Akane wurde aus ihrem Traum gezogen. Als sie ihre Augen öffnete erblickte sie Ranma. Das war besser als jeder Traum. Sie strahlte ihn an. Gemütlich streckte sie sich „Ist es schon Zeit fürs Abendessen?" fragte sie ihn. Er fing an zu kichern. Sie stutzte über ihn, was war denn so lustig. Er beugte sich zu ihr runter und gab ihr einen kurzen Kuss. Ihrer Meinung nach viel zu kurz. Sie hätte ihn am liebsten wieder an sich gezogen. „Guten Morgen" sagte er. Ihre Augen weiteten sich. „Hab ich so lange geschlafen?" fragte sie ungläubig, er nickte ihr zu.

„Es tut mir so leid, das hab ich nicht absichtlich…" er legte ihr einen Finger auf den Mund. Ranma schüttelte fein den Kopf. „Ist schon gut. Du warst erschöpf. Mir war es eh lieber, dass du dich ausruhst" er nahm ihre Hand und zog sie aus dem Bett. Zusammen liefen sie runter zum Frühstücken. Alle schienen heute besonders nervös zu sein, aber keiner traute sich etwas zu sagen.

Nach dem Frühstück, wurde es für Akane richtig stressig. Sie hetzte durchs Haus und telefonierte ständig herum. Kurz vor dem Mittagessen verschwand sie dann. Sie war sehr beschäftig gewesen. Was keiner wusste, wieso. Heute Abend fand nämlich eine Verlobungsfeier statt. Aber nicht Akanes, sondern Hitomis. Es sollte eine Überraschung für sie werden. Shota hatte Akane um Hilfe gebeten, denn er war ein Mann und hatte keine Ahnung, wie so etwas aussehen sollte. Dabei wollte er dass alles für Hitomi perfekt ist.

Sie hatte viel zu tun und viel Verantwortung. Zuerst musste sie allen Helfern Anweisungen geben, bevor sie sich dann selbst an die Arbeit machte. Akane erledigte zuerst Besorgungen für Shota. Dann half sie denn Raum zu dekorieren. Sie arbeiteten hart, es blieb nicht viel Zeit für die Vorbereitungen. Nach dem alles so weit bereit war, musste sie noch für sich selbst noch ein paar Besorgungen machen. Sie hetzte durch die Stadt und dann nach Hause. Als sie durch die Tür rannte und Treppe rauf, veranstaltete sie ein riesen Chaos.

Immer wieder klingelte das Telefon, wieder und wieder tauchten neue Probleme auf. Akane gab Anweisungen und Ratschläge wie ein Profi durch. Sie stand ihn ihrem Zimmer und machte sich zurecht. Vor dem Spiegel drehte sie sich und betrachtete ihr Kleid. Sie hatte zur Sicherheit, gleich mehrere besorgt, aber sie fand das erste, war ein Volltreffen. Es war ein hellblaues, trägerloses Kleid. Mit Herzausschnitt. Es ging nicht ganz bis zu den Knien. Es betonte ihre Kurven sehr. Es war ein Eyecatcher, aber nicht so dass sie Hitomi die Schau stehlen könnte. Einen Moment musste sie über ihre Gedanken schmunzeln. Als könnte sie Hitomi jemals die Schau stehlen.

Akane wusste das sie schön war, aber Hitomi war eine Schönheit. Sie hörte einen Pfiff hinter sich und drehte sich um. Ranma stand im Türrahmen und musterte sie ganz genau. „Wie findest du es?" fragte sie ihn und drehte sich für ihn. Er kam auf sie zu und griff nach ihr „Ist es nicht ein wenig zu viel, nur um mich zu verführen. Das hast du doch auch gestern in deinen Schmudelklamotten geschafft" Er beugte sich runter, um sie zu küssen. Aber sie schlug ihm auf die Brust „Wie kann man nur so eingebildet sein? Das ist nicht für dich" warf sie ihm an den Kopf.

Er richtete sich wieder auf und sah sie geschockt an. „Wofür ist es dann?" fragte er misstrauisch. Sie rückte ihr Kleid zurecht und gab so ganz nebenbei von sich „Shota hat mich doch heute Abend auf diese Feier eingeladen. Schon vergessen". Wütend packte er sie an der Schulter und zwang sie ihn anzusehen „Ich dachte wir hätten das geklärt, du bist meine Verlobte" Sie schob seine Hände von der Schulter und fing an zu Kichern „Immer noch eifersüchtig". Sie verstand ihn, nur zu gut. Aber es war nicht so wie er das dachte. Aber weil sie gestern eingeschlafen war, konnte sie die ganze Sache nicht aufklären.

