Ranma lag in seinem Bett und wälzte sich, er konnte nicht schlafen. Nicht jetzt wo er wusste, das Akane bei ihm war. Gott war Kasumi leichtgläubig. Seine Gedanken spielten verrück und seine Fantasie ging immer wieder mit ihm durch. Er stellte sich vor wie Akane neben diesem Dreckskerl im Bett lag. Wie sie sich küssten, er sie berührte, wie sie miteinander….. Dann wurde er wütend, er ballte die Fäuste.

Er setzte sich auf und sah auf seine Hände. Wie konnte sie das nur tun. Wie konnte sie das ihm antun. Er sprang auf und lief zu ihrem Zimmer. Ganz leise schloss er die Tür hinter sich. Akanes Zimmer wurde vom Mondschein beleuchtet. Wie hätte er sich gewünscht dass sie jetzt in dem Bett lag. Er fuhr mit seinen Fingern über ihr Laken und blieb dann vor dem Schreibtisch stehen. Er nahm den Rahmen vom Tisch und blickte auf das Bild.

Es war ein Familienfoto. Vom letzten Weihnachtsfest, sie hatten Ranma und Akane in die Mitte zueinander gedrängt. Beide glühten rot, bis über beide Ohren. Ranma musste kurz auflachen und stellte es wieder zurück. Er warf sich auf ihr Bett und strich mit den Finger übers Bett. Wie konnte sie jetzt mit einem anderen im Bett liegen. Er dachte sie würde ihn Lieben. Sie hatte es doch geschrieben, er hatte es mit seinen eigenen Augen gelesen. Hatte sie das damals nicht ernst gemeint. Ob sie denn Lackaffen auch liebte. Bei diesem Gedanken wurde Ranma schlecht.

Das kann nicht sein. Als er sie vor ein paar Tagen, im Dojo geküsst hatte, hatte er die Hoffnung, dass sie den Widerling verlässt. Gott wie sehr hatte er sich da geirrt. Er schüttelte den Kopf. Aber es war an ihr nicht ganz ohne weiteres vorbeigegangen. Sie hatte auf ihn reagiert, sogar heftig. Also musste er ihr etwas bedeuten. Wieso machte er sich eigentlich all diese Sorgen. Sollte sie doch machen, was sie will.

Es war ja nicht so, als ob er sie lieben würde. Sie bedeutete ihm nichts. Er krallte seine Finger in die Laken. Sein Herz krampfte sich zusammen. Oder vielleicht doch, ein wenig jedenfalls. Aber er hatte sie gewarnt und versucht ihr klarzumachen, dass der Typ nicht ganz sauber ist. Aber sie wollte nicht auf ihn hören. Wenn der Lackaffe sie verletzt, ist sie selber schuld. Wieder spürte er diesen Schmerz in seiner Brust.

Er wollte nicht das Akane leidet, aber er konnte nichts dagegen tun. Er wusste nicht wo sie ist, noch was genau sie tut. Ein kleiner Teil von ihm klammerte sich an die Hoffnung das Kasumi recht hatte und sie tatsächlich bei einer Freundin schlief. Er drückte ihr Kissen an sich und vergrub sein Gesicht darin. Es roch nach Blumen, genau wie Akane. Sehnsüchtig drückte er das Kissen näher an sich und betete, das Akane nichts dummes tat. Irgendwie schlief er dann ein.

Am nächsten Morgen kam Akane wieder früh zurück und das in Hitomis begleitung. Sie wollten den Tag miteinander verbringen, Akane wollte sich nur noch schnell umziehen. Denn sie hatte vergessen Kleider für heute einzupacken. Es war noch ruhig im Haus. Sie schlichen leise die Treppe hoch. Hitomi erzählte ihr gerade von ihren neusten Ideen. Als Akane in ihr Zimmer trat und erstarrte. Hitomi wäre fast in sie reingelaufen. Dann blickte sie über Akanes Schulter.

Sie fing an zu kichern „Akane, ist das Ranma?" fragte sie. Sie sah Ranma zum ersten Mal. Akane nickte und schloss dann die Tür hinter ihnen. Sie stand unschlüssig im Zimmer und sah zu ihrem Bett. Irgendwie wusste sie nicht wo sie das einordnen sollte. Hitomi schob sie an der Schulter, näher zu Ranma. „Na los weck ihn auf" forderte Akane. „Okay" Sie zuckten mit der Schulter und drehte sich um.

