Lebens beginnst du grossartige Dinge tun wirst und es ist meine Hoffnung das du von Menschen umgeben bist die so wunderbar sind wie du. Während ich das schreibe kann ich hören wie du am anderen Ende des Ganges mit deinem Vater über ein Buch sprichst das du gerade beendet hast (ich weiss nicht welches – ich kann mit deinen verschiedenen Lesegewohnheiten nicht mithalten) und ich hoffe das du den selben Enthusiasmus ins erwachsenen Alter mitgenommen hast.
Ich liebe dich mein wunderbarer Junge. Alles gute zum Geburtstag.
In Liebe,
Astoria
Scorpius seufzte als er auf den Brief hinunter sah. Draco hatte ihn ihm gegeben bevor er gegangen war nachdem er seinen Sohn zum Mittagessen besucht hatte. Sie hatten im tropfenden Kessel gegessen und hatten Scorpius Lieblingsbäckerei besucht um den Kuchen für den Abend auszusuchen. Draco hatte ihm den Brief auf dem Weg aus der Türe gegeben nicht in der Lage zu bleiben und zu sehen wie Scorpius ihn las.
„Es ist zwischen dir und deiner Mutter", hatte er freundlich gesagt. „Es ist nicht an mir zu wissen was darin steht."
Nun sass Scorpius an seinem Schreibtisch im dritten Stock des Archivs. Sein Büro war klein und vollgestellt aber es war seins und er einer der wenigen jungen Historikern denen ein eigener Ort angeboten wurde.
Er war sehr froh über diese Privatsphäre als er schniefte und sich die Augen trocknete während er auf die Unterschrift seiner Mutter sah. Astoria hatte immer eine makellose Handschrift – wunderschön mit gleichmässigen Kringeln und Linien. Ihre Hand hatte offensichtlich gezittert als sie das geschrieben hatte und Scorpius wusste an welchem Tag er geschrieben worden war. Er erinnerte sich daran wie er mit seinem Vater gesprochen hatte als sie den Gang zum Arbeitszimmer seiner Mutter hinunter gingen wo sie sie an ihrem Schreibtisch lächelnd und ihn eine rote Robe gehüllt gefunden hatten.
Es war ´Zauberhafte Begegnungen´, dachte Scorpius. Ich habe ihm von ´Zauberhafte Begegnungen´ erzählt und dann hast du mich gebeten dir eine der Geschichten vorzulesen.
Er faltete den Brief vorsichtig und steckte ihn zurück in seinen Umschlag und erinnerte sich daran wie Astoria mit ihrer Hand in seiner eingeschlafen war und ihr Kopf gegen das Fenster in ihrem Arbeitszimmer gelegt hatte während er las.
Draco kam am Abend zurück er wollte so viel Zeit wie möglich mit seinem Sohn an dessen Geburtstag verbringen. Dania musste einige Patienten überprüfen also wollte er schnell wieder nachhause wo Ainsley auf Orion aufpasste.
„Bist du bereit zu gehen?" fragte Draco ungeduldig vom Türrahmen von Scorpius' Büro. Ein verherrlichter Abstellraum, dachte er hielt aber den Mund. Scorpius war so aufgeregt gewesen wegen seiner Beförderung und Draco wollte es nicht ruinieren in dem er aufzeigte das sein Hogwarts Schrank beinahe grösser war. Er fragte sich ob eine angemessene Spende seinem Sohn ein grösseres Büro bringen würde…
Scorpius sah von dem Buch in das er kritzelte auf er versuchte fanatisch zu beenden an was er arbeitete.
„Gibt mir noch eine Minute", murmelte Scorpius vertieft in seine Arbeit.
Wenigstens hat er mehr Spass, dachte Draco. Faul fuhr er mit den Fingern über die Bücherstapel und Papiere auf dem Schreibtisch seines Sohnes.
„Wofür sind die?" wollte Draco wissen und sah auf ein paar Ausgaben über antike Artefakten von Ägyptischen Zauberern.
„Es ist für die Vorlesungsreihe", sagte Scorpius ohne wirklich hochzusehen. „Ich hab dir davon erzählt."
„Das hast du", stimmte Draco zu. Er deutete auf einen Stapel Pergament und Folien die auf der Kante von Scorpius' Schreibtisch lagen.
„Und das?" fragte Draco. „Sie fallen runter."
Scorpius hob den Stapel hoch.
„Nur ein persönliches Projekt", sagte Scorpius und steckte sie in eine Ecke seines Bücherregals. „Etwas was ich für später nachforsche. Bist du bereit zu gehen?"
Scorpius stand auf bevor er seine Robe durch eine Jacke ersetzte – Albus' Jacke bemerkte Draco. Er hielt sich zurück zu sagen wie furchtbar es mit seiner Weste aussah weil das bedeutete das er anerkenne musste das sein Sohn überhaupt Westen trug.
Trotz seiner merkwürdigen Kleidung lächelte Draco seinen Sohn stolz an. Scorpius' Geburtstag kriegte ihn immer. Sein Sohn war stark, intelligent und gut aussehend – alles was Draco in seinem Alter hatte sein wollen. Alles was er nie die Chance bekommen hatte zu sein oder zu geniessen.
„Natürlich", sagte Draco. „Zur Flohverbindung?"
„Klar", stimmte Scorpius zu. „Und glaub nicht ich weiss nicht was du tust."
Draco runzelte die Stirn.
„Was meinst du?"
„Du lenkst mich ab", sagte Scorpius. „Du willst nicht das ich traurig bin weil Albus nicht hier ist."
Dracos Gesicht wurde reuevoll als Scorpius nach mal seinen Stapel Post überprüfte – wahrscheinlich wegen eines Briefes von seinem Freund. Albus schrieb nach dem Vorfall mit dem Drachen beinahe jeden Tag und Scorpius wurde immer besorgter (und kaum ausstehlich) durch seine Stille.
„Schuldig", gab er zu. Scorpius gab ihm Astorias warmes Lächeln. Draco vergab ihm gleich.
„Ich schätze es", sagte Scorpius. Draco scheuchte ihn aus seinem Büro und schloss die Tür hinter ihnen.
Die Malfoys brauchten das kleiner formelle Esszimmer im Manor nur selten aber da die Potters und Weasleys kamen um Scorpius zu gratulieren hatten sie kaum eine andere Wahl. Scorpius fand sich selbst neben Ainsley an dem langen Esstisch wieder mit einem Schachbrett vor ihnen und Orion in seine Armbeuge gekuschelt.
„Dein Zug", sagte Scorpius und lehnte sich im Stuhl zurück. Er war trotz Albus Versuchen ihm zu helfen furchtbar in Schach. In der Nähe sah Hermine ihn mitleidig und verstehend an.
Während Ainsley über ihren nächsten Zug nachdachte sah Scorpius zu seinem Bruder hinunter welcher tief in eine Cashmere Decke gehüllt schlief. Es war zu früh um es zu sagen aber Scorpius war sich sicher das er die Malfoy Augen hatte und er war sehr zufrieden.
„Du wirst ein wunderschöner kleiner Zauberer nicht wahr?" flüsterte Scorpius ihm zu. Orion bewegte sich als Antwort seine kleinen Händen packten etwas am Saum seiner Decke. Zar legte seinen riesigen Kopf auf Scorpius' Knie und schnüffelte an der Decke. Der Hund hatte sich in den letzten paar Monaten beruhigt als er dem erwachsenen Alter der Hunde näher kam und dank Albus und Dracos Bemühungen war er ziemlich gut trainiert. Scorpius kratzte ihn hinter dem Ohr und erntete Zars glücklichsten Ausdruck – geschlossene Augen und ausgestreckte Zunge.
Am anderen Ende des Tischen diskutierten Harry, Draco und Ginny hitzig über die Zukunft der britischen Reinblut Familien und Scorpius belendete sie umgehend aus. Der Tag war lange genug gewesen ohne seinem Vater zuzuhören wie erüber ´Integration´ und ´Beratung´ sprach.
„Bist du sicher das kein Brief von Albus gekommen ist?" fragte Scorpius als Dania an ihm vorbei ging. Jede Stunde ohne ein Wort von Albus machte ihn besorgter – genug das er es schwierig fand sich zu konzentrieren. Mit einem mitfühlenden Lächeln schüttelte sie den Kopf.
„Nein mein Lieber", sagte Dania. „Ich habe bereits nachgesehen vergessen?"
„Oh…richtig."
Es dauerte bis Ainsley ihn unter dem Tisch anstupste und anbot Orion zu nehmen das er merkte das er am Zug war. Sein König stand Schach. Wieder. Er seufzte dramatisch und legte seinen Kopf auf seine Handfläche. Wäre er je in der Lage eine Schachspiel zu gewinnen?
