Am nächsten morgen erwachte Yasuo wie gewohnt neben seinem Bett und rieb sich gähnend den Hinterkopf, während sein Blick im Zimmer umherschweifte. Die allgemeine Unordnung, welche für einen Außenstehenden vielleicht unerträglich wäre, gehörte ins Zimmer der beiden Jungs wie das Amen in der Kirche. Er stolperte also über einen Berg von Klamotten und Chipskrümel und bahnte sich seinen Weg ins Badezimmer. Dies war erstaunlich sauber, was daran lag, dass Thresh es nicht ausstehen konnte Spinnen oder andere Insekten in der Dusche zu haben. Letzterer hatte die Nacht bei seinem Kumpels von der Schatzeninsel verbracht und würde auch den Tag dort verbringen.
Folglich wunderte sich Yasuo sehr über die grauenhaft große, und ihm für seinen Geschmack etwas zu gut bekannte Spinne, in seinem Badezimmer, welche sich gerade in seinem überdimensionierten Pool befand und fröhlich rumplantschte.
'Ich glaub ich seh doppelt: 16 Augen!', dachte sein schlaftrunkenes Hirn.
Beim Anblick der Spinne fuhr auf sonderbare Weise ein längst vergessener Schmerz durch seinen großen Zeh.
"Autsch!", rief er und machte damit Elise auf sich aufmerksam.
"Was haben wir denn da...", zischte die Spinne mit einem drohenden Unterton.
"Ehm und was genau machst du in meinem Pool?", fragte er nüchtern und fügte hinzu: "Und könntest du eventuell deine grässliche Form ändern!".
Das hatte die Spinne dann doch getroffen, aber sie wusste, dass es besser war in ihre menschliche Form zu wechseln, wenn sie ihr Ziel erreichen wollte.
Doch sie hatte vergessen, wie sie als letztes ihren menschlichen Körper gekleidet hatte und stand auf einmal nackt vor Yasuo, der sein gaffenden Mund nicht mehr schließen konnte. Mit einem verärgerten Zischen schnappte sie sich ein Handtuch und gab dem dümmlich hereinblickenden Yasuo einen Stoß in die Magengegend, der ihn aus seiner Trance befreite.
"Wow!", stammelte er und sein Herz schlug ihm bis zum Halse. Er hatte noch nie eine so schöne nackte Frau gesehen (Nagut da war die Konkurrenz auch echt klein).
Da viel ihm ein, dass Elise wahrscheinlich ein Gegengift für sein Zeh hatte. Also entschloss er, sie freundlich zu behandeln. Er drehte sich um und wartete bis Elise sich mit einem Handtuch bekleiden konnte, welches trotzdem ihre schlanken Beine und Ansätze der Brüste nicht bedeckte.
"Magst du, was du siehst?", säuselte Elise verführerisch. "Ehm nein, also ich meine doch!", stotterte Yasuo hilflos. Sowas musste aber auch immer ihm passieren. (Dass das der erste Vorfall dieser Art war Spielt hier keine Rolle!)
Von diesem Punkt an wusste Elise, dass sie ihn um ihre Finger gewickelt hatte. Trotzdem wollte sie ihren Plan wie vorgesehen durchführen, um sich den Spaß zu waren, den er bringen würde.
"Ich habe gehört, dass du von einer unheilbaren Krankheit geplagt bist... Ich kann dich heilen, doch du musst mir einen Wunsch erfüllen."
Yasuo dachte kurz nach und kam zu dem Schluss, dass eine Spinnenfrau wahrscheinlich keine hohen Ansprüche hatte. Also zögerte er nicht und sagte: "OK".
"Ehm ich hab dir noch nicht gesagt, was ich will und du sagst schon zu?" , fragte Elise verdattert.
"Den Preis für meine Gesundheit will ich bezahlen", erwiderte Yasuo stolz.
'Ok das ist ja einfacher als ich gedacht habe', dachte Elise bei sich.
"Ok ich verlange für die Heilung deines Zehs zwei kleine Dinge. Erstens: Das Handtuch, was ich umhabe und zweitens, dass du mit mir auf den Ball gehst.
"Aber die Handtücher waren teuer, nimm lieber eins von Thresh", jammerte Yasuo. Dennoch war die Vorstellung mit zwei schönen Frauen auf den Ball zu gehen, für ihn äußerst attraktiv. Er schmunzelte, als er sich das verdutzte Gesicht seines Freundes vorstellte.
"Dann wäre ja alles geklärt", freute sich Elise und packte Yasuo und warf ihn in den Pool. Obwohl sie in ihrem menschlichem Körper keine große physische Kraft besaß, konnte sie mit einem kleinen Zusatz ihrer Magie mit Yasuo leicht fertig werden.
Dieser prustete und spuckte, als er auftauchte, und schrie: "Hey, womit hab ich dass nun wieder verdient!"
"Du musst erstmal sauber werden. Riechst du denn gar nicht, dass du stinkst!", schnautzte die Spinnenfrau ihn an.
Dagegen konnte er nichts erwidern, und so zog er sich unter Wasser bis auf seine Boxershorts aus und begann im flachen Bereich des Pools, sich mit Seife zu schrubben. Dabei beobachtete Elise ihn verstohlen von der Seite und biss sich beim Anblick seiner definierten Muskeln leicht auf die Unterlippe.
Als er endlich sauber war rief er: "Und was jetzt?".
Darauf schlenderte Elise zum Rand des Pools, wo er saß und befahl: "Streck dein Bein aus mit dem verletzten Zeh!"
Yasuo tat wie ihm geheißen und beobachtete, wie sich die Spinnenfrau über seinen Zeh beugte und ihn vorsichtig in den Mund nahm und anfing, leicht daran zu saugen. Das himmlische Gefühl, was diese einfache Aktion mit sich brachte verwirrte ihn komplett. Er stöhnte leicht , als ihre Zunge über seinen Zeh glitt, und wurde dabei knallrot.
Nach einigen Minuten, welche Yasuo wie Stunden vorkamen rief Elise: "So, fertig! "Wir sehen uns dann morgen beim Ball". Sie strahlte ihn ein letztes mal an und verließ hüfteschwingend Yasuos Wohnung.
Dieser lag, hoffnungslos verloren in seinen Fantasien, im Wasser und würde den ganzen Tag über dieses mentale Bild von Elise, welche verführerisch an seinem Fuß nuckelte nicht loswerden.
Und auf einmal wollte er Laila möglichst schnell loswerden.
Lange grübelte er über diese Zwickmühle nach und verwarf lauter lächerliche Ideen, in welchen er sie in Besenschränke oder leeren Zimmer einschließ. Schließlich kam er zu dem Schluss, dass er sie einfach drinnen stehenlassen würde und in der Menge auf der Tanzfläche mit Elise untertauchen würde.
'Na das kann ja mal was werden', dachte er bei sich.
