An einem kalten dunklen Ort:
Im untersten Raum eines sehr alten Gebäudes, stand ein alter verstaubter Tisch. Über diesen Tisch beugte sich ein Mann mit lila Haaren, bösartigen lächeln und einer seltsamen Brille. Auf der linken Seite des Tisches, lagen einige Bücher auf der rechten Seite viele Papierrollen. Er war nervös und sehr wütend zugleich. Wie konnte es Brooklyn wagen, gegen Kai zu verlieren. Und wie konnte es ausgerechnet Kai wagen, ihn erneut zu verraten, nachdem er ihm wieder eine Chance gegeben hat, mit seiner BEGA. Frustriert warf er ein weiteres altes Blatt mit Tinte versehen in die rechte Ecke des Tisches. „Verdammt! Es muss hier irgendwo sein! Vor Ewigkeiten habe ich dieses Buch gesehen!", schrie er. Leise hörte er ein Klingel in seiner Tasche, welches immer lauter wurde. „Ja, was willst du Cousin?" fragte er sichtlich wütend, während er die Hände ballte. „ Ich habe Takao einen schönen Brief zukommen lassen. Wenn er der ist von dem wir glauben, dass er ist, wird es Zeit ihn wieder einzufangen. Ich werde diesem Jungen nie verzeihen, dass er meine Forschungen torpedierte und verschwunden ist.", meinte die Stimme am anderen Ende. „Wenn er es ist, dann werden wir ihn fertig machen und ihn vor der ganzen Welt bloßstellen. Aber du weißt auch, dass wir das Turnier gewinnen müssen, um jeden Preis. Brooklyn hat mich heute schwer enttäuscht, jedoch hat mir mein Assistent John aus dem städtischen Krankenhaus angerufen. In diesem liegen wie du weißt Tala und Kai, er erzählte mir etwas von einem Kettenanhänger in Silber und blau. Welcher angeblich nicht vom Hals von Kai zu lösen war und über eine Art Magie verfügt. Als er mir das Foto schickte, war ich hoch erfreut und überrascht. Er sieht dem roten Anhänger sehr ähnlich.", meinte Boris zu seinem Gesprächspartner. „Du meinst doch nicht etwa dieses kleine verschnörkelte rot, silberne Ding, welches Iwan uns vor Jahren auf einem Stück Papier zeigte. Boris Alter! Das ist doch bloß ein altes Märchen! Daran kann nichts wahr sein. Wir konnten dieses Ding als Kinder weder in deiner Abtei, noch in dem alten Gebäude bei mir finden.
Und Voltaire ist dank seiner Machtbesessenheit aufgeflogen, du bist sogar in den Knast gegangen für ihn. Nur durch mich und meine Forschungen und Kontakte konnte ich dich daraus holen. Vergiss das nicht, immer wieder!"; knurrte es gefährlich am anderen Ende der Leitung. „Gideon du möchtest diesen Takao, weil du glaubst es gibt eine Verbindung zu dem Jungen, welcher dir einst entkommen ist. Obwohl du dachtest er sei Tod! Ich will wissen, ob dieser Anhänger etwas mit der Geschichte der Ultimativen Elementmacht zu tun hat. Diese hat uns beiden doch, der alte Iwan Hiwatari immer wieder erzählt. Er glaubte fest daran, dass es sie gibt und gab das auch an seinen Sohn weiter. An solch alten Legenden welche immer weitergegeben werden, ist meistens irgendwas dran. Nur suche ich wie verzweifelt das alte Papier und finde es nirgends. Wenn es dies Macht wirklich gibt, möchte ich sie haben! Dann wird niemand uns beide mehr aufhalten können. Deine und meine Forschungen werden endlich von Erfolg gekrönt sein und wir können die Weltherrschaft übernehmen!", seine Augen leuchteten schwarz und gefährlich dabei. Am anderen Ende der Leitung war ein quietschen von einer Tür und das Geräusch von fliesenden Wasser zu hören. „Nun okay, wir suchen beide nach dem was wir unbedingt besitzen wollen. Doch zuerst müssen wir dieses Turnier gewinnen. Du hast mir Versprochen, dass Brooklyn genug Talent und Dunkelheit in sich trägt um uns nicht zu enttäuschen. Jetzt hat er wirklich gegen ein Jungen verloren, welcher einst von dir Trainiert wurde. Das darf nicht noch einmal vorkommen. Auf jedenfalls habe ich dafür gesorgt, dass dieser blauhaarige von den BBA Revolution, nicht zu einem echten Kampf im Stande sein dürfte. Hast du dich in der zwischen Zeit um deine verloren gegangen Schafe gekümmert? Ich erwarte von dir, dass uns Voltaires Enkel nicht noch einmal in die Quere kommt. Bei meinem nächsten Besuch im Knast, werde ich den alten Voltaire einmal nach dieser Kindergeschichte fragen. Sollte etwas daran sein, wird er es am ehesten wissen. Und vielleicht auch wo wir suche müssen. ", es machte ein Schwappendes Geräusch und ein etwas lauterer Wind gesellte sich im Laufe des Gespräches dazu. Damit endete das Telefonat zwischen den zwei verwandten Männern.