Wiederwillig übergab er das Baby um sich besser fokussieren zu können.
Ainsleys stolzes Gesicht als sie Orion knuddelte half nichts. Er nahm seine Gabel und steckte sie abwesend in den Kuchen neben sich und dachte über seinen nächsten Zug nach. Wenn er bloss diesen Springer nicht verloren hätte…
Scorpius murmelte das Schach ein ärgerliches Spiel war und versuchte verzweifelt die Bewegungen um ihn auszublenden während er Zar abwesend hinter dem Ohr kratzte. Er tippte mit dem Finger ungeduldig gegen seine Wange er suchte nach irgend einem Zug der seinen Verlust weniger peinlich machen würde.
Es dauerte bis der Raum verdächtig ruhig das Scorpius von dem Brett aufsah. Am anderen Ende des Tischs war Ginnys Blick auf die Tür fixiert.
„Entschuldigt die Verspätung."
Er folgte ihrem Blick den Tisch hinunter und durch den Raum wo Albus – Albus – in der Tür stand, er lies einen Kleidersack auf den Boden fallen und befreite seine schwarzen Haare von einer Strumpfmütze und schüttelte sie mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht aus.
„Albus?" fragte Scorpius ungläubig ein Schauer lief über seine Schultern zu seinen Fingerspitzen. In seinem Augenwinkel schlürfte Draco seinen Wein ruhig beobachtend.
„Alles gute zum Geburtstag?" sagte Albus mit angebrachter Unsicherheit und zuckte mit den Schultern. Er trug einen bekannten blauen Pulli der in den letzten Monaten zu schaden gekommen war – verbrannt am Ärmel und der Nacken ausgefranst. Seine Haut war mehr als nur sonnengebräunt – er war braun und etwas sommersprossig – absolut durcheinander von der Reise und Scorpius hatte in seinem Leben nie was schöneres gesehen.
Es dauerte eine Minute bis Scorpius zur Besinnung kam und in dieser Zeit löste sich Zar von seinem Platz zu Scorpius' Füssen und rannte den Raum entlang und bellte erfreut.
Scorpius merkte viel zu spät was passierte und löste sich selbst von Tisch.
„Zar nein!" rief er aber der Hund war bereit zu weit bereitete sich vor Albus anzuspringen und seinen Stock wegfliegen und sie beide am Boden landen lassen. Scorpius konnte nur erschrocken zusehen und griff nach seinem Zauberstab.
Aber Albus lachte und beugte sich hinunter als Zar auf ihn zusprang und fing ihn um die Mitte auf, er hob 30 plus Kilogramm von schwarzen und weisem Fell vom Boden hoch, beständig und strahlend. Scorpius starrte verwirrt als Zars pinke Zunge Albus' Gesicht ableckte. Der Hund winselte aufgeregt, drehte sich und leckte Albus' Wangen und Stirn ab, seine Vorderpfoten lagen auf den Schultern seines Menschen.
„Albus?" fragte Harry und stellte sein Butterbier hin. Scorpius starrte ihn mit offenen Mund an.
„Hei Kumpel", sagte Albus zu Zar und umarmte ihn fest. Sein Gewicht war auf seinem rechten Bein aber er stand. Stabil. Stehend und ungerührt während es Scorpius Reaktion abschätzte schwangen seine Augen zu seinen Eltern am anderen Ende des Raums. Scorpius sah zu, sein Herz schlug ihm bis zum Hals, als Albus sich vorbeugte und Zar zu Boden gleite liess wo der Hund seinen Körper gegen Albus' Beine drückte und seine Hand leckte.
„Albus wo ist dein Stock?" sagte Ginny sanft. Albus sah Scorpius eine Sekunde länger an bevor er seine Mutter ansah und das Gesicht abwischte.
„Wenn du Harry Potters Sohn bist und du ihn eine Gruppe von Rehabilitationsspezialisten aus aller Welt geworfen wirst du zu jedermanns Lieblingsprojekt", sagte Albus langsam. Er sah von seiner Mutter zu seinem Vater welcher sein Getränk langsam auf den Tisch setzte.
„Es ist nicht…perfekt. Ich humple immer noch", fuhr Albus fort. „Aber es bringt mich auch nicht mehr um."
Albus ging einige Schritte auf Scorpius zu – das Humpeln kaum bemerkbar – welcher vor Überraschung und Schock festgefroren war eine Augen wanderten von Albus dreckigen Schuhen zu seinem Gesicht.
„Scorp?" sagte Albus unsicher. Als Scorpius' Überraschung abklang spürte er wie die Anspannung in seiner Kehle sich lockerte als das Gefühl in seine Fingerspitzen zurückkehrte und sich zu etwas ganz anderem wandte was in seinen Bauch und hoch zu seinen Ohren reichte. Das Gefühl kam völlig zurück. Er bewegte sich auf Albus zu und schlang seine Arme um seine Taille vergrub seinen Kopf wortlos mit einem leisen wimmern von dem er hoffte das es sonst niemand hörte am Hals seines Freundes.
„So ist es besser", gluckste Albus gedämpft gegen Scorpius' Schulter. Scorpius ignorierte das gedämpfte Geräusch der Begrüssung der anderen als Albus' Familie sich ihnen näherte. Die Welt verkleinerte sich auf den Geruch der an dem Treffpunkt von Albus' Hals und Schulter existierte und er spürte wie Albus seine Hand auf seinen Rücken drückte und ihn nahe hielt und beinahe festgenug damit es weh tat.
„Wieso bist du hier?" fragte Scorpius gedämpft an Albus' Hals. Das raue Material von seinem Pulli rieb gegen Scorpius' Wange und er machte sich im Kopf eine Notiz ihn so schnell wie möglich loszuwerden – nicht das er es Albus erlauben würde ihn lange zu tragen sobald sie nachhause kamen.
„Es ist den Geburtstag", sagte Albus sanft als ob die Antwort klar wie der Tag wäre. „Ich habe dich lange genug nicht gesehen also habe ich einiges in Bewegung gesetzt und ein paar Gefallen eingefordert damit ich einen Tag hier sein kann."
„Einen Tag?" fragte Scorpius empört und zog sich etwas zurück. Er konnte die Augen der anderen, die darauf warteten Albus zu begrüssen, in seinem Rücken spüren. Sie würden einen Augenblick länger warten müssen. „Nur ein Tag?"
Albus nickte und seine Hände fuhren über Scorpius' Rücken. Scorpius unterdrückte einen Schauer und erinnerte sich daran das andere Personen im Raum waren.
„Ich muss Sonntag Morgen gehen", sagte Albus. Scorpius seufzte und legte seine Stirn gegen Albus – eine simple Geste die sie immer beruhigte. Etwas so bekanntes das es sich für Scorpius kurz so anfühlte als wäre Albus nie weg gewesen.
„Das ist das beste Geschenk", sagte Scorpius. „Hast du deswegen nicht geschrieben?"
„Ich hatte keine Chance bevor ich ging und es hat beinahe zwei Tage gedauert herzukommen. Verbindungen und Flohverbindungen…es tut mir leid. Ich weiss du hast dir Sorgen gemacht. Ich habe nicht gemerkt wie viele Tage es sind bis ich bereits auf dem Weg war."
Er hatte nur einen Moment zum Atem bevor Albus ihn küsste – zu wenig und zu kurz und gerade genug um frustriert zu sein – und ihn losliess um seine Familie zu begrüssen.
Ginny hatte ihre Arme umgehend um Albus und Scorpius war mehr als nur etwas besorgt das ihr Griff seinen Freund töten würde bevor er die Chance hatte mit ihm zu sprechen. Sie lachte und Scorpius war sicher das sie Tränen in den Augen hatte als sie ihn an Harry übergab welcher Albus mit so viel Enthusiasmus umarmte das er beinahe seine Brille verlor.
Scorpius lehnte sich auf den Tisch und gab ihnen ungern Raum und sah wie Albus von Person zu Person ging, Draco und Hermine begrüsste seine Schritte unperfekt aber sicher trotz Zars Bemühungen. Der Hund schlängelte sich durch die Leute um bei Albus zu bleiben und leckte und knabberte vorsichtig an seinen Fingerspitzen wenn sie in Reichweite waren.
„Nun das war offensichtlich unerwartet", sagte Draco und lehnte sich neben Scorpius als Ainsley Albus begrüsste. Scorpius blickte ihn an. Draco hatte Orion sicher in seiner Armbeuge eingekuschelt und ein Glas Wein hing lässig in seiner anderen Hand.
„Du wusstest es", beschuldigte ihn Scorpius. „Natürlich wusstest du es."
