„Christus", murmelte James. „Du musst mich veralbern."

Es gab keinen Grund sich dumm zu stellen also tat Scorpius das einzige was er zu tun wusste. Er richtete sich auf, wischte das was er konnte von Blut von seinem Gesicht und sah James in die Augen.

„Du hast es auch", sagte James seine Arme hingen taub an seiner Seite. „Du…aber Ainsley ist nicht…sie hat nur…"

„Es wirkt bei mir etwas schneller", bestätigte Scorpius. „Ich weiss nicht wieso. Ich habe nur Glück nehme ich an."

Glück?" spie James die Emotionen erreichten sein Gesicht. „Oh – Oh mein Gott. Du stirbst."

Scorpius schlang seine Arme um sich in einem vergeblichen und nutzlosen Versuch etwas Blut auf seinem Hemd zu verstecken. Merlin sei dank hatte seine Nase aufgehört zu bluten – das war kurz aber intensiv gewesen.

James fing an herumzugehen. „Aber du…wie lange wusstest du von Ainsley?"

„Nur einen Tag länger als du", sagte Scorpius. „Ich hatte bereits angefangen Sachen für den Gegenfluch zu sammeln – möglichen Gegenfluch", verbesserte er schnell, „aber das sie es mir gesagt hat, hat mich in Panik versetzt. Besonders als ich merkte das meine Symptome so anders sind aber es gab viel was Mum und Dad mich nicht haben sehen lassen als…"

Scorpius verlor sich. Das blasse, eingefallene Gesicht seiner Mutter verfolgte ihn nun und mit ihrer Stimme so nahe und das seine Hände von den Dementoren noch zitterten war zu viel.

„Also wusstest du es eine Weile?"

„Ein paar Monate ja."

James erstarrte und drehte sich zu Scorpius seine Augen weit und wild. Er sah aus als wäre er bereit Scorpius selbst zu töten also griff Scorpius den Griff seinen Zauberstabs fest nur um sich daran zu erinnern das er nutzlos und zerbrochen war. Er war wehrlos.

„Du hast meinen Bruder gebeten dich zu heiraten."

„Hab ich", sagte Scorpius seine Erschöpfung brachte ihm eine Schüchternheit die ihn nicht kümmerte.

„Du wusstest das das passiert und du hast meinen Bruder gebeten dich zu heiraten", wiederholte James, „im wissen das du ihm zum Wittwer machst bevor er vierzig ist."

James starrte ihn mit dem selben feurigen und harten Blick an den Ginny hatte wenn sie aufgebracht war.

„Ich kann dir versichern das ich im Moment als ich ihn gefragt habe nicht daran gedacht habe", sagte Scorpius. Er fing an wütend zu werden. „Ausserdem wenn du denkst Albus deswegen geht oder mich deswegen gehen lässt kennst du ihn wirklich nicht – nicht das du viel Zeit mit einem von uns verbracht hast wenn du dich nicht auf Ainsley konzentriert hast."

James öffnete den Mund um zu Antworten fand aber keine Worte. Für einen langen Augenblick sah er Scorpius nur an, schnappend wie ein Fisch ausserhalb des Wassers sein Gesicht war verzerrt zu etwas was Scorpius bei ihm noch nie gesehen hatte, als wäre eine Maske wegerissen geworden. Es dauerte zu lange bis er merkte das James verletzt war.

James zog seinen Zauberstab und machte einen Schritt auf Scorpius welcher sich aufrichtete nun komplett bewusst das er absolut wehrlos war ausser er wollte auf Zauberstablose Magie zugreifen. Aber er fühlte sich so schrecklich und ausgelaugt und er war sicher das er schon beim versuch einen Stift zu bewegen ohnmächtig würde.

Er war komplett verletzlich und es liess seine Haut jucken.

James hob seine Hände als er das fühlte.

„Ich werde nur das Blut von deinem Hemd und Händen entfernen in Ordnung? Du ähm…nun du siehst aus als hättest du jemanden umgebracht."

Scorpius nickte langsam und James tat seine Arbeit. Den Scheuerzauber zu nutzten war nicht das beste um Kleider zu reinigen – es hinterliess sie steif und krustig anfühlend – aber für Scorpius welcher nur saubere und gebügelte Hemden und Hosen hatte (ausser er brauchte aus anderen Gründen Albus' Kleider) war es bereits merkwürdig genug gewesen seine Kleider auf dieser Reise wieder zu tragen.

Nachdem er mit seinem Hemd kurzen Prozess gemacht hatte beschwor James einen feuchten Lappen und half Scorpius ungeschickt das Blut von seinem Gesicht zu wischen. Scorpius nutzte diese Zeit um zu Atem zu kommen und sich zu beruhigen damit er mit der Energie die durch seine Adern raste umgehen konnte. Er war so aufgebracht das er sie beinahe hören konnte und die Stimmen die die Dementoren heraufbeschworen hatten hallten in seinem Kopf wieder. Er würde heute Nacht nicht schlafen.

„All das", sagte James wischte den Rest Blut vom Scorpius' Handrücken, „und wir haben nicht einmal wofür wir dort hin sind."

„Was meinst du?"

„Du hattest es in deinen Händen oder?" fragte James. „Das Ding was du aus dem Regal genommen hast?"

Scorpius grinste und öffnete die Lasche seiner Tasche. Die Papierakte war gebeucht davon das sie hastig heingestossen worden war aber in seiner Tasche mit dem Tagebuch daneben. James lachte zitternd.

„Nun wenigstens war es keine Verschwendung. Geht es dir gut?" fragte James. Scorpius sagte nichts während James ihn noch einem auf übrig gebliebenes Blut untersuchte, wurde nüchtern und nickte. „Bevor wir zurückgehen…ich denke es ist Zeit das wir etwas trinken gehen."

Scorpius und James fanden eine schäbige Bar in der Nähe ihrer Unterkunft. Sie entschieden sich für den Tisch in der hintersten Ecke und sprachen kaum bis sie beide ein Pint und ein Sandwich vor sich hatten. Scorpius leerte das Glas Wasser schnell um sich aufrecht zu halten bis er seine Hände an seine letzte Phiole an Blutaufbereitungstrank kriegte.

„Es tut mir leid das ich dich angeschrien habe", begann James. „Weil du Albus einen Antrag gemacht hast. Das war unnötig."

Scorpius blinzelte ihn an mit dem Mund voller Roast Beef nicht in der Lage zu antworten. Das Brot war trocken und das Sandwich war überhaupt unzureichend aber er war zu hungrig als das es ihn kümmerte.

„Ich habe absolut keinen Raum dich oder Albus zu verurteilen. Es ist nur das du und Ainsley in der selben Situation komplett anders gehandelt habt", sagte James.

Scorpius entschied sich das jetzt nicht der Moment war darauf hinzuweisen das die Situation nicht genau dieselbe war da Ainsley viel mehr Zeit zu haben schien als er. Er wusch die erste hälfte seines Sandwich mit einem grossen Schluck aus seinem Krug hinunter.

„Es ist in Ordnung", sagte Scorpius. „Es hat dich überrascht. Ich glaube starke Reaktionen sind ein Potter Ding."

„Potter und Weasley", verbesserte James. „Überrasch Hugo nie ausser du willst deine Augenbrauen abgebrannt haben."

Scorpius nickte langsam und betrachtete die zweite hälfte seiner Mahlzeit. Er hatte bereits keinen Zauberstab – er wollte nicht auch wortlos sein wenn James „sprechen" wollte.

„Und du hast recht. Ich kenne meinen Bruder nicht mal halb so gut wie ich sollte", gab James zu. „Nicht mehr."

Scorpius sah zu James und sah das er in sein Getränk starrte, sein Blick war weit weg. In wahrer Potter Manier waren seine Haare ein komplettes durcheinander und stand in jede Richtung ab und sein Gesicht war vor Emotionen gerötet. Scorpius war sicher das er James noch nie so verletzlich gesehen hatte.

„Wieso hast du mir nicht gesagt das du krank bist?" fragte James nach einem Augenblick.

„Ich wollte nicht das es jemand weiss", gab Scorpius zu seine Stimme leise und reserviert. „Wenn mein Vater es herausfindet würde er mir schneller in St. Mungos einsperren als du ´Quidditch´ sagen kannst. Und Albus…ich habe es ihm beinahe gesagt als ich ihn das letzte mal gesehen habe aber ich wollte nicht das er sein Programm in Brasilien aufgibt."

„Das hätte er", sagte James. Er lachte und es klang dunkel, traurig und verloren auf einmal. „Das hätte er sofort. Ich nehme an ich kenne ihn doch noch gut genug um das zu wissen." James hielt inne und schüttelte den Kopf. „Ainsley hat mir gesagt ich soll auf dich aufpassen bevor wir gegangen sind. Ich wusste nicht was sie damals meinte also nehme ich an sie weiss es auch?"

Scorpius nickte bestätigend.

„Du hättest es mir sagen können", sagte James. „Du musst dich schrecklich fühlen – ich hätte helfen können."

„Du hättest es deinem Bruder gesagt und dann hätten er und mein Vater getan was sie immer tun was überfürsorglich sein ist."

James konnte nicht mit ihm diskutieren – er hätte sich verpflichtet gefühlt es seinem Bruder zu sagen. Es machte nur Sinn.

Scorpius wusste nicht was er James sagen sollte – das er nie wollte das er mitkommt? Das er James' Urteil nicht wirklich traute? James hatte ihm keinen Grund dazu gegeben – nicht in kürze während dieser Reise. Er war immer wirklich gut zu Ainsley gewesen und war immer höflich zu Draco gewesen. Er war nur nie freundlich mit den Malfoys oder Albus gewesen nach Hogwarts. Scorpius merkte das er nicht viel zu sagen hatte ausser die Wahrheit.

„Du hast mich nie gemocht James", sagte Scorpius ernst, sammelte seinen Mut und starrte James nieder. „Tun wir nicht so. Ich wollte dir nicht noch einen Grund geben mich zu hassen."

Zu seiner Anerkennung sah James angemessen niedergeschlagen aus als er in seinen Stuhl sank, sein Gesicht in seinen Händen. Scorpius sah nicht weg und knabberte abwesend an seinen Chips während James einen Moment brauchte um herauszufinden was er sagen sollte.

„Ich hasse dich nicht", sagte James. Scorpius versagte ein spöttisches Schnauben zu unterdrücken. „Tu ich nicht", wiederholte James verteidigend. „Vielleicht habe ich es als wir in Hogwarts waren aber…nun ich dachte damals das ich einen Grund hätte okay?"

Scorpius verschränkte die Arme. „Ich habe dir nie einen Grund gegeben mich zu hassen. Ich habe dir nie etwas getan."

„Du hast absolut recht", stimmte James zu. Sein Magen knurrte so laut das Scorpius es über die Geräusche der Bar hören konnte und James schob ein Stück seines Sandwiches in seinen Mund und ass es schnell um fortzufahren.

„Du hast nie etwas getan. Ich war was – dreizehn zu der Zeit? Alles was ich damals wusste war das mein Bruder ein mürrisches Kind war aber er hatte Spass bevor er nach Hogwarts kam. Ich war so optimistisch das er dort hingeht und Freunde findet und glücklich wäre. Ich wollte sicher gehen das das passiert Scorpius – selbst wenn es mich umbrächte – aber dann wurde er nach Slytherin geschickt. Ich habe ihn aufgezogen aber ich habe das wirklich nicht kommen sehen. Dann hat er dich kennengelernt und ich wusste immer das die Voldemort Gerüchte dumm sind – du siehst deinem Vater zu ähnlich – aber Albus war unglücklich als er aus seinem ersten Semester in Hogwarts nachhause kam. Schlimmer er war gemein und Al war nie gemein gewesen. Er hasste mich."

„Nun du hast ihn oft gehänselt."