„Ich finde das nicht komisch. Du solltest ihn anrufen und absagen" forderte er. Sie schüttelte den Kopf „Das werde ich nicht tun. Es ist eine Überraschungsfeier für meine Freundin. Und ich gehe dahin" stellte sie klar. Er war zornig. Sie ging zum Stuhl hin und nahm einen der vorbereiteten Kleiderbügel. Bestimmt drückte sie es ihm in die Hände „Und du kommst mit". Verwundert sah er nieder. Er hielt einen schwarzen Smoking in der Hand. Er blickte wieder zu ihr auf „Jetzt blick ich nicht mehr durch". Sie atmete ein paar Mal durch und sah ihn ein wenig ängstlich an „Bitte werd nicht böse" flehte sie ihn an.

„Versprich es mir". Er nickte nur kurz, da fing sie schon an zu erklären. Sie erzählte ihm alles, aber im Schnellmodus. Schliesslich stand sie unter Zeitdruck. „Ich wollte dir nur zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man ständig eifersüchtig ist" Hoffnungsvoll schaute sie ihn an. Sie dachte er würde sich aufregen, sie anschreien, aber das tat er nicht. Er sah erleichtert aus. Er ging zum Bett und liess sich darauf plumpsen. Den Anzug hatte er auf die Seite gelegt. „Gott sei Dank" flüsterte er. Sie ging zu ihm, stütze sich mit den Händen auf seinen Knien ab, und beugte sich vor, soweit sie konnte. Sie wollte ihm in die Augen sehen. Sie brauchte die Bestätigung, dass er sie noch liebte.

Mit einem Ruck hatte er sie zu sich aufs Bett gezogen. Er küsste sie auf den Kopf. „Weisst du wie viel Sorgen ich mir gemacht habe, wieviel Angst ich hatte. Ich wäre fast gestorben. Tu mir das nie wieder an" flehte er sie an. „Übertreib nicht, ich hab das viel öfter als du durchgemacht" warf sie ihm vor. Schnell drehte er sie so dass er jetzt, auf ihr lag. Mit seinem Gewicht drückte er sie tief in die Matratze. „Du hast nichts vergleichbaren erlebt. Du bist wochenlang mit ihm ausgegangen. Du bist über Nacht weggeblieben. Du hast nur noch von ihm geschwärmt, es drehte sich alles nur noch um den Lackaffen. Verdammt Akane, als ich denn Ring gefunden habe, hab ich geweint" Erschrocken sah sie ihn an.

Sie wusste nicht, wie sehr sie ihn verletzt hatte. Der Wecker auf ihrem Tisch holte sie aus ihrer Starre. Sie hatte ihn extra gestellt, damit sie nicht zu spät kommt. Ab jetzt hatten sie nur noch eine halbe Stunde, bevor sie abgeholt wurden. „Es tut mir wirklich leid, aber wir haben keine Zeit mehr." Sagte sie und drückte ihn von sich runter. „Schnell zieh dich um, damit wir los können" befahl sie ihm. Er stand auf und liess nochmal seinen Blick über sie schweifen. „Du hast doch nicht vor, so das Haus zu verlassen" Sie sah an sich herunter „Wieso nicht?" Sein kiefer spannte sich an. Er zog sie an sich und beugte sich tief zu ihr runter. Ganz nah an ihr Gesicht.

„Weil du MEINE Verlobte bist und ich nicht will das dich andere Männer, so sehen" knurrte er bedrohlich. Sie befreite sich aus seinem Griff und nahm das nächste Kleid in die Hand. Bevor er es sich richtig angesehen hatte, rief er schon „Nein". Sie legte es zur Seite und hob ein grünes mit Steinchen besticktes Kleid hoch. „Verdammt Sexy. NEEEEIIIINN" lehnte er ab. Ungeduldig legte sie es zur Seite. „Du lehnst alles ab. Was soll ich deiner Meinung anziehen" Sie verschränkte die Arme vor der Brust. „Hast du nichts, das mehr Haut abdeckt. Sowas wie eine Nonnentracht" sagte er ganz ernst.

Ihr Klappte die Kinnlade runter. „Du spinnst doch" brüllte sie ihn an. Nach langem hin und her, einigten sie sich auf ein Kleid. Es war lavendelfarben und Bodenlang. Es war Trägerlos und machte ein sehr schönes Dekolleté. Um die Brust war es Eng geschnitten und ab da flatterte es leicht, um ihren Körper. Es war das am wenigsten aufreizendste Kleid. Aber sie sah immer noch wunderschön aus, einfach statt verdammt sexy, sah sie eher elegant sexy aus.