Am Sonntagmorgen fing dann das Chaos an. Akane kam grad vom Joggen zurück und wollte ins Bad, da trat Ranma hinaus und rempelte sie an „Kannst du nicht aufpassen. Machoweib" knurrte er sie gereizt an. Sie starrte ihm hinterher. Er riss die Tür zu seinem Schlafzimmer auf und schlug sie wieder zu. Was war jetzt mit ihm los.

Sie ging ins Bad und duschte erstmal. Später beim Frühstück sahen alle wieder verwundert zu Ranma. Seine Stimmung hatte drastisch umgeschwenkt. Schon die kleinste Kleinigkeit regte ihn auf. Als sein Vater wie üblich versuchte ihm das Essen vom Teller zu klauen, lag er einen Augenblick später schon im Gartenteich. Schnell hatte er seine Teller gelehrt und zusammengestellt. Ranma stand auf und lief einfach davon.

Alle anwesenden sahen ihm verdutzt hinterher. „Hat der seine Tage?" sagte Nabiki belustigt. Kasumi tadelte sie sofort „Nabiki! Sowas gehört sich nicht, und schon gar nicht am Tisch" Nabiki zuckte nur mit der Schulter „Ist doch wahr, seine extremen Stimmungsschwankungen sind doch nicht normal".

Akane dachte das sie heute vielleicht etwas aus ihm rausbekommt. Da er die letzten Tage eher schweigsam war. Aber sie wusste auch, dass sie damit rechnen musste, dass er sie anschreit, so wie der drauf war. Sie lief ihm nach bis zum Dojo. Er hatte sie bemerkt und bevor er ins Dojo trat, drehte er sich um und sah sie finster an „Ich hab grad keinen Bock auf dich, also verkneifs dir und verschwinde" motzte er sie an und verschwand im Dojo.

Fassungslos stand sie da und versuchte das gehörte zu verdauen. So hatte sie ihn noch nie erlebt. Sie gab noch nicht auf, aber sie würde es nicht sofort versuchen. Akane hatte sowieso keine Zeit, sie wollte noch zu Sayuri, sie hatten Kinokarten für denn neusten Liebesfilm. Sie würde es später wieder versuchen, vielleicht hatte er sich dann wieder beruhigt.

Akane hatte der Film so sehr gelangweilt, das sie ihren Freundinnen gesagt hat, das sie sich nicht wohl fühlt und mitten drin abgehauen ist. Danach ist sie noch eine Weile durch die Gegend gelaufen und hat in Schaufenster geschaut, doch wirklich dafür begeistern konnte sie sich nicht. Zuhause angekommen lief sie sofort ins Wohnzimmer, sie fragte sich ob sich Ranma nach fast fünf Stunden wohl beruhigt hatte.

Doch was sie da sah, verriet ihr dass das Gegenteil der Fall war. Ranmas Vater hatte eine blaues Auge und einige Beulen. Der Wohnzimmertisch war in zwei geteilt und in den Wänden waren diverse Löcher. Sie brauchte nicht zu fragen was passiert ist, es war offensichtlich.
Wütend ballte sie die Fäuste und fragte „Wo?" Kasumi zeigte Richtung Dojo „Dort wo er immer ist" Akane stampfte wutentbrannt zum Dojo. Was fällt diesem Mistkerl eigentlich ein. Wenn er Probleme hat sollte er gefälligst eine Therapie machen und nicht das ganze Haus auseinander nehmen.

Da hörte sie seine Kampfschreie, sie klangen anders als sonst. Er klang wütend. Richtig Wütend. Das Dojo sah von aussen aus wie ein Schweizer Käse. Durch die Löcher konnte sie immer wieder mal ein bisschen von ihm sehen. Für einen Moment war ihre Wut durch Besorgnis ersetzt worden. Als dann aber nur wenige Zentimeter vor ihrer Nase das nächste Loch eingeschlagen wurde, packte sie der Zorn erneut.

Sie riss die Tür auf. Sie hatte erwartet dass er anhalten und mit ihr reden würde. Aber auch wie die letzten paar Tage, ignorierte er sie. In ihr brodelte es. „Na gut wenn du es so willst, dann werde ich dich zwingen mich zu beachten" sagte sie. Dann griff sie ihn schon an. Erschreckt über ihr plötzliches auftauchen, wich er ihr trotzdem gekonnt aus. Aber sie hörte nicht auf, immer wieder schlug sie nach ihm.

Er verstand zwar nicht genau, was das sollte und wich ihr immer nur aus. Kaputt und schwer atmend sah sie ihn an „Was ist los, wieso weichst du immer nur aus, schlag zu" forderte sie ihn auf. Er sah sie verwirrt an „Ich schlage keine Mädchen" er stand etwas perplex da. „Ja du zertrümmerst lieber das ganze Haus" warf sie ihm vor. „Ach, lass mich doch in Ruhe" motzte er sie an und ballte die Fäuste.

Er hatte so eine unendliche Wut in sich. „Was ist nur mit dir los?" „Nichts" gab er etwas zu schnell zurück. Sie streckte die Hände nach ihm aus, aber trat schnell zurück. „Ranma?" „Akane hau ab, ich will alleine sein" wieder ballte sie ihre Fäuste „Nein, nicht bevor du mir sagst was mit dir los ist." Schrie sie ihn halb an. „Du willst wissen was mein Problem ist. Das bist DU. Du ganz allein" schrie er zurück. „Was bitte hab ich dir angetan?" sie standen beide voreinander und schrien sich nur noch an.

