Es war ein kalter Frühlingsabend, der Schnee war gerade erst geschmolzen und es regnete unaufhörlich. Der Wind zog durch die Holzverkleidung des Hauses. Vor ein paar Tagen hatte es stark gehagelt und hatte viel Schäden in der Stadt verursacht. Nabiki hatte sich irgendwie vier Karten für einen Tag, an den heissen Quellen erschlichen. Heute Morgen hatte sich die Familie so schnell wie möglich aus dem Staub gemacht und die beiden Jüngsten allein zurück gelassen.
Jetzt lagen sie im Bett und versuchten trotz der eisigen Kälte Schlaf zu finden. Den der Strom war vor ein paar Stunden ausgefallen. Akane hatte überall nach Wärme gesucht, der Herd ging nicht, im Bad gab es nur noch kaltes Wasser und die Heizung ging erst recht nicht. Ranma hatte ihr dann mitgeteilt, dass es in der ganzen Stadt passiert war. Und jetzt lagen sie ihm Bett und hörten zu wie der Wind draussen heulte und der Regen unaufhörlich gegen die Scheiben prasselte. Akane zitterte, trotz der unzähligen extra Decken in die sie sich gekuschelt hatte.
Sie warf die Decken zur Seite und sprang auf. Sie konnte das nicht mehr aushalten, ihr Körper fühlte sich schon ganz Taub an. Sie schob gerade Ranmas Tür auf. Sie kniete sich hin „Ranma, bist du wach? Ranma?" Er hatte erst gerade angefangen abzudriften und drehte sich wundernd um „Was ist los?" Akane konnte es nicht fassen, wie konnte er nur schlafen. Er lag in seinem normalen Futon, keine extra Decken oder Kleidung. Wie immer trug er seine Shorts und das weisse Unterhemd.
„Wie kannst du nur bei dieser Kälte schlafen?" fragte sie ihn halb erfroren, obwohl sie so dick eingepackt war. „Hat was mit kontrolliertem Chakrafluss im Körper zu tun" erklärte er müde und rieb sich über die Augen. Was woher konnte er das? „Okay bring es mir bei. Aber schnell, ich erfriere sonst" nuschelte sie und fing an sich die Hände zu reiben. Jetzt setzte er sich verwirrt auf. „Akane, es hat Monate gedauert, bevor ich auch nur etwas gespürt habe" „Ich habe keine Zeit dafür. Ranma ich meine es ernst, wenn ich sage, dass ich kurz vor dem erfrieren bin."
Erst jetzt bemerkte er wie viel sie anhatte und wie sehr sie zitterte. Sie musste echt wahnsinnig frieren. „Hohl dir doch noch eine Decke" Doch bevor er denn Satz zu ende sagen konnte, unterbrach sie ihn „Hab ich schon, sogar vier" Er dachte darüber nach. Was blieb ihnen denn anderes übrig. Er rutschte zur Seite und hob seine Decke. „Leg dich zu mir, ich wärm dich mit" Sie erstarrte und wurde hochrot. „Ich weiss nicht" sagte sie und überlegte angestrengt. „Dann halt nicht" sagte er und wollte sich wieder hinlegen. Doch dann sprang sie zu ihm. „Ist ja schon gut" und kroch unter die Decke.
Sie lag aber noch zu weit von ihm weg und er war zu müde, um dieses ganze überwindungs Spiel zu spielen. Also griff er einfach um sie und zog sie an sich. Sofort spürte er wie sie sich verkrampfte. Auch nach einer Weile ging es ihr nicht viel besser. Es war kaum Wärme zu ihr durchgedrungen. „Akane, du zitterst immer noch wie wahnsinnig. Ich denke du solltest ein paar Sachen ausziehen" Akane wurde sofort rot, den durch ihren Kopf flogen ganz bestimmte Bilder. „Es geht schon" sagte sie und drückte ihr Gesicht ins Kissen.