„Das machen wir in meiner Familie", sagte James. „Und Dad hat dir zu dieser Zeit die Schuld an Albus' Veränderung gegeben und ich habe viel zu spät gelernt das das Urteil meiner Eltern nicht perfekt ist. Also habe ich das einzige getan was ich wusste – ich habe meinen Bruder gehänselt und als erwachsener weiss ich das ich zu weit gegangen bin. Wann immer Albus etwas aufbringt was ich damals getan habe entschuldige ich mich mindestens drei mal aber ich denke nicht das er mir glaubt."

„Gee ich frage mich wieso", antwortete Scorpius sarkastisch. Jahre voller Irritation auf James fingen in Albus' Namen hochzukommen. „Wir wurden in der Schule genug gehänselt James. Er brauchte es nicht wenn er nachhause kam und dein Dad hat ihm gesagt mehr Freunde zu finden damit er von mir loskommt aber es war nicht so einfach."

„Ich weiss", sagte James schnell. „Ich weiss das jetzt aber ich war wirklich, wirklich selbstsüchtig. Ich habe zu viel von diesem Gryffindor Stolz gen also bin ich nicht gut darin zuzugeben wenn ich falsch liege. Es hat lange gedauert bis ich das verstanden habe und ich versuche mich zu bessern. Ainsley und ich haben tatsächlich eine Abmachung das ich nicht wütend werde wenn sie mich darauf hinweist weil ich es will das bedeutet aber nicht das ich besser machen kann was für ein Idiot ich als Teenager war. Es gibt viele Dinge die ich jetzt anders machen würde nun da ich verstehe das es viele Dinge gibt die ich nicht verstehen kann weil ich es zu leicht hatte."

James sah zu ihm auf als würde er um Erlaubnis fragen. Scorpius runzelte als Antwort nur die Stirn und wartete das er fortfuhr.

„Mein kleiner Bruder brauchte mich nicht als er nach Hogwarts kam. Er hat mich überhaupt nicht gebraucht und ich wusste nicht wie ich damit umgehen soll, aber dann hatte ich Lily in Gryffindor und ich war so froh weil das bedeutete das ich nicht der merkwürdige Aussenseiter Potter war, aber Lily und Albus standen sich immer nahe. Lily hatte immer diese Welteroberungseinstellung, selbst als Kind und ich glaube das hat irgendwie mit Albus übereingestimmt. Er hatte immer etwas zu beweisen."

„Deine Schwester ist wundervoll", sagte Scorpius. „Albus hat Glück sie zu haben. Habt ihr beide."

„Genau, aber Albus hat mich einfach nicht gebraucht. Das hat er ziemlich klar gemacht und es hat mich komplett überrascht das er schwul ist. Es würde mich niemals stören das er schwul ist. Was mich verärgert hat war das ich so mit meinem eigenen Leben beschäftigt war das ich nicht einmal bemerkt habe was mit ihm los ist – und wirklich alle anderen in meiner Familie wusste es Scorpius. Alle ausser mir."

„Es war für niemanden von uns leicht", sagte Scorpius. „Nicht das ich denke das es am Anfang für irgendjemand einfach ist."

„Und ich hätte für ihn da sein sollen aber mein kleiner Bruder hat mir nicht genug vertraut um mit etwas so wichtigem zu mir zu kommen. Wir sind so unterschiedlich und unsere Leben haben sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Danach war er so glücklich mit dir – glücklicher als ich ihn je gesehen habe – ausser diesem Vorfall in euerem siebten Jahr."

Seine Augen flackerten zu Scorpius' Handgelenken. Scorpius machte sich nicht die Mühe zu sehen ob sie bedeckt waren.

„Ich würde alles für Albus tun", sagte Scorpius. „Alles. Weshalb ich angefangen habe nach Informationen für einen Gegenfluch zu suchen sobald ich wusste was mit mir passiert. Wir haben Pläne. Keine grossen aber Pläne und ich denke nicht das es bescheiden ist zu leugnen das er mich liebt. Ich will ihn nicht zurücklassen. Denkst du ich wollte das allein durchstehen? Denkst du das es einfach für mich ist? Ich sterbe James und ich habe es ihm nicht gesagt weil ich nicht wollte das er wegen mir etwas aufgibt was er liebt."

Scorpius sah wie James mit der Hand durch seine Haare fuhr, eine gute Portion Sorge und Schmerz stand in seinem Gesicht. James, der vollkommene Gryffindor und vorzeige Potter war verletzlich und sah jetzt besorgter aus als wenn er mit Dementoren konfrontiert war.

„Du würdest wirklich alles für ihn tun oder?"

„Absolut."

Scorpius und James starrten sich eine lange Minute an. Scorpius überdachte alles was er über James wusste in seinem Kopf – jede Unterhaltung, jede Veränderung, jeden Urlaub und jede Interaktion die er zwischen James und Ainsley gesehen hatte – und er wusste das James dasselbe tat. Sie entschieden beide was zu tun war. Scorpius dachte an alles was er jetzt über James wusste und teilte es von dem James den er in Hogwarts kannte.

Gerade als Scorpius die Entschuldigung von James herablassend akzeptieren wollte dachte er an das dunkle Mal seines Vaters. Draco hatte nie darüber gelogen wer er als Kind und junger Erwachsener gewesen war. Als er als Kind die Vergangenheit seines Vaters zu verstehen begann war er skeptisch und hatte Angst bis seine Mutter ihm sagte wie sehr sich Draco verändert hatte – das Leute mit der Zeit wachsen und das sie von ihren Fehlern lernen wenn man sie lässt – und er hatte ihrem Urteil damals geglaubt. Er war sicher das Astoria ihm jetzt dasselbe sagen würde.

Als er entschied ihm noch eine Chance zu geben und anzubieten das sie beide versuchten es besser zu machen (sie würden schliesslich eine Familie werden) brach James die Stille.

„Es tut mir leid", entschuldigte sich James und Scorpius wusste ohne das er es sagte, dass er sich für alles auf einmal entschuldigte. „Es tut mir leid das ich dich verurteilt habe. Es tut mir leid das ich nicht offener und verständnisvoller war. Es war nicht sehr Gryffindor mässig es zu vermeiden es vorher zu sagen weil ich lange wusste das ich falsch lag. Ich wusste nur nie wie ich anfangen sollte es zu sagen."

„Der mögliche bevorstehende Tod hat etwas das die Leute dazu bringt Geständnisse zu machen", sagte Scorpius. Er lächelte durch seine Traurigkeit und sah wie James' Schultern sich entspannten. „Ich habe das vor langer Zeit mit meiner Mum gelernt und so versuche ich nichts ungesagt zu lassen. Unehrlich über den Fluch zu sein war sehr schwierig. Es ist wohl nicht in meiner Natur zu lügen nehme ich an."

„Ich werde besser sein. Zu dir und zu Albus."

„Ich werde dich darauf behaften", sagte Scorpius. „Weil er seinen grossen Brüder die nächsten Monate brauchen wird ob er es zugeben kann oder nicht."

James nickte und irgendwie wusste Scorpius das sie sich verstanden. Vielleicht hatte Harry recht – es gab Dinge die man nicht zusammen durchstehen konnte ohne sich danach nicht näher zu stehen und eine Heilung für einen alten Blutfluch zu suchen, versuchen Ainsley Greengrass zu retten und Albus Potter gehörten vielleicht zu diesen wenigen Dingen.

„Wie lang denkst du dauert es bis wir nachhause können?" fragte James.

Scorpius dachte einen Augenblick nach ging die knappen Informationen durch die er hatte – aber dieses Tagebuch. Da war etwas in diesem Tagebuch. Er wusste es.

„Ich bin nicht sicher", sagte Scorpius. „Selbst wenn wir keine Antwort haben denke ich das wir in den nächsten Tagen nachhause gehen. Ich muss Albus wenigstens wissen lassen was los ist und ihn mich zwingen lassen Aufpäppeltränke zu nehmen."

„Er ist wirklich gut darin die zu machen", gab James zu. Er betrachtete Scorpius einen Augenblick und fragte, „Es scheint als wärt ihr gut darin euch um einander zu kümmern."

Scorpius lächelte. Selbst ohne den Einfluss eines Bar Sandwiches sehnte er sich nach einer von Albus selbstgekochten Mahlzeiten. „Das glaube ich gerne."

„Es fällt mir schwer es mir vorzustellen. Ich glaube ich muss mehr Zeit mit ihm verbringen – manchmal sehe ich ihn an und sehe noch immer den gehässigen zwölfjährigen der versucht hat meinen Besen zu zerbrechen."

„Das ist mein Verlobter von dem du sprichst", warnte Scorpius. James wurde schnell still und sah ausgeschimpft aus aber Scorpius lächelte ihn an. „Auch wenn er ein gehässiger zwölfjähriger war. Sehr launisch."

„Du vermisst ihn", sagte James. Es war keine Frage.

Scorpius wollte nicht zugeben das er nicht wusste wie lange er noch wegbleiben konnte, von Buch zu Buch gehen in der Suche etwas zu finden von dem er nicht wusste ob es existierte, Albus und seine Familie mit jedem Tag mehr zu vermissen. James schien es zu verstehen und das war überraschend beruhigend für Scorpius.

James sagte. „Ich werde es niemandem sagen ausser du willst es. Ich könnte meinen Bruder aber nicht für immer anlügen."

Scorpius schüttelte seinen Kopf so schnell das der Raum sich zu drehen schien. Er nahm einen weitern Schluck von seinem Wasser und nahm sich die wenigen Minuten der angenehmen Stille um zu essen. Als er schliesslich fertig war sprach James.

„Wenn es etwas zählt…ich stehe auf deiner Seite. Sag mir einfach was ich tun soll."

„Ich brauche etwas Blutaufbereitungstrank", gab Scorpius zu, überraschend erleichtert das die Luft jetzt rein war und James es wusste. „Ich bin fast ausgeschöpft. Ich bin nicht einmal sicher ob noch genug im Zimmer ist."

„Ich kümmere mich darum", versicherte James ihm und starrte das letzte Stück seiner Mahlzeit an.

„Und ich-ich brauche etwas Schlaf", sagte Scorpius und unterdrückte ein Gähnen um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen. „Bevor ich das durchgehen kann brauche ich Schlaf und dann müssen wir als erstes morgen aus der Stadt gehen."

„Ich denke nicht das ich heute Nacht viel schlafen werde", gab James zu. „Diese Dementoren…"

Scorpius wollte ihn fragen was er gehört hatte wusste aber das es eine furchtbar persönliche Frage war und James könnte ihn dasselbe fragen. Stattdessen nickte er verstehend und nahm einen weitern Schluck von seinen Getränk. Schliesslich gluckste James düster.

„Ist es nicht übertrieben? Eine Bibliothek mit Dementoren zu schützen?"

„Ich stimme zu", sagte Scorpius. „Und glaub mir ich würde dem Ministerium gerne alles davon erzählen wenn wir nicht zuerst eingebrochen wären."

„Stimmt", sagte James. „Abe Bücher sind die ultimative Bestrafung nicht wert."

„Wir haben nach etwas ziemlich harmlosen gesucht", erinnerte ihn Scorpius und unterdrückte ein weiteres Gähnen. Er konnte fühlen wie sich die Haut an seiner rechten Wange anfing anzuspannen und er wusste das der Bluterguss den er morgen haben würde spektakulär sein würde. „Ich habe keine Ahnung was noch da unten ist. Es hätte etwas wirklich gefährliches sein können von dem wir nichts wussten."

„Ich nehme es an", sagte James. „Das ist besorgniserregend."

„Ist es", stimmte Scorpius durch ein weiteres Gähnen zu. „Ich denke wir müssen zurückgehen. Du siehst erschöpft aus und ich stehe davor an diesem Tisch einzuschlafen."

James nickte und stand auf und wischte seine Hände an seiner Hose ab. Während Scorpius sich fertig machte holte er noch ein paar Sandwiches für auf den Weg. Zusammen gingen sie in die feuchte Nachtluft. Scorpius fühlte sich wackelig und müde – seine Energie aufgebraucht und seine Konzentration schoss zum Hören der Stimme seiner Mutter welcher wieder lauter wurde als sie auf die ruhige Strasse traten.

