59 Tage

Scorpius hatte oft das Gefühl das zuhause kein Ort war – es war der Trost einer Routine, das Geräusch von Albus' Stimme, das tippen von Zars Klauen auf den Hartholz Boden und der Geruch von Kaffee am Morgen. Allein nach der zweiten Nacht zurück fühlte sich Scorpius besser in seinen Knochen und als er zu Albus , welcher bereits für die Arbeit angezogen war, in die Küche kam, sprang er in seiner Aufregung über den Boden.

„Guten Morgen!"

Albus sah ihn über seinen Kaffeebecher an, ein amüsiertes Lächeln bereits auf dem Gesicht.

„Jemand fühlt sich erholt."

„Bin ich", bestätigte Scorpius. „Und ich hatte letzte Nacht nur einen Alptraum."

„Es sind die kleinen Siege", sagte Albus. Scorpius nickte zustimmend.

Er küsste Albus auf jede Wange und die Stirn bevor er runter tauchte und ihn richtig küsste. Albus stellte den Becher schnell hinter sich auf die Theke und packte Scorpius' Schlafanzug Oberteil, verhinderte eine Flucht und hielt ihn fest. Er antwortete vorsichtig aber enthusiastisch, webte seine Hand durch Scorpius' Haar und zog in näher bis Scorpius sich an der Theke abstützen musste.

Als Albus von seinen Zehen runter ging – manchmal vergas Scorpius das er ganze acht Zentimeter grösser war als Albus – nickte Scorpius als wäre er zum einem grossen Entschluss gekommen.

„Das ist definitiv die beste Art aufzuwachen", mutmasste er.

„Ja?" sagte Albus fröhlich. „Nun du kannst das jeden Tag haben."

„Kann ich?"

„Jap. Alles was du tun musst ist mich heute zu heiraten."

Scorpius stöhnte und trat zurück. Er hätte wissen sollen das es unnatürlich das Albus um diese Zeit so wach und fröhlich schien und er kein Motiv dafür hatte.

„Aber ich habe dir gesagt – „

„Das war gestern", sagte Albus und fuhr mit seinem Morgenkaffee weiter. „Das ist heute."

Scorpius sah ihn liebevoll an als er sich einen Kaffee eingoss und Milch und Zucker hinzu gab.

„Nicht heute Albus", sagte er.

Albus schmollte. Normalerweise bekam er so seinen Willen bei einfachen Sachen und Scorpius musst sich erinnern das dies nicht einfach war. Er konnte nur in Albus bittende Augen sehen weil als er es tat hörte er James' Stimme die Wittwer sagte.

„Du weisst wieso", erinnerte Scorpius ihn. Albus entspannte sich etwas und nickte.

„Das tu ich", bestätigte Albus.

„Du lässt es nicht auf sich beruhen oder?"

„Absolut nicht." Albus nahm einen entschiedenen Schluck aus seinem Becher und antwortete Scorpius' Seufzer in dem er einen Teller mit Toast und Marmelade über die Theke zu ihm schob. „Du musst frühstücken bevor du deine Tränke nimmst."

Scorpius den morgen Korb. Albus hatte sie schön nach Farben sortiert.

„Kann es kaum erwarten", sagte er bitter. Albus sah ihn mitfühlend an bevor Scorpius zu ihm kam und sich gegen die Theke lehnte als er in seinen ersten Toast biss. Albus lehnte sich an ihn, rieb sein Gesicht gegen Scorpius' Bizeps bis er seinen Arm um Albus' Schultern schlang.

„Bist du sicher das du heute arbeiten musst?" fragte Scorpius.

„Ja", sagte Albus. „Aber Hochzeiten sind ein guter Grund die Arbeit auszulassen weisst du."

Scorpius seufzte und sah zu den dunklen Holzbalken ihrer Decke auf. Es würden zwei lange Monate werden.

Nachdem er etwas Zeit mit lesen in der Bibliothek verbracht und etwas Ruhe genossen hatte ging Scorpius mit guter Laune ins Malfoy Manor. Seine gute Laune hatte den ganzen Morgen angehalten und er freute sich bereits auf den Abend wenn Albus nachhause kam und sie sich durch ein paar alte Muggel Filme die ihnen Grandpa Weasley an Weihnachten gegeben hatte arbeiten konnten („Eine ganze Sammlung davon!" hatte Arthur gesagt, „Und ihr habt dieses DBD Ding also könnt ihr sie sehen!)

Als er das Manor erreichte war Dracos Arbeitszimmer wie auch immer leer. Er sah auf seine Uhr und fühlte etwas Angst in seinem Nacken aufsteigen. Draco hatte meistens sein Mittagessen und Tee um Zwölf in seinem Arbeitszimmer – es war ein Ritual was er sehr beruhigend fand. Scorpius hatte erwartet das er einen ruhigen Tag wollte da er sehr müde schien als sie sich am Abend zuvor trennten.

Scorpius überprüfte die Küche und Bibliothek bevor er gedämpfte Stimmen aus dem zweiten Stock hörte. Er folgte ihnen, packte den Griff seines Zauberstabs in seiner Tasche bis er die Stimmen erkennt. Er stiess die Tür zu einem freien Zimmer auf.

Drinnen war es dunkel – die Vorhänge gezogen und nur wenige Kerzen brannten im Raum. Es war sauber und leer bis auf zwei Tische – einer im Zentrum des Raums mit einem goldenen Kessel und einem langen Tisch an der Wand bedeckt mit Trank Zutaten. Es roch wie in den Trank Kerkern von Hogwarts und brachte gemischte Erinnerungen – einige mit Fehlern und Angst und andere von Lächeln über den Rauch von Tränken und Witzen die über Büchern erzählt wurden.

„Ah Mr. Malfoy", sagte eine vertraute weibliche Stimme und als sich Scorpius' Augen an das fahle Licht gewöhnten und in den Raum glitt erkannte er die drei Gestalten die um den Tisch im Zentrum standen. Sein Vater begleitet von Professor McGonagall und einem sehr belästigt aussehendem Professor Slughorn.

„Ah Scorpius mein Junge", sagte Slughorn und hielt sich am Tisch fest. Er sah etwas gebrechlicher aus als in ihren letzten Tagen in Hogwarts aber er schaffte es Scorpius anzulächeln und ihn näher zu winken. Scorpius schloss die Tür hinter sich und schob seine Hände in seine Tasche, unwohl dabei seinen früheren Hauslehrer und Schulleiterin so kurzfristig zu sehen.

„Hallo Scorpius", grüsste Draco. „Professor Slughorn hat gerade den Trank überprüft. Er hat ihn gestern begonnen."

„Mit all den Zutaten Einschränkungen und Zeit Problemen sollte er Ende August fertig sein – dem 28ten vermute ich", erklärte Slughorn. Scorpius war alarmiert zu sehen das er dicke Handschuhe aus Drachenleder trug – diejenigen die normalerweise besonders ätzenden Tränken vorbehalten waren. „Du solltest vorbereitet sein – es hat vielleicht üble Nebeneffekte. Einen alten Fluch aus einem Körper zu kriegen ist eine unschöne Angelegenheit."

Scorpius versuchte nicht darüber nachzudenken. Er trat vor um in den Kessel zu blicken er war bestürzt zu sehen das es wie dicker schwarzer Teer aussah anstelle etwas ansprechenderem.

„Keine Sorge Malfoy", sagte McGonagall ihre Hand auf seiner Schulter. Professor McGonagall hatte einen Schwachpunkt für Scorpius am Ende seiner Hogwarts Karriere entwickelt und Scorpius wusste sie war hier um nach ihm zu sehen. „Er sollte ausdünnen bevor er fertig ist."

„Nun das ist ermutigend", grummelte Scorpius. „Wieso zur Hölle benutzt ihr einen Gold Kessel?"

„Gold interagiert mit kaum etwas selbst unter extremen Temperaturen", sagte Slughorn und rührte im Kessel.

Draco verschränkte die Arme und beobachtete den Kessel als er blubberte. „Ich gehe kein Risiko ein."

„Noch sollten Sie", sagte McGonagall. Sie sah zu Scorpius und lächelte ihn warm und freundlich an bevor sie wieder zu Draco sah. Scorpius starrte in den Kessel, hypnotisiert von den Blasen und der dicken Konsistenz. Der Trank hatte ein dunkles Glitzern auf der Oberfläche wie eine Ölspur auf einer Hauptstrasse in der Stadt. „Ihr habt den besten Tränkemeister auf dem Fall", versicherte sie ihm, „und ihr habt die Hogwarts angestellten zu eurer Verfügung."

„Danke Professor McGonagall", sagte Draco.

Slughorn trat zurück und zog die Handschuhe aus offenbar zufrieden mit seiner Arbeit. „Draco sagte du hast die Information im Archiv vergraben gefunden", sagte Slughorn. Es dauerte einen Augenblick bis Scorpius merkte das er angesprochen war und entfernte seine Aufmerksamkeit weg vom Kessel.

„Ja Sir", bestätigte er.

„Ich wüsste gerne was sonst noch da unten ist", sagte er mit Genuss.

Professor McGonagall nickte zustimmend. „Würden wir das nicht alle?"

„Vielleicht kann einer von Ihnen Granger überzeugen nachzusehen", sagte Draco.

Scorpius sah zu seinem Vater. „Haben wir noch die Sachen die ich aus dem Archiv genommen habe? Sie könnten die sehen – „

Draco schüttelte ernst den Kopf.

„Die Abteilung für magische Strafverfolgung wurde beauftragt die gestohlenen Gegenstände einzusammeln", sagte Draco. „Ich musst alles übergeben um zu verhindern das das ganze Manor geplündert wird."

McGonagall sah aus als würde sie denken das die keine schlechte Idee wäre hielt aber den Mund.

„Ich werde vielleicht wirklich mit der Ministerin sprechen", sagte McGonagall bevor sie Scorpius ansah. „Wie geht es Ihnen? Haben Sie die Magie noch unter Kontrolle?"

„Ja Professor", sagte Scorpius. „Ich meine – ich hatte keine Probleme damit aber ich kann jetzt keine zauberstablose Magie benutzten. Es um…nun es scheint ein Nebeneffekt des Fluchs zu sein und ist ziemlich schmerzhaft."

„Ein Nebeneffekt?" fragte McGonagall alarmiert. Sie seufzte und schüttelte den Kopf. „Ich nehme an es ist meine Schuld. Ich hätte nach der Quelle Ihrer Kräfte suchen sollen anstelle Ihnen zu helfen sie zu kontrollieren. Es tut mir Leid."

„Nein", sagte Scorpius schnell. „Nein Sie haben wahrscheinlich mein Leben gerettet und Sie haben auf jedenfall meine Gesundheit gerettet. Wenn überhaupt hat mich zu lernen es zu kontrollieren so weit gebracht. Wir hatten keinen Grund zu glauben – „

Scorpius wagte einen Blick zu Draco. Er wusste nicht ob Brutus' Handeln allgemeine bekannt sein sollte oder wie viel er Slughorn bereits gesagt hatte. Draco zuckte mit den Schultern und nickte Erlaubnis erteilend.

„Wir hatten keinen Grund zu glauben das es ein Malfoy Vorfahre war der die Greengrass Familie verflucht hat", sagte Scorpius. Slughorn sah mit weiten Augen zu Draco.

„Ein Malfoy?" fragte er. „Also wird es dein Blut sein das wir benutzten?"

Draco nickte ernst. McGonagall verzog das Gesicht.

„Blutmagie ist eine furchtbare Sache", sagte sie.

„Zum Glück wird das Blut verwandelt wenn es hinzugefügt wird", sagte Slughorn. „Scorpius wird nicht wirklich trinken…nun…"

Eine merkwürdige Stille hing im Raum und Scorpius betrachtete es als Glück das er nicht wirklich jemandes Blut konsumieren würde. Schliesslich sah McGonagall auf ihre Uhr und seufzte.

„Komm schon Horace", sagte sie wiederwillig. „Wir haben ein Mittsommer Lehrertreffen und du musst dich mit dem neunen Tränkemeister treffen."

„Muss ich?"

„Ja", sagte sie. Sie warf Scorpius ein schüchternes halbes Lächeln zu. „Ich bin kein Fan von Sommer Lehrertreffen."

„Wieso planst du sie dann?" grummelte Slughorn. Er nahm seinen Stock der gegen den Tisch lehnte und ging langsam zur Tür. Draco ging neben ihn und sah besorgt aus über sein Gleichgewicht. Scorpius betrachtete ihn genau. Wenn er jemanden mit einem Stock sah sehnte er sich nach Albus und bereute es plötzlich zum Mittag hergekommen zu sein anstatt Albus bei einer seiner Pausen abzufangen.

„Und wie geht es Albus?" fragte McGonagall offenbar ebenfalls an ihn erinnert.

„Es geht ihm gut", sagt Scorpius vor sich hin lächelnd. Sie gingen langsam die Haupttreppe hinunter, hielten Abstand zu Slughorn welche sich die Zeit nahm Stufe um Stufe zu nehmen und sich an Dracos angebotenem Arm festhielt. „Sein Bein ist jetzt beinahe perfekt. Es gab ein paar Fluchbrecher Heiler in dem Programm in dem er in Brasilien war."

„Das ist sehr erfreulich", sagte McGonagall. „Ich merke oft das ich mich um Schüler sorge wenn sie gehen aber ich muss sagen, dass ich mich nach ihrem Abschluss sehr um Sie und Mr. Potter gesorgt habe."

„Wir machen das Beste was wir können", sagte Scorpius schulterzuckend.

„Und was habe ich da über eine Verlobung gehört?" fragte McGonagall. Scorpius lächelte und sein Gesicht wurde rot bei dem Gedanken.

„Sobald das alles vorbei ist", sagte Scorpius.

„Nun ich erwarte eine Einladung", befahl sie. Scorpius war zufrieden ein echtes McGonagall Lächeln zu bekommen. Es fühlte sich wie ein Erfolg an.

„Ja Professor", sagte Scorpius. „Ich werde sie selbst senden."

Als sie den Kamin erreichten dankte Scorpius Slughorn das er sich der Angelegenheit persönlich annahm. Er und Draco verabschiedeten sich und als das grün vom Feuer verschwand sank Scorpius auf die Couch. Die Energie mit der er aufgewacht war, war schnell verschwunden und er sah seufzend zu Draco auf.

„Fühlst du dich gut?" fragte Draco. Er presste seine kalte Hand gegen Scorpius' Stirn um seine Temperatur zu fühlen. Scorpius schlug sie spielerisch weg – aber nicht bevor Draco bemerkte das es ihm gut ging.

„Fang nicht an", stichelte Scorpius auch wenn er die Sorge seines Vaters schätzte. „Mir geht es gut. Ich bin nur schnell müde."

Draco höhnte ihn kurz missbilligend an was kurz ausfiel da Ainsley hereinkam. Sie gähnte und wiegte einen quengeligen Orion in ihren Armen.

„Hast du heute die Arbeit geschwänzt?" fragte Scorpius.

„Jap", bestätigte sie. „Ich gehe jetzt drei mal die Woche hin. Sie schicken eine Eule wenn etwas wichtiges ist."

Scorpius streckte seine Arme nach seinem kleinen Bruder aus und Ainsley übergab ihn dankbar.

„Danke das du dich um ihn gekümmert hast während ich mit Slughorn gesprochen habe", sagte Draco. Ainsley grinste ihn an und setzte sich neben Scorpius.

„Er ist kein schwieriges Baby", sagte Ainsley. „Du solltest einige von denen sehen die in mein Büro kommen Draco. Ich werde mich nie wieder über Orion Haar zieh Gewohnheit beschweren."

Draco lachte und seine und Ainsleys Stimmen verblassten im Hintergrund als sich Scorpius ganz auf seinen kleinen Bruder konzentrierte. Er zog seine Knie hoch und legte ihn so hin das Orion mit dem Gesicht zu ihm gegen seine Beine lag. Er wand sich einen Augenblick in seinem grün gesteiften Einteiler bevor er sich beruhigte und mit vertrauten grauen Augen zu Scorpius hoch starrte. Es wärmte Scorpius von Kopf bis Fuss ihn glücklich und gesund zu sehen und er tippte vorsichtig auf Orions Nase nur um ihn kichern zu hören.