Draco lächelte nur und schlürfte seinen Wein. Scorpius wollte wütend auf ihn sein aber es war schwer wenn Albus ihn über Ainsleys Schulter hinweg anlächelte. Er kannte diesen Blick zu gut. Es war einer voller Erleichterung – wie wenn Albus nach einem langen Tag nachhause kam oder wenn er herausfand das er nicht in einer grossen Zaubertrank Prüfung versagt hatte.
„Das muss Orion sein", sagte Albus und bemerkte das Bündel in Dracos Armen zum ersten mal. Draco nickte als Orion gestört von dem ganzen Lärm anfing sich in seiner Decke zu winden. Albus nahm das Baby vorsichtig aus Dracos Armen und knuddelte ihn mit einem so offenen und ehrfürchtigen Ausdruck das es Scorpius schmerzte. Er schob seine Hände in seine Taschen damit er sie bei sich behielt.
„Er sieht aus wie du", sagte Albus zu Scorpius und grinste ihn unter dem Vorhang aus Haaren die nach vorne gefallen waren an. Er musste sich die Haare unbedingt schneiden aber ausnahmsweise störte es Scorpius nicht. „Nun er sieht aus wie ihr beiden", fügte Albus an Draco gewandt hinzu.
„Er hat Danias Nase", sagte Draco als seine Frau zu ihnen stiess. Er zog sie an sich und sie legte ihren Kopf gegen seine Schulter. „Und er hat ganz offensichtlich ihre Hände."
„Merlin sei dank", sagte Scorpius. „Keine knöchrigen Knöchel."
Albus flüsterte dem Baby zu und stellte sich vor als Orion in verstehen könnte. Scorpius sah wie Ginny und Harry ihn beobachteten und zufrieden Händchen hielten.
Albus drehte sich um und schwankte als er das Baby beruhigte und Scorpius fühlte ein nervöses Zucken in seinen Händen. Glücklicherweise bemerkte es Albus einen Augenblick später und hatte Gnade mit ihm.
„Ich denke er will seine Mum", sagte Albus als Orion anfing Geräusche zu machen die auf kommende Tränen hindeuteten. Dania nahm ihn vorsichtig und drückte ihn gegen ihre Brust.
Scorpius nahm Albus' Hand sobald sie frei war und zog ihn an sich unzufrieden bis Albus' gegen seine Seite gepresst war.
„Wo sind Lily und James?" fragte Albus.
„Lily arbeitet lange und James…"
„Ich denke er hat mit einem Freund zu Abend gegessen", unterstützte Ainsley. „Aber ich bin sicher er wäre gleich hier wenn er es wüsste."
Scorpius spürte einen bekannten Nervenkitzel als Harry seinen Zauberstab zog und wortlos seinen Patronus beschwor. Der leuchtende, beinahe durchsichtige Hirsch formte sich leuchtend und hell vor ihm und drehte sich zu Harry und wartete auf seine Nachricht. Harry sagte dem Hirsch James und Lily zu finden und sprang ihn Richtung Fenster teilte sich in zwei Kopien seiner selbst bevor er durch die Scheibe verschwand.
„Davon kann ich nicht genug kriegen", sagte Scorpius. Harry grinste schüchtern und schob seine Brille wieder hoch.
„Hast du es je geschafft?" fragte Albus. „Einen Patronus?"
Scorpius schüttelte den Kopf und sah zu seinem Freund herunter ihre Nasen berührten sich beinahe. Nun fragte er sich was schlimmer war – Albus mit allen anderen zu sehen und nicht in der Lage zu sein ihn zu berühren oder ihn an seine Seite gepresst zu haben aber nicht in der Lage zu sein zu tun was er wollte. Scorpius entschied sich für das letztere und hielt Albus näher an sich wo er es sich kurz an Scorpius' Schulter bequem machte.
Vielleicht wäre diese Erinnerung glücklich genug, dachte er.
Die Anderen hatten viele Fragen – wie war Brasilien? Wie war das Castelobruxo Ressort? Mochte er die Leute mit denen er dort war? Sie umgingen den Vorfall mit der Drachen Attacke und Scorpius blendete sie aus und liess Albus den anderen Antworten was er bereits in seinen längeren Briefen geschrieben hatte und konzentrierte sich auf Albus.
Als Albus nach Brasilien gegangen war hatte Scorpius gewusst das es schwer werden würde sich anzupassen – das es eine Lücke neben ihm geben würde die niemand füllen konnte. Er hatte gedacht das mit den Wochen die Leere leichter zu ertragen wäre hatte aber stattdessen gemerkt das sie nur grösser wurde. Es machte ihm manchmal Angst wie sehr er Albus brauchte um sich sicher und zufrieden zu fühlen und das die Gesellschaft und Liebe der anderen grossartig waren aber ungenügend ohne Albus' Anwesenheit und wenn er kurz in Panik ausbrach das Albus verletzte war oder schlimmer…
Scorpius beobachtete wie Albus sprach, seine Augen leuchteten. Er zählte die Sommersprossen auf Albus' Nase und Wangen und stellte sich Sternbilder darin vor. Er betrachtete den kleinen Leberfleck hinter seinem Ohr welcher durch eine Welle schwarzen Haares verdeckt war. Es war so klein und unbedeutend das es niemand anderes bemerken würde ausser sie kannten es aber mit Albus so nahe war es das einzige worauf er sich konzentrieren konnte – das kleine Zeichen von dem er sicher war das nur er es sehen konnte.
Als Pokey und Pike einige Augenblicke später kamen um Teller wegzuräumen und Krümel von der Tischdecke zu wischen bedeutete Scorpius Pike hinüber zu kommen.
„Ja Meister Scorpius?" fragte Pike. Ein kleines lächeln lag auf ihren schmalen Lippen und Scorpius konnte nicht anders als sie anzugrinsen. Pike schien neuerdings entspannter und Scorpius war froh zu sehen wie sie etwas ihrer Furcht ablegte.
„Glaubst du, du kannst mir etwas Kaffee bringen wenn du die Chance dazu bekommst?"
Pike nickte und ging davon – Scorpius nahm an um genau das zu tun. Albus der momentan von seiner Unterhaltung befreit war sah ihn fragend an.
„Du trinkst nie Kaffee am Abend", sagte Albus. „Sag mir nicht das du all deine Gewohnheiten geändert hast während ich weg war. Du bist so bestimmt und ich kann nicht alles neu lernen."
Scorpius sah ihn gespielt spöttisch an bevor er ihn anlächelte.
„Ich gehe nicht davon aus heute Nacht viel zu schlafen", sagte Scorpius leise genug damit es niemand hörte.
Albus grinste.
„Oh wirklich?" fragte er. „Werden wir uns die ganze Nacht unterhalten? Oder bist du an einem besonders guten Punkt in deinem Buch?"
Scorpius sah ihn trocken an und Albus' Grinsen wurde breiter. Mit ihren Rücken zu den Anderen entschied Albus sich seine Hand in die Gesässtasche von Scorpius' Hose gleiten zu lassen. Er biss sich ihnen auf die Wange und versuchte den Ausdruck auf Albus' Gesicht zu ignorieren.
„In Ordnung", sagte Albus. „Ist es zu viel verlangt das wir bald von hier verschwinden? Ich weiss ich muss meine Familie sehen aber ich möchte dich gerne für mich haben – „
Scorpius bekam keine Chance zuzustimmen. Lily betrat den Raum James, welcher sich Asche von den Schultern klopfte, gleich hinter ihr. Albus liess Scorpius los, er grinste von Ohr zu Ohr als er wegtrat um seine Geschwister zu begrüssen. Scorpius kämpfte hart um den patentierten Malfoy Schmollmund zurückzuhalten und steckte seine Hände in seine Taschen als Lily ihre Arme um den Hals ihres Bruders schlang, ihre schulterlangen Haare bewegten sich mit ihr.
„Albus!"
„Ich denke du bist Lily", sagte Albus, „Aber Lily hat längere Haare also bin ich verwirrt."
Lily schob ihn finster blickend auf Armlänge weg.
„Leute dürfen Dinge ändern", sagte Lily zu ihm. Sie warf ihr Haar zurück und hielt ihren Kopf hoch. „Ausserdem wollte ich etwas anderes."
James war an der Reihe seinen Bruder zu umarmen welcher etwas unwohl aussah ab der Veränderung seiner Schwester.
„Wieso hast du uns nicht gesagt das du kommst?"
„Weil keiner von euch ein Geheimnis bewahren kann", sagte Albus. Er deutete von James zu Ainsley. „Und ich weiss das du ihr alles sagst."
James sah aus als wollte er protestieren aber der Ausdruck auf Ainsleys Gesicht sagte das Albus recht hatte – James sagte ihr alles.
„Du bewegst dich komisch", bemerkte Lily und betrachtete Albus als James ihm etwas Platz machte. „Wieso bewegst du dich komisch?"
