James kam niedergeschlagen aus dem Pub mit Oxfords einziger Flohverbindung. Er zuckte mit den Schultern zu Scorpius, welcher unter der Kapuze seiner Jacke hervor sah, versuchte verzweifelt sein Gesicht zu verbergen während sie im mehr Zauberer orientierten Teil der Stadt waren.
„Sie ist geschlossen. Sie machen eine Reparatur am Kamin und es wird nicht bis heute Nacht fertig sein", sagte James. „Ich glaube aber das wir nah genug sind das ich apparieren kann."
„Du glaubst?"
„Wiltshire ist nicht so weit weg", sagte James. „Und ich habe neuerdings für die Arbeit weitere Strecken appariert."
Scorpius stöhnte. Er hatte apparieren noch nie gemocht aber es schien als hätte er keine andere Option. Sie konnten hier keinen Portschlüssel beantragen. Sie wären nah genug um zu fliegen aber Oxford war eine Universitätsstadt und hatte selbst in den Zauberer Quartieren keinen anständigen Laden für Besen. Sie wären vielleicht in der Lage einen im Secondhandshop zu finden aber dann würden sie riskieren erkannt zu werden.
„Ich hasse apparieren", gab Scorpius zu. „Ich habe meine Erlaubnis und ich glaube ich habe es seither zweimal genutzt."
„Es ist nur ein Sprung", versprach James und führte ihn in die Gasse hinter dem Pub. Scorpius folgte ihm und sah zum Himmel wo Wolken angerollt kamen.
„Bist du sicher das du das kannst?" fragte Scorpius und zog seine Kapuze hinunter. „Weil wenn du uns zersplinterst werde ich sterben. Das ist sicher."
James zuckte beim Gedanken zusammen. „Ich kann es", versicherte James ihm. „Ainsley kann nicht richtig apparieren und ich bin mit ihr längere Strecken gereist."
Wenn Scorpius etwas absichern konnte dann das. James würde Ainsleys Sicherheit unter keinen Umständen gefährden als James nun seinen Arm austreckte nahm Scorpius ihn und hielt seine Tasche fest.
In einen Moment waren sie ausserhalb der Tore des Malfoy Manors. Scorpius erleichterter Seufzer darüber das er ganz war, war kurzlebig als eine intensive Welle der Übelkeit ihn überkam und der heftige Regen sich durch seine Kleider sog. Er warf seine Tasche gegen James' Brust schlug die Luft aus seinem Begleiter bevor er vom Weg weg stolperte.
Sich hinter einer Esche zu übergeben war nicht die triumphale Rückkehr die sich Scorpius erhofft hatte wiederrum aber hatte er in letzter Zeit nicht viel bekommen was er wollte.
„Bist du in Ordnung?" rief James besorgt über den Regen. Scorpius winkte ihn weg während er sich am Baum abstützte.
„Mir geht's gut", rief er als sich sein Magen wieder zusammenzog. „Bleib…einfach dort."
Nach einer weiteren Minute schmerzhaften Würgens („Ich wusste wir hätten besser essen sollen", murmelte James) kam Scorpius blasser als sonst wieder hervor. James reichte ihm eine Wasserflasche und Scorpius nahm sie dankbar an. Er sah zufälligen einen Albino Pfau wenige Meter weiter. Er betrachtete Scorpius besorgt und verwirrt und Scorpius hoffte das er nicht angreifen würde.
„Wirklich geht es dir gut?" fragte James.
„Mir geht es gut", versicherte Scorpius ihm. Er hasste es sich so schwach und verletzlich zu fühlen und war sich sicher das es ihn vor James nicht gut aussehen liess. „Ich hasse apparieren einfach und habe mich bereits nicht gut gefühlt."
„Vielleicht sollten wir direkt ans St. Mungos gehen."
„Auf keinen Fall", sagte Scorpius und ging den Weg hoch. Die Tore des Manor waren nicht weit entfernt und Scorpius war eifrig hinein und aus dem Regen zu kommen. Zusammen neigten sie ihre Köpfe gegen den Sommersturm und gingen zum Manor. Die Tore öffneten sich schnell bei Scorpius' Berührung und er war dankbar – dankbar in der Nähe von Hilfe zu sein, dankbar etwas so solides zum Weiterfahren gefunden zu haben und dankbar zuhause zu sein. Er sah durch seine regen verschmierte Brille zum Manor und fühlte eine so starke Sehnsucht das er sprachlos war.
Sie beeilten sich um sich im Manor Eingang unterzustellen und Scorpius stand zurück um zu Atem zu kommen als James an die Tür klopfte. Es hallte durch die Vorhalle und Scorpius hörte auf Schritte. Es gab im Innern schnelle tippende Geräusche und Scorpius grinste als die Tür zurück schwang und Dania erschien.
„Scorpius! James!"
Dania trat schnell zurück. Scorpius bemerkte das sie braune Hosen und ein weises Shirt trug – ihre Kleidung für eine Schicht in Sankt Mungos. Ihre dunklen Haare waren noch unten und Scorpius war sicher das sie sie gerade erwischt hatten bevor sie ging.
Scorpius trat schnell herein, zog seine Jacke aus und warf sie auf einen nahegelegenen Kleiderständer.
„Es ist schön dich zu sehen Dania", sagte Scorpius. „Wirklich."
Dania bewegte sich um ihn zu umarmen bekam aber sein Gesicht zu sehen und trat überrascht zurück.
„Was ist mit deiner Wange passiert?"
Scorpius griff hoch und berührte den Bluterguss auf seinem Wangenknochen. Er überlege – sollte er ihr die Wahrheit sagen? Hatte er sich etwas überlegt?
„Wo sind alle?" fragte Scorpius, zog seine durchnässten, drecken Turnschuhe aus und schwor sie nie wieder anzuziehen. Er hoffte er konnte sie los werden bevor sein Vater sie sah.
„Dein Vater ist mit Ainsley in Sankt Mungos."
„Was?" sagte James mit grossen Augen. „Geht es ihr gut? Wie sollte sie – „
Dania hob ihre Hände um ihn zu beruhigen und als James fanatisch blieb legte sie sie ihm auf die Schultern.
„Es geht ihr gut", sagte Dania streng. „Es ist eine Überprüfung. Es gibt verbotene Zutaten in ihren Tränken also muss sie regelmässig untersucht werden. Ich würde es selbst machen aber man darf der Familie nichts verschreiben."
James atmete erleichtert aus. Scorpius hörte leises Wimmern aus dem anderen Zimmer und sein Herz zog sich zusammen. Er unterdrückte den Impuls sofort zu seinem kleinen Bruder zu gehen und versprach sich selbst das wenn die Dinge sich beruhigten er einen ganzen Nachmittag damit verbringen würde mit ihm zu spielen und ihn zu knuddeln.
„Verdammt Orion ist wach", sagte Dania. Sie war angespannt und es war zu sehen. „Bleib hier – lasst ihn mich nur holen."
Dania sprach weiter mit ihnen als sie weg ging, sagte wie sie sich alle gesorgt hatten und wie froh sie war sie zu sehen aber Scorpius hörte nicht zu. Stattdessen fing er an die Haupttreppe in Richtung Dachboden hochzugehen.
Die ganze Zeit, dachte Scorpius bitter. Und die Antworten waren vielleicht genau hier.
Du hättest es nicht wissen können, sagte eine beruhigende Stimme die sich sehr nach Astoria anhörte.
Als Scorpius den ersten Stock erreichte war James ihm nachgerannt um zu ihm aufzuschliessen. Danias Stimme und Orions Geschrei verblassten im Hintergrund.
„Du musst nicht hier hochkommen", sagte Scorpius. „Es wäre vielleicht besser wenn du es nicht machst. Du bist der Sohn des Leiters der magischen Strafverfolgung und …nun ich bin sicher du kannst raten was auf dem Dachboden der Malfoys ist."
„Das einzige was ich ansehen werde ist Brutus Malfoys Gemälde", versicherte James ihm. „Ich komme mit dir."
Scorpius war dankbar. Er wollte nicht alleine dort hochgehen. Es kam ihm nicht in den Sinn das er Zauberstablos war bis sie die verschlossene Tür an der Decke erreichten.