„Na bitte", flüsterte Scorpius. Draco und Ainsley mochten vielleicht im Raum sein aber er hatte das Gefühl einen privaten Augenblick mit seinem kleinen Bruder zu haben während sie über die nächsten Wochen sprachen, Slughorns Trank und ob sie am Sonntag zum Spiel der Holyhead Harpien gehen konnten oder nicht.

„Du machst dir noch keine Sorgen um Quidditch oder?" fragte Scorpius Orion welcher als Antwort nur etwas sabberte. „Du machst dir um nichts sorgen. Alles was du tun musst ist lächeln und essen und schlafen."

Orion griff Scorpius' Haar (er musste daran denken es bald zu schneiden) und Scorpius freute sich vorzubeugen und ihn eine Hand voll nehmen zu lassen um daran zu ziehen.

„Du magst glänzende Dinge", bemerkte Scorpius mit einem Glucksen. „Ich glaube dann bist du ein wahrer Malfoy."

Nach ein paar Minuten wurde es Orion langweilig zu versuchen Scorpius' Haare auszureisen (auch wenn es ihm gelungen war einige Strähnen zu entfernen) und er wand sich ein wenig mehr gegen Scorpius' Beine, seine Augen glänzend und suchend als er zum Gesicht seines grossen Bruders aufsah. Scorpius fragte sich wie er in ein paar Jahren aussehen würde – ob er noch immer Draco ähneln würde oder ob ein paar von Danias Genen übernehmen würden. Er fragte sich ob Orion gut fliegen könnte aber schlecht in Quidditch wäre so wie er oder ob er ein geborener Athlet war. Er fragte sich in welches Haus er kommen würde – Scorpius hoffte das er ein Ravenclaw sein würde damit er eine andere Erfahrung bekam als der Rest seiner Familie – und er fragte sich ob er gerne Zeit mit seinem älterem Bruder und Albus verbringen würde.

„Ich kann bereits sagen das du das coolere der Malfoy Kinder bist", sagte Scorpius grinsend als sich Orion in seinen Händen beruhigte. Er zog eine kleine Cashmere Decke vom Rücken des Sofas und warf sie über sie beide, knuddelte seinen kleinen Bruder und legte seine Wange gegen das Kissen. „Keine Sorge – es ist keine Herausforderung. Ich war nie besonders cool."

Orion gähnte und Scorpius legte ihn gegen seine Brust und schloss die Augen. Er fragte sich viele Dinge über Orions Zukunft aber am meisten fragte er sich ob er es sehen würde.

58 Tage

Scorpius kämpfte sich am nächsten Morgen die Treppe hinunter, bestimmt wenigstens ein paar Minuten mit Albus zu verbringen bevor er zur Arbeit ging. Seine Füsse fühlten sich nach einer schlechten Nacht wie Blei an und er wollte nichts mehr als Albus wieder hochzubringen und den Rest des Tages im Bett zu verbringen. Leider hatte der magische Zoo einen verletzten Thestral erhalten und nur wenige Leute im Rehabilitationszentrum konnten das Geschöpf sehen und Albus' Anwesenheit wurde verlangt.

„Ah! Gerade rechtzeitig", sagte Albus als Scorpius eintrat. Sein fröhliches Lächeln verschwand als er die dunklen Ringe unter Scorpius' Augen sah. Scorpius roch die Pancakes bevor er sie sah und zwang sich zu einem Lächeln, küsste Albus als er auf seinem Weg zu seinem Platz an der Küchen Theke an ihm vorbei ging.

„Riecht gut", murmelte Scorpius und legte seinen Kopf müde an seine Hand.

„Fühlst du dich gut?" fragte Albus. Seine Augenbraue war vor Sorge verzogen und Scorpius' Lächeln wurde aufrichtig. Albus' Sorge war immer liebenswert.

„Mir geht es gut", versicherte Scorpius ihm. „Ich hab nur schlecht geschlafen."

„Wieso hast du mich nicht geweckt?"

„Du musstest schlafen", sagte Scorpius. „Es hat keinen Sinn das wir beide müde sind."

Albus sah aus als wäre hin und hergerissen zwischen weiter diskutieren und das Frühstück vom verbrennen abzuhalten. Das Frühstück gewann seine Aufmerksamkeit und er wandte sich wieder dem Ofen zu, nutzte einen Pfannenwender um die letzten Pancakes auf ein Teller zu heben bevor er zu Scorpius ging. Er streckte seine Hände nach einem der Teller aus aber Albus zog sie ausser Reichweite und reichte ihm das andere.

„Spielt es eine Rolle welches?" grummelte Scorpius.

„Vielleicht."

Scorpius stellte den Teller vor sich. Er wusste sofort das etwas mit dem obersten Pancake nicht stimmte aber es brauchte einen Augenblick bis er merkte das es ein Blaubeer Pancake war und die Beeren waren schlampig im Teig verteilt um „Heirate mich?" zu schreiben. Das Fragezeichen war aus Schlagsahne.

Albus grinste ihn an – die Art Grinsen die Scorpius verriet das er nicht erwartete ein „Ja" zu kriegen sondern das er einfach begriffsstutzig tat. Anstelle so zu tun als wäre es ihm ernst lehnte sich Albus über die Theke und starrte Scorpius mit seinem übertriebensten kitschigen Blick an den er aufsetzten konnte, klimperte mit seinen langen dunklen Wimpern bis Scorpius anfing zu lachen. Albus richtete sich auf da er sein wahres Ziel offenbar erreicht hatte.

„Nein Albus", sagte Scorpius. Er spiesste den Pancake auf und riss das ´H´ weg und ass es mit einem Bissen.

„Nun das ist unhöflich", lachte Albus und starrte seinen zerstörte Arbeit auf dem Teller an.

57 Tage

Albus freute sich am Abend nachhause zu kommen. Er hatte eine Tasche voller Einkäufe und hatte Pläne eine exzellente Kleinigkeit zu machen das Scorpius zum Lächeln bringen würde. Er legte die zwei schweren Taschen so schnell er konnte auf den Tresen und verbachte einen Moment damit Zar zu beruhigen bevor er ins leere Haus rief.

„Scorp?" rief er. „Wo bist du?"

„Hier oben!"

Zar bellte drei mal und ging die Treppe hoch und Albus folgte. Der Schwanz des Hundes schwang so aufgeregt das er kaum gerade gehen konnte aber er kam irgendwie vor Albus an der Tür zum grössten Badezimmer des Hauses an. Albus hob seine Hand um zu klopfen wurde aber von Scorpius' Stimme gestoppt.

„Komm einfach rein", sagte Scorpius.

Albus stiess die Tür auf und sah das Scorpius sich in der Klausenfüssigen Badewanne die Draco hergebracht hatte bevor sie eingezogen waren austreckte. Das Wasser war bedeckt von dicken Blasen die nach Lavendel und Minze rochen und Scorpius hielt vorsichtig ein Buch in einer Hand, sein Zauberstab lag sicher auf einem nahegelegenen Tuch.

„Ich befolge Danias Anweisungen", sagte Scorpius. „Sei stolz auf mich."

„Ich bin mehr enttäuscht das ich nachhause komme und meinen Verlobten komplett entkleidet finde und der Grund dafür nichts mir zu tun hat."

„Selbstsüchtig", beschuldigte Scorpius ihn und schüttelte grinsend den Kopf. Albus grinste und kniete sich neben die Wanne, nahm Scorpius' Buch aus Sicherheit weg. Scorpius bewegte sich um ihn zu Küssen und die dicken Blasen bewegten sich kaum mit dem Wasser.

„Ich soll noch fünfzehn Minuten hier drin bleiben", erklärte Scorpius. „Ich hatte geplant es früher zu machen – es von der Liste zu streichen – aber ich wurde abgelenkt."

„Wovon?" fragte Albus. Er verschränkte seine Arme auf der Kante der Wanne und legte sein Kinn auf seine Hände. Scorpius zog sich hoch um seine Arme um seine Knie zu schlingen, legte sein Kinn auf sie und sah Albus intensiv an.

„Dad hat Orion eine Weile hergebracht", sagte Scorpius. „Ich denke er versucht mich abzulenken und sicher zu gehen das mir nicht zu langweilig wird wenn du nicht da bist."

„All diese Bücher und er denkt dir wird langweilig?"

Scorpius lachte müde und schloss tief Luft holend die Augen. Albus würde es nie zugeben (und bestimmt nicht zu seinem Vater) aber er mochte dieses Badezimmer trotz der pompösen Dinge die Draco hinzugefügt hatte. Die Moos grünen Wände, die Marmor Platten und die riesige Wanne und die separate Dusche war mehr als sich Albus gewöhnt war aber etwas daran war sehr Slytherin und noch mehr Malfoy und somit beruhigend.

Albus nahm den Luffa den Scorpius über den Hahn gehängt hatte und tränkte ihm im Wasser. Er konnte die Schwere das Trankes im Wasser fühlen. Es sank in seine Handfläche und liess seine Haut etwas kitzeln. Er hob den Schwamm zu Scorpius' Rücken und rieb damit sanft über seine Schultern, folgte mit seiner freien Hand um den Trank in seine Haut zu reiben.

„Das fühlt sich gut an", gab Scorpius zu seine Augen fielen wieder zu. „Die Anweisungen auf der Flasche sagten es so gut wie möglich in die Haut zu reiben."

„Ich weiss", versicherte Albus ihm. „Ich habe alle Anweisungen gelesen die Dania hier gelassen hat. Ich habe auch meine Freundin Odgerel kontaktiert und gefragt ob es etwas gibt was wir tun können damit du dich besser fühlst."

Scorpius lächelte und Albus bemerkte das seine Lippen etwas von der warmen pinken Farbe die sie normalerweise hatten verloren hatte.

„Was hat sie gesagt?"

„Nun ich habe einen sehr detaillierten Brief geschrieben", gab Albus zu. „Er war drei Seiten lang und ich habe alles erklärt – ich vertraue ihr diskret zu sein wenn du dich darum sorgst – „

„Ich vertraue deinem Urteil", murmelte Scorpius schläfrig als Albus mit seiner Hilfe fortfuhr.

„Wahrscheinlich keine gute Idee aber danke", witzelte Albus. „Sie hat allem zugestimmt wollte aber das ich dich daran erinnere genug zu essen – wahrscheinlich mehr als du für nötig hältst – damit dein Körper kontinuierlich heilen kann."

„Kein Problem damit", sagte Scorpius. „Dad hat heute den halben Honigtopf vorbei gebracht. Es hat einen ganzen Schrank voll mit jeder vorstellbaren Sorte Schokolade."

„Nun ich habe die Zutaten für eine Kleinigkeit nachhause gebracht wenn du willst."

„Ich will immer Dessert Albus", erinnerte Scorpius ihn. Albus lächelte und tunkte den Luffa wieder ins Wasser, zog eine dicke Schicht Blasen mit seiner Hand hoch um sie auf Scorpius' Rücken zu verteilen. Der Bluterguss auf seiner Schulter war beinahe verheilt und seine Haut war beinahe frei von Verletzungen.

„Es wäre besser wenn Carlos auch da gewesen wäre zum konsultieren", sinnierte Albus. „Er war genial mit Tränken."

„Das ist der Zauberer der im Drachenfeuer starb oder?"

„Ja."

„Es tut mir leid", sagte Scorpius. „Er hört sich an als war er eine gute Person."

Albus nickte ernst. Seine Träume über Feuer und verbrannten Fleisch waren lange verschwunden aber die Erinnerung fühlte sich noch nahe an. Statt darin zu schwelgen entschied sich Albus auf sein Glück zu fokussieren das er lebte und es ihm gut ging zusammen mit seinem Verlobten der auch lebte und dem es beinahe gut ging.

Sie blieben lange dort verteilte den wohlriechenden Trank über Scorpius' Nacken, Schultern und Rücken bis das Wasser die Wärme verlor. Dann brach Albus die Stille.

„Weisst du ich bin bereits auf den Knien dann kann ich auch gleich fragen", begann Albus. „Willst du mich heute heiraten?"

Scorpius lächelte. Seine Augen waren noch immer geschlossen aber sein Gesicht war Albus zugewandt welcher einige Blasen von seiner Wange wischte.

„Nicht heute Al", sagte Scorpius.

54 Tage

Es war etwas nach neun Uhr Abends als Albus durch den Kamin in sein Haus kam. Er war zu müde die Asche wegzuwischen und zu müde sich um die Spur von getrocknetem Schlamm zu kümmern die er hinterliess als er in die Küche ging seine Augen vor Erschöpfung halb geschlossen. Er hatte den grossteil des Tages in einem schlammigen Moor verbracht, hatte eine Gruppe streunender Walisher Grünlinge welche illegal von einer Gruppe glückloser Zauberer gezüchtet und dann freigelassen worden waren als sie zu anstrengend wurden eingesperrt. Er hatte Scorpius in der einzigen kurzen Pause die ihm geboten wurde geschrieben, sagte ihm das es spät werden würde und er nicht vor neun Uhr (wenn es so früh war) zuhause sein würde.

Albus warf sein verschwitztes Hemd weg, er trug lediglich sein Unterhemd und Jeans so schmutzig das er sich nicht sicher war ob es sich lohnte sie zu waschen – sie würden sich sowieso nie wieder sauber anfühlen. Er sah über seine Schultern auf die schlammige Spur die er hinterliess und zuckte mit den Schultern. Er würde sich am morgen darum kümmern oder Draco fragen ob sie Pike auslehnen konnten und zauberten dann einer dieser kleinen Kuchen die sie mochte. Er war immer dankbar wenn sie kam um die Dinge sauber zu machen. Ausserdem schien sie (wie alle anderen) gerne nach Scorpius zu sehen…

Er zog die Luft ein um nach Scorpius zu rufen und herauszufinden wo er war und zu fragen ob sie einfach Pizza bestellen konnten als er die Reste des Abendessen auf der Theke verteilt sah. Da waren Pakete mit Fleisch und Käse vom Muggel Markt, ein halber Salatkopf und eine Tasche mit Brötchen neben dem Ofen. Ein Tablett lag über den Herdplatten mit einem Haufen Sandwiches – alle getoastet und mit geschmolzenem Käse. Einige waren halbiert und andere waren ganz aber sie waren alle mit etwas was wie Blut aussah bedeckt.

„Verdammt", brüllte Albus fühlte sich als wäre er in kaltes Wasser gefallen (zum zweiten Mal an diesem Tag). Sein Herz setzte einen Schlag aus als er auf die weissen Fliesen sah und ein vergessenes Messer sah und eine sehr klare Spur aus der Küche. Er folgte ihr direkt in das nahegelegene Badezimmer. Er rutschte in den Türrahmen und schob die Tür auf und fand Scorpius mit einem ziemlich roten Tuch um seine Hand geschlungen und zwei leeren Phiolen Blutaufbereitungstrank die vergessen auf dem Boden lagen. Er sass auf dem Tresen neben dem Waschbecken bei welchem eine ungesunde Menge verwässerten Blutes um das Becken spritzte. Sein Gesicht war blass und er verzog das Gesicht als er Albus besorgten Ausdruck sah.

„Ich hab dir gesagt ich sollte nicht kochen", murmelte er und sah beschämt auf seine Hand.

„Was ist passiert?" fragte Albus und ging schnell an seine Seite. Er zog das Tuch zurück erwartete einen tiefen Schnitt in Scorpius' Handfläche zu finden aber unter dem Blut welches über seine Haut verteilt war, war ein flacher Schnitt nur etwa sieben Zentimeter lang. Ohne den Druck fing die Wunde sofort wieder an zu bluten und Albus presste das Tuch wieder darauf, liess Scorpius seine andere Hand fallen und übernahm. Er sah ein Tropfflasche Diptam auf Tresen und nahm den Tropfenzähler.

„Sieht aus wie ein Massaker oder?" fragte Scorpius mit einem müden Lächeln. Albus nickte nur, lud den Tropfenzähler und zog das Tuch schnell weg um die Wunde mit Diptam Lösung zu beträufeln bevor er sie wieder zudeckte. „Ich habe bereits etwas angewendet. Es dauert nur ein paar Minuten um zu funktionieren."