„Du wirst Albus alles sagen müssen was du mir gesagt hast", sagte Scorpius als ihr Hotel einige Blocks weiter in Sichtweite kam. Scorpius stolperte und hielt inne, schüttelte seinen Kopf um ihn klar zu kriegen bis James seinen Arm um Scorpius' Schultern schlang und ihm etwas Halt bot.

„Ich weiss", gab James zu. „Aber ich glaube der beste Weg anzufangen mich zu entschuldigen ist wenn ich sicher stelle das du lebendig nachhause kommst."

Nun, dachte Scorpius, es ist ein Anfang.

„Wann gehst du hinter das Chimären Ei?" fragte Draco Albus beim Mittagessen.

„Morgen Nacht", log Albus. Er war bereits nervös – er wusste das er noch an diesem Abend in den Käfig kriechen würde. Alles war aufgezogen und er war nicht sicher ob er eine weitere so klare Gelegenheit kriegen würde ein Klasse A nicht handelbares Chimären Ei zu stehlen.

Albus wusste es besser als seinen Vater um Hilfe zu bitten. Wenn Harry in Verbindung mit einem Diebstahl etwas so heiklem gebracht wurde konnte er seinen Job verlieren oder schlimmer. Nein – Albus musste zu jemandem dem er vertraute und jemand der wusste was er tat.

Charlie war nicht glücklich darüber gewesen Griechenland nach einem brütenden paar Chimären zu durchforsten aber er hatte es getan nachdem Albus es erklärt hatte. Es hat drei Tage gedauert bis er ein Paar mit einem schwangeren Weibchen fand und da war die Frage es zu fangen und dann einen Grund zu finden es gefangen zu halten.

Albus hatte nicht erwartet das Charlie soweit ging ein Weibchen das kurz davor war Eier zu legen zu verletzen wieder hatte Albus nie gewusst das Charlie etwas nur halbwegs machte.

Charlie war mit drei weitern Drachenhändler als Freunde aufgetaucht – ein Trio aus zwei Brüdern und ihrer Schwester die er kannte seit er etwas älter als Albus war – und bat Magorian sie zu rehabilitieren. Ausserdem kam es nicht oft vor das die Magiezoologen Gesellschaft Chimären Eier untersuchen konnte nicht wahr? Die Erfahrung wäre unbezahlbar für die jüngeren Mitglieder.

Und so war Albus im Chimären Pflege Team gelandet, ging durch einen leeren Raum und hielt ein Auge auf die beiden Biester. Er sah wie ihm ihre wilden Augen folgten als er den strohausgelegten Käfig der den leeren Hörsaal fühlte umrundete. Er beobachtete wie das Männchen beschützenden über seine Gefährtin wachte (auch wenn sie anhand der grösse ihrer Zähne keinen Schutz brauchte) und wie das Weibchen alle paar Stunden kurz schlief. Er hatte ganze Eimer gehackten Fleisches durch die Stäbe geworfen und gesehen wie das Männchen die Wahl des erstens Essen seiner Gefährtin überliess.

Und diesen Morgen war er zur Arbeit gekommen und hatte zwei gute Nachrichten gehört: Das verletzte Bein des Weibchens heilte gut und wäre in der nächsten Woche wieder voll funktionstüchtig und das sie ihre Eier über Nacht gelegt hatte. Als Gwendolyn, welche gegen ihren Willen dem Team zugeteilt wurde, zu einem Kollegen erwähnte das sie wütend war das sie an dem Abend den Geburtstag ihrer Nichte verpasste nutzte Albus die Gelegenheit.

„Ich bin heute Abend frei", hatte er sich eingemischt. Gwendolyn, welche nie Albus Fan gewesen war, sah geschockt aus das er es wagte mit ihr zu sprechen bis sie zusammensetzte was er gesagt hatte.

„Ich übernehme deine Schicht", fuhr er fort. „Wirklich es macht mir nichts aus. Ich mache sowieso nichts."

Gwendolyn war froh gewesen da seine Hilfe zu akzeptieren und Albus biss sich auf die Zunge als sie zu ihrer Freundin flüsterte das Albus nur frei war weil sein Verlobter mit jemand anderen durchgebrannt war.

Also sass Albus gegenüber von Draco, sah die Ringe unter seinen Augen und wusste das er nicht noch mehr Druck auf den Mann legen konnte. Zu der Zeit zu der Draco wütend auf ihn sein könnte weil er nicht Preis gab wann er sich um die Eier kümmerte würde Albus es bereits haben und Draco wäre zu sehr von seiner Freude abgelenkt alle Trankzutaten zu haben die James aufgelistet hatte.

Oder er wäre tot und das Ei wäre jemand anderes Problem.

Am morgen wird nur noch der wichtigste Teil fehlen, erinnerte sich Albus. Ich habe keine Ahnung wie Scorpius das rausfinden will.

Ich hoffe es geht ihm gut.

„Albus?"

„Huh?" Albus erschrak bei Dracos Stimme die ihn aus seinen Gedanken holte.

„Ich fragte ob du noch eine Tasse Tee willst." Draco hob die silberne Teekanne aber Albus schüttelte den Kopf. Mehr Koffein würde ihn nur nervöser machen.

„Nein ist gut."

Draco stellte die Teekanne hin und verschränkte seine Hände auf seinem Schoss unsicher was er mit ihnen machen sollte. Dania war bei der Arbeit und Orion verbrachte etwas Zeit mit seinem mütterlichen Grossvater und liess Draco wenig zu tun und viel zum Nachdenken übrig. Albus machte sich Sorgen um ihn und war vorbei gekommen um etwas von der quälenden Monotonie von Dracos Zeit zu durchbrechen. Leider war Draco ein Gewohnheitstier und hatte ein tägliches Ritual den Nachmittagstee im Wohnzimmer zu nehmen – etwas worauf Albus hätte verzichten können.

„Ist es interessant? Mit den Chimären umzugehen?"

„Die Gemeinschaft macht es keine Gewohnheit mit ihnen umzugehen", sagte Albus. „Sie sind mit ihren grossen Zähnen und giftigen Schwänzen zu gefährlich. Persönlich dachte ich die Regeln wären etwas dramatisch aber nun da ich ein paar in echt gesehen habe verstehe ich es – sie sind bösartig."

„Du wirst nicht mit ihnen in Kontakt kommen oder?"

„Vielleicht", sagte Albus ehrlich nur weil er die Angst auf seinem Gesicht nicht verbergen konnte. „Ich meine die Eier sind wirklich zerbrechlich – einige der zerbrechlichsten in der Welt was überraschend ist wenn man sieht wie zäh die Tiere sind. Sie sind so dünn und es ist zu riskant sie mit Magie zu bewegen wenn die Mutter herumdreschen wird."

„Bist du sicher das du meine Hilfe nicht brauchst Albus?" fragte Draco ernsthaft. „Wenn du eine Chimäre bekämpfen musst bin ich keine schlechte Person um da zu sein. Ich habe mich schon zuvor gegen deinen Vater behauptet weisst du."

Albus lächelte bei dem Gedanken auch wenn er wusste das Harry es mit Draco leicht genommen hatte. Übung oder nicht Harry war ein ausgebildeter Auror und duellieren war eine zweite Natur wogegen Draco die meisten Tage im Manor verbrachte oder nun in Ministeriumsfunktionen und Wohltätigkeitsveranstaltungen.

„Ich werde die Situation beurteilen und es die wissen lassen", sagte Albus. „Ausserdem kann ich mich jetzt besser bewegen – ich bin nicht wehrlos."

„Ich sage nicht das du es bist", berichtigte Draco schnell. „Nein ich habe nur das Gefühl das ich nicht viel tun konnte um zu helfen ausser Zutaten zu bestellen was mehr Arbeit für die Gringotts Kobolde war als für mich und dann ist das warten. Es ist Folter."

Albus zwang sich zu einem Lachen, beugte sich auf seine Knie und verschränkte die Hände. „Ich verstehe. Wenigstens hat mir das Pluspunkte bei Magorian gebracht. Nur zwei Leute haben sie freiwillig für das Team gemeldet – auch wenn ich denke das er glaubt das es mehr ist weil Onkel Charlie die Chimären gebracht hat."

Draco setzte zum Sprechen an aber was er sagen wollte würde Albus nie erfahren. Das Handy in seiner Tasche klingelte schrill und Draco kämpfte damit es rauszuholen. Er starrte es an und tippte einige male vergeblich darauf um es abzunehmen bevor Albus es nahm und mit seinem Finger über den Knopf fuhr bevor er es ihm zurückgab.

„Hallo?" sagte Draco. Sein Gesicht erhellte sich umgehend. „Scorpius. Warte – ich bin gerade mit Albus zusammen."

Albus richtete sich in seinem Stuhl auf und lehnte sich erwartungsvoll über den kleinen Tisch zwischen ihnen. Nach leichten Schwierigkeiten drehte Draco den Lautsprecher an und legte es zwischen sie er wirkte so stolz das Albus nicht anders konnte als zu lächeln.

Scorpius' Stimme klang komisch über die statisch gefüllte Verbindung.

„Albus?"

„Hei Liebling", sagte Albus. „Wie geht es dir?"

„Um mir geht's gut", antwortete Scorpius. „Wir sind noch in Frankreich aber ich wollte mich melden. Sicher gehen das alles gut ist. Hallo sagen."

Albus runzelte die Stirn als er merkte das es nicht die Statik war die Scorpius' Stimme komisch klingen liess. Anstelle das er normal oder aufgeregt klang (was für Scorpius ziemlich normal war) klang er zittrig und müde.

„Scorp geht es dir gut?" fragte Albus. „Du hörst dich heiser an."

„Mir geht's gut", lachte Scorpius. Der Klang davon trieb Albus noch mehr in den Wahnsinn und der Art wie Draco das Telefon anstarrte nach zur urteilen hatte es einen ähnlichen Effekt auf ihn. „Ich hab nur schlecht geschlafen", fuhr Scorpius fort. „Und ich werde nur müde, aber ich bin ziemlich sicher das wir in ein paar Tagen zurückkommen."

„Wirklich?" fragte Draco. „Das sing ausgezeichnete Neuigkeiten Scorpius. Geht es James gut?"

„James geht es gut", sagte Scorpius. „Er war wirklich hilfreich. Ich hätte es ohne Hilfe nicht so weit geschafft um ehrlich zu sein. Du weisst das ich mich etwas verliere wenn ich an etwas arbeite. Während der Abschlussprüfungen musste Albus sicher gehen das ich esse."

Albus lächelte bei der Erinnerung – wie er Snacks in der grossen Halle stapelte und sie zu ihrem Tisch in der Bibliothek brachte, sicher gehen das Scorpius Wasser trank um seinen Tee und Kaffee Konsum auszugleichen und wie er das Wochenende nach den Abschlussprüfungen mit lesen verbrachte während Scorpius seinen Stress ausschlief.

Das Lächeln war nur kurzlebig. Am anderen Ende der Leitung fing Scorpius an zu husten. Es war kurz und nachdem er sich geräuspert hatte fuhr er fort.

„Entschuldigung. Hatte nicht genug Wasser", sagte er krächzend. „Also wo stehst du mit den Chimären Eier?"

„Es ist unter Kontrolle", versicherte Albus ihm. „Und ich weiss viel mehr über Chimären als ich je wollte."

„Kein Wissen ist je Verschwendung Albus", erinnerte Scorpius ihn.

Draco beugte sich besorgt aussehend über das Telefon. „Geht es dir gut?"

„Es geht mir gut", versicherte Scorpius ihm aber seine Stimme zitterte noch immer.

„Du hörst dich nicht gut an", sagte Albus.

„Nun geht es aber", versicherte Scorpius ihm aber seine Worte waren kurz und knapp – ein klares Zeichen das es ihm nicht gut ging und er fing wieder an zu husten. Scorpius klang selten so irritiert und Draco bemerkte es auch. Er lehnte sich vom Telefon weg und betrachtete es als hätte es ihn beleidigt. Albus war verwirrt – wenn sich Scorpius nicht gut fühlte oder er sich müde fühlte wieso konnte er es nicht zugeben?