„Hier", sagte James als Scorpius unter der Tür stoppte. James hielt seinen Zauberstab hin und Scorpius nahm in, zufrieden das er sich relativ gut in seiner Hand anfühlte. Mit einem schnellen Zauber entfaltete sich die Treppe und kam herunter und Scorpius kletterte hoch. Als er oben ankam trat er auf den kleinen Absatz. Er hielt seine Handfläche gegen die Tür und wartete das der Zaubers seines Vaters ihn erkannte und war erleichtert als er das Schloss aufschnappen hörte.
Scorpius wusste das seine Ungeduld ihn überwältigte als er die Tür öffnete und den staubigen Dachboden betrat. Er hätte auf Draco warten sollen. Schliesslich hatte er als Kind versprochen nie allein hier hoch zu kommen aber er hatte nie einen Grund dafür. Die meiste Zeit tat Scorpius so als existierte dieser Ort nicht – es gab hier unter dem verfluchtem Schmuck, zerbrochenen Zeitumkehrern und all den dunklen Dingen die die Malfoys vor ihm gesammelt hatten nichts was er wollte.
„Sei vorsichtig", warnte Scorpius James. „Fass nichts an. Ich weiss nicht was die hälfte dieses Zeugs ist aber ich weiss das es wahrscheinlich gefährlich ist."
„Verstanden", sagte James und sah sich um. Er sah leicht unwohl aus und verschränkte die Arme, betrachtete ein Paar Ohrringe mit schweren schwarzen Steinen die das Licht um sie aufzusaugen schienen.
Gegen den Rücken eines grünen Ledersofas lagen eine Reihe Gemälde die mit einem schweren schwarzen Samt Tuch bedeckt waren. Scorpius deutete auf sie und James nickte zögernd aber entschlossen.
„Vielleicht solltest du aus dem Blickfeld gehen?" sagte Scorpius. „Es läuft vielleicht besser wenn er nur mich sieht da ich – du weisst schon…" Scorpius verlor sich deutete auf sich.
„So offensichtlich ein Malfoy bist?"
Er zuckte mit den Schultern und nickte. James grinste und trat zu Seite wo er ausserhalb des Blickfeldes des Rahmens des Gemäldes war.
Scorpius zog das Samt Tuch weg, wirbelte eine kleine Staubwolke auf und warf es auf das Sofa. In einer schönen Linie war eine Reihe von hochwertigen Rahmen mit stillen Bildern, jeder hatte einen kleinen goldenen Schriftzug mit dem Namen des Objektes – Lucius Malfoy I, Septimus Malfoy und Abraxas Malfoy standen alle in einer Linie auf einer Seite während Brutus Malfoy und Lucius Malfoy II separat waren und überraschend von einem Gemälde von Narcissa Malfoy begleitet wurden.
Er fühlte ein bekanntes Unbehagen als er ihre ruhigen Gesichter sah. Sein Haaransatz sah aus wie der von Septimus und man konnte nicht leugnen das er der Sohn seines Grossvaters hätte sein können anstelle von Dracos. Die Form seiner Augen welche leicht anders waren als die seines Vaters sahen mehr wie Abraxas aus und er schien Brutus ausgeprägteren Kiefer geerbt zu haben. Alle hatten unglaublich blonde Haare, ausser Septimus der später im Leben mit leuchten weissen Zopf und Bart dargestellt worden war.
Wenn er diese Malfoy Männer ansah fühlte er als wäre der Einfluss seiner Mutter nur ausgedacht. Er war offensichtlich einer von ihnen.
Scorpius sah auf den Zauberstab in seiner Hand bevor er so tief durchatmete das seine Kehle brannte und er deutete damit auf Brutus' Gemälde mit dem Willen es wieder zu beleben.
Er bekam mehr als er erwartet hatte. Nicht nur wurde Brutus' Portrait wieder lebendig sondern auch Abraxas und Scorpius' Grosseltern. Nur der ältere Lucius und Septimus welche weiter weg waren schliefen weiter.
„Verdammt", murmelte Scorpius durch zusammen gebissene Zähne. Narcissa schien die einzige bei genug Bewusstsein zu sein um es zu bemerken und sie sah ihn an.
„Draco?" fragte sie verwirrt.
Scorpius schüttelte den Kopf. Seine Grossmutter hatte ihn geliebt und als sie und Lucius an einer veränderten Form von Drachen Pocken gestorben waren als er noch ein Kind war hatte er sie vermisst.
„Nein", antwortete er. „Ich bin Scorpius."
Ihr Gesicht wurde zu einem weichen lächeln.
„Natürlich", sagte sie ihre kalte Stimme so warm wie möglich. „Natürlich bist du es. Du bist so viel älter als das letzte mal als ich dich gesehen habe. Wie alt bist du jetzt?"
„Zwanzig", sagte er. Er fühlte sich viel älter.
Lucius schnaubte und lächelte schmierig. „Er sieht genau wie Draco aus", sagte Lucius als wäre es eine Leistung. Er sah sich um, streckte sich als könnte er über die Grenzen seines Portrait sehen. „Wo ist er?"
„Er ist nicht hier", sagte Scorpius.
„Wieso zur Hölle bist du allein auf dem Dachboden?" wollte Lucius wissen. „Dein Vater ist nicht gestorben oder?"
„Nein Vater geht es gut."
„Wo sind wir?" fragte Brutus. Seine Stimme war rau und sein Tonfall streng. „Das letzte woran ich mich erinnere ist das wir in diesem lächerlichen Ferienhaus von dir waren Lucius."
Lucius verdrehte die Augen. „Waren wir."
In Scorpius' Augenwinkel bewegte sich James unwohl seine feuchten Schuhe schmatzten auf den schwarzen Bodenbrettern. Mehr den je musste James ausserhalb des Blickfeldes bleiben – Lucius und Narcissa würden in sicherlich als Weasley wenn nicht als Potter erkennen.
„Dad hat euch hierher zurück gebracht", erklärte Scorpius. „Er hat vor einer Weile das andere Haus ausgeräumt da wir es nicht nutzten."
„Nun bring uns auf den neusten Stand Junge", verlangte Abraxas. Seine Stimme klang beinahe gleich wie die seines Sohnes. Lucius wurde beim Tonfall seines Vaters bleich. „Wir hatten in diesem fürchterlichen Haus kaum Interaktionen. Nur uns selbst mit denen wir sprechen konnten."
„Ja ist alles in Ordnung?" fragte Lucius. „Du siehst nicht gut aus Scorpius."
„Oh nun es hat geregnet und ich war damit beschäftig die Dinge auf dem Dachboden aufzuräumen", log Scorpius.
„Was ist mit deinem Auge passiert?" fragte Narcissa aufrichtig besorgt. „Bist du gestürzt?"
Abraxas schnaubte abfällig und sprach zu seinem Sohn. „Wenn ich mich recht erinnere warst du ein tollpatschiges Kind Lucius", sagte er. „Auch wenn es scheint das es bei ihm länger geblieben ist."
Scropius griff den Zauberstab fester und biss sich auf die Zunge. Er wollte nicht mehr Ähnlichkeiten mit Lucius haben als er sich bereits bewusst war.
„Es gibt etwas worüber ich mit euch sprechen wollte", begann Scorpius vorsichtig. Er entschied sich mit Schmeicheleien anzufangen. „Ich weiss ihr habt alle einen grossen Wissensschatz über die Geschichte der reinblütigen Familien in Grossbritannien und einige aus Europa."
„Allerdings", sagte Abraxas wichtigtuerisch. Scorpius wünschte sich er könnte nur das Portrait seines Urgrossvaters einfrieren aber war nicht sicher ob er wusste wie.
„Nun ich brauche sehr spezielle Informationen", erklärte Scorpius. „Grossvater, Grossmutter – ihr erinnert euch an meine Mutter."
„Natürlich tun wir das", sagte Lucius kühl. Es war kein Geheimnis das er nicht Astorias Fan gewesen war und Scorpius wollte nichts mehr als ihm eine lange Auflistung zugeben weshalb seine Mutter die beste Frau auf der Welt war aber um seiner und um Ainsleys Willen hielt er den Mund.
„Ich muss wissen wer die Greengrass Familie verflucht hat", sagte Scorpius und unterdrückte den Drang seine Füsse zu bewegen. „Ich weiss es war im 16. Jahrhundert und ich weiss das der Nachnahme nicht viel später von Gringras kam."