Als sie fast aus der Tür war, packte ihre Freundin sie am Arm „Wo willst du hin? Hier wird nicht gekniffen" motzte sie Akane an. Sie trat wieder ins Zimmer und fing an zu erklären „Ich kneife nicht. Ich wollte nur schnell einen Eimer kaltes Wasser holen. Anders kriegt man ihn nämlich nicht wach" Hitomi sah sie geschockt an. „Jetzt verstehe ich wieso ihr nicht schon längst zusammen seit, wie kannst du ihm das antun" tadelte sie Akane. Sie nahm Akane an die Hand und führte sie zum Bett „Du weckst ihn jetzt liebevoll auf, indem du ihn streichelst und ihn rufst. Nicht grob sein" trug sie ihr auf.

Akane sah zu Ranma und dann zu Hitomi, sie wurde rot und fing an zu stottern „Das kann…. Ich nicht….es…würde sowieso nichts….bringen" Hitomi stemmte die Hände in die Hüften und sah Akane böse an. „Dann tu ich es" Hitomi wollte sich gerade aufs Bett setzten, da zog Akane sie an der Hand zurück. Verlegen sah sie zu Boden „Ist ja schon gut, ich tu es" Hitomi lächelte ihr Gewinnerlächeln und setzte sich stattdessen an den Schreibtisch. Akane sass an der Bettkante und beugte sich über Ranma. Sie streckte ihre Hand aus und zögerte. Sie sah nochmal zu ihrer Freundin, die ihr bestätigend zunickte.

Sie Strich ihm fein über die Wange und sagte seinen Namen. Er reagierte nicht. Akane zog ihre Hand zurück „Siehst du funktioniert nicht, ich hol mal lieber den Eimer" Akane wollte sich gerade aufrichten, da drückte Hitomi sie an der Schulte wieder auf ihren Platz. „Das machst du jetzt nochmal, unzwar bis er wach ist" Akane seufzte tief. Sie beugte sich erneut über Ranma und atmete tief ein. Wieder strich sie ihn übers Gesicht und flüsterte „Ranma Liebling, aufwachen" Sie strich gerade die Linie seiner Augenbraue nach. Da bewegte er sich.

Er packte ihre Hand und zog sie zu sich ins Bett. Akane hatte vor Schreck aufgehört zu atmen. Sie lag jetzt fest in Ranmas Armen. Er drückte sie an seine Brust und murmelte ihren Namen. Sie wurde rot und ihr Herz drohte ihr aus der Brust zu springen. Sie sah zu Hitomi „Hilf mir, was soll ich jetzt tun" Hitomi hielt sich die Hand vor den Mund, um ihr Lachen zu ersticken. „Vielleicht sollte ich euch lieber allein lassen" scherzte sie. Aber Akane fand es alles andere als lustig und bekam so einen gehetzten ausdruck im Gesicht.

Hitomi stand neben dem Bett und sah belustig auf die beiden „Am schnellsten würde es gehen, wenn du ihn Küsst, glaub mir da reagieren die Jungs am schnellsten" Akane schüttelte beharrlich den Kopf. Hitomi hob fragend die Augenbraue. „Dann kann ich dir auch nicht weiterhelfen" Gelangweilt setzte sie sich zurück auf den Stuhl und zog eine Feile aus ihrer Tasche. Akane verfluchte ihre Freundin in Gedanken und wünschte sich sie hätte von Anfang an den Eimer geholt.

„Hitomi gehst du bitte kurz auf den Balkon, ich kann so nicht arbeiten" Hitomi stand auf und ging hinaus, aber sie blieb nahe dem Fenster stehen. Sie hatte nicht vor sich die Show entgehen zu lassen. Sie hoffte nur das Akane den nötigen Mut dazu hatte. Akane versuchte zuerst, sich aus seinem Griff zu entziehen. Schnell gab sie ihr Vorhaben auf, seine Griffe waren stahlhart. Akane atmete ein paar Mal ein und aus. Dann sah sie zu ihm hoch. Ihre Lippen näherten sich seinen, aber im letzten Moment, drehte sie sich leicht und gab ihm nur einen Kuss auf die Wange.

Mit den Händen fuhr sie ihm durch die Haare und den Hals. Er liess von ihr ab und drehte sich auf die andere Seite. Schell nutzte sie ihre Chance und kletterte aus dem Bett. Hochrot stand sie neben dem Bett und sah auf ihn runter. Hitomi stand am Fensterrahmen gelehnt und fuchtelte mit den Händen herum. Akane setzte sich erneut zu ihm aufs Bett. Diesmal musste es klappen, mehr wurde ihr Herz nicht überleben. Sie nahm sein Gesicht zwischen ihre Hände und beugte sich runter.