„Wann ist das passiert?"

„Vor weniger als zehn Minuten", gab Scorpius zu. „Ich habe versucht das Abendessen bereit zu haben wenn du nachhause kommst."

Albus hielt das Tuch fest auf Scorpius' Hand und betrachtete ihn. Sein frisches blaues Hemd war mit Blut bedeckt genau wie der obere Teil seiner dunklen Hose. Er hatte sogar etwas verschmiertes rot auf den Gläsern seiner Brille.

„Wieso zur Hölle hast du ein Messer genommen?" fragte Albus. „Ich hätte Essen machen können nachdem ich nachhause komme oder zum Pizza Laden in der Ecke gehen."

„Du klangst als hättest du einen harten Tag", sagte Scorpius schulterzuckend. „Du kümmerst dich immer um mich und ich habe nur versucht…"

Er verlor sich und sah mit einem Seufzer von Albus weg. Albus lehnte sich auf seine Knie, hielt das Tuch fester um die Blutung einzudämmen während das Diptam und die Tränke ihre Arbeit taten.

„Abendessen ist nicht wichtig", sagte Albus. „Wirklich nicht."

Scorpius sagte nichts aber sein Kiefer spannte sich an. Er schlang seine Finger um den losen Stoff seines Hemds, drehte den Saum um sie bis Albus sah das die Haut unter seinen Nägeln rot wurde. Hier ging es um mehr als Sandwiches.

„Scorp?"

„Es ist in Ordnung."

„Ist es nicht", sagte Albus. „Nicht wenn du das Gefühl hattest das es wichtig ist deine Gesundheit zu gefährden."

„Nicht meine Gesundheit gefährden", sagte Scorpius. „Alles was ich gemacht habe war ein Sandwich und sie sahen ziemlich gut aus bevor ich darüber geblutet habe."

„Ja du hast es richtig gemacht bis zu diesem Punkt", sagte Albus etwas stolz das Scorpius überhaupt in die Küche gegangen war. Er war berührt das Scorpius versuchte etwa so rücksichtsvolles zu tun aber das war es nicht wert gewesen.

„Ich fühle mich so nutzlos", murmelte Scorpius. Er lehnte sich gegen den Spiegel sah an Albus vorbei an die Wand hinter ihm. „Ich kann nicht arbeiten. Ich kann nicht wirklich etwas tun. Ich kann nicht mal den ganzen Nachmittag wach bleiben – ich habe heute im Manor drei Stunden geschlafen. Es ist als hätten ich und Orion den selben Nickerchen Zeitplan."

„Ich wette dein Vater liebt diesen Teil", sagte Albus und versuchte die Stimmung zu heben. Er verringerte den Druck auf Scorpius' Hand und hoffte die Blutung hatte sich verlangsamt. „Er liebt es sich um dich zu kümmern."

„Er macht mich etwas verrückt", gab Scorpius zu. „Er fragt dreimal in der Stunde ob es mir gut geht und fragt immer ob ich etwas will oder brauche – Bücher, Kleidung, Essen."

„Gibt es etwas was du willst?" fragte Albus.

„Nicht in eine Blase gesteckt werden", gab Scorpius zu. „Zurück zu gehen bevor das alles angefangen hat."

„Das kann ich nicht tun. Das ist eine Zeitumkehrer freie Zone."

Scorpius gluckste als Albus das Tuch wegnahm und das Blut mit einem sauberen von Scorpius' Hand wischte. Eine dünne Hautschicht hatte die Wunde geschlossen und etwas Farbe kam bereits in Scorpius' Gesicht zurück. Erst dann beruhigte sich Albus' Herz. Das war zu knapp für Albus' Zufriedenheit. Er bewegte seine Hände zu Scorpius' Schenkeln, rieb sie vorsichtig als er sich in Scorpius gesenkten Blick manövrierte um ihm in die Augen zu sehen.

„Denkst du wir sollten zur Sicherheit ins St. Mungos?" fragte Albus. „Du weisst sie haben dort eine Kapelle – wir könnten einfach – „

„Nein und Nein Albus."

51 Tage

Es war ein guter morgen dachte Scorpius. Es war ein grossartiger morgen. Es war sonnig, er hatte ausgeschlafen und Albus musste erst in einer Stunde zur Arbeit. Er hatte gut geschlafen und war nicht aufgewacht und hatte sich erschöpft und desorientiert gefühlt wie die letzten Tage – ein Ereignis das Albus ausnutzen zu wollen schien. Bevor er das warme Gefühl ohne Wecker aufzuwachen komplett abschütteln konnte drückte Albus ihn in die Kissen seine Hände unter Scorpius' Hemd und seine Lippen bewegten sich unbarmherzig über seine Kehle.

„Das ist schön", flüsterte Scorpius und biss kurz in Albus' Ohr als sich die Möglichkeit ergab. Er Magen knurrte hörbar aber er entschied sich es zu ignorieren – es gab keine Mahlzeit die besser als das war – und er zog an Albus' Hemd und wollte das es verschwand. Albus gehorchte schnell, zog es aus und warf es weg bevor er seinen unbarmherzigen aber vorsichtigen Angriff fortsetzte.

„Das ist mehr als schön", verbesserte Scorpius nun da mehr Haut für ihn verfügbar war. „Das ist grossartig. Das ist – „

Albus schnitt ihm das Wort mit einem brennenden Kus ab welchen Scorpius bis in seine Zehen spürte (sicher wurde das blaue Flecken geben und es kümmerte ihn nicht). Er versuchte und versagte dabei ein Quietschen der Zustimmung zu unterdrücken und Albus gluckste gegen seine Lippen, bewegte eine Hand hinunter zu Scorpius' Hüfte bevor er eine Spur von Scorpius' Kehle zu seinem Schlüsselbein küsste.

„Bist du sicher das du arbeiten gehen musst?" jammere Scorpius und schlang eine Hand in Albus' dunkle Haare. „Denn wir könnten das den ganzen Tag tun."

„Ich will nicht zu viel Arbeit ohne guten Grund verpassen", murmelte Albus gegen Scorpius' Haut.

„Wir können uns einen wirklich guten Grund ausdenken", sagte Scorpius. „Auch wenn ich glaube das, das als wirklich guter Grund zählt."

„Weisst du was ein wirklich guter Grund wäre?" fragte Albus. Er grinste zu Scorpius hoch welcher seine Lippen zu einer harten Linie presste.

„Was?"

„Wir könnten heiraten."

Albus faltete seine Hände über Scorpius' Brust, wurde still und lächelte scheinbar erwartungsvoll zu ihm hoch, seine Augen weit und hell.

„Ich bin reingelaufen oder?" fragte Scorpius. Albus nickte und Scorpius seufzte und warf seinen Kopf mit einem Lächeln in die Kissen. Er hatte die letzten neun Tage jeden Tag gefragt und auch wenn Scorpius wusste das es ein Spiel war fragte er sich wie lange er Albus Potter Bestimmtheit und lebendigen grünen Augen wiederstehen konnte.

„Nicht heute Albus", sagte Scorpius. Er versuchte Albus hochzuziehen um ihn zu küssen und ihr rummachen fortzusetzten (und hoffentlich mehr) aber Albus blieb still.

„Nicht heute?"

„Nicht heute", bestätigte Scorpius. Albus seufzte und legte seinen Kopf für einen Augenblick gegen Scorpius' Brust bevor er zur Bettkante fort glitt. Scorpius griff blind nach ihm als er ging aber es war zu spät – Albus' Füsse waren bereits auf dem Boden und er beugte sich um sein vergessenes Hemd aufzuheben.

„Was?"

„Ja – ich habe noch fünfundvierzig Minuten übrig bis ich zur Arbeit muss", sagte Albus und blickte auf seine Uhr. Scorpius griff nach seiner Brille auf dem Nachttisch damit er deutlich sehen konnte und schob sie auf sein Gesicht. „Ich muss frühstücken und mich anziehen."

„Was? Aber wir waren – „

„Ich hätte Zeit wenn ich den Tag freinehmen würde", sagte Albus schulterzuckend. Scorpius starrte ihn an als er grinste und seine Arme verschränkte. Albus wusste genau was er tat. „Aber wie es ist muss ich gehen…verantwortungsvoll sein."

Scorpius starrte ihn weiterhin verblüfft an als er zur Tür hinüber ging, anscheinend zufrieden mit sich und seiner neuen verführerischen Folter. Mit seiner Hand an der Tür drehte er sich um und sah zu Scorpius der noch immer in den Laken verheddert war. Albus zwinkerte und glitt summend durch die Tür um hinunter zu gehen.

„Albus?" rief Scorpius. Er bekam keine Antwort bis auf Zar der die offene Tür nutzte und herein kam. Er sprang auf das Bett neben Scorpius der darauf hörte das Albus zurückkam stattdessen hörte er wie das Frühstück begann – die Bratpfanne wurde vom Schrank genommen und der Speck wurde aus dem Kühlschrank genommen.

Scorpius wollte Albus' Namen schreien bis er heiser war und Albus zurückkam und er versuchte selbstsüchtig zu denken seine Krankheit zu nutzen damit er bekam was er wollte aber dann merkte er das er gerade neun aufeinanderfolgende Anträge abgelehnt hatte so leichtfertig wie sie gewesen waren und Albus hatte das Recht grinsend von ihm wegzulaufen.

50 Tage

In der Zeit seit Scorpius zuhause war hatte Albus kaum eine Minute mit ihm aufgegeben wenn es nicht um die Arbeit ging. Wie auch immer als das Potter Haus in ein gutes Chaos ausbrach merkte er das er eine Minute für sich brauchte. Ausserdem – wollte er das Scorpius und Lily Spass beim Schach spielen hatten.

Sie waren immer freundlich und Albus wollte das eine freundliche Familie waren also wollte er nicht im Weg sein als Lily ihr Set hervorholte und Scorpius zu einem Spiel herausforderte. Sie war eine der wenigen Personen gegen die er überhaupt gewinnen konnte.

Also setzte sich Albus mit einem Butterbier auf seinen Lieblingsplatz auf der Verandaschaukel und hatte vor für zehn Minuten in ruhe zu sitzen. Er brauchte es. Er hatte es auch beinahe geschafft und war wegetreten, starrte über des Grass Feld vor dem Haus das zum Wald führte. Die Sterne waren hell und die Luft war angenehm und Albus lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück und genoss die Ruhe.

„Al?"

Albus erschrak beim Klang seines Namens und drehte sich um und sah James der aus der Tür sah. Das letzte mal als Albus ihn gesehen hatte, hatte er mit ihrem Vater am Tisch gesessen sie gingen über seine Karrieremöglichkeiten von seiner jetzigen Position aus während sie ein Stück Kuchen von Grandma Mollys Haus assen.

„Hey", grüsste Albus. Er wandte seine Aufmerksamkeit zurück auf des dunkle Feld und hoffte das James nichts wollte. Vielleicht sah er nur nach ob Albus lebte oder suchte nach etwas anderem und würde sich gleich zurückziehen und in das Gelächter drinnen zurückkehren.

Albus hatte kein Glück. James schloss die Tür hinter sich und setzte sich zu Albus auf die Schaukel, liess sie sich bewegen als er sich setzte. Albus sah ihn argwöhnisch an sagte aber nichts und nahm einen Schluck von seinem Getränk.

„Also wie geht es dir?"

Albus zog eine Augenbraue hoch. „Mir geht es gut. Nur…du weisst schon. Hänge hier ab wo es ruhig ist."

„Ja aber ich meine…"James verlor sich und suchte nach den richtigen Worten. „Mit allem?"

Albus seufzte, spielte mit dem Etikett der Butterbier Flasche und zog die Folie weg. „Ich glaube es ist so gut wie es sein kann."

„Scorpius sieht aus als fühlte er sich besser", sagte James etwas optimistisch.

„Nur weil ich seine Medizin auf die Minute plane und ich lasse ihn jeden Tag die hälfte seines Gewichts in Pancakes und Hühnchen essen."

„Nun er hat Glück das du dich um ihn kümmerst", sagte James ernsthaft. „Du warst schon immer gut darin."

„War ich?"

„Du bist ein wirklich guter Koch", sagte James. „Und du bist wirklich gut in Zaubertränke."

Albus starrte ihn verwirrt an. James macht ihm nie so viele Komplimente.

„Ich wollte eigentlich mit dir sprechen", sagte James. „Seit einigen Tagen – ich hab dich nur nicht gesehen. Ich nehme an du warst beschäftigt."

„Nun ja", sagte Albus deutete auf das Fenster hinter ihnen wo man Scorpius vor Freude schreien sah als sein Springer Lilys Turm schlug.

„Macht Sinn", räumte James ein. „Wie auch immer – ich schulde dir eine Entschuldigung."

Das waren die letzten Worte die Albus von James erwartet hatte.

„Wie bitte?"

„Es tut mir wirklich leid Albus", sagte James und wandte sich Albus zu. „Viele Dinge tun mir leid – ich kann sie nicht alle aufzählen aber…nun ich denke du weisst wovon ich spreche."

Albus hatte eine Ahnung wovon James sprach konnte sich aber nicht überzeugen zu glauben das es James leid tat was er alles getan hatte. Albus ging davon aus das er etwas in seinem alten Zimmer zerbrochen hatte während er nach einem Hemd oder so suchte und davon ausging das Albus es wusste.

„Ich hätte dich in Hogwarts nie so verlassen sollen wie ich es getan habe", begann James. „Das war falsch und ich hoffe du kannst etwas davon jugendlicher Selbstsucht zuschreiben."

„Ich habe etwas Erfahrung damit", gab Albus zu. Dies schien James zu ermutigen denn er fuhr fort als würde er sein Momentum verlieren wenn er inne hielt.

„Und es tut mir leid das ich nicht mehr Zeit mit dir verbracht habe – das wir uns entfernt haben. Es ist nur so langsam passiert und dann wusste ich nicht was ich tun sollte also habe ich nichts getan. Ausserdem – sobald du in Hogwarts warst brauchtest du mich nicht. Du hattest Scorpius."

Albus sah wieder durchs Fenster. Scorpius starrte trostlos auf den Schachbrett während Lily stolz grinste.

„Es tut mir wirklich leid Albus", sagte James erneut. „Und all das Sticheln – was ich als Stichelei sah – merke ich jetzt war mehr schikanieren. Ich habe es nicht verstanden als ich jünger war. Ich bin dein grosser Bruder. Du hättest während deiner Zeit in Hogwarts zu mir kommen können. Ich hätte da sein sollen wenn die anderen Schüler dich hänselten und ich hätte eine der ersten Personen sein sollen vor denen du dich outest. Stattdessen war ich…"

Er stoppte erneut um die Worte zu finden und sah nachdenklich hoch. Albus hatte viele Adjektive.

„Ein Dummkopf?" schlug Albus vor. „Ein Arsch. Ein Idiot. Ein Rüpel. Nachlässig. Grob. Gemein – „

„All das", sagte James leise. „Scorpius und ich haben darüber gesprochen während wir weg waren – und das tut mir auch leid auch wenn es sich herausgestellt hat das mit ihm zu gehen die richtige Wahl war – und ich habe mich reichlich bei ihm entschuldigt."

Albus nickte. Scorpius hatte das vor einigen Tagen erwähnt hatte aber keine Details gegeben – nur das sie gesprochen hatten und sich verstanden. Albus nahm an das es sich sehr privat anfühlte und hatte nicht darauf rumgeritten (hauptsächlich weil es ihm noch etwas weh tat das er zurückgelassen wurde ob er es mochte oder nicht.)

„Also…ich weiss nicht ob du mir vergeben kannst oder nicht und ich verstehe wenn du es nicht kannst. Ich wollte nur das du weisst das es mir leid tut das ich dich verletzt habe und das es mir leid tut das ich dich über die Jahre ignoriert habe. Ich wollte dir das schon lange sagen aber ich wusste nicht wo ich anfangen sollte."