Seine Augen flogen über die Portraits und er passte auf Brutus nicht zu lange anzustarren. Er wollte ihn nicht aufregen sollte er Informationen haben und er hoffte das er die unbequemen, prüfenden Blicke seiner Vorfahren nicht umsonst ertrug. Sicherlich wenn etwas in magischer Krieger publiziert worden war musste einer von ihnen etwas wissen…
„Solch eine Schande", sagte Abraxas. „Wie konntet ihr euren Sohn eine von ihnen heiraten lassen?"
„Glaub mir ich habe versucht es zu verhindern", spie Lucius zurück. „Schwaches Mädchen. Zu nett, zu Muggel liebend. Ich gebe ihrer Familie die Schuld. Sie blieben von der Muggel Gemeinschaft weg haben ihr aber die Wichtigkeit das selbe zu tun nicht beigebracht."
Narcissa sagte merklich nichts und sah Scorpius neugierig an, ihre Finger spielten mit der massiven dunklen Steinkette um ihren gemalten Hals.
Abraxas rümpfte seine lange, krumme Nase über Scorpius. „Das letzte mal als wir mit Draco gesprochen haben hat er in den höchsten Tönen von dir gesprochen", sagte Abraxas. „Ich glaube er sagte das du zu der Zeit dein sechstes Jahr in Hogwarts beginnst – sagte du wärst ausserordentlich klug und gefasst aber wenn ich dich jetzt sehe, sehe ich es nicht."
Scorpius sah hinunter auf seine durchnässten Füsse und feuchten Jeans und wiegte sich von einem Fuss auf den anderen.
„Ihr habt mich an einem schlechten Tag erwischt", sagte Scorpius und spielte mit seinen Ärmeln. „Zurück zur Greengrass Familie – „
„Ist das ein Ehering?" fragte Narcissa plötzlich. „Oh Liebling hast du geheiratet?"
Die Tränen die in seinen Augen aufstiegen waren unwillkommen und Scorpius richtete seine Brille, hoffte sie würden sie verbergen weil er sie nicht aufhalten konnte. Er war erschöpft und schmerzte und als er auf den dünnen Ring blickte wünschte er sich Albus wäre da. Alles war leichter wenn Albus da war.
Scorpius entschied sich die Dinge zu vereinfachen. Malfoy der Unerschrockene ist ein ausgezeichneter Lügner, erinnerte es sich selbst, und ich muss weiter lügen. Ausserdem weiss ich nicht wofür sie mich mehr hassen würden – schwul zu sein oder einen Potter zu heiraten.
„Ja", sagte er.
„Erzähl uns von ihr", bat Narcissa. Scorpius wusste das sie es gut meinte – sie war ehrlich interessiert an seiner Frau, während Lucius, Brutus und Abraxas nickten und ihn weiter baten wahrscheinlich aus der Neugier über die Sicherheit ihrer genetischen Linie.
„Ich würde euch lieber später bekannt machen", wehrte Scorpius ab absolut unwillig zu lügen und ihnen zu sagen das er mit jemandem anderes zusammen war als Albus. Er würde damit eine Linie überschreiten und er hatte bereits zu viele überschritten. „Vielleicht kommen wir wieder wenn wir können."
„Ich bin sicher sie ist entzückend", sagte Brutus gelangweilt. „Hoffentlich ist sie besser als was den Vater gewählt hat."
Scorpius war am Ende seiner Kräfte.
„Meine Mum war reizend", verteidigte Scorpius. „Und sie wurde uns durch den Fluch zu früh genommen darum muss ich wissen wer ihre Familie verflucht hat."
„Nun ich habe keine Ahnung", sagte Abraxas unbekümmert. „Ich habe mich nicht mit solchen Leuten getroffen."
Lucius betrachtete Scorpius und schüttelte still den Kopf. Er sah in Narcissas Rahmen und schüttelte seinen Kopf zu ihr.
„Wir wissen es auch nicht", sagte Lucius.
„Ich auch nicht", sagte Brutus.
Scorpius seufzte und rieb sein Gesicht, wischte das Wasser weg welches aus seinen Haaren tropfte.
„Ich habe nachgeforscht", sagte Scorpius und wagte es Brutus zu fokussieren. Er verstand wieso Margery entschieden hatte ihn einfach ´die Bestie´ zu nennen. Seine schroffe Stimme trotzte seiner schicken Erscheinung und sein Knurren war etwas zum Anschauen. „Ich habe eine alte Ausgabe von magischer Krieger gefunden die erwähnte das Abel Gringras verflucht wurde und kurz darauf starb und es gab einen Satz das du den Lesern versichern kannst das seine Familie und ihre Art nicht länger ein Problem sein würden – ich glaube sie nannten sie einen Schandfleck für unsere Gemeinschaft oder etwas ähnliches."
Brutus lächelte spöttisch. „Sie waren ein Schandfleck", sagte er. „Eine Schande als Zauberer. Sie halfen ihren Muggel Diener bei jeder Gelegenheit, boten magische Lösungen für Probleme und tarnten es als Wissenschaft oder göttliche Fügung. Der Bastard Abel hat seiner Nichte erlaubt einen Squib zu heiraten der als Kind verstossen oder getötet hätte werden sollen. Familien wie diese verdünnen unser Blut Junge", sagte Brutus. „Vergiss das nicht."
Scorpius hielt den Atem an beleidigt an Stelle seiner Mutter und Ainsley.
„Ich bin froh zu sehen das du geheiratet hast", sagte Abraxas. „Du kannst die Malfoy Linie aufleben lassen. Ich hoffe die Herkunft deiner Frau kann sie stärken aber wenn du so klug bist wie dein Vater einst sagte bezweifle ich es nicht."
Scorpius sah in jedes Gesicht und wiegte seine Optionen ab. Wenn der letzte Kontakt den sie hatten nach seinem sechzehnten Geburtstag war dann wussten sie nichts von Albus und sie wussten auch nichts von Dania oder Orion (auch wenn er nicht sicher sein konnte) was ihm einen leichten Vorteil gab.
Im Augenwinkel konnte Scorpius James perfekt still stehen sehen seine Arme eng über seine Brust verschränkt. Scorpius wagte es nicht ihn anzusehen aber er konnte das Unwohl sein auf seinem Gesicht fühlen.
„Ich werde nichts aufleben lassen ausser ich bin in der Lage den Fluch zu brechen", sagte Scorpius. „Ich habe was meine Mutter hatte und ich werde es nicht weitergeben. Es ist… nun es ist fürchterlich um ehrlich zu sein."
Sowohl Lucius und Narcissa verzogen das Gesicht.
„Ich habe es dir gesagt", spottete Abraxas über Lucius. „Ich habe es dir gesagt."
„Ja ich weiss", fauchte Lucius.
Narcissa sah eifrig von ihrem Mann zu ihrem Enkel. „Hast du einen Weg gefunden ihn zu brechen?"
Scorpius' Stimme brach als er ihr sagte. „Potentiell", sagte er. „Aber ich muss zuerst wissen wer verantwortlich war und ich muss es sicher wissen. Ansonsten stirbt die Malfoy Linie mit mir."
Diese Wahrheit traf Abraxas und Brutus hart. Brutus' Grinsen verstärkte sich.
„Wenn du so schwach bist wie sie es war dann solltest du unseren Stammbaum nicht vortragen", spie Brutus. „Dein Vater sollte seine Pflicht erfüllen und erneut heiraten. Er sollte mehr Kinder haben um das Malfoy Vermächtnis fortzutragen."
„Mein Vater weigert sich erneut zu heiraten", pokerte Scorpius. „Er wird keine weiteren Kinder haben."
„Dann verdient er es zu sehen wie sein Stammbaum stirbt", sagte Abraxas. „Offensichtlich ist er zu schwach um fortzubestehen. Ich gebe dir die Schuld Lucius."
„Natürlich tust du das", sagte sein Grossvater gedehnt, verdrehte die Augen und sah zur Decke hoch bevor er Scorpius fragte, „wieso will er nicht erneut heiraten wenn er weiss das du krank bist?"
„Er sagt meine Mutter war die einzige Frau für ihn", sagte Scorpius.
„Lucius", warnte Narcissa. Lucius schüttelte nur beschämt den Kopf.
Brutus murrte noch mehr. „Muggel liebende Zauberer sollten wie ihre geliebten Muggel leben und sterben", sagte er. „Für den Willen unser Art sollten sie keine magischen Kinder haben. Sie sollten ihren Platz kennen."