„Es ist das Gegenteil von komisch bewegen", sagte Scorpius. „Seht."
Albus stand merkwürdig da während Lily und James ihn betrachteten.
„Geht es deinem Bein besser?" fragte James nach einem Moment. Albus nickte und schob seine Hände in seine Taschen.
„Es ist eine lange Geschichte", sagte Albus. „Ich erkläre es später versprochen."
„Was ist mit dem Drachen passiert?" fragte Lily schnell als sie eine Gelegenheit fand. Offensichtlich hatte sie darauf gewartet.
Scorpius verzog das Gesicht und sah wie sich Albus' Gesicht von Freunde zu Zurückhaltung und Schmerz wandte. Überlasst es Lily das Eis auf die unbequemste Weise zu brechen.
„Genau das was die Zeitung sagen sicher" sagte Albus vorsichtig. Er blickte über seine Schulter zu Scorpius als alle ruhig und abwarten um ihn standen. Ob er nach Unterstützung suchte oder nicht war Scorpius sofort an seiner Seite und gab sie ihm.
Albus sah einen Augenblick von Gesicht zu Gesicht während sie alle darauf warteten das er sprach und Scorpius legte seinen Arm um Albus' Schultern, gab ihm Raum erdete ihn aber zu gleich. Albus lehnte sich an ihn offenbar dankbar.
„Wir hatten ein erwachsenes Opalauge im Ressort", erklärte Albus. „Er wurde von ein paar abtrünnigen Jägern verletzt und als ihre Strafverfolgung sie erwischte brachten sie ihn nach Castelobruxo. Wir waren dabei ihn zu rehabilitieren und er war ziemlich milde gestimmt– „
„Ja hört sich so an", schnaubte Lily. Ginny schlug sie auf den Arm.
„Wir haben nie herausgefunden was passiert ist aber eines Abends ist er durchgedreht. Die Aufzeichnungen die wir hatten wurden verbrannt aber es ist möglich das jemand eine Fütterung oder Behandlung vergessen hat. Er hat die Schutzzauber die wir um die Koppel hatten durchbrochen und hat sich auf das Dorf gestürzt."
Alle starrten Albus an und Scorpius war sich nicht sicher wann er seinen Freund sich zuletzt so unwohl fühlen gesehen hatte. Er drückte Albus' Seite leicht und Albus zuckte mit den Schultern.
„Das ist alles", sagte Albus. „Wir haben versucht ihn zu fangen bevor er den Rest des Dorfes zerstörte aber er hat weitergekämpft…nun ich bin nicht sicher wer ihn tatsächlich getötet hat. Es könnte sehr gut ich gewesen sein. Wir haben die nächste Woche damit verbracht das Chaos zu beseitigen."
„Al…" begann Harry schluckte aber und suchte offenbar nach den richtigen Worten. „Es tut mir Leid. Das ist nicht was du erwartet hast als du dorthin bist."
„Davor war es grossartig", sagte Albus. „Und ich denke jeder setzt sich einfach dafür ein den Geschöpfen zu helfen die überlebt haben und sicher zu stellen das so etwas nicht noch einmal passiert und sie lassen das Ressort offen."
„Du wirst nicht länger bleiben oder?" fragte Scorpius. Albus schüttelte den Kopf und sah hinunter.
„Nein. Sie haben mich darum gebeten und einige tun es aber sobald meine Zeit im Programm vorbei ist komme ich direkt nachhause."
Scorpius fühlte sich so erleichtert wie Harry und Ginny aussahen.
„Nun das klingt schrecklich", sagte Lily. „Du solltest einfach hier bleiben wo du in Sicherheit bist."
„Nur weil etwas nicht so sicher ist wie zuhause zu sein bedeutet das nicht das man es nicht tun sollte", konterte Albus. „Ausserdem will ich das Zertifikat beenden."
James seufzte und rieb sich das Gesicht als Ainsley an seine Seite glitt. Es schien natürlich für Scorpius – die Art wie sie ihre Arme um seine Taille schlang ihr Kopf reichte ihm gerade unter seine Schultern. Sie grinste nicht in seine Umarmung – es sah einfach bequem aus, wie die Art wenn er seinen Kopf auf Albus' Schoss legte wenn sie lasen.
„Ich wünschte du würdest es nicht tun", sagte James. „Du hast uns zu Tode erschrocken."
„Ehrlich ich bin daran gewöhnt", sagte Ginny und zuckte geschlagen mit den Schultern. „Es liegt in der Familie."
„Das ist leider wahr", stimmte Hermine zu.
Sie fingen an sich zu unterhalten und Albus erzählte Lily und James von all den Wesen mit denen er gearbeitet hatte seit er gegangen war. Nach ein paar Minuten ging die Gruppe ins Wohnzimmer wo Scorpius und Albus sich mit Dania und Ginny aufs Sofa setzten, während sich Draco gegen den Kamin lehnte und Lily, Harry, James und Ainsley sich auf den Boden setzten.
Obwohl sie genug Platz hatten drückte Albus Scorpius in die Ecke der Couch lehnte gegen seine Seite und übte drück auf den dunklen blauen Fleck aus der noch immer da war. Scorpius verzog das Gesicht, verfluchte die Gefahren die auf dem Dachboden seines Vaters lauerten aber sagte nichts damit Albus sich nicht bewegte und als Albus seinen Arm um seine Schultern legte schmolz Scorpius an seiner Seite und fühlte sich vollständig zuhause.
Es war spät als alle anfingen zu gähnen und sich auf den Weg nachhause machten. Albus schien glücklich Umarmungen von allen seinen Familienmitgliedern zu bekommen und Scorpius war nicht sicher wer mehr grinste als Albus seine Schwester so fest umarmte das er sie wie früher vom Boden hob – Lily, Ginny oder er selbst.
„Ich bin erschöpft", sagte Albus Harry als seine Eltern sich bereit machten zu gehen und beugte sich vor während er sprach um Zars Ohr zu kratzen. „Ich will nur in meinem eigenen Bett schlafen."
„Ja ich wette das will er", murmelte Ainsley, tauchte an Scorpius' Arm an und grinste ihn von der Seite an. Er stiess sie sanft mit dem Ellbogen in die Rippen.
„Halt die Klappe."
„Ich sag ja nur", fuhr sie fort. „Ich weiss wie unverbesserlich diese Potter Jungs sein können."
„Bitte hör auf", jammerte Scorpius. Das letzte woran er denken wollte war was Ainsley und James in ihrer Freizeit machten.
„Hat Albus auch etwas für Rückenmassagen übrig? Weil James – „
„Ich flehe dich an", unterbrach Scorpius. Ainsley lachte über sein unwohl sein. „Ich habe in meinem ganzen Leben nie mehr gewollt das jemand aufhört zu sprechen."
Ainsley grinste offensichtlich zufrieden mit sich selbst als James, der noch etwas blieb nachdem seine Eltern und seine Schwester gegangen waren, kam um sie zu sehen.
„Kann ich morgen zum Mittagessen vorbei kommen?" fragte er sie und erntete ein begeistertes Nicken. „Ich nehme an das wir morgen für Albus ein Abendessen bei meinen Eltern haben. Du kommst oder?"
„Natürlich", stimmte Ainsley zu. Scorpius beobachtete wie James, der gut fünfzehn Zentimeter grösser war als sie, seine Cousine in seine Arme schloss. Er hatte einen Moment Angst sie würde verschwinden und sah schnell weg, er hatte das Gefühl etwas privates zu stören.
„Bist du bereit zu gehen?" fragte Albus. Sein Lächeln war breit aber seine Augen zeigten wie müde er war. Scorpius streckte seine Hand aus, beschwor Albus' Tasche schnell aus ihrer Ecke und zuckte zusammen als ein Schmerz durch seine Schläfe zuckte.
„Absolut", sagte Scorpius. Er umarmte Draco und Dania schnell zur Verabschiedung hielt nur inne um Orion auf die Stirn zu küssen bevor er Albus am Kamin traf.
„Also sehen wir euch morgen?" fragte Scorpius sie und machte Zars Leine fest.
„Natürlich", sagte Draco.
Scorpius hatte kaum Zeit ihnen eine gute Nacht zu wünschen bevor Albus eine Handvoll Flohpulver in den Kamin warf und ihn in die Flammen zog.
Albus wollte bei seinem kurzen Besuch zuhause Zeit mit seiner Familie verbringen. Er hatte es getan. Er liebte sie und sie waren wichtig und er wollte auf dem neusten Stand sein was ihn ihren Leben vor sich ging.
Aber er hatte die ganze Reise noch Grossbritannien damit verbracht an Scorpius zu denken und auch wenn er wusste das er in eine Versammlung mit anderen Leuten lief war er dennoch sehr enttäuscht das er nicht ein paar Minuten alleine mit seinem Freund hatte.
