Ich glaube wir verdienen
Einen sanften Epilog meine Liebe.
Wir sind gute Menschen
Und wir haben genug gelitten.
Seventy years of sleep #4. Nikka Ursula
Scorpius schreckte hoch.
Das erste was er merkte war das es nach Sonnenaufgang war und das er Himmel hinter seinem hohen Fenster schwer und grau aussah.
Das zweite was er merkte war das das Bett ziemlich kalt war. Als sein Hirn anfing zu arbeiten als er tief einatmete erinnerte er sich das dies dieser Tage normal war – kein Grund zur Panik.
Er stöhnte und rollte auf den Rücken. Er streckte sich, die Füsse hingen über die Bettkante und fühlte wie seine Schultern und Knie knackten. Wie jeden morgen diese Woche nahm sich Scorpius einen Moment sein Alter zu beklagen. Normalerweise störte es ihn nicht – wenn er in den Spiegel sah, sah er die Falten um seine Augen und seinen Mund und wusste das sie vom lächeln und lachen kamen und er könnte sich nie dafür schämen – aber die letzte August Woche war die letzten sechs Jahre sein persönlicher Kampf gewesen und dieses Jahr war es nicht anders.
„Auf", murmelte Scorpius zu niemandem. „Ich muss aufstehen."
Ein Wimmern erhob sich auf dem Boden neben ihm. Er drehte sich zu Bettkante und sah Ridgebit, ein alter englischer Schäferhund, auf einem kleinen Teppich neben dem Bett neben seinen Hausschuhen liegen. Er griff nach unten und kratzte sie hinter den Ohren.
„Du willst auch nicht aufstehen oder Mädchen?"
Ridgebit hechelte nur als Antwort.
Mit grossem Zögern schwang Scorpius seine Beine über die Bettkante, nahm seine Brille und zog seine Hausschuhe an und stand auf. Er schüttelte die Falten aus seinem Schlafanzug und fuhr sich durch sein Haar bevor er seine Brille aufsetzte.
Scorpius sah auf seine Füsse. Das war überhaupt nicht sein Schlafanzug – es war viel zu viel seiner blassen Knöchel zu sehen. Offensichtlich hatte jemand die Wäsche schlecht sortiert.
„Ich muss nächsten Sommer einen Hauselfen holen", seufzte er bevor er seinen Zauberstab in seine Tasche steckte und über den Holzboden zur Tür ging.
Er ging langsam vom renovierten Dachboden hinunter – die Treppen waren schmal und gewunden aber der Anstieg war der extra Raum wert – und hielt inne als er den zweiten Stock erreichte. Er sah auf vier Türen – drei noch geschlossen – und entschied das er besser alleine nach unten ging um seinen Kaffee alleine zu nehmen.
Scorpius machte sich auf den Weg nach unten in die Küche er ging langsam damit Ridgebit mithalten konnte (sie war morgens immer langsamer). Die Küche war ein Chaos von letzter Nacht – Geschirr in der Spüle gestapelt und leere Butterbier und Limonaden Flaschen auf der riesigen Insel die oft als ihr Esszimmer fungierte. Während der Kaffee braute fing an Scorpius das Chaos mit ein paar Zaubern zu beseitigen, schickte die Flaschen in dem Müll in der Ecke und verzauberte eine Scheuerbürste damit sie das Geschirr spülte. Er schob eine Rebe der Hängepflanze über der Theke beiseite – frischen Vorrat von Diptam zu haben war dieser Tage keine Vorsichtsmassnahme – es war eine Notwendigkeit.
Er sah nicht auf bis er seinen Kaffee in der Hand hielt. Aus dem Küchenfenster konnte er über das grüne Feld sehen welches etwas Morgennebel auf sich hängen hatte. Das Feld war von einem starken Holzzaun umgeben und im hintern Ecken stand eine Scheune – frisch gestrichen und gepflegt. Das Gras hatte kleine Hufabdrücke und ein Fleck verbrannter Erde lag auf der Rechten in der Nähe das Zauns. Ein grosser Futterkübel stand unbelästigt im Zentrum der Kuppel und kaum zu sehen war der Zusatz den Albus und Scorpius (hauptsächlich Albus mit der Hilfe von Charlie und Harry) vor zwei Jahren gebaut hatten – eine frei stehende Bibliothek und Arbeitsplatz den Scorpius von zuhause arbeiten liess wenn er nicht körperlich im Ministerium gebraucht wurde.
Die Abteilung für Internationale Akademische Zusammenarbeit war nun eine gut geölte Maschine auch wenn sie einen holprigen Start gehabt hatte. Mit Jins Hilfe hatte Scorpius geholfen ein Netzwerk von akademischen Zauberern weltweit aufgebaut und hatte die Entwicklung des Digital Netzwerk und Büros welche von Squibs und Muggel geführt wurde um zu helfen Informationen international zu teilen beaufsichtigt. Es war seine dritt wichtigste Errungenschaft – eine die er stolz mit seinen Mitarbeitern in den Zauber Regierungen weltweit teilte und er war glücklich sich jetzt zurück zu lehnen und fragen aus der ruhigen Behaglichkeit seines eigenen Arbeitszimmers zu beantworten wenn er konnte.
Nun ruhig wenn die Kinder nicht zuhause waren.
Scorpius sah auf die Uhr an der Wand. Es war Zeit. Er sah genau auf die Türen der Scheune, schlürfte zufrieden seinen Kaffee und genoss die Stille noch für einen Augenblick länger.
Wie ein Uhrwerk kam Albus genau nach acht Uhr aus der Scheune. Er trug Arbeitskleider – ein T-Shirt und ein paar lange Hosen mit Taschen an den Seiten die in seinen Stiefeln steckten. Er lachte als ihre älteste Tochter Avery neben ihm auftauchte und zusammen schoben sie die Scheunen Türen zu und machten sich auf dem Weg zurück zum Haus.
Avery war sehr gross – grösser als Albus – geschmeidig und stark. Ihr dunkles Haar war zu einem Pferdeschwanz gebunden und Scorpius merkte das sie ihre Stiefel einfach über ihren Schlafanzug gezogen hatte. Sie stand im Sommer oft früh auf um Albus zu helfen sich um die Tiere zu kümmern – die Mondkälber hatten es ihr besonders angetan und hatte sich besonders an ein leicht deformiertes gehängt welches Albus aufzog. Die grösste Errungenschaft ihrer Ferien war gewesen dem Wesen laufen bei zu bringen und zu essen wie seine adoptieren Brüder und Schwestern – etwas wovon Scorpius stolz sagen konnte das er damit geholfen hatte da er ihr geholfen hatte Muggel Methoden zu suchen ähnlichen Kreaturen zu helfen. Avery war ein geborener Bücherwurm, was ihr wahrscheinlich den Platz in Ravenclaw eingebracht hatte und hätte es selbst herausfinden können aber Scorpius war hocherfreut gewesen das sie zu ihm gekommen war.
Er grinste als er sah wie Albus seinen Arm um die Schultern ihrer Tochter schlang, sie herunter zog um ihr Haar zu verwuscheln und ihre Schläfe zu küssen während sie gingen. Manchmal fand Scorpius sich immer noch wie er Albus beobachtete wenn er nicht hinsah und er wurde immer vom heftigen Beschützerinstinkt der sein Mann über seine Familie hatte und seinem einfachen Lachen überrascht. Albus war nun mehr mit sich zufrieden als sie sich dem ende ihrer Dreissiger näherten als je zuvor – sein Rehabilitationsklinik für Geschöpfe zu führen und sich um seine Familie zu kümmern. Er war kräftig, auch wenn er an manchen Tagen noch mit einem Humpeln ging und er lange aufgegeben hatte zu versuchen seine Haare zu bändigen welche nur unordentlicher wuchsen je mehr Jahre vergingen. Vor zwei Jahren hatte er einen besonders frustrierenden Tag gehabt an dem sie ihm in die Augen gefallen waren während er arbeitete und hatte sie seither nicht mehr geschnitten und sich stattdessen entschieden es hochzudrehen und jeden morgen zurückzubinden.
Es erinnerte Scorpius an alte Fotos von seinem Onkel Bill und als er das Albus erzählte hatte sein Mann nur gelacht.
„Nun einer von uns muss dem Namen Malfoy gerecht werden", hatte Albus gesagt und Scorpius kürzere Haare direkt in sein Gesicht gerieben.
Es sah nun wie Albus seine Haare neu band bevor er Avery zurück unter seinen Arm zog und sie nah bei sich hielt. Sein Lächeln schwand etwas als er das tat. Der 1 September war immer hart für Scorpius und Albus aber sie gaben ihr bestes das sich die Kinder so geliebt wie möglich fühlten bevor sie gingen.
Albus und Avery stolperten lachend und glücklich durch die Küchentür bis Scorpius schrie als sie neben der Tür Matte durch gingen.
„Zieht eure Stiefel aus! Es ist schlammig draussen."
„Dir auch einen guten Morgen Dad", sagte Avery sarkastisch und beugte sich herunter um ihre neuen Stiefel (welche sie nicht gebraucht hatte aber auf welche Harry bestanden hatte) aufschnürte. Albus wackelte aus seinen und warf sie auf die Matte. Er kam lächelnd und barfuss in die Küche.