James zog an einem Faden am vorderen Kissen der Schaukel und Albus betrachtete ihn. James richtete sich auf – James' Haltung war immer makellos gewesen und es liess ihn in jeder Hinsicht sicher erscheinen. Es war einfach ihn mehr als ein Mensch zusehen wenn er nie zusammengefallen war als hätte ihn nie etwas gebogen oder gebrochen aber als er da sass, nervös am Faden spielend und Albus mit Hoffnung und Sehnsucht ansah konnte Albus nicht wütend auf ihn sein. Er kannte diesen Blick. Es war derselbe den ihr Dad Albus schenkte wenn er etwas sagte was er nicht so meinte. Es war der selbe Ausdruck den Albus hatte wenn er wusste das er es vermasselt hatte und ausversehen Scorpius' Gefühle verletzt hatte. Es war der Ausdruck den Ginny hatte wenn sie aus versehen auf eine Katze trat und es war der schüchterne Ausdruck den Lily hatte wenn sie merkte das jemand sein Geburtstagsgeschenk wirklich nicht mochte.

Albus seufzte. Er fühlte wie seine Schulter fielen – er wusste nicht mal wann er sie angespannt hatte. Er liebte seinen Bruder auch wenn er über Jahre irritiert, wütend und hauptsächlich gleichgültig ihm gegenüber gewesen war aber da James versuchte sich zu entschuldigen und irgendwie verletzlich aussah konnte Albus die Wahrheit nicht leugnen. Verdammt.

Albus konnte James nicht die tränenreiche Vergebung geben die er wahrscheinlich wollte. Dieser Kitsch war für Scorpius und Scorpius allein bestimmt und er hatte letztens vieler seiner Reserven aufgebraucht also entschied er sich stattdessen für –

„Das scheint ein ziemlich guter Anfang zu sein."

James' Ausdruck erhellte sich vor Erleichterung. „Ja?"

„Ja ich glaube schon."

Eine warme Brise zerzauste ihre Haare, liess sie beide unordentlicher aussehen als je schon und Albus und James tauschten zum ersten mal seit Jahren ein ehrliches Lächeln.

„Du und Scorpius seid ziemlich erstklassige Kerle", sagte James. „Du weisst schon für Slytherins."

„Übertreib es nicht James", lachte Albus. „Wir sind noch nicht so weit."

James grinste ihn einen Augenblick lang an, zufrieden das er Vergebung erhalten hatte. Albus blickte gerade rechtzeitig hinein um zu sehen wie Lilys Königin Scorpius' König schlug. Scorpius lächelte resigniert und schüttelte ihre Hand – ganz steif und ordentlich und ganz Malfoy. Albus war glücklich zu sehen das er sich normal und fröhlich verhielt bis er sah wie Ainsley auf Scorpius zuging während Lily abgelenkt war. Sie kniete sich neben ihn und zog etwas aus ihrer Brieftasche. Scorpius' Lächeln verschwand und er nickte, nahm die Phiole aus ihrer Hand und entkorkte sie.

Albus legte seinen Kopf gegen den Rücken der Schaukel und sah zurück zu James welcher ihn besorgt ansah. Offensichtlich hatte Albus' Ausdruck ihn betrogen.

„Geht es dir wirklich gut?" fragte James.

Albus schluckte. Wenn sie offen zueinander sein und sich wie echte Brüder verhalten wollten nahm Albus an das dies ein guter Anfang wäre.

„Es ist schwierig", gab Albus zu. „Ich versuche ihn glücklich zu halten – versuche ihn zum Lachen zu bringen und ihn zu beruhigen als wären die Dinge normal – aber es ist schwierig. Jedes mal wen er niest oder zittert kriege ich Panik."

Er wusste nicht wie er den Schmerz in seiner Brust beschreiben sollte als er darüber sprach – das es Scorpius nicht gut ging und das es Ainsley so viel besser ging. Er wollte dankbar dafür sein und das wenigsten James nicht jede Stunde aufmachte um zu überprüfen ob seine bessere Hälfte gut schlief und kein chronisches Nasenbluten hatte. Stattdessen hob Albus seine Hand unbewusst zu seiner Brust direkt über sein Herz. James folgte ihr und nickte verstehend.

„Ich weiss es ist nicht dasselbe", sagte James. „Sie geht zu Arbeit. Wir sind letztens fliegen gewesen und sie schläft die Nacht durch – „

„Woher wusstest du das er Probleme damit hat?"

„Wir haben Hotelzimmer geteilt", erinnerte James ihn. „Es ist schwer nicht zu merken das sich eine Person die ganze Nacht hin und her wälzt. Ich dachte er wäre nur ein rastloser Schläfer."

Albus zuckte mit den Schultern. „Ist er. Ich meine das war er nicht vor Delphi und allem und dann das Kidnapping – „ Albus schluckte bei der Erinnerung. „Ich glaube das wühlt einfach viel auf, aber wir haben beide manchmal Albträume an den besten Tagen."

James schüttelte den Kopf. „Das wusste ich nicht. Es tut mir leid."

„Ich was das es das tut."

Stille senkte sich über sie und für einen leisen Augenblick schätzte Albus das das für einmal in ihrem Leben er und James eine Erfahrung teilten. Es machte die Last nicht leichter aber für einen Augenblick fühlte sie Albus etwas weniger isoliert.

Nach einigen Minuten flog die Tür von innen auf. Sowohl Albus als auch James erschraken beide griffen nach ihren Taschen und ihren Zauberstäben bis sie merkten das Ginny wütend hinaustrat. Ihr Gesicht war rot und ihre Augen weit und wütend. Selbst wenn Albus das Feuerwhisky Glas in ihrer Hand nicht bemerkt hätte, hätte er beinahe sofort gewusst das sie betrunken war.

„James!"

„Mum!"

„Komm sofort rein. Du musst etwas für mich erledigen."

„Er kann dich nicht retten!" schrie Ainsley von drinnen.

Albus war überrascht zu hören das Draco ihr nachrief. „Deine Gründe sind nicht stark genug und dein Beweis ist schwach!"

Ginny knurrte zurück nach drinnen und Albus dachte das sie nie mehr ausgesehen hatte wie Onkel Charlie.

„James komm hilf mir diesen Bauern erklären – „sie richtete die Beleidung nach drinnen, „wieso Gryffindor offensichtlich das beste Haus ist."

„Das kann er nicht Mum", sagte Albus. „Slytherin ist offensichtlich das beste Haus."

Ginny deutete auf ihn. „Du hältst deinen Mund."

Albus grinste teuflisch. Wenn Ginny beinahe betrunken war dann wäre Harry zusammen mit Ron und Hermine völlig berauscht. Slytherin zu unterstützen wäre wie ein Stück Kuchen und wenn man von Kuchen sprach – sicher stand das Dessert auf dem Tisch.

„Komm schon Al", sagte James und stand auf. Albus nahm seine Hand und liess sich von James auf die Füsse ziehen und ihn festhalten. „Lass uns mit den Erwachsenen streiten gehen."

Albus erlaubte sich einen Augenblick der Normalität als sie zurück hineingingen und klopfte James auf den Rücken und liess James seinen Arm um seine Schultern werfen. Im Moment verstand er sich mit seinen Geschwistern, seine Familie waren alle bei guter Gesundheit und Scorpius sah glücklich aus und lächelte. Das musste genug sein.

Als sie an Ginny vorbeikamen als sie das Esszimmer betraten sah sie überrascht aus. Als sie ihre Plätze am ausgezogenen Esstisch einnahmen hörte Albus wie Harry Ginny ansprach als er zu ihr an die Tür ging.

„Wieso der Schock?" fragte er. Seine Worte klangen lose und unfein. Albus hatte recht gehabt und er war sicher das seine Eltern nicht merkten das er sie hören konnte. Albus fühlte wie sich Scorpius' Arm von hinten um seine Schultern schlang und erhielt fröhlich einen Kuss auf die Wange als er Scorpius' Hände nahm sie leicht drückte bevor er nach dem letzten Kuchenstück griff.

„Ich habe James und Albus draussen beim Reden erwischt. Allein. Aus ihrem eigenen Willen."

„Und?"

„Harry ich glaube ich habe gerade eine Wunder erlebt."

42 Tage

Der Fluch würde Scorpius nicht umbringen – Langeweile würde es.

Er merkte schnell das ein Lagerkoller etwas schreckliches war während er die Tage eingesperrt mit lesen und schlafen verbrachte. Wenn er nicht mehr lesen konnte und sein Vater und Albus beide nicht erreichbar waren spielte er stunden lang Klavier, blätterte durch alte Musik Bücher und spielte die einfachen Lieder die er als Kind gelernt hatte. Nach ein paar Tagen hatte er sich wieder daran gewöhnt merkte aber das seine Fingerspitzen schnell Blutergüsse bekamen und seine Hände anfingen zu schmerzen – eine Tatsache die er von Albus fern hielt da sie sonst ihre neue und vorsichtige Tradition brachen das Scorpius im an der Küche angrenzenden Wohnzimmer spielte während Albus das Abendessen machte.

Er wartete an einem Abend auf Albus, übte Clair de Lune zusammen mit Zar der neben der Couch lag wo Orion in seiner Wiege schlief. Er hatte ihn spät am Nachmittag geholt als Dania von der Arbeit nachhause kam und darauf bestanden hatte das sie und Draco zum Abendessen ausgingen aber seine Motive waren selbstsüchtig. Scorpius wollte sich einfach nützlich fühlen – als würde er etwas produktives machen. Ausserdem war Orion ein verlässlicher Wecker und würde ihn bestimmt wecken wenn er einschlief.

Scorpius beobachtete vom anderen Ende des Raums das heben und senken der Brust seines kleines Bruders, seine Finger fuhren vorsichtig und bewusst über die Tasten. Er hatte das Stück fünf mal gespielt versuchte es richtig zu machen und es hatte die meiste Zeit des Nachmittags gebraucht und war zufrieden zu sehen das Orion es genau so zu gefallen schien wie ihm.

Ein Windhauch kam von nahegelegenen Kamin und Scorpius hörte auf zu spielen, streckte seine Finger und testete vorsichtig seine Gelenke bis Albus hinausstolperte. Er sah aus als hätte er einen ruhigen Tag gehabt – keine Verbände oder zerrissene Kleider. Er lächelte und Scorpius wollte ihm gerade sagen wie froh er war, dass er zuhause war als Orion, gestört durch Albus' Ankunft, anfing zu weinen.

„Nein, nein", sagte Albus ruhig, vergas seine übliche Begrüssung und hob Orion stattdessen aus seiner Wiege und wiegte ihn. „Das wollen wir nicht."

Scorpius faltete seine Hände in seinem Schoss und sah wie Albus das Baby auf seine Schulter hob, tätschelte ihn auf den Rücken und bewegte sich mit ihm bis er sich beruhigte. Scorpius war immer beindruckt wie schnell sich Orion bei Albus beruhigte aber er nahm an das Albus jahrelange Erfahrung darin hatte Malfoy Jungs zu beruhigen.

„Ich habe ihn gerade gefüttert und gewickelt. Er ist vor vielleicht zwanzig Minuten eingeschlafen."

Albus gurrte Orion an als er sich gegen Albus' Schulter beruhigte seine kleine Händen griffen nach dem gerümpften Kragen von Albus' Hemd.

„Sag es deinem Dad nicht aber ich glaube Orion ist mit zweit liebster Malfoy", sagte Albus mit einem verdrehten Grinsen.

„Ja?" fragte Scorpius und zog sein Bein auf die Bank. „Wer ist dein Liebling?"

„Ainsley natürlich."

Scorpius gluckste und wandte sich wieder den Tasten zu fing wieder an zu spielen als Albus näher kam. Er beugte sich hinunter und küsste Scorpius' Wange bevor er sich wieder aufrichtete und mit Orion tanzte welcher mit kleinen Fäusten an seinen Kleider und sein Gesicht griff. Albus' Bewegungen waren etwas schräg – das waren sie immer gegen ende des Tages – aber Orion schien es nicht zu stören.

Scorpius sah ihnen eine Minute zu bevor er sich wieder den Notenblättern die gegen das Klavier lehnten zu wandte. Er brauchte sie nicht wirklich aber es war beruhigend die Noten vor sich zu haben nachdem er so viele Jahre nicht regelmässig gespielt hatte. Er starrte sie an seine Blick wurde unfokussiert. Albus' Stimme verblasste angenehm im Hintergrund während er mit Orion sprach. Das waren die Geräusche die er für den Rest seines Lebens wollte – Klavier Musik und Albus der mit einem Kind spielt und leise darüber sprach was sie zu Abend essen würden. Er wollte den Geruch von Büchern und Papier um sich und das warme Gefühl das er hatte weil er an dem Tag seinen Vater gesehen hatte. Er wollte all diese Dinge das es ihn schmerzte aber nicht auf die Art auf welche seine Hände und sein Körper in diesen Tagen schmerzten. Es war ein anderer Schmerz.

„Scorp? Scorpius?"

Scorpius erschrak und sah zu Albus auf welcher über ihm stand. Seine grünen Augen waren voller Sorge als er Orion auf seine Hüfte verlagerte, eine Falte formte sich zwischen seinen Augenbrauen.

„Was hast du gesagt?" fragte Scorpius.

„Rose hat vorhin eine Eule geschickt. Sie wird nach dem Abendessen vielleicht vorbei kommen", wiederholte Albus. „Geht es dir gut?"

„Ja ich glaube ich bin einfach für eine Sekunde abgedriftet."

„Was ist los?" fragte er. Er stiess Scorpius an welcher schnell gehorchte und Platz für ihn machte und Albus setzte sich gepresst an Scorpius' Seite auf die Bank. Orion, welcher zufrieden schien seinen Kopf als Albus' Schulter zu legen griff schwach nach Scorpius' Haaren und zog leicht daran bevor er entschied das es zu anstrengend war und ging zurück daran an Albus' Kragen zu kauen.

„Ich bin nur desorientiert das ist alles", gab Scorpius zu. „So viel schlafen und nicht arbeiten. Alle fühlt sich merkwürdig und anders an. Ich habe mich nicht so desorientiert gefühlt seit…nun seit Mum gestorben ist."

„Es ist vorübergehend", erinnerte Albus ihn, sein Ausdruck sanft und freundlich. Er hatte offensichtlich vergessen heute morgen zu rasieren – etwas was Albus selten vergas – und hatte einen Haufen Stoppel auf seinem Kiefer. „In ein paar Wochen kannst du den Trank nehmen und du kannst weiter machen."

„Vielleicht könnte ich unterrichten", sagte Scorpius. „Ich wette ich wäre gut darin wenn er nach Hogwarts geht. Ich wäre auf jeden fall besser als Binns."

Scorpius rieb Orions Rücken und sah wie die hellen Wimpern seinen Bruder flatternden als er die Augen schloss. Auch wenn versuchte nicht daran zu denken Scorpius wusste wenn seine Zeit kommen würde, würde er mit seinem letzten Atemzug dankbar sein das sein Vater Orion hatte.

„Gibt es etwas was ich tun kann damit du dich besser fühlst?" fragte Albus. Scorpius dachte einen Moment darüber nach und legte seinen Kopf auf den kleinen freien Teil von Albus' Schulter neben Orion.

„Bleib einfach hier", verlangte Scorpius. „Genau so."

Albus verwob seine Finger mit Scorpius und drückte seine Hand leicht. Scorpius ignorierte den leichten Schmerz und hielt sich fest.

„Immer."

Albus hatte erwartet das Rose jeden Augenblick aus dem Kamin stolperte als nun die Türklingel ertönte sprang er beinahe aus der Haut. Er und Scorpius hatten gerade das Abendessen beendet und bereiteten sich vor ein Kapitel von Viperzahn: Die Erinnerung von Harvey Ridgebit zu lesen (Albus hatte auf etwas aufregendes bestanden nachdem er sich durch Grosse Erwartungen gekämpft hatte) als er gezwungen war sich zögernd von Scorpius zu befreien.

Er öffnete die Tür um Rose in einem leichten Sommerkleid mit einer Kiste vom Bäcker in der Hand vorzufinden.

„Ich bringe Kekse", gab sie bekannt.

Scorpius antwortete schnell indem er durchs Haus rief.

„Kekse? Albus wieso kommt sie nicht öfter vorbei?"

