Akane kam völlig verdreckt und erschöpft in ihr Zimmer. Sie wollte nur noch duschen und sich ins Bett werfen. Sie wollte schlafen, viel schlafen und nie mehr aufstehen. Oh ja das wäre schön. Ihre Muskeln schmerzten und besonders ihr Rücken. Sie hatte sich die ganze Mühe umsonst gemacht, denn sie hatte nichts gefunden. Sie wusste nicht, wie sie das Shota erklären sollte. Dann bemerkte sie endlich Ranma, er lag auf ihrem Bett und warf immer wieder einen roten Ball in die Luft und fing ihn auf.
Was machte er hier. Sie hatte jetzt keinen Nerv für ihn, sie wollte wirklich nur noch schlafen. Als sie genauer hinsah, erkannte sie das es kein Ball war, mit dem Ranma spielte. Nein, es war ihr Samtkästchen, nachdem sie die ganze Zeit gesucht hatte. Sie stürzte fröhlich auf Ranma zu „Gott sei Dank, du hast es gefunden" rief sie aus. Er hielt es in seiner Hand fest und blickte zu ihr hin. Als sie seinen düsteren Blick bemerkt hatte, ist sie mitten im Zimmer gestoppt. Wieso war er so mies drauf.
„Wo hast du es gefunden, ich hab überall danach gesucht?" versuchte sie ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Er setzte sich auf und sah Akane genau an. Sie war völlig verdreckt und ganz offensichtlich körperlich am Ende. Und das in zwei Tagen schon zu zweiten Mal. Er bleckte die Zähne vor Wut. „Dieser Mistkerl zwing dich in deinem Zustand, dich so zu verausgaben und er selbst macht keinen Finger krumm" Akane runzelte die Stirn. Was meinte er mit, in ihrem Zustand. „Tollen Ehemann wird er abgeben" bluffte er sie an. Was redete er denn da.
„Ranma, ich hab keine Ahnung, wovon du redest" sagte sie verwirrt. Ranma warf ihr denn Ring zu. Sie fing ihn ohne Probleme auf und öffnete sicherheitshalber das Kästchen. Um zu sehen, das er noch drin war. Ranma stand auf und kam auf sie zu. Sie schluckte fest, was wohl jetzt kommen würde. Sein Gesicht veränderte sich. Er lächelte sie Sanft an, sein Blick war sehr Liebevoll. Mit der Hand strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht. „Akane, du musst das nicht tun. Du musst nicht bei ihm bleiben. Es gibt andere Möglichkeiten. Ich bin für dich da" Akane sah ihn fragend an.
Was hatte das alles zu bedeuten. „Ranma ich verstehe nicht, andere Möglichkeiten für was?" fragte sie vorsichtig. Ohne Vorwarnung zog er sie in den Arm. Sanft drückte er sie an sich. Er strich ihr zärtlich über den Rücken und dann fuhr er um sie und blieb an ihrem Bauch stehen. Liebevoll streichelte er ihr über den Bauch. „Ich weiss es Akane. Du musst es nicht mehr verheimlichen." Raunte er in ihr Ohr. „Ranma ich hab keine Ahnung, von was du redest" wiederholte sie „Ich weiss von dem Baby..." Weiter kam er nicht. Sie griff nach seiner Hand und stoppte seine Streicheleinheiten. Sie schob ihn von sich weg und sah ihm in die Augen.
„Ich hab dir doch schon gesagt, das Nabiki lügt" versuchte sie zu erklären. Aber sie verstummte als sie Ranmas Hand auf ihrer Wange spürte. Ganz sachte hielt er ihr Gesicht. „Du solltest nicht bei ihm bleiben, nur weil du schwanger bist. Er ist ein Arschloch. Er betrügt dich. Er kümmert sich nicht um dich. Sieh dich doch mal an, du bist völlig erschöpft. So behandelt man keine Schwangere" Sie sah ihm tief in die Augen, da war keine Spur von Hass, Zorn, Wut, nicht was man sonst so bei ihm sah.
Er blickte sie besorgt mit seinen blauen Augen an und setzte wieder zum reden „Du musst nicht bei ihm bleiben. Verlass ihn. Ich werde für dich da sein. Für dich und das Baby" Er dachte das ihm das alles schwerfallen würde. Aber es ging ganz leicht, er liebte sie und ab dem Zeitpunkt ging alles ganz leicht. Egal was passieren würde, er würde sie immer lieben, wäre immer für sie da. Ihre Augen weiteten sich. Hatte er das wirklich gesagt, meinte er das ernst. Das ganze überforderte sie. Ihre wurde schwindelig. Er musste das bemerkt haben und führte sie zum Bett. Sie wollte sich nur kurz setzten, aber er zwang sie gleich sich hinzulegen.