„Guten Morgen", sagte er zu Scorpius. Auch wenn Scorpius sich fühlte als würde an diesem Morgen eine dunkle Wolke über ihnen hängen konnte er nichts gegen das warme Gefühl machen das er jeden morgen kriegte wenn er das Gesichts seines Mannes am Morgen zum ersten mal sah.
„Hallo", antwortete er. Als Albus vorbei ging stellte er sich hoch und küsste Scorpius kurz auf die Lippen bevor er nach dem Kaffee griff. Avery kam nicht viel später und sie küsste Scorpius' Wange bevor sie auf den Küchen Tresen sprang. Ridgebit setzte sich zu ihren Füssen und Avery beugte sich vor um sie hinter den Ohren zu kratzen.
„Ich musste mich von Molly verabschieden", klagte Avery. Es dauerte immer ein paar Sekunden für Scorpius sich daran zu erinnern das sie von ihrem Mondkalb sprach und nicht ihrer verstorben Urgrossmutter Molly. „Ich glaube sie was das ich gehe. Sie schien etwas traurig. Papa?"
Albus drehte sich beim Klang seines Namens und hielt seinen Lieblingsbecher. Es war einer den ihr ältester Sohn Adam in einem Jahr für den Vatertag gemacht hatte – ein krummes Keramik Teil mit „Weld bester Papa" darauf (Adam hatte als Kind Probleme ´t´ und ´d´ auseinander zu halten und Albus weigerte sich den Becher trotz Adams bitten wegzuwerfen da dies eine freundliche Methode der Folter durch Blosstellung war).
„Wenn sie zu deprimiert wird kannst du meinen Quilt rausbringen und in ihren Stall legen?" fragte Avery Albus. „Es ist mir egal wenn er ruiniert wird. Der Geruch lässt sie sich vielleicht besser fühlen."
Albus lächelte sie stolz an. „Sicher."
Avery schien erleichtert.
Adam und Samuel kamen hinunter. Adam war das einzige Malfoy-Potter Kind das so gross war wie Avery – etwas was er als Leistung betrachtete. Trotzdem dachte Scorpius das er mit seiner Brille und seiner feinen Statur das am wenigsten bedrohliche ihrer Kinder war. Wo Avery vollkommen rund war, war Adam ihr Bilderbuch Streber – merkwürdig, nett und genial. Er hatte im letzten Jahr oder so gelernt besser mit anderen Leuten zu reden und Scorpius war glücklich ein Lächeln auf seinem Gesicht zu sehen als er gefolgt von Samuel die Küche betrat. Mit Fünfzehn wuchs Adam in seine Intelligenz und stillte seine Merkwürdigkeit – etwas wovon Scorpius wusste das es half das er mit Avery in Ravenclaw war welche keine Gefangenen machte wenn es darum ging wenn Leute auf ihren Geschwistern rumhackten.
„Morgen", sagte er durch ein Gähnen. Er umarmte Scorpius halbwegs als er eintrat und blickte wütend auf Albus' Becher.
„Ugh wieso?" fragte er umarmte seinen Papa aber dennoch.
„Weil es dich dazu bringt dieses Gesicht zu machen", antwortete Albus einfach. Er umarmte Samuel als nächstes und wuschelte durch seine Haare.
„Guten Morgen", murmelte Samuel. Er war offensichtlich noch im Halbschlaf und schien einer seiner Hausschuhe vergessen zu haben.
„Es ist ein Brief für dich gekommen", sagte Scorpius Adam als er seinen Morgentee vorbereitete. Adam nickte nur. Er war das einzige ihrer Kinder dessen Leibliche Mutter Kontakt verlangt hatte und er tauschte alle paar Monate höfflich Briefe mit ihr aus seit er alt genug war die Entscheidung für sich selbst zu treffen. „Ich glaube sie hat auch ein Wendepacket geschickt."
„Oh!" rief Samuel. „Muggel Süssigkeiten?"
„Wahrscheinlich", grummelte Adam. „Sie schickt jedes Jahr welche bevor ich zurück zur Schule gehe."
„Sei nett", erinnerte ihn Albus. „Sie versucht es. Wo ist Will?"
„Zieht sich an", sagte Samuel.
„Und Lexi?"
„Überprüft ihren Koffer zum fünften mal", antwortete Adam. „Sie hat Angst das sie einen ihrer Quidditch Handschuhe vergessen hat aber ich habe gesehen wie sie sie eingepackt hat."
Samuel seufzte. „Du weisst wie sie ist."
Samuels Zwillingsbruder Will kam einen Augenblick später hinunter. Sie waren auf jede Weise identisch – breite Schultern, lange gerade Nasen und stockgerade braune Haare – ausser wo es am meisten darauf ankam – in ihrer Personalität. Samuel war ein aufgeschlossener Gryffindor und liess seine Freunde und Familie die meiste Zeit lächeln und Will war ein süsser ruhiger Hufflepuff welcher geweint hatte als der sprechende Hut ihn vor drei Jahren von seinem Bruder getrennt hatte.
„Lex wird gleich unten sein", gab Will bekannt. Wie die anderen umarmte er seine Eltern abwechselnd und Scorpius hielt ihn für ein extra Sekunde fest und küsste seinen Kopf. Bis heute hatte sich Scorpius am meisten Sorgen um Will gemacht wenn die Kinder nach Hogwarts gingen. Scorpius wusste nur zu gut wie gemein Kinder sein konnten. Adams Intelligenz war ein Schild da viele Schüler oft seine Hilfe brauchten aber Will…nun Wills freundliches Herz machte ihn verletzlich.
Samuel auf der anderen Seite war erstaunlich belastbar und war in Gryffindor gelandet. Trotz der Aufteilung aller Geschwister auf die Häuser waren Samuel und Lexi ein Horror zusammen mit einem endlosen Vorrat auf Weasleys Zauberhafte Zauberscherze in ihren Händen eine Gefälligkeit ihrer Onkel und Cousins – etwas was Albus und Scorpius nicht kontrollieren konnten wenn die Kinder weg waren.
„Ich kann es nicht erwarten zurückzugehen", sagte Samuel. „Ich habe letztens mit Grandpa Harry gesprochen – er sagte das dritte Jahr war das Beste."
„Das ist weil es das einzige Jahr war in dem er nicht fast getötet wurde", sagte Albus. „Ich meine er dachte Sirius wäre hinter ihm her aber er war nie in wirklicher Gefahr."
„Trotzdem er sagte es war das einfachste."
„Tante Hermine sagte das fünfte Jahr war das schwerste", sagte Adam. „Ich freue mich nicht auf die ZAGs. Ich mache mir ziemlich Sorgen darum. Ich hoffe ich muss nicht über die Ferien bleiben um zu lernen."
„Wag es nicht", sagte Albus schnell. Er nahm Ferien sehr ernst. „Du kommst an Weihnachten nachhause. Ich habe bereits entschieden welchen Baum wir fällen und ich brauche dich um den Schmuck zu organisieren. Wir können ihn unmöglich ohne dich dekorieren."
Adam wurde rot. Er hatte die Angewohnheit alles zwanghaft zu organisieren wo er seine Hände dran bekam und es war als Kind besonders einschränkend gewesen bis Albus Wege gefunden hatte diese Energie gut einzusetzen angefangen mit den Weihnachtsdekorationen als er sieben war. Adam übertraf sich jedes Jahr den farbigen Weihnachtsschmuck gleichmässig auf den Weihnachtsbaum zu verteilen.
„Zudem wieso solltest du Weihnachten in Hogwarts verbringen wollen wenn du nachhhause kommen und Papa helfen kannst sich in drei Meter Schnee und Schlamm um die Mondkälber zu kümmern?" fragte Avery unschuldig. Adam verdrehte die Augen. Von all ihren Kindern war er der am wenigsten begabte mit den Tieren.
Samuel und Will setzten sich auf ihre Plätze am Tisch und Adam setzte sich neben Avery auf den Tresen und betrachtete das Ende der Treppe genau. Er und Lexi standen sich trotz ihrer grossen Unterschiede sehr nahe und benahmen sich mehr wie Zwillinge als Samuel und Will auch wenn sie nicht unterschiedlicher hätten aussehen können. Während Adam gross, blass und sommersprossig war und haselnussbraunen Augen hatte, war Lexi klein und dunkelhäutig mit wilden Haaren.
Lexi kam Augenblicke später hinunter sie trug bereits ihr Slytherin Quidditch T-Shirt und ein breites Grinsen.
„Morgen alle!" sagte sie fröhlich. Sie hüfte mit einer morgendlichen Energie in die Küche von der Scorpius dachte das sie verboten gehörte oder in Flaschen abgefüllt und verkauft werden sollte – er war nicht sicher was besser wäre. Wie ihre Geschwister umarmte und küsste sie ihre Eltern bevor sie sich selbst ein Glas Orangensaft eingoss.
„Hast du deine Handschuhe?" fragte Adam sanft.
„Ja", gab Lexi zu (sie hatte die Handschuhe nicht gebraucht aber Ginny hatte darauf bestanden). „Aber ich musste einfach nachsehen."
Lexi schien einen sechsten Sinn für Adams Ängste zu haben und ging schnell an die Seite ihres Bruders und setzte sich dort hin.
„Geht es dir gut?" fragte sie.