Scorpius betrachtete Brutus als er sich im Raum umsah – überall ausser zu Scorpius selbst. Die weiterführende Schimpftirade schien plötzlich persönlich.
„Vielleicht stimme ich dir zu Brutus", sagte Scorpius. „Was lässt dich glauben ich könnte den Namen Malfoy nicht forttragen?"
„Blutflüche sind knifflig Junge", sagte Brutus. „Ich habe von dem der auf Abel gelegt wurde gehört. Er war nicht darauf ausgelegt all seine Nachkommen gleichermassen zu treffen."
„Was meinst du?"
„Lucius hat mir von deiner Mutter und ihrer Familie erzählt. Ihr Schwester hat den Fluch nicht getragen oder?"
Scorpius schüttelte den Kopf stirnrunzelnd. „Nein hat Daphne nicht."
„Sie muss die Reiblut Ideale hochgehalten haben", sagte Brutus mit einem verdrehten Lächeln. „Sie muss zu unserer Art gestanden haben den der Fluch war nur für die in Abels Linie gedacht die ihrem Blut und den Zauberern trotzen in dem sie sich mit Muggeln einlassen oder sich weigerten die Magie ihrer Familie bei ihren Kindern rein zu halten. Offensichtlich hat Draco die falsche Schwester gewählt."
Scorpius' Atem wurde flach und unregelmässig. Kälte überkam ihn und er dachte es wär nur die Reaktion seines Körpers aber James zitterte und er wusste das der Temperatursturz extern war. Er wollte sich verzweifelnd entschuldigen konnte es aber nicht. Seine Schultern sackten zusammen und er starrte Brutus erschrocken an als sein Vorfahre fortfuhr.
„Also du Junge – du musst kein gutes Beispiel unserer Art sein wenn du den Fluch trägst", sagte Brutus.
„Also warst du es", sagte Scorpius. Er fühlte eine bekannte Störung in seiner Kehle und atmete tief durch um sich zu beruhigen damit er nicht anfing wieder zu bluten. Er sah bereits schrecklich genug aus und Dania würde verlangen das er direkt ins Sankt Mungos geht. Er musste nicht schlimmer aussehen wenn sein Vater ihn sah.
„Das habe ich nicht gesagt", warnte Brutus ihn.
Narcissa fauchte erneut. „Lucius."
„Ich weiss nicht wer du bist Junge", fuhr Brutus fort. „Aber ich bin mir ziemlich sicher das dein Vater dich nicht als den Reinblut Gentleman erzogen hat der du sein solltest – „
„Trotzdem", begann Scorpius, „ich bin der letzte und ich muss sicher wissen wer Abel Gringras verflucht hat."
„Und ich sagte dir – ich weiss es nicht", fauchte Brutus so aggressiv das Scorpius sicher war das er aus seinem Portrait kriechen und seinen Nachfahren erwürgen würde wenn er könnte.
Narcissa sprach lauter. „Lucius."
Scorpius wandte sich von Brutus zu seinen Grosseltern welches sich durch ihre Bilderrahmen anstarrten. Lucius Kiefer war angespannt und Narcissa starrte ihn mit weiten, blassen Augen an.
„Lucius er ist unser einziger Enkel", sagte Narcisse mit zittriger Stimme.
„Du hältst den Mund Sohn", sagte Abraxas leise. „Der Junge ist offensichtlich keiner von uns."
Lucius ignorierte ihn und starrte seine Frau an.
Scorpius räusperte sich. „Grossvater weisst du etwas?"
„Wir Portraits sind schon lange zusammen", erklärte Lucius seine Augen auf Narcissas gerichtet. „Alles was wir haben sind unsere Erinnerungen und so haben wir beinahe über alles gesprochen."
Scorpius sah wie Narcisse ihrem Mann drei Worte zuflüsterte als kleine Farbtränen über ihre Wange rollten. „Denk an Draco."
Lucius sah umgehend zurück zu Scorpius. „Es war Brutus", bestätigte Lucius. Abraxas' Stöhnen wurde durch Brutus' Wut Schrei übertönt. „Er war es."
„Bist du sicher?" fragte Scorpius seinen Grossvater schnell. „Ich weiss nicht was mit mir passiert wenn ich die Heilung versuche und falsch liege."
„Ich bin sicher", sagte Lucius.
„Wir wussten es nicht bis unsere Portraits nach dem Tod deiner Mutter zusammengelegt wurden", fügte Narcissa hinzu. „Ich hatte keine Ahnung das es einen Gegenfluch geben könnte aber wenn wir es gewusst hätten hätte ich es deinem Vater gesagt. Bitte – bitte sag ihm das."
„Das werde ich", versprach Scorpius. „Das werde ich. Danke – „
Scorpius hätte ihnen hundert mal gedankt aber plötzlich erstarrten die Portraits und ihre Bewohner sanken leblos gegen ihre Rahmen. Er sah verwirrt zu dem Zauberstab in seiner Hand.
Er warf James einen fragen Blick zu merkte aber das James' Aufmerksamkeit wo anders war. Er starrte an Scorpius vorbei zur Tür. Sein Gesicht war überraschend mitfühlend und Scorpius wusste was er sah noch bevor er sich umdrehte.
Draco stand auf der Schwelle mit Dania an der Seite und senkte seinen Zauberstab. Sie hielt seine Hand fest und rieb seine Schulter sanft sah wie er Scorpius von Kopf bis Fuss betrachtete – schmutzige Socken, Blutergüsse und verschmierte Brille.
Scorpius wollte das er wütend war. Er wollte das Draco ihn anschrie – er sollte ihm sagen das es falsch von ihm war wegzulaufen, falsch das er log und falsch das er alleine auf den Dachboden kam. Wut wäre leichter zu ertragen als der geschlagene Ausdruck den er trug. Das komplette Fehlen von Schock sagte Scorpius sofort das Draco vorher gewusst hatte das er krank war was beruhigend war. Es war wenigstens etwas was er nicht erklären musste.
Das bedeutet Albus weiss es auch, nahm er an.
„Hi Dad", murmelte Scorpius und brach die Stille. Er streckte James' Zauberstab aus und James nahm ihn schnell als Scorpius müde auf seinen Vater zu ging. Das Gewicht von dem was er soeben erfahren hatte wurde mit jedem Schritt schwerer.
Es war ein Malfoy gewesen. Natürlich war es ein Malfoy gewesen. Es erklärte alles – wieso der Fluch schneller durch ihn ging als durch seine Mutter und wieso Ainsley mehr Zeit zu haben schien. Es erklärte seine Kräfte und wieso es schmerzte sie zu nutzen sobald er krank wurde. Das Greengrass Blut seiner Mutter stiess mit seinem Malfoy Blut aneinander und die Energie die sie schafften brachte ihn um.
Jin hatte ihn vor ein paar Wochen gefragt ob er dachte das seine alternativen Kräfte ein Symptom war. Zu dem Zeitpunkt hatte Scorpius nicht darüber nachgedacht aber nun…nun musste Jin schreiben und ihm sagen das er recht hatte.
Draco streckte seine Arme aus und Scorpius trat umgehend hinein vergrub sein Gesicht in die Schulter seines Vaters wie ein Kind. Er hielt Draco fest, seine Hände ballten sich ich in das schwarze Hemd seines Vaters, packte ihn als würde er verschwinden und Draco hielt ihn sanft eine Hand streichelte den Kopf seines Sohnes. Sein Griff war vorsichtig und bedacht weil er wusste das er sanft sein musste um seinen Sohn nicht zu verletzten. Er hatte das schon einmal durchgemacht was Scorpius mehr schmerzte als wenn man ihn in den Bauch geschlagen hätte.
Wenn wir es nur gewusst hätten, dache er. Wir hätten sie retten können.
Mit diesem Gedanken brach Scorpius zusammen. Er schluchzte in den Kragen seines Vaters und fühlte wie sich Dracos Griff um ihn etwas verstärkte.
„Es ist in Ordnung Scorpius", sagte Draco und glättete das feuchte Haar seines Sohnes. „Du bist jetzt zuhause. Du hast dich so gut geschlagen."
„Wir hätten sie retten können", sagte Scorpius gedämpft durch Dracos Schulter. Es war ihm egal das James und Dania ihn weinen sahen. Sein Kummer schien komplett gerechtfertigt.