Ihr Mund legte sich ganz sanft auf seinen. Sie fand das Gefühl ganz schön, da fingen seine Lippen an sich zu bewegen. Überrascht aber nicht abgeneigt, liess sich Akane auf den Kuss ein. Aber nicht zu lang, sie löste sich von ihm und richtete sich auf, sofort sehnte sie sich wieder nach ihm. Seine Augen flatterten und ihre Augen trafen sich. Sie sah in seine tiefen blauen Augen. Sie könnte sich in ihnen verlieren. „Guten Morgen Dornrösschen, könntest du jetzt bitte gehen, Akane muss sich noch umziehen" störte Hitomi den Moment. Ranma merkte erst jetzt das das kein Traum war.

Er setzte sich ruckartig auf und sah erschrocken zum Fenster. Er zeigte mit dem Finger auf Hitomi. „Das ist sie" sagte er fröhlich. Er sprang vom Bett und ging auf sie zu „Das ist sie" Er sah fröhlich zu Akane. Sie schien nicht zu begreifen. Akane runzelte die Stirn und stand auch auf. Hitomi wollte noch nichts sagen, sie wollte sehen, worauf das hinaus lief. Akane verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn besorgt an „Ranma, kennst du meine Freundin schon?" fragte sie.

Ranma packte sie am Arm und zog sie näher „Jetzt wird alles wieder gut Akane. Sie kann bestätigen was ich gesehen habe" Es wurde alles immer verrückter. „Ranma geht es dir gut?" Akane wollte ihm die Hand auf die Stirn legen, aber er wich ihr aus „Akane das ist die Freundin von deinem Lackaffen, ich hab sie gestern mit ihm im Park gesehen, er betrügt euch beide" wiederholte er schon wieder das von Gestern. Hitomi sah alles andere als verloren aus.

Sie fing an zu lachen und legte Ranma schon mal tröstend eine Hand auf die Schulter „Das ist echt süss, wie sehr du dich um Akane sorgst, aber du liegst falsch. Den Typen den du gestern gesehen hast, das ist Shotas Bruder, er ist mein Freund. Sie sehen sich ziemlich ähnlich und du musst sie verwechselt haben" log sie ohne rot zu werden. Akane starrte sie einen Moment an, bevor sie sich gefasst hatte. Sie nickte beharrlich und hoffte das Ranma ihr zögern nicht bemerkt hatte.

Ranma schüttelte den Kopf „Nein, nein, nein, nein. Ich hab ihn damit konfrontiert, er hat es zugegeben. Er war es" wehrte sich Ranma. Hitomi verfluchte Shota in Gedanken und legte belustigt die Hand auf seine Brust „Es macht ihm Spass dich zu ärgern" Ranma liess seinen Kopf sinken und gab es auf. Er würde es wohl nicht mehr schaffen sie zu überzeugen. Dann schnellte sein Kopf wieder hoch, denn ihm war wieder etwas eingefallen. Erstaunt blickte er Akane an

„Du hast mich geküsst" stellte er fest. Akane wurde rot „Warum hast du mich geküsst?" diesmal als frage formuliert. Akane dachte gar nicht daran, darauf zu antworten „Warum schläft du in meinem Bett?" stellte sie stattdessen eine Gegenfrage. Diesmal wurde er rot. Er hatte auch nicht vor seine Motive preiszugeben. Hitomi musste über die beiden Lachen „Ihr seid beide einfach zu süss. Aber jetzt raus mit dir Don Juan" Sie packte ihn an der Schulter und schob ihn zur Tür raus.

Akane beeilte sich mit dem umziehen. Hitomi sah den grüblerischen Ausdruck auf Akanes Gesicht und sprach ihre Gedanken laut aus. „Wieso hat er hier geschlafen? Was glaubst du?" Akane bemühte sich gelassen zu wirken und zuckte mit der Schulter. „Es ist nichts ungewöhnliches das Ranma nicht in seinem Zimmer schläft. Sein Vater schnarcht und schlägt manchmal um sich, wann immer Ranma eine Möglichkeit sieht, schläft er woanders" erklärte sie.

Hitomi fand es süss, wie Akane versuchte die unwissende zu spielen, aber sie würde sie zwingen den wahren Grund einzusehen. „Was für ein Quatsch. Er hat dich vermisst. Das weisst du genauso wie ich, du willst es nur nicht zugeben" Akane sah etwas erschreckt zu ihrer Freundin und stotterte „Er…hat…mich..ver..vermisst" sie wurde rot und musste lächeln. Es war ein schönes Gefühl.