Adam nickte und steckte das Etikett auf der Rückseite ihres Shirts in ihren Kragen.
„Ja. Nur nervös."
„Brauchst du nicht. Wir werden gut durch die ZAGs kommen."
„Ich habe bereits einen Lehrplan gemacht", gab er zu.
Lexi lachte und schüttelte den Kopf. „Natürlich hast du das."
„Aber wir müssen mit der Sperrstunde der Bibliothek klar kommen. Das kann sehr einschränkend sein."
„Wir haben keine Sperrstunde", sagte Samuel. „Orion ist Schulsprecher. Wir können machen was immer wir wollen!"
Albus schüttelte seinen Kopf ab Samuel. „Ich bin ziemlich sicher das du immer noch die Regeln befolgen musst Sam."
„Ausserdem", fügte Avery hinzu, „ist Harriet Schulsprecherin und er wird alles tun um sie zu beeindrucken."
Scorpius seufzte und schüttelte bei dem Gedanken an seinen kleinen Bruder den Kopf. Nun Orion war kaum mehr klein. Er war siebzehn und hatte es geschafft auszusehen wie Draco und Scorpius und trotzdem attraktiver zu sein (auch wenn Albus nicht zustimmte). Scorpius und sein Vater fanden es ärgerlich. Dania hätte es nicht witziger finden können.
„Harriet mag Regeln", erinnerte Albus sie. „Erwartet das Orion sie befolgt solange sie dabei ist."
Scorpius sah auf die fünf Kinder in der Küche. Als die Uhr weiter in Richtung Abfahrtszeit tickte wurde er immer nostalgischer. Er erinnerte sich daran wie er Avery zum ersten Mal gehalten hatte als Ainsley sie ihnen als schreiendes Kind gegeben hatte. Er erinnerte sich wie Lexi als Weise nach ihrem ersten Geburtstag zu ihnen gekommen war – verwirrt und energiegeladen und der süsse Adam dessen beunruhigte Teenager Mum entschieden hatte ihn weg zu geben bevor er geboren wurde und gerade mal drei Tage alt war als sie ihn nachhause brachten – winzig und besonders.
Er und Albus hätten bei drei Kindern beinahe aufgehört zu adoptieren – sie waren sicherlich eine Hand voll – aber als Ainsley sie wegen Samiel und Will kontaktierte konnten sie kaum nein sagen. Mit zwei waren die Zwillinge niedlich – Samuel mit all seiner Energie und der ruhige Will dessen süsses Verhalten jeden schnell für sich gewann.
Fünf hatten sie gesagt war ihr Limit. Sie sagten fünf wären genug. Sie sagten fünf wären Teil ihres Plans gewesen wie die Scheune und die Bibliothek. Fünf Kinder – keines von ihnen nach Verwandten oder Sternen benannt. Das Leben war schwer genug ohne einen schweren Namen zu tragen und ihr Doppelname war genug.
Aber wie die Bibliothek nach unten in einen zusätzlichen Raum hatte verlegt werden müssen war ihre Idee von nur fünf Kindern in den Strassegraben gefallen.
Scorpius sah in die Augen seines Mannes und wusste das Albus das selbe dachte wie er. Albus räusperte sich und sah ihre Kinder an welche aufgeregt über das Festessen von heute Abend sprachen.
„Wir müssen über Charlie reden."
Damit bekam er schnell ihre Aufmerksamkeit. Sie hatten nie beabsichtigst das eines ihrer Kinder den Namen eines Verwandten trug aber wie Albus und Scorpius immer sagten wenn es jemand zur Sprache machte – war das nicht wirklich ihre Schuld.
„Ja, bevor sie hier runter kommt", sagte Avery und richtete sich auf. Albus verschränkte seine Arme vor der Brust und lehnte sich gegen die Spüle.
„Sie benimmt sich komisch nicht wahr?" fragte Adam und sah zwischen seinen Vätern her. Adam war notirisch schlecht darin Leute zu lesen und hatte sich angestrengt besser darin zu werden. „Ich bilde es mir nicht ein?"
„Nein", bestätigte Lexi. „Sie hat sich definitiv komisch benommen."
Adam lächelte sie dankbar für ihre Orientierung an.
„Ihr müsst ein Auge auf sie haben", sagte Albus. „Ihr deckt alle vier Häuser ab. Egal wo sie landet – ihr kümmert euch um sie."
„Natürlich", sagte Avery.
„Ja Onkel James hat uns gestern Nacht einen wirklich langen Vortrag gehalten", fügte Samuel hinzu und verdrehte bei der Erinnerung die Augen. „Offenbar nimmt er die Wichtigkeit sich um jüngere Geschwister zu kümmern sehr ernst."
Scorpius schnitt Albus zweifellos abfälligen Kommentar ab. „Das sollte er auch."
Albus nahm den Hinweis an und wich mit einem Schnauben zurück. „Wie auch immer", begann er, „Ich mache mir Sorgen wie sie sich die ersten Wochen schlagen wird."
„Orion hat bereits organisiert das wir alle und Ella Donnerstags Abend mit ihm im Schülersprecher Quartier zu Abend essen", sagte Will. „Das hat er uns gestern beim Essen gesagt."
Ella, Ainsley und James ältestes Kind, begann ihr zweites Jahr in Hogwarts – etwas was Scorpius ständig überraschte da sie immer etwas jünger aussah als sie war.
„Ich hoffe sie kommt nach Hufflepuff", fügte Will hinzu. „Ich bin dort ganz alleine."
„Wenigstens bist du in der Nähe der Küche und kriegst etwas Sonnenlicht", spottete Lexi. „Der Kraken jagt mir Nachts Angst ein."
„Ich mag den Kraken", murmelte Avery kleinlaut. Die beiden Schwester hatten eine gut bekannte unterschiedliche Meinung was das anging.
Als Avery und Lexi anfingen sich zu zanken ging Scorpius zu Albus hinüber und drückte seine Schulter. „Ich gehe und sehe nach Charlie", sagte er.
„Ich werde mit dir kommen", bot Albus an. „Ihnen hier geht es gut."
Scorpius führte Albus die Treppen hoch an Avery und Lexis Tür vorbei, vorbei an Adams und vorbei an Samuel und Wills Tür zum kleinsten Zimmer neben der Treppe zum Dachboden. Er hielt einen Moment inne und sah unsicher zu Albus zurück bis er fühlte wie sich die Hand seines Mannes zwischen seine Schulterblätter legte.
„Geht es dir gut?" fragte Albus leise.
Scorpius nickte auch wenn er nicht sicher war. Er fühlte sich nicht als hätte er das Recht sich nicht gut zu fühlen wenn die Kinder zur Schule aufbrachen. Heute musste es für ihn in Ordnung sein zum ersten Mal alle gehen zu lassen.
„Ich mache mir nur Sorgen um sie", sagte Scorpius.
Albus' Hand strich in kleinen beruhigenden Kreisen über seinen Rücken. Scorpius steckte mit einem kleinen Lächeln eine verirrte Locke dunklen Haares hinter Albus' Ohr.
„Ich weiss", sagte Albus. „Es ist das erste mal das alle weg sein werden."
Scorpius seufzte und lehnte sich etwas an Albus und lehnte seine Stirn gegen Albus' Schulter.
„Aber", fuhr Albus fort und schlang seinen freien Arm um Scorpius' Taille, „das ich dich den Rest des Tages ganz für mich habe und wann war das letzte mal als wir das Haus für mehr als einen Tag nur für uns hatten?"
Scorpius zerbrach sich den Kopf und versuchte sich zu erinnern.
„Vor drei ein halb Jahren", antwortete Scorpius. „Als ich dich nach den Drachenpocken aus dem Krankenhaus nachhause gebracht hatte."
Albus verzog bei der Erinnerung das Gesicht und Scorpius küsste eine der kleinen Pockennarben auf Albus' Hals. Albus hatte sich bei der Arbeit um Feld einen mutierten Stamm Drachenpocken zugezogen und hatte ihn bevor er es wusste an Lexi weitergeben als er die Kinder bei einem Hogsmeade Ausflug besucht hatte während Scorpius weg war. Zu der Zeit als Scorpius von einem Besuch von Kollegen in Kanada nachhause gekommen war, war Albus beinahe ohnmächtig im Arbeitszimmer er hatte Samuel, Will und Charlie zu seinen Eltern geschickt weil er dachte er hätte die Grippe und nicht weniger als zehn Briefen von der Hogwarts Krankenschwester die ihnen sagte schnell zu kommen.
Drei Wochen in Sankt Mungos – nur zwei für Lexi da ihre Jugend ihr half schneller gesund zu werden – und eine ausgezeichnete medizinische Betreuung hatte Albus nur wenige sichtbare Narben und Lexi hatte nur einen kleinen Flecken auf ihrer Wade.
Scorpius, wie auch immer, hatte den Schrecken seines Lebens nachdem er gesehen hatte wie Albus und seine Tochter tage lang mühe hatten zu atmen und als Albus nachhause kam hatte er geschworen seinen Mann nie mehr dramatisch zu nennen wenn er über Scorpius' Kidnapping oder den Greengrass Fluch sprach. Nun verstand er es.
„Genau", sagte Albus. „Und ich war nicht in der Lage ein Monopol auszuüben dich ganz für mich zu haben."