„Ich weiss, aber wir wussten es damals nicht", sagte Draco. „Ich habe überall nach Informationen gesucht die ihr helfen konnten fand aber an keinem Ende etwas. Ich habe die klügsten Köpfe danach suchen lassen."
„Aber wir hätten sie retten können."
„Scorpius du von allen Menschen weisst das wir die Vergangenheit nicht ändern können", sagte Draco, zog sich zurück und legte seine Hände an die Seiten von Scorpius' Gesicht. Unter seinem traurigen Lächeln war etwas Stolz als er Scorpius in die Augen sah und sehr klar sagte: „Sie wäre so stolz auf dich."
Scorpius biss sich fest auf die Lippe und nickte. Astoria wäre vielleicht stolz auf ihn aber er hätte sie lieber hier damit sie es ihm selber sagen konnte und vielleicht würde es eines Tages reichen es zu wissen aber noch nicht jetzt.
Draco zog ihn in eine erneute Umarmung, gab ihm Zeit sich zu sammeln und zu Atem zu kommen.
„Beide deiner Eltern haben dir ein schweres Vermächtnis mitgegeben", flüsterte Draco damit nur Scorpius es hörte. „Du hast diese Last wunderbar getragen egal was passiert."
Scorpius blieb still und versuchte sich zu beruhigen und als er es konnte murmelte er zu niemand bestimmten –
„Kann jemand Albus holen? Bitte?"
„Ich lass ihn holen", sagte Draco. „Nachdem wir dich ins Sankt Mungos gebracht haben."
„Aber – „
„Kein aber", sagte Dania. Scorpius zog sich zurück und sah sie an. Sie sah leicht unwohl aus und Scorpius konnte sich vorstellen wieso. Dania war immer respektvoll gegen über Astorias Erinnerung gewesen – es war eines der Dinge die Scorpius am meisten an ihr mochte – aber nun musste sie danken das ihr Mann sich wünschte das seine verstorbene Frau bei ihnen wäre.
„Du gehst für eine Überprüfung und zur Behandlung ins Sankt Mungos", bestand Dania. „Genau jetzt. Albus kann dich dort treffen."
Scorpius fühlte eine Hand auf seinem Rücken. James war zu ihnen gestossen und nickte zustimmend zu Dania.
„Lass uns gehen", sagte James. „Wir müssen Ainsley sagen das wir vielleicht eine Heilung haben."
Scorpius sah Draco für eine Sekunde in die Augen und wusste das er das selbe dachte. Der Gegenfluch wäre für Ainsley vielleicht ein gefundenes Fressen wenn es das richtige Mittel wäre. Im Licht der neuen Entwicklungen war es wie auch immer weniger sicher für Scorpius. Er sah schnell weg von seinem Vater und nickte zustimmend.
„Okay. Lasst uns gehen."
Zu ihrer Ehre stellte Dania sicher das Scorpius' Untersuchungszimmer nicht das selbe war wie nach dem Kidnapping in seinem siebten Jahr. Sie setzte ihn auf den Untersuchungstisch und liess ihn einen Standard Aufbereitungstrank trinken bevor Draco sich entschuldigen konnte um nach Albus zu rufen. James ging um Ainsley im blau-grünen Trankabteil zu suchen (nicht ohne Scorpius zuvor ermutigend zu umarmen was er dankbar annahm) und ihn mit Dania allein liess welche sich damit beschäftigte Tränke zu lesen und eine Diagnose Zauber zu sprechen und Orion welcher bequem in seiner Babyschale auf einem nahegelengen Stuhl lag.
„Dein Blutdruck ist hoch", sagte sie ihm als sie etwas fanatisch Zutaten aus den Schränken holte. „Und dieser Bluterguss auf deiner Wange sieht schlimm aus. Gibt es mehr?"
„Ein paar", sagte Scorpius. „Es gab ein… Ding in einer Bibliothek vor ein paar Nächten. Ich wurde etwas umhergeworfen."
Sie warf einen misstrauischen Blick über ihre Schulter.
„Ich verspreche ich erzähle euch später alles", sagte Scorpius.
„Lass mich sehen", antwortete Dania. Sie entzündete das Feuer unter einem kleinen Kessel mit einem schnellen incendio bevor sie ihren Zauberstab einsteckte. Scorpius knöpfte sein Hemd auf und zeugte den Bluterguss auf seiner Schulter. Zum ersten mal in mehr als einem Tag erhaschte er einen Blick auf sich selbst in dem Spiegel am anderen Ende des Zimmers.
Wenn er sich nicht schon schlimmer gesehen hätte wäre er verstört gewesen. Ähnlich wie mit siebzehn war er dünner, geschlagen und schmutzig auch wenn weniger stark. Er hatte einen Tag oder so nicht rasiert und hatte einen gleichmässige Stoppeln. Seine Unterlippen war vom draufbeissen dunkel und seine Rippen waren besser zu sehen als normal was er auf den Fakt schob das er Albus exzellente Kochkünste nicht hatte.
Dania rührte mehrere Zutaten ruhig im Kessel bis Scorpius das Zischen des kochenden Tranks hörte.
„Du hättest zu mir kommen sollen", sagte sie schliesslich als sie auf Scorpius zu ging. Sie stellte den heissen Kessel neben ihn auf den Tisch und tippte mit ihrem Zauberstab dagegen. Der Rauch verlangsamte sich als er abkühlte.
„Es tut mir leid", murmelte Scorpius beschämt. „Ich weiss ich habe alle verärgert."
Dania hielt vor ihm stehend inne. Sie war nicht klein und da Scorpius auf dem Tisch sass waren sie auf Augen höhe.
„Ich glaube dein Vater wusste es für eine Weile", sagte Dania. „Aber ich glaube er war bis vorgestern nicht sicher."
Scorpius sah weg, schlug seine Zehen zusammen und spielte mit den nun losen Kanten seine Hemds. Dania tunkte einen sauberen Lappen in den Kessel, liess ihn mit Zaubertrank vollsaugen bevor sie anfing ihn auf Scorpius' Prellungen anzuwenden beginnend mit seinem Gesicht.
„Er muss wütend sein."
„Ist er nicht", sagte Dania und entging Scorpius' Blick. „Er versteht komplett wieso du getan hast was du getan hast. Ich glaube ich war wütender als er es war aber Draco hat deinem Urteil immer vertraut."
Irgendwie war das schlimmer als wenn er gehört hätte das Draco seinen Namen verflucht hatte während er sich damit arrangierte.
„Ich kann mir nicht vorstellen…" Dania verlor sich und presste den Lappen an Scorpius' Schulter. „Deine Mum. Zu wissen das sie hätte…"
Scorpius griff Danias Hand und hielt sie fest.
„Bitte lass Dads Verwirrung dich nicht glauben lassen, dass er etwas ändern würde", sagte Scorpius. Dania sah erstaunt aus hielt aber still. „Das ist der Mann der einen Zeitumkehrer hatte und ihn nicht genutzt hat um mit seiner verstorbenen Frau zu sprechen. Ich glaube…ich glaube Dad hat so viel durchgemacht das er akzeptiert das die Vergangenheit nicht verändert werden kann und ich glaube nicht das er etwas an dir und Orion verändern würde wenn er jetzt die Chance hätte. Nur…wenn er für eine Weile komisch ist, lass ihm Raum."
„Dein Vater ist immer komisch", sagte Dania trocken. „Er hat mehr Kleider als ich in meinem ganzen Leben und verbringt mehr Zeit mit seinen Haaren als jede Frau die ich kenne."
Scorpius grinste sie an. „Wenn es etwas wert ist Dania ich bin sehr froh das du in unsere Leben getreten bist."
„Ich bin glücklich das zu hören", sagte sie und setzte ihre Behandlung fort. Scorpius zuckte zusammen als sie den Lappen wieder auf seine Schulter drückte fühlte aber sofort Erleichterung als der Trank durch seine Haut sank und den Punkt wärmte. Als sie ihn wegnahm verschwand die Wärme nicht. „Besonders da wir uns nicht unter den Besten Umständen kennengelernt haben. Ich war nie ganz sicher ob dich das stört."
„Natürlich nicht", sagte Scorpius. „Wir Malfoys suchen in diesen Tagen das Licht in der Dunkelheit. Du bist die gute Sache die aus diesem Debakel kam."