Albus folgte Dracos Blick als er vom Telefon (während Scorpius anfing über das Wetter zu reden und wie er das beste Croissant seines Lebens am morgen hatte oder sonst etwas unwichtigem) zu Astorias Portrait über dem Kamin wanderte. Normalerweise sah Albus ihr Gemälde oft an als eine Art respektvollen Ritual für die Frau die er nie kennengelernt hatte als er zu ihr auf sah merkte er das er Astoria seit Scorpius' Geburtstag ausgewichen war.

Albus sah von Draco zu Scorpius' Mutter und sah das sie mit mehr Bedauern zu ihnen hinuntersah als Albus je auf einem Menschlichen Gesicht gesehen hatte – noch einem gemalten. Ihre bekannten zerbrechlichen Merkmale waren zu einem besonderen Schmerz verzogen und Albus sah erschrocken zu dem gleichgültigen Ausdruck auf Dracos Gesicht als er zu seiner verstorbenen Frau hochstarrte.

Er war gezwungen die Wahrheit der er seit Wochen ausgewichen war ins Gesicht zu sehen – das was an ihm genagt hatte und worüber er nicht nachdenken wollte. Es war wie ein helles Licht in das er nicht sehen wollte er aber nicht komplett ignorieren konnte selbst wenn er die Augen schloss. Scorpius trug den Blutfluch seiner Mutter.

Draco senkte seinen Kopf und er starrte für einen geschlagenen Moment der Annahme ins Feuer und Albus nahm an das er der Wahrheit auch eine Weile ausgewichen war.

Scorpius plappernde Stimme verschwand im Hintergrund als die Wände um Albus einstürzten. Sein Kopf pochte als er ihn in seine Hände legte, sich vorbeugte und auf seine Knie starrte.

Albus ganze Welt drehte sich um seinen Verlobten und besten Freund und nun war er so weit weg und Krank, litt an dem selben Gebrechen das seine Mutter genommen hatte. Albus dachte an die Familie von der sie hofften sie eines Tages zu haben und das Haus auf dem Land das sie in ein paar Jahren wollten und er fühlte sich als wäre ihm seine ganze Zukunft entrissen worden, ihn mit diesem qualvollen Moment im Wohnzimmer der Malfoys zurückliess und er fühlte sich als hätte er ein Loch in der Brust.

Schliesslich sprach Draco zu seinem Sohn.

„Sind euere Unterkünfte akzeptabel?"

Albus starrte ihn entsetzt an. Dracos ruhige stimme und leidender Ausdruck passten nicht zusammen und Albus atmete zitternd ein bevor er Scorpius' Antwort unterbrach.

„Scorpius bist du krank? Bist du sicher? Du hörst dich nicht gut an – „

Albus schnitt sich das Wort ab als Draco sich streckte und auf den Knopf „Stumm" auf dem Telefon tippte. Sie konnten noch immer hören wie Scorpius ihnen sagte das alles in Ordnung war also wusste Albus das er sie nicht hören konnte.

„Draco er ist krank. Hat er es? Den – „Albus verschluckte die Worte. „Das Ding das Astoria hatte?"

„Ja", bestätigte Draco. Albus hielt den Atem an. „Ich habe es die letzten male als wir gesprochen haben vermutet und er klingt heute noch schlimmer. Ich kann sagen wann er lügt aber…ich wollte es nicht glauben."

Albus atmete langsam aus, seine Kehle brannte mit dem Schrei den er unterdrückte.

„Ich denke ich habe es ignoriert…" Albus konnte nicht fortfahren aber Draco nickte und Albus wusste das er verstanden wurde. „Mach das er nachhause kommt", verlangte Albus.

„Es wird nichts gut machen", sagte Draco.

„Mach das er nachhause kommt. Es muss sich um ihn gekümmert werden", wiederholte Albus. Dennoch schüttelte Draco den Kopf. „Schön. Ich werde machen das er nachhause kommt"

Albus griff nach dem Telefon. Draco schnappte es unter seiner Hand weg und Albus griff wild danach, zwang Draco zum aufstehen und weggehen.

„Nein. Deswegen hat er es mir nicht gesagt. Oder dir. Weil wir genau das getan hätten."

„Er denkt nicht!" schrie Albus. „Kann er nicht – er hätte so etwas nicht vor mir versteckt!"

Draco hob seine Hand um Albus zum Schweigen zu bringen, welcher sich in seinen Stuhl sinken liess, er fühlte sich kraftlos und nutzlos.

„Er denkt klar", versicherte Draco ihm. „Er wollte uns nicht in Panik versetzen. Es ist wie als er so getan hat als hätte er keine Erkältung damit ich ihn nicht unterbrach seine Hausaufgaben am Ende des Sommers fertig zu stellen."

Das ist viel schlimmer als eine Erkältung", rief Albus.

„Dad?" kam Scorpius' Stimme aus dem Telefon. „Albus? Seid ihr noch da?"

Draco sah zu Albus hinunter. „Wir werden nichts sagen", befahl Draco. „Es wird ihn nur unnötig belasten. Lass ihn beendend was immer er tut und dann wird er nachhause kommen."

Albus hörte einen Augenblick Scorpius verzweifelter Stimme zu. „Merlin, nein", sagte er panisch klingend. Die Statik wurde stärker. „Ich hoffe ich habe euch nicht verloren – ich denke das ist das letzte Muggel Geld was James mir gegeben hat…Ich habe einen Knut. Würde ein Knut funktionieren?"

Schliesslich nickte Albus zustimmend. Er sah hilflos zu wie Draco auf das Telefon tippte.

„Entschuldige Scorpius – ich denke du konntest uns einen Moment nicht hören."

„Oh gut. Ihr seid zurück", seufzte Scorpius. „James hat mir die letzten Muggel Münzen gegeben. Wir können natürlich mehr kriegen aber ich wollte euch nicht verlieren – nicht wenn meine beiden Lieblingsmenschen da sind. Wartet – sagt Orion nicht das ich das gesagt habe."

Dracos Lächeln ab dem Witz seines Sohnes war wässrig und gebrochen. Albus schlang seine Arme um seine Mitte und beugte sich auf seinem Stuhl vor als sie Draco wieder ihm gegenüber setzte. Er konnte nur halb zuhören als Scorpius und Draco über Orion und dem Status über Ainsleys Namenswechsel Papierkram sprachen – er konnte nicht viel über die Stimme in seinem Kopf hören die wiederholte er ist krank. Er stirbt. Er ist krank. Er stirb.

„Ich-ich glaube ich muss gehen", stammelte Scorpius nach ein paar Minuten. Albus sah auf und sah wie sich Astoria an ihr gemaltes Geländer lehnte , sah sie mit einer Hand über dem Gesicht an und verdeckte ihren halben Ausdruck. „Die französische Dame im Telefon sagt ich habe keine Zeit mehr. Oui, oui", sagte Scorpius in einer irritierten Antwort zur Telefonzelle. „Je connais."

„Bleib sicher Scorpius", sagte Draco. „Kümmere dich um dich."

Scorpius stockte etwas bevor er antwortete.

„Werde ich. Liebe dich", sagte Scorpius. „Albus?"

„Komm bald nachhause", flehte Albus und versuchte nicht die Verzweiflung in seiner Stimme zu verstecken. „Bitte."

„Werde ich", versicherte Scorpius ihm. „Schneller als du ´Hippogreif´ sagen kannst."

„Ich liebe dich", sagte Albus. Er wartete auf Scorpius' Antwort aber die Leitung war tot. Das Telefon piepte dreimal und wurde dunkel. Albus starrte es einen Augenblick an bevor er zu Draco aufsah welcher mit den Händen unter dem Kinn gefaltet und einem schmalen Mund gegen den Tisch lehnte. Die Härte in Dracos Gesicht war zurückgekehrt und Albus sah einen Hauch von dem Vater den Scorpius als Kind versucht hatte zu verstehen. Wieso war er nicht aufgebrachter? Wieso schrie er nicht wie Albus es wollte?

„Glaubst du er hat mich gehört?" fragte Albus.

„Ich denke nicht das er es musste", versicherte Draco ihm. „Der Fakt das wir ihn Lieben ist es weshalb er es uns nicht sagen konnte."

„Alles was wir tun können ist warten?" fragte Albus. Draco nickte ernst.

„Alles was wir tun können ist warten und hoffen das er herausfindet wer Astorias Familie verflucht hat auch wenn er es nicht kann werde ich jede einzelne Quelle darauf ansetzen. Ich werde jeden Freiberuflichen Professor in England dafür anstellen wenn ich muss auch wenn ich glaube das er das Gefühl hat das er das selbst tun muss", spekulierte Draco. Albus gefiel die Idee nicht. Er wollte mehr den je helfen und wusste das Scorpius ihm vertraute es zu tun. „Und dann müssen wir hoffen das der Gegenfluch Trank korrekt ist."

„Das ist viel zu hoffen" sagte Albus zittrig. Es war zu viel zu hoffen – besonders für den Sohn Voldemorts und den Slytherin Squib. Erinnerungen von Hänseleien und Unglück kamen zurück und Albus' Händen fingen an zu zittern.

„Ja ist es", sagte Draco seine Stimme schwankte zum ersten mal. Sie sassen lange unter Astorias Blick, den Albus vermied, in ruhiger, verstörender Stille. Albus überlegte ob er am Nachmittag nicht zur Arbeit gehen sollte und stadtessen überprüfen sollte das es genug von jeder Zaubertrankzutat hatte aber Draco hatte bereits mehr als das doppelte was James verlangt hatte bestellt und Albus hatte den Eindruck das das Rezept weniger als ein ganzes Chimären Ei verlangte.

Scorpius lag auf dem quietschenden Hotelbett, zu einer merkwürdigen aber bequemen Position verdreht die seine Blutergüsse von den Federn weghielt. Sie waren so schnell wie möglich aus Nizza geflohen und waren unter falschen Namen in einem schäbigen Muggel Hotel in Paris gelandet. Scorpius hörte dem gedämpften Gewusel der Einkaufsstrasse zu und schob sorgfältig seine reparierte Brille die Nase hoch bedacht auf den Bluterguss auf seiner Wage von seiner und James sorglosen Begegnung mit den Dementoren. Es hatte nicht so wehgetan als er das gestohlene Tagebuch gelesen hatte merkte er. Abzurufen für was er gekommen war, war genug gewesen um den Schmerz zu lindern.

Er genoss die Stille als James mit verpackten Sandwiches für das Abendessen und einer grossen Flasche Blutaufbereitungsrrank zurückkam.

„Hast du mit deinem Dad gesprochen?" fragte James.

Scorpius nickte. „Albus war auch da", sagte er.

Etwas in Scorpius' Stimme musste seine Unsicherheit gezeigt haben denn James hielt beim Bett inne und sah besorgt zu ihm hinunter. Scorpius legte das Tagebuch mit den Seiten auf seine Brust damit es offen blieb.

„Ist alles in Ordnung?"

„Ja", sagte Scorpius. „Ich bin nur…"er schluckt fest. Ehrlich mit James zu sein war nicht einfach merkte er aber sie mussten wo anfangen. „Ich will nur so sehr nachhause das es schmerzt."

James nickte verstehend. Nach ihrem Gespräch am Vorabend verstand James Scorpius' Zögern nachhause zu gehen bevor er das fehlende Teil hatte.

„Ich weiss", versicherte James ihm und setzte sich auf die Bettkante. „Ich vermisse meine Familie und Ainsley auch."

Er reichte Scorpius sein Sandwich welches er gierig auspackte. Wenn er nicht so müde gewesen wäre hätte Scorpius vor Freude gequietscht als er merkte das es Roast Beef war.

„Danke", sagte Scorpius. James nickte nur.