„Du warst nicht in der Lage irgendwas zu tun", sagte Scorpius grinsend. „Ich musste die mit einem Löffel füttern."
„Ich hätte es selbst tun können wenn ich gewollt hätte", erwiderte Albus, liess Scorpius los und ging auf Charlies Tür zu. „Vielleicht mochte ich es verwöhnt zu werden."
Scorpius konnte dem nicht wiedersprechen.
Albus klopfte an Charlies Tür und wartete respektvoll auf den Klang ihrer feinen Stimme.
„Komm herein!"
Albus stiess die Tür auf und Scorpius folgte ihm. Charlies Zimmer war klein und warm mit Creme farbenen Wänden und Lichtern die Scorpius verzauberte hatte an den Rändern der Decke entlang zu schweben und auf ihre Stimmung zu reagieren. Er war traurig zu sehen das sie trüber waren als er sie in letzter Zeit gesehen hatte.
„Hast du alles gepackt?" fragte Albus als wäre es der wahre Grund weshalb sie reingekommen waren.
Scorpius sah sich um und sah das ihre jüngste Tochter auf ihrem brandneuen Hogwarts Koffer sass und mit den Fingern über die Initialen auf dem Deckel fuhr – CMP. Ihr langes goldenes Haar war zu einem vorsichtigen Zopf geflochten – etwas was Lily ihr vor ein paar Monaten beigebracht hatte und sie hatte es seither immer geübt – manchmal an Albus und Avery.
Auch wenn Charlie klein für ihr Alter war schien sie älter als elf zu sein. Sie hatte eine Anziehung – etwas in ihren grünen Augen was die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zog. Diejenigen welche wenig über sie wussten sagten oft das sie intelligent war und nannten sie eine ´alte Seele´ aber Scorpius und Albus wussten es besser. Sie musste intelligent sein und schnell erwachsen werden. Charlie hatte nie eine Chance gehabt als sie noch Charlotte gewesen war.
„Ich glaube schon", sagte Charlie und sah sich um Raum um – überall hin ausser zu ihren Vätern. „Ich weiss ich kann nicht alles mitnehmen. Wenn ich etwas vergessen habe – kann ich vielleicht nachhause kommen und es holen?"
Scorpius schnaubte bei ihrer Unsicherheit. Sie suchte bereits nach Entschuldigungen nachhause zu kommen und sie war noch nicht mal durch ihre Einteilung. Ihre Hände bewegten sich ständig – fuhren die Buchstaben nach und dann rangen sie in ihrem Schoss.
Der Rest von Albus und Scorpius' Kindern waren adoptiert worden bevor sie drei Jahre alt waren – nur Will schien sich an seine leibliche Mutter zu erinnern und Adam tauschte Briefe mit seiner aus hatte sie aber nie getroffen bis er zehn war. Charlotte auf der anderen Seite war unter Zwang zu ihnen gekommen – ein spät abendlicher Besuch von Ainsley welche nicht wusste was sie mit der kleinen Hexe welche das Ministerium vor dem Besuchereingang mit einer Notiz auf der „Ich kann mich nicht mehr um meine Tochter kümmern" stand an ihrem Rock gefunden hatte tun sollte.
„Sicher", sagte Albus. „Du weisst du kannst immer nachhause kommen aber es ist auch wichtig Zeit in Hogwarts zu verbringen."
„Ja", murmelte Charlie und sah auf ihre brandneuen Turnschuhe (welche sie nicht gebraucht hatte aber Draco hatte darauf bestanden). „Ich weiss."
Albus sah verwirrt zu Scorpius. Scorpius dachte über das Verhalten von Charlie in den letzten Tagen nach – abwechselnd zwischen anhänglich und distanziert und ständig darüber sprach das die Semester wirklich nicht so lang waren und sie viel zuhause sein werde – und fing an die Dinge zusammen zu setzten.
„Charlie", begann Scorpius. „Beunruhigt dich etwas?"
„Nein", grummelte sie mit einer erwachsenen Gereiztheit. „Wieso glaubst du das?"
„Weil du dabei bist dir deine Finger zu brechen", sagte Scorpius.
Charlies Finger erstarrten umgehend und sie sah auf den Knoten und den kleinen Ring an ihrem kleinen Finger hinunter (noch etwas was sie nicht gebracht hatte aber Ginny hatte darauf bestanden). Sie seufzte und teilte sie und setzte sich auf ihre Hände. Albus sah Scorpius verwirrt an aber Scorpius nickte ihm zu das deutlich sagte ´Ich kriege das hin´.
Scorpius kniete sich vor Charlies Koffer und beugte sich ihn ihr Blickfeld und zwang sie ihn anzusehen.
„Charlie hast du Angst das wir dich vergessen?" fragte Scorpius. Charlie sah weg von ihm und sah aus dem Fenster. Mit elf hatte ihr Gesicht bereits etwas der kindlichen Rundheit verloren die es hatte als sie sie kennen gelernt hatte. Sie würde eine wunderschöne junge Frau mit geraden Gesichtszügen und stechenden intelligenten Augen werden. Er machte sich bereits Sorgen um die Aufmerksamkeit die sin von Jungs in ihrem Alter (und vielleicht von denen die etwas älter waren) kriegen würde.
„Das hast du oder?" sagte Albus bestürzt.
„Charlie sieh mich an", sagte Scorpius. Sie sah wiederwillig zu ihm, ihre Lippen zusammen gepresst und ihre Schultern angespannt. Er nahm ihr Gesicht in beide Hände bis sie ihm in die Augen sah. Sie hatte schon lange herausgefunden das diese grossen Sellerie grünen Augen ihre beiden Väter (und ihren ältesten Bruder) in einem Augenblich zum Schmelzen bringen konnten aber sie benutzte das jetzt nicht. Sie suchte in Scorpius' Gesicht nach Sicherheit und das war etwas was er ihr gerne gab.
„Niemand wird dich vergessen", sagte er langsam und intensiv damit sie kein Wort verpasste. „Ich weiss das ist vielleicht schwer zu glauben noch den Dingen die dir passiert sind aber niemand in deiner Familie – nicht ich, nicht dein Papa, nicht deine Grosseltern oder Tanten und Onkel werden dich vergessen. Jemals und sicher nicht weil du zur Schule gehst."
Charlie schniefte und liess ihren Kopf hängen. „Lexi sagt sie sieht kaum jemanden weil sich die Häuser nicht vermischen", klagte Charlie. „Sie sieht Adam beinahe jeden Tag aber sie sagte sie sind immer so beschäftigt – „
„Lexi ist allein in Slytherin", erinnerte Albus sie. „Und Lexi ist eine Einzelgängerin. Das weisst du. Das heisst nicht das sie ihre Familie nicht liebt und das sie sie nicht lieben."
„Aber was wenn ich auch in Slytherin bin?" fragte Charlie. „Ich glaube dort sollte ich sein. Dann sehe ich Orion und Avery nie! Und Orion wird nur noch ein Jahr da sein und dann ist er einfach weg!"
„Orion geht nicht", erinnerte Scorpius sie auch wenn er glücklich war wenn seine Kinder zeigten wie sehr sie seinen kleinen Bruder liebten. „Nur weil er Hogwarts verlässt bedeutet das nicht das er weggeht. Er wird wahrscheinlich eine Weile bei Dad und Dania wohnen und dann in ihre Nähe ziehen."
„Du wirst ihn noch immer jederzeit sehen", fügte Albus hinzu.
„Besonders wenn Albus weiterhin Lasagne macht", fügte Scorpius hinzu. Charlie lächelte beinahe. Für ein relativ dünnes Kind waren Orions Lasagne und Paste Esskünste legendär. Ihr Familienausflug nach Italien vor ein paar Jahren war ein Erlebnis gewesen.
„Ich will einfach nicht gehen…"murmelte sie. „Ich will nicht gehen. Ich werde euch beide so sehr vermissen."
„Wir werden dich auch vermissen", versicherte Albus ihr. Er setzte sich neben sie auf den Koffer und schlang seinen Arm um ihre Schultern. „Ich weiss nicht was ich ohne dich hier tun soll. In den letzten beiden Jahren waren es nur wir drei. Für wenn werde ich am Sonntagmorgen Pancakes machen?"
Charlotte zuckte mit den Schultern als wünschte sie sich sie hätte eine Antwort.
„Du wirst Hogwarts lieben", sagte Scorpius ihr. „Du wirst Freunde finden. Du wirst die ganze Zeit um deine Brüder und Schwestern und Cousins sein ohne das deine Eltern da sind – „
„Merlin hilf uns", fügte Albus hinzu.
„Und wenn du es hasst – und das wirst du vielleicht in der ersten Zeit – schreibst du mir und deinem Papa jeden Tag" sagte Scorpius.
„Da ist auch ein zwei weg Spiegel im versteckten Fach im Deckel deines Koffers", fügte Albus hinzu.
„Albus!" fauchte Scorpius. Sie wollten es ihr nicht sagen ausser wenn es notwendig war aber Albus zuckte mit den Schultern. Offenbar gab ihr Kummer ihm das Gefühl das es notwendig war."
„Ist es?"
