Normale Sicht:

„Seid ihr alle in Ordnung?", riefen zwei Stimmen. Neben dem schwarzhaarigen jungen Mann, stand Gramps. Das alte Familienschwert in der Hand haltend. „Ja, es scheint so. Danke!", antwortet Takao. „Was war das eben? Nebel, und woher kam der?", „Für mich sah aus wie ein Drachenkopf. Zuerst dachte ich, Dragoon wäre es. Wirklich seltsam," bestätigte Ray, Dachis Aussage.
Immer noch rätselnd blickte die Gruppe nach oben. „Mo, wo ist Samenta?", blickten rotbraune Augen den fremden Jungen an. „Nun, sie hat sich an ihre Lieblingsarbeit gemacht und beschafft Informationen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut sie das mit ihrer Art kann.", zwinkerte er Takao zu.

„Ich geh jetzt wieder! Wir haben ein paar wichtige neuen Details erfahren. Du weißt wo du mich findest," dieser nickt nur und Takao meint leise „Danke!" durch die Stimmen aufmerksam gemacht, blickten goldene Katzenaugen zwischen den beiden hin und her. „ Jetzt hört auf zu quasseln! Wir haben gewonnen! Zeit für eine Party!"; schrie der Blonde Amerikaner. „Endlich, Essen! Vor lauter Spannung und diesen Typen verfluchen, muss ich jetzt kräftig zuschlagen. Ich habe allein durch das zuschauen, bestimmt 5 Kilos verloren! Ich will Fleisch!", gab Daichi mit hängenden Armen und Kopf seinen Kommentar ab. „Oh Mann, Daichi! Du bist noch verfressener als Takao!", meckert das Mädchen der Gruppe.

„Gut gemacht, Jungs! Ich wusste ich kann mich auf euch verlassen!", gratuliert eine alte Stimme. „Hallo Mr. Dickinson, schön sie zu sehen!". „Nun ich war die meiste Zeit im Krankhaus und habe es am Fernseher verfolgt. Da solltest du eigentlich auch noch sein, Kai!", die Stimme war scharf geworden. „Mhm", brummte dieser nur die Antwort und wendet sich ab. „Wir sollten gehen. Ich mag den Ort hier nicht, außerdem hat der Kleine recht, das schreit nach Party und Mädels!", schallendes Gelächter entstieg der alten Kehle.
Damit setzte sich die Gruppe in Bewegung. Takao blieb noch stehen und blickte zu der zerstörten Arena, sowie zum letzten Rest des schwarzen Schilds. Unbemerkt wurde er von lila und gelben Augen beobachtet. „Hey, Weltmeister! Kommst du! Die anderen sind schon weg!", erst beim dritten Anrufen von Ray, reagierte dieser. Skeptisch schaute der Chinese seinen Teamkollegen an.

Im Dojo, war die Party nun im vollen Gange. Max und Ray tranken abwechselnd Cola, sowie ein selten Chinesischen Saft. Die Stimmung war sehr ausgelassen, denn Kenny tanzt mit Ming Ming den Ententanz auf dem Boden. Während Hillary schmiss sich an Garland ran. Die Russen Tala und Bryan rissen nicht jugendfreie Witze.

Gramps saß mit zwei blonden jungen Frauen in einer Ecke und gab Kendo tricks, sowie rote Rosen aus. Sogar Mr. Dickinson und Max Vater waren anwesend, diese unterhielten sich angeregt.

Müde mit Kopfschmerzen geplagt stand Takao auf und setzte sich zunächst auf die Veranda. Eine laue Briese wehte und bewegte die blauen Haare. Ein Bein angezogen, bettete er das Kinn darauf.

„Oh Mann, was für ein Tag! Noch immer spüre ich jede Faser meines Körpers und ich fühle mich ausgelaugt und totgetreten. Soviel Dunkelheil- und Böswilligkeit. Doch am meisten erschreckt haben mich Brooklyns kalte grüne Augen. Er hat dieselben Augen wie Gideon. Ob er sein Sohn ist, das Alter könnte passen?". Auf einmal trug der Wind ein Briefumschlag zu ihm. „Der sieht genauso aus, wie der andere!", vor sich hin murmeln ging er in sein Zimmer.

