Sie musste zugeben sie fand dieses Arrangement sehr angenehm. Er war nicht nur warm und gutaussehend. Seine Anwesenheit beruhigte sie auch. Sie fühlte sich so sicher und geborgen bei ihm. Obwohl er sehr muskulös war, fühlte sich sein Körper so weich und geschmeidig an. Am liebsten hätte sie ihn mit ihren Händen noch etwas erforscht. Nicht schon wieder! Was hatte sie nur für Gedanken. Was passierte heute Nacht nur mit ihr. Ihr Hirn war von der Kälte wohl auch nicht verschont geblieben. Anders konnte sich ihr verhalten nicht erklären. Und wieder hörte sie ihn lachen.

„Hey was ist nur mit dir los? Weißt du das kitzelt, wenn du mit deinem süßen Näschen, so hin und her fährst." Oh verdammt. Sie fing an sich in ihren Gedanken zu beschimpfen. Moment mal, hatte er "süßes Näschen" gesagt. Sie räusperte sich und murmelte gegen seine Brust „Tut mir leid. Ich habe nur versucht, meinen Kopf frei zu kriegen." „Ist schon gut." Dann überlegte er einem Moment und änderte seine Position ein bisschen, so dass sie von ihm ablassen musste. Er hatte sich mit seinem Arm abgestützt und sah sie jetzt an. „Ist es denn was Schlimmes. Ich meine, vielleicht kann ich helfen?" sagte er so sanft wie noch nie zuvor in seinem Leben.

Sie waren sich immer noch so nahe. Akane wusste nicht was sie sagen sollte. Hab mich nur gewundert wie deine Lippen schmecken, was dagegen wenn ich mal koste. Ja klar, sie würde sterben, wenn sie so etwas aussprechen würde. Sie senkte ihren Kopf „Nein ist nichts schlimmes, ich kann nur irgendwie mein Hirn nicht abstellen." Er nickte und für ihn war die Sache somit erledigt. Akane kehrte voller Freude zurück an seine Brust und diesmal ohne seine Hilfe. Sie zwängte ihr Bein wieder zwischen seine. Heimlich lächelte sie. Irgendwie gelang es ihr dann doch noch etwas Ruhe zu finden.

Sie wurde langsam in die Traumwelt gezogen. Doch da war so eine kleine Sache, die sie davon abhielt, ganz los zu lassen und endlich zu schlafen. Sie verstand nur noch nicht, was genau. Sie spürte etwas druck an ihrem Bauch. Aber es tat nicht weh. Es war mehr so, als würde ihr Jemand mit der Hand dagegen drücken. Logischer Gedanke, wegrücken. „Nicht weggehen." Es klang total verschlafen. Sein Atem strich über ihre Haare und sie wurde rot, als er seine Verlobte noch etwas näher an sich zog, bis sie merkte, was da gegen ihren Bauch drückte und sie reflexartig ihre Knie hochriss, so dass er Akane sofort freigab und sich wimmernd zusammenrollte.

Sie wusste nicht was sie von dem ganzen halten sollte. Aber sie bekam sofort Schuldgefühle. Es tat ihr so leid, sie wollte ihm nicht wehtun. Es hatte sie einfach so unvorbereitet erwischt. Nie hätte sie daran gedacht, dass es sie mal erwischen konnte. Er hatte doch schließlich immer gesagt, dass er sie nicht anziehend und weiblich fand. Und jetzt das. Sie fühlte sich so unwohl. „Es tut mir so leid" wimmerte sie. Sie drehte sich zur Tür, doch bevor sie verschwinden konnte, packte er sie am Arm und hielt sie zurück. Überrascht drehte sie sich um und starrte ihn an.

Es war dunkel doch sie konnte sehen dass er Schmerzen hatte. Sein Gesicht war noch schmerzverzerrt. Er versuchte den Schmerz aus zu atmen. Langsam ging es wieder und er hatte sie die ganze Zeit über fest gehalten. „Komm wieder her, du erfrierst mir sonst noch" versuchte er so ruhig wie nur möglich zu sagen. Akane gab ihre steife Haltung gegenüber ihm auf und rutschte wieder näher, aber sie lehnte sich nicht mehr gegen seinen Körper. „Ich wollte dich nicht erschrecken. Weißt ich hab das nicht so unter Kontrolle. Ich bin halt auch nur ein Mann." Versuchte er zu erklären und die angespannte Atmosphäre zu bereinigen.

