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Langsam kämpfte sich die Morgensonne durch. Helle gelbe Streifen und Punkte zeigten sich auf dem Zimmerboden. Noch immer lang ein dünner Schleicher im Raum. Schwerfällig zuckte ein Augenlid, ein kleiner Spalt öffnet sich und eine dunkle Iris schaut her raus. Ein verträumter, unwirklicher Ausdruck lag in ihr. Immer noch schwach ließ er den Blick durch den Raum schweifen. Dieser sah anders aus als letztes Mal.
Auf einmal wurde sein Blick starr. Ihn blickten himmelblaue Augen mit seltsamen silbernen Punkten an. Daran schien ein länglicher Kopf und Körper befestigt. Ein Drache, deutlich kleiner als der seines Freundes Takao, jedoch war die Ähnlichkeit verblüffend. Ein leises, kaum hörbares Grollen stieß dieser Kopf aus.
Der Drache legte den schief und seine Augen schauten tief in Kais. „Du bist erwach, das ist sehr wertvoll! An dir hängt das Amulett des Windes, jedoch bist du nicht sein eigentlicher Besitzer. Doch diesem anscheinend sehr teuer und wertvoll. Ich spüre das du einer uralten bösen Macht begegnet bist und verletzt wurdest. Doch diese Macht darf nicht wiederkommen. In dir liegt das Herz eines Wächters verborgen. Aus diesem Grund wurdest du gerettet. Leb wohl!", sprach die helle, klare und leise Stimme in seinem Kopf. Das Wesen löste sich in hauchfeine Silbernen Strahlen auf. An mehreren verschiedenen Orten leuchteten kurz die Farben Rot, Gold und Grün auf. „Träume ich immer noch? Was soll das heißen?", doch nun blieb alles still.
Erneut huschte sein offenes Auge durch den Raum. Wo war er hier, wo war Tala? Auch die Fenster waren auf der anderen Seite. Doch nun schien der Raum hell, klar und keine Spur von dem seltsamen Wesen war mehr zu sehen.
Die Tür schwan auf. „Guten Morgen Kai! Wie schön, dass du wach bist! Wie geht es dir inzwischen? Du hast meine Kollegin heute Nacht ganz schön auf Trapp gehalten.", schnatterte eine sehr junge Krankenschwester mit Klemmbrett in der Hand. „Mhm!", entkam es grollend. „Oh du bist nicht sehr gesprächig. Anscheinend hast du nicht so gut geschlafen. Nun lass mich deine Wunden und Infusion überprüfen.". Sie lief auf die andere Seite des Bettes und versuchte die Decke hinunter zu ziehen. Doch Kai hielt diese mit einer Hand fest, während er versuchte die Krankenschwester hinaus zu ekeln.
Doch diese grinste nur. „Wow, das ist erstaunlich. Deine Wunden sind deutlich mehr geschlossen als erwartet. Normalerweise würde diese noch Wochen brauchen. Hast du Schmerzen, oder siehst du verschwommen?", ein erneutes „Mhm", war zu hören. Die Schwester wandte sich dem anderen Arm zu und löste vorsichtig die Infusion. „Dein Puls und deine Atmung waren heute Nacht zu nächst extrem hoch, doch ein paar Stunden später deutlich weiter unten. Meine Kollegin schrieb außerdem, du hättest anscheinend Alpträume gehabt. Doch nun sind deine Werte so gut, wie bei jedem anderen. Und auch dein bedächtiges Schweigen und deine Mimik scheinen entspannt. Gut kannst du bitte versuchen dein zweites Auge zu öffnen? Ich müsste ein paar Test durchführen", dabei nahm die Kompresse herunter. „Siehst du etwas? Und wenn ja ist alles scharf oder ist etwas doppelt?", dabei blickte sie entschlossen ihren Patienten an. „ Ich sehe Sie reicht das! Sind wir nun endlich fertig!", konterte der Junge sichtlich genervt. „Hey das ist super! Wir hatten Befürchtungen, dass du mit diesem Auge nie wiedersehen wirst.".
In diesem Moment ging die Tür erneut auf. „Guten Morgen Schwester. Ich bin Mr. Dickinson und wurde auf der Suche nach Kai hierhergeschickt.", „Nun sind sie ein Verwandter? Wir versuchen seit gestern jemanden zu erreichen, doch bisher ohne Erfolg. Es geht um seinen Zustand und er ist noch minderjährig". Der ältere Herr schritt mit dem Hut in der Hand näher. „Nein ich bin kein Verwandter, habe aber eine Notfallvollmacht für ihn. Da sein Großvater momentan nicht für ihn Sorgen kann. Wie geht es ihm, hat er sich benommen? Kai kann manchmal etwas anstrengend sein.", wurde ernst aber amüsiert nachgefragt.