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Takao du hast heute wirklich gewonnen! Damit hast du dich meinen Befehlen widersetzt! Heute sah ich zum zweiten Mal den Nebel mit Drachenkopf! Jetzt weiß ich, dass du das „Amulett des Windes" hast. Doch du bist fast ohne Verletzungen geblieben, bist du etwas immun? Ich werde dich zurückholen! Mein Freund holt sich dein Bist und deine Freunde! Du kannst nicht mehr vor mir verstecken und gleichzeitig deine neuen Kameraden schützen. Wir sehen uns!

Völlig lautlos wie eine Katze, nährt sich ein Schatten ihm. „Was machst du hier oben, während unten die Party ist,". „Wah! Kai! Was machst du in meinem Zimmer!", entfuhr es ihm erschrocken. „Aber schön dich zu sehen! Und vielen Dank für alles! Wie geht's dir Alter? Ich brauchte Ruhe und Abstand, daher bin ich hier her gegangen", schnell ließ er den Brief unter sein Kissen gleiten.

„Was sollte die Decke und dieser Anhänger! Und warum bist du aus der Arena gegangen? Du hattest einen Kampf vor dir! Ich brauch kein Mitleid oder eine Kuscheldecke!", fordert der Phönix Antworten. Ein genervtes stöhnen, verlies den Mund des Japaners: „ Oh Mann, Kai, ein einfaches Danke würde Dich nicht umbringen! Die Arena war so kaputt, dass sie repariert werden musste. Ich habe mir Sorgen gemacht. Da du ja immer so ein Theater um dein Privatsphäre machst, wollte ich deine Verletzungen vor Blicken schützen. Außerdem war ich misstrauisch, wegen Boris. Du weißt selber gut genug, wie hinterhältig der Typ ist. Was ist mit deinem Beyblade geschehen?". „Geht dich nichts an. Und ich brauche kein Babysitter!", knurrte dieser die Antwort. Wie üblich stand er mit verschränken Armen und geschlossenen Augen an der Wand.

„Kai, ich habe gerade absolut keine Lust auf Streit mit dir. Was das Schmuckstück betrifft, so war es einfach eine Laune der Natur um dich zu ärgern,". „Das kauf ich nicht Takao. Und was war das in der Arena heute? Mir scheint du verschweigst was!", der Ton wurde drohender.

„Kai, pack dich an der eigenen Nase! Du hast Geheimnisse! Jeder hat vermutlich eins, die einen größer die anderen kleiner! Wo ist eigentlich Dranzer?", brüllte er zurück. „Mhm", kam es nur gebrummt. „Wenn du schon wieder meinst mir nicht antworten zu müssen. Dann erwarte bitte auch keine von mir! Ich dachte wir hätten das geklärt!".
Einen Moment später fiel die Türe laut ins Schloss.

1 Tag später:
„Chef, wie weit bist du mit Kais neuen Blade? Sonst bist du doch, immer schneller,", „Das ist nicht so einfach, das System war brandneu und hochentwickelt. Doch trotzdem ist er jetzt in Einzelteile zerlegt. Ich muss ihn noch stärker machen und dafür musste ich auf das Material von Judy warten. Außerdem sind die Blades der anderen auch beschädigt". Der blauhaarige saß mit einer Dose Cola auf dem Ersatzstuhl und schaute zu. „Ja ich weiß und noch dazu haben wir nur die Nächte zum Arbeiten. Du weißt wie dieser Sauerkarter von Kai würde niemals um Hilfe fragen. Doch Kai ohne Dranzer ist wie ein Geburtstag ohne Kuchen, das geht einfach nicht! Sonst kommt der wieder auf den Gedanken, alles hin zu schmeißen," sprach der blauhaarige. „Daher müssen Dizzy, du und ich jetzt einen neuen bauen!".

„Vielen Dank Takao, dass du mich dieses Mal nicht vergisst. Chef hau bitte nicht so sehr in die Tasten, meine Schaltkreise zittern schon". „Wir können zwar einen neuen Blade bauen, doch wissen wir nicht wo Kais Bist ist. Meinst du Dranzer wird zurückkommen?", fragend schauten der Kleinere auf. „ Ich bin mir sicher, dass er das wird. Ein Phönix steht doch immer wieder auf.".