Dania lächelte vor sich hin und trat zurück.
„Das sollte für eine Weile helfen", sagte Dania. „Ich muss deine Tränke von der Apotheke unten holen wo Ainsley sein sollte. Es wird vielleicht ein paar Stunden dauern sie zu bekommen. Ich werde zurück kommen und sie abholen aber im Moment muss ich auf den Blutaufbereitungstrank und das Diptam warten."
„Werden es die sein die Mum hatte?"
„Ich fürchte schon", sagte Dania. „Und ich kann mit dir nicht mit der schwachen Dosies anfangen. Wir müssen das Blutungsproblem unter Kontrolle kriegen und das wird eine Weile dauern."
Scorpius seufzte und liess den Kopf hängen. „Das wird das Arbeiten nicht sehr einfach machen." Danias Augen weiteten sich und Scorpius sah sie neugierig an.
„Scorpius du hast keinen Job mehr", sagte sie ihm langsam. „Du bist knapp einer Anklage entkommen. Es würde mich nicht überraschen wenn das Ministerium nicht bereits im Manor ist und sich greift was wo aus dem Archiv genommen hast."
Scorpius sollte verärgert sein. Er hätte zerbrochen sein sollen das ihm sein Job genommen wurde aber stattdessen fühlte er keine Reue. Er hatte getan was er musste und hatte sich und Ainsley die beste Chance gegeben auf die er hoffen konnte und das könnte er niemals bereuen.
„Das ist in Ordnung", sagte er müde. „Ich habe noch viele Bücher zum lesen. Ich werde lernen zu kochen oder so etwas."
Dania tätschelte seinen Kopf warm lächelnd. „Das ist die richtige Einstellung."
Draco kam zurück in den Raum und schloss die Tür schnell hinter sich.
„Ich habe den magischen Zoo angefloht", sagte er Scorpius. „Ich habe mit einem der Direktoren gesprochen. Albus war in einem Grindeloh Tank aber sie sagen ihm wo du bist. Er wird bald hier sein."
„Danke", sagte Scorpius und seufzte erleichtert. „Vielen Dank."
Orion fing an sich in seiner Schale zu bewegen und Dania hob ihn schnell hoch. Scorpius sah wie seine kleinen Hände und Füsse wackelten als sie ihn beruhigte und ihn auf und ab hüpfen liess.
„Gib ihn her Liebling", sagte Draco freundlich. „Ich weiss du warst die halbe Nacht mit ihm wach."
Dania übergab Orion vorsichtig und Draco setzte sich neben Scorpius, welcher nicht zögerte sich an seinen Vater zu lehnen, auf den Untersuchungstisch. Er legte seinen Kopf gegen Dracos Schulter, liess sich die Stille im Raum aufnehmen – die Ruhe bevor Albus der unumgängliche Sturm kam.
„Ich war die halbe Nacht wach", stimmte Dania zu. „Also werde ich uns unten etwas Tee holen. Und du – „sie deutete auf Scorpius. „Du wirst eines ihrer furchtbaren Eiersalat Sandwiches essen ob du es magst oder nicht. Es wird dich über Wasser halten bis du eine gute warme Mahlzeit kriegst."
Sie lächelte ihn warm an und Scorpius nickte froh zu gehorchen.
„Ja ma'am", sagte er.
Als Dania ging war es noch ruhiger – nur das Atmen seines Vaters und Bruders. Scorpius schloss die Augen, er fühlte sich schwer gegen Draco und schlief beinahe ein bis Draco Orion verlagerte befreite einen Arm um ihn um Scorpius' Schultern zu legen.
„Geht es dir gut?" fragte Draco sanft. Er streichelte Scorpius' Haar wieder auf die selbe Art wie er es getan hatte wenn Scorpius als Kind verärgert war. Scorpius störte es kein bisschen.
„Nein", sagte Scorpius ehrlich. „Aber ich hoffe das wird es."
„Ich habe Horace Slughorn über die Trank Informationen die du geschickt hast blicken lassen", sagte Draco. „Und Albus hat es an seinen Fluch Brecher Freund geschickt. Sie sagen es wird etwa zwei Monate dauern. Es ist komplizierter als Vielsafttrank."
„Natürlich ist es das", sagte Scorpius. „Aber zwei Monate sind nicht solang wenn du darüber nachdenkst."
Dracos Hand hielt einen Moment inne. „Es ist eine lange Zeit in der ich mich fragen muss ob es dir gut geht."
„Wie lange weisst du es?"
„Ich habe es vermutet als die gegangen bist ohne dich zu verabschieden", bestätigte Draco. „Aber ich wusste es nicht sicher bis zum letzten mal als ich mit Albus mit dir gesprochen habe."
„Also weiss es Albus."
„Ich fürchte schon", sagte Draco. „Er ist nicht zufrieden mit dir."
Scorpius sah zu Orion hinunter der friedlich in Dracos Armbeuge lag. Wie er sich wünschte er könnte zurück gehen als sein Vater ihn tragen konnte und ihn seine Mutter in den Schlaf sang. Er würde beinahe alles geben.
„Es tut mir leid das du das nochmal durchmachen musst", flüsterte Scorpius und griff nach Orion. Er liess seinen kleinen Bruder seine kleine Hand um seinen Zeigefinger schlingen.
Draco schüttelte den Kopf. „Es ist nicht deine Schuld", versicherte er Scorpius. „Aber es ist…es ist sehr schwer dich so zu sehen."
Scorpius starrte wieder in den Spiegel und sah ein Portrait der letzten drei Malfoy Männer in unterschiedlicher Notlage – einer starb, der eine hatte Angst seinen Sohn zu verlieren und der dritte wünschte sich zuhause in seiner Krippe zu sein.
„Aber ich will alles hören wie du es herausgefunden hast", sagte Draco. „Du warst endlich in der Lage deine Bücherwurm Fähigkeiten gut einzusetzen."
Scorpius seufzte und schloss die Augen. „Gleich", sagte er und Draco verstand. Sie wurden still und warteten auf Albus.
James ging so schnell er konnte in den blau grünen Trank Flügel. Als er unter dem Schild und dem Haupteingang durchging hatte er erwartet das er mehrere Gänge durchsuchen musste um herauszufinden wo Ainsleys Heiler war. Stattdessen sah er sich gleich beim Eintreten, sie stand am langen weissen Schalter wo Patienten ihre Tränke holten oder Zutaten kontrollierten. Er stoppte seine Turnschuhe quietschten auf dem Boden und sah sie mit einer Welle voller Zuneigung an.
Es waren noch ein paar andere Leute da und eine kleine Familie stand neben ihr und wartete ebenfalls. James sah wie sie zu dem kleinen Mädchen hinunter lächelte die Kreise um Ainsleys Beine rannte und den weissen Saum ihres dunkel blauen Kleids zerzauste. Er war unheimlich erleichtert sie lächeln und ihren Kopf schütteln sehen und der entschädigenden Mutter sagte das ihre Tochter gut ist.
Sie war etwas blass und sah etwas müde aus aber sie war auf den Füssen grinste und war ganz. Nachdem er merkte wie krank Scorpius war (und wie sehr die Begegnung mit den Dementoren ihn beeinflusste) wurde er von Dankbarkeit überwältig die Farbe in ihren Wangen und das Lächeln auf ihrem Gesicht zu sehen. Er hatte sich mit seinen Gedanken in sehr dunkle Orte gebracht und hatte sich überzeugt das es ihr viel schlechter gehen würde wenn er sie sah.
Als die Familie einen Augenblick später wegging grinste sie sie an und winkte ihnen zu gab dem kleinen Mädchen ein aufmunterndes Daumen nach oben als sie auf die Tür und an James vorbeigingen. Eine Sekund später sah sie nochmal hin und grinste als sie James erkannte.
„James!"
Sie rannte schnell auf ihn zu – ihre Haare fielen aus ihrem Zopf als sie ihn erreichte und sich auf die Zehen stellte um ihre Arme um seine Schultern zu werfen. James hielt sich vorsichtig sich bewusst wie viel grösser er als seine Freundin war und vergrub sein Gesicht in ihrem Honig farbenen Haar. Sie roch nach Vanille und Lavendel – so warm und einladend das er es einatmete. Sie roch nach zuhause.
„Hast du mich vermisst?"