Sie assen in angenehmer Stille als Scorpius durch das Tagebuch blätterte und James die anderen gestohlen Pergamente durchsah. Er blätterte von Eintrag zu Eintrag, las und las sie vorsichtig wieder um etwas zu finden das ihn darauf führte wer seine Vorfahren verflucht hatte. Er stolperte über eine besondere Passage und las sie dreimal bevor er zu hoffen anfing.

„Ich denke ich habe etwas gefunden", sagte er. James warf den Rest seines Sandwichs umgehend hin und ging an Scorpius' Seite um über seine Schulter zu sehen. Scorpius schrieb das Datum des Eintrags auf seinen Handrücken falls er es vergas. 29. Mai. 1668.

„Ich kann ihre Handschrift nicht lesen", sagte James.

„Sie redeten von einer Auseinandersetzung zwischen Abel – welcher zu diesem Zeitpunkt beliebt war – und jemand ausserhalb der Stadt über Abels Nichte die seine Schutzbefohlene war. Offenbar hat sie entschieden einen Squib zu heiraten und Abel erlaubte es und dieser Mann nahm Anstoss daran."

„War es jemand wichtiges?"

„Sie gibt keinen Namen", sagte Scorpius frustriert und blätterte durch die Seiten um den Eintrag. Er deutete auf die Abteilung die das Duell behandelte – eine blutige und brutale Geschichte auf den Ländereien des Gringras Grundstücks nur Tage vor der geplanten Hochzeit.

„Ihre Grammatik ist schrecklich", sagte James und blinzelte auf die Seite. „Ich weiss das Englisch zu der Zeit ein Chaos war aber dennoch. Kapitalisierung und Perioden sind wichtig."

„Ich wusste nicht das du so ein Pedant auf Grammatik bist", murmelte Scorpius.

„Meine Mum arbeitet für den Tagespropheten", erinnerte ihn James. „Einige Dinge werden weiter gegeben."

„Diese Einstellung wurde nicht an Albus weitergegeben", versicherte Scorpius ihm.

James lachte. „Nein ist es wirklich nicht."

„Ihre Schrift kommt und geht", sagte Scorpius ihm. „Sie ist in einigen Teilen ordentlich und bei anderen nicht. Es lässt mich fragen wie zuverlässig sie ist."

James summte zustimmend folgte Scorpius' Finger über die Worte als er die wichtigste Zeile las.

Lord Abel hat gegen den Unmensch gekämpft und ist heute Nachmittag gefallen", las Scorpius. „Der Unmensch hat gesagt das dies seine wahre Strafe sei wenn er sein Blut betrügt und sein Blut würde ihn betrügen."

„Nun das sagt uns nichts", seufzte James.

„Es sagt uns alles", bemerkte Scorpius. Ein fettes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, machte das der Bluterguss auf seiner Wange pochte aber es war ihm egal. Er sprang in seiner Aufregung auf die Füsse, stand auf dem schiefen Bett und wiegte auf seinen Fersen und warf James beine von der Kante. „Das sagt uns alles!"

„Ich kann nicht folgen", gab James zu.

„Es gibt uns ein Datum!" rief Scorpius. „Ein Datum!"

Scorpius sah wie James zum selben Schluss kam und sprang vom Bett auf den Boden.

„Zeitungen", sagte James.

„Zeitungen!" schrie Scorpius und hielt das Tagebuch gegen seine Brust. „Merlin sei Dank für Margery – das wichtigste belesene Dienstmädchen des siebzehnten Jahrhunderts."

„Was machen wir jetzt? Fragte James. Er fing sofort an ihre verteilten Besitztümer in ihre Rucksäcke zu packen. Er war egal wesen Dinge in welcher Tasche landeten – sie gingen an den selben Ort.

„Die Bibliothek in Oxford hat die grösste Sammlung an Zeitschriften", sagte Scorpius. „Sie ist ein Anhänger von der für dich jetzt arbeite – nun jetzt wohl gearbeitet habe. Ich nehme nicht an das ich noch einen Job habe – „

„Konzentration Scorpius", sagte James freundlich.

„Richtig, richtig." Scorpius schüttelte den Kopf um ihn klar zu kriegen. „Oxford. Zeitschriften von Anfang Juni 1668. Auch…ich werde nicht selbst reinkönnen."

„Wir werden etwas herausfinden", sagte James. Scorpius nickte, zerbrach sich das Hirn für eine Lösung bis James sprach und ihn mit einem glücklichen Gedanken stoppte.

„Wir gehen Heim oder?" bemerkte James.

„Ich denke schon."

Natürlich würde er eine Chimäre bekämpfen müssen und bei Albus' Glück würde sie sein teils geheiltes und weniger schmerzendes Bein mit einem Biss seines massiven Kiefers abreisen.

Albus ging in seinen alten eingetragenen Quidditchstiefeln um den Käfig. Er konnte sich leicht darin bewegen und hatten ihn noch nie im Stich gelassen also hatte Albus sie aus seinem Schrank gegraben und sie wieder angezogen. Das bekannte Klackern des Absatz gegen den Steinboden war irgendwie beruhigend. Es hörte sich wie sein umhergeh Ritual vor dem Spiel im Schlafsaal an und er konnte beinahe hören wie Scorpius ihm sagte das alles gut gehen würde – das er den Schnatz leicht fangen konnte.

Ausser das er diesmal ein Ei zwischen zwei Chimären in einem Käfig erwischen musste. Wenn er mehr Platz hätte, hätte es Albus gern auf einem Besen getan genau wie sein Vater beim Trimagischen Turnier – hoch und runter stossen um dem Drachen auszuweichen…

Albus schüttelte den Kopf versuchte nicht an die Abendteuer in seinem vierten Jahr zu denken auch wenn er auf eine Weise dankbar für die Fixierung war. Sich auf diese Aufgabe zu stürzen war eine ausgezeichnete Ablenkung und wenigsten fühlte er sich jetzt als würde er etwas tun.

Die Chimären hatten das Nest im Zentrum des Käfigs gebaut wo sie es am besten beschützen konnten. Das Weibchen hatte sich darumgelegt beobachtete aber jede von Albus' Bewegungen während das Männchen um seine Gefährtin lief. Es würde schwierig an ihnen vorbeizukommen. Albus sah auf den geraden Weg von der Tür zum Nest und betrachtete das Stroh das im Käfig lag ob er über etwas stolpern könnte. Er starrt es an und das Weibchen starrte ihn bedrohlich an ihr grünlicher Schwanz war eng um die kaum sichtbaren Eier geschlungen.

„Löwen Kopf und Löwen Zähne", murmelte Albus. „Der Körper einer übergrossen Ziege und Hufe und ein giftiger Drachenschwanz. Du würdest ein gutes Haustier abgeben."

Das Männchen knurrte ihn an und Albus verstand wieso Newt Scamander dem Biest eine XXXXX Bewertung gegeben hatte. Er hatte weniger bedrohliche erwachsene Drachen gesehen. Albus wiegte auf seinen Füssen und sprach sich selbst Mut zu da Scorpius nicht da war um es für ihn zu tun.

„Komm schon", sagte Albus zu sich selbst, hüpfte und schüttelte seine Arme und Beine aus. „Komm schon du hast geholfen einen Drachen so gross wie ein kleiner Berg zu erlegen", erinnerte er sich selbst. „Du hast dich sogar neben dem grossen Harry Potter duelliert – du kannst das. Es ist nur ein Käfig und ein Ei und ein blutrünstiges Biest das gerade eine halbe Kuh gefressen hat und aussieht als könnte es eine weitere fressen."

Er schüttelte sein schlechtes Bein noch einmal und liess seine Knöchel knacken bevor er in seine Tasche griff und zog einen gepolsterten Container den er aus einer alten Lunchbox gemacht hatte, seinen Zauberstab und den Tarnumhang hervor. Er wusste das es nicht viel gab was ihn zerstören konnte und er hoffte das er ihm einen Vorteil gegen die Biester bescherte. Albus schüttelte den Staub aus als ein quietschendes Geräusch von der Tür ihn aufschrecken liess. Er drehte sich schnell mit erhobenen Zauberstab um sah wie sein Onkel Charlie in den Raum glitt und die Tür schloss und sie abschloss.

„Du Idiot", fauchte Charlie ihn an, kam von der Tür dorthin wo Albus verblüfft stand. „Du bist genau wie dein Vater weisst du das?"

„Nein bin ich nicht", murmelte Albus auch wenn er genau wusste was Charlie sagen würde und keine Verteidigung hatte.

„Versuchen alles selbst zu machen. Hast du gedacht ich würde das nicht sehen?"

Charlie hielt den Schichtplan mit 'Chimäre´ hoch wo Gwendolyns Name durchgestrichen und Albus Potter mit hell grüner Tinte hingekritzelt war. Albus stürzte die Lippen und schaukelte auf den Füssen.

„Ich habe nicht darüber nachgedacht."

„Wie ich sagte", sagte Charlie mit zusammengebissenen Zähnen. „Genau wie dein Vater und auch deine Mutter in dem Sinn. Du weisst ich bin hier um zu helfen."

„Ich habe nicht darüber nachgedacht", wiederholte Albus. „Ausserdem hast du genug getan. Du hast sie gefunden um Merlins Willen."

„Albus du musst anfangen deinen Kopf zu benutzten", sagte Charlie, zog seine Jacke aus und warf sie auf Albus' Sachen am Boden. „Du musst daran denken wer da ist um dir zu helfen. Du und dein Freund müsst wirklich darüber hinwegkommen alles selbst machen zu wollen." Albus öffnete den Mund um zu protestieren aber Charlie hob eine Hand um ihn zum Schweigen zu bringen. „Ich weiss das du normalerweise auf Scorpius vertraust und das ist gut. Es funktioniert normalerweise für dich. Aber er ist im Moment nicht hier also musst du deine Optionen abwiegen. Ausserdem ist es nicht das ich nicht weiss was ich tue also gehe ich mit dir da rein. Das ist kein ein Personen Job."

Albus schluckte fest und sah hinunter. Er vertraute normalerweise auf Scorpius und sie waren so immer gut durchgekommen. Was würde er tun wenn…

Die männliche Chimäre knurrte sie an. Albus und Charlie knurrten zurück.

„Entschuldige", entschuldige sich Albus. Normalerweise hätte er argumentiert und seine Entscheidung verteidigt – das es sein Job war seinem Verlobten zu helfen, das es seine Verantwortung war Scorpius sicher und gesund zu halten und das er es war der in Gefahr geraten sollte uns sonst niemand – aber Albus war ausgelaugt und merkte das er nicht klar dachte. Charlie hatte recht – was macht er hier alleine?

„Was ist los?" fragte Charlie argwöhnisch. Albus packte den Tarnumhang fester. Mehr den je wollte er das Ei schnappen und nachhause gehen. Er war nicht sicher ob er seinen Eltern bereits von Scorpius erzählen wollte aber eine Umarmung von seiner Mutter oder seiner Schwester würden ihm helfen heute Nacht zu schlafen.

Wen veralbere ich? Dachte Albus. Ich werde wahrscheinlich nie wieder schlafen.

„Al müssen wir reden?"

Albus schluckte seine Gefühle und schüttelte den Kopf. Nun war nicht die Zeit nachzudenken.

„Kann ich es dir nachher sagen?" krächzte Albus. „Bitte – ich will das hinter mich kriegen."

Charlie betrachtete ihn einen Augenblick. Schliesslich nickte er und rollte seine Ärmel hoch und zog seinen Zauberstab. Albus folgte ihm und sah zu seinem Onkel welcher erleichtert schien das Albus auf Anweisungen wartete.

„Ich werde zuerst hinein gehen. Du ziehst den Umhang an und ich werde sie ablenken. Hol das Ei und geh so schnell hinaus wie du kannst und versuche kein Geräusch zu machen", sagte Charlie. „Geh leicht – sie schlagen mit ihren Schwänzen um sich wenn du es nicht tust und dann wissen sie wo du bist."

„Okay", stimmte Albus zu. „Aber wenn sie dich verletzen? Ich will nicht das du wegen mir verletzt wirst."

