Es ging eine ganze Weile, bis sie sich beruhigt hatte. Als nur noch leises schluchzen von ihr zu vernehmen war. Schob er sie ein wenig von sich und wischte ihr mit der Hand, die letzten Tränen ab. „Ich vermute mal, das ist ein gutes Zeichen für mich" fragte er vorsichtig. Ihre Hände verweilten immer noch an seinem Hals. Sie vermochte noch nicht zu reden. Also tat sie das einzige, was sie tun konnte. Sie zog ihn zu sich und drückte ihre Lippen auf seine. Da gab es keine Scheu mehr. Keine Zurückhaltung, keine Angst, nur noch pure schöne Gefühle.
Seine Lippen waren ihr auf einmal so vertraut. Als hätte sie nie etwas anderes gemacht, als diesen Mund zu küssen. Er schlang die Arme um sie und zog sie noch näher. Beide waren von dem ganzen so überwältigt, das sie sich nicht mehr beruhigen konnten. Sie liessen alle Hemmungen fallen und wurden stürmisch. Ranma drückte sie in die Matratze und kam halb auf ihr zu liegen. Seine linke Hand schlich sich unter ihr lila Top. Ihre Haut prickelte dort wo er sie berührte. Sie wollte ihn auch spüren. Ihre Hände fuhren ohne Umschweife unter sein Hemd und fingen an zu tasten.
Sie spürte jeden Muskel, zeichnete sie nach. An seinem Herz machte sie halt. Es schlug wie verrückt und das gefiel ihr sehr. Sie hatte sein Oberteil so weit nach oben geschoben, das es anfing ihn zu stören. Mit einem zug, hatte er es sich über den Kopf gezogen und es zu Boden geworfen. Sie hatte keine Zeit ihn zu bewundern, schnell lag er wieder auf ihr. Geschickt drückte er ihre Beine auseinander und machte es sich dazwischen bequem. Sie bewegten sich wie Wild, gegen einander, miteinander. Ihre Finger glitten an seinem Rücken herunter, bis zu seinem Hintern.
Sie fing an diesen zu kneten. Er knurrte genüsslich in den Kuss hinein. Es gefiel ihm also. Sie konnte sich ihr lächeln nicht verkneifen. Sehnsüchtig schloss sich seine Hand, um ihre Brust und streichelte diese. Ihre Knospen wurde Hart. Wieder knurrte er in den Kuss. Als er dann versuchte, unter ihren BH zu gelangen. Griff sie nach seiner Hand und stoppte ihn. Sie unterbrach den Kuss und zog seine Hand unter ihrem Top hervor.
Entschlossen drückte sie ihn von sich. Er dachte, er wäre zu weit gegangen und gab sie frei. Enttäuschung machte sich in ihm breit. Aber er war weiter gekommen, als er sich an einem Tag erhoffen konnte. Also rutschte er von ihr runter, auf ihre linke Seite. Sie versuchte Luft zu kriegen. „Ich kann das so nicht. Sie mich an. Ich bin total verschwitzt und verdreckt. Meine Haare sehen furchtbar aus und…" Er unterbrach sie. „Du bist wunderschön" flüsterte er und zog sie erneut in einen Kuss. Fast hätte sie ihm nachgegeben, aber sie drückte ihn wieder von sich.
„Ich sehe furchtbar aus. So kann ich mich nicht entspannen" Sie wurde rot und sah ihm in die Augen „Ich springe kurz unter die Dusche und dann komm ich sofort wieder. Und du wartest so lang hier" schlug sie ihm vor. Er fand die Idee, eigentlich ganz verführerisch, aber er wollte nichts überstürzen. „Wieso lässt du dir nicht Zeit und nimmst ein langes entspannendes Bad" er gab ihr einen kleine Kuss und setzte fort „Dann können wir zu Abend essen und danach machen wir einen Spaziergang" wieder ein Küsschen. „Wie findest du das?" fragte er sie. Sie sah etwas enttäuscht aus, aber stimmte ihm trotzdem zu.
Er war vom Bett aufgesprungen und lief Richtung Tür. Er hatte es eilig. Er hatte Angst, dass wenn er nicht sofort das Zimmer verliess, über sie herfallen würde. Er griff nach dem Knauf, da warf sie sich vor die Tür. Er zog die Augenbraue fragend hoch. „Ich hab Angst" gestand sie ihm. Er war etwas überrascht und fragte sogleich „Wovor?" sie sah auf den Boden und schluckte schwer. „Etwa das die anderes etwas mitbekommen?" wollte er ihr nachhelfen. Sie schüttelte den Kopf. Plötzlich sah sie ihm in die Augen, ganz tief in die Augen.
„Ich hab Angst, dass wenn du durch diese Tür gehst. Sich wieder alles verändert. Das du es dir anders überlegst. Das du merkst wie verschroben ich bin…" Er nahm ihren Kopf zwischen die Hände. Ranma beugte sich vor und gab ihr einen Leidenschaftlichen Kuss. Ihre Knie wurden weich. Schnell griff er um ihre Hüfte und zog sie an sich. So schnell wie es passierte, endete es. Sie stand völlig überwältigt da und schwebte noch in ihrer eigenen Welt. Er lachte leicht. „Das du völlig durchgeknallt bist, wusste ich vom ersten Tag an" Sie blitzte ihn zornig an. Übertreiben musste er jetzt auch nicht.
„Aber ich liebe dich, so wie du bist und daran wird sich nichts mehr ändern. Es tut mir leid, dass ich so lang gebraucht habe, um das zu realisieren" Seine Worte liessen ihr Herz höher schlagen. „Lieber spät, als nie" gab sie neckisch von sich. Schnell zog sie ihn wieder in einen Kuss. Sie schlang ihr Bein um seine Hüfte und drückte ihn fest an sich. Sofort reagierte sein Körper auf ihren. Hastig riss er sich von ihr los. „Verdammt Machoweib, willst du mich umbringen" keuchte er.
Seine Reaktion war sehr amüsant. Er sah schon, durch diese Tür kam er nicht mehr. Er drehte sich um und rannte durch den Balkon. Sie sah ihn ungläubig hinterher und fing an zu lachen. Nach dem Bad warf sie sich aufs Bett. Das hatte so unglaublich gut getan. Ihr Herz fühlte sich voll und doch so leicht an. Sie war erfühlt von Frieden und Liebe. Die Müdigkeit holte sie ein und ihre Augen fielen zu.
