Ranma war ihr nachgelaufen und trat jetzt vorsichtig ins Zimmer. Er entdeckte sie im Bett heulend. „Akane" flüsterte er vorsichtig. Sie schreckte vorsichtig hoch. Schnell wischte sie sich die Tränen aus ihrem hochroten Gesicht. Als könnte sie sie verbergen. Schliesslich hatte er sie schon längst gesehen. Sie setzte sich schnell auf und lächelte, als sei nichts. Als müsste sie ihn beruhigen und nicht umgekehrt.

Er setzte sich neben sie aufs Bett. Mit einem halben Lächeln sah er sie an und stupste sie mit seiner Schulter an ihrer „So schlimm?" Akane schüttelte den Kopf. „Ich weiss nicht was ich sagen soll" Er wagte sich vor und ergriff sanft ihre Hand. Sie sah runter und eine ihrer Tränen fiel auf seinen Handrücken. Er hörte sie wieder schluchzen. „Ranma…..es tut mir alles so furchtbar Leid" Ranma verstand nicht ganz.

Schliesslich konnte sie ja nichts für dieses ganze Chaos. „Das braucht es nicht" Sie sah hoch zu ihm. Er sah ihr an das sie etwas auf dem Herzen hatte, doch sie zögerte noch. Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und überwand sich. Doch wie schon so oft an diesem Abend wurden sie gestört. Ihr Vater riss die Tür auf. Er nahm die beiden Teenager an der Hand und zog sie raus. „Na los jetzt ihr zwei, wir haben keine Zeit mehr."

Bevor sie sich versah stand sie in ihrem Brautkleid vor dem Spiegel und betrachtete sich. Es war über und über mit Spitze besetzt und hatte eine grosse Stoffblume an der Seite. Nabiki hatte echt gute Arbeit geleistet mit dem Make-up. Sie sah immer noch aus wie sie selbst und doch irgendwie viel schöner. Und dann berührte sie ganz zart die Blumen in ihrem Haar. Sie musste lächeln. Sie fand sich zum ersten mal so hübsch, das sie fast vor Freude hätte heulen können. „Nicht heulen, sonst zerstörst du mein Kunstwerk" Akane drehte sich um und erblickte ihre Schwestern. „Ich werde es versuchen" Dann gab es eine Gruppenumarmung.

Jemand schlug mit der Faust gegen die Tür. „Kommt ihr da auch jemals wieder raus?" Und schon wieder wurde ein schöner Moment durch ihren Vater ruiniert. Als Akane in dem Raum trat, verstummte ihr Vater. Er wurde sogar etwas rot um die Nase. So standen sie eine ganze Weile und starrten sich an. „Vater, geht's dir nicht gut?" sagte Kasumi und trat näher. Aus Angst das er einen Schock erlitten hatte. Dann fiel er plötzlich Akane um den Hals. Er drückte sie ganz fest an sich und vergrub sein Gesicht in ihrer Schulter.

Tränen flossen unaufhörlich. „Du siehst aus wie deine Mutter, an unserem Hochzeitstag…..Wunderschön" das war alles, was er zwischen den Schluchzern raus brachte.
Nabiki trennte die beiden sorgfältig. „Ihr habt es heute alle darauf abgesehen, meine Arbeit zu nichte zu machen" Soun griff um ihre Schulter und zog sie an sich und gab ihr einen Kuss auf den Scheitel. „Das hast du toll gemacht Spätzchen" Nabiki lächelte stolz.

Ranma stand in seinem Smoking bereit und wurde langsam Nervös. Was dauerte den so lange? Er machte sich sorgen das vielleicht etwas passiert war und sah hilfesuchend zu seiner Mutter. Sie verstand und wollte gerade aufstehen und nach sehen. Doch dann ging die Tür auf und Nabiki und Kasumi kamen heraus. Nabiki trat auf seine Seite und Kasumi ihm gegenüber. Kaum waren sie angekommen, schwebte auch schon Akane raus. Ja sie schwebte, anders konnte er es nicht beschreiben.