„Ich bin hier weil ich es sein will", erinnerte Charlie ihn. Er schenkte Albus ein schräges Lächeln. „Ausserdem – wir haben beide zuvor schon geholfen Drachen zu erlegen oder?"

Albus lächelt ab dem Stolz seines Onkels. „Ja haben wir."

„In Ordnung", sagte Charlie und ging auf das Schloss zu. „Lass uns loslegen."

Charlie tippte mit seinem Zauberstab auf das Schloss entfernte die Zauber die den Käfig schützend einer nach dem anderen. Albus sah über seine Schulter und überprüfte dass Schloss zum Raum noch mal. Nur ein paar Schutzwächter gingen so spät in der Nacht durch die Gänge und niemand erwartete das die Anlage ruhig war mit all den Geschöpfen die herumfauchten.

Der Türriegel glitt beim Tippen von Charlies Zauberstab zurück und Albus hielt denn Atem an. Die männliche Chimäre wandte sich um sein Blich auf sie gerichtet.

„Zieh den Umhang an", befahl Charlie. Albus tat wie ihm gesagt wurde und band die Schnur unter der Kapuze fest damit es an Ort und Stelle blieb. Er hielt seinen Zauberstab in einer Hand fest und wickelte den Träger den Lunchbox um sein anderes Handgelenk als Charlie langsam die Tür öffnete und ein langes Quietschen von den Scharnieren erntete.

Beide Chimären starrten sie an, vor Verwirrung erstarrt als Charlie über die Türschwelle trat. Albus trat hinter ihm ein und tippte auf Charlies Schulter um ihn wissen zu lassen das er drin war. Charlie schloss die Tür mit einem Schwenk seine Zauberstabs und der Türriegel sprang an seinen Platz zurück.

Die Chimären würden nicht leicht entkommen aber sie genauso wenig.

„In Ordnung", sagte Charlie und starrte auf die Bestien. Er ging seitwärts nach rechts, zog ihre Blicke auf sich und sah sie nicht blinzelt an. Albus ging vorsichtig in die andere Ecke des Käfigs, bewegte sich so leicht wie möglich um zu verhindern das das Stroh unter seinen Füssen knirschte. Sein Herz pochte in seiner Brust und sein Puls schlug so heftig in seinem Trommelfell das er Charlie kaum sprechen hörte.

„Komm schon. Ich bin hier drüben", sagte Charlie seine Augen flogen von dem Männchen welches ihn anknurrte zu dem Weibchen das noch immer um das Nest leg. Er hielt sich mit einer Hand an den Käfig Stäben fest sein Zauberstab halb erhoben.

Albus ging um die Ecke das Käfigs, machte noch ein paar Schritte bis er sich direkt hinter dem Rücken des Weibchens befand. Charlie wartete – beobachtete die Bestien wie sie ihn beobachteten, schätzen ab wie gefährlich der andere war und Albus war sicher das sie alle auf der Verlierer Seite waren. Die männliche Chimäre war völlig aufgerichtet und sie war nur bei der Schulter so gross wie Draco oder Scorpius. Das Weibchen war nur wenig kleiner, Albus wusste, aber das das Gift in ihrem Schwanz zweimal so tödlich war.

Charlie schien auf etwas zu warten als Albus sicher war das keine der Bestien ihn sehen konnte zog er den Umhang genug zurück damit er seinen Zauberstab dorthin heben konnte wo Charlie ihn sehen konnte und mit einem Nicken hob Charlie seinen Zauberstab.

„Bereit?" fragte er wissend das Albus nicht antworten konnte. Albus befreite seine Hände und wartete.

Aguamenti."

Charlie warf einen Wasserschwall auf den Männchen welches schnell antwortete Rauch quoll aus seinen Nasenflügeln. Sie konnten nicht Feuer speien – Merlin sei Dank dachte Albus – aber ihr Atem war heiss genug um Blasen auf menschlicher Haut zu machen. Mit einem einzigen Sprung war die Chimäre fast auf Charlie welcher, mit Eleganz die seinem Alter trotzte, sich am Käfig hochschwang um an der obersten Stange ausser Reichweite zu hängen.

Wütend schlug die männliche Chimäre nach ihm und verpasste Charlies Bein knapp. Albus war erschrocken als Charlie lachte.

Confringo!"

Charlie sprach eine schnelle Folge von Sprengflüche auf die Füsse des Männchen und Albus merkte das er alles tut um die Bestien nicht zu verletzen. Er versuchte und versagte mehrmals sie bewegungsunfähig zu machen aber die meisten Chimären waren immun gegen Zauber und Flüche – ihre beste Chance war sie abzulenken.

Zu sehen wie ihr Gefährte mit den Hufen den Explosionen auswich war genug um das Weibchen von ihrem Nest weg zu kriegen. Sie entrollte sich, zog ihren Schwanz hoch und knurrte Charlie an als sie aufstand. Sie schlug aus, die Spitze an ihrem Schwanz verpasste Albus unsichtbares Bein knapp und er erstarrte als er die Luft um sich bewegen spürte. Er hielt den Atem an. Das war viel zu nahe.

Als er über das Nest trat kriegte Albus zum ersten mal einen guten Blick auf die Eier. Sie waren rechteckig mit dünnen silbernen Schalen die die dicke drehende Flüssigkeit darin zeigte. In wenigen Wochen würden die Baby Chimären durch die Schale zu sehen sein, mit schlagendem Herzen und entwickelnden Gliedern alles was er aber jetzt sehen konnte war eine dickflüssige Flüssigkeit mit einem bewegenden Glühen. Es schmerzte Albus eines zu nehmen – zu wissen das sie die Schale brachen und das mögliche Leben löschten (und noch schlimmer – eine einer bedrohten Art) aber er hatte keine Alternative.

Es waren im ganzen sechs Eier und Albus wusste das das Weibchen seit sie die Eier gelegt hatte nicht viel bewegt hatte – niemand hatte sie genau zählen können. Tatsächlich hatte Magorian gehofft das Albus genug sehen konnte um zu schätzen.

Fünf, dachte Albus. Es ist eine ein Wort Lüge.

Auch wenn der Käfig gross war, war er nicht gross genug für zwei ausgewachsene Chimären und der tödliche Schwanz des Weibchens hin über ihrem Nest während sie ihre riesigen Zähne zu Charlie bleckte. Ihr Knurren war schlimmer als das ihres Gefährten und irgendwie erinnerte es Albus an seine Mutter und Grossmutter wann immer sie das Gefühl hatten das ihre Kinder bedroht wurden…

„Schön", grummelte Charlie. Er feuerte einen weiteren Sprengfluch, diesmal zu den Beinen des Weibchen und endlich bewegte sie sich auf ihn zu und weg von dem Nest, bäumte sich auf um nach Charlie zu schlagen, welcher sich wild hochschwang und sich an den obersten Stäben des Käfigs festhielt, schwang sich über ihren Rücken bevor er neben ihnen fallen liess, landete Katzenhaft und lockte sie einige Meter weiter vom Nest.

„Jetzt wäre es Zeit Albus", knurrte Charlie. Albus kroch näher zu dem Nest und kniete sich hin, glitt mit seiner Hand unter das oberste Ei. Er nahm es vorsichtig und öffnete die Lunchbox mit seiner anderen Hand bevor er das durchsichtige Ei vorsichtig auf die Polsterung die er gemacht hatte legte. Er arrangierte sie vorsichtig um das Ei zu schützen und sprach einen Kühlzauber leise darüber bevor er den Deckel schloss und es auf seine Schulter hob.

Albus richtete sich rechtzeitig auf um zu sehen das die Chimären Charlie eingekreist hatten, welcher den Käfig hochklettern musste um von ihnen weg zu kommen. Das Männchen knurrte bedrohlich und schnappte mit den Zähnen nach Charlies Bein, grub sie ins Fleisch und riss einen Teil seiner Khakis weg. Charlie schrie auf und sein Griff lockerte sich als das Weibchen bereit zuzubeissen nach ihm schnappte.

Albus reagierte sofort als er das Blut die Wade seines Onkels runterfliessen sah. „Protego!"

Die Chimären trafen das Schild welches er um Charlie gesprochen hatte und drehten sich beleidigt und mit weiten Augen in die Richtung des Geräuschs. Das Weibchen bewegte sich instinktiv zurück zu ihrem Nest und somit Richtung Albus, welcher vorsichtig zurückwich, sich auf seinen Zehen bewegte um den Lärm zu minimieren. Er warf einen Sprengzauber so weit weg von Charlie wie er konnte und machte das das Stroh und Geröll hochflog. Das Männchen sprang zu dem Areal und drehte sich fanatisch, versuchte den Eindringling auszumachen und Albus bewegte sich zurück zur Käfig Tür.

Er sprach einen weiteren Sprengzauber in der Nähe des Männchens erntete ein frustriertes Brüllen als es anfing mit den Hufen gegen das Stroh und den Boden zu schlagen. Die Ablenkung schaffte einen freien Weg von Charlies Ecke zu der Tür. Charlies Augen flackerten von der Bestie zum Riegel und Albus schob ihn schnell zurück um Charlie wissen zu lassen das er dort war.

Sobald der Türriegel zurück war sprang Charlie von seinem Platz und rannte zur Tür, humpelnd und stolpernd aber schnell – als hätte er es eine Million mal gemacht. Als er nahe genug war warf Albus die Tür auf und liess Charlie hindurch rennen bevor er selbst über die Türschwelle sprang. Charlie verschloss die Tür mit einem schnellen Zauber und liess sich schwer atmend auf den Boden sinken.

„Verdammt", stöhnte Charlie und untersuchte die Schnitte und Blasen an seinem Bein. „Ich werde zu alt für den Scheiss."

Albus warf den Tarnumhang ab und stellte den Eierbehälter vorsichtig hin bevor er sich neben seinen Onkel kniete.

„Verdammt", Albus verzog das Gesicht. „Es tut mir so leid – du hättest nicht da drin sein sollen."

„Sie hätten dich gefressen Albus", meinte Charlie trocken. „Ausserdem hatte ich schlimmeres. Hab ich dir je die Eisenbauch Narbe auf meinem Rücken gezeigt? Es ist jetzt ein Tattoo darüber aber sie ist noch immer ziemlich rau…"

Charlie schweifte ab als Albus niedergeschlagen mit dem Kopf in den Händen neben ihm zu Boden sank. Es war alles zu viel – das Ainsley krank war, James und Scorpius die abhauten, das Scorpius krank war und nun war Onkel Charlie verletzt weil er seinem Neffen helfen wollte. Albus kämpfte sich über die wenigen Meter zu seiner Tasche und kam mit einer Flasche Diptam zurück. Seine Hände zitterten als er die Flasche entkorkte und etwas schwappte auf den Boden.

„Whoa Vorsicht", sagte Charlie. Er hielt Albus' Hände einen Augenblick still bevor er die Flasche sanft von ihm nahm. „Al es geht mir gut – ich hatte viel schlimmeres ich schwöre. Das wird in ein paar Stunden kaum noch stechen."

Charlie wendete Tropfen der Lösung erfahren auf den Schnitten an und wischte das Blut vom Boden bevor er aufsass und Albus ansah der sich weiterhin entschuldigte.

„Es tut mir Leid", sagte Albus kopfschüttelnd. „Ich hätte dir sagen sollen das ich heute Nacht hier bin. Du hättest dich vielleicht trotzdem verletzt, aber vielleicht wärst du nicht irritiert gewesen und es wäre nicht passiert. Vielleicht hätten wir einen richtigen Plan gehabt anstelle – „

„Al es ist in Ordnung", sagte Charlie. Er legte beide Hände auf die Schultern seines Neffen. „Du musst dich beruhigen. Atme tief durch."

Albus atmete zitternd tief ein um sich zu fokussieren fand es aber nicht hilfreich. Er sah zu Charlie auf und sah Sorge in den Augen seines Onkels und alles brach auf einmal heraus.