Albus grinste und scheuchte seine Cousine hinein. Quidditch hatte sie kräftig gemacht und Rose ging jetzt mit Selbstvertrauen anstelle von Arroganz – etwas was Albus ihrer Einstellung in Hogwarts bevorzugte. Sie grüsste Scorpius, wehrte Zar ab und nahm sich einige Augenblicke um Orion zu bewundern während Albus drei Gläser Milch einschenkte bevor sie sich zum Unterhalten setzten. Albus und Scorpius nahmen ihre üblichen Plätze auf dem Sofa währen Rose sich in einem nahegelegenen Sessel zusammen rollte. Orion schlief ruhig in seiner Wiege, geschützt vor ihrer Unterhaltung durch einen Geräuschfilter Zauber den Dania Scorpius ein paar Wochen zuvor beigebracht hatte.

„Ich kann nicht lange bleiben", sagte Rose. „Ich bin tot müde und ich habe um fünf Uhr morgens ein Training."

Scorpius zuckte zusammen. „Deswegen spiele ich nicht professionell Quidditch", sagte er und nahm einen Keks. „Das und mein fehlendes Talent."

„Die Spiele sind lustig", sagte Rose, „und ich mag meine Mitspieler aber das die Medien sich immer in meine Angelegenheiten einmischen ist ein wenig lästig. Sie kümmern sich sehr mit wem ich gerade ausgehe."

Albus grinste. „Wurdest du nicht mit einem der höchsten Ministeriums Vertreter gesehen?"

Rose schnaubte. „Ich bin ihm in der Winkelgasse begegnet und wir haben etwas getrunken", erklärte sie.

„Und die Woche davor warst du mit diesem Typ von den Cannons aus?"

„Das ist wahr", sagte Rose. „Ich bin mit Donovan ausgegangen."

„Er ist ziemlich süss", sagte Scorpius mit dem Mund voll Schokoladen Keksen. Albus bewunderte seinen Enthusiasmus. „Du könntest es schlechter treffen."

„Er ist ein furchtbarer Küsser", sagte Rose.

„Aber er sieht gut in seiner Uniform aus", verteidigte Scorpius. Bevor sich Albus angegriffen fühlen konnte, streckte er sich und tätschelte vorsichtig sein Knie. „Natürlich nicht so gut wie du in deiner ausgesehen hast."

Albus grinste und lehnte sich gegen die Kissen und legte seine Füsse auf den Beistelltisch unterdrückte ein kleines Jammern als er sich austreckte. „Ich habe nicht viel auf die Tratsch Spalte geachtet aber ich lese die Sportseiten. Du warst da drausen in Flammen. Ich kann mir nicht vorstellen das du Probleme hast einen Anwalt oder Heiler oder Mitspieler zu ausgehen zu finden."

„Das wollte ich", beschwerte sie sich. „Aber ich mag keinen davon wirklich."

„Rose braucht jemand kultivierten Albus", stichelte Scorpius. „Sie darf wählerisch sein."

„Stimmt", stimmte sie zu. „Ausserdem Al – nicht alle von uns sind seit der Kindheit verheiratet."

Scorpius stöhnte und beschäftigte sich mit einem weiteren Keks, rollte sich gegen die Lehne gegenüber von Albus zusammen.

„Wir sind nicht verheiratet", grummelte Albus. „Nicht das ich es nicht versucht hätte."

Rose sah amüsiert zwischen ihnen her. „Wie bitte?"

„Er bittet mich immer ihn zu heiraten", erklärte Scorpius schnell damit Albus nicht dramatischer werden konnte worauf er sich sofort vorbereitete. „Und das werde ich nicht bis wir wissen ob die Fluch Heilung wirkt oder nicht."

„Ich bin nicht sicher ob das schrecklich oder niedlich ist", sagte Rose.

„Beides", bestätigte Albus. Er tauschte ein leichtes Lächeln mit Scorpius.

Rosa sah Scorpius an und Albus wusste das sie nach Zeichen seiner Krankheit Ausschau hielt. Sie wollte nicht unhöflich sein – es war eine natürliche Reaktion aber Scorpius bewegte sich etwas unwohl. Albus legte eine Hand gegen seinen Knöchel.

„Fühlst du dich gut?" fragte Rose.

„Ein bisschen müde" gestand Scorpius. „Aber mir geht's gut."

Rose sah nicht überzeugt aus. Albus fragte sich ob Tante Hermine sie geschickt hatte um nach ihnen zu sehen und sicher zu gehen das sie klar kamen.

„Onkel Harry hat Mum alles gesagt", erklärte Rose. „Es tut mir wirklich leid und es tut mir leid das ich nicht früher gekommen bin."

„Oh mach dir keine Sorgen darum", sagte Scorpius. „Ausserdem klingt als wärst du beschäftigt gewesen wenn man der Zeitung glauben kann – und ich habe alle gelesen seit ich zurück bin. Du bist ziemlich berühmt."

„Tatsächlich", stimmte Albus zu hob sein Milch Glas mit einem Toast auf sie. Rose verdrehte die Augen.

„Tante Ginny hat mich gewarnt das das passieren würde", sagte Rose. „Aber ich habe nicht geglaubt das es in diesem Umfeld so schwer sein würde auszugehen."

„Geniesst du wenigsten den Lauf zum Britischen Finale?" fragte Scorpius. Rose strahlte ihn an entweder weil Scorpius aufpasste oder weil sie zufrieden war über ihren tatsächlichen Job zu reden anstelle dem Sozialendruck der damit kam. Albus war nur glücklich Scorpius lachen zu sehen über etwas anderes zu sprechen als Flüche und Tränke oder still zu sitzen. Albus war nun oft verloren fragte sich wie er helfen konnte oder ihn zum Lachen bringen das er alle Hilfe nahm die er kriegen konnte.

Rose ging für jeden früh aber Scorpius fühlte bereits wie der Schlaf an ihm zog. Er schlief bereits halb als Albus von einem kurzen Floh Ausflug um Orion abzugeben zurückkam zwang sich aber wach zu bleiben wenn Albus zurückkam und sie in neben Scorpius' Füssen auf das Sofa fallen liess und die Decke um seine Zehen stopfte.

„Dein Dad sagte danke", sagte Albus. „Sie sahen ziemlich zufrieden aus. Ich glaube sie waren zum Essen in London."

„Es ist lange her seit sie das konnten", sagte Scorpius. „Es war schön Rose zu sehen."

„Ich bin froh dass es ihr gut geht", sagte Albus, legte seinen Arm auf den Rucken der Couch und sah zu Scorpius. Er stützte seinen Kopf auf seine Hand, lächelte liebevoll als er Scorpius ansah der zu müde war um mit den Fäden der Decke zu spielen.

Als Albus etwas zu lang gestarrt hatte hob Scorpius eine Augenbraue.

„Was?"

„Nichts", sagte Albus kopfschüttelnd. „Ich bin nur dankbar das ich mich nicht mit diesen Dating Unsinn umherschlagen muss."

„Wir haben den Teil übersprungen oder?"

„Du bereust das nicht oder?" fragte Albus seine freie Hand fiel auf Scorpius' Knie.

„Natürlich nicht", versicherte Scorpius ihm. Er schluckte hart völlig unentschlossen. Es gab so viele Unterhaltungen die er jetzt nicht führen wollte – viele davon mit Albus und seinem Vater – und Albus war gerade in eine getappt. Scorpius war nicht sicher ob er eine andere Gelegenheit haben würde darüber zu sprechen und entschied sich sein Unbehagen zu schlucken damit er vielleicht etwas leichter schlafen konnte. „Aber was wenn du es eines Tages musst?"

Albus rümpfte sofort die Nase. „Ich verstehe nicht."

„Was wenn du es musst Albus?" fragte Scorpius. Albus sah noch verwirrter aus und rieb sich seufzend das Gesicht. „Ich versuche nur realistisch zu sein."

Albus' Verwirrung wurde in Rekordzeit zu Trotz. Er schüttelte den Kopf. „Wir reden nicht darüber ob ich ausgehe oder nicht falls du stirbst."

„Albus bitte – „

„Nein."

„Albus", sagte Scorpius mit erhobener Stimme. Albus wollte seine Hand zurückziehen. Scorpius streckte sich schnell fing sie und hielt sie fest. Er war entschlossen seinen Teil zu sagen genau wir er entschlossen war das sein Vater zustimmen musste ihn neben Astoria zu begraben sollte es soweit kommen. Draco hatte schnell zugestimmt um die Unterhaltung zu beenden und Scorpius hoffte das Albus dasselbe tun würde.

„Bitte", flehte er und sah direkt in Albus' Augen. Albus sah schnell weg sein Blick unfokussiert als er das Fenster anstarrte. Die Vorhänge waren gezogen aber immer wieder schienen Autolichter durch den Stoff und warfen ein sanftes blaues Licht in den Raum.

Er sah wie Albus' Kiefer sich anspannte. „Ich wusste das du das machen würdest", gab er zu und zu Scorpius' Überraschung lachte er. „Ich habe mich wirklich davor gefürchtet."

„Merkwürdig. Genau das hat mein Vater gesagt als ich ihm mein Testament gegeben habe."

Albus zuckte zusammen. Scorpius hielt seine Hand fester.

„Hör zu ich weiss das es mir noch nicht so schlecht geht", sagte Scorpius. „Aber es gibt einen Grund wieso die Heiler mich anders behandeln als Ainsley. Wir können nicht dem Entwurf den die Pflege meiner Mutter hinterlassen hat folgen. Es passt nicht zu mir. Ich muss einfach wissen das gewisse Dinge bereit sind und das die Menschen die ich liebe gewisse Dinge wissen."

„Du bist zwanzig Jahre alt", erinnerte Albus ihn.

„Das ändert nichts."

„Ist das der Teil an dem du mir sagst das du nicht willst das ich alleine lebe?" fragte Albus. Seine Wut war nicht auf Scorpius gerichtet aber sie war trotzdem präsent als er auf ihre Hände starrte. „Wo du mir sagst das du willst das ich mein Leben lebe und weiter mache oder anderen kitschigen Mist?"

„Natürlich nicht", sagte Scorpius als wäre es die absurdeste Idee die er je gehört hatte. „Das ist wo ich dir sage das ich will das du direkt nach meinem Tod zum Mönch wirst und den Rest deines Lebens ehelos verbringst während du meinen zu frühen Tod betrauerst."

Scorpius glaubte die Winkel von Albus' Mund zucken zu sehen aber es hätte ein Trick vom Licht sein können.

„Natürlich will ich das du weiter machst", sagte Scorpius. Er zog an Albus' Arm bis er unter seinem unordentlichen Haar aufsah. „Versprich mir das du es wirst?"

„Das werde ich nicht."

Albus."

Albus sah ihm in die Augen und sein Ausdruck war so traurig und zerbrochen das Scorpius beinahe wegsehen musste. Er musste den kleinen Teil an Mut sammeln den er hatte um seinem Blick stand zu halten.

Das ist der Grund wieso ich kein Gryffindor war, dachte er. Merlin das ist schwer.

„Ich werde dich heimsuchen wenn du es nicht tust", warnte Scorpius. „Ich werde kein angenehmer Geist sein Albus und glaub mir ich mag den Gedanken nicht das du mit jemand anderem zusammen bist. Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und was mir gehörte, gehörte immer nur mir allein."

„Selbstsüchtige Malfoys", murmelte Albus.

„Schwierige Potters", erwiderte Scorpius.

Durch das liess Albus die Schultern sinken und er nickte, seine Augen geschlossen als könnte er Scorpius nicht ansehen während er zustimmte. „Schön. Wenn es dich besser fühlen lässt verspreche ich es."

„Gut", sagte Scorpius auch wenn er sich nicht gut fühlte. Er liess Albus' Hand los und lehnte sich erschöpfter als zu vor gegen die Lehne.

„Es ist nicht gut", sagte Albus. Er kroch vorwärts, drückte sich zwischen Scorpius' Seite und dem Rücken des Sofas bis er über seinem Körper lag mit seinem Kopf über Scorpius' Herz. Scorpius hielt ihn sanft fest als Albus gegen seine Brust murmelte. „Wir sind zu jung dafür Scorp."

„Wir waren zu jung für viele Dinge", erinnerte Scorpius ihn. „An diesem Punkt habe ich aufgehört zu zählen."

35 Tage

Einen frühen morgen und den Tag mit einem besonders verärgerten Graphorn zu verbringen machte Albus nicht glücklich. Er hatte einen halb wachen bei der Morgendämmerung verlassen mit der Absicht einen leichten Tag zu haben nur damit seine Hoffnungen bei seiner Ankunft direkt zerstört wurden.

Als er nachhause kam war er überrascht das Zar ihn ansprang und zur Hintertür rannte aber Albus gehorchte und liess den Hund hinaus. Zar war nie so enthusiastisch hinaus zu gehen aber er nahm an das es für jeden Ausnahmen gab selbst für Hunde.

„Scorpius?" rief Albus den Gang hinunter. Er überprüfte die Räume im Untergeschoss und fand die Küche leer und das Wohnzimmer kalt vor. Er überprüfte das Fernsehzimmer und das nie benutzte Lesezimmer bevor er nach oben ging. Sicher war Scorpius in der Bibliothek so in eine Geschichte vertieft das er vergessen hatte Zar rauszulassen und hatte nicht gemerkt das Albus nach ihm rief.

„Scorp?"

Albus schob die Bibliothekstür auf aber sie war auch leer und die Laternen waren kalt.

Er überprüfte das Badezimmer bevor er entschied das Scorpius seinen Vater im Manor besuchen musste und vergessen hatte eine Notiz zu hinterlassen. Scorpius wurde dieser Tage vergesslicher – exzessiver Schlaf und Depression schienen diesen Effekt auf ihn zu haben. Er entschloss sich seine verschwitzten Kleider zu wechseln bevor er zu ihnen ging und er war halb aus seinem Hemd als er die Schlafzimmertür öffnete und einen Scorpius förmigen Haufen im Bett sah.

Schlecht getimte Nickerchen wurden häufiger also nahm Albus an das es ihn nicht hätte überraschen sollen. Er seufzte zog den Saum seines Hemds hinunter und ging zum Bett hinüber. Er nahm sich einen Augenblick um seinen Verlobten zu bewundern – der feine Schliff seines Kiefers und sein helles Haar über das Kissen verteilt – bevor er sich vorbeugte und Scorpius' Schulter sanft anstiess.

„Scorp?"

Scorpius grummelte und schlug ihn weg seine Hand streifte Albus' Gesicht.

„Scorp komm schon."

„Hast du etwas vergessen?" murmelte Scorpius in sein Kissen.

„Was?"

„Du musst etwas vergessen haben", fuhr er fort und rollte sich auf den Rücken. Die Eindrücke vom zerknitterten Kissenbezug waren tief auf seinem Gesicht. „So schnell zurück aber du hattest Frühstück oder?"

Albus setzte sich auf die Bettkante versuchte zusammenzufügen was Scorpius gesagt hatte. Als Scorpius den Schlaf aus seinen Augen rieb, stöhnte und sich unter den Lacken streckte sah Albus ihn misstrauisch an.

„Scorpius bist du heute aus dem Bett gekommen?"

„Hmm?"

„Was glaubst wie spät es ist?"

„Ich weiss es nicht", grummelte irritiert das er in seinem Zustand befragt wurde. „Neun Uhr? Vielleicht zehn?"

„Es ist sechs", sagte Albus plötzlich ziemlich ängstlich und besorgt. „Es ist sechs Uhr abends."

Scorpius sah in ungläubig an sein Gesicht in schläfriger Verwirrung verzogen.

„Nuh uh."

„Ja. Du hast den ganzen Tag geschlafen. Deshalb wollte Zar nach draussen", bemerkte Albus.

„Den g-ganzen Tag?", fragte Scorpius seine Augen weiteten sich bei der Erkenntnis. „Und ich bin gestern früh ins Bett gegangen als das ist – „

„Beinahe ganze zwanzig Stunden", schätzte Albus. Scorpius' Augen weiteten sich alarmiert und Albus atmete tief ein um sich zu beruhigen bevor er aufstand und Scorpius' Hand nahm.