So als er aus dem Kamin in ihr Wohnzimmer trat war Albus direkt erleichtert. Scorpius machte Zars Leine loss und liess den Hund frei um seinen Lieblingsknochen vom Boden aufzuheben. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes entzündete Albus eine Laterne am anderen Ende des Raums welche ihm genug Licht gab um zu sehen das die einzige Veränderung während seiner Abwesenheit ein Stapel Pergamente auf dem Kaffeetisch waren.
Albus warf seine Sachen auf einen der Stühle und schaffte es seine Jacke halb auszuziehen bevor er gepackt und geküsst wurde.
Zuerst lachte Albus gegen den Mund seines Freundes und navigierte sich blind aus seinen Ärmeln und warf seine Jacke zur Seite und hoffte das sie irgendwo anders landen würde als auf dem Boden wo Zar annehmen würde das sie ihm gehörte. Nun befreit hob er die Hände in Scorpius warmen Nacken und glitt damit unter den Kragen seines Hemdes und erntete damit ein kurzes bedürftiges Stöhnen von seinem Freund.
„Ich habe dich vermisst", murmelte Scorpius zwischen Küssen. „So sehr."
„Ich habe dich auch vermisst."
„Und du kannst gehen."
„Meistens."
Scorpius zog sich zurück und zog Albus ein paar Schritte damit er sich auf die Couchlehne setzen konnte und zog Albus an sich. Ohne ihre Familien um sich wurde Scorpius zu einem anhänglichen Kind und sah beinahe so verzweifelt aus wie sich Albus fühlte. Nun ein paar Zentimeter weiter unter vergrub er seinen Kopf an Albus' Brust und zog ihn näher. Albus summte zufrieden, glättete Scorpius' Haar und streichelte seinen Hinterkopf während Scorpius zu Atem kam.
„Du kannst gehen", wiederholte Scorpius. „Wie?"
„Verschiedene Heilmethoden. Da ist eine Hexe aus der Mongolei in unserer Gruppe welche eine besondere Ausbildung im brechen und heilen von Flüchen hat und der brasilianische Zauberer der während des Angriffs des Opalauge starb war sehr sehr gut mit Tränken. Durch die beiden…"
Albus verlor sich als Scorpius' Hand sein zuvor schmerzendes Bein entlang fuhr. Wo ein steter dumpfer Schmerz gewesen war (und starker wenn er etwas besonders dummes getan hatte) war jetzt nur noch ein steifer Muskel und ein gelegentlicher Stich – genug um seinen Gang zu stören aber nie genug um seinen Tag zu ruinieren.
„Aber geht es dir gut?"
„Es geht mir viel besser", versicherte Albus ihm und strich Scorpius' Haar sanft aus seinem Gesicht. „Es war etwas…schmerzhaft während sie verschiedene Dinge getestet haben. Ich konnte einen Tag lang nicht gehen aber es hat schliesslich angefangen zu wirken. Ich wollte es dir sagen aber ich musste wissen das es anhält."
Scorpius sah zu ihm auf sein Kinn lag auf dem Zentrum auf Albus' Brust. Seine Augen waren wässrig unter seiner Brille und Albus nahm den Rahmen vorsichtig von seinem Gesicht und legte sie beiseite. Scorpius blinzelte einige Male um sich daran zu gewöhnen aber es schien ihn nicht zu stören.
„Du bist verschwommen", sagte Scorpius.
„Das ist in Ordnung."
Albus beugte sich vor um ihn erneut zu Küssen ein Hand an Scorpius' Kiefer. Er dachte an vieles wenn er sein zuhause vermisste – wie es währe zurückzukommen und Scorpius auf ihn wartete. Er hatte mühe sich daran zu erinnern wie ihre Küche roch oder die genaue Temperatur seines Freundes am Morgen – Dinge die er als selbstverständlich ansah und nicht in seinen Erinnerungen gespeichert hatte.
Er fuhr mit den Händen über Scorpius' Schultern und den über seine Seiten, jeder Teil von ihm glücklich wieder dort zu sein wo er hingehörte auch wenn es nur für einen Tag war bis Scorpius unter seinen Händen zusammenzuckte.
„Was ist los?" fragte Albus.
„Nichts. Nur ein Bluterguss", sagte Scorpius und zog seine Weste und sein Hemd hoch um einen blau grünen Fleck auf seiner Hüfte aufzudecken. „Ich bin auf Dads Dachboden in einen Tisch gelaufen. Es ist keine grosse Sache."
Albus fuhr mit seinem Daumen vorsichtig über den Flecken Haut.
„Es sieht schlimm aus. Hast du etwas dafür genommen?"
„Es ist in Ordnung", antwortete Scorpius und fasste Albus' Gesicht zwischen seine Hände und küsste ihn wieder bevor er weitere Fragen stellen konnte. Es war eine effektive Ablenkungstechnik die er früh in ihrer Beziehung herausgefunden hatte. Albus störte es nicht.
Nach ein paar Augenblicke zog Scorpius Albus' Pullover frei und fuhr mit beiden Händen über seinen Rücken. Es war mehr Kontakt als Albus seit Monaten genossen hatte und seine Atem stockte.
„Was ist das?" fragte Scorpius gegen seine Lippen und fuhr über einen Fleck harter Haut auf Albus' rechter Schulter.
„Das? Oh. Heh."
Albus zog den Pullover über seinen Kopf und warf ihn über die Couch bevor er sich etwas drehte damit Scorpius die Narbe sehen konnte. Der schmale Grad von Narbengewebe war ihm schwachen Licht zu sehen genau wie die Zeichen darüber.
„Ich bin in einen Streit mit einem jugendlichen Hippogreif geraten", erklärte Albus. „Keine grosse Sache aber ein paar Tage später an Stephens Geburtstags Party hatte ich etwas zu viel zu trinken und es war gerade verheilt."
„Und der betrunkene Albus dachte das ist eine gute Idee?"
„Nun der betrunkene Albus hat dich ziemlich vermisst", sagte Albus und wurde rot. „Und offenbar hat der nüchterne Albus immer über dich geredet und Riya hat ihr Set hervorgeholt. Eines hat zum anderen geführt."
Scorpius fuhr mit den Fingern über die Narbe. Die Linie die sie bildetet diente als Basis für das Tattoo und Scorpius erkannte es sofort als einfache aber stilisierte Version der Konstellation nach der er benannt worden war. Albus sah ihn über seine Schulter an, schätze seine Reaktion ab und war befriedigt das amüsierte Lächeln zu sehen das auf sein Gesicht trat.
„Ich bin nicht sicher ab das witzig oder süss ist."
„Können wir es süss nennen?"
„Lass es uns süss nennen", stimmte Scorpius zu und drehte Albus mit dem Band um das Amulett an seinem Hals herum – ein altes Geschenk das Albus beinahe immer bei sich trug. Er presste seine Lippen an Albus' Hals – etwas wo Albus selbst unter normalen Umständen kaum bei Sinnen bleiben konnte und für Monate von seiner besseren Hälfte getrennt zu sein war weit weg von Standard.
Albus war fünf Sekunden davor jeden Gedanken zu verlieren als Scorpius, dessen Beine um seine Schenkel geschlungen waren und dessen Hände über seinen freien Rücken fuhren, inne hielt und sich zurückzog um ihn anzusehen. Albus stöhnte aus Protest.
„Aber ernsthaft", sagte Scorpius. „Das ist permanent."
„Genau wie das."
Scorpius wurde sofort still, sein Kiefer angespannt und etwas Feuchtigkeit hing an seinen blonden Wimpern. Er weinte nicht. Noch würde er weinen. Scorpius hatte die unvorteilhafte Eigenschaft weinerlich zu werden wenn er emotional war – etwas wofür Albus unglaublich dankbar war. Es war ein Hinweis den er nicht ignorieren konnte ähnlich dem nervösen Zucken das er im Hals bekam das Scorpius sagte wann er genervt oder frustriert war.
Scorpius vergrub seine Hände in Albus' Haar und strich es aus seinem Gesicht. Es war gewachsen und fiel struppig über seine Schläfen und Nacken und sah mehr wie das von seinem Vater in seinen frühen nach Hogwarts Zeiten aus als es Albus gefiel aber wenn es bedeutete das Scorpius es weiter um seine Finger wickelte…
„Ich liebe dich", sagte Scorpius.
Albus lächelte. Er musste nicht daran erinnert werden aber es war wunderbar es zu hören anstelle sich seine Stimme vorzustellen wenn er die Worte an des Ende eines Briefes geschrieben las.
„Ich liebe dich auch", antwortete Albus. „Können wir nun hochgehen wo ich diese verdammte Weste ausziehen kann?"