Sie war so unfassbar schön und zierlich, wie eine Elfe. Zum ersten mal sah er sie so hergerichtet und feminin. Als sie vorne ankam wurde sie rot und musste wegschauen. Es war ihr unangenehm wie offen Ranma sie anstarrte. Nabiki stupste ihn mit dem Ellbogen an „Pass auf, du sabberst" Ranma wischte sich erschrocken über den Mund, nur um festzustellen, dass da nichts war. Wütend drehte er sich nach hinten und sah sie warnend an. Ein kichern ging im Raum um. Jetzt wurde auch Ranma rot.

Der Pfarrer fing an zur reden und die ganze Zeit hindurch hatten sie sich peinlich berührt angesehen. „Sie dürfen die Braut jetzt küssen" bei diesen Worten sahen beide hoch zu dem älteren Mann. Akane stemmte ihre Hände verstimmt in die Hüften und plötzlich sah sie wieder, wie die alte Akane aus. „Moment mal, müssten sie mich nicht erstmals fragen, OB ich ihn überhaupt heiraten will" Der Pfarrer sah zuerst zu ihrem Vater und dann wieder zur Braut. „Dein Vater hat mich höflichst gebeten, das ich diesen Teil weglassen soll"

Verärgert sah sie runter auf die Sitzplätze. „Sag mal, du kennst keine Grenzen" warf sie ihm vor. „Es ist zu spät für Protest ihr seid jetzt schon verheiratet" Es brauchte eine Weile bis die Worte komplett eingesunken waren. Dann wiederholte der Mann die Worte. „Sie dürfen ihre Braut jetzt küssen" Akane wurde rot und hatte Angst das sie ohnmacht fallen würde bevor er sie küssen konnte. Sie kniff die Augen zusammen und Ranma beugte sich vor. Alle hielten gespannt die Luft an.

Ranma drehte im letzten Moment ab und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Akane öffnete die Augen und lächelte ihn süss an. Seine Knie wurden weich. Soun sprang auf „Das ist beschiss. Ich will einen richtigen Kuss sehen" Akane zeigte ihm ihre Zunge „Ja, und du kannst nichts dagegen machen. Denn jetzt gehöre ich nicht mehr dir" Als sie merkte was sie da sagte, schlug sie sich fast denn Blumenstrauss ins Gesicht. Jetzt fingen alle an zu lachen. Das Eis war gebrochen. Alles war überstanden und sie konnten endlich zusammen sein.

Danach ging alles so wahnsinnig schnell. Sie standen draussen vor der Kirche und warteten. „Können wir uns nach Hause beeilen, mir ist Kalt" sagte die Braut und rieb sich über denn Arm. Ranma reagierte schnell und streifte sich seine Jacke ab. Da fuhr das Taxi auch schon vor. Jetzt schaute Akane verwirrt drein. „Da passen wir gar nicht alle rein" "Besonders nicht mit ihrem Kleid" fügte Ranma noch ein. Nodoka kicherte und trat vor. „Dass ist auch nur für euch zwei Dummerchen gedacht" und dann reichte sie Ranma einen Schlüssel.

„Wo geht's denn hin?" „Lasst euch überraschen" sagte seine Mutter und fing auch schon an die beiden ins Taxi zu drängen „Jetzt aber los" Akane beugte sich über Ranma und rief noch „Ich habe aber noch so viele Fragen. Zum bespiel, ich habe nichts eingepackt. Ich kann doch…." da wurde ihr die Tür vor der Nase zugeknallt und das Taxi fuhr los „nicht nur im Hochzeitskleid rumlaufen" sagte sie ungläubig Ranma legte ihr tröstend die Hand auf die Schulter.

Und sich richtete sich wieder auf, lehnte sich gegen Ranma und nahm seine Hand in ihre. Die anderen machten sich auf den Heimweg und Nabiki lachte „Als würde die tatsächlich Kleidung brauchen" Kasumi stupste sie in die Schulter. „Ja ja tut mir Leid" sagte sie schnell.