„Auf", befahl Albus, zog vorsichtig bis sich Scorpius aus den Lacken befreite. Die gleichen Linien vom gefalteten Stoff waren auf seinen Beinen und Armen zu sehen und Albus schluckte bei ihrem Anblick hart. Er hatte sich im Schlaf offensichtlich nicht viel bewegt.

Scorpius stolperte und Albus richtete ihn schnell während er sein Bein schüttelte und über Nadeln in seinem Fuss sprach.

„Ich bin nicht überrascht", sagte Albus. „Es sieht aus als hättest du dich seit Stunden nicht bewegt."

Scorpius sah darüber noch besorgter aus und betrachtete das Bett. „Ich kann mich kaum erinnern das du heute morgen gegangen bist", gab er zu. „Es fühlt sich wie vor zehn Minuten an."

„Du musst essen", sagte Albus suchte nach allem um die Situation zu verbessern. „Und du musst deine Tränke nehmen und frische Luft – das wird helfen also gehen wir raus – „

„Albus", unterbrach Scorpius zittrig. Er sah zu Albus hinunter, sein Haar zerzaust und sein Gesicht geschwollen von der anhaltenden Trägheit. Albus sah eine Angst in seinen Augen die zu vertraut wurde auch wenn er sie nicht brauchte um zu wissen das dies überhaupt nicht gut war.

„Ich weiss", sagte Albus schnell damit Scorpius nicht das Gefühl hatte es erklären zu müssen. Einen ganzen Tag zu verschlafen wer nicht nur so untypisch Scorpius das es Angst machte es war auch kein gutes Zeichen. „Es ist in Ordnung wir kriegen das hin."

Er verliess Scorpius' Seite nur um seinen seidenen Bademantel vom Hacken an der Tür zu holen und war entsetzt zu sehen das Scorpius gähnte als Albus ihm in die Ärmel half. Albus schlang ihn um ihn und zog ihn gut zu nicht in der Lage das Bedürfniss zu unterdrücken alles zu tun was er konnte um zu helfen selbst wenn es sinnlos war.

Noch alarmierender war Scorpius nächste Bitte.

„Sag es nicht meinem Dad."

Albus' Finger flogen über den weichen Gürtel als er ihn zurecht zog. Er sagte nichts, hoffte das von seiner Zustimmung ausgegangen wurde aber Scorpius legte seine Hände schwer auf Albus' Schultern und bückte sich etwas in sein Blickfeld.

„Sag es ihm nicht. Es hat ihn am meisten besorgt als Mum damit angefangen hat."

Albus biss sich auf die Zunge. Er fühlte sich gleichzeitig fanatisch und leer und er nickte, stimmte ohne sein übliches Zögern zu.

„Ich werde es ihm nicht sagen."

Scorpius seufzte erleichtert als sein Magen laut knurrte. Wenn er für beinahe zwanzig Stunden geschlafen hatte, hatte er seit zweiundzwanzig nicht mehr gegessen – kein guter Plan für jemanden der einen Fluch bekämpfte und die heftigen Behandlungen die ihn in Schacht hielten.

„Abendessen", befahl Albus und scheuchte Scorpius aus dem Zimmer. „Du kannst Biskuits haben während ich dir etwas mache."

Abendessen würde nicht helfen aber es war etwas was Albus tun konnte – ein Weg seine Hände und seinen Kopf zu beschäftigen und ihm Augenblick war das alles worum er bitten konnte.

Es war beinahe Mitternacht als Albus Scorpius schlafen liess aber merkte das er sich nicht ausruhen konnte. Er hatte Lily eine Eule geschickt sie darum gebeten zusätzliche Trank Zutaten aus dem Garten ihrer Eltern zu bringen und hoffte sie würde bald auftauchen damit er am Morgen einen Aufpäppeltrank für sich zubereiten konnte da er keine erholsame Nacht erwartete aber er hoffte auch auf etwas Trost von seiner Schwester.

Es war nicht Lily die aus dem Kamin trat. Albus sah von der Küchen Theke auf, wo er durch ein Kochbuch blätterte, markierte Rezepte die Scorpius mögen könnte mit Haftnotizen und tippte mit seinen Zehen unaufhörlich auf die Fliesen und sah Harry mit einem Korb in den Armen aus dem Kamin treten.

„Ah du bist noch wach!" sagte Harry fröhlich. Seine Brille war verschmiert seine Haare beinahe so unordentlich wie Albus und seine Robe roch nach Zucker und Trankrauch. Er stellte den Korb gegenüber seinem Sohn auf die Theke und grinste. Offensichtlich hatte er frei gehabt.

„Lily war müde und sie hat mir gesagt was du gesagt hast was du brauchst also nahm ich an das du Aufpäppeltrank braucht", erklärte Harry. „Ich habe ihn für dich gebraut – dachte es würde dir Zeit sparen und während er köchelte habe ich Brownies gemacht."

„Das ist nett von dir Dad", sagte Albus und versuchte seine Enttäuschung über Lilys Abwesenheit mit einem erzwungenen Lächeln zu überspielen. „Danke. Ich schätze es."

Harry nahm es nicht ab. Sein fröhlicher Ausdruck verschwand und er betrachtete Albus misstrauisch. „Was ist los?"

„Nichts", sagte Albus zu schnell. „Nicht mehr als sonst."

Harry verschränkte die Arme suche in Albus' Gesicht ein Zeichen dafür was los war und Albus fühlte sich als würde er wortlos verhört. Vielleicht kam Harry auf diese Weise mit denen zurecht die er verhaftete. Er seufzte und gab auf bevor Harry zu fragen begann.

„Ich bin heute zur Arbeit gegangen und Scorpius hat noch halb geschlafen", erklärte er, rieb sein Gesicht und lehnte sich gegen die Theke. „Er hat den ganzen Tag geschlafen und war noch immer bewusstlos als ich herkam."

„Das ist…"

„Das ist nicht gut", unterstützte Albus. „Es ist überhaupt nicht gut. Es ist sehr, sehr schlecht."

Harry ging um die Theke zu Albus und Albus fühlte sofort wie sich seine Schultern anspannten. Er spannte sich an, schlang die Arme um seine Mitte und sah auf seine Füsse.

„Gibt es etwas was ich tun kann?"

Albus schüttelte den Kopf.

„Nein. Du hast den Aufpäppeltrank gebracht – das ist alles was ich brauchte."

„Das habe ich nicht gemeint."

Albus sah zu Harry und sah den besorgten Ausdruck seines Vaters. Auch wenn Harry gut gealtert war (auf jedenfall besser als Ron) wurden die Falten auf seinem Gesicht deutlicher wenn er besorgt war. Albus fragte sich ob das Hinweis darauf war wie er in zwanzig Jahren aussehen würde. Er fragte sich auch ob Scorpius leben würde um ihn daran zu erinnern wie sehr er wie sein Vater aussah und ihn zu veräppeln wenn sich graue Haare in seine Schläfen schlichen.

Der Gedanke seinen besten Freund nicht zu haben wenn er alterte war unerträglich und Albus sah vom suchenden Blick seines Vaters weg, wünschte sich gleichzeitig das er alleine wäre und das sein Vater blieb bis er sich besser fühlte. Er war nicht sicher was er mehr wollte.

„Willst du das ich deine Mum hole?" fragte Harry und deutete auf den Kamin. „Sie ist noch wach."

Albus schüttelte den Kopf.

„Lily? James?"

„Nein Dad", sagte Albus verzweifelt.

„Willst du das ich gehe?"

Albus schüttelte wieder den Kopf, blinzelte unwillkommene Tränen weg, hoffte das sein Vater es nicht bemerkte. Das letzte was er wollte war zu weinen aber er nahm an das er das seit Tagen unterdrückte.

„Ich bin nicht sicher was ich tun werde wenn er stirbt Dad", flüsterte Albus. „Wir haben uns so lange umeinander gekümmert."

Harry trat näher und Albus sah seine schwarzen Schuhe in sein Blickfeld kommen. Er fühlte wie sich die Hand seines Vaters auf seinen Rücken legte – zaghaft und testend als Albus sein Gewicht vor und zurück verlagerte, unwohl und versuchend sich zusammen zu reissen.

„Lass uns hoffen das es nicht soweit kommt", sagte Harry in dem selben beruhigenden Ton den er brauchte als Albus ein Kind war und vor etwas Angst hatte.

Es war ein Beweis für seine Verletzlichkeit das Albus es beruhigend fand statt herablassend.

„Kommt es vielleicht", sagte Albus. „Er ist so krank Dad. Es ist so viel schlimmer als bei Ainsley und zu wissen wieso macht es nicht leichter."

„Nein ich bin sicher das macht es nicht", sagte Harry. Albus hörte ihn schlucken und Harry hielt inne dachte über etwas nach bevor er fortfuhr. „Als ich fünfzehn war habe ich einen wirklich grossen Fehler gemacht – einer der nicht in Rita Kimmkorns Fehler und Vergehen von Harry Potter steht."

Albus schnaubte bei der Erinnerung. Er war zehn gewesen als diese Ausgabe in die Regale kam und die Potters hatten eine Woche in ihrem Haus verbracht um aggressiven Reporten auszuweichen.

„Ich war über Sirius' Tod sehr zerbrochen", sagte Harry. „Offensichtlich und so viel ist bei seinem Tod geschehen das es verwirrend war und fürchterlich und ich war ehrlich zu wenig ausgerüstet mit fünfzehn mit einem Teil…" Harry hielt einen Moment inne. „Nun mit einem Teil von Voldemorts Seele in meinem Kopf."

„Das klingt fürchterlich", sagte Albus und fragte sich worauf sein Vater damit hinaus wollte.

„Wie auch immer – Sirius Ableben war schrecklich. Er war das nächste was ich an einem Vater kannte aber die Sache die es schlimmer machte kam einige Tage später als ich meine Sachen packte. Sirius hatte mir einen dieser zwei weg Spiegel gegeben – wie die die ihr in Hogwarts hattet – damit wir kommunizieren konnten. Ich hatte ihn nie ausgepackt und als ich es tat merkte ich das ich einfach den Spiegel hätte nutzten können um zu sehen ob er in Sicherheit war. Als ich herausfand das ich nicht alles getan hatte um ihn zu retten machte es den Schmerz zweimal so schlimm und es verfolgt mich bis zu diesem Tag."

Albus sah zu Harry auf, neugierig und bewusst das sein Vater die ungeweinten Tränen in seinen Augen sehen konnte.

„Was ich sagen will ist wenn das schlimmste passiert – und Dumbledore hilf uns ich hoffe das tut es nicht – weisst du wenigstens das du und alle die dich lieben alles getan haben was sie konnten. Jeder Weg wurde erforscht jede Möglichkeit in Betracht gezogen. Ich weiss es hört sich jetzt nicht nach viel an aber wenn die Heilung nicht wirkt kann ich dir versichern das es wichtig sein wird."

„Es wird eines Tages wichtig sein", sagte Albus zittrig, „aber im Moment habe ich Angst. Ich kann kaum denken."

Harry seufzte und zog Albus in eine warme Umarmung – die Art die Albus dankbar machten das er noch immer kleiner als sein Dad war weil es ihn sicher und beschützt fühlen liess wenn auch nur für einen Moment.

„Ich weiss das du es hast", sagte Harry. „Ich wünschte ich könnte das es weg geht – für euch beide."

„Nicht mal der grosse Harry Potter kann das", murmelte Albus gegen die Schulter seines Vaters. „Ich bitte ihn mich zu heiraten und es wurde zu einem Witz aber ich bin nicht sicher wie ich mich fühlen würde wenn er…und wir wären nicht…", Albus stolperte über die Worte.

„Ich weiss", sagte Harry. Albus hatte nicht das Gefühl das er weiter erklären musste und er wurde still. Es hatte eine Zeit vor ein paar Jahren gegeben wo Albus die Versuche seines Vaters ihn zu trösten abgeschüttelt hätte und seine Augen bei seinen Bemühungen zu verstehen gerollt hätte aber nun war Albus dankbar in einem Moment in dem er sich wirklich und furchtbar verloren fühlte einfach verstanden zu werden.

32 Tage

Essen das ich machen kann ohne mich zu verletzten.

Toast (bleib weg von der Hitze)

Pancakes (brauche Magie zum wenden) Desaster.

Bagels (vorgeschnitten vom Laden die Strasse runter)

Eier (gleich wie Pancakes) Absolutes Chaos.

Sandwiches (lass sie ganz)

Suppe (aus der Dose) Dosen können scharfe Ecken haben. Werde es nicht wieder vergessen.

Pizza +44 20 7359 7400

Scorpius betrachtete seine Liste am morgen von Albus' Geburtstag vorsichtig. Seine Möglichkeiten waren sehr eingeschränkt aber er war entschlossen es dennoch zu versuchen. Er vertraute sich nicht mit Magie zu kochen – seine Motorischen Fähigkeiten mit Zaubern waren mangelhaft und seine wenigen Versuchen hatten ewig gedauert um sie aufzuräumen – also brauchte er den Muggel Toaster um die Bagels zu wärmen, nahm sie vorsichtig mit Zangen um Verbrennungen zu verhindern, strich mit dem stumpfesten Messer das er finden konnte Frischkäse darauf und machte zwei Becher Tee. Er ging mit einem Tablett voller Essen vorsichtig die Treppe hoch, vorsichtig bei jedem Schritt damit er nicht fiel, einen der Becher zerbrach und Albus zwanzigsten Geburtstag mit einem Trip in St. Mungos zu ruinieren statt das er ruhig war.

Dennoch lohnte sich seine Vorsicht als er Albus noch schlafend fand, er lag auf seinem Bauch und kuschelte sich an sein Kissen. Scorpius stellte das Tablett auf seine Seite des Betts und kniete sich neben Albus, schüttelte in an der Schulter bis er aufschreckte.

„Ist alles in Ordnung?" fragte er schnell und sah sich mit trüben Augen um. „Bist du in Ordnung?"

„Mir geht es gut", versicherte Scorpius ihm. „Alles gute zum Geburtstag Liebling."

Albus verschlafener Ausdruck erhellte sich und er liess sich in sein Kissen zurück fallen. Er sah liebevoll zu Scorpius hoch und griff noch immer unkoordiniert und schläfrig nach ihm. Scorpius lachte und stabilisierte das Tablett bevor er sich vorbeugte und Albus auf die Wange, Schläfe und dann Lippen küsste.

„Happy birthday, happy birthday, happy birthday", sang er. „Ich liebe dich. Ich habe dir Frühstück gemacht."

Albus' Gesicht fiel. „Du hast gekocht?" fragte er schnell. „Nach dem Suppen Vorfall hast du versprochen du würdest nicht – „

Scorpius hob die Hand um Albus' Geplapper zu stoppen. „Ich kann mit Bagels und Tee umgehen Al. Ich hab nicht einmal ein richtiges Messer benutzt."

„Merlin sei Dank", grummelte Albus und setzte sich auf. „Ich bin nicht sicher ob ich wach genug bin um das Diptam zu finden."

Scorpius sagte ihm nicht das der Diptam nur für den Fall in der Tasche seiner Robe war. Er gab Albus einen Teebecher bevor er seinen eigenen nahm und neben ihm setzte.

„Du hast den Tag frei", erinnerte Scorpius ihn. „Was willst du tun?"

Albus schlürfte seinen Tee nachdenklich. „Buchhandlung, Mittag, Nickerchen und dann Abendessen bei meinen Eltern."

„Buchhandlung?"

„Du schuldest mir ein weiteres Drachen Abenteuer nachdem ich dieses schreckliche Dickens Buch gelesen habe", sagte Albus grinsend.

„Ich schulde dir wahrscheinlich noch zwei", lachte Scorpius und legte seinen Kopf gegen die Wand. Er fühlte sich unheimlich ruhig wenn Albus ihn anlächelte. Es fühlte sich beinahe wie ein normaler Geburtstagsmorgen an. Beinahe.

„Oder", begann Albus, „du könntest mir zum Geburtstag geben was ich wirklich will."