„Merlin ja", sagte sie und lehnte sich zurück. James wischte eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. Mit ihrer verschobenen Brille und dem grossen Lächeln auf dem Gesicht sah sie mehr wie sie selbst aus als das er es für eine Weile gesehen hatte. Er küsste sie so vorsichtig wie er konnte merkte aber das er näher gezogen wurde als sie ihre Finger in sein Haar schlang und sich verzweifelt an ihn klammerte. James lachte gegen ihre Lippen, als er sah das sie sich nicht für seine Bemühungen vorsichtig zu sein interessierte und hob sie mit beiden Armen um ihre Taille hoch bis sie mit ihrem Bauch gegen seine Brust zu ihm hinunter sah.
„Wir haben herausgefunden wer deine Familie verflucht hat", sagte er ihr. „Du kannst das Zaubertrankrezept versuchen."
„Wirklich?" fragte sie. Ihre braunen Augen waren mit Tränen gefüllt.
„Wirklich", sagte James.
„Wer war es?"
James stellte sie auf den Boden und sie presste sich an seine Seite als sie zurück zum Schalter um ihre Dinge zu holen.
„Ich glaube die Geschichte erzählt am besten Scorpius", sagte James. „Und ich bin sicher das er sie nur einmal erzählen will."
Ainsley sah besorgt zu ihm hoch aber es wurde zu einem weiteren Lächeln als sie ihm in die Augen sah. Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Schulter während sie auf ihre Medizin warteten und James hoffte das er durch seine Bemühungen ein besserer Bruder und Freund zu sein er auch ein besserer Partner werden würde.
Tap. Tap. Tap. Ein Frauen Absatz, dachte Scorpius.
Quietsch. Quietsch. Ein Heiler in Turnschuhen.
Click. Click. Click. Click. Ein Mann in Anzugschuhen.
Scorpius hörte mit geschlossenen Augen auf die Schritte im Gang, hörte Orions Baby Geräusche während er und Draco warteten. Als er aber jemanden mit Turnschuhen und einem unregelmässigen Schritt rennen hörte setzte er sich schnell auf und starrte auf die Tür.
Albus kam herein, seine Brust hob sich und seine Wangen vor Anstrengung gerötet. Sie Schultern seines grünen Hemdes waren durchnässt und seine Haare waren nass aber seine Augen waren weit und klar und wurden weiter als er Scorpius anstarrte, seine Augen scannten ohne zu blinzeln Scorpius' Gesicht und Körper.
„Ich werde euch beiden einen Augenblick geben", murmelte Draco höchst unwohl.
Draco rutschte bedacht auf Orion vom Tisch. Er glitt neben Albus hindurch – seine Anwesenheit schien unbemerkt zu sein. Er wollte offensichtlich nicht sehen was Albus seinem Sohn zu sagen hatte und als er ging flüsterte er zwei Worte zu Scorpius bevor er aus dem Raum glitt und die Tür hinter sich schloss.
Viel Glück.
Irgendwie fühlte sich Scorpius nicht ermutigt als er zurück zu Albus sah welcher ihn nach immer anglotzte.
„Hi Al", sagte Scorpius lahm und starrte ihn an. Er hatte seit Monaten nicht viel mehr gewollt als Albus zu sehen und nun war er hier und Scorpius war an seinem Platz festgefroren.
„Ich bin furchtbar wütend auf dich", sagte Albus. Er musst nicht darauf hinweisen da seine gerunzelte Stirn und die Sorgenfalten auf dieser seine Sorgen preisgaben.
„Ich weiss", Scorpius nickte ihm energisch zu. „Aber kannst du eine Weile aufhören wütend auf mich zu sein und später zurück dazu gehen? Ich habe…ich habe dich ziemlich vermisst und – „
Bevor Scorpius fertig war durchquerte Albus den kleinen Raum um vor ihm zu stehen. Er nahm Scorpius' Gesicht in beide Hände und küsste ihn heftig. Scorpius war dankbar das er nicht versuchte vorsichtig zu sein und schmolz dahin, vergas alles um sie und schlang seine Arme um Albus' Mitte, zog ihn näher bis sie so nahe wie möglich waren.
Nach einer langen Minute in welcher Albus schaffte eine seine Hände unter Scorpius offenes Hemd zu kriegen, zog sich Albus zurück und sah Scorpius an. Er fuhr mit den Fingerspitzen über den Bluterguss auf Scorpius' Wange und wischte sein Haar zurück, sah überall hin ausser in Scorpius' Augen bis Scorpius endlich, endlich etwas seiner Fassung wieder fand.
„Albus?"
Albus sah ihn an, seine Unterlippe zitterte und seine Augen glasig. Scorpius schluckte fest, sah in seine grünen Augen bis er den kleinen braunen Ring um das Zentrum sehen konnte.
Scorpius flüsterte. „Es tut mir wirklich leid."
„Wieso hast du mir nicht gesagt das du krank bist?" fragte Albus zittrig. Eine Hand lag auf Scorpius' Nacken und die andere fuhr über seinen Rücken.
„Was hättest du getan, wenn ich es getan hätte?" fragte Scorpius. Albus antwortete nicht und sah weg. Er wusste genau so gut wie Scorpius das er in einen beschützenden Wahnsinn ausgebrochen wäre. „Genau."
„Hast du gefunden was du brauchst?" fragte Albus. „Hast du den letzten Teil für die Heilung gefunden?"
„Ja. Etwa vor einer Stunde", sagte Scorpius. „Es ist eine lange Geschichte aber es war Brutus Malfoy."
Albus zog sich verwirrt und besorgt zurück. „Brutus Malfoy?"
Scorpius nickte traurig und versuchte Albus vergebens näher zu ziehen. „Er hatte Mitte bis Ende des 16. Jahrhunderts eine Zeitung und er hasste Zauberer die sich mit Muggel einliessen. Er hat Albus Gringras dafür verflucht das er seine reinblütige Nichte einen Squib heiraten liess."
„Verdammt", fluchte Albus.
„Es wird noch besser", sagte Scorpius mit dunklem Sarkasmus. „Der Fluch ist ausgerichtet in Nachfahren aufzutauchen die die Reinblut Idealen nicht hochhalten – du weisst schon, Muggel hassen, eine Zauberer Hierarchie aufrecht erhalten und mehr reinblüter züchten."
„Albus verzog das Gesicht. „Du wirst zu Opfer weil du ein guter Mensch bist?"
Scorpius nickte an Albus' Hemd ziehend bis er nahe genug trat das Scorpius seine Arme wieder um ihn schlingen konnte.
„Es erklärt wieso Ainsley und ich es haben und Daphne nicht. Es erklärt wieso meine Mum es hatte."
„Verflucht weil mein kein Fanatiker ist und – „ Albus sah noch verärgerter zu ihm hinunter. „Nicht mehr reinblüter zu züchten. Ist es schlimmer weil du mit mir zusammen bist?"
Scorpius schüttelte seinen Kopf so schnell das der Raum sich drehte. „Nein, nein", sagte er schnell. „Es ist schlimmer weil ich ein Malfoy und Greengrass bin."
„Bist du sicher?"
Albus suchte nach wegen sich oder ihrer Beziehung die Schuld zu geben weil er sich so vielleicht überzeugen konnte das es etwas mehr gab was er tun konnte. Scorpius konnte es nicht ertragen das Albus eine Schuld trug. Er nahm Albus' Hände in seine und hielt sie fest.
„Ja", sagte Scorpius. „Das ist nicht wegen uns."
Albus studierte ihre Hände für ein paar Sekunden bevor er Scorpius nochmal betrachtete. Er war jetzt weniger fanatisch und mehr besorgt als er den Kragen von Scorpius' Hemd zurückschob um den verblassenden Bluterguss auf seiner Schulter zu betrachten.
„Was ist passiert?"
„Das ist auch eine lange Geschichte", sagte Scorpius. Albus warf ihm einen vernichteten Blick zu. „Eine die ich gerne erzähle!" ergänzte Scorpius schnell. „Nur bin ich sehr müde und hungrig und ich bin sicher alles wollen es wissen also kann es noch ein wenig länger warten?"
Albus grummelte ihn an. „Ich habe jetzt seit Wochen auf eine Erklärung gewartet. Ich nehme an auf ein paar Stunden kommt es nicht mehr an."