Scorpius grinste und nickte aber anstelle aufzustehen zog er Albus wieder hinunter und küsste ihn erneut.
Es dauerte lange bis sie nach oben kamen.
Scorpius wachte spät am Morgen auf und dämmerte mehrmals wieder weg bevor er ganz zu Sinnen kam. Es war leicht das Sonnenlicht vom Fenster zu ignorieren wenn Albus auf seinem Bauch ausgestreckt neben ihm lag, die Decke bedeckte nur die untere Hälfte seines Rückens.
Er schnappte sich seine Uhr vom Nachttisch um die Zeit zu überprüfen. Scorpius schlief diese Tage selten bis zehn Uhr aber sie waren bis in die frühen Morgenstunden wach gewesen. Er lächelte ab dem Gedanken bevor er sich umdrehte und zu Albus sah, welcher tief schlief.
Scorpius machte kein Geheimnis daraus das der schlafende Albus eine der Lieblingsversionen seines Freundes war. Der müde Albus war nur etwas verständlich und weich und Scorpius liebte die Dinge die er sagte und sich nicht daran erinnerte aber es war etwas besonderes am schlafenden Albus und wie er kaum schnarchte obwohl sein Mund immer offen war nur ein wenig und wie entspannt sein Gesicht aussah.
Nach Scorpius' Meinung hatte Albus die besten Teile seiner Gene abbekommen. Er war irgendwo zwischen Harrys dünner Statur und Charlies Stärke gelandet und hatte Ginnys klare Haut und die Möglichkeit Sommersprossen zu kriegen geerbt. Aber es waren seine Augen die Scorpius immer in ihren Ban zogen – die Art wie sie immer mit einer solchen Intensität zeigten was Albus dachte oder fühlte. Auch wenn sie genau wie Harrys aussahen die Art wie Albus die Dinge sah war seine eigene.
Scorpius fuhr mit seinen Fingerspitzen über die achtzehn Sterne und Verbindungslinien von Albus' Tattoo.
Graffias, Antares, Shaula, dachte Scorpius und berührte jeden wichtigen Stern. Lesath, U Scorpii.
Permanent. Permanent. Permanent.
Scorpius starrt ihn an dankbar und ehrfürchtig das Albus drei ganze Tage gereist war um ihn für einen zu sehen bis sich Albus endlich bewegte, sich auf den Rücken rollte und seine Augen öffnete.
„Guten Morgen", flüsterte Scorpius. Albus drehte sich zu dem Geräusch um, packte nach der Decke bis er Scorpius' Arm fand.
„Morgen", murmelte Albus. Scorpius grinste und wischte sein dunkles Haar aus seinem Gesicht.
Scorpius flüsterte um die Stille so lange wie möglich zu bewahren. „Es ist spät."
„Ich weiss."
Albus schloss seine Augen wieder als er sich auf seinem Rücken austreckte, Bänder und Gelenke knackten als er sich bewegte. Als er sich niederliess sah Scorpius das heben und senken von Albus' Brust und sah eine feine Linie wo die Schnur seines Amuletts normalerweise lag. Er hatte es die Nacht zuvor kurz gesehen und zu sehen das Albus es noch immer trug hatte den üblichen Effekt auf Scorpius – einen sofortigen Anflug von Zuneigung und Nostalgie.
Albus' Daumen strich sanft über die rauen, verblassten Narben auf Scorpius' Handgelenk.
„Ich nehme an wir haben beide einige Narben", kommentierte Scorpius. Albus summte zustimmend und ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen.
„Es ist in Ordnung", hauchte Albus. „Es erinnert uns daran wo wir waren."
Scorpius liess seine kalten Zehen unter Albus nackte Waden gleiten, seine Finger fuhren nervös über seine Rippen und er zählte sie zu seinem Bauch hinunter und fuhr dann wieder seine Brust hoch seine Absichten wurden mit jeder vergangen Sekunde eindeutiger.
„Hei Albus?"
„Ja?"
„Heirate mich?"
Es kam halb als Frage halb als Bitte heraus und Scorpius war nicht sicher was es war. Jung oder nicht Scorpius hatte seine Entscheidung vor langer Zeit getroffen. Er würde den Rest seines Lebens mit Albus verbringen wenn er konnte – wie lang oder kurz diese Zeit auch sein würde – und er wusste Albus würde dasselbe tun aber sich einen Tag lang fragen ob Albus am anderen Ende der Welt am Leben war oder nicht hatte Scorpius eine Perspektive gegeben die er nicht vergessen wollte.
Albus' Augen flogen auf. Er starrte einen Augenblick die Decke an bevor sein Kopf zur Seite fiel. Er starrte Scorpius an. Die Kanten seinen Gesichts waren etwas verschwommen aber er war nah genug das Scorpius die Überraschung auf seinem Gesicht sehen konnte.
„Heirate mich", widerholte Scorpius. Die Zeit verstrich langsamer und gab ihm Raum um nachzudenken. Er hätte eine Rede vorbereiten sollen oder eine Art Monolog. Er konnte normalerweise des ganzen Tag poetisch sein was er an Albus liebte aber nun da Albus ihn anstarrte fühlte er sich verletzlich und fand keine Worte.
Albus könnte nein sagen. Es gab eine Million Gründe wieso er es könnte und während Albus sich seine Zeit nahm Scorpius' Gesicht zu studieren fingen sie an eine Liste in Scorpius' Kopf zu formen, die von höchst obskur bis zu immer offensichtlicher wurde –
„Ja."
Es dauerte bis Albus sprach das Scorpius merkte das nur einige Sekunden der Stille vergangen waren. Albus strahlte ihn an – das brillante grinsen welches er sich für besondere Anlässe aufhob, wie ein neuen Familienmitglied kennenlernen, ein Hündchen zu bekommen oder den Abschluss. Es war sein Weihnachtsgrinsen und Geburtstags Lächeln ein wenig aufgedreht.
„Ja?"
„Ja."
Scorpius starrte Albus' Gesicht an zerrissen zwischen ruhig zu bleiben und ihn anzusehen oder ihn mit Zuneigung zu überschütten. Das letztere gewann und Albus traf ihn in der Mitte und schloss die Distanz zwischen ihnen. Scorpius fühlte wie sich Albus' Arme um ihn schlossen – Albus' Hand in seinem Haar, die andere auf seinem Rücken streichelte ihn und hielt ihn fest während er lachte.
„Ich habe mich gefragt wann – oder ob ich es einfach tun soll. Ich wusste nicht – „
„Richtig? Gibt es Regeln? Sollen wir Ringe holen?"
„Ich weiss es nicht."
Scorpius lachte und drückte Albus auf den Rücken. Er grinste noch immer – Scorpius fragte sich wann er das letzte mal so viel von Albus' Zähnen gesehen hatte – mit seinen grossen Augen nun sehr wach. Er stricht Scorpius' Haar aus seinem Gesicht und hielt sie zur Seite als er zu ihm aufsah.
„Ich liebe dich", sagte Scorpius. „Ich liebe dich so sehr und du machst mich so glücklich. Ich will niemals etwas ohne dich machen."
„Ich habe bereits ja gesagt", lachte Albus. „Du brauchst mich nicht zu überzeugen."
Scorpius beugte seinen Kopf gegen Albus' Schulter und grinste von Ohr zu Ohr als er über sein Glück nachdachte das Albus Potter der beste Freund den er jemals hatte, die einzige Person die er je liebte ihn heiraten wollte.
„Ich liebe dich auch", flüsterte Albus und küsste Scorpius' Schläfe. „Ich wüsste das wir hier enden würden."
„Ich wusste es auch."
„Wir müssen es unseren Eltern sagen."
Scorpius summte sein Mund zu einem ungleichmässigen Lächeln verzogen als er zu seinem Verlobten hinunter sah.
Verlobter, dachte Scorpius. Klingt so erwachsen.
„Später", murmelte er tauchte unter um sich von Albus' Hals zu seinen Schultern hinunter zu küssen was seinen Körper bis in die Fingerspitzen kribbeln liess. „Ich bin beschäftigt."
Scorpius liess Albus nur los für die Zeit die sie brauchten um sich anzuziehen und selbst dann schien er nicht glücklich darüber zu sein. Er hielt Albus' Hand als sie die Treppe runter gingen, legte seine Hand auf Albus' Rücken als er Zar begrüsste, blieb an seiner Seite während sie assen und sprachen und hatte seinen Arm durch Albus geschlungen als sie am Abend das Flohnetzwerk benutzen um zu den Potters zu gehen.
Albus schien es nicht zu stören. Wenn er nur noch wenige Stunden hatte bevor er nach Brasilien zurückkehrte musste jede Minute zählen.