Zur gleichen Zeit Im Dojo der Familie Kinomiya
Ein lautes urzeitähnliches Geräusch ist im Dojo zu hören. Takao streckte langsam seine Arme in Richtung Decke. Völlig erschöpft und müde blickte er sich um. Ein lautes Geräusch riss ihn aus seinen Gedanken. „Blöder Wecker!" maulte er. „Takao, bist du endlich wach! Wir müssen noch Kendo üben, vor deinem Match, damit du richtig fit bist und dem Karottenhaar in den Hintern treten kannst!", schrie der Großvater durch das Haus. Nach einem erneuten Gähnen ruft er zurück „ Jaja ich bin schon wach! Aber Training vor dem Turnier ist Folter, Opa! Ich habe für sowas keine Zeit!", dabei schwang er die Füße aus dem Bett und tapste in das Bad. Heute würde er jede Menge kaltes Wasser brauchen. Er griff nach seinem Shampoo und stellte das Wasser auf eiskalt, dabei bildet sich nach kurzer Zeit einige Unebenheiten auf seiner Haut. „Brr.. ist das kalt! Aber perfekt zum wach und klar werden. Ich werde heute alle Energie und klaren Gedanken brauche, die es gibt. Dieser Brooklyn ist ein massiver Gegner, Kai hatte ordentliche Probleme mit ihm. Jedoch muss ich es für uns gewinnen!" sprach er entschlossen zu sich selbst. Trotz allem fror er, wahrscheinlich wegen der Kälte und der Aufregung. Diese Nacht war genauso schlecht verlaufen wie die davor. Erst tauchten dieser Crusher und das Ming Ming auf und machten eine Szene im Garten, bis Garland sie zurückpfiff. Als alle anderen endlich schliefen schlich er sich heimlich aus dem Anwesen. Um seinen Mut zu finden und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Hatte er noch einen Abstecher zum nächtlichen Fluss gemacht. Dabei war er am Flussufer eingeschlafen, und erst durch das kauende, schmatzende Geräusch aufgeschreckt. Kleine runde Augen und ein stacheliger Körper sahen ihn an. Noch müder als zuvor war er zum Dojo zurück geschwankt, um erneut zu Hause von Alpträumen hochgeschreckt zu werden.
„Takao! Post für dich!", rief es erneute lautstark, als er gerade mit einem Handtuch um den Kopf das Badezimmer verlies. „ Was! Ich bekomme doch sonst nie Briefe!", schon rennt er den langen Flur entlang uns greift blitzschnell nach dem Brief. /Der Brief sieht sehr seltsam aus. Was da wohl drin steht, es sieht nicht nach Fanpost aus./ dachte sich der Junge mit nassen Haaren. Kurz überlegte er, ob er ihn öffnen soll, da das Turnier in ein paar Stunden losging und er noch Kendo trainieren müsse. Jedoch siegte die angeborene Neugier und er riss kurzerhand an dem Papierumschlag. Die Fetzen segelten zu Boden.
