Dieses Kapitel wird etws anspruchsvoll zu lesen. Da es einige Gedankensprünge enthält! Ich habe mich sehr schwer mit diesem Kapitel getan. Aber da nun die Hauptakteure im Spiel sind, hoffe ich dass die nächsten leichter werden.
Viel Spaß beim lesen!
/Dieses Turnier schien einfach völlig außer Kontrolle zu geraten. Und auch wenn er es nicht offen zugab machte er sich ernsthafte Sorgen um den Kampf mit Brooklyn. Sie mussten einfach gewinnen! Der Druck war enorm! Er war schon einmal mit zu viel Druck von außen nicht klargekommen, und hatte Mist gebaut. Doch dieses Mal durfte sowas nicht wieder passieren! Irgendwas sagte ihm, dass Bors und der Unbekannte noch lange nicht am Ende sind! Kai und Tala lagen verletzt im Krankenhaus und auch für die Zuschauer war die Sache bisher nicht ungefährlich verlaufen. Wie sollte ausgerechnet er das alles schaffen?/ Selbstzweifel und pure Verzweiflung rangen um die Vorherrschaft in seinem Kopf. Es war nicht so, dass er mit Herausforderungen nicht umgehen konnte, es hatte in seinem Leben genügend Veränderungen und Neuanfänge gegeben. Jedoch wollte er einfach diese Mal nicht mehr, er fand sein Leben ganz schön und akzeptabel. Er war frustriert und verwirrt. Überforderte sein müden, schmerzenden Kopf und Körper total.
Bei all den Gedanken und Gefühlen schlief er irgendwann ein.
Da Fenster stand offen und der Wind spiele mit nachtblauen, verschwitzten Haaren. Irgendwo in der Nähe schrie eine Eule recht laut. All das störte den Jungen nicht.
Traum:
Blitze zuckten am Himmel und die dunkle Nacht wurde plötzlich hell. Es war kalt und finster in dem Zimmer. Mehrere kleine Gestalten saßen zitternd und ängstlich in zwei Betten. – Ein kleiner Junge von vielleicht ungefähr 5 oder 6 Jahren lag in einem großen weißen Bett. Um ihm herum war es hell und viele Geräte piepsten. „Wer ist dieser Junge? Wenn er nicht bald aufwacht, stehen seine Chancen noch schlechter zu überleben. Woher stammen nur diese heftigen Verletzungen?", fragte eine fremd klingende Stimme. – Plötzlich sah er Sonne und spürte den Wind.- Freundliche aber laute Stimmen drangen an sein Ohr. Eine alte seltsam aussehende Frau und einige Männer standen vor ihm. Diese Frau trug ein Armband mit einem blauen Stein daran, sowie mehrere Ketten. Sie sprach freundlich mit dem Jungen. Sowie einem Mann welcher den Jungen an der Hand hielt. .- Der Junge spazierte mit der alten Frau und zwei Pferden durch eine weite Graslandschaft, im Hintergrund sah er hohe Berge. – Es gab Lärm und einen lauten Knall, viele Menschen schrien und es herrschte Chaos und Sirenen brachen los, dann wurde alles dunkel um ihn! Als er aufwachte lag er in einem hellem ruhigen Zimmer.
Traum Ende
Mit einem leisen Schrei und starren Augen, wachte Takao auf, seine Hände klammerten sich an die Bettdecke. Mit einem Ruck setzte er sich auf. Der Körper zitterte immer noch, kalter Schweiß bedeckte sein Gesicht.
Diese Frau in seinem Traum war Akio! Sie trug genau das Armband welches nun an seinem Handgelenk saß. Er meinte sich zu entsinnen, dass sie ihm damals bei einem Spaziergang etwas über dieses Band erzählt hatte.
Es gäbe vier von diesen Armbändern und sie wären sehr alt und zum Schutz angelegt worden. Jedes an einem andern Ort auf der Welt, da diese niemals in die falschen Hände geraten durften. Nur eine sehr kleine Gruppe von ausgewallten Menschen, wusste wo sich diese Orte befanden. Und so sollte versucht werden das Geheimnis zu bewahren.
Damals hatte er gefragt, warum sie ihm das alles erzählte und warum ausgerechnet bei einem Spaziergang im hohen Steppengras. Es war ein sehr warmer und schwüler Tag gewesen, während die Pferde an einem Strick neben ihnen liefen. Die Antwort war, weil es eines Tage sehr wichtig für ihn werden könnte. Er würde verborgene Kräfte in sich tragen, deswegen hätte sie ihn auch aufgenommen. Da war sie sich seltsamerweise sicher.
Ihre Stimme war sehr leise und geheimnisvoll gewesen .Ab und zu war ihr Blick dabei auf einen hohen Berg in der Ferne gelegen.
Und er müsse die alten Legenden und Bräuche auswendig kennen. Damals hatte das Kind 7-jährige Kind, sie nur verwirrt und ängstlich angesehen. Der Junge lebte zu dieser Zeit schon fast 2 Jahre bei der Alten Frau, zwischen Zelt und Hotelbetten. Anfangs hatte er nicht gesprochen, fast nichts gegessen und war sehr zurückgezogen. Doch mit viel Zeit, Geduld, Liebe und Aufmerksamkeit war die Frau in sein Herz eingedrungen. Akio war eine seltsame Frau. Sie war Vermittlerin von einem alten Stamm und Heilerin, aber auch eine gebildete da sie mehrere Jahre im Ausland gelebt hatte. Ihre Aufgabe bestand darin die Balance zwischen alter Kultur und moderner Welt zu halten./
„Warum erinnere ich mich jetzt an diese Details aus meiner Vergangenheit?" fragte er verwirrt in den kühlen Raum. Als Antwort hörte er eine Katze miauen und den Ruf der Eule.
Natürlich das Armband welches er von Akio bekommen war bestimmt der Auslöser dafür gewesen. Ob es wirklich Macht besaß, es fühlte sich extrem leicht an? Aber als er es zum ersten Mal überstreifte leuchtete es blau, ähnlich wie sein Dragoon. Er hatte das merkwürdige Gefühl, dass es eine Verbindung zu dem Drachen geben würde. Und diese seltsame Sprache konnte er nun auch zuordnen, es war russisch, aber mit einem starken Akzent. Diesen hatte er schon ewig nicht mehr gehört. „Ahh jetzt habe ich noch mehr Fragezeichen im Kopf!", frustriert warf er sich auf den Bauch und winkelte die Beine an. Am liebsten wäre er jetzt in den Garten gerannt, jedoch schlief sein Großvater seit einiger Zeit nicht mehr tief. Also holte er seine MP3 Player und hörte Filmmusik. Verträumt sang er leise mit und sein Blick klärte sich etwas. Dabei schaute er ungebrochen aus dem Fenster, während der Wind die letzten Tränenspuren trocknete.