„So anhänglich", stichelte Scorpius als Albus sich auf der Couch an ihn kuschelte und so viel Kontakt suchte wie es sozial vertretbar war.
„Du bist derjenige der entschieden hat das er für immer mit mir zusammen sein will", murmelte Albus. „Fang jetzt nicht an dich zu beschweren."
„Ich habe noch immer Zeit meine Meinung zu ändern", sagte Scorpius. Das Lächeln auf seinem Gesicht sagte etwas anderes.
„Nicht wirklich", entgegnete Albus. „Rose hatte Recht – wir waren unzertrennlich seit wir Kinder waren. Dann können wir es auch offiziell machen."
Scorpius summte als Albus seine Beine über seinen Schoss streckte und sich gegen die Armlehne der Couch lehnte. Er zuckte etwas zusammen.
„Macht dein Bein Probleme?"
Albus gluckste und nahm Scorpius' Hände zwischen seine.
„Ein wenig", gab er zu. „Ich habe mich… gestern Abend vielleicht überanstrengt."
Scorpius wurde rot und war dankbar das Albus' Eltern momentan in der Küche waren.
„Und heute Morgen", fügte Albus hinzu.
Er vergrub sein Gesicht grinsend und beschämt in Albus' Hals. Vom anderen Raum hörte Scorpius mehr Stimmen als zuvor.
„Dad muss hier sein", sagte er.
„Wir sollten es ihnen während dem Essen sagen", sagte Albus und wuschelte durch das Haar an Scorpius' Nacken. „Versuch dieses mal nichts zu zerbrechen."
Scorpius' Hand zuckte bei der Erinnerung an das zerbrochene Glas.
„Sie können darüber streiten wer es planen darf."
„Ich beneide dich nicht", gab Albus zu. „Damit klar zu kommen bis ich zurück komme."
„Es wird lustig", sagte Scorpius auch wenn er versuchte sich selbst zu überzeugen. „Einen besonderen Tag für uns und unsere Freunde und Familien zu planen. Es wird schön."
Er fühlte wie Albus gegen seine Schläfe lächelte als Draco, Harry und Ginny in den Raum kamen. Ainsley die mit Orion sprach folgte gleich darauf.
„Dania entschuldigt sich", sagte Draco zu Scorpius und Albus. „Sie hatte bereits ihrem Vater versprochen ihn heute Abend zu besuchen und er hat Pläne gemacht."
„Ich verstehe", sagte Albus. „Sind James und Lily bereits da?"
„Ich denke sie sind auf dem Weg", sagte Harry und stellte ein paar Pizzakartons auf den Tisch. Der Geruch erreichte Scorpius und zog ihn zurückhaltend von seinem Platz an Albus' Seite. Der Geruch von geschmolzenem Käse hatte diesen Effekt auf ihn.
Albus streckte sich nach einem Pizzakarton aus und seine Hand wurde schnell von Ginny weggeschlagen.
„Warte auf deinen Bruder und deine Schwester", ermahnte sie ihn. Albus schmollte bis sie seine Stirn auf dem Weg zu ihrem Sessel küsste blieb aber standhaft. „Warte einfach."
Scorpius rieb seine Wade tröstend während Albus sehnsüchtig auf die Pizza sah – ein Ausdruck ähnlich zu dem welchen er gestern Abend gehabt hatte.
„Ich hatte seit Monaten keine Pizza mehr", flüsterte er verzweifelt.
Das Geräusch einer kleinen Erschütterung klang aus dem anderen Raum bevor James und Lily hereinstolperten. James sah mit einem Schmutzfleck auf der Wange und gerissenen Gringrotts Roben geschlagen aus während Lily sprudelnd vor Freude hereinsprang.
„Hallo!" zwitscherte sie.
„Was macht dich so aufgeregt?" fragte Harry.
„Ich habe endlich einen grossen internationalen Vertrag für den Laden gesichert", verkündete Lily. „Ich habe seit Wochen daran gearbeitet."
Scorpius wusste das Lily sich darüber freute für Madame Malkins erweiterte Linie an Zauberer Mode zu arbeiten und er war froh zu sehen, dass sie Erfolg hatte. James sah wie auch immer nicht zufrieden aus was auch immer er an dem Tag gemacht hatte. Ainsley legte Orion in Ginnys Arme bevor sie ihm half was wie schwarzer Schleim aussah von seinem Ärmel zu wischen.
„Einer der älteren Schliessfächer in der Bank war mit einem Fluch belegt", murmelte James. „Hat angefangen zu brechen – ihr wisst wie sie sind sie müssen alle paar Jahrzehnte aufgefrischt werden. Ich weiss nicht was vorher darin war aber jetzt ist es saurer Schleim."
Draco rümpfte die Nase als James seine Robe auszog, seine Stiefel die nun mehrere Löcher an der Seite hatten kamen zum Vorschein.
„Rowle sieht schlimmer aus", versicherte James ihnen als Ainsley anfing sich sorgen zu machen. „Ich hatte Glück. Er musste ihm St. Mungos zusammengeflickt werden."
„Bist du sicher das es dir gut geht?" fragte Ainsley. Scorpius sah wie James zu ihr hinunter lächelte, liebevoll und strahlend und es liess ihn warm fühlen. Sie sah glücklich aus.
„Mir geht es gut", sagte James. „Muss nur zuerst duschen."
Als James zur Treppe zurückging setzte sich Albus auf. Scorpius erschrak als er gegen den Bluterguss an seiner Hüfte stiess.
„Entschuldige", sagte Albus schnell. „Entschuldige, entschuldige – James kannst du kurz warten?"
James seufzte erschöpft hielt aber inne und lehnte sich stützend gegen das Geländer.
„Sicher. Was ist los?"
Albus sah zu Scorpius welcher mit den Schultern zuckte. Sie hatten keinen Plan wie sie ihren Familien von ihrer Verlobung erzählen wollten aber sie hatten auch keinen Plan gehabt als sie ihnen vor ein paar Jahren sagten das sie zusammen sind.
„Nun wir wollten euch allen sagen – „
„Wir haben beschlossen – „
„Wir werden heiraten", sagte Albus schliesslich.
Scorpius war nicht darauf vorbereitet als Lily sich auf sie stürzte. Albus fing sie knapp und lachte als sie auf ihrer beider Schoss landete und sie umarmte.
„Gratuliere!" quietschte sie. Albus liess sie ihn umarmen und vergrub sein Gesicht in ihrem Haar als sie auf die Couch neben ihnen glitt.
Ginny welche Orion noch immer hielt lächelte sie warm an während Harry über seine Kinder, die sich halb umarmten halb rangen lachte. Während sie gratulierten, Albus und Scorpius auf die Wangen küssten und durch ihre Haare wuschelten blickte Scorpius um sie um das Gesicht seines Vaters zu sehen.
Draco lehnte sich gegen den Kamin und betrachtete seinen Sohn genau während die Potters ihn umarmten. Scorpius hatte dieses warme Lächeln das Liebe ohne Zurückhaltung zeigte nur wenige male in seinem Leben gesehen auch wenn es nun öfter geschah. In solchen Momenten ähnelte Draco seinem Sohn mehr als Scorpius ihm ähnelte.
„Dad?" fragte Scorpius. Er befreite sich selbst von den Potters und ging zu Draco. „Dad ist das in Ordnung für dich?"
„Natürlich ist es das", sagte Draco sanft und legte seine Hände auf Scorpius' Schultern. Sie fühlten sich schwer an. „Wie könnte es das nicht sein? Du siehst so glücklich aus."
„Ich…habe einfach davor nicht mit dir darüber gesprochen. Es war nicht geplant wir haben nur – „
„Ich weiss", sagte Draco liebevoll. „Vergessen? Ich habe dasselbe getan."
Scorpius dachte an die Geschichte die Draco ihm vor langer Zeit erzählt hatte – das er seiner Mutter in Paris aus einem Impuls heraus den Antrag gemacht hatte, als er das Gefühl hatte das es der rechte Moment sei. Er hatte keinen Plan gehabt auch wenn er schon länger darüber nachgedacht hatte und Scorpius nahm an das er das lange in seinem Hinterkopf hatte…
Draco zog ihn in eine scheinbar unendliche Umarmung. Er hielt Scorpius' Schultern lange fest während Harry und Ginny ihre Zeit nahmen sich um Albus zu kümmern.
„Ich freue mich so für dich", sagte Draco leise genug das es sonst niemand hören konnte.
„Auch wenn ich einen Potter heirate?"
„Solange es der aus Slytherin ist, ist es in Ordnung", sagte Draco. Als er Scorpius losliess grinste er. „Ich weiss das ihr euch umeinander kümmern werdet."