„Albus…"
„Du warst nicht da als ich nachhause kam", sagte er offensichtlich verletzt. „Und dann habe ich herausgefunden das du und James ohne Vorwarnung zu einer Mission aufgebrochen seid und du hast gesagt das du bald nachhause kommst, kamst du aber nicht."
Scorpius sah beschämt hinunter.
„Und dann fand ich heraus das du krank bist und es mir nicht gesagt hast", sagte Albus. Seine Stimme schwankte. „Ich wollte helfen. Ich wollte dich zuhause haben wo ich mich um dich kümmern kann."
„Ich habe es geschafft gut um mich selbst zu kümmern", verteidigte sich Scorpius. „Du und Dad scheint zu glauben das ich unfähig bin allein zu sein."
„Das ist es nicht", seufzte Albus. Er trat zurück und Scorpius griff sinnlos nach ihm. „Du bist besonders Scorpius. Das weisst du. Du bist die Art von Person die es verdient das man sich um sie kümmert auch wenn du es nicht braucht."
„Ich bin nicht besonders", sagte Scorpius empört. „Ich bin nur ich."
„Und das macht dich besonders." Albus verschränkte die Arme vor der Brust und Scorpius musste einsehen das Albus jetzt stärker aussah als seit langem. Scorpius nahm an das er bei der Arbeit aktiver war seit sein Bein teilweise geheilt war und es zeigte sich an seinem Schultern und seiner Brust. Er war stärker als damals als er in Hogwarts Quidditch gespielt hatte und hatte mehr Selbstbewusstsein und der Effekt ging bei Scorpius nicht verloren.
„Ich hab mich um mich gekümmert", sagte Scorpius schliesslich. „Und James ist nicht nutzlos. Er war tatsächlich ziemlich hilfreich weisst du und wir haben gesprochen. Er hat sich für alles entschuldigt – es war sehr nett und er ist wirklich ziemlich nett wenn er weiss was zu tun ist und er dachte das mein Patronus ziemlich Badass ist also – „
„Was zum Teufel hast du getan um einen Patronus zu beschwören?" fragte Albus.
„Oh. Nun ich hab ihn in einem freien Moment geübt", wehrte Scorpius ab.
Albus nahm es ihm nicht ab. Er zog eine dunkle Augenbraue hoch und Scorpius seufzte.
„Könnte einem oder zwei Dementoren begegnet sein", murmelte Scorpius.
„Du was?"
„Es ist Teil dieser lange Geschichte die ich dir erzählen will", sagte Scorpius schnell. „Aber alles ist gut wirklich."
„Du bist einem Dementor begegnet – entschuldige Dementoren", ergänzte Albus und zog das ´en´ lang. „Du bist um die Welt gereist bist offenbar in eine Bar Schlägerei geraten", sagte er deutete auf den Bluterguss auf Scorpius' Gesicht. „und das alles während du einen Fluch bekämpfst der dich bei einem Rasierunfall verbluten lassen könnte."
„Nun vielleicht nicht ein Rasierunfall", verbesserte Scorpius. „Noch nicht. Aber erstechen oder splintern würden mir den gar aus machen."
„Du machst es nicht besser", sagte Albus mit zusammengebissenen Zähnen. „Und von allen Leuten hast du James mitgenommen den es nicht stören würde wenn dir ein fürchterlicher Unfall passieren würde. ´Whoops´", imitierte Albus. „Sieht aus als wäre der Malfoy Junge verschwunden oder getötet worden sieht aus als müsstest du die Hochzeit absagen Al."
„James hat mein Leben gerettet", sagte Scorpius. „Er hat sich um die Reisen gekümmert , hat alles organisiert und als wir den Dementoren begegnet sind hat er nicht einmal gezögert. Wenn er nicht da gewesen wäre hätte ich keine Zeit zum Nachdenken gehabt. All diese Stimmen…"Scorpius zitterte.
„Ich kann mir nicht vorstellen was für einen Schrecken Dementoren meinem Bruder bringen könnten", sagte Albus. „Das eine mal als ihn ein Mädchen abgewiesen hat? Oder als er in einem Test versagt hat? Wie wäre mit dem Mal als er ein Quidditch Spiel verlor?"
„Ich habe ihn nicht gefragt", sagte Scorpius. „Es ist schrecklich persönlich aber sie haben ihn beeinflusst. Ich habe es gesehen."
„Sicher", sagte Albus ungläubig.
„Ich wollte nicht mit ihm darüber reden da die Stimme meiner Mum noch in meinen Kopf wiederhallte", fauchte Scorpius. „Es ist nur ein paar Tage her. Ich kann sie noch immer hören."
Scorpius wurde still. Nichts was er jetzt sagte würde Albus zum Verstehen bringen. Nicht wenn er so war. Er hatte Albus verletzt und das war etwas was er lange nicht mehr getan hatte. Ein Teil von ihm wollte Albus sagen das er sich so gefühlt hatte als Albus in ihren frühen Hogwarts Jahren entschieden hatte das sich die Welt um ihn und die Probleme mit seinem Dad drehte entschied aber das es das nur schlimmer machen würde.
Nach einer Minute eisernen Schweigens sah Albus zu ihm auf. Sein Mund war schmollend verzogen und es war eine lähmende Trauer in seinen Augen die Scorpius mehr schmerzte als al sein Schmerz zusammen und er wünschte sie wären zuhause wo er dieses Schmollen weg küssen und kuscheln konnte – wenn Albus ihn liess natürlich.
„Deine Brille ist schmutzig", sagte Albus näher tretend.
„Ich habe versucht sie an meinem Hemd zu putzen aber ich glaube sie ist zu schmutzig", erklärte Scorpius, nahm sie ab und sah auf die Gläser.
„Wieso hast du sie nicht sauber gezaubert?"
„Mein Zauberstab ist kaputt", sagte Scorpius trauernd. „Zerbrochen. James ist aus versehen bei unserer Auseinandersetzung mit den Dementoren draufgetreten."
Albus verzog das Gesicht. „Noch einer?"
Scorpius nickte traurig.
Albus nahm Scorpius' Brille und zog seinem Zauberstab um sie vorsichtig sauber zu zaubern. Er hielt sie ins Licht um sie anzusehen bevor er sie für akzeptabel befand und Scorpius streckte seine Hand danach aus. Ein verschwommener Albus grinste ihn an.
„Nope", sagte Albus. Er trat näher an Scorpius und schlang seine Arme wieder um Scorpius' Taille. „Ich bin vielleicht wütend auf dich aber ich habe dich dennoch vermisst", sagte Albus und Scorpius lehnte sich erleichtert an ihn und schloss seine Augen als Albus seine Stirn, seine Schläfen und seine Nasenspitze küsste bevor er sich nach unten beugte und ihn erneut küsste. Dieses mal war er vorsichtiger, absichtlich sanfter und Scorpius schlang seine Daumen durch Albus' Gürtelschlaufen um ihn festzuhalten.
„Entschuldige", murmelte Albus eine Minute später als er sich zurückzog. Er berührte Scorpius' Unterlippe mit seinem Daumen und Scorpius hielt seine Augen geschlossen, liess sich für den Moment schamlos glücklich und erleichtert sein. „Ich muss dir vorhin weh getan haben. Ich hab nicht nachgedacht."
„Es ist egal", versicherte Scorpius ihm. „Es ist in Ordnung."
„Es ist nicht in Ordnung", sagte Albus. „Es ist mein Job mich um dich zu kümmern."
„Es ist auch mein Job mich um dich zu kümmern." Scorpius legte seinen Kopf gegen Albus feuchte Brust. „Auch wenn ich keine gute Arbeit darin geleistet habe."
„Habe ich auch nicht", sagte Albus und rieb in beruhigenden Kreisen über Scorpius' Rücken. „Also las es uns besser machen. Lass mich von hier an meine Arbeit machen bis es dir besser geht in Ordnung?"
„In Ordnung", murmelte Scorpius in sein Hemd. „Ich hab dir so viel zu erzählen. Ich hab dich so sehr vermisst."
„Ich habe dich auch vermisst", sagte Albus beruhigend.
„Aber du bist noch immer wütend auf mich?"
„Etwas."
Scorpius nickte und schloss seine Augen, sank in Albus' Brust und als Dania mit dem Rest seiner Familie zurückkam um mehr Tränke und Salben zu applizieren weigerte sich Scorpius los zu lassen.