Scorpius konnte nicht sagen ob er zweideutig war oder nicht aber wenn Albus es war würde er noch seinen Möglichkeiten gehorchen auch wenn es einen Tausch im Tagesablauf zu Nickerchen, Mittag, Buchhandlung, noch ein Nickerchen und dann Abendessen bei en Potters brauchte.

„Und was ist das?"

„Es könnte heiraten, Buchhandlung, Mittag, Nickerchen, Abendessen sein."

„Sie sollten diese Potter Ausdauer abfüllen und an Schüler die für ihre UTZs lernen verkaufen."

„Ist das ein ´Ja´ weil du meine Ausdauer bewunderst?"

„Es ist ein ´Nicht heute´ obwohl ich deine Ausdauer bewundere."

Albus grummelte, schlurfte seinen Tee und nahm seinen Bagel aber Scorpius dachte das er ein Lächeln sah als Albus den ersten Bissen nahm.

Scorpius versuchte sein bestes während Albus' Geburtstags Essen lebhaft zu bleiben und drei Tassen Kaffee sollten es schaffen. Dennoch als die Potters (und einige Malfoys und Granger-Weasleys) zu einem hitzigen und angetrunkenen Gespräch über Quidditch, standardisierte Teste junge Zauberer und Hexen und ob die Muggel Integrationsprogramme des Ministeriums nützten oder nicht übergingen hate Scorpius leichte Kopfschmerzen und entschied sich raus zu gehen.

Die warme spät Juli Luft fühlte sich wie eine Decke an als er die Veranda betrat. Sie wärmte seine Knochen und brachte das Gefühl in seinen Fingerspitzen zurück und er streckte sich bis zum Schmerzpunkt bevor er sich auf des Geländer setzte und über das dunkle Feld um sie sah. Er konnte verschiedene Insekten singen hören als sie die Welt zur Nacht niederliess und in der Ferne konnte er eine kleine Gruppe Glühwürmchen sehen die sich über dem Gras erhob.

Scorpius seufzte und lehnte sich gegen eine Holzsäule. Es war ein guter Tag mit Albus verbracht gewesen und er hoffte das es ein guter Geburtstag gewesen war. Albus hatte sogar mit ihm ein zwei Stündiges Nickerchen mitten am Nachmittag gemacht – eine Rarität da er entweder arbeitete oder sich um Scorpius kümmerte.

Selbst in der Dunkelheit konnte Scorpius die leichten Blutergüsse auf seinen Fingerspitzen und die Verfärbung um seine Hände sehen. Wie er es versuchte konnte er sich nicht vor den Gefahren des Alltags schützen und seine Hände nahmen einen grossen Teil des Schadens.

Er bekam kaum mit wie die Tür hinter ihm quietschend aufging.

„Darf ich mich zu dir gesellen?"

Für einen Moment dachte er es wäre Albus. Er drehte sich um und war überrascht stattdessen Harry zu sehen, er schloss die Tür hinter sich und steckte seine Hände in seine Taschen.

„Natürlich."

Der Nervenkitzel in der Nähe des Jungen der überlebte zu sein war lange abgeklungen – wahrscheinlich als Scorpius an einem frühen morgen vor dem siebten Jahr in die Küche der Potters gestolpert war und Harry vorgefunden hatte wie er in einer alten und verblassten Chudley Cannons Unterhose mit seiner Frau gegen den Küchen Tresen rumgemacht hatte.

Trotzdem als Harry seine Beine über das Geländer schwang und sich neben ihn setzte, es offensichtlich machte das er reden wollte, schlug Scorpius' Herz ein wenig schneller. Er schluckte seine Sorge hinunter und sagte das erste was ihm in den Sinn kam.

„Al scheint heute glücklich."

„Tut er", stimmte Harry zu. „So glücklich wie schon lang nicht mehr."

Scorpius lächelte, spielte Abwesend mit dem Saum seines Hemds und hoffte das Harry nur auf dem laufenden sein und reden wollte. „Ich glaube er freut sich auf das Buch das wir als nächstes lesen."

„Du hast ihm letzten einen ganz schönen Schrecken eingejagt."

„Oh."

Scorpius sah auf seine Schuhe schlug die Fersen enttäuscht zusammen.

„Ich kam spät am Abend vorbei", erklärte Harry. „Keine Sorge ich habe es deinem Vater nicht gesagt."

„Ich wollte nicht", sagte Scorpius schüchtern. „Wirklich nicht. Ich bin nicht…aufgewacht."

Er warf einen Blick zu Harry und sah das er auf den dunklen Umriss des Waldes sah. Er begann älter auszusehen und nun waren einige graue Haare in den Stoppeln auf seiner Wange aufgetaucht. Scorpius stellte sich Albus in seinen Vierzigern und Fünfzigern vor. Er würde Harry so ähneln aber Scorpius sah die Unterschiede während Harry überlegte was er sagen sollte – Narben die Albus hatte und Harry nicht. Die Weise wie Albus' Kiefer etwas breiter war und seine Nase ein klein wenig kürzer. Albus' Lippen waren auch voller – mehr wie die seiner Mutter – aber Harry war ein guter Anhaltspunkt wie Albus in der Zukunft aussehen würde und Scorpius wollte nichts mehr als da zu sein um es zu sehen.

„Ich muss dich bitten etwas schwieriges zu tun Scorpius", sagte Harry vorsichtig. Es war ihm höchst unwohl und komplett ruhig mit den Händen ordentlich im Schoss gefaltet. Scorpius hielt den Atem an und starrte ihn erwartungsvoll an. Harry sah ihn durchbohrend an und Scorpius hörte auf zu atmen.

„Wenn die Zeit kommt und es klar wird das die Heilung in deinem Fall nicht wirkt", begann Harry langsam, seine Worte bedacht und offensichtlich durchdacht, „du musst mir versprechen das du Albus heiratest bevor du stirbst."

Scorpius zuckte beim letzten Wort zusammen. „Das…ist nicht was ich erwartet habe", gestand Scorpius. „Nicht das ich wirklich was erwartet hätte. Nur…"

Harry starrte ihn an wartete höfflich das er beendete aber Scorpius verlor seine Gedanken und schüttelte den Kopf.

„Es wird ihn umbringen wenn du es nicht tust", meinte Harry. Da war ein Feuer in seinem Ausdruck der Scorpius komplett glauben liess das dies der Mann war der sich geopfert hatte um seine Liebsten zu retten. Er sah bereits aus als wollte er Scorpius bereits drohen.

„Es ist etwas was James gesagt hat", erklärte Scorpius. „Er hat das Wort Wittwer gesagt und ich krieg es nicht aus meinem Kopf."

Harry schien zu verstehen aber betrachtete Scorpius dennoch bis er schliesslich seufzte und weg sah.

„Sie müssen es leid sein das hier immer was los ist", sagte Scorpius. „Und ein guter Teil davon war meine Schuld."

„Nichts davon war deine Schuld", sagte Harry streng. „Nicht als du gekidnappt wurdest und jetzt nicht. Verdammt es war nicht einmal deine Schuld als du in das Zeitreisechaos gezogen wurdest. Das war alles Albus."

„Nun im Moment fühle ich mich wie der Schwächling der alle hinunter zieht", murmelte Scorpius bevor er seine Gedanken filtern konnte.

„Es ist nicht lustig wenn du dich wie das Problem fühlst", sagte Harry. „Aber es ist nicht deine Schuld Scorpius und ich persönlich denke das du sehr mutig mit allem umgehst. Auch wenn ich glaube das du es uns hättest sagen sollen sobald du wusstest das etwas nicht stimmt.

„Entschuldigung."

„Schon gut", sagte Harry. „Ich verstehe wieso du es getan hast. Wie lang wusstest du es wenn ich fragen darf?"

„Wenn ich ehrlich bin? Ich habe vor einem Jahr angefangen zu vermuten aber es waren nur kleine Dinge die mich ´huh´ machen liessen. Besser darauf aufpassen."

„Eine Jahr? Das ist hart."

„Ich wollte niemandem unnötigen Stress bereiten."

„Dumm und edel", sagte Harry nickend. „Ich verstehe es."

„Es wurde mit alarmierendem Tempo schlimmer", fügte Scorpius hinzu. „Es ist als ob es weiss das ich versuche es aufzuhalten."

Harry sah ihn mit so viel Sorge und Mitleid an das Scorpius wegsehen musste. Er wusste das Harry um Sorge um seinen Sohn sprach – das seine Hauptsorge Albus' Wohl war egal ob Scorpius den Schicksal seiner Mutter entkam oder nicht. Wenigstens hatten sie das gemeinsam.

„Ich habe versucht Albus' Geburtstag so normal wie möglich zu machen", sagte Scorpius und blickte über seine Schulter. Er konnte in die Küche sehen wo Albus auf dem Tresen sass und mit James ein Butterbier trank. Sie lachten über etwas und Scorpius lächelte bis er sah das Albus unbewusst nach seinem Ring griff und ihn um seinen Finger drehte während er sprach. Scorpius fuhr über das warme Metall seinen eigenen und hielt denkend inne und sah wie Albus wieder lachte, schmiss beinahe eine Halterung mit Küchenutensilien um was ihn noch mehr lachen liess. Es war das Lachen welches ihn an die späten Nächte in der Bibliothek von Hogwarts erinnerte und faule Samstagnachmittage zuhause – das Lachen was sein Entschluss schwächte und sein Herz brach.

„Wissen Sie ich liebe ihn wirklich mehr als mein leben", sagte Scorpius ruhig auch wenn er die Intensivität seiner Gefühle nie in Worte gefasst hatte. Seine Augen klebten an Albus. „Er war mein erster Freund und der einzige Mensch den ich mir vorstellen konnte zu lieben. Ich wollte ihn nie verletzten wenn ich ihn zurücklassen muss."

„Also versprichst du es?"

Scorpius wie Albus vom Tresen glitt, ein Geschenk von Lily nahm und sie umarmte bevor er es öffnete. Sein Lächeln zerstörte was von Scorpius' Entschlossenheit übrig war.

„Ich verspreche es."

Neben ihr seufzte Harry erleichtert. Scorpius löste seine Augen von Albus und sah ihn an. Es war offensichtlich das das auf Harry gelastet hatte als er ihm ein ruhiges Lächeln schenkte und Scorpius sanft auf den Rücken klopfte.

„Danke Scorpius", sagte Harry. „Und…nun für die Akten Ginny und ich lieben dich sehr und egal was passiert du bist ein Teil unserer Familie. Das bist du schon lange."

„Ich mochte es immer ein ehren Potter zu sein", gab Scorpius zu. Er fühlte Hitze in sein Gesicht steigen und sorgte sich einen Moment das er Fieber hatte bis er merkte das er einfach rot wurde.

„Ich glaube du wärst ein richtiger Potter", überlegte Harry. „Potter-Malfoy? Malfoy-Potter?"

„Malfoy-Potter", stellte Scorpius klar. „Wir haben vor ein paar Wochen darüber gesprochen."

„Einen besonderen Grund?"

„Nun ich mag den Klang von Potter-Malfoy mehr aber mein Hirn kann nicht damit umgehen das die Namen nicht alphabetisch sind also ist es Malfoy-Potter."

Harry lachte. „Wenn du Hermine jemals wütend machst sag ihr das bitte. Du wirst direkt keinen Ärger kriegen."

„Dann behalte ich es im Hinterkopf falls ich es wirklich mal brauche", sagte Scorpius grinsend.

Hinter ihnen öffnete sich die Tür quietschend und Albus trat heraus. Jemand hatte einen Knopf auf dem „Birthday Boy" stand an der Tasche seines Hemd angebracht. Er spielte damit und Scorpius konnte sehen wieso – nicht nur glühte er in einem widerlichen rot es sang auch noch Happy Birthday mit einer Stimme die ihn an betrunkene Hauselfen erinnerte.

„Worüber sprecht ihr beiden?" fragte Albus vorsichtig.

„Dich", sagte Scorpius einfach.

„Scorpius hat versucht mir zu erklären weshalb genau er dich liebt", sagte Harry grinsend. „Ich verstehe es nicht."

Albus verdrehte die Augen und ging hinüber zu Scorpius und schlang von hinten die Arme um seine Mitte. Sein Griff war vorsichtig – Albus hatte die kleinen hell blauen Flecke gesehen die anfingen auf Scorpius' Bauch zu wachsen. Sie waren nicht empfindlich aber Albus bestand trotzdem darauf vorsichtig zu sein.

Scorpius lehnte sich an ihn und schloss die Augen, schwelgte im Geruch seiner Seife und der Stärke seiner Arme. Er fühlte sich hier sicherer als sonst irgendwo auf der Welt.

„Es ist einfach", sagte Albus. „Scorpius mochte wirklich wie ich in Hogwarts in meiner Quidditch Uniform aussah und hat sich nie wirklich erholt."

Scorpius lachte als Albus einen Kuss auf seine Wange drückte. „Das ist eine gute Zusammenfassung", gab Scorpius zu. Albus gluckste, bewegte sich leicht mit ihm, roch nach Feuerwhisky und Geburtstagskuchen und bevor Scorpius zu gefangen darin war warf Harry seine Beine über das Geländer um zu gehen. Er lächelte sie an aber als er kurz zu Scorpius sah als er vorbeiging wusste Scorpius das er keine Chance hatte das sein Versprechen vergessen werden würde.

2 Tage

Draco sah an diesem Morgen zum fünften mal nach dem Trank verglich seine Erscheinung mit den Notizen von Slughorn und Albus mongolischer Fluch Brecher Heiler Freundin. Die Tatsache das er den Notizen zweier unabhängigen Experten entsprach beruhigte ihn nicht. Stattdessen machte es ihn nur nervöser – es gab nicht was er tun konnte ausser zu warten und zu hoffen und weder Geduld noch Optimismus waren seine Tugenden.

Die Flüssigkeit war dünn und schwarz. Er glitzerte unheilvoll wenn er das Licht seines Zauberstabs über die Oberfläche bewegte und es wäre hypnotisierend gewesen wenn Draco nicht so Angst davor hätte.

„Draco?"

Draco erschrak und drehte sich zur Tür. Albus stand da mit den Händen in den Taschen und betrachtete den Kessel verächtlich. Er und Scorpius waren jetzt eine Woche im Manor – etwas war passiert was Albus so erschreckte das er mehr Hilfe brauchte sich um Scorpius zu kümmern und Draco war glücklich seinen Sohn in dieser schweren Zeit zuhause zu haben wo er nur einen Schrei entfernt war.

„Er schläft noch", sagte Albus ihm. „Ich muss eine Weile zur Arbeit aber ich werde so schnell wie möglich zurück sein. Ich würde ihn in einer Stunde oder so wecken. Er wird mehr Blutaufbereitungstrank brauchen und ich weiss er wollte etwas Zeit mit Orion verbringen."

Draco seufzte. In seinen wachen Stunden war Scorpius besessen davon geworden jeden Augenblick mit Orion zu verbringen. Er sagte das es war weil es ihn glücklich machte um seinen fröhlichen kleinen Bruder zu sein aber Draco wusste es besser. Er war früher da gewesen. Scorpius hoffte nur einen Eindruck auf des Kind zu machen – nur für den Fall.

„Wurde ihm in der Nacht schlecht?"

Albus schloss müde die Augen und nickte. Seine Bewegungen waren träge und müde. „Ja. Es war schon schlimmer. Er konnte Toast unten behalten."

Selbst Draco musste zugeben das es tröstlich war auch Albus in der Nähe zu haben. Auch wenn Dania und Ainsley Scorpius liebten wusste Draco das die einzige Person die seinen Sohn so lieben konnte wie er Albus war und auf eine Weise fühlte er sich weniger allein.

„Ich kümmere mich um ihn", versicherte Draco ihm. Natürlich wusste Albus das Draco das würde aber Draco wusste das Albus es hören musste genau wie Dania ihnen versicherte das sie Scorpius' Herz doppelt überprüfte und Albus Draco jede Nacht versicherte das er ihn wecken würde wenn Scorpius ihn brauchte.

Den Gang runter hörte Draco wie Orion anfing zu weinen. Er wurde schnell beruhigt – Dania musste schnell bei ihm gewesen sein – und sah wie Albus zusammenzuckte und seine Schläfen rieb.