„Ja", seufzte Scorpius. „Damit du mit uns sprechen kannst wann immer du es brauchst – aber wir wollen das du Spass hast Charlie – und nicht deine Nächte damit verbringst mit uns zu sprechen."
„Ich weiss", sagte sie. Scorpius wischte mit seinem Daumen eine kleine Träne weg. Das nächste mal wenn er sie sah würden ihre Sommersprossen wahrscheinlich verblasst sein und der Gedanke daran veranlasste ihn dazu, sie mehr denn je zu Hause behalten zu wollen. „Ich will nur nicht das sich die Dinge ändern. Ich bin erst vor fünf Jahren hergekommen."
„Nur weil du nach Hogwarts gehst heisst das nicht das du nicht unser kleines Mädchen bist", sagte Albus. „Du wirst immer das Baby in dieser Familie sein."
„Ausser ihr adoptiert noch ein Kind", sagte Charlotte.
„Passiert nicht", sagte Scorpius. Er sah Albus nachdenklichen Ausdruck und fügte ein strenges „Nein" hinzu.
„Ich weiss nicht ob wir dir das je gesagt haben aber wir hatten geplant nur fünf Kinder zu haben", sagte Albus.
„Ihr wolltet mich nicht?"
„Das ist genau nicht der Punkt", sagte Albus. „Wir wollten dich so sehr, dass wir einen Plan denn wir lange befolgt hatten geändert haben."
„Ja", stimmte Scorpius zu. „In der Minute als du mit diesen grossen grünen Augen zu mir aufgesehen hast hattest du mich um deinen kleinen Finger gewickelt."
Scorpius nahm ihre Hand und tippte auf ihren kleinen Finger.
„Ah die grossen grünen Augen", sagte Albus sehnsüchtig. „Der schnellste Weg um Scorpius dazu zu kriegen zu tun was du willst."
Charlie lachte bei ihrem andauernden Witz. „Er ist leicht zu beeinflussen."
„Slytherin", sagte Scorpius. „Slytherin bis auf die Knochen."
„Oder Gryffindor", wiedersprach Albus. „Sie ist ziemlich mutig."
„Ich bin auch klug", sagte sie. „Ich könnte eine Ravenclaw sein, aber ich hoffe ich bin eine Hufflepuff. Will ist dort ganz alleine."
„Lexi ist auch allein in Slytherin."
„Lexi braucht niemanden", sagte Charlie und Scorpius musste zugeben das es ein stichhaltiges Argument war. Lexi hatte eine Kerngruppe von Slytherin Freunden die sie glücklich zu machen schien aber sie stellte sicher das sie ihre Geschwister und Cousins wenigstens einmal in der Woche sah. Will auf der anderen Seite wäre wahrscheinlich begeistert darüber Charlie in Hufflepuff zu haben. Irgendwie konnte Scorpius sie in allen Häusern sehen.
„Wo immer du landest wir sind stolz auf dich", sagte Scorpius. „Und ich kann dir versprechen wenn du an uns denkst denken wir an dich."
Albus beugte sich vor und küsste ihren Kopf. „Willst du zum Frühstück runter kommen?"
„Gibt es Pancakes?"
„Nun die Person welche zum ersten Mal nach Hogwarts geht darf traditionell entscheiden also ja Pancakes", sagte Albus.
„Dann ja", sagte Charlie. Sie stand auf und Albus scheuchte sie aus dem Zimmer. Scorpius folgt kurz darauf, bereit wieder nach unten zu gehen und beim Frühstück zu helfen aber Albus hielt ihn zurück.
„Geh schon Charlie", sagte Albus. „Dein Dad und ich müssen etwas überprüfen."
Charlie streckte ihre Daumen hoch, rannte nach unten und rief dabei nach ihren Geschwistern.
„Was müssen wir überprüfen?"
Albus antwortete ihm in dem er seinen Arm packte und ihn gegen die Wand presste. Mit seiner freien Hand entfernte er gekonnt Scorpius' Brille, faltete sie in einer geübten Bewegung und steckte sie in seine Tasche.
Scorpius grinste. „Oh."
Albus glitt mit den Händen über Scorpius' Hemd und legte sie auf seine Hüften – seine leichten Schwielen kratzte genug über die Haut um Scorpius einen Schauer über den Rücken zu jagen bevor Albus ihn küsste, sein Mund bewegte sich ungeduldig gegen den seines Mannes. Scorpius glitt an der Wand einige Zentimeter auf Albus' Höhe hinunter und schlang seine Arme um Albus' Taille, zog ihn an sich bis ihre Körper aneinander gepresst waren.
Nach einem Augenblick zog Albus sich zurück und fing an Scorpius' Hals hinunter zu küssen, seine Hände bewegten sich über seine Seiten. Scorpius lachte versuchte ob er Albus näher ziehen konnte (konnte er nicht) und entschied sich einen Arm fest um seine Taille zu schlingen und seine andere Hand in Albus' Haar zu vergraben und zog das Gummi welches es festhielt locker. Er versenkte seine Hand darin und Albus lachte gegen ihn.
„Ich habe es nicht wachsen lassen damit du damit spielen kannst", sagte Albus. Und es stimmte – Scorpius wusste das er seine Haare aus Frustration hatte länge werden lassen aber das hiess nicht das er es nicht geniessen konnte.
„Dache du wirst dem Namen Malfoy gerrecht."
„Wenn wir dem Namen Malfoy gerecht würden hätten wir Pfauen und einen Sohn."
„Stimmt", sagte Scorpius und küsste seinen Mann umgehend wieder. Unten gab es einen Tumult – ein Ausbruch von Lärm und Gelächter und ein Schrei der nach Lexi tönte aber Scorpius konnte nicht sicher sein. Er wurde von Albus' Mund und der Wärme seiner Hände und vom Gedanken ob sie es wagen konnte kurz nach oben zu gehen abgelenkt. Sicher hatten sie Zeit –
„Ugh!"
Scorpius wich zurück und sah sich zum Ursprung des Geräusch. Samuel stand mit einem übertrieben angewiderten Ausdruck oben an der Treppe.
„Hast du sie gefunden?" schrie Avery.
„Ja aber sie sind hier oben wieder eklig", rief Samuel zurück. Er sah seine Eltern an und schüttelte den Kopf sowohl amüsiert als auch missbilligend. „Ernsthaft?"
„Was ist los Sam?" fragte Scorpius mit einem Seufzer.
„Orion ist hier."
Scorpius grinste. Er war nicht sicher ob Orion vorbei kommen würde aber er war froh seinen Bruder für mehr als nur einen Augenblick in Kings Cross zu sehen.
„Wir kommen gleich runter", sagte Albus ihm und Samuel ging schnell davon offensichtlich hatte er genug gesehen.
Albus gluckste und zog seine Hand unter Scorpius' Hemd hervor.
„Also offensichtlich weisst du woran ich heute Abend denke", sagte Albus grinsend.
„Ich brauchte keine Demonstration", versicherte Scorpius ihm und zog Albus wieder an sich. „Aber ich schätze es offensichtlich."
Für einen Augenblick lehnte sich Albus an ihn sein Kopf lag auf Scorpius' Schulter.
„Diese Woche ist unser achtzehnter Hochzeitstag", erinnerte Scorpius Albus und strich einen kleinen Knoten aus Albus' Haar.
„Ich weiss", sagte Albus. „Ich habe einen Plan."
Scorpius rümpfte die Nase und lehnte sich zurück um ihn misstrauisch anzusehen. „Das letzte mal als du ´einen Plan hattest´ sind wir mit einem Kleinkind und einem schreienden Baby in Russland gestrandet."
„Einmal", fauchte Albus. „Einmal."
Scorpius hob seine Augenbraue. Albus seufzte.
„Ok es ist kein echter Plan", sagte Albus. „Es sind ein paar Flaschen Wein von dem französischen Weinberg den du magst und Braten."
„Wieso ist das kein echter Plan", fragte Scorpius grinsend. „Es klingt perfekt."
„Gut denn das ist auch mein Plan für heute", gab Albus zu. „Ich bin nicht gut in planen."
„Ah das ist in Ordnung", sagte Scorpius und küsste die Seite seines Kopfes bevor er sich aufrichtete. „Ich kümmere mich um die Planung. Wo wir von Plänen sprechen – „
Scorpius sah auf seine Uhr und seufzte. „Kannst du die Kinder füttern? Ich gehe mich anziehen. Wir müssen uns bereits beeilen."
„Ich habe die Koffer der Jungs bereits unten", sagte Albus und reichte Scorpius seine Brille bevor er zur Treppe ging. „Wir sollten es hinkriegen."
Scorpius nickte und ging zur Treppe zum Dachboden. „Richtig. Ich treffe dich unten."
Albus hatte es geschafft das alle Kinder am riesigen Tisch assen als Scorpius wieder auftauchte. Er war angezogen und hatte alle übrigen Koffer und Taschen vor sich schwebend und stapelte sie aus dem Weg. Er erwischte wie Charlie ihren Dad genau betrachtete und ihren eigenen Koffer mit etwas Besorgnis und Unbehagen betrachtete also legte er ihr einen extra Chocolatechip Pancake auf ihren Teller.
„Sie wird niemals mit dir ausgehen", sagte Avery zu Orion welcher bereits seine Hogwarts Uniform trug seine blau gestreifte Krawatte in einen komplizierten Knoten gedreht der sicher nicht Standard war.