„Sag einmal Takao, hattest du in der Arena auch so einen seltsamen Traum von Schwarzer Energie, welche auf einen Nebel trifft. Dieser schien irgendwie um uns alle herabzuschweben? Dazu kam dieser Drachenkopf? Max hat es auch gesehen," schnatterte der braunhaarige. „Chef es tut mir wirklich leid, aber ich kann in meiner Datenbank und in meiner Analyse nichts dazu finden," erklang es traurig aus dem PC. Beunruhigt von dem Gespräch meinte Takao „Ist doch jetzt egal. Morgen seid ihr ohnehin erst einmal bei Mr. D und Judy. Während ich wieder Kendo trainieren muss!", frustriert ließ er den Kopf hängen. „Bekommst du Kais Geschenk bis morgen fertig? Denn ich gehe jetzt! Tschüss!", schon zog er die Mütze auf und schritt zur Tür.

Am Spielplatz angekommen, saß er lange auf der Leiter und blickte zum Meer. Die Wellen kräuselten sich und der Wind war frisch. „Oh Mann was mach ich nur? Kenny analysiert das ganze schon und ich weiß Kai wird auch nicht lockerlassen,". Seine Augen ruhten auf der Uhr, diese blinkte schon seit einigen Minuten. „Es ist fast Mitternacht, aber egal. Ich habe Mo versprochen zu kommen. Sein Auftauchen in der Arena bestätigt nur, dass es einen Zusammenhang zwischen Gideon und Boris gibt. Boris sinnt auf Rache, doch von wem kommen die Briefe? Und wie erkläre ich meinen Freunden bitte mystischen Nebel?" er streckte die Arme und gähnte.

Lautlos wie eine Katze klettert er hinunter, zieht aus seinem Rucksack andere Kleidung hervor. Kurzerhand tauschte er alles, bevor er nach zwei Steinen in der Nähe des Baumes griff.

Unbemerkt wurde er von zwei scharfen Augen bebautet. Kai war seitdem verlassen von Kennys Haus ihm hinterhergeschlichen. Takao benahm sich seltsam, erst hatte er kein Interesse an der Party, danach war er alleine am Strand joggen zu gegangen. Die Krönung war die Erklärung, dass er keinen Hunger hätte. Obwohl er offiziell das Team nicht mehr das anführte, machte er sich doch Gedanken um ihn. Was er nun sah, ließ ihn sich noch mehr konzentrieren. Takao zog sich anscheinend um, jedoch konnte er keine Details ausmachen. Als dieser aber an das kleine Feuer trat und zwei große Steine aufhob. Erkannte er seinen Teamkollegen nicht wieder. Dieser trug eine dunkle lange Hose, ein graues Shirt. Seine Haare hatten braune Wellen und sein Gesicht zierte eine blaue Brille.

Leise trat er näher um besser sehen zu können. Somit konnte er beobachten wie Takao einen schweren Stein links neben das Feuer legte und einen zweiten neben einen benachbarten Baum. Er hob den Arm und das Mondlicht reflektierte in einem starken silbernen Strahl. Ein scharfe Böe wirbelte den Sand auf, danach war Takao verschwunden.

„Was war denn das schon wieder? Wo ist dieser Trottel den nun wieder hin? Bin ich in einem Film gelandet? Sobald er wieder da ist, will ich Antworten!". Trotz intensiven Suchens fand Kai keine Spur und das Feuer glühte nur noch leicht. „Erst dieser seltsame Traum im Krankenhaus, danach dieser Nebel und nun das. Mysteriös ist kein Ausdruck dafür,". Mit schlurfenden Schritten und pochendem Kopf trat er den Rückweg an.

Zurück im Dojo, schlich er sich in das Zimmer von seinem Teamkameraden. Zielstrebig ging sein Griff unter das Kissen. Danach wanderte er in sein Gästezimmer. So wie er war, fiel er auf das Bett. „Endlich Ruhe und Schlaf!". Müde aber zu Neugierig, faltete er den Brief auseinander. /Er wird also bedroht und erpresst. Doch von wem? Und was soll das, Takao so heißt du anscheinend jetzt? Und was ist das Amulett des Windes, hat das was mit diesem alten Schmuckstück zu tun?/. „Nun Takao du hast das Team und mich niemals aufgegeben. Auch wenn ich noch nicht weiß, was das zu bedeuten hat. Werde ich dich nicht im Stich lassen! Aber ich will wissen was hier vor sich geht!"

Das Schnarchen von Gramps tönte über den Flur. „Der ist noch schlimmer als Takao. Wie soll hier jemand schlafen können? Zum Glück sind wenigstens die anderen Chaoten nicht hier," genervt drückte er ein Kissen auf sein Gesicht. Sein Körper überzog eine Gänsehaut, gleichzeitig schwitzte er. Do rollte sich Kai auf der Seite zusammen und zog die zweite Decke über sich.