„Nun das erklärt einiges. Wie sie sehen mussten wir ihn heute Nacht verlegen. Seine Vitalwerte waren ungewöhnlich hoch, trotz der Medikamente welche er von uns bekommen hat. Doch nun scheint er fast wie neu geboren, die Wunden sind sichtbar geschlossen und das verletzte Auge funktioniert. Medizinisch grenzt das an ein Wunder, bei solch schweren Verletzungen. Er verweigert mir Leider die Mitarbeit, so dass ich einige Test nicht durchführen kann. Denn er schweigt nur.". „Nun das ist typisch für den Jungen. Er war noch nie sehr gesprächig. Wann können Sie Kai und auch Tala entlassen. Denn glauben sie mir, wenn diese beiden wieder bei Kräften sind, wollen Sie sie nicht mehr hier haben.", ein gutmütiges dunkles lachen erhellte den Raum.
Kai blickte von einem zum anderen. Er war genervt und hatte immer noch Kopfschmerzen. So schnell es ging wollte er da raus und seine Ruhe haben. Zudem war er sich sicher, dass heute das alles entscheidende Match anstand. /Können die sich nicht wo anders unterhalten? Oder einfach nur beeilen?/ „Kai, so wie ich dich einschätze, möchtest du so schnell wie möglich hier raus. Jedoch hat die Schwester gerade noch gesagt, dass sie das erst in der Visite besprechen müssen. Deswegen bleibst du wohl noch hier. Tala ist noch nicht wieder aufgewacht. Ich mache mir große Sorgen, niemals hätte ich diesem Turnier zustimmen dürfen.", voller vorwürfe schauten die alten Augen in sein offenes. „Mhm, es war ihre Entscheidung.", entgegnete ihm trocken. „Kai an was kannst du dich erinnern?", Stille trat ein. „Woher kommt die Decke und dieser seltsame Anhänger?", schoss sofort die Gegenfrage. Mr. Dickinson trat näher, bisher war er aus gutem Grund vom Bett weggeblieben. Er kannte Kai gut genug um zu wissen, dass er es nicht mochte, wenn man direkt neben ihm stand. „Nun die Decke gehört Eindeutig zu Takao, er läuft öfters mit dieser rum. Der Anhänger hat eine ungewöhnliche Form und Farbe. Schwarz mit zwei kleinen blauen Punkten, trotzdem sieh er wie ein Drache aus. Sehr ungewöhnlich. Aber auch da hätte ich Takao in Verdacht, das Dojo der Familie ist alt und dieses Schmuckstück auch. Vielleicht solltest du ihn fragen. Aber natürlich erst, wenn die Ärzte dich für gesund erklärt haben. Ich werde jetzt zu Tala gehen. Und anschließend auf die Ärzte warten. Du solltest noch etwas schlafen, denn viel mehr Besuch als mich wirst du schätzungsweise nicht bekommen."
„Takao, warum? Was hat dich dazu gebracht die Arena zu verlassen und mir zu folgen? Und was soll diese hässliche Decke und ein Schmuckanhänger an mir. Ich werde dich dafür extra hart Trainieren lassen.", grollte er dem anderen. „Doch dieser Drache war Dargon ähnlich. Zu ähnlich und er hat mit mir gesprochen. Was hat das zu bedeuten, war das ein Traum oder Wirklichkeit.", erneut ein seufzen. „Egal, ich muss hier raus. Niemals werde ich auf dies Ärzte warten oder noch mehr Test erdulden,". Mit einem raschen Griff zog er die Plastiknadel aus seinem Arm, es blutete. Aber dafür zog er das vorbereitete Verbandsmaterial an sich und wickelte es um die Hand.
Träge schob er seine Beine Richtung Boden, bis die Füße diesen berührten. /Ja ich fühle fit, bin ich noch nicht. Mir ist noch etwas schwindelig und schlecht. Aber nichts wird mich länger hier halten. Die Verbände bleiben noch, immerhin habe ich sonst nicht viel zum anziehen./ Er stand auf, kurzzeitig schwankte er noch und griff nach dem Bett als Hilfe. Überrascht blieb sein Blick an einem schwarzen Mantel hängen. „Perfekt!", flüstert er zog ihn über und schritt zum Fenster. Mit geübten Griff schob er es nach oben, bevor er hindurch kletterte und verschwand. „Takao, jetzt hoffe ich, dass du Brooklyn erledigst und danach will ich Antworten!", dabei kletterte er die Feuerleiter hinunter. Zum Springen, fühlten sich seine Beine doch noch wie Pudding an.