Als sie nicht darauf reagierte, seufzte er tief. Er hatte schon geahnt, dass sie sich nicht mehr so leicht beschwichtigen lassen würde. Er kehrte sich auf die Seite und sah zu ihr. Sie hatte ihm den Rücken gekehrt. „Ich weiß das du mich hasst und für einen Perversling hältst, aber lass uns jetzt einfach alles zur Seite schieben. Denn deine Gesundheit ist jetzt das wichtigste. Du kannst mich morgen beschimpfen, verprügeln und ignorieren." Klärte er und schlang den Arm erneut um sie und zog sie an sich. Ohne Widerstand ließ Akane dies zu. Ihre Körper passten Perfekt in die Löffelchenstellung.

Glücklich über seine erneute Annäherung, nahm sie seine Hand ihn ihre. Und da war es wieder, sie konnte ihn spüren. Sie konnte es spüren. Es drückte von hinten gegen ihren Hintern. Beklemmt rutschte sie etwas umher. Ranma machte plötzlich so ein komisches Geräusch. „Bitte, beweg dich nicht. Du machst es nur schlimmer" flehte er. Sofort erstarrte sie. Was meinte er mit schlimmer? Hatte er noch Schmerzen? So konnte sie nicht schlafen, keine Chance. Solange dieses Ding sie aufzuspießen drohte. Sie würde ihn zur Rede stellen müssen, denn sie verstand das einfach nicht. Und sie war nicht diese Art von Mensch, der von Konflikten und harten nein schweren Situationen davon lief.

Sie atmete tief ein und nahm ihren Mut zusammen. Dann rutschte sie etwas von ihm weg und drehte sich um. Er sah seine Verlobte wundernd an. Er war sich ziemlich sicher, dass er gleich Prügel beziehen würde. Sie streckte ihre Hand nach oben aus und machte die Öllampe an, aber nur ganz wenig. Nur so damit sie ihn sehen konnte. Und nicht nur die schwarze Silhouette, die vor ihr lag. Sie sah ihn an und erkannte die Angst in seinen Augen. Das machte sie nur neugieriger, wovor hatte er denn Angst. „Ranma du musst mir das erklären. Egal wie ich es drehe, ich verstehe es einfach nicht. Es macht für mich einfach keinen Sinn" Er sah sie total entsetzt an.

„W...was meinst du mit, du verstehst es nicht? Du willst mir doch nicht sagen, das….das du nicht weißt, wie ein männlicher Körper gebaut ist!" Er konnte nicht fassen, was er da gehört hatte. Sie hatte ihn doch schon nackt gesehen. So unwissend und naive konnte sie doch nicht sein. Sie wurde plötzlich rot und sah beschämt aufs Kissen. „Ich hab das nicht so gemeint. Ich bin nicht blöd. Ich weiß dass ihr da unten…...wie auch immer." Nach einer kleinen Pause, sah sie ihm wieder in die Augen „Ich bin nur verwirrt. Wieso du so reagierst? Wenn es doch nur ich bin, die neben dir liegt, ich meine ER, nein Du, Es." Verzweifelt schlug sie sich die Hände ins Gesicht.

Wie sollte sie diese Nacht nur überstehen? Ranma kam nicht mehr mit. Was sollte das heißen? Nur sie. Er zog ihr sanft, eine Hand vom Gesicht. „Es passiert, gerade weil du neben mir liegst" sie legte die andere Hand nieder und sah ihn erstaunt an. „Aber du sagst doch immer, das ich zu dick bin, nicht genug Oberweite habe, nicht feminin bin, dass du nicht mal mit der kneif..." „Jaja, ist schon gut, ich hab's verstanden" sagte er mühsam.

Wieso passierte ihm das alles? „Muss ich dir das jetzt wirklich erklären?" sie nickte. „Ich hab diese Dinge nur gesagt, damit du nicht merkst, wie sehr ich dich mag. Du sagst doch immer wie sehr du Männer hasst, ganz besonders mich. Und ich wollte nicht, als der verschmähte Verlobte da stehen." Die stille drückte ihm das Herz zusammen.