Lily und Albus lachten noch immer umschlungen und James sah etwas abseits. Er schien zufrieden zu sein aber die Erschöpfung übermannte ihn. Scorpius rümpfte die Nase. Er hatte sich lange gewünscht das James offener ihm gegenüber wäre aber er war so glücklich mit Lily, Harry und Ginny. Er nahm an er konnte nicht alles haben.
„Also Potter", sagte Draco. Scorpius sah wie Harry grinste und seine Arme verschränkte.
„Malfoy."
„Ich nehme an das macht uns nun zu einer Familie."
„Wir waren bereits weit entfernte Cousins", erwiderte Harry.
„Nun wenn du der Schwiegervater meines Sohnes wird muss es ein paar Regeln geben", sagte Draco und trat um Scorpius.
„Oh verdammt. Los geht's", sagte James. Ainsley schlang von der Seite ihre Arme um Scorpius' Taille. Er erwiderte die Umarmung, küsste ihren Kopf liebevoll als Draco und Harry sich anstarrten.
„Regeln?" sagte Harry. „Du weisst sehr gut das sich ein Potter schlecht an ´Regeln´ halten kann."
Ginny verdrehte die Augen und sah zu Scorpius. Er hatte den ganzen Tag damit verbracht glücklich mit Albus zu sein und hatte nicht daran gedacht was ihre Ehe bedeuten würde als den Rest seiner Tage mit Albus zu verbringen. Die zweite Familie in die er sich verliebt hatte – mit denen er Feiertage verbrachte, mit ihnen feierte und weinte – würde zu einem ständigen Teil seines Lebens werden. Harry und Ginny würden seine zweiten Eltern. Lily wäre seine Schwester und James…
Nun James würde wohl immer ein Rätsel bleiben aber wenigsten schienen er und Ainsley glücklich zu sein. Sie verdiente das wenigstens.
„Du solltest keine Narben kriegen – nun nicht mehr als du bereits hast", sagte Draco und deutete faul auf Harrys Stirn. „Nicht zwischen jetzt und der Hochzeit. Es würde die Fotos ruinieren."
„Und du wirst etwas anderes als schwarz tragen müssen", sagte Lily und tauchte an Harrys Seite auf. „Es ist keine Beerdigung."
„Ich mag schw-„
„Nein sie hat recht Draco", schaltete sich Albus ein. „Kein schwarz."
Draco starrte ihn böse an.
„Offensichtlich wird die Hochzeit im Manor sein – „
„Oder dem Fuchsbau wie unsere", sagte Harry.
Draco sah ziemlich unglücklich aus. Offensichtlich verlief die Unterhaltung nicht wie er wollte.
„Das Manor hat einen entzückenden Garten und die Terrasse wäre perfekt."
„Der Fuchsbau ist warm und einladend und meine Familie ist dort", sagte Ginny und schaukelte Orion der durch den Lärm gestört wurde.
„Ginny sei vernünftig – „
Albus erhob sich genervt von der Couch und ging zu Scorpius.
„Ich wusste das würde passieren", sagte er während sie weiter stritten.
„Ich finde es schön", sagte Ainsley sanft. „Sie wollen es bereits perfekt für euch machen."
„Verzeihung", sagte Scorpius. Harry, Ginny und Draco ignorierten ihn während sie über die Vorteile von dem grossen Land um Ginnys Elternhaus und dem Rosengarten von Malfoy Manor diskutierten.
„Verzeihung", versuchte er es erneut.
„Hei!" schrie Albus. Die drei Eltern erschraken und sahen ihn an geschockt über das plötzliche Geräusch.
„Es ist unsere Hochzeit", sagte Scorpius. „Denkt ihr nicht wir sollten das entscheiden?"
Draco und Harry tauschten verstörte Blicke.
„Nun habt ihr darüber gesprochen?" fragte Draco. Scorpius und Albus schüttelten die Köpfe.
„Nein aber wenn wir es tun lassen wir es euch wissen."
Sowohl Harry als auch Draco öffneten ihren Mund um zu protestieren aber Ginny schnitt ihnen das Wort ab.
„Bitte macht das", sagte Ginny. Harry sah aus als wäre er bereit weiter zu diskutieren und Ginny legte ihre Hand über seinen Mund. Er biss sie sanft.
„Ausserdem", sagte Albus und nahm Scorpius' Hand. Er hielt sie fest. „Hatten wir noch keine Zeit darüber nachzudenken aber wir werden es hinkriegen."
Scorpius konnte nicht anders als ihn anlächeln – wie liebevoll er ihren Eltern sagte zurückzutreten ohne es schlimmer zu machen. Der Albus von vor fünf Jahren wäre geschockt gewesen auch wenn nicht beindruckt. Der Scorpius von heute war nie verliebter gewesen.
Ginny sah zu Draco hinüber. „Siehst du? Sie werden es selber entscheiden."
„Sei nicht so überlegen", erwiderte Draco. „Du warst bereit mich zu verfluchen um deinen Standpunkt klar zu machen."
„James!" keuchte Harry.
James dessen Handeln unbemerkt geblieben war begann schnell mit seinem zweiten Stück Pizza.
„Was?" fragte er mit halb vollem Mund. Ainsley lachte und Albus welcher durch den Geruch der Pizza die er nicht anfassen durfte gefoltert wurde, stürzte sich auf die Box.
Irgendwie war es nicht so schmerzhaft Albus wieder gehen zu sehen wie beim ersten mal. Scorpius begleitete ihn früh am Sonntagmorgen nach draussen zum vorbestellten Portschlüssel (was er herausgefunden hatte der einzige Grund war weshalb Albus Draco kontaktiert hatte bevor er aufgetaucht war) und sah wie sich Albus hinunterkniete um Zar auf Wiedersehen zu sagen.
„Ich werde in ein paar Wochen wieder hier sein Kumpel", sagte er und kratzte den Hund hinter dem Ohr. Zar schien zu wissen das er wieder ging und war die meiste Zeit des Morgens melancholisch gewesen. Er winselte und leckte Albus' Hand bevor Albus sich aufrichtete und die Tasche auf seinem Rücken richtete.
„Eine Schande das ich den Pullover nicht finden konnte denn ich anhatte als ich nachhause kam", sagte Albus. Scorpius sah unschuldig an ihm vorbei.
„Ja eine Schande", sagte Scorpius. „Nimm einfach meinen. Er ist weicher."
„Hmmmm", summte Albus. „Er ist unnötig weich. Ich habe keinen Grund einen Cashmere Pullover mit nach Brasilien zu nehmen."
„Nun das ist was ich hatte also…"
Albus strahlte ihn an sein Gesicht weich und liebevoll. Er legte seine Hand gegen Scorpius' Wange und Scorpius konnte eine leichte kälte von dem schmalen Ring an seinem Finger spüren. Sie hatten einen spät abendlichen Ausflug in die Winkelgasse gemacht und zwei schmale Platin Ringe gekauft – Platzhalter bis sie heirateten.
„Damit alle wissen das du vergeben bist", hatte Albus gesagt.
„Ich bezweifle das eine Hexe oder Zauberer in Grossbitanien übrig ist der nicht weiss das wir zusammen sind", hatte Scorpius geantwortet.
Scorpius legte seine Hand auf Albus' Seite und zog ihn näher. Er wollte nicht den selben Fehler wie beim letzten mal machen und einen kalten Abschied bereuen.
„Ich werde dich vermissen", seufzte Scorpius als Albus' Hand über seinen Kiefer fuhr.
„Ich werde zurück sein bevor du es merkst", versprach Albus. „Und dann werden wir heiraten."
„Und dann werden wir heiraten."
Scorpius küsste ihn lang und langsam und versuchte alles davon in seiner Erinnerung zu speichern. Albus war viel zu kurz zurück gewesen aber es war mehr als perfekt gewesen. Scorpius hielt ihn nahe bis die Glocke an Albus' Uhr ertönte und er seufzte.
„Ich muss gehen", sagte Albus gegen seinen Hals. „Verfang dich nicht zu sehr in der Hochzeitsplanung bis ich zurück komme."
„Keine Sorge", sagte Scorpius und liess ihn los. „Ich habe ein paar einige Probleme dich ich lösen muss bevor ich mich darum kümmern kann."
„Probleme?"
„Streber Probleme", versicherte Scorpius ihm schnell. „Geschichtsprobleme. Arbeitssachen."
Albus sah ihn so liebevoll an dass Scorpius sich fragte ob er sich selbst überzeugte zu bleiben.
„Wir sehen uns bald Liebling", sagte Albus erneut.
„Wir sehen uns bald."
Albus ging hinüber zu der verrosteten Gartenhacke die gegen ihren Zaun lehnte. Mit einem letzten Lächeln zurück zu seinem Verlobten nahm er den Griff und verschwand.