„Das wird sie sicher", sagte Orion. Albus sah wie er und Scorpius sich kurz umarmten bevor Orion nahtlos weiter fuhr. „Erzwungene Nähe Avery. Erzwungene Nähe. Sie ist Schulsprecherin. Ich bin Schulsprecher. Wir müssen das ganze Jahr zusammen arbeiten."
„Also wirst du sie zwingen", schlug Lexi vor.
„Natürlich nicht!" sagte Orion aufgebracht. Seine Lautstärke liess Adam aufschrecken. Albus konnte sehen das Adam hibbelig wurde – das wurde er immer bevor er zurück nach Hogwarts ging. Albus gab ihm auch einen extra Pancake.
„Über das Jahr hinweg werde ich weiterhin ein perfekter Gentlemen sein und schliesslich wird sie sehen das ich der perfekte Mann für sie bin", fuhr Orion fort.
„Ich glaube du solltest deinen Horizont erweitern Kumpel", sagte Scorpius. „Ich sage nicht das Harriet Lupin nie mit dir ausgehen wird aber du solltest vielleicht auch andere Mädchen in deinem Jahrgang kennen lernen."
Albus räusperte sich und warf Scorpius einen bösen Blick zu. Scorpius murmelte, „nicht das ich es besser wüsste."
„Ihr werdet schon sehen", sagte Orion zuversichtlich und richtete sich mit perfekter Haltung auf. Sein Schulsprecherabzeichen glänzte auf seiner Brust. „Sie muss endlich Zeit mit mir verbringen und ich werde sie für mich gewinnen."
„Ich verstehe es nicht", sagte Will. „Sie ist nett und so aber sie ändert immer ihre Haarfarbe. Wie kannst du sie in einer Menge finden?"
Albus lächelte. Die Metamorphmagus Fähigkeiten seiner Cousine hatten sich über die letzten Jahre voll ausgebildet und da sie ein Teenager Mädchen war mochte sie es sehr zum Ärger ihrer Familie damit zu spielen.
„Ich könnte sie überall finden", sagte Orion seine Stimme etwas entfernt und träumerisch.
Charlie verdrehte die Augen ab ihm. Albus hörte wie sie etwas murmelte das sich wie „Träum weiter" anhörte.
Adam sah zu Orion. Albus wusste das sein Sohn eine komplizierte Beziehung mit Orion hatte, welcher immer in Bewegung und aufgeregt über etwas war. Das machte es Adam schwer in zu lesen und zu verstehen.
„Ich dachte du gehst mit Grandpa Draco und Grandma Dania nach Kings Cross", sagte Adam. Orion schüttelte den Kopf.
„Ich habe die ganze Nacht mit ihnen verbracht", sagte er, „Sie treffen mich mit meinem Koffer und allem am Bahnhof aber ich habe ihnen gesagt ich will mit euch hingehen – mich von meinem grossen Bruder hinbringen lassen.
Scorpius grinste ihn an. Sie hatten ein grosses Fahrzeug was für solche Gelegenheiten magisch erweitert war aber es war nicht so gross. Albus wollte wiedersprechen das der SUV bereits so voll genug war aber er konnte Scorpius diese kleine Freude nicht nehmen. Er wusste wie sehr Scorpius seinen Bruder liebte – er hatte so viel Zeit mit ihnen verbracht das er sich oft wie ein zeitweise siebtes Kind anfühlte und Albus liebte ihn auch.
„Ihr drei könnte dann hinten sitzen", sagte Albus und deutete auf Orion, Avery und Adam. „Ihr seid zu gross für irgendwo sonst."
„Sei nicht sauer nur weil du klein bist", sagte Orion.
„Ich bin nicht klein", knurrte Albus. „Ich bin über der Durchschnitts Grösse. Ich bin nur umgeben von grossen Menschen und ich stehe immer neben der Bohnenstange da drüben." Er deutete mit dem Daumen auf Scorpius.
„Wäre es nicht schneller gewesen mit deinen Eltern zum Bahnhof zu gehen?" fragte Charlie Orion.
Orion grinste. „Vielleicht aber ich habe Dad gesagt das ich zum letzten Mal mit euch nach Kings Cross gehen möchte. Ausserdem weiss ich das es einen extra Platz im Al-Bus gibt."
Alle stöhnten bei dem Scherz. Lexi warf ihre Gabel angewidert hin. Adam starrte Orion ungläubig an und Albus bestaunte die Dreistigkeit des schlechten Wortspiels seines Schwagers. Scorpius wiederum war begeistert und bot ihm an High-Five an wo Orion enthusiastisch einschlug.
„Ernsthaft?" sagte Albus zu seinem Mann. „Bist du sicher das dein Vater dich nicht geklont hat und dieser Klon dann irgendwie in Ravenclaw gelandet ist?"
„Sicher", sagte Scorpius.
London schien beschäftigter als normalerweise an einem Dienstag vor dem Mittagessen. Albus schwor das es nie so gewesen war als sie hier gelebt hatten – nie so beschäftigt und bevölkert mitten in der Woche aber er nahm an das die Muggel weniger arbeiteten und mit der fortschreitenden Technologie dieser Tage mehr unterwegs waren. Zumindest hatte Scorpius ihm das gesagt – sein Job zwang ihn bei diesen Dingen auf dem neusten Stand zu bleiben und Albus war dem aufgeregten Geschwafel seines Mannes über Muggel Technologie oft ausgesetzt. Es störte ihn natürlich nie. Er liebte Scorpius aufgeregtes Geschwafel darüber wie sich das Leben um die Welt verbesserte aber im Moment wünscht er sich das ein paar mehr dieser Leute irgendwo in einem Büro stecken würden.
Die mussten in einer kleinen Strasse in der Nähe der britischen Bibliothek parken. Die Judd Street war schmall aber ruhig und gab ihnen genug Tarnung eine unmögliche Nummer an Leuten aus dem Fahrzeug austeigen zu lassen und eine umässige Menge an Gepäck auszuladen. Als alle alles hatten waren sie wirklich spät dran und Scorpius sprach einen schnellen Erleicherungszauber auf die Koffer der Kinder um es einfacher zu machen und warf die meisten von ihnen auf einen Faltwagen. Orion trug Charlies um die Dinge zu beschleunigen als er nicht drauf passte und sie gingen ungeduldig die Strasse runter.
Sie eilten die Strasse hinunter – Avery beklagte das sie nicht am Café halten konnten – und überquerten die Euston Road mit einigen Schwierigkeiten. Der Verkehr war heftig und jemand hupte als für die grosse Familie etwas zu lange dauerte die Strasse zu überqueren, was Adam zum stolpern brachte wodurch er beinahe seine Eule fallen liess. Albus musste Lexi zurückhalten den Fahrer anzuschreien und scheuchte die Kinder die Strasse hinunter vorbei am St. Pancras International zu Kings Cross um genau halb elf.
Sie überquerten den anschaulichen Hof beinahe joggend – der Himmel wurde bereits Dunkel und das letzte was Albus wollte war sich mit sieben nassen Schülern, zwei durchnässten Eulen und Wills durchnässter Katze herumzuschlagen also eilten sie weiter hielten die Käfige fest Albus schob den Wagen hinter Scorpius her welcher sich mit Charlie die sich an seiner Hand und seinem Arm festhielt so schnell er konnte bewegte. Er sah wie Will rannte um zu ihnen aufzuschliessen und Charlies freie Hand in seine nahm, ignorierte die möglichen forschenden Blicke von Hogwarts Mitschülern die vielleicht in der Menge der Menschenmenge um sie waren.
Extra Schokolade für Will an Weihnachten, dachte Albus und dann fühlte er ein flaues Gefühl in der Magengrube. Weihnachten war so weit weg. Er hoffte das die Kinder während dem Semester nachhause kamen – drei ein halb Monate waren eine furchtbar lange Zeit.
Sie schlugen ihren Weg in das Chaos des Bahnhofes ein. Albus entdeckte Rose und Henry vor ihnen ihre Arme um ihren dreizehnjährigen Sohn. Rose war geschmeidig und anmutig wie immer und Henry sah aus als hätte er etwas zugenommen. Albus vermutete das es Rose nicht störte da ihr Mann sie mit dem selben anbeteten Ausdruck wie immer ansah.
Sie waren so weit weg das Albus nicht nach ihnen rufen konnte – sie waren durch die Absperrung bevor er es konnte dicht gefolgt von Hugo und seinen zwei Töchtern was bedeutete das Teddy und Victoire nicht weit weg mit Harriet waren – etwas was Orions Aufmerksamkeit nicht entgangen war. Albus erwischte ihn wie er sinnlos durch die Menge sah. Es waren zu viele Muggel da.
„Komm schon", hörte Albus Scorpius sagen und scheuchte die Kinder vorwärts. „Wir müssen eure Sachen in den Zug kriegen."
Sie schafften es zur Absperrung und Adam nahm Albus den Wagen ab damit er mit Charlie zum ersten mal auf das Gleis gehen konnte. Albus dankte ihm schnell und kam mit Scorpius zu Charlie welche ziemlich nervös aussah. Sie war zuvor immer bei ihren Grosseltern gewesen da der erste Tag so hektisch war und war nur wenige male auf dem Gleis gewesen um ihre Geschwister abzuholen.