An einem kalten Ort:
„Ich möchte den Gefangen Mr. Hiwatari besuchen. Lassen Sie mich rein und sie können sich ein bisschen Taschengeld verdienen. Verweigern Sie es mir und ich komme trotzdem rein, aber Sie nicht mehr raus!", blaffte eine befehlende Stimme den Wärter an. „Nun Mr. Hiwatari bekommt nie besuch und sitz im Sicherheitstrack für schwere Verbrechen. Da müssen wir schon genau kontrollieren." „Wollen Sie heute unbedingt sterben?", dabei hielt er dem Wärter ein kleinen Dolch an die Kehle. „ Nein, bitte nicht! Meine….meine Frau… ist…schwanger! O..Okay.. ich…mach… auf!", er beendet die Durchsuchung und drückt auf einen Knopf. „Gut in Zukunft geht das rascher! Ich werde mir ihren Namen merken!", keine weitere Zeit verschwendet ging er den düsteren Gang entlang. Vor der hintersten Tür blieb er stehen.
„ Hallo Voltaire, lange nicht gesehen.", sprach er den Insassen an. „Was machst du hier Gideon. Es ist viele Jahre her, seit ich dich das letzte Mal sah. Wie geht es Boris? Er war immer ein treuer und wertvoller Mitarbeiter für mich!", „Nun dem geht es ganz gut. Wie du bestimmt weißt hat er eine neue Organisation gegründet, die BEGA. Doch deswegen bin ich nicht hier.", er setzte sich auf einen Stuhl dem alten Russen gegenüber. „Du erinnerst dich bestimmt noch an das alte Kindermärchen, welches uns dein Vater immer erzählte. „Die Harmonie der vier Elemente". „Ja, Gideon ich erinnere mich. Doch was willst du damit, es ist nur ein altes Buch?", „Nun es scheint, als ob es diese wirklich gibt. Bei Boris läuft es in der BEGA gerade nicht glatt. Dein Enkel und seine Kumpels haben sich wieder eingemischt. Und überraschenderweise, scheint genau Kai, eine solche Kette zu tragen, wie in diesem Buch.".
„Kai macht auch nichts als Ärger! Wenn er nicht der Einzige wäre, würde ich ihn enterben. Doch soll er das Geschäft weiterführen, aus diesem Grund schickte ich ihn zu Boris.". „Wie kommt ihr darauf, dass es sich um ein mystischen Gegenstand handeln könnte? Mein Vater hat zwar an diese Existenz geglaubt. Doch ich halte es noch immer für ein Märchen". „ Diese Beyblader besitzen extrem mächtige Biester. Boris scheitert immer wieder. Mir ist vor Jahren aus dem Waisenhaus ein Testjunge entkommen. Trotz intensiver Suche konnte ich ihn nie wiederfinden. Und nun liegt Kai verletzt darnieder und trägt eine Kette, welche einen eiskalten Wind und Schnitte bereitet. Boris konnte diese nicht entfernen und wurde dabei verletzt. Dies sind zu viele Zufälle. Es ist genau wie in dem Buch, wenn jemand einen mystischen Gegenstand zu stehlen, wird er verletzt. Doch gibt es mindestens noch drei weiter und ich weiß noch, dass diese vier Zusammen „Elementmacht" genannt wurden. Nun sprich Voltaire, wo ist diese Aufzeichnung und wie kommt man an die Ketten!", donnerte die Stimme von Gideon und schlug auf den Tisch.
„Mhm, dies könnte die Erklärung sein, wieso wir ihre Biester bisher nicht beherrschen können. Und wieso mir dieser Japaner immer wieder Schwierigkeiten macht. Doch Kai, ist mein Enkel ich habe ihn nach meinen Vorstellungen erziehen lassen. Er kann niemals Träger einer Elementmacht sein. Sein Herz ist zu dunkel und kalt dafür. Niemals, könnte die gelingen. Jedoch gebe ich dir Recht. Es ist mysteriös. Ich werde schauen ob ich an das Buch komme. Jedoch, werdet Boris und du mich dafür hier herausholen. Ich habe keine Lust mehr auf schlechtes Essen und kalte Räume.", auch er konnte noch dieses Spiel spielen. „Wo ist das Buch und wie beherrscht man diese Macht!". „Gemach Freund Gideon, ich vermute die Aufzeichnung an einem Ort an dem nur ein Hiwatari hinkommt. Nur dort, steht wie diese Amulette in Besitz genommen werden können Das heißt ohne mich schafft ihr es nie.", ein teuflisches Grinsen zierte das alte Gesicht. „Morgen Nacht, werde ich die Wachen schlafen legen und wir verschwinden von hier. Bis dahin überlegst du, wie wir an unser Ziel kommen. Und um Kai mach dir keine Sorgen, Boris ist schon hinter ihm her!".