Hallo Takao,
ich meine du heißt in der zwischen Zeit so. Lange nichts mehr von mir gehört, was? Nun vermute ich dein Geheimnis zu kennen, es ist schon ein großes böses Geheimnis welches du mit dir rum trägst. Wenn du nicht möchtest, dass die ganze Welt erfährt wer du bist, sorge dafür, dass du heute verlierst! Denn ich habe noch eine Rechnung mit dir offen, und ich garantiere dir, dass du bezahlst. Deine Freunde werden meine Zeugen sein!
Wir sehen uns!
Mit aufgerissen Augen und zitternden Händen der Blauhaarige da. Sein Gesicht war so weiß, wie die Wände des Dojos. /Das kann nicht sein! Niemand kann heraus gefunden haben wer ich bin. Was soll ich nur tun? Wer auch immer das ist, wenn er einen meiner Freunde was antut, mache ich ihn fertig!/ „Grünschnabel, wo bleibst du! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit, du musst noch besser werden. Und danach müssen wir los! Also beweg deinen Hintern hierher!", kam ein lautstarker Ruf aus der Trainingshalle. Völlig in Gedanken versunken setzt er seine Füße in die Trainingshalle, dabei verstaute er den Brief in seiner Jackentasche. Unbemerkt viel dieser zu Boden.
Etwa eine Stunde später ertönte eine fröhlich, helle Stimme und eine ruhig aber entschlossene Stimme im Trainingsraum. „Hey Takao, wir sind da! Ja und heute wird sich endlich zeigen, dass wir besser sind als dieser Möchtegern Trainer von Boris uns sein Schoßhündchen Karottenhaar!", brüllt ein kleiner Junge mit rotem Haar und weitaufgerissen Mund. In seiner anderen Hand befindet sich eine Hähnchenkeule. „Erde an Takao? Alles okay bei dir?", fragte die besorgte helle Stimme von seinem besten Freund Max, dabei wedelte er mit der Hand vor dem Gesicht des anderen.
„Keine Panik Goldlöckchen, ich habe ihm nur neue Taktiken beigebracht zum Kopf frei pusten! Daher ist er jetzt neben sich." , lachte der alte Mann. „Ich werde heute Gewinnen, koste es was es wolle! Für alle die das Spiel lieben, für Kai und Tala! Und um endlich diesen Boris für immer los zu bekommen!", kam die entschlossene Kampfansage des Dragoon Trägers.
Ein breites Grinsen legt sich auf die Gesichter der restlichen ehemaligen Bladebreaker, so kannte jeder von ihnen den Jungen. „Die BEGA hat sich einen gefährlichen Gegner ausgesucht. So habe ich ihn noch nie gesehen," kam eine Stimme unter den brauen Harren und Brille hervor. Der Rest der Gruppe nickte zustimmend
Takao schloss für einen Moment die Augen, bevor er sich auf der Stelle umdrehte und die Treppe hoch spurtete. Oben angekommen, öffnete er die verborgene Schublade eines kleinen Kästchen. Dieses lag gut versteckt unter, Rucksäcke, Decken und alten Zeitschriften am Boden des Kleiderschranks.
Ein kleiner Schlüssel in der Hand haltend öffnete er es. Seine dunklen Augen blickten gebannt auf das Armband. Es bestand aus Silber und war mit vielen kleinen Edelsteinen besetzt. Als er es überstreift, berührte eine sanfte warme Briese sein Gesicht, und ein Gefühl von klarer Luft, hohen Bergen und des Beschützt werden stellte sich ein. Langsam stand er von den Knien auf, drehte sein Gesicht zum Fenster. Tief einatmen zog er den Sauerstoff in seine Lungen, es fühlte sich so gut an.
Der in verschiedenen Blautönen schimmernde Stein, glitzerte in den Sonnenstrahlen. Nach kurzen zögern, holt er noch eine kleinen Schachtel hervor. Beim Öffnen zeigte diese ein Ziffernblatt ähnlich einer Uhr.
Mit einem leisen klick, schoss er es um sein Oberarm, danach streifte er seine Lieblingsjacke über.
Mit Schwung flog die Tür auf, und ein Getrampel setze ein. Der Bus, mit seinen Freunden und den anderen Teams stand wartend vor der Tür.