„Alles, du nervst mich, du und dieser Lackaffe" „Ich hab dir gesagt das du ihn nicht so nennen sollst" verteidigte Akane „Ich nenn ihn wie ich will, was bitte ist denn so toll an dem." Akane war etwas verwirrt von der Frage und überlegte kurz. „Alles" jetzt sah er sie verdutzt an „Wie alles? Du kannst doch nicht behaupten das alles an ihm toll ist" sagte er grimmig „Und ob ich das kann" sie wurden jetzt etwas stiller „Er ist nett zu mir, richtig nett und er macht mir Komplimente, er interessiert sich für mich und er ist der erste Mensch der mich gefragt hat, was ich will. Das hat noch nie jemand vor ihm" schwärmte sie ihm vor.

„Von wegen, der schleimt sich nur bei dir ein, weil er will das du ihn ranlässt" warf er ihr an den Kopf. In ihr brodelte es, sie fing an zu glühen „Du dämlicher Perversling, was denkst du dir, er ist nicht so einer" jetzt waren sie wieder im Schreimodus „Und ob er das ist, er ist ein Mann und jeder Mann denk nur an das Eine" brach es aus Ranma aus. Er war so wütend, das er mit jedem Wort auf sie zuging, und sie wich immer weiter nach hinten. Sie schüttelte den Kopf

„Das glaub ich nicht. Er ist nicht so wie du. Er ist besser." das war zu viel für seine Nerven. Er holte mit der Faust aus. Sie war an der Wand angekommen und hatte keine Ausweichmöglichkeiten. Fest kniff sie ihre Augen zusammen. Seine Faust krachte direkt neben ihrem Kopf in die Wand. Mit gebleckten Zähnen beugte er sich runter zu ihr „Diesen schmierigen Lackaffen kann man mit mir gar nicht vergleichen" knurrte er. Sie öffnete die Augen und sah ihn wütend an „Genau denn er ist in allem besser als du, egal was er tut" donnerte sie ihm entgegen.

Er lief rot an und sein ganzer Körper zitterte vor Wut sich. Er war kurz davor in Flammen aufzugehen. Seine Hand legte sich um ihren Nacken zog sie ruckartig zu ihm. Dann waren seine Lippen plötzlich auf ihren. Ihre Augen weiteten sich vor Schreck. Das hatte sie nicht erwartet, was tat er da. Er nahm Brutal von ihr Besitz, um sie für die Qualen zu bestrafen, die er durch sie erleiden musste.

Ihre Fäuste bohrten sich in seine Brust. In ihren Ohren rauschte es. Ihre Knie wurden weich. Sie kämpfte gegen ihn. Viel stärker kämpfte sie jedoch gegen sich selbst, weil sie ihre Arme um seinen Hals werfen und ihn ganz fest halten wollte. Sie wollte denn Zauber seiner Umarmung spüren. Aber dies war keine Umarmung, es war eine Beleidigung. Sein Mund bewegte sich immer mehr und sie konnte sich kaum zurückhalten, dann schloss sie ihre Augen und liess sich einfach gehen.

Es dauerte ein wenig, bis Ranma wieder zu Sinnen kam und bemerkte, dass sie sich nicht länger gegen ihn wehrte. Seine Wut war wie weggewischt und durch verlangen ersetzt worden. Seine Lippen wurden weich und der stürmische Kuss verwandelte sich in einen sehr zärtlichen. Sein Mund brachte ihre Lippen, dazu sich zu öffnen, dann glitt seine Zunge in ihren Mund. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und krallte sich in seine Haare. Als er bemerkte, wie sie ihn noch näher an sich zog, konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Mit diesem komischen Grinsen küsste es sie noch ein, zwei Mal und liess dann von ihr ab. Er lief in Richtung Ausgang und liess sie alleine zurück „Das soll der Lackaffe mal nachmachen" sagte er belustigt. Sie liess sich langsam an der Wand runter gleiten. Und kam dann auf dem Boden zu sitzen. Sie konnte nicht fassen was da gerade passiert ist. Sie fuhr sich mit den Fingern über die Lippen und erinnerte sich an seine. An den Druck, die Wärme, an die Weichheit.

Sie sass mit angezogenen Beinen im Dojo und blickte in die Luft. Sie konnte sich nicht bewegen oder einen Gedanken fassen. Völlig leergefegt sass sie da und bemerkte nicht wie die Zeit verstrich. Erst als sie hörte wie jemand mehrmals laut ihren Namen rief, kam sie in die Realität zurück. Sie blickte zur Seite und direkt in Nabikis Gesicht. Kurz schreckte sie vor der Nähe zurück. „Gott Nabiki, du hast mich erschreckt" warf sie ihrer Schwester vor.

Nabiki blickte sie komisch von der Seite an. Sie roch schon wieder etwas Pikantes, etwas war hier passiert. Aber sie hatte jetzt keine Lust Akane auszuhorchen. Das würde sie später machen. „Kasumi, hat gesagt ich soll dich zum Abendessen rufen" Akane schreckte zusammen „Abendessen? Wie kann das sein" sie sah an Nabiki vorbei, durch die Tür. Es war schon Dunkel. Sie hatte hier mehrere Stunden gesessen. Akane fing sich wieder und folgte ihrer Schwester.