„Nervös?" fragte Scorpius. Charlie sah zu ihm auf und schüttelte den Kopf ihre zitternde Hand in Albus sagte aber etwas anderes. Er drückte sie.
„Wir laufen einfach auf die Wand in Ordnung?" sagte Albus. „Wir haben das schon mal gemacht."
„Ich erinnere mich", sagte sie stur.
„Natürlich tust du das", sagte Scorpius. Er sah Albus über ihren Kopf hinweg in die Augen amüsiert über die Beharrlichkeit ihrer Tochter und nickte.
Sie rannten mit Charlie zwischen ihnen auf die Wand und plötzlich waren sie auf Gleis 9 ¾ voll im Qualm des Zuges, aufgeregten Eltern und nervösen Schülern die verschieden angezogen waren von Muggel Strassenkleidung zu Hogwarts Uniformen mit ihren Roben.
Charlotte sah sich um. Sie hatte es noch nie so hektisch erlebt und stand gefesselt auf den Punkt und sah die rot schwarze Linie an die der Hogwarts Express war bis Adam dicht gefolgt von Avery, Lexi, Sam, Will und Orion mit dem Wagen hinter ihnen auftauchte.
„Da seid ihr", ertönte es leicht gedehnt neben ihnen. Albus wäre beim plötzlichen erscheinen seines Schwiegervaters erschrocken aber er hatte sich an Draco plötzliches erscheinen gewöhnt. Er war weit entfernt von dem Draco den Albus an seinem ersten Tag in Hogwarts auf dem Gleis gesehen hatte, ganz in schwarz gekleidet und stocksteif. Neben dem das er älter und grauer war, war dieser Draco entspannter in einem grünen Hemd von dem Albus wusste das es Slytherin Stolz zeigen und seinen jüngsten Sohn ärgern sollte. Dania war nicht weit hinter ihm und schob den Wagen mit Orions Sachen.
„Mum! Dad!" rief Orion und warf ihnen ein strahlendes Grinsen entgegen.
„Wir dachten ihr kommt zu spät", sagte Dania.
Draco grinste. „Harry hält ein Abteil für euch frei", sagte er.
Zusammen drängten sich durch die Menge ein grüssen und Verabschiedungen und Albus entdeckte seine Eltern in der Nähe eines Abteils, die Gepäcktür unter dem Zug war offen und zeigte einen gesegneten freien Raum.
„Merlin sei Dank", murmelte Albus.
„Kommt schon", grüsste Harry sie schnell. „Lasst uns das verladen."
Während Ginny und Dania sicher stellten das die Tiere sicher an Bord waren fingen Albus, Draco und Orion an die Koffer in das Gepächabteil zu laden. Während Orion Charlies Koffer auf seinen packte entdeckte Albus Harriet Lupin wunderschön wie immer mit ein dunklen violett-braunen Haaren wie sie ihn interessiert ansah und sich auf die Lippen biss. Es dauerte nur einen Augenblick bis sie bemerkte das sie beobachtet wurde und sie sah Albus in die Augen. Er hob eine Augenbraue und schenkte ihr einen wissenden Blick welcher sie mit roten Wangen zu ihren Eltern und ihrem Onkel Ron gehen liess.
Albus sah zurück zu Orion und überlegte es ihm zu sagen aber Scorpius welcher den Austausch mitbekommen hatte schüttelte den Kopf.
„Alles verstaut", sagte Draco. Harry schloss das Abteil. Albus bemerkte das die Rente seinen Eltern stand. Sie waren gebräunt und gut erholt und hatte nicht mehr zu tun als sich um ihre Kinder, Enkelkinder und darum zu kümmern was sie zu Mittagessen wollten. Es stand ihnen beiden.
Ginny sah auf ihre Uhr.
„Weniger als zehn Minuten", sagte sie und fing umgehend an ihre Enkelkinder beginnend mit Lexi zu umarmen.
„Ich muss los", verkündete Orion. „Schulsprecher und Schulsprecherin müssen vorne den Zug überprüfen bevor wir gehen."
Er umarmte Albus zuerst bevor er zu seinen Eltern und seinem Bruder ging und Albus merkte das Scorpius in für eine Sekunde länger als normal festhielt. Als er los liess dachte Albus das er Tränen in den Augen seines Mannes sah und hoffte das er falsch lag. Vor den Kindern zu weinen war nicht gut um sich wegzuschicken und sie hatten diesen Fehler zuvor bei Avery gemacht.
„Hab ein tolltes siebtes Jahr", sagte Scorpius ihm. „Schreib mir – selbst wenn es nicht cool ist deinem grossen Bruder zu schreiben."
„Werde ich", versicherte Orion ihm glucksend bevor er sich winkend von allen verabschiedete und nach vorne Richtung Zug verschwand.
„Sie werden zu schnell erwachsen", sagte Dania. Ginny nickte zustimmend aber Harry schnaubte über Wills Kopf als er ihn umarmte.
„Das ist nicht was du gesagt hast als er zahnte und dich gebissen hat", erinnerte Harry sie.
Dania verzog beim Gedanken das Gesicht.
Albus umarmte Samuel als nächstes und dann Will und wuschelte durch ihre Haare.
„Ihr beide benehmt euch", verlangte er. Er sah Samuel an und zwang sich zu einem strengen Ausdruck der nicht natürlich kam. „Ich erwarte das die Verwandlungsnoten dieses Jahr besser werden."
„Ja Papa", sagte Samuel. Will umarmte ihn noch einmal bevor sie gingen um in den Zug zu steigen.
Lexi war die nächste. Albus glättete ihre heftigen Locken und küsste sie auf den Kopf. „Mach uns stolz kleine Slytherin", sagte er. Lexi grinste zu ihm hoch.
„Natürlich", sagte sie. „Ich werde dir mein erstes ´O´ schicken."
„Mach das."
Und dann war sie auch weg.
Avery warf sich in Albus' Arme nachdem sie sich von Scorpius verabschiedet hatte.
„Kümmere dich um Molly", verlangte sie erneut. „Bitte?"
„Natürlich", versicherte Albus ihr. „Ich verspreche es."
„Der quilt – „
„Ich weiss Liebes", sagte Albus. Sie wich schüchtern zurück.
„Ich schicke dir meinen Quidditch Plan sobald ich kann."
„Ja", sagte Albus aufgeregt. „Der erste Stamm Sucher dieses Jahr!"
Sie grinste beim Stolz ihres Vaters.
„Ich schicke deinen Besen sobald ich kann", versprach Albus. Die Pfeife erklang über dem Bahnsteig. „Geh! Geh schon."
Avery rannte auf den Zug und verschwand.
Adam sah sich nervös um, seine Hände in die Taschen gesteckt als er von Draco weg und auf Albus und Scorpius zu schritt. Ginny und Dania hatten noch immer Charlies Aufmerksamkeit und beugten sich flüsternd zu ihr vor zusammen mit Ainsley und Hermine (welche nun oft zusammen gesehen wurden da Ainsley Senior Untersekretärin des Zauberministers war und Hermine sie durch die ersten Monate unter dem neuen Minister führte). James war in der Nähe und dem leeren Blick in seinen Augen zu urteilen hatte er sich gerade von seiner Tochter verabschiedet. Ihr Sohn der acht jährige James Potter III stand gelangweilt aussehend neben ihm.
„Geht es dir gut?" fragte Scorpius Adam. Albus war froh das sein Mann wieder neben ihm war – sich von ihren Kindern zu verabschieden war schwer genug – aber er wusste aus Erfahrung das man sich manchmal separat von seinen Eltern verabschieden musste. Adam jedoch schien dankbar das sie beide da waren.
„Mir geht es gut", sagte Adam. „Nur aufgeregt."
„Erinnere dich daran was wir geübt haben", sagte Scorpius. Adam nickte und atmete wie vorgeschrieben tief durch und zog seine Hände aus den Taschen und entfaltete seine Hände und streckte seine Finger. Scorpius nickte zufrieden und lächelte.
„Du musst dir keine Sorgen machen", sagt er. „Du bist genial Adam. Ich habe deine Aufgaben gesehen – du hättest dich am Ende deines dritten Jahres wunderbar in deinen ZAGs geschlagen."
„Und wenn du mit etwas Hilfe brauchst kriegen wir das über Weihnachten hin", sagte Albus. Pflege magischer Geschöpfe war Adams schwächstes Fach. „Onkel Charlie wird auch hier sein."
Das schien ein Trost zu sein und Adam lächelte.
„Stimmt", sagte er. „Ich um… ich gehe besser. Ich werde euch heute Abend schreiben und las euch wissen was bei der Einteilung passiert – falls Charlotte es vergisst."
„Danke", sagte Scorpius so erleichtert wie Albus.
Adam umarmte Scorpius und dann Albus bevor er zu seinen Geschwistern in den Zug stieg.
Charlie sah über ihre Schultern zu ihren Eltern. Albus sah seinem Vater in die Augen und bemerkte den ernsten Ausdruck – er dachte auch an ihren Austausch an Albus erstem Tag. Das war lange her – sehr lange – und Albus lächelte Harry an. Er wollte das sein Vater wusste das es in Ordnung war – jede Auseinandersetzung die sie gehabt hatten und Problem welches sie seit dem gehabt hatten war in Ordnung weil sie es abgearbeitet hatten. Harry lächelte stolz und zufrieden zurück. Ginny schlang ihren Arm um ihn als Charlie mit erhobenen Kopf zu Scorpius und Albus ging.