Er sass an ihrer Seite und hielt ihre Hand fest. „Du solltest dich ein wenig ausruhen. Du bist gestern auch schon zusammen geklappt. Vielleicht sollte ich Dr. Tofu anrufen" Er wollte gerade aufstehen. Aber sie zog ihn an der Hand zurück. „Mir geht es gut. Bitte bleib hier. Wir müssen noch einiges klären" sagte sie schnell und rieb sich die Stirn. Er nickte und blieb sitzen, denn er hatte ihren ernsten Blick gesehen „Ranma, diese Dinge die du gesagt hast….." er unterbrach sie sofort „Die hab ich alle ernst gemeint. Ich weiss ich bin nicht perfekt, aber ich werde mein Bestes tun, um dir ein guter Ehemann und dem Baby ein guter Vater zu sein…" jetzt unterbrach sie ihn
„Nein, du versteht das alles falsch" sie konnte so nicht mit ihm reden. Sie musste sich aufsetzen. Aber er liess es nicht zu, er wollte sie wieder in die Matratze drücken „Ranma, lass mich, mir geht es gut" „Nein, du solltest dich ausruhe. Zu viel Stress ist nicht gut, für euch beide" Jetzt platzte ihr der Kragen. Sie griff in sein Hemd und zog ihn nahe an sich. „Zum letzten Mal, ich bin nicht schwanger" fauchte sie bedrohlich. Er gab nach und liess sie sich aufrichten. Sie setzte sich in den Schneidersitz vor ihn und atmete erleichtert auf. Als sie wieder aufblickte, sah sie in seine blauen tiefen Augen. Sein Ausdruck war immer noch sehr Liebevoll.
Sie seufzte tief „Du glaubst mir immer noch nicht" Er schüttelte sanft denn Kopf. „Es tut mir leid, aber es gibt keine andere Erklärung, für das da" er zeigte auf die Schachtel in ihrer Hand. „Wieso sollten sonst, zwei so junge Menschen, nach nur ein paar Wochen heiraten" Akane verstand langsam, was er sich zusammengereimt hatte. Er musste den Ring gesehen haben und gleich das schlimmste angenommen haben. „Aus Liebe" versuchte Akane Ranma zu überzeugen.
Seine Augen weiteten sich, er wirkte auf einmal sehr Verletzt. Enttäuscht liess er seinen Kopf hängen. Akane erkannte ihren Fehler. Er hatte sie falsch verstanden. Sie griff schnell nach seiner Hand „Ich meinte natürlich nicht mich und Shota. Wir lieben uns nicht und Hochzeit gibt's auch keine" Er hob seinen Kopf und sah sie forschend an. „Ich wollte nur sagen, dass es Menschen gibt, die sich auch nach nur ein paar Wochen verlieben und heiraten, auch wenn kein Baby unterwegs ist" oh was redete sie da nur für Müll. Sie klang völlig verrückt. „Und was ist dann das da?" wieder zeigte er auf den Ring.
Was solls, sie wollte nicht mehr lügen. Sie würde ihm jetzt alles beichten. „Der ist für eine Andere" sagte sie. Sie wirkte nicht enttäuscht. Sie lächelt ihn an und drückte seine Hand. „Es gibt kein Baby?" fragte er nochmal. Sie sah ihm ernst in die Augen „Nein". „Ihr werdet euch nicht verloben und Heiraten" „Nein und Nein" wiederholte sie sich. „Ich liebe dich" sagte er unsicher. „Nein" gab sie automatisch von sich. Als sie dann realisierte was er gesagt hatte „WAS HAST DU GESAGT?" fragte sie fast hysterisch. Er lächelte sie gross an „Ich liebe dich" sagte er erneut. Sie starrte ihn sprachlos an. Ihr Mund stand offen.
Sie fing an stosswiese zu atmen, ihre Augen wurden Feucht und die Tränen rannen nur so runter. Sie war überwältigt. Sie hatte so lange darauf gewartet und jetzt war es soweit. Und was macht sie, sie weint, wie so ein dummes Mädchen. So war sie eigentlich nicht. Sie wäre viel lieber stark und glücklich. Sie wollte ihm sagen, dass sie ihn auch liebte und so vieles mehr. Aber ihr Kopf war leer, ich Körper Kraftlos. Alles was sie konnte, war heulen.
Ranma zog sie in seine Arme strich ihr beruhigend über den Rücken. Sie hatte sich fest um seinen Hals gekrallt und verbarg ihr Gesicht da. Er drohte zu ersticken, aber er liess es einfach zu.