Damit er nicht sehen konnte, wie sehr er sie aufwühlte. „Hör mir genau zu, ich bin echt müde. Und hab keinen Bock das du mich die ganze Nacht wachhältst. Also entweder ziehst du alles ausser deinem Pyjama aus oder du gehst wieder in dein Bett" Sie sah ihn mit grossen Augen an. Wie konnte er sie vor so Entscheidung stellen. Akane dachte angestrengt drüber nach, aber sie konnte einfach nicht….. Ahhhhhhh am liebsten hätte sie geschrien. „5…..4…..3…...2..." fing er an runter zu zählen. Wieso tat er ihr das nur an? „Ist ja schon gut" sagte sie trotzig.
Sie zog sich unter der Decke raus und Ranma dachte zuerst, das sie zurück in ihr Bett ging. Aber sie öffnete den Reissverschluss ihrer Jacke, dann zog sie ihren Schal aus und denn Pullover auch gleich mit. Auch ihr Pyjama Oberteil landete in der Ecke, denn sie hatte ein Tank-Top darunter an. Und weiter ging es. Ranma sah ihr fasziniert dabei zu. Wie hatte sie sich in all diese Schichten gezwängt. Dann zog sie zwei paar Hosen aus und verblieb in einer Short. Als sie wieder zu ihm kriechen wollte räusperte er sich und nickte zu ihren Füssen. Sie seufzte und zog unglaubliche 4 Paar Socken und ein paar Stülpen aus.
Sie hatte noch nie so sehr in ihrem Leben gefroren. Die Kälte liess sie ihre Hemmungen vergessen und sie warf sie Praktisch an Ranmas Brust. Im ersten Moment schreckte er zurück und sah sie geschockt an. „Akane du bist eiskalt" rief er aus. Und als er merkte wie sehr ihr Körper zu zittern anfing, griff er an seinen Saum und zog sie das Hemd aus. Dann schlang er seinen Arm um sie und drückte sie Fest an sich. Ihre Beine vergabelten sich und er zog die Decke fester um sie. Ihre Beine und Hände waren das schlimmste.
Er verstand nicht wie ein Mensch so kalt werden könnte. Er machte sich mittlerweile grosse Sorgen um Akane. Akane wurde langsam wärmer und ihr unkontrolliertes zittern hatte sich gelegt. Doch Ranma liess nicht von ihr ab. Er hielt sie fest an seine Brust gedrückt. „Tut mir leid, das du wegen mir so viel Stress hast und nicht schlafen kannst" murmelte sie. Er kniff sie in die Seite und sie fuhr erschreckt hoch. „Was sollte das eben?" fragte sie nervös. „Das war die Strafe dafür, dass du nicht sofort gekommen bist. Wie kannst du deinen Körper nur so gefährden?" motzte er sie an.
Akane sah ihn verdutzt an, was war den das gewesen. Er war ihr nicht Böse, weil sie ihn wachhielt. Sondern weil sie sich fast zu Tode gefroren hatte. Als ihr klar wurde was das bedeutete, wurde sie rot und sah runter auf seine blosse Brust. Denn seine Augen hatten sie unerbittlich angesehen und sie konnte dem nicht standhalten. Sie hatte tatsächlich Schuldgefühle. Aber als sie so auf seine Brust blickte, wurde ihr bewusst, wie sehr sie sie vermisste. Ihr wurde langsam wieder kalt und das zittern kehrte zurück. Ranma bemerkte dies sofort und riss sie wieder an sich.
„Du tust es schon wieder. Du musst besser auf dich aufpassen." Wieder diese süssen Worte und sie kamen tatsächlich aus seinem Mund. Sie schmiegte sich an ihn und nahm die Wärme in sich auf, aber nicht nur das. Sie atmete tief seinen Duft ein. Er roch so gut, so männlich, fast verführerisch. Ihr Herz schlug schon eine ganze Weile ziemlich schnell. Sie schüttelte ihren Kopf und verbannte diese Gedanken. Das war schliesslich immer noch Ranma. Er fing an zu glucksen „Was tust du da?" Sie hatte gar nicht gemerkt, das ihr Kopfschütteln, für ihn so rüber kam, als würde sie ihr Gesicht an seiner Brust reiben.
Sie verkrampfte kurz und wurde Tomatenrot. Sie dankte Gott das es zu dunkel war, als das Ranma etwas hätte sehen können. „Tut mir leid" flüsterte sie beschämt. „Ist schon gut" sagte er und strich ihr über den Rücken. Langsam fing sie wieder an sich zu entspannen.