„Bist du bereit?" fragte Scorpius sie.
Charlie nickte aber Albus konnte sagen das sie nervös war also tat er genau das wovon er wusste was sein Vater es getan hätte – er kniete sich vor sie und sah in das besorgte Gesicht seiner Tochter auf als Scorpius seine Arme um sie schlang und sie von allen anderen abschirmte.
„Du kriegst das hin", sagte Albus. „Ich weiss es sieht jetzt nicht danach aus und ich weiss das es heute oder morgen nicht danach aussehen wird aber in ein paar Wochen wirst du dich wohl fühlen. Du wirst Freunde finden – ich verspreche es."
„Was wenn nicht?" fragte Charlie aufrichtig.
„Ich war kein nettes Kind", gab Albus schulterzuckend zu. „Nicht auf den ersten Blick und alle dachten Scorpius sei der Sohn Voldemorts. Wenn wir beide Freunde finden konnten wir es dir gut gehen. Du bist freundlich und grosszügig und klug. Du wirst genial sein in Hogwarts Charlie."
Sie biss sich auf die Lippen eine andere Frage offensichtlich in ihrem Kopf.
„Was ist los?"
„Was wenn ich nicht nach Slytherin komme?" fragte Charlie. „Dort will ich wirklich hin wie ihr beide."
Scorpius lächelte Albus an bevor er Charlie an sich zog und sie fest umarmte. Sie vergrub ihr Gesicht an seiner Brust und hielt sich an seinem Hemd fest.
„Vertrau dem Hut Liebes", sagte Scorpius ihr. „Er weiss besser wohin du gehörst als du. Er berücksichtigt deine Wahl aber am Ende was es der sprechende Hut am besten."
„Das tut er", stimmte Albus zu.
Er sah wie sich Charlies Brust mit tiefen Atemzüge hob und senkte als sie sich sammelte und von Scorpius weg trat. Albus wollte nichts mehr als ihren Geist zu beruhigen und sie zu beschützen wenn sie weg war. Er wusste das sie stark und genial war aber sie war trotzdem ihre jüngste. Er wollte sie in Sicherheit.
Albus griff in den Kragen seines Hemds und suchte nach etwas. Er wusste das er nur noch ein Minute hatte aber es war wichtig – er wusste nicht wieso er nicht früher daran gedacht hatte. Er zog das kleine Amulett hervor und sah es einen Augenblick lang an. Es hatte einen grossen Kratzer auf der Seite von einem Streit mit einem Wesen von vor langer Zeit und eine Delle in der Ecke von der er wusste das sie von der Nacht stammte in der er, Draco und Harry Scorpius von seiner Tante Daphne gerettet hatten. Er hatte das Amulett über die Jahre kaum abgelegt – es war immer da unbemerkt von allen anderen aber Albus fühlte immer sein Gewicht und wusste das es ihn sicher hielt.
Wortlos zog Albus das schwarze Band von seinem Hals und sah zu Scorpius dessen Gesicht so viel Zuneigung und Liebe zeigte das Albus einen Moment inne hielt. Er sah wie seine Eltern beide stolz zusahen und es überzeugte Albus.
Albus legte das schwarze Band um Charlies Hals und richtete es so das das kleine Stück Bernstein direkt über ihrem Herzen hing. Charlie sah verwirrt zu ihm auf.
„Aber es gehört dir", sagte sie. „Du trägst es immer."
„Es gehört jetzt dir", sagte Albus ihr. Er liess das Amulett vorsichtig in ihr Shirt fallen damit es versteckt war. „Es ist etwas alt und etwas abgetragen aber es wird dich sicher halten – genau wie uns."
Scorpius strahlendes Lächeln und seine liebevollen Augen sagten ihm das es das richtige gewesen war. Albus fing Charlie als sie sich in seine Arme warf – er wusste das sie darauf vertraute das er es tat – und er stand vorsichtig auf und zog sie mit sich hoch als die Pfeife vom Hogwarts Express nochmal ertönte.
„Wir lieben dich", sagte Scorpius und glättete ihr während Albus sie hielt. Charlie stand auf ihren Zehen und Albus beugte sich hinunter um sie richtig zu umarmen.
„So sehr", fügte Albus hinzu. Er küsste ihren Kopf, drückte sie noch ein mal und liess sie los. Es war schwerer als mit ihren anderen fünf Kindern und das schwierigste was Albus je hatte tun müssen war zu sehen wie sie fortging und Scorpius' Hand zu halten und zu wissen das er sich auch so fühlte.
Charlie wich zurück und lächelte für sie und Albus dachte das vielleicht sogar etwas aufrichtig war und hoffte das er sie versichern konnte weil er wusste das sie grossartig sein würde. Ihre Hand hob sich zum Amulett und sie fühlte über ihrem T-Shirt darüber.
„Bis bald", sagte sie. Es war so viel besser als auf wiedersehen.
Albus und Scorpius sahen wie sie in den Zug stieg und sahen durch das Abteilfenster wie sie zu ihren Geschwistern ging. Sie setzte sich zwischen das Fenster und Avery welche ihren Arm locker um Charlies Schultern schlang und ihren Dads ein verständnisvolles Nicken gab.
Die Pfeife erklang noch einmal und dieses mal begann der Zug sich zu bewegen bevor das Echo verklang. Albus musst den Zwang unterdrücken nebenher zu gehen – so lange wie möglich ein Auge auf ihre Kinder zu haben und er hielt Scorpius zurück das selbe zu tun als er ein paar Schritte vorwärts machte. Scorpius sah ihn traurig und verletzt an und Albus zog ihn fest an seine Seite. Er sah wie Scorpius über ihre Schultern zu ihren Familien sah und in Albus' Blickwinkel nickte Draco ernst.
„Sie werden es schaffen oder?" fragte Scorpius.
„Das werden sie", sagte Albus. „Und falls nicht sind wir nur eine Eule entfernt."
„Wir haben unsere Kinder erzogen das sie sich um einander kümmern", sagte James hinter ihnen. Als der Zug ausser Sichtweite geriet drehte sich Albus zu ihren Familien um und behielt seinen Arm um Scorpius' Taille.
„Das werden sie", sagte Ainsley. „Genau wie sich Charlie um Jamie kümmern wird wenn er nach Hogwarts kommt."
An James' Seite erhellte sich der Ausdruck des jüngsten James Potter.
Der Gedanke das so viele Malfoys und Potter zuvor in Hogwarts waren und so viele folgen würden waren ein Trost für Albus und er fing an den anderen zum Ausgang zu folgen. Sie waren bereits in London – es gab so vieles was sie mit dem Tag anfangen konnten wenn sie wollten. Albus fühlte wie sich Scorpius gegen ihn lehnte und war erfreut zu sehen das er zufrieden lächelte und hoffte das sich Scorpius vielleicht auch etwas besser fühlte. Abwesend wischte Albus Scorpius' Haar aus seinem Gesicht als Harry, Ginny, Draco und Dania anfingen sich über Essenspläne für später in der Woche zu unterhalten und Ainsley und James versuchten Jamie zu einem ruhigen Tag im Kino zu überreden.
„Was willst du tun?" fragte Albus als sie die Absperrung nach Kings Cross durchschritten und ihn das Durcheinander des Bahnhofes gelangten. Er wusste sie konnten ihre Familien besuchen oder mit Ainsley und James gehen aber Albus wusste was er wirklich wollte und er hoffte Scorpius wusste es auch.
Scorpius grinste. „Gerüchten zufolge haben wir eine oder zwei gute Flaschen Wein und ich könnte etwas Zeit mit meinem Mann gebrauchen."
Albus grinste ihn an, dachte an ihre warme Couch, eine heisse Mahlzeit und etwas ruhige Zeit allein. Es gab nichts war er mehr wollte.
Albus und Scorpius verabschiedeten sich von ihren Familien – Umarmungen und Küsse und Versprechungen sie in einem Tag oder so zu sehen – und Albus bemerkte das ihre beide Vätern sie etwas länger als normal festhielten. Nur einen Moment. Gerade genug das Albus wusste das Harry stolz auf ihn war und das er geliebt wurde.
Ginny küsste seine Wange und Ainsley liess sie versprechen das sie am nächsten Abend zum Essen kamen. Draco und Dania sagten Albus und Scorpius das ein Urlaub nötig war und sie stimmten schnell zu bevor sie zurück zur Euston Road gingen wo sie geparkt hatten.
Albus war zufrieden Scorpius' Hand zu halten als sie auf dem Weg zurück zu ihrem SUV waren. Sie waren ruhig – beide dachten an ihre Kinder auf ihrem Weg nach Hogwarts und sie hofften beide das sie ein wunderbares Jahr hatten während sie sich auch wünschten das sie ihre Eltern etwas vermissten.
Albus setzte sich auf den Fahrersitz und wartete das Scorpius sich setzte bevor er sich über die Konsole beugte und ihn sanft küsste und seine Hand drückte und den Ring an seinem Finger berührte.
„Lass uns nachhause gehen."