„Nur Scorpius kann einen Säugling pflegeleicht erscheinen lassen", grummelte Albus. „Ich schwöre wenn er wieder gesund ist gehen wir direkt auf die Fijis und ich liege am Strand und mache für sieben Tage nichts."

„Oh ich bezweifle das er für sieben Minuten still sitzen wird wenn er wieder gesund ist", sagte Draco. Es fühlte sich gut an wenn zu sagen und er und Albus sprachen immer darüber was sie tun würden wenn es Scorpius besser gehen würde. Wenn es ihm gut ging. Wenn das vorbei war.

Albus lächelte müde und nickte. „Nun ich bin weg. Grüsse Slughorn von mir wenn er vorbei kommt."

„Werde ich", versicherte Draco ihm.

Albus ging leise und Draco fuhr mit den Händen durch seine Haare. Jahrelang war er zu Astorias Portrait gerannt wenn er sich verloren oder verwirrt fühlte aber nun konnte er sich kaum ansehen. Er vermied seinen Lieblingsessel und hielt seinen Blick abgewandt wenn er die Flohverbindung des Manors benutzte. Er fühlte sich gefangen ohne sie, sie sehen wie ihr Sohn verschwand und wurde jeden Tag sicherer das der Fluch wusste das sie versuchten ihn zu vernichten. Er fragte sich ob der Trank der leicht hinter ihm glitzerte ihr Leben hätte retten können – schüttelte aber den Gedanken ab und zwang sich seinen eigenen Rat zu folgen.

Wir können die Vergangenheit nicht ändern, dachte Draco aber egal wie oft er die Worte zu sich selbst sagte sah er dennoch einen drehenden Zeitumkehrer wenn er die Augen schloss.

Draco beschloss sich seiner Selbstsucht hinzugeben und verliess den Raum, schloss die Tür vorsichtig hinter sich und ging den Gang hinunter zu Scorpius' Zimmer.

Er öffnete die Tür leise. Es war nicht viel anders als wo er ein Kind gewesen war – Bücher und Andenken überall verteilt, Kissen auf der Fensterbank und dünne Vorhänge die das morgen Licht hinein liessen.

Scorpius lag im Bett die Decken um ihn gelegt – sicher Albus' Werk da sie unter seinen Beinen und seinem Torso steckten. Er schien zufrieden, lag auf dem Bauch mit den Armen unter dem Kissen und einer leeren Flasche Aufpäppeltrank neben dem Bett.

Draco seufzte und rieb sich die Schläfen. Er hatte nie gedacht dieses Gefühl von Vorahnung wieder zu haben. Es war so ein dunkler Schatten der über ihm schwebte das selbst Orions helles, sorgenfreies Lachen seine Stimmung oft nicht heben konnte.

Er sah wieder auf die Uhr und seufzte – es war noch früh für Scorpius neuen Standard also setzte er sich auf die Fensterbank wo er seinen Sohn beobachten konnte während er schlief. Es war die einzige Zeit in der Scorpius die letzten Tage friedlich aussah und ihn zu sehen – auch wenn Draco sich irgendwie bewusst war wie gruselig es war – war das einzige was ihm etwas Trost brachte auch wenn es durch die Flecken die auf Scorpius' Haut auftauchten gemindert wurde.

Nach einigen Minuten des zusehen öffnete sich die Tür quietschend und Ainsley sah in ihrem Lavendel Schlafanzug rein. Sie trug ihre Brille nun öfter da sie mehr zuhause blieb besonders in der letzten Woche.

Sie blickte von Scorpius zu Draco und wieder zurück und Draco winkte sie hinüber. Sie schloss die Tür leise hinter sich und schlich zur Fensterbank hinüber.

„Wie geht es ihm?" flüsterte sie.

„Schläft friedlich", versicherte Draco ihr.

Sie setzte sich neben ihn, sah nervös und genervt aus als sie auf Scorpius schlafende Gestallt sah.

„Weiss er das du ihm beim Schlafen zu siehst?"

„Oh nein", gluckste Draco. „Er fände das furchtbar gruselig."

Scorpius rollte sich auf den Rücken murmelte unverständlich im Schlaf bevor er mit ausgestreckten Arm ruhig wurde. Selbst aus der Ferne konnte Draco die feinen blauen Venen und Arterien unter seiner Haut sehen – etwas was Ainsley auch an ihrem eigenen Körper auffiel. Sie waren kürzlich offensichtlicher geworden und jedes mal wenn er sie sah erinnerte sich Draco an Astoria und ihrer Sammlung an Knöchel langen Kleidern welche den Zustand ihrer Beine in ihren letzten Jahren verborgen hatten.

„Es geht ihm gut oder?" fragte Ainsley.

„Natürlich", sagte Draco und versteckte seine Unsicherheit. Es war eine Fähigkeit die er gemeistert hatte als Scorpius jung war. Als sie Astoria die wenigen male die sie hospitalisiert wurde im St. Mungos besucht hatten als er ein Kind war hatte Draco die unaufhörlichen Fragen seines Sohnes mit Selbstbewusstsein und Sicherheit beantworten müssen. „Er war immer stark."

„Es ist nicht fair", flüsterte Ainsley. „Er sollte sich nicht damit herumschlagen. Nicht wenn ich nicht annährend in seinem Zustand bin."

„Er sagt immer das der Fluch es weiss und rebelliert", sagte Draco. „Ich weiss nicht sicher ob es nicht der Stress des Wartens ist der es verschlimmert."

„Geht es dir gut?"

Ainsley sah erwartungsvoll zu ihm auf. Mit ihrer Brille war die Ähnlichkeit zwischen ihr und Scorpius noch stärker.

„Mir geht es gut", versicherte Draco ihr. „Ich mache mir nur Sorgen um euch beide."

Ainsley sah wieder zu ihrem Cousin und betrachtete ihn als er sich wieder bewegte. Draco merkte das er sie seit Tagen nicht hatte lächeln sehen also schlang er seine Arme um ihre Schultern und liess sie sich an ihn lehnen.

„James macht mich verrückt bevor alles gesagt und getan ist", sagte Ainsley. „Er ist ziemlich paranoid."

„Offenbar ist es ein Potter Ding", sagte Draco. „Ich habe gesehen wie Albus gestern nach Scorpius überredet hat Handschuhe während dem Lesen zu tragen damit er sich nicht am Papier schneidet."

Ainsley schnaubte vor lachen und bedeckte ihren Mund zügelnd damit sie ihren Cousin nicht weckte. Draco lächelte und fühlte sich zum ersten mal am Tag als hätte er etwas erreicht.

0 Tage

Scorpius sah wie sein Vater ein pures silber Messer aus seiner Tasche zog und die Klinge über seine Handfläche zog als wäre es nichts. Draco verzog nicht einmal das Gesicht als er seine Hand über die Flasche hielt die Slughorn ihm reichte und wartete ruhig das sein Blut den Behälter genug füllte. Es war als würde er es jeden Tag tun.

„Nur ein wenig mehr mein Junge", sagte Slughorn und sah wie das Level der dunklen Flüssigkeit sich hob. Ainsley, nicht in der Lage zuzusehen wandte ihr Gesicht in James' Hemd. „Das ist es."

Während das Blut in die Phiole floss sah Draco sich um und traf Scorpius besorgte Augen. Er lächelte und schüttelte den Kopf. „Das ist kaum das merkwürdigste was ich je getan habe", sagte er. Scorpius fühlte sich nicht versichert.

„Das ist genug", sagte Slughorn Draco. Er betrachtete die Flasche etwas verächtlich hielt aber den Mund. Scorpius nahm an das Draco ihm gesagte hatte kein Aufsehen um seiner und Ainsleys Willen zu machen und er musste zugeben das er dankbar war.

Draco hob seine Handfläche hoch und liess Dania den Diptam getränkten Verband den sie vorbereitet hatte darum wickeln. Ihre Finger arbeiteten schnell um die Hand ihres Mannes bis sie den Verband zuknöpfte und die losen Enden einsteckte. Scorpius sah das zittrige Lächeln seines Vaters als er seiner Frau dankte und ihre Hand hob um ihre Knöchel zu küssen. Scorpius schlang seinen Arm um Albus, fuhr mit der Hand zu seinem Handgelenk bis Albus ihre Finger verschränkte und sie ermutigend drückte. Scorpius fühlte es ihn jedem Gelenk in seiner Hand merkte aber das es ihn nicht kümmerte.

Seine Aufmerksamkeit ging zu Slughorn welcher Dracos Blut vorsichtig in den Kessel rührte und betrachtete währenddessen die Oberfläche aufmerksam. Scorpius konnte nicht sagen ob er erschrocken oder fasziniert war als er zu sah aber Albus schien sein Unbehagen zu fühlen. Albus' Arme schlangen sich um Scorpius' Mitte als sie zusahen.

Auf der anderen Seite des Raumes bewegte sich James nervös von Fuss zu Fuss ein Arm noch immer um Ainsley. „Wie wollen Sie wissen ob es richtig ist?"

„Nach den Notizen sollte sich die Oberfläche von schwarz zu silber färben – ah!"

Slughorn trat zurück sah zufrieden mit sich aus und lehnte sich fürs Gleichgewicht auf einen Holz Gehstock. Scorpius stellte sich auf die Zehen um es zu sehen nicht bereit vor zu treten. Die Oberfläche änderte sich von schwarz zu einem schimmernden Grau als Blasen vom Boden aufstiegen und dann wurde der Trank ruhig und die Oberfläche wurde glatt und sah wie glattes Quecksilber aus.

„Das sollte es sein", sagte Slughorn nach einem Moment in dem er die Notizen überflog. Er sah sich zu ihnen um als sich eine merkwürdige Stille über sie senkte. Scorpius spürte einen Klumpen in seiner Kehle aufsteigen als Albus' Griff sich um seine Taille verstärkte. Er hatte so hart gekämpft die Information zu beschaffen – die Übersetzungen zu kriegen und herauszufinden wer seine Familie verflucht hatte – und so viele Leute hatten zusammen gearbeitet um einen einzigen Kessel mit Flüssigkeit möglich zu machen und nun konnte er es nicht mal ansehen.

„Ich mag das nicht", murmelte Scorpius in Albus' Haar.

„Es riecht schrecklich", stimmte Albus zu. Tatsächlich tat er das aber das war nicht der Grund für Scorpius' Zögern. Vorher war es eine Herausforderung und dann eine Geduldsfrage. Nun würde Scorpius herausfinden ob er recht hatte oder nicht und er war nicht sicher ob er das wollte.

Aber Slughorn brachte schon eine Kelle um zwei Becher mit Trank zu füllen. Die Flüssigkeit glitt in die sauberen Gläser und sank auf den Boden. „Nun es sollte nicht mehr als drei Tage dauern bis sie wissen ob es funktioniert hat oder nicht", sagte er und sah zwischen Scorpius und Ainsley her. Sich machte zögerlichen Schritt vorwärts und befreite sich aus James' Armen. Scorpius blieb wo er war an Albus' Seite gepresst auch wenn Albus seinen Griff gelockert hatte.

„Nun ich glaube drei. Albus' Freundin sagte sie erwarten höchstens fünf Tage."

„Fünf Tage", stöhnte James. Ainsley warf ihm einen erbärmlichen Blick zu.

„Ich habe dir das alles gesagt."

„Ich weiss", gab James zu. „Das heisst nicht das ich es mögen muss."

Slughorn reichte Ainsley ihr Glas und sie richtete sich auf hob ihren Kopf und nahm es. Sie sah Scorpius in die Augen und wartete das er dasselbe tat.

„Geh schon Liebling", sagte Albus und drückte gegen Scorpius' Rücken. Seine Instinkte ins Bett zu gehen und sich zu verstecken waren hochgekommen und Scorpius fing an aktiv sich nach dem Geruch seines Lieblingsquilt zu sehnen – frisches Leinen mit Lavendel und Minze.

Er zwang sich auf Slughorn zuzugehen und nahm das Glas mit einer zittrigen steifen Hand. Es fühlte sich schwer an – hinuntergedrückt durch den dichten Trank – und Scorpius sah auf seine ruhige schimmernde Oberfläche bevor er in Dracos Augen sah.

„Mach schon", sagte Draco. Sein ermutigendes Lächeln liess Scorpius sich etwas sicherer und mutiger fühlen. Er sah zu Ainsley und James der hinter ihr stand und streichelte mit einer Hand abwesend ihr Haar – still aber anwesend. Er fühlte wie Albus' Hand sich zwischen seine Schulterblätter legte und Scorpius schloss seine Augen für einen kurzen Augenblick bevor er sein Glas Ainsley hinstreckte. Sie lächelte ihn zittrig an, nickte und tippte mit dem Rand ihres Glases mit einem sanften Klink an seines und zusammen tranken sie das dicke bittere Gebräu.

Der schreckliche Geschmack und der schweflige Geruch waren nicht das schlimmste. Sobald der Trank Scorpius' Kehle berührte brannte sie schlimmer als je zuvor. Er würgte, warf das Glas auf den Tisch und hielt den Atem an als er wartete das er vorbei ging und wusste das er ihn unten behalten musste. Es gab nicht genug für eine dritte Dosis und er wusste tief in seinen Knochen das er nicht genug Zeit hatte für eine weitere Runde. Er deutete auf sein leeres Glas und sah zu Albus.

„Wasser", keuchte er. Albus stolperte beinahe über sich als er vor eilte. Scorpius beugte sich vor, fühlte wie sich das Feuer über seine Brust verteilte und in seinen Magen ging und Draco trat vor und schlang seinen Arm um Scorpius' Rücken.

Er hörte Albus leises ´aguamenti´ und fühlte wie ihm das Glas in die Hand gedrückt. Er nahm es dankbar und trank das Wasser.

„Es brennt", erklärte Scorpius überflüssig. Sicher hatte Ainsley die selbe Reaktion aber er konnte sich nicht fokussieren oder aufrichten um es zu überprüfen.

Draco klang besorgt.

„Soll das passieren?"

Albus füllte das Glas erneut und Scorpius leerte es schnell. Das Wasser bot vorübergehende Erleichterung und Scorpius schaffte sich aufzurichten als die Flammen in seinen Eingeweiden zu Zunder wurden.

„Ich weiss es nicht", sagte Slughorn besorgt. „Ainsley?"

„Es schmeckte schrecklich", sagte Ainsley ihm. „Es hat etwas gebrannt aber nicht so." Sie deutete auf Scorpius welcher dankbar war als Albus seinen Arm um ihn schlang und er sich gegen ihn lehnen konnte.

„Es ist in Ordnung", sagte Scorpius. „Es hat sich jetzt beruhigt mir geht es gut."

Der Effekt des Wasser liess nach aber ohne den blendenden Schmerz konnte Scorpius seinen Zauberstab ziehen und das Glas selber füllen. Er leerte zwei weitere Gläser unter sechs aufmerksamen Augenpaaren. Er war nun ständig durstig und seine Lippen waren immer aufgesprungen und trocken also war es nicht ungewöhnlich das er ein Glas auf einmal leerte aber vier in einer Reihe war etwas viel.

„Gibt es etwas was er gegen das Brennen nehmen kann?"

„Ich denke nicht", sagte Dania besorgt. Sie sah Scorpius mitfühlend an. „Ich habe Angst, dass das, was er nimmt, interagieren könnte."

„Also müssen wir warten?" fragte Ainsley. Scorpius bemerkte das sie etwas blasser als wenige Minuten zuvor aussah und ein leichter Schweissfilm auf ihrer Stirn zu sehen war.

„Ich fürchte schon", bestätigte Slughorn.

Scorpius sah hinüber zu Albus welcher jeden seiner Bewegungen beobachtete. Da war eine Liste voller stummer Fragen in seinem Blick – geht es dir gut? Was kann ich tun? Kannst du eine Veränderung fühlen? Scorpius schüttelte auf alle den Kopf und schlang seine Finger um Albus' Hemd und spielte mit dem Stoff.

„Es hat sich nur hinunter gerbrannt", sagte Scorpius. „Mir geht es gut. Wirklich."

Albus sah zu Draco und Scorpius sah die stille Verständigung die zwischen ihnen geschah. Keiner glaubte ihm.