„Scorpius hat den Fluch auch", sagte er schnell. Es war das erste mal das er die Worte laut aussprach und seine Stimme zitterte. „Das was Ainsley hat. Ich habe heute früh mit ihm gesprochen und er klingt schrecklich und er versucht es noch zu verstecken und mein Bruder und Verlobter sind verschwunden und trauen mir nicht ihnen zu helfen oder so – ich weiss nicht. Ich weiss nicht was passiert Charlie."

Charlie starrte ihn einen Augenblicht verblüfft und mit offenem Mund an.

„Verdammter Merlin", sagte er schliesslich. „Kein Wunder siehst du schrecklich aus."

„Danke", murmelte Albus sarkastisch.

Charlie verstummte komplett verloren während Albus versuchte sich zu sammeln und unterdrückte die frustrierten Tränen die den ganzen Tag unter der Oberfläche brodelten.

„Nein wirklich", sagte Albus sobald seine Stimme fest war. „Danke für all deine Hilfe. Du bist immer da. Ich weiss nicht wie du es tust."

Charlie streckte sich um durch Albus' Haare zu wuscheln sah aber das Blut auf seiner Handfläche und überlegte es sich anders.

„Du erinnerst mich sehr an mich als ich in deinem Alter war", gab Charlie zu. „Du warst immer mein Lieblingsneffe."

„Ich werde niemandem sagen, dass du das gesagt hast."

„Bitte nicht", lachte Charlie. „Sie bringen mich sonst an Weihnachten um."

Albus sah über seine Schulter zu den Chimären. Sie streiften mit verrückten Augen und bedrohlichen knurren am Rand entlang. Das Weibchen betrachtete Charlie als hätte sie sich gerne nochmal auf ihn gestürzt. Es lief Albus kalt über den Rücken als er sie sah – gefährlich, schön und bedroht – und bedauerte das er gerade eines ihrer jungen gestohlen hatte.

Charlie öffnete den Eierbehälter vorsichtig und blickte hinein auf das Ei. Albus hatte Angst selbst hin zu sehen bis er Charlie lächeln sah.

„Perfektes Exemplar", sagt er. „Die Eier sind wunderschön nicht wahr?"

Albus blickte auf das Ei – perfekt sicher und intakt. Die Bewegung die er vorhin gesehen hatte verlangsamte sich bereits und das Leuchten verschwand unter dem Einfluss des Kühlzaubers.

„Ich fühle mich schrecklich", gab Albus zu. „Eines so zu nehmen. Es gibt nur noch so wenig Chimären."

„Es gibt so wenig weil sie einander töten", erinnerte Charlie ihn. „Nicht weil wir sie ausrotten. Es gibt nur eine Aufzeichnung über einen Zauberer der eine komplett vernichtet hat. Sie fangen ja – aber selbst ich brauchte Hilfe dafür."

„Die Freunde die sie mit dir gebracht haben? Haben sie dir mit dem Fang geholfen?"

„Haben sie", bestätigte Charlie und fuhr über das neue Fleisch das sich über seine Wunde bildete. „Ich kenne die Gabore Familie seit meinen ersten Jahre in Rumänien. Wir reisen von Zeit zu Zeit oder übernehmen Aufgaben zusammen."

„Die Frau – wie war ihr Name?"

„Bianca."

„Bianca. Ist sie deine Freundin?"

Charlie lachte und es hallte im Raum wieder und erntete ihm ein weiteres bedrohliches Knurren aus dem Käfig. Er winkte den Chimären zu als wollte er sich entschuldigen.

„Himmel nein", sagte Charlie. Er schien sich seine nächsten Worte für einen Augenblich zu überlegen bevor er Albus ansah. „Ich war eine Weile mit ihrem Cousin zusammen."

„War sie hübsch?"

Charlie grinste. „Ja war er."

Albus starrte seinen Onkel mit offenem Mund an. Manchmal hatte er verschiedene Familien Mitglieder fragen hören wieso Charlie nie geheiratet hatte oder eine Freundin nachhause brachte. Über die Jahre waren diese Fragen zu Träumereien geworden ob Charlie überhaupt Beziehungen hatte und ob sie mit Frauen waren.

„Wieso hast du nie etwas gesagt?" fragte Albus verletzt.

„Weil ich nie mit jemandem ernst genug war um ihn meiner Familie vorzustellen", seufzte Charlie. „Und es ist nie aufgekommen da ich nicht in England lebe. Bill weiss es. Ich glaube Mum und Dad auch und jeder vermutet es aber es ist nie aufgekommen da ich mit meiner Arbeit verheiratet bin."

„Aber niemand hätte dich verurteilt", protestierte Albus. „Sie wären glücklich gewesen wenn du glücklich bist."

„Aber ich war nicht glücklich Albus", sagte Charlie kopfschüttelnd. „Ich war unglücklich als Teenager. Es dauerte bis ich in meinen zwanziger war bis ich angefangen habe auszugehen – mit Männern und Frauen wohlgemerkt. Die Magiezoologen Gemeinschaft ist engverbunden wenn du im Aussendienst bist und es ist einfach in Beziehungen zu geraten. Als ich damit zufrieden war…"

Charlie verlor sich. Es dauerte eine Sekunde für Albus um zu merken das es ihm unangenehm war – er hatte seinen selbstbewussten, genialen Onkel Charlie zuvor noch nie unangenehm berührt gesehen – und er lehnte sich auf seine Fersen zurück um Charlie etwas Platz zu geben und blickte auf sein Bein. Die Wunden waren mit einer dünnen Hautschicht bedeckt und die Verbrennungen verloren ihre Röte.

„Zu der Zeit als ich daran dachte jemanden nachhause zu bringen war ich in Rumänien und war absolut in Nicholae Gabor verliebt – Biancas Cousin. Ich hatte vor ihn zu einem Besuch nachhause zu bringen und mich vor meiner Familie zu outen."

„Was ist passiert?"

Charlie spielte einen Augenblick mit dem Lederband seiner Uhr und zog seine Knie an seine Brust.

„Drachen Unfall. Er starb", sagte Charlie. „Ein krankes Langhorn ist durchgedreht. Er und ich haben eine Behandlung gesucht. Er war ein genialer Drachenheiler. Das ist sehr lange her."

Albus wusste sehr gut wie ein Drachen Ausbruch aussah – das Feuer, die Schreie und die Verwirrung. Er war nicht weit weggewesen als Carlos beim Ausbruch des Opalauges in Brasilien gestorben war und er konnte sich nicht vorstellen wie es war jemanden den man liebte so sterben zu sehen.

„Du hast gesehen wie es passiert ist?" fragte Albus bevor er sich stoppen konnte. Er bereute es sofort als er den Schmerz auf Charlies Gesicht sah.

„Hab ich", sagte Charlie. „Und ich habe nie jemanden getroffen der mir so viel bedeutet hat wie Nicholae. Also wenn du dich jemals gefragt hast wieso ich alles mache um dir zu helfen – deswegen. Du bist mir ähnlich Albus – mehr als du denkst und deswegen will ich das du eine bessere Zeit hast weil du es verdienst."

„Du auch", wimmerte Albus. Alles schmerzte und je näher sie Mitternacht kamen desto überzeugte wurde Albus das dies einer der längsten und merkwürdigsten Tage seines Lebens war. Er senkte den Kopf und starrte auf seine Knie. „Es tut mir so leid. Ich kann mir nicht vorstellen…aber ich glaube ich kann es oder ich werde es müssen weil Scorpius – „

„Sieh mich an kleiner", befahl Charlie und Albus sah zögernd wieder zu seinem Onkel und sah das er lächelte. „Du hast dein Chimären Ei. Alles wird gut werden und – „Charlie hob seine Hand um Albus Unterbruch zum Schweigen zu bringen („Aber vielleicht nicht. Wir wissen noch nicht"). „Und wenn es nicht gut wird weisst du ohne Zweifel das du alles mögliche getan hast und manchmal ist das alles worauf du hoffen kannst."

Albus dachte einen Augenblick darüber nach, sein Herz und Kopf wirbelten noch von den Entwicklungen der letzten fünf Minuten (und der letzte Stunde und den Rest des Tages) und entschied das das das beruhigendste war was ihm jemand seit Wochen gesagt hatte.

„Ja ich glaube das ist es."

Charlie lehnte sich zurück und schien zufrieden das er helfen konnte.

„Nun wie gern ich auf für den Rest deiner Schicht hier bleiben würde – weil du furchtbar aussiehst und ich dich wirklich nicht allein lassen will – ich muss einen Heiltrank nehmen", sagte Charlie.

„Es hat genug um eine Tonne davon zu machen in meinem Haus", sagte Albus schnell. „Geh dorthin und ich schicke Lily für Hilfe – ich weiss das sie heute Nacht im Haus meiner Eltern ist. Ich würde sagen geh dorthin aber Dad darf das Ei nicht sehen – nur für den Fall."

„Verstehe", sagte Charlie. Albus half ihm auf die Beine und reichte ihm den Eierbehälter. „Ich nehme es mit und lege es auf Eis."

„Danke Charlie", sagte Albus. „Für alles."

Charlie lächelte und wuschelte grob durch Albus' Haare und Albus war dankbar genug sein missbilligendes Stöhnen zurückzuhalten.

„Mach dir darum keine Sorgen", sagte Charlie. „Sehe dich in ein paar Stunden."

Albus sah wie Charlie mit vorsichtigen Schritten durch den Raum ging. Er war so dankbar das Charlie gekommen war um ihm zu helfen aber war noch dankbarer das er sich ihm gegenüber geöffnet hatte. Das Kind in ihm das ein jedem Wort seinen Onkels hier war jetzt froh das Charlie ihm so etwas wichtiges anvertraut hatte.

„Onkel Charlie?" rief Albus als Charlie die Tür erreichte. Charlie sah über seine Schulter.

„Yup?"

„Wirst du mir einmal von ihm erzählen?" fragte Albus. „Nicholae. Ich möchte wirklich gerne von ihm hören."

Charlies verwittertes Gesicht verdrehte sich zu einem Lächeln – trauernd aber erleichtert. Er nickte und packte den Türgriff. „Das würde mir gefallen."

Nachdem Charlie aus dem Raum geglitten war setzte sich Albus gegen die Wand und sah wie die Chimären sich beruhigten. Das Weibchen rollte sich wieder um ihr Nest, bemerkte das fehlende Ei nicht während das Männchen seinen Platz an der Tür einnahm. Er legte seinen langen Köper davor es erreichte beinahe die Ecken des Käfig wenn es sich ganz austreckte.

Es war der erste wirklich ruhige Moment für Albus seit dem Mittagessen und er dachte lang und hart über den Tag nach. Seine Brust hatte sich nicht richtig angefühlt seit er und Draco gesprochen hatten und selbst jetzt fühlte sie sich merkwürdig an als ob etwas fehlte oder zu viel Platz einnahm – er konnte nicht sagen welches.

Was er wusste war das er nicht mehr irrational wütend auf Scorpius war und das war eine riesige Erleichterung auch wenn der Platz mit Furcht und Unsicherheit über ihre Zukunft gefüllt wurde. Er war noch immer verletzt das er ausgegrenzt wurde aber er verstand es jetzt und das zusammen damit das Chimären Ei endlich zu haben fühlte sich wie ein kleiner Sieg an.

Albus kam in den frühen Morgenstunden nachhause und fand Charlie laut schnarchend auf der Couch. Leise schlug Albus seine Decke zurück und überprüfte die Wunden an seinem Bein und war froh zu sehen das sie auf dem Weg waren komplett geheilt zu sein. Er nahm das leere Zaubertrankglas und legte es in die Spüle bevor er die Treppe zum Schlafzimmer hoch ging, es machte ihn stolz über die schwebende Stufe zu gehen.

Als er die Tür öffnete war er geschockt zu sehen das das Bett bereits von Zar in Beschlag genommen wurde welcher die Frechheit hatte auf Albus' Kissen zu liegen und einem rothaarigen jemand der so fest in die Decke geschlungen war das Albus das Gesicht nicht sehen konnte. Zar entdeckte seinen Menschen und fing an seinen Schwanz gegen den Eindringling zu schlagen, welcher stöhnte und sich umdrehte.

Lily setzte sich auf und blinzelte Albus an bevor sie sich wieder gegen das Kissen fallen liess.

„Entschuldige", murmelte sie. „Ich war in einem Gästezimmer aber die Lacken rochen staubig. Dachte sie wären alle gleich also bin ich hergekommen."

„Du hast richtig gedacht", sagte Albus. Lily wollte aufstehen aber Albus winkte sie nieder. Er zog seine Stiefel aus und glitt in seinen Schrank, zog sich schnell und schamlos alte Schlafsachen von Scorpius aus Hogwarts an.

(„Ich bin jetzt zu gross dafür", hatte sich Scorpius nach seinem Wachstumsschub im siebten Jahr gebrüstet. „Nimm du sie. Sie sind weich.")

Er stolperte zurück ins Schlafzimmer und sah das Lily sass und Zar vom Bett schickte. Der Hund schlurfte an das Ende der Matratze und sah sehnsüchtig zu ihr zurück aber Lily blieb hart und deutete auf den Boden. Zar sprang hinunter und fiel dramatisch in einen Haufen in der Nähe von Albus' Seite.

„Er ist etwas bedürftig", bestätigte Albus.

„Er ist etwas laut", sagte Lily. „Der Hund schnarcht schlimmer als Dad."

„Ich denke nicht das das möglich ist", sagte Albus. „Wenn Dad schläft hört er sich an wie der Hogwarts Express."

Lily lachte schnaubend als Albus sie neben sie auf das Bett fallen liess. Er war zu müde um zu fragen wieso sie im Grimauld Platz schlief anstelle zu ihrer Mum und Dad zurückzuflohen oder wieso sie entschieden hatte in Albus und Scorpius Schlafzimmer zu bleiben anstelle davon saubere Lacken zu suchen oder auf einem der Sofas zu schlafen. Als sie aber sorgend und mitfühlend zu ihm hinunter sah merkte er das er nicht fragen musste.

„Charlie hat es dir gesagt", sagte Albus einfach.

Lily nickte und zog die Decke höher um ihren Bruder und steckte sie um ihn. „Ich wollte sicher gehen das es dir gut geht", gab sie zu. „Ich weiss wenn ich so etwas herausfinden würde… nun ich könnte nicht schlafen."

Albus sah zu ihr auf. Als Kinder hatte es nicht viele Gelegenheiten gegeben in denen Lily Albus beruhigen konnte – normalerweise war es anders rum – aber sie hatte die nun die Gelegenheit. Sie sah nach ihm ohne aufdringlich oder überfürsorglich zu sein was Albus in seiner Frustration sehr schätzte.

Aber heute war sehr anders gewesen und Lily schien das zu wissen.

„Ich habe wirklich Angst Lily", gab Albus zitternd zu.

„Ich was das du es hast", sagte Lily sanft. Es erinnerte ihn so sehr an Grandma Molly das es schmerzte. „Kann ich etwas tun? Willst du das ich dich allein lasse damit du schlafen kannst?"

„Nein", sagte Albus schnell und überraschte sich selbst mit der Aussage. „Nein, bleib bitte wenn es dir nichts ausmacht."

„Mein grosser Bruder braucht mich", sagte Lily. „Natürlich werde ich bleiben."

Sie sank neben Albus nieder und legte ihren Kopf gegen seine Schulter, umarmte ihn fest so wie sie es getan hatte als sie Kinder waren.

„Erinnerst du dich daran als du in mein Zimmer gekommen bist wenn du Albträume hattest?" fragte Albus. Die junge selbstbewusste Frau die er jetzt sah war weit von dem weinenden kleinen Mädchen entfernt das um zwei Uhr morgens in sein Bett gekrochen war und von Monstern in den Schatten ausserhalb ihres Fensters gesprochen hatte.

Lily lachte müde. „Ja, weil Dad auch Albträume hatte und er nutzlos war wenn du mitten in der Nacht Angst hattest."

„Ja aber sein falsches Vertreiben der falschen Monster unter dem Bett war eine ziemliche Show."

„Das war es wirklich", stimmte Lily zu. „Gott sei Dank hast nur du dieses Drama Gen."

„Hey!"

„Du weisst es ist wahr", gähnte Lily. „Weisst du was witzig ist?"

„Was?"

„Das ist das erste mal das du als Erwachsener mit einer Frau im Bett bist", sagte Lily.

„Manchmal hasse ich dich", erwiderte Albus.

„Du liebst mich", sagte Lily.

Albus wusste das er ihr nicht sagen musste das sie recht hatte.

Scorpius hatte einen Stapel Muggel Münzen vor sich. Es war stickig in der Telefonzelle aber es war ihm egal als er sah wie die Oxford Universitäts Studenten die gepflasterte Strasse hoch und runter gingen, hantierten mit Büchern und Computer während sie in ihre Telefone sprachen oder darauf rumtippten. Er war neidisch – die kleinen schwarzen Kisten waren nützlicher und praktischer als die Münztelefone aber Scorpius wollte sein Glück nicht noch einmal mit ihnen versuchen.

Dieses mal war er sich sicher das die Statik in der Leitung nicht seine Schuld war. Während er die Studenten vorbei rennen sah war James ein paar Block weiter in der Bradmore Road tief unter dem Reuter Institut für die Journalist Studien wo die versteckte Zauberer Bibliothek war.

„Ich wünschte die Muggel wüssten das es hier ist", murmelte James in das Mikrophon. Er hatte das Headset um Laden genommen um seine Hände für die Aufgabe frei zu haben aber Scorpius machte sich trotzdem Sorgen das er rausgeworfen wurde weil er am Telefon war. „Sie würden durchdrehen wenn sie wüssten das es eine ganze Ebene von Hexen und Zauberern unter einem ihrer Colleges gibt."

„Nun sei froh tun sie es nicht", sagte Scorpius. „Sie haben eine Neigung zu versuchen Dinge zu zerstören die anders sind."

„Haben wir auch."

Scorpius summte zustimmend und fütterte den Telefon noch eine Münze. Er war nun beinahe zwei Stunden in der Zelle während James in der Bibliothek war und suchte und jeden seiner Schritte Scorpius diktierte.

„Okay", seufzte James. „Endlich. Juni 1668."

Scorpius richtete sich auf hörte auf jedes von James' Worte als er die Schlagzeilen murmelte, er ging durch Zaubererwelt News, Die Stimme des Zauberers, Dem Tagespropheten und Dem New York Geist nur für ein gutes Mass.

„Etwas über die Ollivander Familie…ah einer der Yaxleys wurde werden Mord festgenommen – gut zu wissen das manches gleich bleibt", murmelte James. „Ich sehe hier nichts Kumpel."

Ein Muggel tippte an das Glas der Telefonzelle und Scorpius sprang erschrocken beinahe aus der Haut. Er griff instinktiv nach seinem Zauberstab nur um sich daran zu erinnern das er in Stücken in der Tasche zu seinen Füssen lag. Er bedeutete dem Muggel wegzugehen und der Mann machte eine beleidigende Handbewegung bevor er gegen die Tür trat und weg ging.

„Alles in Ordnung?" fragte James besorgt.

„In Ordnung", sagte Scorpius schnell. „Nur ein Muggel der das Telefon benutzen wollte. Such weiter."

„In Ordnung aber ich komme jetzt zu den kleineren Zeitungen", warnte James. Er gluckste etwas. „Das schein der alte Quibbler zu sein – du würdest es lieben."

„Hört sich faszinierend an", sagte Scorpius trocken. „Sonst noch was?"

„Ich suche. Du weisst nie…"

Scorpius hörte wie sich James bewegte als er jede Seite jeder Zeitung vom Juni 1668 durchblätterte. Er lies einige der alten Schlagzeilen einer Zeitung und Scorpius übersetzte sich in modernes Englisch, kritzelte Sätze hin und sah in einem benutzen Wörterbuch aus einem Secondhandladen nach wenn sein Wissen ihn im Stich liess. Er musste lachen als James auf eine Zeitung für Hexen stiess – Verzaubere ihn mit bezauberndem Haar hätte eine Schlagzeile von der heutigen Hexenwoche sein können.

„Gott diese ist furchtbar", sagte James über eine andere Zeitung. „Hör dir das an - ´Zauberer die sich mit Muggeln einlassen verraten ihre eigene Art und sollten aus unserer Gemeinschaft ausgeschlossen werden damit ihre Ideen nicht wachsen.´"

„Ja es war damals ziemlich hart. Ohne passende Kommunikation waren einige Zauberer Gemeinschaften isoliert und die vorherrschende Meinung gegenüber Muggeln schien davon abhängig zu sein welches die nächst mächtige Familie zu der Zeit war. Es ist wirklich schrecklich – „

„Ich habe etwas gefunden", unterbrach James. „Warte."

Scorpius' Herz setzte aus. Er hielt das Telefon fest , seine freie Hand auf dem Wörterbuch bereit jeden Moment zu übersetzten. Als die Leitung jedoch zu lange still blieb fing er an sich Sorgen zu machen.

„James?"

„In Ordnung diese Zeitung scheint wohlgemerkt die selbe Integrität wie der Quibbler zu haben", sagte James warnend. „Aber es gibt einen Teil über die Gringras Familie. Es ist kurz – es steht das Abel nach einem Duell mit einem Mitarbeiter der Zeitung gestorben ist. Es redet von der Nichte und ihre bevorstehende Hochzeit mit dem Squib und der Reporter kann nicht bestätigen das das Duell etwas mit der Hochzeit zu tun hatte aber er nennt Abel schwach…"

James verlor sich für einen Augenblick. Eine starke Briese schüttelte die Telefonzelle und die Tür rüttelte gegen ihren Rahmen. Er griff den Griff um sie zu stabilisieren und hielt sich fest.

„James?"

„Hör dir das an - ´Dennoch habe laut der verlässlichen Quelle vom Herausgeber unser bescheidenen Publikation so wird die Gringras Familie nicht länger ein Schandfleck unserer Gemeinschaft sein.´ Hört sich ernst an."

„Du hast mir nicht gesagt welche Zeitung die ansiehst", sagte Scorpius.

„Um." Scorpius hörte ein lautes Rascheln als James sich umsah. „Es ist ziemlich dramatisch. Sie heisst magischer Krieger."

Scorpius war dankbar das er sich festhielt als seine Knie weich wurden. Seine Hände wurden taub als er in seinen Erinnerungen grub – wieso klang der Name der Zeitung vertraut? Und wieso zitterten seine Hände?

Und dann wurde es ihm klar.

„D-der Herausgeber der Zeitung?"

„Ja das steht hier."

Scorpius seufzte und sank gegen die Wand der Telefonzelle, schloss seine Augen und nahm seine Brille ab.

„Hat sie eine Redaktionsseite? Oder sind die Arbeiter der Zeitung irgendwo aufgelistet?"

„Lass mich nachsehen", sagte James.

Bitte lass mich das falsch in Erinnerung haben, dachte Scorpius, rieb seine Augen und drückte aus versehen gegen den Bluterguss auf seiner Wange. Er war erstaunt das er es kaum fühlte. Er fühlte kaum etwas und hörte nur das blättern von Seiten am anderen Ende der Leitung, gefolgt von einer kurzen Stille und dann James überraschtem Atemzug.

Scorpius musste nicht fragen wer es war und James schien zu wissen das sie nicht darüber sprechen mussten. Er sagte einfach „ich bin gleich oben" und die Leitung starb und bestätigte Scorpius' Vermutung.

Die Antworten auf seine Fragen waren wahrscheinlich immer in der Nähe gewesen. Er hätte James bitten können dort unten zu bleiben und mehr Informationen auszugraben aber wieso sollten sie nicht direkt zur Quelle gehen? Schliesslich war der Herausgeber und Besitzer von magischer Krieger Brutus Malfoy und sein Portrait lag staubig und erstarrt auf dem Dachboden seines Vaters.